Bevor der Morgen graut

Bevor der Morgen graut

by T'Len
tlen@freenet.de



Serie: M.A.S.H.
Paarung: Hawkeye/Trapper
Code: NC-17, POV
Archiv: GSSU, Fanfiction Paradies, andere bitte fragen.
Feedback: hier oder an tlen@freenet.de
Summe: Man geht wieder duschen.
Fortsetzung zu: "Am Ende der Nacht"

The TOS Twins: Stories in deutsch und englisch von Lady Charena und T'Len http://tostwins.slashcity.net

Ich habe keine Ahnung, wem M.A.S.H gehört aber: Keine Rechte sollen verletzt werden. Keine Kohle wird damit gescheffelt. Es ist nur "fanfiction" und wer zu jung ist, sollte wo anders spielen gehen.

Vielen Dank an Lady Charena für ihre nie nachlassende Hilfe.


Bevor der Morgen graut
T'Len
2001

"Trap." Deine Stimme weckt mich. Verblüfft blinzle ich, bis ich dich im fahlen Licht vor mir knien sehe. "Hawk, ein Notfall?"

Du schüttelst den Kopf. "Nicht direkt. Gehst du mit mir duschen?"

Duschen? Mitten in der Nacht? Du spinnst wohl. "Lass' mich schlafen", knurre ich und will mich auf die andere Seite drehen, doch du greifst nach meiner Hand, drückst sie in deinen Schritt. Erstaunt reiße ich die Augen auf, als ich die Härte deines Gliedes spüre.

Was hat dich so erregt? Mein Puls beschleunigt sich, als Erinnerungen an ein anderes gemeinsames Duschen lebendig werden. Rasch erhebe ich mich und greife nach meinem Morgenmantel.

Auf dem Weg durchs nachtschlafende Camp versuche ich noch immer, meiner Überraschung Herr zu werden. Ich kann nur schwer eine rationale Erklärung finden, warum ich dich letzte Woche einfach nahm.

Gut, es war nicht das erste Mal mit einem Mann für mich, aber das letzte Mal lag Jahre zurück. Und es ist Jahrzehnte her, dass ich es zum letzten Mal unter einer Dusche trieb. Ich erinnere mich an Danny, den schmächtigen Jungen vom College. Wir haben es nach dem Leichtathletik-Training getan. Ich nahm ihn unter der Dusche, er mich später über den Schreibtisch seiner kleinen Studentenbude gebeugt. Wir waren jung... und geil. Und treiben es bis zum Ende unserer College-Zeit gelegentlich miteinander.

Aber warum jetzt und ausgerechnet dich? Schwer zu sagen. Wir sind Freunde und einander so nah, wie man es diesem Höllenloch nur sein kann. Ich muss zugeben, dass ich dich schon länger attraktiv fand. Oder war es doch nur Mangel an passender weiblicher Gelegenheit? Oder der Wunsch, dich von deiner Wut und Verzweiflung abzulenken.

Ich schätze, es war eine Mischung aus all diesen Gründen und noch ein paar mehr. Wie auch immer, es gibt nichts zu bereuen. Ich habe es genossen und ich weiß, dass du es auch hast. Danach gingen wir wieder zum Alltag über.

Ich hätte bestimmt nicht damit gerechnet, dass es eine Zweitauflage geben könnte. Doch diesmal - da bin ich sicher - werde ich dich zu spüren bekommen. Meine Vorfreude steigt ins Unglaubliche.

Als wir die Dusche erreichen, fliegen unsere Morgenmäntel achtlos auf den Boden. Du ziehst mich an dich und ich presse mich eng an deinen Körper.

Ich bin schon auf dem Weg hierher vor lauter Vorfreude hart geworden. Jetzt deine Erregung zu spüren, gibt mir den Rest. Ich suche deinen Mund mit meinen, zwinge deine Lippen mit einem heißen Kuss auseinander, lasse meine Zunge, deine Mundhöhle erkunden. Etwas, was ich schon beim letzten Mal tun wollte, doch keine Gelegenheit bekam.

Du erwiderst meinen Kuss, zwingst schließlich deinerseits die Zunge in meinen Mund. Als wir uns schließlich nach Luft schnappend trennen, geht unser beider Atem fliegend.

Du drückst mich gegen die Wand, drehst die Dusche auf. Ich spreize meine Beine, kann es kaum noch erwarten, dich in mir zu spüren.

