Zahltag

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von T'Len
tlen2@freenet.de



2004
Serie: Sherlock Holmes
Paarung: Holmes/Mrs. Hudson
Code: NC-17, Watson POV
Bäh-Challenge

Holmes/Watson-Fan, der ich bin, kann ich bei allem Respekt für die gute Mrs. Hudson dem Paar nun wirklich nichts abgewinnen. *shudder* Und, Aisling, ich hoffe, es ist explizit genug, und zur Abwechslung mal het.

Disclaimer: Leider gehören mir die Jungs und Mädels nicht. Ich habe sie nur für ein bisschen Fanfiction-Spaß ausgeborgt. Damit sollen keine Urheberrechte verletzt werden. Und natürlich wird damit nichts verdient. Beachtet die Altersangabe und geht wo anders spielen, wenn ihr zu jung seit oder euch am Thema stört.

Vielen Dank an Lady Charena fürs Beta.


Es war etwa ein Jahr, nachdem ich die Bekanntschaft von Mr. Sherlock Holmes gemacht und mit ihm gemeinsam die Räume in der Baker Street 221 b, bezogen hatte, das ich den Schock meines ganzen bisherigen Lebens erleiden sollte – meine zwar kurze aber Ereignisse Militärzeit ebenso eingerechnet, wie die Abenteuer, die ich bis zu diesem Zeitpunkt bereits an Holmes’ Seite erleben durfte.

Ich war nach einem Tag auf der Rennbahn – das einzige Vergnügen, nun zugegebenermaßen wohl eher Laster, das ich mir von Zeit zu Zeit gönnte – heimgekehrt und befand mich in wenig erfreulicher Stimmung, angesichts meines mangelnden Wettglückes und der damit einhergehenden finanziellen Verluste. Nachdem ich die Haustür hinter mir geschlossen hatte und mich gerade der Treppe zuwenden wolle, die ins Obergeschoss und damit zu unseren privaten Räumen führt, hörte ich ein Stöhnen aus der Richtung, in der sich im Erdgeschoss die Küche unserer guten Wirtin Mrs. Hudson befindet.

In der Annahme, sie hätte sich bei der verantwortungsvollen Ausübung ihrer haushälterischen Pflichten verletzt und bedürfe meiner medizinischen Hilfe, eilte ich in die besagte Richtung, geleitet von weiterem Stöhnen. Als ich die Küchentüre aufgestoßen hatte, blieb ich jedoch wie angewurzelt auf der Stelle stehen. Die Szene, die sich meinem Anblick darbot, war so absurd, dass ich meinen Augen nicht traute.

Da lag unsere stets so sittsame Wirtin auf eben jenem Küchentische, auf dem sie üblicherweise unsere Mahlzeiten zuzubereiten pflegte und auf dem sie, wie mir ein noch offen stehender Behälter voller Mehl und der Duft, der aus dem Ofen kam, sagte, noch vor kurzem einen Kuchen hergerichtet hatte, mit weit gespreizten Beinen und nach oben geschobenem Rocke, der mir deutlich machte, dass sie nichts von dem darunter trug, womit sich eine Dame üblicherweise zu begleiten pflegt.

Vor ihr aber stand mein Freund Holmes, den grauen Morgenrock geöffnet und damit genau jenes Körperteil entblößend, dessen Bezeichnung selbst ein Arzt eher ungern in den Mund nimmt. Nun, genau genommen sah ich nicht allzu viel von jenem Teil seiner Anatomie, der er es in voller Länge in unsere Wirtin eingeführt hatte, dies, wie ich sah, mit heftigen Bewegungen seines Unterkörpers bekräftigend.

„Holmes, wie können Sie nur!“, rief ich schließlich aus, als ich meine Stimme nach – wie mir schien –schier endloser Zeit – wiederfand und erhob meinen Spazierstock, bereit der Dame in Not gegen die Attacke eine vermeintlichen Wüstlings zu Hilfe zu springen.

Holmes wandte mir den Kopf zu. „Ah, mein guter Watson, schön, dass Sie zurück sind.“ Auch Mrs. Hudson drehte den Kopf, so dass sie mich ansehen konnte. „Möchten, Sie sich uns nicht anschließen, Doktor“, sagte sie mit vor Erregung heißerer Stimme. Sie schien keineswegs peinlich berührt von der Tatsache, dass ich soeben Zeuge der intimen Situation wurde, in der sie sich mit Holmes befand. Noch schien sie in irgendeiner Not zu sein.

Ich senkte verwirrt di Hand mit dem Stock und starrte sprachlos zurück, während unsere Wirtin ihre Arme ausstreckte. Holmes schien diese Geste sofort zu verstehen, denn er zog sie an sich heran, so dass sie, die Arme um seinen Hals geschlungen, nun auf ihm Ritt, während sie ihn mit Worten, die niederzuschreiben sich mir die Feder sträubt, zu verstehen gab, er möge sie nach allen Kräften befriedigen. Ihr Rock war herabgerutscht und ersparte mir so den Anblick gewisser Körperteile und deren Aktionen.

