Bezahl' den Preis

Bezahl' den Preis

von T'Len (2003)
tlen2@freenet.de



Serie: TOS
Paarung: Sarek/M'Benga (m/m-slash)
Code: NC-17
Feedback: tlen2@freenet.de
Archiv: FFP; GSSU
Summe: M'Benga bekomtm Besuch
Übersetzung der Story: Pay the Price

Disclaimer: Leider gehören mir die Jungs und Mädels nicht. Ich habe sie nur für ein bisschen Fanfiction-Spaß ausgeborgt. Damit sollen keine Urheberrechte verletzt werden. Und natürlich wird damit nichts verdient. Beachtet die Altersangabe und geht wo anders spielen, wenn ihr zu jung seit oder euch am Thema stört.

Vielen Dank an Lady Charena fürs Beta.


Ich wusste immer, der Tag würde kommen, an dem ich bezahlen muss. Bezahlen für die Privilegien, die ich bekam. Bezahlen dafür, dass ich der erste Mensch war, dem eine Ausbildung in der medizinischen Fakultät der Vulkanischen Akademie der Wissenschaften erlaubt wurde.

Es war absolut logisch anzunehmen, dass meine Zulassung einen tiefergehenden Grund hatte. Sicher, ich war ein hervorragender Student auf der Erde und mit den besten Empfehlungen, aber ich sah es als recht fruchtloses Unterfangen an, als ich mich für die VSA bewarb.

Außerirdische Kulturen hatten mich stets fasziniert, besonders die Vulkanier. And getreu dem Motto "Kein Risiko, kein Spaß" versuchte ich das Unmögliche - und gewann.

Meine Überraschung war mit Sicherheit sehr unvulkanisch. Noch überraschender war für mich der große Respekt, mit dem mich meine Studienkameraden und Lehrer behandelten. Ich bekam davon sogar mehr als meine vulkanischen Kollegen. Ich erhielt spezielle Lektionen, um meine mentalen Fähigkeiten zu steigern, welche glücklicherweise von Natur aus für einen Menschen recht hoch waren. Und mein Mentor Stark gab mir zahlreiche zusätzliche Lektionen, die sich vor allem mit vulkanischen Männern und ihrer besonderen Biologie befassten.

Meine ganze Ausbildung schien etwas Besonderes zu sein. Ich war mir rasch sicher, dass dies spezielle Gründe haben musste. Eine Tages hörte ich ein Gerücht, dass ich einen hochgestellten Gönner hätte, aber ich konnte nicht mehr darüber heraus finden. Eigentlich war es für mich auch nicht wichtig. Ich war dort, wo ich immer hatte sein wollen, ich bekam die Ausbildung, die ich mir immer erträumt hatte - warum also sollte ich mir über die Gründe dafür den Kopf zerbrechen?

Aber ein Vulkanier tut nie etwas ohne eine speziellen Grund und so war ich stets sicher, dass ich eines Tages für diese besondere Behandlung zu zahlen hatte. Ich weiß nicht, woher ich die Gewissheit nahm, als diesmal die Klingel meines Appartements anschlug, dass dieser Tag gekommen war. Aber ich konnte mich schon immer auf meine Instinkte verlassen.

Trotzdem bin ich ganz ruhig, als ich nun die Tür öffne. Als ich allerdings meinen Besucher sehe, bedarf es aller meiner Fähigkeiten in vulkanischer Selbstkontrolle, um meine Überraschung zu verbergen. Natürlich erkenne ich ihn sofort. Fast jeder würde das können. Schließlich ist sein Bild fast täglich in den Medien.

Mit Sicherheit war er die letzte Person, die ich erwartet hätte - als Gast und als Gönner? Er betrachtet - fast möchte ich sagen begutachtet - mich für einen Augenblick, bevor er eintritt. Ich schließe die Tür hinter ihm. "Es ist mir eine Ehre, Botschafter Sarek", grüße ich.

Er tritt in die Mitte meines kleinen Zimmers, dreht sich dann zu mir um, verschwendet dabei keine Zeit für irgendwelche Höflichkeitsfloskeln. "Ich habe Ihre Prüfungsergebnisse gesehen. Sie sind exzellent."

