Und nur die Wüste war Zeuge

Und nur die Wüste war Zeuge

von T'Len (2004)
tlen2@freenet.de



Serie: Lauri R. Kings Holmes/Russell Bücher
Altersangabe: NC-17
Paarung: Ali/Mahmoud (Alistair/Marsh)
Warnung: m/m-slash
Feedback: tlen2@freenet.de
Hinweis. Referenzen zu den Büchern O Jerusalem und Justice Hall Beta: Vielen Dank an Lady Charena fürs Beta.
Archiv: FFP, GSSU, andere bitte fragen
Summe: Das erste Mal.

Disclaimer: Leider gehören mir die Jungs, die in dieser Story verwendet wurden, nicht. Ich habe sie nur für ein bisschen Fanfiction-Spaß ausgeborgt. Damit sollen keine Urheberrechte verletzt werden. Und natürlich wird damit nichts verdient. Beachtet die Altersangabe und geht wo anders spielen, wenn ihr zu jung seit oder euch am Thema stört.


"Ich bin so froh, dass du endlich bei mir bist... für immer." Marshs - Mahmouds, es ist Mahmoud hier, wie sich Alistair stumm erinnerte, Marsh war Teil eines anderen Lebens und in England zurück gelassen worden - Seufzer wurde von seinem zärtlichen Streicheln über Alis - er dachte von sich selbst nicht mehr als Alistair - dunkles Haar und einem leidenschaftlichen Kuss auf seinen bärtigen Mund begleitet.

Ali seufzte ebenfalls. "Ich, auch", erwiderte er. Und das war eher noch eine Untertreibung. In Wirklichkeit platzte er fast vor Glück. Er hatte nach seinem Universitätsabschluss keine Zeit vergeudet, gerade einmal seinen Eltern Auf Wiedersehen gesagt und war dann aufs nächste Boot Richtung Kairo gegangen, wo sein älterer Cousin ihn schon sehnsüchtig erwartete. Sie hatten sich sofort auf den Weg in die Wüste Palästinas gemacht.

Er fühlte sich hier sofort wieder wie zu Hause. Er hatte sich in das trockene, wilde und ungastliche Land verliebt - in dem Augenblick, als er zum ersten Mal seinen Fuß auf es und seine Augen über es setzte - damals, vor einigen Jahren, als er gekommen war, um seinen Verwandten zu suchen, höchstpersönlich ausgeschickt vom Duke, Marshs Vater. Aber statt Marsh davon zu überzeugen, mit ihm auf der Stelle zurückzukehren, war er so lange wie möglich bei ihm im der Wüste geblieben. Schließlich hatten sie nach England zurückkehren müssen, aber Marsh kehrte sobald wie möglich zurück nach Palästina mit Alistairs Versprechen, ihn bei jeder Gelegenheit zu besuchen und eines Tages für immer zu bleiben, im Gepäck.

Mahmoud schmiegte sich enger an seinem Begleiter, streichelte über dessen starke Muskeln, an den kräftigen Beinen entlang. Es war nicht kalt in ihrem Ziegenhaarzelt, so dass der einzige Grund, warum Ali erschauerte, in dem Vergnügen lag, dass das Streicheln in ihm weckte.

"Ich wollte das schon so lange mit dir machen. Ich weiß kaum mehr seit wie lange", flüsterte Mahmoud flüsterte und schob ein Bein über diejenigen seines Geliebten, sich an Alis nackter Haut reibend.

"Warum hast du es niemals versucht? Ich meine, ich hatte bestimmt nichts dagegen gehabt", antwortete Ali mit beschleunigtem Atem.

"Zu Hause? Wir hätten niemals einen Platz gefunden, der auch nur für einen Kuss sicher genug gewesen wäre. Vielleicht, wenn wir uns im alten Treppenhaus eingeschlossen hätten, aber ich fürchte, das wäre ein wenig unbequem gewesen", antwortete Mahmoud. "Und ich wollte darauf warten, bis du für immer hier bist, bis ich... nicht während des Urlaubes."

Ali nickte. Natürlich hatte Mahmoud recht. In Justice Hall schienen die Augen und Ohren der Diener überall zu sein. Zwar hätte Marsh ihnen Stillschweigen befehlen können, aber sein Vater hätte es bestimmt so oder so herausgefunden. Er wollte lieber nicht darüber spekulieren, was dann geschahen wäre. Und das Anwesen seiner eigenen Familie bot nicht viel mehr Privatsphäre. Aber hätten sie es während einer seiner Besuche hier getan, er wäre nie wieder nach England zurückgekehrt, dessen war er sich sicher Er wollte Mahmoud nie wieder verlassen.

"Hast du es jemals getan?" Mahmoud unterbrach sein Grübeln und knabberte zärtlich an seinem Hals.