Ich weiß wohl, der Anstand hätte es geboten, dass ich mich spätestens jetzt von der pikanten Szene, die sich vor meinem Auge abspielte, zurückzog. Doch ich fand mich unfähig, mich zu rühren, geschweige denn, meine Person zu entfernen, starrte statt dessen weiterhin wie gebannt auf das Paar vor mir.

Ein Paar, dass mir so absurd und unglaubwürdig erschien, dass ich fast geneigt war anzunehmen, ich träumte dies alles nur und würde jeden Moment in meinem Bette aufwachen. Um ehrlich zu sein, dies wäre mir die weitaus liebere Alternative gewesen als auch nur im Geringsten in Betracht zu ziehen, dass mein Wohnungsgenosse und unsere Wirtin ein intimes Verhältnis unterhielten.

Doch da stand tatsächlich Mr. Sherlock Holmes, der mir gegenüber mehr als einmal deutlich gemacht hatte, dass für ihn selbst die elementarsten körperliche Bedürfnisse wie Essen nur ein notwendiges Übel waren, um seine Denkmaschine am Laufen zu halten, der Emotionen schlichtweg als unnötig ablehnte und der mir gegenüber einmal im Drogenrausch – zu meinem großen Bedauern hatte ich ihm das Kokain noch nicht ausreden können – hatte durchblicken lassen, wenn er überhaupt je lustvolle Begierden zu befriedigen hätte, würde er dies wahrscheinlich nicht beim sogenannten schöneren Geschlecht tun – etwas, dass mir einige Spekulationen und gewisse Träume beschert hatte - und hielt unsere Wirtin, eine respektable Witwe und Mutter eines erwachsenen Sohnes, umschlungen, während sie in unverhohlener Lust auf seinem Geschlecht ritt.

Alles in allem eine schlichtweg skandalöse Situation, vor allem noch gesteigert durch die Tatsache, dass sie meines bestens Wissens und Gewissens nach durch kein partnerschaftliches Versprechen irgendeiner Art sanktioniert wurde.

Mir fiel auf, dass ich nicht das Alter unserer Wirtin anzugeben vermochte. Doch angesichts der Tatsache, das ihr Sohn, der kurz vor unserem Einzug in die Baker Street die Heimat gen Australien verlassen hatte, bereits die Volljährigkeit erreicht haben musste, dürfte sie wohl die 40 bereits überschritten haben. Aus Sicht eines Mitzwanzigers, wie ich und auch Holmes es waren, trug diese Tatsache wesentlich dazu bei, diese Beziehung noch skandalöser erscheinen zu lassen.

Schließlich ließ Holmes Mrs. Hudson wieder auf den Tisch gleiten, legte sich ihre Beine um die Schulter, wodurch der Rock zurückfiel und ich wieder freie Sicht auf das Darunter bekam, und penetrierte sie – von ihr dazu erneut lautstark aufgefordert – mit raschem Tempo. Der Tisch ruckte und wackelte unter Holmes’ Ansturm, so dass der Behälter polternd zu Boden fiel und sich das Mehl auf selbigem verteilte. Plötzlich fiel mir ein, dass Mrs. Hudson mich kurz nach unserem Einzug ersucht hatte, ihr behilflich zu sein, die Tischbeine etwas zu kürzen. Ein Ansinnen, dass mir zu diesem Zeitpunkt absurd erschienen war, schien der Tisch doch die übliche Höhe für so ein Möbelstück aufzuweisen, dass sie jedoch damit begründete, er habe nicht ganz die richtige Höhe für ihre Zwecke. Nun fragte ich mich unwillkürlich, welche Zwecke hatte sie da im Sinn gehabt?

„Ja, ja, lassen Sie es mir kommen, Mr. Holmes, ja, das ist es!“, rief sie jetzt. Und im gleichen Moment, wo sie ein erneutes „Jaaaaa!“ ausstieß, damit verkündend, dass sie am Ziele ihrer Begierde angelangt sei, klingelte der Küchenwecker, um zu signalisieren, dass auch der Kuchen im Ofen fertig war.

Holmes zog sich augenblicklich aus und von ihr zurück, wobei ich – ehe er seinen Morgenrock schließen konnte – deutlich sah, dass seine Erregung keineswegs zum Höhepunkt gelangt war. Er bemerkte wohl meinen Blick, der etwas länger als gebührlich auf der eindrucksvollen Wölbung, die sich unter dem rauen Stoff abzeichnete, lag und lächelte mich vielsagend an.

Derweil hatte sich Mrs. Hudson ebenfalls erhoben, ihren Rock glatt gestrichen, einige Mehrkrümel aus ihrer Kleidung geklopft und den Kuchen aus dem Ofen genommen, den sie nun samt Blech auf eben jenen Tisch stellte, der noch vor wenigen Augenblicken zum Lager ihrer Lust geworden war.

