Die Rache der Männer

Die Rache der Männer

von T'Len
tlen2@freenet.de



Titel: Die Rache der Männer
Autor: T’Len (2005)
Fandom: M*A*S*H
Charaktere: Hawkeye/Trapper, Henry/Radar impl.
Kategorie: NC-17
Hinweise: Humor
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Summe: Folge 13 "Ein Aufstand für Edwina": Die Schwestern tun alles, um eine Verabredung für Schwester Eddie (Edwina), mit der sich keiner einlassen will, zu arrangieren - sie gehen mit niemandem mehr aus, bis Eddie ihr Rendezvous bekommt. Die Männer, die es schließlich ohne Frauen nicht mehr aushalten, ziehen Strohhalme, und Hawkeye ist der Verlierer und "darf" die reichlich tollpatschige Edwina ausführen... aber bei mir haben die Männer natürlich eine ganz andere Lösung für ihr Problem. *eg*

The TOS Twins and Friends: http://tostwins.slashcity.net
Fanfiction in Deutsch und Englisch: Star Trek, M*A*S*H, Sherlock Holmes, Karl May, (T)Raumschiff, Die Schöne und das Biest, Kung Fu, Die 2, Adelheid und ihre Mörder, Sledge Hammer, Monk und vieles mehr. K/S-Zeichnungen, unsere deutschen Zines, Archiv der GermanK/S-Mailingliste, Links und anderes.

Disclaimer: Die Rechte der in dieser Fan-Story verwendeten geschützten Namen und Figuren liegen bei den jeweiligen Inhabern. Eine Kennzeichnung unterbleibt nicht in der Absicht, damit Geld zu verdienen oder diese Inhaberrechte zu verletzen. Vielen Dank an Lady Charena fürs Beta.


"Henry, du musst etwas unternehmen!"

"Wir halten das nicht mehr aus."

Colonel Henry Blake blickte auf, als Trapper McIntyre und Hawkeye Pierce in sein kleines Büro gestürmt kamen. "Was ist denn los, Jungs? Wieder Ärger mit Frank?"

"Wenn es nur das wäre", winkte Trapper ab.

"Die Schwestern, sie sollen sich endlich wieder mit uns verabreden", sagte Hawkeye.

"Zwei Wochen! Ganze zwei Wochen!", ergänzte Trapper.

"Verdammt Henry, das hält doch kein gesunder Mann aus!", rief Hawk.

Henry Blake seufzte. Seit die Schwestern quasi in den Streik getreten waren, um Schwester Eddie so ein Rendezvous zu erpressen, waren die Männer im Camp mehr als nervös. Er war ehrlich gesagt überrascht, dass Trapper und Hawkeye es so lange ausgehalten hatten. Er hatte schon eher mit ihrem Protest gerechnet. "Und was soll ich eurer Meinung nach tun? Ich kann sie wohl schlecht an ihren Betten für euch festbinden"

"Kannst du es ihnen nicht einfach befehlen, dass sie wieder nett zu uns sind?", fragte Trapper.

"Und morgen wegen sexueller Belästigung vor dem Kriegsgericht stehen?" Henry gestikulierte Richtung Stühle. "Setzt euch doch erst mal und trinkt einen."

"Äh, besser nicht setzen", erwiderte Hawkeye.

Henry grinste. "Dauergeil, was?"

Hawkeye nickte. "Verdammt Henry, wie sollen wir uns noch aufs Operieren konzentrieren, wenn wir nicht mal gelegentlich Druck ablassen können? Uns bleibt doch hier schon sonst kein Vergnügen in diesem verdammten Dreckloch."

Henry zuckte die Schultern. "Ihr wisst doch, was sie fordern. Gebt es ihnen und gut."

"Wir sollen wirklich mit Eddie ausgehen?", fragte Trapper entsetzt. "Das kann doch nicht dein Ernst sein."

"Komm schon, so schlimm ist sie nun auch nicht", bemerkte Henry. Und wer war schon sonderlich wählerisch hier mitten im Chaos? Gut, sie war der sprichwörtliche Pechvogel und neigte dazu, dies auf die Personen in ihrem unmittelbaren Umfeld abzufärben, aber trotzdem...

"Sie ist eine wandelnde Todesfalle", bemerkte Hawkeye. "Da leg ich mich doch lieber gleich ins Minenfeld."

"Mich hat sie im OP allein die letzten Tage dreimal fast geschnitten", ergänzte Trapper. "Vergiss es, ich lass mich mit der nicht ein. Niemals! Danach wäre ich wahrscheinlich amputiert."

"Ich auch nicht", betonte Pierce.

"Warum gehst du nicht mit ihr aus?", fragte McIntyre.

"Habt ihr Druck oder ich?", erwiderte Blake. "Das regelt ihr mal schön selber."

"Niemals", bekräftigte Hawk und beäugte Henry skeptisch. Wieso war ihr Kommandant eigentlich noch immer so gelassen? Leslie streikte doch auch, so viel er wusste.

Henry erhob sich. "Tja, Jungs, dann bleibt nur Plan B?"

"Plan B?", fragten Trapper und Hawkeye wie aus einem Mund.

Henry zuckte die Schultern. "Oder besser Plan A, A wie... ihr wisst schon. Ihr seid doch Ärzte. Euch dürfte klar sein, dass es noch andere Körperöffnungen gibt, in die man was reinstecken kann, um gewisse Probleme zu lösen. Öffnungen, für die es keiner Frau bedarf."

"Was?" Hawkeye und Trapper starrten erst einander an, dann Henry. "Du meinst, wir sollen...?", fragte Hawk vorsichtig nach, zweifelnd, ob er Henry wirklich richtig verstanden hatte. Hatte der eben wirklich angedeutet, sie sollten...?