"Nie", seufzte Ali glücklich.

"Nicht einmal mit einer Frau?", kam die neugierige Frage.

"Einige der Jungs an der Universität nahmen mich einmal mit in einen dieser Clubs. Du weißt schon, was ich meine. Ich flüchtete in dem Augenblick, als ich realisierte, wo ich gelandet war, behauptete, dass ich mich plötzlich sehr krank fühlte. Was in der Tat gar keine so große Lüge war"

Es hatte ihm für einige Wochen den Spott seiner Kameraden eingebracht, aber der hatte schließlich aufgehört, als andere Dinge in den Fokus seiner Begleiter gerückt waren. Er hatte einfach nicht mit einer Frau zusammen sein wollen, nicht damals, niemals. Er hatte auch keinen anderen Mann gewollt.

"Und du?", fragte Ali neugierig.

"Nur dieses eine Mal mit Iris und ich war so betrunken, so dass ich mich kaum daran erinnere", antwortete Mahmoud ehrlich und leckte genüsslich über Alis dunkelbehaarte Brust.

Ali erbebte erneut. Diesmal nicht nur von dem Vergnügen, das Mahmoud ihm mit seinem Mund und seiner Zunge bereitete, sondern auch von der Erinnerung daran, wie Marsh ihn gebeten hatte sein Trauzeuge zu sein. In diesem Augenblick hatte er befürchtet, ihn für immer zu verlieren. Nicht so sehr als möglichen Liebhaber sondern als der beste Freund, der er ihm seit seiner Kindheit gewesen war. Er hätte nie zu träumen gewagt, dass ihre Beziehung diese Wende nehmen würde, aber er konnte sich nie ein Leben ohne seinen Freund an seiner Seite vorstellen. Und dann hatte Marsh ihm gesagt, dass er vorhatte Iris, eine entfernte Verwandte, Langzeitfreund und Lesbierin zu heiraten und das alles nur, damit ihre Familien aufhörten Druck auf sie auszuüben und dass er dann wieder frei wäre, zu tun, was er wirklich wollte. Alistair war nie glücklicher als in diesem Moment gewesen.

"Woher wissen wir dann, was wir tun sollen?", fragte Ali, als Mahmoud weiter seinen Körper hinunter leckte. "Das ist etwas, dass man nicht in Eton oder Cambridge lernt."

Sein Begleiter hob seinen Kopf und lächelte. "Ich bin sicher, wir werden leicht herausfinden, wie es geht. Außerdem habe ich Lionels Freunde interviewt, als ich ihn einmal in Frankreich besuchte."

"War das nicht ein bisschen riskant? Ich meine, wenn er etwas geahnt und deine Eltern informiert hätte", antwortete Ali.

"Er war so betrunken oder voll Drogen oder beides, dass er kaum merkte, dass ich überhaupt da war. Seine Freunde waren in nicht viel besserem Zustand. Ich bezweifle, dass sich irgend jemand am nächsten Tag noch an mich erinnerte. Aber ich musste sie eher hastig verlassen, als ihre Avancen übermächtig wurden. Ich denke, nicht einmal bei einen großen Ball in Justice habe ich je solch viele Angebote wie dort bekommen." Er lächelte erneut..

"Ich kann es ihnen nicht verübeln", murmelte Ali.

"Aber ich wollte stets nur dich", erklärte Mahmoud und drehte sich mit einer raschen Bewegung herum, um das erregte Geschlecht seines Liebhabers in seinen Mund zu nehmen. Ali keuchte ob seiner steigenden Erregung auf und fühlte sich außer Stande, verbal zu antworten. So versuchte er jeden Millimeter der Haut seines Liebhabers zu streicheln, die er erreichen konnte.

Mahmoud leckte um seinen Schaft, saugte dann zärtlich an der Spitze. Nach einer Weile drehte er sich so, dass er seinem Liebhaber sein eigenes, erregtes Glied präsentieren konnte. Ali brauchte keine weitere Aufforderung. Ohne jedes Zaudern nahm er das Dargebotene in seinen Mund an auf und bemühte sich, die Aktionen seines Begleiters zu wiederholen. Es zauderte keinen Moment, alles schien so richtig und natürlich.

Als Mahmoud nach eiern Weile von ihm abließ und auch sein eigenes Glied aus Alis eifrigem Mund herauszog, stöhnte Ali frustriert auf.

"Liebster, lass mich dich haben, bitte. Ich will.. . ich brauche dich", Mahmoud bat, in seinen dunklen Augen schimmerte die Begierde. Außerstande, die richtigen Worte zu finden, nickte Ali einfach.

