Ironie des Schicksals

Ironie des Schicksals

von T'Len (2004)
tlen2@freenet.de



Serie: DS9
Altersangabe: NC-17
Codes: Jadzia/Keiko, Ezri/Bashir, Bashir/O'Brien and Jadzia/Worf impl. (f/f-slash)
Summe: Ezri und Julian haben Geheimnisse
Archiv: GSSU, Fanfiction Paradies, andere bitte fragen.
Feedback: tlen2@freenet.de
Engl. Story: http://tostwins.slashcity.net/ezri.htm

The TOS Twins and Friends: http://tostwins.slashcity.net
Star Trek (alle Serien), M*A*S*H, Sherlock Holmes, Karl May, Unser (T)Raumschiff, Die Schöne und das Biest und anderes. Fanfiction in deutsch und englisch, Zeichnungen, Unsere deutschen Zines, Links und mehr.

Disclaimer: Leider gehören mir die Jungs und Mädels, die in dieser Story verwendet wurden, nicht. Ich habe sie nur für ein bisschen Fanfiction-Spaß ausgeborgt. Damit sollen keine Urheberrechte verletzt werden. Und natürlich wird damit nichts verdient. Beachtet die Altersangabe und geht wo anders spielen, wenn ihr zu jung seit oder euch am Thema stört. Vielen Dank an Lady Charena fürs Beta.


"Julian, das kann passieren. Du solltest dir keine Sorgen machen." Ezri Dax legte zärtlich eine Hand auf Julian Bashirs Schulter, aber der Arzt rollte sich nur zur anderen Seite des Bettes und murmelte: "Es tut mir leid, Ezri."

Die junge Frau schüttelte ihren Kopf, obwohl ihr Partner es nicht sehen konnte. "Du musst dich nicht entschuldigen, Julian. Du bist Arzt, du weißt, dass viel Stress zu zeitweiliger Impotenz führen kann. Der Krieg. das Verschwinden von Captain Sisko..."

"Nein!" Er unterbrach sie. "Das ist nicht der Grund."

Ezri setzet sich auf. "Heißt das, es liegt an mir? Bin ich nicht attraktiv genug für dich?"

"Nein... ja... Ich weiß nicht."

Ezri seufzte. Was ein gemütlicher, privater Abend hatte werden sollen, wurde offensichtlich nur wieder eine Beratungsstunde. "Julian, ich bin dein Freund und, ich bin eine Counselor - was auch immer dein Problem ist, du kannst es mir erzählen."

Julian setzte sich auch auf, Dax seinen Rücken zudrehend. "Es ist wegen Miles."

"Verstehe." Wieder legte sie ihre schmalen Hände auf die Schultern des Mannes. "Er war dein bester Freund und du vermisst ihn. Das ist verständlich."

"Nein das ist nicht alles." Er atmete tief ein. "Miles war mein Geliebter für beinahe die letzten sieben Jahre."

Überrascht schnappte Ezri nach Luft. "Ich habe nicht gewusst das ihr...", brachte sie schließlich hervor.

"Niemand hat es gewusst. Wir waren sehr diskret... und jetzt ist er weg... einfach gegangen."

Bashir schloss seine Augen, als all die Gefühle von Verlust und Verrat, die er gefühlt hatte, als Miles ihm von seinem Plan, mit seiner Familie zurück zur Erde zu kehren, erzählt hatte, nun wieder in ihm aufflammten.

Er konnte Ezris tröstende Anwesenheit spüren. "Du kannst mir alles erzählen", wiederholte sie. Schließlich fand er den Mut, über die eine Person zu sprechen, die seine Gedanken so oft bestimmte. Aber seine Stimme klang wackelig, als er zu sprechen begann.

"Es war Liebe. Ich meine - wahre Liebe. Wenigstens von meiner Seite aus. Und ich denke, dass er mich auch geliebt hat. Es war nicht nur Sex und Begierde. Ich habe mir so sehr gewünscht, dass er sich endlich zu mir bekennt. Aber er hatte seine Frau und die Kinder. Miles befürchtete immer, dass Keiko sofort die Station verlassen würde, wenn sie von uns erführe. Sie war nicht glücklich hier, jeder wusste dies. Er dachte, dass sie bei all den Unsicherheiten der letzten Jahre sofort zur Erde ginge und er seine Kinder nie wiedersehen würde. Und er liebte Molly und Kira-Yoshi doch über alles. Ich hatte so sehr gehofft, dass wir, wenn der Krieg erst einmal vorüber wäre, wirklich zusammen sein könnten. Aber jetzt.. habe ihn für immer verloren."

Julian stand auf und begann sich anzukleiden. "Ich muss allein sein. Entschuldige mich bitte."

Das raue Gelächter, das Ezri Dax' hören ließ, sobald sich die Tür hinter Bashir geschlossen hatte, klang sehr nach Jadzia. "Das nenne ich wahrlich die Ironie des Schicksals", murmelte die Trill. Sie schloss ihre Augen, als Erinnerungen, die nicht die ihrigen waren, lebendig wurden.

