Racherma (Räuchermännchen)

Racherma (Räuchermännchen)

von T'Len (2000)
tlen2@freenet.de



Serie: TOS
Paarung: K/S
Code: NC-17
Feedback: tlen2@freenet.de
Summe: Jim entdeckt alte Weihnachtstraditionen

Erschienen in "Nevasa - Liebe inmitten der Sterne 1". Für mehr Informationen klickt hier.


"Jim, was ist das?" Spock blieb erstaunt stehen als er die Kabine an Bord der Enterprise betrat, die er seit einem guten Jahr zusammen mit seinem Bondmate bewohnte. In den knapp drei Jahren, die er Jim seit seiner Kommandoübernahme kannte, hatte er sich daran gewöhnt, dass sein Captain und Lover zur irdischen Weihnachtszeit seine Räume mit Mistelzweigen und Tannengrün schmückte. Aber das Bild, was sich Spock jetzt bot, war doch arg ungewohnt, um nicht zu sagen, überraschend.

Der ja doch recht kleine Aufenthaltsraum ihres Quartiers war vollgestopft mit Dingen, die vor wenigen Stunden definitiv noch nicht da waren. Auf Jims Schreibtisch thronte eine grimmig dreinblickende Holzfigur mit gefletschten Zähnen. Ein Hebel an der Rückseite deutete auf irgendeine Funktion hin, die Spock im Moment verborgen blieb.

Auf den Regalen saßen geflügelte Keramikfiguren, die Spock als Engel identifizierte. Was die zwei größeren Figuren mit dem schwarzen bzw. roten Gewand und den Pfeifen darstellen sollten, wusste der Vulkanier allerdings nicht. Mitten auf dem Boden vor dem Schreibtisch drehten sich weitere Figuren auf runden Holzscheiben. Das Flügelrad des seltsamen Gerätes wurde offensichtlich durch die von brennenden Kerzen aufsteigende Wärme angetrieben. Überall im Zimmer sah er Ständer verteilt, deren Kerzen die einzigen aktiven Lichtquellen im Raum waren.

Zu guter letzt erspähte Spock noch einen großen und offensichtlich echten Baum, der an der Trennwand zwischen Wohn- und Schlafbereich stand und über und über mir Glaskugeln und -glocken behängt war.

Gerade als Spock den Baum näher in Augenschein nehmen wollte, bog Jim um die Trennwand, ein entschuldigendes Lächeln auf den Lippen.

"Während du damit beschäftigt warst, das zentrale Computersystem von Neu Germania zu verbessern, hat der Kanzler Pille und mich ein bisschen herumgeführt. Die Bewohner der Kolonie achten noch sehr die alten deutschen Weihnachtstraditionen. Man war so freundlich uns entsprechende Handwerkstechniken vorzuführen und das eine oder andere zu schenken."

Das nicht alle Stücke Geschenke der Neu Germanier waren, verschwieg Jim lieber. Eine Diskussion mit Spock über seine - nach Jims Meinung natürlich nur angeblicher - Unfähigkeit vernünftig mit Geld umzugehen, war das Letzte, was der Captain jetzt im Sinn hatte.

Jim deutete auf den Esstisch. "Ich habe mir erlaubt, ein typisch deutsches Weihnachtsessen zu besorgen."

Er zeigte auf etwas rundes Weißes als sie sich setzten. "Klöße sind aus Kartoffeln. Du kannst sie unbesorgt essen. Der Gänsebraten wird ja nichts für dich sein, aber ich habe extra Obst und Gemüse geordert. Und." Er deutete auf verschrumpelt aussehendes Obst. "Bratäpfel und Backpflaumen musst du unbedingt probieren."

Spock nickte nur stumm. Eine einfache Plomeek-Suppe wäre ihm viel lieber gewesen, aber wie konnte er seinem Bondmate etwas ausschlagen? Zumal, wenn Jim sich so viel Mühe gegeben hatte und offensichtlich so begeistert von allem war.

Trotz vollen Mundes sprudelte Jim nur so über beim Berichten über seine Erlebnisse und Beobachtungen auf dem Planeten. Und so erfuhr Spock nach und nach die Bedeutung der seltsamen Figuren, die das Zimmer schmückten.

"Das sind Räuchermännchen.", sagte Jim und stand auf. Spock sah, wie er zwei kleine Zäpfchen an einer der Kerzen entzündete und sie dann in die rote und schwarze Figur mit den Pfeifen einsetzte. Sofort begannen diese aus ihren offenen Mündern zu qualmen.

"Die Kerzchen sollen einen weihnachtlichen Duft verbreiten.", erklärte Jim und nahm wieder Platz.

Als sich der Duft allmählich im Zimmer ausbreitete, hob Spock überrascht den Kopf und schnupperte. Jim sah die Bewegung seines Bondmates, der urplötzlich blass geworden war, und fragte verwundert: "Spock, ist etwas nicht in Ordnung?"

Der Vulkanier schüttelte den Kopf. "Jim, ist dieser Duftstoff aus Sandelholz?" Spocks Lider flatterten plötzlich nervös.

"Ja, warum?" Jim schien ehrlich verwundert über Spocks seltsame Reaktion zu sein.