Doch der Kommandant des 4077. zuckte nur erneut mit den Schultern. "Warum nicht? Entweder das oder Eddie. Oder habt ihr noch eine andere Wahl? Radar!"

Der kleine Corporal erschien in der Tür noch bevor sein Name verklungen war. "Sie wünschen, Sir."

"Lust auf eine Partie... Golf, Radar?"

Ein Lächeln erschien auf Radars Gesicht. "Natürlich, Sir, immer gern." "Und du meinst wirklich, wir...?", fragte Trapper, als Henry zur Tür ging, dabei seine in der Ecke stehenden Golfschläger aber total ignorierte.

"In der untersten Schublade sind Gleitcreme und Kondome. Macht sauber, bevor ihr geht. Und lasst euch nicht erwischen." Mit diesen Worten verschwand Henry mit Radar durch die Tür.

Hawkeye starrte Trapper an "Hat er eben wirklich das vorgeschlagen, was ich glaube, dass er vorgeschlagen hat?"

Trapper nickte und deutete auf die vergessenen Golfschläger. "Jede Wette, dass er jetzt bei Radar einlocht. Kein Wunder, dass er so ausgeglichen ist. Leslie lässt ihn doch genauso wenig ran, wie die anderen Schwestern uns. Und Radar hat wahrscheinlich höllisch Spaß dabei, so wie er Henry schon immer angehimmelt hat."

Hawkeye starrte noch immer auf den Freund. "Und wir sollen wirklich...?"

"Weißt du, ich bin so geil, ich würde glatt ein Astloch bumsen, wenn dieser Schreibtisch eines hätte", sagte Trapper.

"Na, ich doch auch", erwiderte Hawkeye."

"Also?", Trapper deutete Richtung Schublade. "Was meinst du?"

Hawkeye überlegte kurz. Er hatte es noch nie mit einem Mann getan, aber ehrlich gesagt, momentan waren ihm Geschlecht, Rasse und Lebendigkeit eines potentiellen Partners ziemlich egal. Im Endeffekt war Sex schließlich Sex nicht wahr? Und er könnte es schlimmer treffen als mit Trapper. Immerhin war dieser sein bester Freund und die einzige Person, die diese Hölle hier ein bisschen erträglicher gestaltete. Einen Versuch war es allemal wert. Sie würden ein bisschen Druck ablassen, von Freund zu Freund und die dummen Schwestern konnten sie mal da, wo sie am Schönsten waren. Er nickte. "Klar, tun wir’s!"

Trapper zog die Cremetube und eine Packung Kondome raus. "Hast du’s schon mal gemacht, mit einem Mann meine ich?"

"Nö, du?" Hawkeye schloss schnell die Tür ab und vergewisserte sich, dass alle Fensterläden zu waren.

"Am College. Mit einem Sportkumpel unter der Dusche. Irgendwie sind wir da plötzlich reingerutscht, sozusagen. War echt nicht übel. Anders als mit den Frauen, aber nicht übel. Und es tut nicht weh, versprochen."

Trapper öffnete seine Hose und Hawkeye entfuhr ein überraschtes "Wow." Er hatte den Freund zwar schon oft genug nackt gesehen, unter der Dusche oder beim Ausziehen, schließlich herrschte in ihrem kleinen Zelt nicht gerade viel Privatsphäre, aber noch nie so erregt. Das waren wahrlich harte Tatsachen.

"Hose runter und beug dich über den Tisch!", befahl Trapper. "Und beeil dich um Gottes Willen. Ich halt’s kaum noch aus. Ich brauch endlich ein Loch."

"Aber ich darf dann auch mal ran, ja?", sagte Hawk während er dem Befehl sofort nachkam.

"Klar, Kumpel, so oft du willst."

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"Du das war echt geil, daran könnte ich mich glatt gewöhnen", sagte Hawkeye als sie eine knappe Stunde später aus dem Büro kamen. Henrys Zelt schien irgendwie zu schaukeln, als sie es passierten.

"Na und ich mich erst", erwiderte Trapper und grinste.

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Zwei Wochen später:

"Hey Jungs, wie wär’s denn heute Abend mit Kino?" Maggie Dish hielt Trapper und Hawkeye auf, als sie aus dem Post-OP kamen.

"Tut mir leid, Maggie, aber wie haben schon was Dringendes vor", erwiderte Hawk und grinste Trapper kurz an.

"Wir müssen wirklich dringend das Vorratszelt inspizieren", ergänzte Trapper und zwinkerte seinem Freund verschwörerisch zu.

"Aber..." Maggies Protest verhallte ungehört, als die beiden einfach weitergingen, die hübsche, blonde Schwester ignorierend.

"Abgeblitzt?", fragte Leslie Scorch mitfühlend und trat an ihre Seite. "Ja", Maggie schüttelte den Kopf. "Ich versteh das nicht, früher konnte ich sie mir kaum vom Leib halten und jetzt sehen sie usereinen nicht mal mehr an."

Leslie seufzte. "Henry will auch nichts mehr von mir wissen. Neuerdings spielt er laufend mit Radar Golf."

Maggie blickte ihre Freundin an. "Glaubst du, dass wir es mit dem Streik übertrieben haben? Eddie ist abgereist ohne ihr Date zu bekommen und die Männer wollen sich offensichtlich an uns rächen und ignorieren uns einfach."

Leslie seufzte erneut. "Ich hoffe nur, sie hören bald auf damit. Vier Wochen ohne – langsam halt ich’s nicht mehr aus."

Ende

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