Liebe, Freundschaft und Hoffnung

Liebe, Freundschaft und Hoffnung

von T'Len (2002)
tlen@freenet.de



Serie: TOS
Paarung: Mc/Finney, K/S
Code: NC-17
Archiv: GSSU, Fanfiction Paradies, andere bitte fragen.
Feedback: tlen@freenet.de
Summe: Nach dem Fall Finney hat McCoy einiges zu erklären Bezug zur Folge "Kirk unter Anklage".
Originaltitel: Love, Friendship and Hope geschrieben für das Doctor-Fuh-Q-Fest

The TOS Twins: Stories in deutsch und englisch von Lady Charena und T'Len http://tostwins.slashcity.net

Disclaimer: Paramount/Viacom gehört das ganze Star Trek Universum plus Inventar. Ich habe die Jungs nur für ein bisschen Spaß ausgeborgt. Keine Rechte sollen verletzt werden. Keine Kohle wird damit gescheffelt. Es ist nur "fanfiction" und wer zu jung ist, sollte wo anders spielen gehen.

Vielen Dank an Lady Charena für ihre nie nachlassende Hilfe.

McCoys Erinnerungen sind mit /*/*/ gekennzeichnet.


Jim Kirk platzierte einen sanften Kuss auf leicht geschwollenen, grünen Lippen, müde und befriedigt kuschelte er sich in Spocks Arme. "Habe ich dir schon gedankt, dass du meinen Hintern mit deinem Schachtalent gerettet hast?"

"Jim, ich war sicher, dass du nicht das Verbrechen, dessen du beschuldigt wurdest, begangen haben konntest. Der einzige logische Schluss war deshalb ein Computerproblem. Ich habe nur versucht, dies zu beweisen. Außerdem..."

Spocks Hand streichelte über Jims Rücken. "Es war schon länger mein Wunsch, deinen sexy Hintern zu retten und ich liebe definitiv die Art und Weise, in der du mir gerade dafür gedankt hast, dass ich nur meine Pflicht erfüllte."

Jim lachte. "Du bist ein geiler Vulkanier, mein Schatz." Er gähnte. "Aber jetzt bin ich müde. Ich bedanke mich morgen weiter bei dir. Diese Party zu meiner Rückkehr hat mich doch geschafft. Aber hast du eine Ahnung, was mit Pille los ist? Er ging so ungewohnt bald."

"Mich verwundert dies nicht, Jim. Zuerst musste er annehmen, sein Geliebter sei tot, dann sein bester Freund habe ihn getötet, um schließlich herauszufinden, dass alles nur eine Falle war, um dich und deine Karriere zu zerstören."

"Sein was!?!" Jim saß urplötzlich aufrecht im Bett. "Finney ist Pilles Geliebter?"

"Dir war diese Tatsache nicht bekannt, Jim?" Spock hob überrascht eine Augenbraue.

"Ich hatte keine Ahnung. Wieso, bei allen Raumgeistern, hast du es gewusst? "

"Auf Taurus 2 wurde ich Ohrenzeuge - rein zufällig natürlich - wie Dr. McCoy eine Nachricht für Lieutenant Commander Finney hinterließ - für den Fall, dass wir nicht rechtzeitig gerettet werden würden."

"Und warum hast du mir nichts davon erzählt?", knurrte Jim.

"Jim, ich respektiere Dr. McCoys Recht auf Privatsphäre. Und angesichts der Tatsache, dass er dein bester Freund ist, nahm ich an, er würde sich dir anvertrauen, wenn er es für angebracht erachten würde."

Jim seufzte. "Du hast natürlich recht. Entschuldige. Aber ich bin überrascht. Pille ist schwul. Das hätte ich nie für möglich gehalten. Bei Ben genau so wenig."

"Angesichts der Tatsache, dass beide einst mit Frauen verheiratet waren und eine Tochter zeugten, würde ich sie eher als bi- denn homosexuell beschreiben:"

Jim stand auf und griff nach seiner Kleidung. "Wo gehst du hin?", fragte Spock.

"Ich muss nach Pille sehen."

"Soll ich dich begleiten?"

"Nein. Es ist besser, ich spreche erst mit ihm allein." Jim zog sein Shirt an, gab Spock dann einen Kuss. "Bis später, Schatz."

***

"Pille, mach endlich auf!" Jim schlug erneut auf den Sensor.

"Verschwinde! Ich will allein sein." Die Stimme klang müde und betrunken.

"Ich werde nicht gehen. Wir müssen miteinander reden. Entweder lässt du mich jetzt herein oder ich benutze meinen Alarmcode."

Schlurfende Geräusche erklangen, dann glitt die Tür auf. "Komm herein", knurrte McCoy. "Was willst du von mir?"