"Sie sagten, dass es beim ersten Mal besser von hinten wäre, weniger schmerzhaft beim Eindringen und so", erklärte Mahmoud, während er ihr Gepäck durchwühlte und schließlich einen Dose mit einer Creme heraus holte. "Aber ich möchte dein Gesicht sehen."

"Ich werde es aushalten, keine Sorge", versicherte ihm Ali, den Blick fest auf Mahmoud gerichtet, der etwas von der Creme auf sein hartes Glied auftrug.

"Oh, Allah." Ali atmete scharf ein, als sein Liebhaber wenig später von seinem Körpers Besitz ergriff. Mahmoud stoppte und sah besorgt auf seinen Freund herab. "Es ist gut", versicherte Ali ihm und dann war die Wirklichkeit plötzlich ganz weit weg, als sie ihre Körper vereinten, wie ihre Seelen es schon lang waren.

* * *

"Das war... einfach unglaublich", seufzte Mahmoud, als er sich wiederwillig aus Alis Körper zurückzog.

"Ich hatte mir nie vorgestellt, dass es so fantastisch wäre", stimmte ihm sein Geliebter zu, noch immer erschüttert von den Nachwirkungen ihres gerade geteilten Höhepunktes, welcher - so schien es ihm - die Erde unter ihnen zum Erbeben gebracht hatte. Er hätte immer darauf geschworen, dass alles mit Mahmoud einfach nur gut sein konnte, aber dass es so fantastisch werden würde, hätte komplett außerhalb seiner Imagination gelegen.

Mahmoud sank an seine Seite und begann plötzlich zu lachen.

"Warum lachst du?", fragte Ali etwas irritiert.

"Ich musste nur gerade daran denken, dass mit dir zusammen zu sein, eindeutig den Vorteil hat, dass du nicht schwanger werden kannst", kam die Antwort.

"Vermisst du ihn?", fragte Ali besorgt und dachte an Jungen Gabriel, Marshs und Iris' Kind, das sie im geheimen an Marshs Bruder und dessen Frau gegeben hatten, wissend, dass das Letzte was sie beide wollten, ein normales Familienleben in Justice Hall war - während Henry und Sarah sich schon zehn Jahre vergeblich ein Kind wünschten. Alistair war damals egoistischerweise sehr erfreut über die Wendung der Ereignisse um diese unerwünschte Schwangerschaft gewesen, hatte er doch erneut gefürchtet, Marsh zu verlieren.

"Nein", antwortete Mahmoud während er aufstand und nach seiner Kleidung griff, Ali dabei seinen Rücken zu wendend. "Manchmal, ja", fügte er dann leise hinzu.

"Du bereust, dass... ?"

"Nein, es war am Besten so. Für ihn... für uns alle. Maalesh." Mahmoud warf Ali seine Kleidung zu. "Besser, du ziehst dich wieder an. Die Nächte hier sind manchmal recht kalt und man weiß nie, welche vier-, sechs oder achtbeinigen Bewohner der Wüste zu Besuch kommen."

"Was werden wir morgen tun?", fragte Ali während er sich anzog.

Mahmoud antwortete ihm mit einem dieser typischen arabischen Schulterzucker, die er sich angewöhnt hatte. "Einfach ein bisschen herumwandern, die Augen und Ohren offen halten. Ich arbeite gelegentlich als Schreiber für die Leute hier. Oder ich lese ihnen etwas vor. Es gibt auch einen Mann in Beersheva, der unsere Augen und Ohren für sich möchte, ein Engländer."

"Etwas Gutes für König und Vaterland tun?", fragte Ali. Das klang sehr nach einem Spionagejob.

Mahmoud nickte. "Scheint so, dass die Situation mit den Türken heutigentags etwas delikat ist", antwortete er. "Aber lass uns nicht übers Geschäft reden. Schließlich sind wir hier, um unsere Freiheit zu genießen und diese ganz spezielle Nacht."

Er legte sich wieder neben Ali und zog ihn in seine Arme. "Da ist etwas, dass ich ganz bestimmt morgen Nacht tun möchte", sagte er zärtlich und küsste seinen Geliebten. "Ich will dich so spüren, wie du mich heute gefühlt hast."

Ali verspannte sich. "Du willst, dass ich dich nehme?", fragte er überrascht. Seine ganzes Leben lang war immer Marsh derjenige, der die Richtung angab, so wie an jenem Kindheitstag als sie die Mittsommersonnenwende an The Circle beobachteten. Und jetzt wollte er sich ihm hingeben?

Mahmoud küsste ihn erneut. "Denk daran, dass hier bedeutet Titel oder Besitz nichts. Hier gibt es nur dich und mich, als gleichberechtigte Partner." Er drückte Ali an sich und flüsterte in sein Ohr. "Mein geliebter Bruder."

Ende

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