Für immer vereint

Für immer vereint

by T'Len



Romance Code: K/S
Rating: PG-13 (m/m implied)
Summary: Kirk und Spock "heiraten"
Archive: Falls dies wirklich jemand archivieren will, bitte gern, nur lasst mich vorher wissen, wo mein "Baby" steckt.

Disclaimer: Paramount/Viacom gehört das ganze Star Trek Universum plus Inventar. Ich habe die Jungs und Mädels nur für ein bisschen Spass ausgeborgt. Keine Rechte sollen verletzt werden. Keine Kohle wird damit gescheffelt. Es ist nur "fanfiction".

Fortsetzung zu "Valentinstag" und "Nach dem Valentinstag"

The TOS Twins: Stories in deutsch und englisch von Lady Charena und T'Len http://tostwins.slashcity.net


Für immer vereint
T'Len
1999

Jim reckte und streckte sich vorsichtig, um Spock nicht zu wecken. Der Vulkanier schlief noch friedlich neben ihn. Jim blickte ihn voll Liebe an, bewunderte einmal mehr Spocks exotische Schönheit. Er selbst konnte keinen Schlaf mehr finden. In wenigen Stunden würden sie Vulkan erreichen und je näher sie dem Planeten kamen, um so nervöser wurde er.

Seit zwei Tagen befanden sie sich mittlerweile an Bord des Transporters. Natürlich hätten sie das Schiff bald noch verpasst, denn als sie die Brücke verliessen und in seine Kabine gingen, taten sie alles andere, nur nicht packen. Jim lächelte still in sich hinein. Spock hatte recht, er war wirklich unersättlich. 'Aber körperliche Betätigung soll ja gesund sein und fit und jung erhalten.', dachte er. Außerdem war die Leidenschaft ja nicht einseitig, Spock wollte und brauchte Liebe und Zärtlichkeit genauso wie er und er wollte seinem Freund schließlich rundum glücklich machen.

Als sie dann endlich doch im Transporterraum eintrafen, wartete McCoy bereits ungeduldig auf sie. "Ich dachte schon, ihr hättet es euch doch noch anders überlegt.", bemerkte er bissig. Jim wollte gerade Transporterchef Kyle den Befehl zum Beamen geben, als sich die Tür des Transporterraumes öffnete und seine Crew hereinkam. Alle vom Führungsstab waren gekommen: Sulu und Chekov, Uhura und Scotty und sogar Christine Chapel.

"Captain, Mr. Spock", sagte Uhura. "Wir wollten Ihnen noch alles Gute wünschen." Sie reichte ihm ein kleines Päckchen. "Ein besseres Hochzeitsgeschenk haben wir in der Kürze der Zeit leider nicht finden können. Bitte öffnen Sie es erst nach der Zeremonie."

"Danke Uhura", erwiderte Jim erfreut über die Anteilnahme seiner Crew. "Ich weis das sehr zu schätzen. Danke an Sie alle". Auch Spock bedankte sich.

"Dann mal los!", Jim nickte Kyle zu. "Sonst kommen wir wirklich noch zu spät.

Captain Jefferson, der Captain des Transportschiffes, hatte sie persönlich empfangen, hoch erfreut darüber, einmal so prominenten Besuch an Bord zu haben. Zu Jims großer Überraschung hatten er und Spock dann eine Einzelkabine bekommen. Normalerweise war es bei solchen kleinen Kurzstreckentransportern nicht üblich, den Luxus separater Kabinen für einzelne Passagiere zu haben. Jim vermutete deshalb, dass extra einer der Offiziere sein Quartier für sie geräumt hatte. Da sich auch niemand wunderte, dass er die Kabine mit Spock zusammen bezog, nahm er zudem an, dass Uhura dem Captain des Transporters etwas signalisiert hatte, damit er und Spock es ja auch wirklich bequem hatten. Und er war dafür sehr dankbar, konnten sie doch so ihre Zweisamkeit weiter in Ruhe genießen.

Sicher hätte Captain Jefferson gern mehr von seinem prominenten Besuch gehabt, doch niemand wagte, Spock oder ihn mit Fragen oder Bitten zu belästigen. McCoy war auch so taktvoll, sich nicht blicken zu lassen und so hatten sie es sich zwei Tage lang in der Kabine gemütlich gemacht. Spock erzählte Jim weiterhin viel von seiner Heimat und Jim begann seinen Freund immer besser zu verstehen.