"Danke", ist alles, was ich hervorbringe. Ich fühle mich fast nackt unter seinem prüfenden Blick. Und da ist etwas an seiner eindrucksvollen Statur, seinem unbewegten Gesicht und besonders an diesen dunklen, unergründlichen Augen, was mich in einen fast magisch zu nennenden Bann zieht. Kein Wunder, dass er mit dieser Aura einer der besten Botschafter der Föderation wurde.

"Sie wurden speziell in mentaler Disziplin und männlicher, vulkanischer Biologie ausgebildet:" Es ist eine Feststellung, keine Frage.

"Ja." Nun frage ich mich, warum gerade diese Spezialisierung für mich ausgewählt wurde. Ich hatte die Gründe nie hinterfragt, noch etwas gegen die Art meiner Ausbildung einzuwenden gehabt. Ich war überglücklich, an der VSA lernen zu können. In welcher speziellen Branche das geschah, war nicht wichtig.

Sarek streckt seine rechte Hand in Richtung meines Kopfes. "Ich werde mich davon selbst überzeugen." Keine Bitte, eher ein Befehl.

Ich nicke und fühle einen Augenblick später seine Finger an meinen Verschmelzungspunkten. Ich senke die mentalen Schilde, die ich automatisch errichte, wenn ich mich in vulkansicher Gesellschaft befinde. Ich möchte niemanden mit meinen menschlichen Emotionen verärgern. Zwar ist meine Selbstbeherrschung gut ausgebildet, aber ich bin trotz allem immer noch ein Mensch.

Ich spüre, wie Sarek meinen Geist erkundet. Es ist nur eine oberflächliche Untersuchung und offensichtlich findet er, was er sucht. Als er die Verbindung trennt und von mir zurück tritt, nickt er kurz, aber anerkennend.

Aber offensichtlich war das noch nicht alles, weshalb er zu mir kam. "Sie wissen alles über vulkanische Männer", ist sein nächstes Statement.

Er legt eine besondere Betonung auf das Wort "alles" und plötzlich verstehe ich. Natürlich! Warum hatte ich nicht vorher daran gedacht? Pon farr! War das der Grund dafür, mich zu unterstützen und so speziell auszubilden? Als potentiellen Partner? Aber es ergibt keinen Sinn, schließlich ist Sarek gebunden.

Doch da kommt mir eine Idee. Ich weiß, dass seine Frau von der Erde stammt. Vielleicht kann sie ihm nicht mehr zu Diensten sein, während dieser speziellen Zeit. Die vulkanische Libido steigt mit zunehmender Dauer einer Bindung. Vielleicht ist dass zu viel für eine menschliche Frau, die ihre besten Jahre bereits hinter sich hat. Sarek würde sich trotzdem nicht von ihr trennen, dessen bin ich mir sicher. Also bräuchte er einen Ersatz. Ein Vulkanier würde sich darauf wohl kaum einlassen, zumal die Gefahr einer permanenten Bindung groß wäre. Und ein männlicher Partner hätte den Vorteil, dass dieser nicht schwanger werden kann.

Sareks nächste Frage - und diesmal ist es wirklich eine Frage - scheint meine Theorie zu bestätigen. "Haben Sie sexuelle Erfahrungen mit vulkanischen Männern?"

Ich schüttele meinen Kopf. "Nein, Botschafter." Natürlich hatte ich schon einige Liebhaber und ich würde mich nicht wundern, wenn Sarek auch darüber informiert ist, aber keinen vulkanischen. Das ist keine Rasse für eine kurze Affäre und ich hatte nicht vorgehabt, mir einen permanenten Partner zu suchen.

Ich hätte erwartet, dass er erfreut ist zu hören, ich sei frei, doch erstaunlicherweise scheint das Gegenteil der Fall zu sein. Er wölbt eine Augenbraue. "Das ist ein unglücklicher Umstand. Wir werden ihn umgehend ändern."

Nun überrascht er mich wirklich. "Entkleiden Sie sich!", befielt er. Ich weiß, ich sollte das ablehnen, aber irgendwie kann ich nicht. Plötzlich muss ich an die alte, irdische Sage von der Lorelei denken, die ihren magischen Zauber um die Matrosen spann und sie ins Verderben lockte. Auch Sarek scheint mich wie eine Sirene anzuziehen.

