Am Ende der Nacht

Am Ende der Nacht

by T'Len
tlen@freenet.de



Serie: M.A.S.H
Paarung: Hawkeye/Trapper
Code: NC-17, POV, ft
Archiv: GSSU, Fanfiction Paradies, andere bitte fragen.
Feedback: hier oder an tlen@freenet.de
Summe: Hawkeye schreibt einen Brief an seinen Vater.

The TOS Twins: Stories in deutsch und englisch von Lady Charena und T'Len http://tostwins.slashcity.net

Ich habe keine Ahnung, wem M.A.S.H gehört aber: Keine Rechte sollen verletzt werden. Keine Kohle wird damit gescheffelt. Es ist nur "fanfiction" und wer zu jung ist, sollte wo anders spielen gehen.

Vielen Dank an Lady Charena für ihre nie nachlassende Hilfe.


Am Ende der Nacht
T'Len
2001

Lieber Papa,

ich weiß, es ist mal wieder Zeit, dir zu schreiben. Im Großen und Ganzen sind die Dinge hier noch immer beim Alten: Viel zu viel Krieg, für viel zu wenig Ärzte. Und keine Friedensverhandlungen in Sicht.

Doch darum geht es mir heute nicht. Ich will dir erzählen, was letzte Woche passiert ist. Ich weiß natürlich, dass ich diesen Brief nie abschicken werde. Du wirst somit diese Zeilen nie lesen. Wenn du sie liest, wirst du verstehen warum. Okay, das ergibt jetzt irgendwie keinen Sinn.

Sollten dir diese Zeilen also doch irgendwie in die Hände fallen, vielleicht ja, wenn mir etwas zustößt und man dir meine Sachen schickt, bitte ich dich inständig, nicht schlecht von mir zu denken. Dein Sohn ist noch immer der alte Hawkeye, auch wenn er.. nun aber der Reihe nach.

Du kennst doch meinen Freund Trapper John. Nun, eigentlich kennst du ihn natürlich nicht, aber ich habe dir so viel von ihm geschrieben, dass du ihn sicher schon irgendwie zu kennen glaubst. Einen Freund, wie ihn zu haben ist jedenfalls eines der wenigen Dinge, die diesen sinnlosen Krieg noch einigermaßen erträglich machen.

Es war wieder einer dieser Tage. Die Verwundeten wollten und wollten kein Ende nehmen und sie schienen immer jünger zu werden. Ich weiß nicht, wie viele Stunden wir im OP standen. Ich erinnere mich, das Radar irgendwann Kaffee brachte - oder das, was man hier so als Kaffee bezeichnet. Und dann arbeiteten wir weiter und weiter.

Es war schon tief in der Nacht, als wir endlich auch den letzten Verwundeten versorgt hatten und uns eine Dusche gönnen konnten. Trapper steht neben mir und summt irgend eines seiner dummen Liedchen vor sich hin. Das ärgert mich.

"Wie kannst du nur noch so fröhlich sein? Nach all dem, was wir gerade hinter uns haben." Ich blaffe ihn an, doch er lächelt nur und erwidert: "Sieh's doch nicht so negativ, Hawk. Wir haben's geschafft, das ist ein Grund zur Freude."

"Aber nicht alle haben es geschafft." Erst als ich es laut ausspreche, wird mit klar, warum mich seine Fröhlichkeit so ärgert. Ich sehe wieder das blasse Gesicht jenes jungen Soldaten vor mir, der unter meinen Händen starb. Gott weiß, wie sehr ich es hasse, Patienten zu verlieren. Und wenn ich diese jungen Burschen sehe, die in einen Krieg gehetzt werden, der sie eigentlich gar nichts angehen sollte, möchte ich ein paar Politikern und hohen Offizieren gern... na ja, du weißt schon, was ich meine.

