Weihnachten allein 1/2

Weihnachten allein 1/2

von T'Len
tlen2@freenet.de



2004
Fandom: In & Out (post-movie)
Paarung: Howard/Peter
Altersangabe: PG-15
Feedback tlen2@freenet.de
Summe: Weihnachten in Greenleaf

Disclaimer: Leider gehören mir die Jungs und Mädels nicht. Ich habe sie nur für ein bisschen Fanfiction-Spaß ausgeborgt. Damit sollen keine Urheberrechte verletzt werden. Und natürlich wird damit nichts verdient. Beachtet die Altersangabe und geht wo anders spielen, wenn ihr zu jung seit oder euch am Thema stört. Vielen Dank an Lady Charena fürs Beta.


Teil 1:

„Frohes Fest, Howard“, Friseur Aldo winkte Howard Brackett freundlich hinterher, als dieser seinen Salon verließ.

„Ja ja, frohes Fest“, murmelte Howard, wenig begeistert, und machte sich auf dem Heimweg. Ehrlich gesagt, konnte ihm Weihnachten dieses Jahr gestohlen bleiben. So einsam, wie dieses Jahr hatte er sich noch nie gefühlt. Die letzten Feste hatte er mit Emily verbracht. Aber diese begleitete nun Cameron Drake zu irgendwelchen Dreharbeiten irgendwo auf der Welt und er konnte es ihr nicht übel nehmen. Immerhin hatte er sie mit seinem Coming Out schmählichst vor dem Traualtar stehen lassen. Er wünschte ihr Glück mit dem Hollywoodstar, auch wenn er irgendwie zweifelte, ob dieser wirklich treu sein konnte. Man hörte ja so einiges über die Leute vom Film.

Seine Eltern verbrachten Weihnachten auf Hawaii, quasi ihre zweiten Flitterwochen. Howard selbst hatte ihnen diese Reise geschenkt. Das war er ihnen einfach schuldig gewesen, nach all der Aufregung, die er in diesem Jahr verursacht hatte.

Und sein Bruder Walther war doch tatsächlich gestern mit Camerons Ex Sonja nach New York geflogen, um die Weihnachtstage dort zu verbringen. Er fragte sich ja, was so ein Supermodell an seinem Bruder finden konnte. Anderseits hieß es ja auch gleich und gleich gesellte sich gern dun zumindest was ihre Intelligenzquotienten betraf, schienen sie auf einer Wellenlänge zu liegen.

Wenn wenigstens Peter kommen würde. Aber der musste ja in Hollywood wieder irgend welchen Sensationen hinterher rennen. Nicht einmal angerufen hatte er in den letzten Tagen. Howard seufzte. Was musste er sich auch in einen Sensationsreporter verlieben. Wahrscheinlich war er im Endeffekt für Peter doch nicht mehr als eine weitere Story gewesen, zufällig mit ein bisschen privaten Spaß garniert, und dieser fand nur einfach nicht den Mut, ihm offen und ehrlich ins Gesicht zu schauen, wenn er mit ihm Schluss machte.

„Howard, ich habe noch eine Karte“, unterbrach Postbote Emmett die Grübelein des Lehrers. „Und frohes Fest, wünsche ich:“

„Danke und auch ein Frohes Fest.“ Schlagartig hellte sich Howards Laune auf, als er die Karte in Händen hielt, doch dies hielt nicht lange an. Die Weihnachtsgrüße kamen leider nicht wie gehofft von Peter Malloy, dem wortgewandten Reporter, mit dem er seit jenen denkwürdigen Ereignissen, die vom der Oscarverleihung und Cameron Drakes Rede ausgelöst wurden waren, befreundet war. Sie kam nur von seinem ehemaligen Schüler Jack, der ihm ein schönes Weihnachtsfest wünschte und ihm dankte, dass Howard ihm mit seinem Vorbild beim eigenen Coming Out geholfen hatte. Jetzt sei er mit einem Freund vom College glücklich liiert.

Howard seufzte, als er die Tür zu seinem Haus aufschloss. Jeder schien glücklich verliebt zu sein, nur er wusste nicht, woran er war, mit einem Partner, den er nur für ein paar, fast gestohlen wirkende, Stunden sah, wenn ihm die Schulferien Zeit ließen von Greenleaf nach Los Angeles zu reisen, oder wenn Peter, was noch seltener vorkam, sich einmal von den Fersen der Reichen und Schönen der Filmindustrie, an die er sich stets so begeistert heftete, loseisen konnte und zu ihm kam.

Für einen Moment fragte er sich, ob er doch Emily heiraten und ein sogenanntes normales Leben hätte führen sollen. Doch dann schüttelte er den Kopf. Nein, mit dieser Lüge hätte er nicht dauerhaft leben wollen. Aber das würde wahrlich ein sehr einsames Weihnachten werden.

Teil 2

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