Doch du zögerst. "Es ist das erste Mal für dich, nicht wahr?", frage ich leise. Ich kann dich nicht sehen, doch ich spüre dich nicken. Ich drehe mich kurz herum und drücke dir etwas von der flüssigen Seife in die Hand, die ich wohlweislich mitbrachte. "Nimm' reichlich davon. In mir und auf dir ", rate ich dir.

Nach einem weiteren Moment des Zögern, spüre ich, wie ein Finger in mich eindringt. Zögernd, vorsichtig, langsam. Zu langsam! Gott, ich will mehr! Sei doch nicht so zögerlich. Ich kann es vertragen. Auffordernd drücke ich mich dir entgegen - und endlich kommt ein zweiter Finger in mich.

Ich weiß, ich werde genießen, was kommen wird, kommen muss. Doch ich will wissen, warum. Einen geschenkten Gaul... gilt nicht für mich. "Was ist passiert, Hawk?", frage ich deshalb.

"Ich habe meinem Vater einen Brief geschrieben über... letzte Woche."

Deine Antwort überrascht mich nun doch. "Du schreibst deinem Vater SO etwas?" Klinge ich schockiert?

Ich würde wetten, dass du jetzt lächelst. Dieses schelmische, jungenhafte Lächeln, dass schon etliche Herzen schmelzen ließ. "Nicht zum Abschicken. Nur so... um es festzuhalten. Er ist in meiner Feldkiste. Ganz unten. Wenn mir etwas passiert, kannst du ja überlegen, ob du ihn abschickst."

Im Moment mache ich mir darüber aber wenig Gedanken. Schließlich spüre ich dich sehr lebendig und dicht hinter mir. Und bald werde ich dich noch lebendiger fühlen... in mir. Gott, ich halte es nicht mehr aus. Ich muss... "Hawk!"

Du verstehst und ziehst deine Finger zurück. Für einen Moment fürchte ich, du hättest es dir doch noch anders überlegt, denn es tut sich nichts. Doch dann dringt die Spitze deines Gliedes ganz vorsichtig in mich ein.

Vorsichtig - zu vorsichtig. Ich will es plötzlich hart, schnell. Stoß zu, Hawk. Ich presse mich erneut zurück, versuche dir so zu signalisieren, dass du mich härter nehmen sollst. Nicht so zögerlich - mir den Vergleich mit der Jungfrau beim Bade aufdrängend - wie jetzt.

"Hawk, nicht so zimperlich", fordere ich dich schließlich auf. Du verstehst und dein Tempo steigert sich. Ja, so ist es gut! Stoß' zu und zieh' dich zurück und stoß' wieder zu!

Ich stöhne. Du auch. Jetzt scheinen deinen Kräfte entfesselt. Du bewegst dich hart, rasch, in mir, zeeihst dich zurück, stößt zu. Ja! Gott, ist das gut. Das Wasser rinnt über meinen Körper. Deine Hand langt nach meinem Glied, liebkost es.

Ich bin erregt. So erregt. Sogar erregter als letzte Woche. Ich habe dich in mir und du nimmst mich stark und kraftvoll. Das ist es, was ich will. Und bald, bald wird es zuviel sein und...

Wir beide halten wie festgefroren in unseren Bewegungen inne, als sich Schritte der Tür nähern. "Sirs, sind Sie da drin? Hawkeye? Trapper?

Es ist Radar. Was will der Kleine? Jetzt, um diese Zeit? "Nicht reinkommen ", rufe ich, bemüht meine Stimme so normal, wie möglich, klingen zu lassen, hoffe, dass er uns nur für prüde hält.

"Verwundete im Anflug, die Hubschrauber werden bald landen." Natürlich, was hätte uns auch sonst stören können, wenn wir schon einmal Spaß haben. Ich seufze. Wenn wir jetzt aufhören, wie soll ich mich da im OP konzentrieren? Ich werde doch nur an das eine denken können...

Ich sollte Radar antworten. "Wir kommen gleich. Gleich." Du bist mir zuvorgekommen und die Heftigkeit mit der du deine Bewegungen in mir wieder aufnimmst, sobald sich seine Schritte vom Waschzelt entfernt haben, zeigt mir die Doppeldeutigkeit deiner Worte.

Ja, wir werden gleich kommen. Gleich... gleich... jetzt!

-Ende-

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