Trapper scheint bemerkt zu haben, in welches Fettnäpfchen er bei mir getreten ist, denn er kommt herüber unter meine Dusche und legt mir seine Hand auf die Schulter. "Es tut mir leid, Hawk. Ich weiß, wie nahe dir das immer geht. Ist bei mir doch nicht anders."

Irre ich mich oder klingt seine Stimme dabei weicher... zärtlicher als sonst. Ich schiebe solche Gedanken auf meine Ermüdung nach Gott-weiß-wie-viel Stunden im OP und seife mich weiter an. Als meine Hände über meine Brust gleiten, werden sie plötzlich zur Seite geschoben.

"Lass' mich das machen" Trappers Stimme flüstert leise an meinem Ohr. Überrascht lasse ich geschehen, dass er über meine Brust streicht. Seine Berührungen sind so federleicht... sanft. Ich bin verwirrt. Was geschieht mit uns?

Seine Hände streicheln über meine Brustwarzen und verwundert registriere ich, dass sie hart werden. Dann wandern seine Hände tiefer, liebkosen mein Glied - und auch dort werde ich hart. Unglaublich! Trapper ist ein Mann, ich sollte das jetzt schleunigst beenden, schießt es mir durch den Kopf. Aber irgendwie bin ich wie gelähmt.

"Hawk." Er wispert meinen Namen so zärtlich an meinen Ohr und presst sich dann enger an mich. Ich kann spüren, dass er erregt ist. Trapper John und...? Der Mann hat drei Töchter und ich denke an all die Nächte, die wir gemeinsam einem drauf gemacht haben - mit Schwestern im Vorratszelt oder in einschlägigen Amüsiertempeln in Tokio und Seoul. Ich würde darauf wetten, dass er den jeweiligen Damen nachdem wir uns trennten nicht nur seine Briefmarkensammlung gezeigt hat.

Und jetzt will er mich verführen oder was? Und was noch erstaunlicher ist, ich lasse es zu!

Ich kann mir denken, Papa, was du jetzt denkst. Dein Sohn ein Perverser, der es mit Männern treibt. Ist so etwas in Grape-Apple-Cove überhaupt schon mal vorgekommen? Bitte glaube mir, ich war bisher immer sehr glücklich mit Frauen und gedenke dies auch weiterhin zu tun. Aber in dieser Nacht mit Trapper war ich es auch.

Ich spüre, wie er sich an mir reibt. Er muss es nicht sagen, ich weiß auch so, was er möchte, was als nächstes passieren wird, als er mir die Seife aus der Hand nimmt. Obwohl ich es eigentlich gar nicht will, beginne ich doch zu protestieren.

"Trap, wenn uns jemand erwischt." Doch er lacht nur. "Wer soll denn um diese Zeit hierher kommen? Immerhin ist das die Offiziersdusche. Henry ist vor uns raus und Frank ist gleich zu Hotlips Zelt gesteuert. Der denkt heute bestimmt nicht mehr ans Duschen."

Wohl eher an dasselbe wie wir, wenn auch mit anderen Vorzeichen, schießt es mir durch den Kopf. Als Trapper einen Finger in mich schiebt, muss ich plötzlich an diesen jungen Soldaten denken, den wir vor ein paar Monaten hier hatten.

Weißt du, Papa, er war von seinen eigenen Kameraden misshandelt worden, weil er homosexuelle Neigungen zugab. Er sagte mir damals, es sei halt mal passiert, eine Jugendsünde. Heute weiß ich, wie schnell es gehen kann.

Frank Burns wollte, dass der Junge unehrenhaft entlassen wird. Ich blicke zu ihm hinüber. Er schnarcht friedlich vor sich hin und ich frage mich, was er wohl sagen würde, wenn er wüsste...

Nun gut, also zurück zu jener Nacht. Trapper hatte uns also vorbereitet und machte sich nun daran, in mich einzudringen.

