Weihnachten auf dem 101.

Weihnachten auf dem 101.

von T'Len
tlen2@freenet.de



2004
Fandom: Kung Fu – Im Zeichen des Drachen
Paarung: diverse m/m, f/f und m/f impl.
Altersangabe: R
Warnung: Humor
Feedback: tlen2@freenet.de
Summe: Wer mit wem?

Disclaimer: Leider gehören mir die Jungs und Mädels nicht. Ich habe sie nur für ein bisschen Fanfiction-Spaß ausgeborgt. Damit sollen keine Urheberrechte verletzt werden. Und natürlich wird damit nichts verdient. Beachtet die Altersangabe und geht wo anders spielen, wenn ihr zu jung seit oder euch am Thema stört. Vielen Dank an Lady Charena fürs Beta.

2004 Paradies-Apfel-Award: Erster Platz Beste Kung Fu-Story


„Ich hasse meinen Job.“ Chief Frank Strenlich polterte wütend ins 101. Polizeirevier, dabei seine Aufmachung als freundlicher Weihnachtsmann Lügen strafend. „Warum muss nur immer ich den Weihnachtsmann im Obdachlosenasyl geben?“

„Tja, ich würde sagen, Sie haben nun mal die richtige Figur dafür, Chief“, antwortete Detective Mary-Margaret Skalany, nur mühsam ein Grinsen unterdrückend. Strenlich in Rot und Weiß bot doch einen recht erheiternden Anblick.

Er funkelte sie nur wütend an. „Ich weiß gar nicht, was du dich so aufregst, mir haben sie doch das viel schlimmere Kostüm verpasst“, ertönte es da von der Tür und Detective Henry Blake schwebte quasi herein, bekleidet mit einem äußerst knappen Engelskostüm inklusive Flügeln. „Wisst ihr, wie viele mich auf dem Fußweg hierher angemacht haben? Und außerdem ist das Ding viel zu dünn für diese Jahreszeit.“

„Sie hätten halt nicht Captain Simms Weihnachtsplätzchen so beleidigen sollen“, erwiderte Detective Jody Powell. „Sie wissen doch, wie nachtragend sie sein kann:“

„Ich habe sie nicht beleidigt, mir ist von den harten Dingern ein Zahn abgebrochen und den habe ich ausgespukt. Das war alles.“ Blake versuchte vergeblich sich an seinen Schreibtisch zu setzen, ohne dass ihm der Rock hoch rutschte.

„Aber warum sind Sie gelaufen?“, warf da Detective Kermit Griffin ein.

„Weil uns vor dem Asyl der Wagenschlüssel abgebrochen ist“, knurrte Strenlich. „Und kriegen Sie am Weihnachtsabend mal einen Reparaturdienst. Natürlich liegen unsere Uniformen auch noch im Wagen.“

Blake blickte sich im Büro um. „Wo sind eigentlich die anderen?“

„Roger ist in Chinatown unterwegs. TJ fährt Captain Simms nach Hause. Sie hatte etwas zu tief in die Weihnachtsbowle geschaut, um es mal vorsichtig auszudrücken“, erklärte Skalany.

„Oh, oh“, machte Strenlich nur.

„Wieso?“, fragte Powell.

„Weil sie unter solchen Umständen recht vertraulich werden kann, wie ich aus eigener Erfahrung weiß“, erklärte der Chief und schüttelte sich bei der Erinnerung ans letzte Weihnachten.

„Broderick ist mit Nickie Elder abgezogen, als der vorbeikam, um ein frohes Fest zu wünschen“, erklärte Kermit. „Das letzte was ich hörte war ‚wenn die Frauen uns nicht mal zu Weihnachten wollen, dann müssen wir uns halt selber amüsieren’“, ergänzte er.

„Und wo ist Peter?“, fragte Blake und zerrte seinen widerspenstigen Rock nach unten.

„Den hat sein Vater abgeholt“, erklärte Jody.

„Wollen den Weihnachtsabend ganz in Familie verbringen“, ergänzte Skalany. Der säuerliche Gesichtsausdruck von ihr und Jody machte deutlich, dass die beiden Ladies des Reviers nicht all zu viel von der Cainschen Zweisamkeit hielten.

„Und ihr seit natürlich nicht eingeladen“, stellte Blake überflüssigerweise fest. Wie jeder auf dem Revier wusste er, dass die beiden Damen ein nicht geringes Interesse an Vater und Sohn entwickelt hatten, ohne jedoch auf große Gegenliebe zu stoßen.

„Danke, dass Sie es extra erwähnen“, zischte Skalany.

Doch Jody klopfte ihr beruhigend auf die Schultern. „Komm, lass uns auch gehen“, sagte sie. „Wir werden auch ohne Männer Spaß haben. Was Kelly und Jordan können, können wir auch.“

Die drei Männer blickten ihnen hinterher, bis sie verschwunden waren, dann beugte sich Strenlich zu Blake. „Lass uns auch nach Hause gehen, Süßer. Dann schäl ich dich aus deinem Engelskostüm und wir kucken mal, was der Weihnachtsmann für dich in seinem... Sack hat.“

Blake wurde bis in seine spärlichen Haarspitzen rot, folgte seinem Freund und Vorgesetzten aber auf dem Fuße.

Kermit, der nun als Einziger noch im Büro war und lässig an der Wand lehnte, schüttelte amüsiert den Kopf. Sie waren schon eine komische Truppe. Peters Ex, die mit der wohl-auch-bald-Ex Weihnachten und sonst was feierte, während das Objekt ihrer Begierde seinem Vater ständig auf dem Fuß folgte (oder umgekehrt), so dass man fast sonst was denken mochte; ein Captain, die wahrscheinlich gerade ihren Untergebenen als Weihnachtsmenü vernaschte; ein Chief, der nichts lieber tat als seinen Kollegen Frauenkleider auszuziehen; zwei weibliche Detectives, die sich gerade gegenseitig über die Ignoranz der Männerwelt trösteten, während zwei männliche Kollegen das selbe taten, weil die Frauen nichts von ihnen wissen wollten. Wirklich, Probleme hatten die Leute.

„Die haben schon alle ein verrücktes Privatleben. Das kann uns beiden nicht passieren, was Baby?“, murmelte er und holte seine Desert Eagle hervor, um zärtlich über ihren dicken Schaft zu streicheln.

Ende

---------------------------------------------------

Zurück/Back