Er merkte auch, dass Spock Recht gehabt hatte, was die mentale Verbindung zwischen ihnen betraf. Er spürte, dass sie immer tiefer wurde und er genoß es, Spock seine Gedanken und Gefühle ohne Worte mitzuteilen und im Gegenzug an den Gedanken und Gefühlen des Vulkaniers teilzuhaben. Sie verschmolzen immer mehr zu einer Einheit. Ein Geist in zwei Körpern, wie Spock es vorausgesagt hatte.

***

Jim wußte nun auch, wie Spock zu seiner Familie stand. Er kannte das gespannte Verhältnis seines Geliebten zu dessen Vater. Schon damals auf der Reise nach Babel, als Sarek und Amanda an Bord der Enterprise gewesen waren, hatte er bemerkt, dass da wohl einiges nicht stimmte. Aber damals konnte er sich nicht näher damit befassen. Ein Haufen Diplomaten an Bord, von denen der eine dem anderen nicht grün war, ein Mörder, der sich zudem als orionischer Spion entpuppte, ein orionisches Raumschiff, welches die Enterprise angriff, Sareks Herzanfall, die dadurch nötige Operation und seine eigene Verwundung - all das hatte ihn so in Atem gehalten, dass er die Beziehung seines vulkanischen ersten Offiziers zu seinen Eltern nicht in den Mittelpunkt seiner Aufmerksamkeit rückte.

Nun wusste er, dass Spock gegen den Willen seines Vaters zur Sternenflotte gegangen war. Sarek hatte verlangt, dass er, der Familientradition folgend, in den diplomatischen Dienst ging. Doch Spock hatte seinen eigenen Willen durchgesetzt, erkennend, dass nur die Sternenflotte ihm eine wahre Heimat geben konnte. Nur dort konnte er so sein, wie er nun einmal war: Ein vulkanisch- menschlicher Mischling, des Beste zweier Welten - wie Jim fand.

Sarek hatte seinem Sohn immer für zu menschlich gehalten. Und Jim wußte nun, wie sehr Spock unter der väterlichen Zurückweisung gelitten hatte, wie verzweifelt er sich bemüht hatte, dem strengen Vater zu gefallen. Seine Mutter Amanda hätte ihm sicher gern all ihre menschliche Liebe gegeben, doch aus Respekt ihrem Mann gegenüber, mußte sie sich zurückhalten, so schwer es ihr auch gefallen sein mochte. Jim wußte nun auch, wie sehr Spock sich sein ganzen Leben lang nach Liebe und Zuneigung gesehnt hatte und er war froh, ihm das alles jetzt geben zu können.

Als Spock zur Sternenflotte ging, hatte Sarek jahrelang nicht mehr mit seinem Sohn gesprochen. Sogar seiner geplanten Hochzeit mit T'Pring blieb er fern. Mit Schaudern dachte Jim an seine damaligen Erlebnisse auf Vulkan zurück. Spock wäre damals fast gestorben und das wegen einer Frau, die ihn nicht im Geringsten zu schätzen wußte, von lieben ganz zu schweigen. Er dachte daran, wie eine eiskalt berechnende T'Pring, dann ihn zum Kampf gegen seinen Freund gezwungen hatte. Hätte McCoy nicht zur List mit dem Medikament gegriffen, wäre er jetzt tot und Spock wäre wohl an den Selbstvorwürfen zu Grunde gegangen.

Unverrückbar blieb aber die Tatsache, dass sie gegen die heiligen Traditionen Vulkans verstoßen hatten. Jim war froh, dass T'Pau, nachdem Spock ihr alles erklärt hatte, von irgendwelchen Schritten gegen ihn Abstand nahm. Es wäre nicht auszudenken gewesen, wenn das eigenmächtige Handeln eines Starfleet Captains die diplomatischen Beziehungen zwischen der Erde und Vulkan belastet hätte. Das hätte die ganze Föderation in ihren Grundfesten erschüttern können.

Jetzt war Jim klar, dass er schon damals aus tiefer Liebe zu Spock handelte, als er versuchte, ihn vor einem Kampf mit Stonn zu beschützen. Nur war ihm das damals noch längst nicht bewußt gewesen. Nun, wo seine Gefühle klar und offen waren, war sein Wunsch, Spock zu beschützen noch weitaus größer. Und er fragte sich, ob ihn das in den Nächsten Tagen würde gelingen können.