"Es tut mir so leid, Pille. Ich wollte nie, dass so etwas passiert."

"Nichts ist passiert. Du bist wieder frei. Das ist gut." McCoy stolperte in seinen Sessel und griff nach einem gut-gefüllten Glas, aber Jim war schneller und schob es zur Seite. "Du hast genug gehabt."

"Das geht dich nichts an", knurrte McCoy.

Jim legte seine Hand auf Leonards Schulter. "Ich weiß das mit dir und Ben", sagte er leise.

"Woher weißt du das?"

"Spock hat gehört, wie du auf Taurus II eine Nachricht für ihn aufgenommen hast. Er hat es mir gerade erzählt."

"Diese verdammten vulkanischen Ohren", murmelte McCoy vor sich hin.

"Pille, warum hast du mir nichts davon erzählt. Ich dachte, wir sind Freunde."

"Hast du mir vielleicht von dir und Spock erzählt? Ich musste es zufällig herausfinden, in dem ich in deine Kabine stolperte und euch einander küssen sah."

"Das ist nicht das gleiche. Du weißt doch, wie wichtig Spock seine Privatsphäre ist und er kannte dich damals noch nicht so gut. Also akzeptierte ich seinen Wunsch, unsere Beziehung vorerst geheim zu halten. Aber wir beide sind doch alte Freunde."

"Ich habe davon zuletzt nicht viel bemerkt. Du hattest Spock und ich... fühlte mich einsam. Ben konnte diese Einsamkeit ausfüllen... oder zumindest dachte ich das. Jetzt bin ich mir nicht mehr so sicher." McCoy seufzte. "Ich bin so müde, Jim, und ich weiß nicht mehr, was ich denken und fühlen soll."

Jim zog einen zweiten Sessel heran und setzte sich. "Ich bin hier, Pille, wenn du reden willst. In schwierigen Situationen hast du mir immer einen guten Drink und ein freundschaftliches Gespräch verschreiben. Von ersterem hattest du genug, aber von letzterem..."

McCoy nickte. "Mich mit meinen eigenen Waffen schlagen, was? Gut, du hast Recht. Es begann kurz bevor diesem Zwischenfall mit der Galileo."

/*/*/

"Das war es, Mr. Finney. Ihre Untersuchung ist beendet. Sie sind in ausgezeichneter Verfassung." Leonard McCoy legte seinen Scanner zur Seite und trat von der Liege fort.

Benjamin Finney sprang mit einer geschmeidigen Bewegung auf seine Füße. "Aber da gibt es etwas, über das ich gern mit Ihnen privat sprechen würde, Doktor. Wenn Sie etwas Zeit für mich erübrigen könnten..."

"Natürlich. Sie können nach der Schicht in meine Kabine kommen."

/*/*/

"Er erzählte mir, dass er sich in mich verliebt hätte. Ich war sprachlos... zuerst. Ich meine, ich bin kein Teenager mehr, der sich alle paar Minuten neu verliebt. Und ich habe nicht deinen Ruf des Charmeurs, was erklären würde, warum andere sich mir-nichts-dir-nichts in mich verlieben. Wie auch immer, ich dachte wir beide - Ben und ich - wären lang genug allein gewesen. Warum sollten wir nicht einander helfen? Ich hatte ihn vorher nicht näher gekannt, aber ich stellte rasch fest, dass ich ihn mochte. Ich dachte wirklich, ich hätte mich in ihn verliebt."

Er hielt für einen Moment inne. "Außerdem war er im Bett ein Hengst."

/*/*/

"Oh Gott." Leonard drückte sich ungeduldig zurück, um das harte Glied tiefer in seinen Körper zu fühlen. "Das ist so gut."

"Oh, Len, Len..." Ben Finney wiederholte den Namen seines Geliebten immer wieder, während er ihn wild und hart nahm.

/*/*/

"Zugegeben, ich brauchte auch den Sex. Ich hatte zu lange ohne gelebt. Ich begehrte ihn wirklich, aber er ließ mich nie... ich meine, er wollte immer der dominante Part sein."

/*/*/

Leonards Finger neckte verspielt die versteckte Öffnung. Er wollte ihn gerade hinein drücken, als Finney ihn stoppte. "Nein, Len, nicht jetzt. Lass mich dich zuerst nehmen. Ich bin so geil auf deinen sexy Hintern. Du kannst es mir später besorgen."

Aber das später kam nie.