Ich frage mich, ob das noch mein eigener Wille ist. Denn meine Freiwilligkeit überrascht mich doch. Zwar war ich nie einem sexuellen Abenteuer abgeneigt, doch das kommt doch etwas überraschend und plötzlich. Vielleicht hat er während unserer Gedankenverschmelzung etwas in meinem Bewusstsein platziert, das mir Widerstand unmöglich macht. Alles erscheint mir so irreal. Aber ich gehorche sofort und entkleide mich.

Er hat in der Zwischenzeit seine Robe zu Boden fallen lassen. Ich starre seinen nackten Körper an. Groß, schlank, muskulös. Sein Glied ist erregt - als Ergebnis vulkanischer Körperbeherrschung, nehme ich an. Er ist nicht im pon farr, da bin ich mir sicher. Mit meiner Ausbildung würde ich das riechen, wie jeder vulkanische Mann. Die vulkanischen Pheromone sind in dieser Zeit sehr stark ausgeprägt und signalisieren jedem anderen Mann, dass es besser ist, dem Betreffenden aus dem Weg zu gehen.

Mir bleibt keine Zeit, weiter über seine Motive nachzudenken. Er dreht mich um und presst mich gegen den Tisch. Die Tube, die ich vorher in Sareks Hand sah, enthielt offensichtlich Gleitcreme. Es sieht so aus, als wäre er auf alles vorbereitet gewesen. Ich spüre, wie er etwas kühles in die Öffnung zu meinem Körper reibt. Dann ist seine Hand für einen Moment verschwunden, offensichtlich bereitet er sich selbst vor. Und dann dringt er in mich ein - mit einem einzigen, harten Stoß und ohne jedes weitere Vorspiel.

Ich umklammere die Tischkante und benötige alle meine Selbstkontrolle, um still zu stehen. Ich war darauf schließlich nicht vorbereitet. Er ist groß, sowohl in der Länge wie der Breite. So eindrucksvoll hatte er gar nicht ausgesehen, bevor er in mich eingedrungen war. Er musste in mir noch an Größe zugelegt haben.

Ich habe schon einige Männer in mir gehabt, aber keiner war annähernd so eindrucksvoll wie Sarek. Aber ich fühle keine Schmerzen und bin meiner mentalen Ausbildung dankbar, die es mir erlaubt, meinen Körper zu kontrollieren und die Muskeln bewusst zu entspannen. Sarek zieht sich aus mir zurück, um gleich darauf wieder in mich einzudringen. Noch ein drittes Mal stößt er so heftig zu, dann bleibt er tief in mir.

Seine rechte Hand gleitet wieder zu meinen Verschmelzungspunkten. Er initiiert eine neue Verbindung, aber nur eine oberflächliche, keine von der tiefen Art, wie sie zwischen Partnern besteht und während eines Sexualaktes zu einer dauerhaften Bindung führen kann. Er spricht nicht mit mir, weder in Gedanken noch laut. Er nimmt mich einfach mit tiefen, langsamen Stößen. Immer und immer wieder.

Ich spüre, wie sein Penis gegen meine Prostata streift und unglaubliche Gefühle in mir auslöst. Ich bin erregt wie nie zuvor in meinem Leben und ich bin sicher, es sind meine eigenen Reaktionen, keine durch Sarek erzwungene. Oder ist alles doch Manipulation?

Es bedarf all meiner antrainierten Beherrschung, damit ich nicht vor Erregung und Ekstase aufstöhne. Er stößt kräftiger und härter in mich und ich spüre, wie ich mich dem Orgasmus nähere. Bald, ja bald werde ich kommen. Ich klammere mich fester an die Tischkante, stoße instinktiv meinen Hintern zurück, um die heiße Rute noch tiefer in mir zu spüren. Noch ein Stoß und noch einer und dann...

Plötzlich hört er auf und zieht sich aus mir zurück. Ich halte den Atem an, fürchte Sarek wird das Ganze beenden - so nah am Ende und doch ohne Befriedigung. Vielleicht wollte er ja testen, wie weit er mich treiben kann. Ich beiße auf meine Unterlippe, versuche verzweifelt mich davon abzuhalten, vor Frustration zu stöhnen oder ihn gar um Erlösung anzuflehen. Er ist noch immer in meinen Gedanken und ich werde ihm nicht die Befriedigung gönnen, menschliche Schwächen in mir zu sehen.