Er wollte nicht, dass Spock seinetwegen -Ärger auf Vulkan bekam oder sich noch mehr mit der Familie entzweite. Wahrscheinlich würde Sarek seine Wahl als unlogisch und allzu menschlich ansehen. Und T'Pau - wie würde sie auf ihn reagieren?

"Du musst dir keine Sorgen machen, alles wird gut", sagte Spock plötzlich.

Jim sah seinen Freund überrascht an. Er war so in Gedanken versunken gewesen, dass er gar nicht bemerkt hatte, wie der Vulkanier erwachte. "Was meinst du?", fragte er überrascht.

Spock lächelte ihn an und gab ihm dann einen langen Guten-Morgen-Kuss. "Du musst dich daran gewöhnen, dass deine Gedanken auch immer mehr die meinigen werden. Wenn du dich so intensiv mit mir befaßt, bekomme ich das mit."

"Es tut mir leid", erwiderte Jim. "Ich wollte dich nicht wecken und mit meinen Sorgen belasten".

"Das macht nichts". Spock legte seinen Arm um Jim und zog ihn an sich. "Ich bin sicher, T'Pau hat verstanden, warum du und der Doktor damals so handeln mußten. Und mein Vater wird unsere Verbindung ebenfalls gut heißen."

***

Jim begann zu schwitzen, kaum dass sie auf Vulkan materialisiert waren. Aus den Augenwinkeln sah der Captain, dass es McCoy nicht anders erging. So extrem hatte er die Schwerkraft und Temperatur von Vulkan gar nicht mehr in Erinnerung gehabt. Jim dachte, er hätte sich durch seine Aufenthalte in Spocks Kabine etwas daran gewöhnen können, aber ganz offensichtlich hatte der Vulkanier das Ambiente in seinen Räumlichkeiten doch nicht so extrem gestaltet, wie es auf seinem Heimatplaneten natürlich war. 'Er schätzt also durchaus auch menschliche Bequemlichkeit', dachte Jim und war doch etwas überrascht darüber, dass Spock ihn immer noch überraschen konnte..

Der Captain der Enterprise sah sich etwas genauer um. Sie waren im Garten von Spocks Elternhaus materialisiert, welches am Rande der vulkanischen Hauptstadt lag. Viel wuchs hier nicht, dazu war es einfach zu heiß und trocken.

Da traten Sarek und Amanda aus dem Haus. Jim versteifte sich unwillkürlich angesichts der Aura von Autorität, die Sarek umgab. Er spürte Spocks Anspannung und versuchte, dem Vulkanier einen aufmunternden Blick zuzuwerfen. So wie Spock ihm auf der Brücke der Enterprise beigestanden hatte, als er ihre Beziehung der Besatzung erklärte, war es nun an ihm, seinem Partner zu helfen. Also bemühte er sich, seine eigenen -Ängste und Zweifel beiseite zu schieben, nur positiv zu denken und diese Gedanken auf Spock zu fokussieren.

Spock begrüßte seine Eltern förmlich. Dann wandte sich Sarek Kirk und McCoy zu. "Herzlich willkommen in meinem Haus, Captain, Doktor", sagte er.

"Danke Botschafter", antwortete Jim. "Es ist uns eine Ehre hier sein zu dürfen. Madame, wie geht es Ihnen?" Freundlich nickte er Amanda zu.

Spocks Mutter erwiderte den Gruß. "Es ist schön, Sie wiederzusehen. Ich freue mich, dass Sie an Spocks großem Tag bei uns sind."

Verwundert sah Amanda sich um. "Und wo hast du deine Braut versteckt, Spock?"

Jim blickte Spock an, der nervös schluckte. "Laßt uns bitte ins Haus gehen. Dort ist es für Jim, ähem .. den Captain, und Doktor McCoy angenehmer. Ich werde dann alles erklären."

"Das ist logisch", bemerkte Sarek. "Kommen Sie bitte herein."

"Betrachten Sie unser Haus auch als das Ihrige und fühlen Sie sich ganz wie Daheim.", ergänzte Amanda.

Amanda ging voran, gefolgt von ihrem Mann und Leonard, der froh war, der sengenden Sonne Vulkans entfliehen zu können.

