Es ist für uns eine Zeit angekommen

Es ist für uns eine Zeit angekommen

von T'Len
tlen2@freenet.de



Fandom: TOS
Paarung: K, Mc
Altersangabe: PG
Hinweise: Tuppertrek, Humor
Feedback: tlen2@freenet.de
Summe: Wer schreit denn da?

Disclaimer: Leider gehören mir die Jungs und Mädels nicht. Ich habe sie nur für ein bisschen Fanfiction-Spaß ausgeborgt. Damit sollen keine Urheberrechte verletzt werden. Und natürlich wird damit nichts verdient. Beachtet die Altersangabe und geht wo anders spielen, wenn ihr zu jung seit oder euch am Thema stört. Vielen Dank an Lady Charena fürs Beta.


„Ach ja.“, seufzend nahm Leonard einen tiefen Zug der klaren Luft bevor wieder zum Lappen griff und weiter das Fenster einseifte. Dass aber auch immer noch iemand Fenster erfunden hatte, die sich von selbst reinigten. Vielleicht sollte er Scotty...

Nein, besser nicht. Wenn er an die „Verbesserungsversuche“ in ihrem Badezimmer und an ihrem Bett dachte – wahrscheinlich zerstörten sich die Fenster beim Reinigen dann selbst. Vielleicht sollten sie doch endlich auch eine Putzfrau einstellen – wie Jim. Ob Gina nicht bereit wäre, die Stelle zu wechseln? Immerhin ging es bei ihnen nicht halb so chaotisch zu wie bei ihren Nachbarn.

Anderseits, so abseits jeder Hauptverkehrsstraße, wie sie jetzt wohnten, musste er nicht allzu oft im Jahr Fenster putzen. Das ließ sich wohl noch ertragen. Wenn nur Scotty etwas mehr im Haushalt helfen würde, statt sich immer nur in seiner Bastelhütte – der Gartenlaube – zu verkriechen, wenn die Rede auf Hausputz kam.

Ein Geräusch ließ Leonard aus seinen Gedanken aufschrecken. Ein Quietschen oder eher Jaulen, das eindeutig von nebenan kam. Leonard beugte sich aus dem Fenster und sah, dass Jims Küchenfenster geöffnet war. Er fragte sich gerade, ob seinem Freund denn etwas passiert sei, als das Geräusch – nun mehr ein Heulen – erneut erklang.

Da musste etwas passiert sein. Gestählt in so mancher Katastrophe mit seinem Ex-Captain sprang Len beherzt von der Leiter, schnappte sich sein Notfallköfferchen – das für alle Fälle immer im Flur bereit stand (man war ja lernfähig) – und stürzte aus seiner Haustür, um in die andere Haushälfte zu eilen.

Er hastete Richtung Küche, riss „Jim ich komme“ rufend die Tür auf – und blieb abrupt stehen.

In der Küche stand – um sich ein Chaos aus Schüsseln, Plätzchenformen und Backzutaten – ein putzmunterer Jim Kirk und sang lautstark – wie falsch – vor sich hin: „It’s a season to be jolly.“

Als er seinen Gast bemerkte, unterbrach er den Gesang. „Oh hallo Pille, was kommst du denn so eilig hereingeschneit?“

„Wer ist verletzt? Und wo ist er?“, fragte Len noch ganz außer Puste.

Jim blickte ihn erstaunt an. „Ich bin ganz allein zu Haus und mir geht es prächtig.“

„Aber ich habe doch eindeutig jemanden jaulen...“ Leonard brach ab, als Jim erneut anfing, vor sich hin zu singen, während er weiter Plätzchen ausstach. Ihm ging nämlich gerade das Licht auf, dass er Jims – nun wahrlich nicht gerade besonders... ähem melodischen – Gesang für die Schmerzenslaute eines Verunglückten gehalten hatte.

Er war, gelinde gesagt, empört. All die Aufregung für umsonst. Aber wenn er schon einmal hier war, dann konnte er wenigstens mal kosten. Die Plätzchen dufteten gar zu verführerisch. Und schließlich hatte er sich das auch verdient, nicht wahr?

„Darf ich?“ Er wartete gar nicht erst Jims Nicken ab und langte in die Schüssel der bereits fertigen Plätzchen. Lauter Herzchen und Sterne, wie er feststellte. Nun diese Form passte wohl zu Jims nicht nur in Weihnachtsdingen sehr romantische Seele.

Len biss hinein – und spukte den Bissen gleich darauf wieder aus.

„Pfui Deibel“, rief er. „Was hast du denn da hinein getan?“

„Nur das übliche“, antwortete Jim. „Und eine Brise Zimt. Das sind meine ganz speziellen Überraschungsplätzchen für Spock.“

„Ja, da wird er sehr überrascht sein“, brummte Len und streckte Jim das angebissene Plätzchen hin. „Koste mal, das schmeckt abscheulich.“

Vorsichtig biss Jim ein Stück ab und rümpfte die Nase. „Du hast recht“, räumte er ein. Dann überlegte er, bis sich plötzlich seine Miene aufhellte. Er griff nach einer Dose und hielt sie sich nah vor die Nase, um sie dann im nächsten Moment soweit wie möglich von sich zu strecken. Mit zusammengekniffenen Augen musterte er sie.

„Ich muss Salz statt Zucker erwischt haben“, murmelte er schließlich.

Leonard seufzte. „Wann siehst du endlich ein, dass du eine Brille brauchst?“

-Ende-

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