/*/*/

McCoy schlug seine Hände vors Gesicht. "Wenn ich es jetzt recht bedenke... er hat nie wieder gesagt, dass er mich liebt. Ich fürchte, er brauchte mich nur, um seine Lust zu befriedigen und... was noch schlimmer für mich ist, um herauszufinden, wie er dir schaden könnte. Er lehnte es ab, mit mir zu sprechen, nachdem er inhaftiert war. Jim, möglicherweise ist alles, was mit dir passiert ist, meine Schuld. Wenn ich nicht..."

"Hör auf damit, Pille!" Jim zog Leonards Hände in die seinigen. "Was passiert ist, war nur zwischen Ben und mir. Er war eifersüchtig auf meinen Erfolg. Es hatte nichts mit dir zu tun, bitte glaube mir."

"Aber, wenn ich nicht..."

Jim unterbrach ihn. "Hast du ihm etwas über mich erzählt, was er nicht anderweitig herausfinden konnte?"

"Nein."

"Gut. Dann hör auf, dich mit Vorwürfen zu quälen. Pille, es tut mir so leid für dich. Du verdienst jemanden, der dich wirklich und von ganzem Herzen liebt. Und ich hoffe wirklich, du findest ihn oder sie bald. And ich verspreche dir, mich in Zukunft wieder mehr um dich zu kümmern. Fühlst du dich jetzt besser?"

Leonard nickte. "Danke, Jim, und nun..." Ein schmales Lächeln erschien auf seinen Lippen. "Ich nehme an, Spock wartet schon auf dich."

"Ja, ich sollte wirklich gehen." Jim stand auf, als sich der Türsummer meldete. McCoy gab ihm mit einem kurzen Nicken die Erlaubnis zu öffnen.

Jim war überrascht, als McCoys neuer Assistent, Dr. M'Benga, eintrat. Kirk war wirklich froh, jetzt einen Experten für vulkanische Medizin an Bord zu haben. Er vertraute McCoys Kompetenz, aber wenn es um Spock ging, war es doch besser, zwei gute Ärzte an Bord zu haben als nur einen.

"Ich entschuldige mich dafür, Sie zu dieser späten Stunde zu stören, aber es gibt etwas, dass ich gern mit Ihnen diskutieren würde", sagte M'Benga.

Jim lächelte. Es bestand kein Grund, Pille um diese Zeit aufzusuchen, es sei denn, es gäbe einen Notfall in der Krankenstation. Und in diesem Fall wäre M'Benga nicht so ruhig gewesen oder hätte gleich das Interkom benutzt. Das konnte nur bedeuten, der junge Doktor hatte sich auch Sorgen um seinen Chef gemacht und war gekommen, um sich von dessen Wohlbefinden zu überzeugen.

"Kommen Sie herein, Geoff." McCoy bedeutete seinem Kollegen, Platz zu nehmen. "Gute Nacht, Jim und... danke."

"Gute Nacht, Pille, Doktor."

***

Als Jim seine Kabine betrat, fand er Spock noch immer in seinem Bett liegend vor. "Das ist gut." Er lächelte. "Ich meine, hereinzukommen und dich in meinem Bet zu finden. Daran könnte ich mich gewöhnen."

"Du bist ein geiler Mensch."

Jim lachte laut auf, als Spock den Satz benutze, den er früher am Abend verwendet hatte. Er kickte seine Schuhe beiseite und zog seine Hose aus.

"Wie geht es Doktor McCoy?"

"Besser. Zumindest hoffe ich das. Er fühlt sich schuldig, denkt dass Ben ihn nur benutzt hat, um sich an mir zu rächen. Und er ist einsam. Ich habe unsere Freundschaft zu sehr vernachlässigt in letzter Zeit."

Nun ganz nackt, kletterte Jim ins Bett und küsste Spock. "Ich habe dies nie von dir verlangt", sagte der Vulkanier.

"Ich weiß, Spock. Aber ich genieße unsere Zweisamkeit so sehr, ich möchte einfach keine Sekunde darauf verzichten." Jim kuschelte sich an Spock. "Als ich ging, kam gerade Doktor M'Benga. Er scheint ein netter Kerl zu sein. Und für Pille ist es gut, einen Kollegen an Bord zu haben. Zumindest kann er mit ihm berufliche Themen diskutieren und..."

Er begann eine der grünen Brustwarzen zu liebkosen. Sie verhärtete sich rasch unter seiner Berührung. "Hm, ich bin gar nicht mehr müde", murmelte Jim. "Aber, was ich noch sagen wollte, sie wären ein schönes Paar. Denkst du, ich könnte sie miteinander verkuppeln?"

"Jim!" Spock verschloss Jim den Mund mit einem Kuss - sicherheitshalber - bevor sein Geliebter mit weiteren - seiner Meinung nach gefährlichen - Ideen ankommen konnte.

-Ende-

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