Jim legte Spock beruhigend seine Hand auf den Arm und sah ihn fest in die Augen. "Ich liebe dich und wir werden das gemeinsam durchstehen.", flüsterte er.

Spock nickte "Ich liebe dich auch. Und danke!" Dann gingen sie hinein.

Jim war nicht überrascht, das Haus genau so vorzufinden, wie er es in Spocks Gedanken gesehen hatte. Im Inneren war es angenehm kühl, eine Klimaanlage sorgte dafür. Ein menschlicher Luxus, den Sarek sich seiner Frau zu Liebe leistete, wie er wußte. Auch sonst bot die Einrichtung einen interessante Stilmix irdischer und vulkanischer Kultur. 'Das Beste zweier Welten', dachte Jim, 'Genau wie Spock'.

Amanda bat sie, im Empfangszimmer Platz zu nehmen. "Möchten Sie etwas trinken", fragte sie. "Ich habe extra auch etwas Alkoholisches besorgt, normalerweise haben wir so etwas ja nicht im Haus, da weder mein Mann noch mein Sohn Alkohol trinken, aber bei so einem Anlaß, macht man natürlich eine Ausnahme."

"Ich möchte keinen Alkohol, danke", antwortete Jim. "Wenn Sie einen Saft hätten, wäre es nett".

"Natürlich habe ich das. Und Sie Doktor?"

Leonard blickte zu Jim und Spock. Er fühlte sich sichtlich Unwohl in der momentanen Situation. Trotz Klimaanlage schwitzte er immer noch. Spocks und Jims Anspannung lag förmlich greifbar in der Luft. Außerdem fühlte er sich hier irgendwie fehl am Platz. Das war schließlich eine Familienangelegenheit! Was wollte und sollte er eigentlich hier? 'Sie sind deine Freunde Leonard und sie brauchen dich', rief er sich zur Ordnung. 'Ein Brandy zur Beruhigung wäre jetzt trotzdem nicht schlecht.' Aber er wollte nicht als Einziger Alkohol trinken. Also sagte er: "Ich nehme auch einen Saft" und erntete dafür überraschte Blicke von Jim und Spock.

Amanda kam mit den Gläsern zurück. Als sie Platz genommen hatte, sah sie ihren Sohn auffordernd an. "Verrätst du uns nun, wo deine Braut ist? Ich bin doch begierig, meine Schwiegertochter kennenzulernen."

Spock holte tief Luft. 'Nur Mut, ich bin bei dir', dachte Jim und hoffte, dass sein Freund den Gedanken empfangen konnte. Der Vulkanier blickte ihn an und seine dunklen Augen signalisierten Dankbarkeit.

"Mutter, Vater, ich nehme an, das Ganze wird euch ziemlich überraschen und sicher nicht gefallen. Ich bitte euch aber trotzdem um eure Zustimmung zu meiner Wahl." Er legte Jim zärtlich eine Hand auf den Arm. "Ich möchte mich mit Jim binden".

Der Captain sah, wie Amandas Augen sich überrascht weiteten. 'Sicher ist sie jetzt ziemlich enttäuscht, dass es mit Enkelkindern nichts wird', dachte Jim. Er selbst hatte, bevor sie die Enterprise verliessen, seiner eigenen Mutter eine Nachricht gesandt. Er wußte, daß sie es verstehen würde. Er war schon früh seine eigenen Wege gegangen, das war sie gewöhnt. Außerdem hatte sie in seinem Neffen Peter ja einen Enkel. Aber Spock war Sareks und Amandas einziges Kind und er würde es mit Sicherheit auch bleiben. Da mochte die Enttäuschung weitaus größer sein. 'Welche menschliche Frau wäre nicht gern Großmutter?'

Sarek nahm die Nachricht unbewegt auf. Eindringlich ruhte sein Blick auf Kirk, wanderte dann zu seinem Sohn. "Es überrascht mich nicht. Eine logische Wahl.", sagte er schließlich. Jim war dafür um so mehr überrascht. Zum einen fand er es etwas verwunderlich, seine Beziehung zu Spock als logisch bezeichnet zu sehen, zum anderen hätte er irgendwie eine heftigere, ablehnendere Reaktion von Spocks Vater erwartet.

"Sie stimmen unserer Verbindung also zu?", fragte er hoffnungsvoll.