"Man Arsch ist keine Jungfrau mehr", schießt es mir durch den Kopf, als ich spüre, wie er sein Glied in mich presst. Plötzlich muss ich an Mary-Sue Allen denken. Die dralle Blondine von der Nachbarfarm. Sie war 15, ich 17, als wir es auf dem Heuboden trieben. Danach weinte sie um ihre Jungfräulichkeit. Ich tröstete sie mit Äpfeln aus unserem Garten. Diesen leckeren, goldenen, die immer so gut schmecken. Eines von den vielen Dinge, die ich hier so vermisse.

Ich finde es reichlichst verrückt: Ich bin am Ende der Welt, mitten in einem unsinnigen Krieg, mein bester Freund hat mir gerade seinen Schwanz in den Hintern geschoben und ich denke an Äpfel. Freud hätte seine Freude an mir. Oder Syd Freedman.

Ich spüre, dass Trap nun vollkommen in mir ist. Gott, der Junge ist ganz schön groß. So genau hatte ich ihn mir noch nie angekuckt. Doch jetzt füllt er mich vollkommen aus und ich muss zugeben, so unangenehm, wie ich wohl noch vor kurzer Zeit gedacht hätte, fühlt sich das gar nicht an.

Irgendwie habe ich das Gefühl, für Trapper ist es nicht das erste Mal. "Hawk, du hast den sexiesten Arsch in ganz Korea und ich wollte das schon immer mal tun." Er atmet ganz schön heftig jetzt. Auch mein Atem beschleunigt sich. Seine Erregung überträgt sich auf mich. Ich spüre, wie er in mir arbeitet. Hin und her, rein und raus.

Entschuldige, ich muss mal kurz pausieren. Diese Erinnerungen sind nicht ganz ohne Effekt auf mich geblieben. Und diese Armee-Hosen können verdammt unbequem sein. Ich werde mal eben meinen Morgenmantel anziehen.

So, da bin ich wieder. Ich möchte dich auch nicht mit allen Details langweilen. Obwohl, ich schätze, langweilig ist diese Lektüre vielleicht gar nicht. Und du sollst wissen, das ich nichts bereue, was geschehen ist. Trapper und ich - wir sind noch immer Freunde. Auch wenn wir nie über das Geschehene gesprochen haben - es scheint irgendwie nicht notwendig zu sein. Scheint so, als verständen wir es auch so. Aber ich spüre doch, dass das Aufschreiben mir gut tut. So kann ich meine Gedanken doch etwas mehr ordnen - und in Erinnerungen schwelgen. Zugegebenermaßen

Ich will aber nicht weiter abschweifen. Jedenfalls begann Trapper dann sich in mir zu rühren. Raus und rein und... oh, es war ganz schön... ähm, stimulierend. Gott, was war ich hart damals und jetzt bin ich es gleich wieder. In dieser Nacht...

...meine Hände umschließen die niedrige Holztür der Dusche, die ihrem Benutzer ein klein bisschen Privatsphäre gegenüber seinen Mitduschern gewähren soll. Trap zieht mich leicht zurück, spreizt meine Beine weiter, wohl um sich besser in mir bewegen zu können. Seine Hände greifen um meinen Körper und schließen sich um mein Glied. Instinktiv stoße ich zu. Und er stößt in mich. Härter, schneller. Immer mehr. Oh Gott!

Das Wasser läuft noch immer über unsere Körper. Gott, was für eine Verschwendung. Uns schert es nicht. Sein Atem kommt stoßweise, meiner auch. Wie verrückt bewegen wir uns ineinander, gegeneinander, miteinander. Es steigt und steigt und bald... ich komme, wir kommen. Oh Gott!

Himmel, ich halte es kaum noch aus. Wie können einen bloße Gedanken so geil machen. Trapper schläft neben mir, die Decke ist verrutscht, so das ich seinen runden Hintern gut sehen kann. Instinktiv lecke ich mir die Lippen. Wie es sich wohl anfühlen wird, wenn ich... Ich glaube, ich sollte ihn wecken und fragen, ob er mit mir Duschen geht.

Bis später, Papa
Dein Hawkeye.

---------------------------------------------------

Zurück/Back