Doch dann dringt er nach einem Moment der Ruhe mit voller Kraft wieder in mich ein, presst mich mit seinem Gewicht gegen den Tisch und ich komme... ich komme... jetzt...

Bald kehre ich in die Realität zurück. Ich spüre ihn nicht mehr in oder hinter mir. Er ist nicht gekommen, das weiß ich. Noch immer vom gerade erlebten gezeichnet, richte ich mich auf und drehe mich um. Sarek zieht sich gerade seine Robe wieder an. Sein Glied ist nun erschlafft. Vulkanische Selbstkontrolle ist schon eine bemerkenswerte Sache.

Er beobachtet mich, während ich mich wieder ankleide. Denn bricht er die Stille. "Sie haben den Test bestanden. Ihre Beherrschung ist exzellent für einen Menschen. Sie haben meine Erwartungen erfüllt und werden sich gut in meinem Plan einfügen."

"Darf ich fragen..." Ich denke, nun ist es wirklich an der Zeit, dass er mir erklärt, was das Ganze soll. Er hat mich gefördert, er hatte mich gerade sexuell benutzt, ich hatte wohl ein Recht darauf, die Gründe zu erfahren.

Er nickt. "Sie haben von meinem Sohn gehört? Spock."

Ich nicke. Natürlich habe ich von ihm gehört. Wie könnte ich auch nicht. Er ist schon fast so eine Legende wie sein Vater. Der berühmte Erste Offizier der Enterprise, der erste Vulkanier in der Flotte, seine erfolgreichen Missionen mit Pike und nun seine Reisen mit Kirk, die bereits zur Legende geworden sind. Aber was hat Spock mit mir zu tun, mit meinem Studium und meiner Verbindung mit Sarek?

Die Erklärung folgt sofort. "Mein Sohn hat eine Vorliebe für männliche Partner. Menschliche, um genau zu sein. Das wurde bereits festgestellt, als er ein kleines Kind war. Ich hatte erwartet, dass eine frühe Verbindung zu einer Frau dies ändern würde. Unglücklicherweise irrte ich mich."

Ich hatte von der Beinahe-Katastrophe gehört, in der Spocks Hochzeit mit T' Pring geendet hatte. Ein spektakulärer und bis dato in der vulkanischen Geschichte nicht vorgekommener Skandal. Besonders, weil Spocks menschlicher Captain von ihr als Gegner ausgewählt worden war.

Sarek fährt fort: "Mein Sohn braucht einen neuen Partner. Die Logik verlangt, dass dies jemand ist, der mit ihm dient, da er nicht bereit ist, die Flotte zu verlassen. Da zweifelsohne Spocks Veranlagung zur Ablehnung seitens T'Pring führte, muss diese diesmal mehr Berücksichtigung finden. Aber natürlich muss sein Partner über eine entsprechende mentale Ausbildung verfügen, um en Bedürfnissen eines Vulkaniers gerecht zu werden."

"Und Sie denken, ich sei diese geeignete Person?" Ich kann fast das "Klick" in meinen Gedanken hören, als mir Sareks Gründe klar werden. Der Botschafter als Kuppler für seinen Sohn - wer hätte das gedacht? Aber meine Ausbildung hatte doch bereits vor dem Desaster mit T'Pring begonnen?

Sarek beantwortet meine stumme Frage sofort und ich wundere mich, ob doch eine mentale Verbindung zwischen uns besteht. "Ich suchte seit Jahren nach einem passenden männlichen und menschlichen Partner, um für den Fall, dass Spocks Verbindung mit T'Pring scheitert, vorbereitet zu sein. Sie waren die logischste Wahl."

Ich frage mich, ob dies ein Kompliment ist. Ich kann durchaus die Logik in Sareks Plan sehen, aber da gibt es einen Punkt, den er nicht beeinflussen kann. "Wie können Sie sicher sein, Spock würde Ihrer Wahl zustimmen, vorausgesetzt, wir würden uns überhaupt je begegnen?"

"Sie werden bald zur Enterprise versetzt", antwortet er.