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Jadzia warf ihren Kopf zurück, als zärtliche Lippen ihre rechte Brustwarze in den feuchten Mund saugten. Sie hatte gedacht, dass sie nicht noch mehr erregter werden konnte, als sie es ohnehin schon war, aber offensichtlich hatte sie sich geirrt. Ein nasser Pfad wurde von einer Brust zur anderen geleckt, dann an der linke Warze gesaugt.

Eifrig kämmte sie ihre Finger durch das lange, seidige, dunkle Haar, drückte dann den Kopf tiefer auf ihrem nackten Körper herab. Laute der Ekstase entrangen sich ihrer Kehle, als sie noch feuchter wurde. Und schließlich war der hungrige Mund über ihr. Sie schloss ihre Augen, spürte jeden vor Vergnügen vibrierenden Nerv ihres Körpers. Fingernägel streiften über die empfindliche Haut ihrer Schenkel und des Feuer in ihr brannte immer heller. Und dann schob sich plötzlich eine Zunge in ihr - und sie schrie fast wie ein Tier, als sie kam.

Es dauerte eine Weile, bis Jadzia erkannte, dass es ihr eigener Schrei war, der noch immer in ihren Ohren wiederhallte. Langsam ebbten die Wellen des Orgasmus ab und sie öffnete ihre Augen wieder. Etwas stimmte nicht, das fühlte sie deutlich - und dann wusste sie auch was: "Du bist nicht gekommen, Keiko. Lass mich."

Sie griff nach der anderen Frau, aber Keiko schob ihre Hände derb weg. "Nein!" Keiko stand auf und begann sich anzukleiden. "Dies muss aufhören. Hier und jetzt."

Die Trill setzte sich auf und blickte ihre Partnerin verwundert an. "Warum? Was ist los?"

Keiko drehte sich zu Dax um, bevor sie leise antwortete. "Ich bin wieder schwanger."

Jadzia schnappte nach. "Also schläfst du noch immer mit Miles?", flüsterte sie.

Ein Schulterzucken war ihre Antwort. "Er ist mein Ehemann, was soll ich machen?"

"Vorsichtig sein und dich nicht schwängern lassen. Oder besser noch: Verlass ihn endlich und komm zu mir." Sie versteckte ihren Ärger nicht.

Keiko drehte sich wieder weg und seufzte. "Das kann ich nicht. Du kannst nicht ernsthaft erwarten, dass wir drei hier zusammen auf der Station leben können, als wäre nichts geschehen. Ich hatte die Schwangerschaft nicht geplant, aber ich freue mich auf ein zweites Kind."

"Wir können weggehen. Du hast immer gesagt, dass du hier nicht glücklich bist. Wir könnten irgendeine wissenschaftliche Mission irgendwo in der Föderation annehmen. Etwas, dass nicht riskant für dich und das Baby ist." Ein leises, hoffnungsvolles Flackern schwang in Jadzias Stimme mit.

"Und was ist mit Molly? Miles würde nicht erlauben, dass ich sie zu irgendeinem Hinterwäldlerplaneten mitnehme. Und ich kann meine Tochter doch nicht allein hier lassen." Keiko klang plötzlich wütend. "Ich liebe dich, Jadzia und ich bin gern mit dir intim, aber es muss enden - wenn nicht um unser selbst Willen, dann wegen dem Wohl meiner Tochter und meines ungeborenen Babys."

Jadzia seufzte resignierend. "So ist es wirklich vorbei?"

"Ja. Es tut mir leid." Die Verzweiflung war deutlich in Keikos Stimme zu vernehmbar, während sie das Quartier verließ, ohne noch einmal zurückzublicken.

/*/*/

Ezri blinzelte, als ihre Gedanken wieder in die Gegenwart zurückkehrten. Am nächsten Tag hatte Jadzia entschieden, ein Auge auf Worf zu werfen. Als Trill - und mit den Erinnerungen an die früheren Wirte - war Bisexualität ein Teil ihrer Natur. Worfs raue klingonische Sexualität hatte sie als Kontrast zu nach Keikos Sanftheit gereizt. Aber jetzt...

Tausende von wenns und hättes kreuzten Ezris Gedanken. Wenn nur einer der O'Briens den Mut gefunden hätte, über seine/ihre wahren Gefühle zu sprechen. Vier Leute könnten jetzt glücklich sein. Wenn Jadzia nicht Worf geheiratet hätte, wenn sie nicht unbedingt ein Kind von ihm hätte haben wollen, wenn sie nicht im Schrein gewesen wäre, um den Göttern für diese Möglichkeit zu danken, als Dukat...

Die Trill seufzte erneut. "Wahrscheinlich wäre Jadzia noch am Leben und ich hätte weniger Probleme."

Sie war sich nicht sicher, von welchem früheren Dax-Wirt sie die Wörter geerbt hatte, mit denen sie jetzt das Schicksal verfluchte - und die menschliche Feigheit.

Ende

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