Zettelwirtschaft

Zettelwirtschaft

von T'Len
tlen2@freenet.de



2006
Serie: SK Kölsch
Charaktere: Jupp Schatz, Falk von Schermbeck, Achim Pohl
Altersangabe: PG
Hinweis: Humor
Summe: Im rosa Röckchen zum CSD, das kann natürlich nicht ohne Folgen bleiben. Vor allem für Jupps Ego. *eg* Fortsetzung zur Folge „CSD“.
Feedback: tlen2@freenet.de

Disclaimer: Die Jungs gehören mir nicht. Ich habe die Jungs nur für ein bisschen Spaß ausgeborgt. Vielen Dank an Lady Charena für ihre nie nachlassende Hilfe.


„Hier Jupp, deine Liste.“

„Was?“ Jupp Schatz blickte irritiert auf den Ausdruck, den Achim Pohl ihm vor die Nase hielt. „Welche Liste?“

„Na, die Telefonnummern, die du auf meinen Schreibtisch gelegt hast. Ich habe alle fünf gecheckt. Die erste gehört einem Kollegen von der Sitte. Gilt als absolut integer. Die zweite einem Hausmeister, 56. Außer einem Strafzetteln wegen Falschparkens liegt nichts über ihn vor. Und der ist fünf Jahre her. Die dritte ist eine Bonner Nummer. Da müsste ich noch die Kollegen um Hilfe bitten. Nummer vier gehört einem 67-jährigen Rentner. Zweimal zu schnell gefahren, sonst nichts. Hier, der“, er deutete auf eine der Telefonnummern, die Pohl schön säuberlich mit allen Angaben, die er finden konnte, aufgeschrieben hatte, „Anzeige wegen Voyeurismus. Vor etwa einem Jahr. Wurde nach einer Woche wieder zurückgezogen. Er soll“, Pohl warf Falk einen Blick zu. „Zwei Männer beim... ihr wisst schon, was ich meine.“

„Äh“, Pohl räusperte sich. „Ermittelt ihr in einem Sexualdelikt? Weil auf dem einen Zettel was von ‚sexy Hintern’ steht. Das war der Hausmeister übrigens. Und beim Rentner steht: ‚Würde dich gern wiedersehen, Süßer’,“

„Nicht, dass ich wüsste“, antwortete Falk und blickte Jupp fragend an. „Was sind das für Nummern?“

„Keine Ahnung“, erwiderte Schatz und zuckte mit den Schultern. „Von mir hat er die nicht.“

„Gib mal her!“, er nahm Pohl seine Liste ab und sah die kleinen Zettel mit handschriftlichen Telefonnummern, die daran geheftet waren. Plötzlich wurde Schatz erst rot, dann blass „Äh, diese Zettel sind das“, stotterte er.

„Soll ich in Bonn anrufen? Oder weitere Unterlagen über den Spanner besorgen?“, fragte Pohl diensteifrig. „Oder bei einem der anderen tiefer graben?“

Schatz schüttelte den Kopf. „Danke, das reicht. Gute Arbeit übrigens, Achim“, stotterte er.

„Was sind das nun für Zettel?“, wollte Falk wissen, als Pohl das Büro verlassen hatte.

“Die haben mir Typen beim CSD zugesteckt“, erklärte ein sichtlich verlegener Jupp. „Ich hatte sie noch in der Börse, als ich Achim gestern das Geld für die Pizza zum Mittag gegeben habe. Dabei sind sie mir wohl rausgefallen.“

Falk grinste. „Und mit welchem deiner Verehrer wirst du dich treffen?“

„Spinnst du, mit keinem natürlich“, giftete Jupp zurück. „Ich bin doch nicht...“ Er hielt inne und zuckte mit den Schultern. „Wenigstens mache ich selbst euch Tunten scharf. Mir kann halt niemand wiederstehen egal ob homo oder hetero“

„Sicher“, erwiderte Falk. „Rentner, biedere Hausmeister und verklemmte Spanner. Die Traumpartner eines jeden Mannes.“

„Immerhin auch einen Kollegen“, verteidigte sich Jupp.

Falk schnappte sich die Liste und las die Namen durch. „Den kenne ich. Anfang 50, Vollglatze, Bauch, Innendienst“, stellte er ruhig fest.

„Na und“, beleidigt nahm Jupp ihm die Liste wieder weg. „Besser als gar niemand. Fünf Nummern sind mehr als gewisse andere Leute bekommen haben. Je in ihrem Leben bekommen werden.“ Herausfordernd blickte er Falk an.

Doch dieser zog lächelnd ein Couvert aus seiner Jackentasche und schüttete den Inhalt auf den Tisch.

Heraus kam ein beachtlicher Haufen an Zetteln mit Telefonnummern.

Ende

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