Ein Königreich für einen Mistelzweig 4

Ein Königreich für einen Mistelzweig 4

von T'Len (2003)
tlen2@freenet.de



Serie: TOS
Paarung: K/S
Code: PG-13
Feedback: hier oder an tlen2@freenet.de
Summe: Kommt Jim noch zu seinem Zweig?

The TOS Twins and Friends: http://tostwins.slashcity.net
Star Trek, M*A*S*H, Sherlock Holmes, Karl May, Unser (T)Raumschiff, Die Schöne und das Biest
Unsere Zines, Links und mehr.

Disclaimer: Leider gehören mir die Jungs und Mädels nicht. Ich habe sie nur für ein bisschen Fanfiction-Spaß ausgeborgt. Damit sollen keine Urheberrechte verletzt werden. Und natürlich wird damit nichts verdient. Beachtet die Altersangabe und geht wo anders spielen, wenn ihr zu jung seit oder euch am Thema stört.

Vielen Dank an Lady Charena fürs Beta.


"We wish you a merry Christmas."

"Ach, halt die Klappe", knurrte Jim, als sich die Tür zu seiner Kabine hinter ihm geschlossen hatte.

"Bitte spezifizieren Sie Ihre Anweisung", erwiderte der Computer mit monotoner Stimme.

Jim holte tief Luft, um nicht loszuschreien. "Schalte die Musik ab", befahl er dann.

Stille - endlich! Er seufzte. Was für ein besch... Weihnachten.

Nun, die Feier war gut wie immer verlaufen, nur hatte er sie dieses Jahr nicht sonderlich genießen können. Spock war nur kurz aufgetaucht - er zog es stets vor, Dienst zu tun, um den Trubel zu entgehen und seinen menschlichen Kollegen die Teilnahme zu ermöglichen. Da war an einen Kuss unter dem Mistelzweig nicht zu denken gewesen.

Er seufzte erneut und schalt sich innerlich einen Narren. ,So kann es nicht weitergehen, Jim', dachte er. ,Entweder du nimmst deinen Mut zusammen - hast doch sonst so viel davon - und gestehst Spock deine Gefühle und wartest ab, was dann geschieht oder du begräbst sie ein für alle Mal und hörst auf, irgendwelchen Träumereien nachzuhängen."

"Ich wünsche ein frohes Fest, Captain... Jim."

Die tiefe Stimme riss ihn aus seinen Gedanken. Jim blickte auf und sah Spock in der Tür zu ihrem gemeinsamen Badezimmer stehen. Ins einer schwarzen Robe sah er ungeheuer sexy aus, wie Jim sofort bemerkte.

"Danke, Spock", sagte er. "Ich fürchte, ich hatte schon bessere."

Spock hob fragend eine Augenbraue. "Verlief die Feier nicht zu Ihrer Zufriedenheit?"

"Doch, doch, es ist nur..." Jim winkte ab. "Vergessen Sie es. Vielleicht bin ich einfach zu alt, noch an diesen alten Bräuchen festzuhalten und Sie haben recht, dies hat alles längst seine Daseinsberechtigung verloren."

"Dies würde ich nicht so ausdrücken, Captain. Ich sagte nur, dass es mir schwer fällt, hinter den meisten Bräuchen eine Logik zu entdecken. Übrigens, Sie stehen unter einem Mistelzweig."

"Was?"

Jim blickte überrascht auf. Und tatsächlich am Raumteiler zum Schlafbereich, dem er sich mittlerweile genähert hatte, hing ein Mistelzweig. Ein neuer Mistelzweig, mit Beeren!

"Aber Spock, wie..?" Jim blieb vor Überraschung die Sprache weg.

"Ich habe mir erlaubt, im Labor ein Duplikat des Zweiges, den wir auf dem Planeten fanden, herzustellen. Es ist zwar künstlicher Natur, aber die Beeren sind essbar."

"Wieso?", fragte Jim, noch immer ziemlich sprachlos über diese Geste der Freundschaft.

"Ich habe bemerkt, wie viel Ihnen ein eigener Zweig bedeutet", erklärte der Vulkanier ruhig. "Wenn ich übrigens darauf hinweisen darf, Sie stehen unter dem Zweig. Nach irdischer Tradition sollten wir uns jetzt küssen."

"Was?", fragte Jim erneut. Ehe er sich richtig versah, war Spock zu ihm getreten, hatte eine Beere gepflückt und gegessen.

Als Jim sanfte, warme Lippen auf den seinen fühlte, fragte er nicht mehr nach dem wieso und warum, sondern erwiderte einfach den Kuss - bemüht den Augenblick für immer festzuhalten. Manchmal wurden Weihnachtsträume also doch wahr.

Ende (zumindest für jetzt, mehr ja vielleicht im nächsten Jahr?)

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