Holmes trat zu mir, der ich mit zitternden Beinen ob das gerade Erlebten am Türrahmen lehnte, und strich mir wie beiläufig über den Arm. Ich erschauerte kurz ob dieser Berührung, er selbst wirkte jetzt, wie bereits während des ganzen Aktes, völlig beherrscht und auch die Beule unter seinem Morgenrock verkleinerte sich zusehends. Ich wunderte mich kurz ob seiner Selbstbeherrschung und fragte mich, ob er solche Kontrolle über seinen Körper besaß, dass er selbst seine Erregung willentlich steuern konnte, doch war ich selbst noch zu verwirrt ob des gerade Gesehenen, dass ich nicht weiter darüber nachdachte sondern ihn anzischte: „Wie können Sie nur, die arme Mrs. Hudson.“

Holmes lächelte mich nur lässig an. „Mein lieber Watson, wie immer sehen Sie ohne wirklich zu beobachten und zu verstehen.“ „Ich weiß sehr wohl, was ich gesehen habe“, erwiderte ich, verärgert ob Holmes’ überheblichen Tonfalls, in dem er stets seine Belehrungen vorzubringen pflegte. Ich mochte nicht sein Genie haben, aber dessen brauchte es auch nicht, um eine Situation zu erkennen – und zu verurteilen - die Eheleuten und der Abgeschiedenheit ihres Schlafzimmers vorbehalten sein sollte.

„Mr. Holmes hat Ihre Schulden immer pünktlich bezahlt“, warf Mrs. Hudson ein und begann den Kuchen anzuschneiden, ihr Gesicht zeigte dabei noch immer einen leichten Hauch jener Ekstase, welche sie vor kurzem auf besagtem Tische erlebt hatte. „Er ist ein Gentleman, der sich an einen Vertrag hält, durch und durch.“

„Schulden? Vertrag?“ Ich starrte fragend von ihr zu Holmes.

„Nun“, erwiderte mein Freund, „Sie werden doch wohl gewahr sein, dass meine bescheidenen detektivischen Fähigkeiten, so sehr Sie sie in ihren Manuskripten – verzeihen Sie, mein Freund, ich war so frei, sie zu lesen, da Sie sie auf dem Tische in unserem Wohnzimmer liegen ließen – auch loben, bisher wenig an materiellem Gewinn einbrachten. Da auch sie Ihre Versehrtenrente lieber auf der Rennbahn wenig erfolgreich einsetzen..:“ Ich errötete ob dieser – zu meiner Schande gerechtfertigten – Kritik, hätte ich doch wirklich meine bescheidenen Mittel sinnvoller als in der nutzlosen Hoffnung auf einen großen gewinn einsetzen sollen. „...stellt sich die Frage nach der Bezahlung für unsere elementaren Bedürfnisse“, vollendete er den Satz.

Ich schluckte. „Und deshalb..:“

„Sehen Sie, Dr. Watson“, unterbrach Mrs. Hudson mein Stammeln. „Eine Frau, in den besten Jahren, wie man so schön sagt, hat schließlich auch ihre Bedürfnisse, nicht wahr? Nur ist es für eine anständige Dame halt schwer, diese, sagen wir, angemessen zu befriedigen, ohne, dass man entweder in schlechtem Ruf gerät oder gezwungen ist, sich erneut zu verehelichen. Mein Mann, Gott habe ihn selig, mag zwar tot sein, aber ich lebe noch. Sie verstehen? Weder müsste ich Ihre Räumlichkeiten aus finanziellen Zwängen vermieten, mein seliger Gemahl hinterließ mir einiges, noch gelüstet es mich nach einer erneuten Ehe mit all ihren Folgen, so denke ich doch, das momentane Arrangement ist zu unser aller Zufriedenheit. Sie haben angemessene Logis und ich meine Bezahlung.“

Ich wandte mich an Holmes. „Und Sie haben das ganze Jahr lang unsere Miete mit..?“ Ich brach ab, als ich mich daran erinnerte, wie Holmes bei unserem Einzug erklärt hatte, er werde bis auf weiteres sämtliche Unkosten bestreiten. Ich könne dies ja dann, wenn ich mich von den Folgen meiner Kriegsverletzung erholt habe und wieder in der Lage sei, meiner ärztlichen Tätigkeit nachzugehen, zurück zahlen. So, hatte er noch hinzugefügt, sei er wenigstens sicher, dass ich ihn nicht so rasch wieder verlassen werde, denn als Gentleman, der ich nun einmal sei, verbiete es sich von selbst, zu gehen, bevor sämtliche Schulden beglichen seien. Nur hatte ich damals natürlich angenommen, es ging um finanzielle Auslagen. Würde er – und Mrs. Hudson – etwa von mir erwarten, dass ich...?

Wie so oft, schien Holmes auch diesmal meine Gedanken zu kennen, dann er sagte nun in sie hinein. „Meinen Sie nicht, mein guter Watson, dass Sie mittlerweile wiederhergestellt genug sind, um sich an unseren... Mietkosten zu beteiligen?“

Mrs. Hudson ließ vom Kuchen ab und trat lächelnd auf mich zu, dabei bezeichnend zwischen ihre Beine fassend. „In der Tat, lieber Doktor, wie wäre es mit einem Vorschuss auf den nächsten Monat.“

Das Letzte, was ich sah, war, wie sie ihren Rock lüftete, dann nahm sich eine Ohnmacht gnädig meiner an.

Ende

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