"Sandelholz ist für Vulkanier ein starkes und schnell wirkendes Aphrodisiakum." Spock hatte sichtlich Mühe, ruhig und beherrscht zu sprechen.

"Das wusste ich nicht." Jims überraschter Ton wirkte irgendwie nicht ganz glaubwürdig, zumal seine Augen verdächtig glitzerten. "Soll das heißen, die kleinen Dinger machen dich geil?" Er lächelte. Plötzlich waren Gänsebraten und Klöße vergessen.

Spock atmete heftig ein und aus, brachte dann mühsam hervor: "Ich kann kaum... kontrollieren. Jim, ich muss ...!" Spocks Stimme klang verzweifelt und bittend zu gleich.

Jim, immer ein Mann schneller Entschlüsse, schob seinen Stuhl zurück und stand auf. "In dem Fall würde ich sagen, sollten wir uns rasch nach nebenan begeben."

Spock besaß gerade noch die Geistesgegenwart die brennenden Kerzen zu löschen. Ein Feueralarm in dieser Situation wäre aber auch zu peinlich gewesen.

Als er das Schlafzimmer erreichte, lag Jim schon ausgezogen auf dem Bett. Spock bewunderte für einen kurzen Moment die muskulöse Gestalt seines Bondmates und verlor dann keine weitere Zeit. Er entkleidete sich selbst in Nullkommanichts und presste sich dann eng an Jims erregenden Körper.

Jim registrierte mit Überraschung, dass Spocks Penis, der sich gegen seine Schenkel drückte, schon voll aufgerichtet war. Spock verlor keine weitere Zeit und begann sofort Jim zu küssen und zu streicheln.

Die heißen Hände und Lippen des Vulkaniers schienen überall gleichzeitig auf Jims Körper zu sein und ihn unter Feuer zu setzen. Jim stöhnte wohlig auf, als sich Spocks Mund besitzergreifend um eine seiner Brustwarzen schloss.

Er liebte es, wenn Spock im Bett die Initiative übernahm. Der Vulkanier war dann kaum zu bremsen. Leider ließ Spock für Jims Geschmack viel zu selten seinen vulkanischen Kräften und dem verborgenen Feuer in seinem Inneren freien Lauf.

Jim wusste, dass Spock ihre Intimitäten genauso genoss wie er, aber seit Spocks Pon Farr, welches vor etwa sechs Monaten ihre schon seit einem halben Jahr länger bestehende Bindung festigte und für alle Zeiten besiegelte, war es fast immer an Jim gewesen, die dominierende Rolle zu übernehmen.

Um so mehr gefiel es ihm jetzt, sich einfach zurückzulegen und fallen zu lassen. Spocks besitzergreifende Art erregte ihn unwahrscheinlich. Er glaubte, so hart zu sein, wie noch nie.

Jim stöhnte laut auf, als sich Spocks Mund über seinem Organ schloss und der Vulkanier hart zu saugen begann. Ungeduldig stieß Jim sein Organ tiefer in den verlockenden, heißen Mund. Doch als Spock ohne Vorwarnung einen Finger in seine Öffnung schob, war es zu viel der Erregung.

Jim schrie auf: "Oh Gott, Spock!" und ergoss sich in den begierig trinkenden Mund. Der Vulkanier schluckte jeden Tropfen von Jims Samen. Als er dann den Kopf hob glaubte Jim loderndes Feuer in den dunklen Augen sehen zu können. "Jim, ich brauche ..", keuchte er."

"Nimm dir, was du brauchst." Jims Beine öffneten sich vor Erwartung wie von allein weiter auseinander. Spock besaß gerade noch genug Selbstkontrolle, sich mit der immer griffbereit liegenden Creme zu präparieren, bevor er Jim auf seine Schenkel zog, die Backen spreizte und mit einem einzigen kräftigen Stoß in die enge Öffnung eindrang.

Jim registrierte zu seiner Verwunderung, dass er trotz seines gerade erst erlebten Orgasmus und trotz - oder vielleicht gerade wegen Spocks wenig vorsichtiger Art des Eindringens - sofort wieder hart wurde.

Er fühlte, wie Spock sich kraftvoll in ihm bewegte, damit immer wieder seine Prostata berührte - und die Gefühle, die der Vulkanier in ihm auslöste, waren einfach unbeschreiblich. Jim stöhnte voll Verzückung. "Mehr Spock! Härter!" Er konnte einfach nicht genug bekommen.

Er wollte Spock in sich spüren, für immer und ewig. Doch all zu bald, war es für beide zu viel. Als Spock seinen Kopf mit einem lauten "Jim!"-Schrei zurückwarf und sich kraftvoll in Jims Körper ergoss, war es auch für ihm zu viel und er kam, den Namen seines Bondmates immer und immer wieder rufend.

"Das war phantastisch." Jim küsste den erschöpft neben ihn sinkenden Spock und kuschelte sich dann vollkommend befriedigt enger an den Vulkanier. ,Das Geld für die 100 Räucherkerzen war wirklich gut angelegt.', dachte er, bevor er langsam in den Schlaf hinüberdriftete. ,Bloß wie rechtfertige ich ihren Einsatz außerhalb von Weihnachten?'

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