Ich fühle mich geehrt. Auf dem Flagschiff der Flotte zu dienen, ist eine Ehre für einen jungen Mann wie mich. Ich bin ehrgeizig genug, dies gebe ich gern zu. Aber dieses Schiff hat bereits einen Arzt und zwar einen sehr berühmten und guten. "Aber was wird aus Dr. McCoy?"

"Sie werden sein Assistent. Doktor McCoy ist ein fähiger Mann, aber kein Experte für vulkanische Medizin. Verschiedene Zwischenfälle in der Vergangenheit haben deutlich gemacht, dass das Schiff einen Fachmann braucht, um die Gesundheit meines Sohnes zu garantieren. Die Flotte hat meinem Antrag diesbezüglich zugestimmt. Man weiß, wie wichtig Spock für sie ist."

Für einen Augenblick glaube ich, dass ein Schatten über sein unbewegtes Gesicht huscht. Aber sicher habe ich mir das nur eingebildet. "Während der Reise zur Babel-Konferenz entdeckte ich eine gewisse Anziehung zwischen meinem Sohn und dem Captain. Kirk aber ist ein unakzeptabler Partner. Er wäre nicht in der Lage, seinen Bedürfnissen gerecht zu werden. Diese mögen eher als erwartet wieder auftreten, denn Spocks pon farr wurde unkonsumiert unterbrochen. Kirk wäre nicht fähig, noch Willens, eine dauerhafte vulkanische Bindung einzugehen. Aber Sie werden für ihn bereit sein, wenn er Sie braucht."

Sein Tonfall und sein Verhalten machen deutlich, dass er keinen Widerspruch meinerseits dulden würde. Komischerweise denke ich aber auch gar nicht ernsthaft daran. In Sareks Familie "einzuheiraten" wäre zweifellos eine Ehre und die Karrierechancen, die sich mir eröffnen... Trotzdem sollte ich mich doch nicht so einfach "verkuppeln" lassen. Bei aller Dankbarkeit für meine Ausbildung und aller antrainierten vulkanischen Disziplin zum Trotz. Und doch habe ich kein Problem mit Sareks Plan. Ich frage mich, ob ich eigentlich noch Herr meines Willens bin? Oder wurde ich dafür konditioniert, vielleicht schon lange vor dem heutigen Tag?

Eines bezweifle ich allerdings. "Wird Ihr Sohn wirklich einen weiteren Partner Ihrer Wahl akzeptieren?" Nachdem, was ich über ihn gehört habe, ist Spock ein Mann von starker Willenskraft. Immerhin ging er gegen den Willen seines Vaters zur Flotte. Ich schätze, ihm würde nicht gefallen, dass sein Vater mich für ihn auserwählt hat. Erst recht nicht, wenn da tatsächlich etwas zwischen ihm und Kirk ist. Was, wenn Sarek sich im Captain täuscht und dieser durchaus bereit wäre, sich mit Spock zu binden? Und was würde er darüber sagen, dass sein Vater mit mir Verkehr hatte, auch wenn es für Sarek nur einen Test bedeutet hat?

"Er wird es nicht erfahren", antwortet Sarek.

"Er wird es in meinen Erinnerungen sehen", erwidere ich. "Wenn wir uns binden sollen, wird es keine Geheimnisse geben."

Sarek hebt seine Hand. "Ich werde Ihre Erinnerungen daran löschen. Sie werden sich nur daran erinnern, dass Sie zu Spock gehören und ihm zu dienen haben, wenn er Sie braucht. Sie werden alles tun, um diesen Auftrag zu erfüllen. Aber Sie werden dieses Treffen und die Verbindung zu mir vergessen."

Für einen Augenblick denke ich an Flucht. Nicht wegen Sareks Plan, aber wegen seiner beabsichtigten Manipulationen. Doch wohin sollte ich mich wenden? Sarek hat bestimmt genug Kontakte, um mich überall zu finden. Und meine Karriere einfach so wegwerfen - nein, das kann ich nicht. Dafür habe ich zu hart gearbeitet.

Außerdem könnte ich wohl nicht einmal diesen Raum unbehelligt verlassen. Mit seiner überlegenen Kraft kann Sarek mich leicht aufhalten. So siegt die Logik über die Angst und ich ergebe mich ins Unausweichliche als Sarek nach mir greift und mich Dunkelheit zu umhüllen beginnt.

Ende

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