Ein Königreich für einen Mistelzweig 3

Ein Königreich für einen Mistelzweig 3

von T'Len (2003)
tlen2@freenet.de



Serie: TOS
Code: G
Feedback: tlen2@freenet.de
Summe: Der Mistelzweig ist hochbegehrt

The TOS Twins and Friends: http://tostwins.slashcity.net
Star Trek, M*A*S*H, Sherlock Holmes, Karl May, Unser (T)Raumschiff, Die Schöne und das Biest
Unsere Zines, Links und mehr.

Disclaimer: Leider gehören mir die Jungs und Mädels nicht. Ich habe sie nur für ein bisschen Fanfiction-Spaß ausgeborgt. Damit sollen keine Urheberrechte verletzt werden. Und natürlich wird damit nichts verdient. Beachtet die Altersangabe und geht wo anders spielen, wenn ihr zu jung seit oder euch am Thema stört.

Vielen Dank an Lady Charena fürs Beta.


"I wish you a merry Christmas", fröhlich vor sich hinsingend turnte Jim auf seinem Stuhl, um den Mistelzweig über der Trennwand zwischen Wohn- und Schlafbereich anzubringen. Ein Glück, dass sie ihn noch gefunden hatten. Er sah wirklich fast wie von der Erde aus. Nur fünf Beeren, aber besser als nichts. Bis sie verbraucht waren, hatte er entweder Spock für sich gewonnen - oder er wusste, dass er alle seine Hoffnungen für immer begraben konnte.

"Jim, ich hätte eine..." McCoy brach ab, als ihn ein Schrei antwortete, kaum dass er durch die Tür getreten war.

Mit den Armen rudernd, fand Jim nur schwer sein Gleichgewicht wieder. Schließlich sprang er vom Stuhl. "Spinnst du, mich so zu erschrecken? Willst du, dass ich mir das Genick breche?", schimpfte er.

"Natürlich nicht, aber was turnst du auch da oben rum?", antwortete der Arzt.

Jim deutete nach oben. "Ich habe den Mistelzweig angebracht. "Heute Abend werde ich Spock zu einem Schachspiel einladen und wenn er hier steht..."

"Darüber wollte ich mit dir sprechen, Jim. Ich meine..." Leonard räusperte sich. "...kannst du mir den Zweig mal kurz borgen?"

"Borgen?" Kirk starrte seinen Freund an. "Was willst du mit dem Mistelzweig?"

"Na das selbe wie du oder denkst du, ich habe kein Privatleben?", brummelte McCoy. "So alt bin ich nun auch noch nicht."

"Natürlich nicht, aber mein Zweig..." Nach der langen Suche, wollte Jim ihn wirklich ungern hergeben. Es durfte einfach nichts mehr schief gehen. Nicht jetzt, so kurz vor dem Ziel.

"Ich wollte mir ja selber einen mitbringen, aber du weißt ja selbst... Bitte."

Jim seufzte. Er konnte Leonard diese Bitte wohl schlecht verwehren. "Also gut, aber nur eine Beere und heute Abend brauche ich ihn wieder."

"Natürlich, versprochen."

///

"I wish you a merry Christmas." Jim summte erneut, als er Spocks Geschenk einpackte. Es war gar nicht so einfach gewesen, dieses Artefakt zu finden - und ziemlich teuer dazu. Über für Spock war ihm nichts zu teuer und er war sich ganz sicher, der Vulkanier würde die perfekt Schönheit der kleinen, antiken Figur zu schätzen wissen.

"Herein!", rief er, als der Türsummer einen Besucher meldete. "Pille, bringst du mir meinen..:"

"Captain", unterbrach Scotty ihn.

Er drehte sich zum Besucher um. "Oh Scotty, gibt es ein Problem?"

"Äh, eigentlich nicht." Der Chefingenieur räusperte sich. "Ich wollte fragen, ob ich vielleicht mal Ihren Mistelzweig... äh ausborgen könnte?"

Jim schüttelte den Kopf. "Tut mir leid, aber den habe ich schon Dr. McCoy geborgt."

"Dr. McCoy? Oh, das ist gut. Entschuldigen Sie die Störung, Captain."

Scotty eilte hinaus.

///

"I wish you a merry Christmas." Jim war gerade dabei, den Tisch für das Schachspiel vorzubereiten, das er am Abend nach der Weihnachtsfeier mit Spock plante, als sich ein neuer Besucher anmeldete.

"Kaptin", sagte ein sichtlich verlegener Chekov. "Wäre es wohl möglich... einmal Ihren Mistelzweig..."

Kirk unterbrach ihn. "Tut mir leid, Pavel, aber den hat schon der Doktor."

///

"I wish you a merry Christmas", erklang es durch die Lautsprecher, als Jim sich eine Stunde später den Aufenthaltsraum näherte, indem die traditionelle Weihnachtsfeier mit der Crew stattfinden sollte.

"Was ist denn hier los?" Er blieb überrascht stehen, als er die Schlange davor sah. Durch den ganzen Korridor bis hin zum nächsten Turbolift standen seine Leute an.

"Wir stehen unterm Mistelzweig an", erklärte ihm Kyle.

"Was!?!" Kirk starrte den Transporterchef an, drängte sich dann an den Leuten vorbei.

"Ich will sofort wissen, was hier los ist?", befahl er, kaum, dass er die Tür zur Messe durchquert hatte.

"Captain, ich habe mir erlaubt, den Mistelzweig an der Tür anzubringen, damit jeder etwas davon hat", erklärte ihm Uhura.

Es kostete Jim etliche Beherrschung, die Kommunikationsoffizierin nicht anzuschreien. Stattdessen wandte er sich McCoy zu, der etwas abseits mit Scotty stand. "Was fällt dir ein, meinen Zweig einfach weiterzugeben?", herrschte er ihn an.

"Es tut mir leid, Jim", erwiderte ein zerknirschter McCoy. "Aber Scotty hatte ihn schon Checkov gegeben, bevor ich ihn dir zurückbringen konnte. "

"Ich wollte doch nur Pavel und Hikaro einen Gefallen tun", entschuldigte sich Scotty. "Sie müssen ihn dann Nyota weitergegeben haben."

"Sieh's doch so, Jim, du hast die ganze Crew suchen lassen, jetzt haben auch alle was davon", versuchte Leonard zu trösten.

"Ja", knurrte Jim. "Und Beeren sind natürlich keine mehr übrig."

"Man kann doch auch ohne küssen", bemerkte der Arzt.

"Aber ich kriege Spock doch nie dazu, mich hier...", zischte Jim, brach dann ab, bevor jemand ihn hören konnte.

Aus den Lautsprechern erklang noch immer: "I wish you a merry Christmas"

Fortsetzung folgt

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