Sarek nickte. "Mein Sohn wählt seine eigenen Wege im Leben. Ich mußte erkennen, daß ich mich dem nicht in den Weg stellen kann. Ich verhehle nicht, daß mir ein vulkanischer Partner lieber gewesen wäre, aber wenn es so Spocks Wahl ist und auch die Ihrige, Captain, werde ich meine Zustimmung nicht verweigern."

"Danke Vater", erwiderte Spock. "Mutter?"

Amanda lächelte sie an. "Ich gebe zu, daß Ganze kommt für mich wirklich überraschend. Ich wußte, daß ihr gute Freunde seid, aber das hätte ich nicht erwartet. Auch wenn ich meine Hoffnung, eines Tages Enkelkinder zu haben, begraben muß, Die Hauptsache ist, daß du glücklich bist. Meinen Segen habt ihr beiden."

Sie wandte sich zu Jim. "Sie werden schon noch merken, und glauben Sie mir, ich spreche aus Erfahrung, was es heißt einen Vulkanier zu lieben. Die sind nicht immer ganz unkompliziert."

Jim lächelte. "Ich weiß, Madame. Aber damit kann und will ich leben". Liebevoll blickte er Spock an.

"Wann wollt ihr die Verbindung eingehen?", fragte Sarek.

"So bald wie möglich", antwortete Spock.

"Ich habe T'Pau gleich nach dem Eingang deiner Nachricht informiert, aber natürlich konnte ich ihr bisher noch keine Einzelheiten nennen. Ich werde mich gleich mit ihr in Verbindung setzen.", bemerkte sein Vater und erhob sich.

"Wird sie es verstehen?", fragte Jim besorgt. Nachdem die erste Hürde so glimpflich genommen war, wollte er nicht noch an T'Pau scheitern.

"Ich bin sicher, sie wird eurer Verbindung nicht im Wege stehen", antwortete Sarek und ging hinaus.

"Jetzt hole ich aber doch etwas Champagner.", sagte Amanda. "Darauf müssen wir doch anstoßen."

Als sie hinausgegangen war, sagte Spock zu Jim: "Du mußt meinetwegen nicht immer auf Alkohol verzichten, wenn du welchen trinken möchtest."

"Aber es macht mir nichts aus, darauf zu verzichten.", erwiderte Jim. "Und außerdem hast du ja ganz Recht, daß Alkohol ungesund ist."

McCoy verdrehte die Augen und murmelte etwas von "Was die Liebe so alles möglich macht."

Amanda kehrte mit fünf Gläsern Champagner zurück. Als sie Jim eines reichte, fragte sie: "Darf ich dir das du anbieten, Jim? Du bist ja nun bald auch mein Sohn."

Der Captain lächelte. "Es ist mir eine Ehre, Amanda."

"Und wenn du mal einen Tip zum richtigen Umgang mit Vulkaniern brauchst, ich stehe dir gern mit Rat und Tat zur Seite.", ergänzte Spocks Mutter lächelnd. Jim sah, wie Spock seine Mutter tadelnd anblickte und mußte ebenfalls lächeln.

Doch bevor er etwas sagen konnte, kam Sarek zurück und sagte: "T'Pau ist informiert und einverstanden. Sie wird die Zeremonie morgen durchführen."

Jim hob sein Glas und lächelte Spock liebevoll an. "Dann laß uns auf unsere gemeinsame Zukunft trinken, mein Freund."

Ende Teil 1

Title: Für immer vereint 2/2 Author: T'Len Series: TOS Romance Code: K/S Rating: PG-13 (m/m implied) Summary: Kirk und Spock "heiraten" Archive: Falls dies wirklich jemand archivieren will, bitte gern, nur lasst mich vorher wissen, wo mein "Baby" steckt.

Disclaimer: siehe Teil 1

Jim ließ sich ziemlich müde und erschöpft auf Spocks Bett sinken. Dabei blickte er sich im Zimmer seines Liebsten um, das ihn so vertraut vorkam, wie sein eigenes zu Haus auf der Erde. Der rege Gedankenaustausch zeigte auch hier seine Wirkung.

Nach einem gemeinsamen Abendessen hatten sich alle zurückgezogen. Die Zeremonie des morgigen Tages warf ihre Schatten voraus und jeder wollte dafür frisch und ausgeruht sein. Er war erst einmal unter der Dusche verschwunden, um den Staub und die Hitze Vulkans abzuspülen. Während nun Spock unter der kühlen Dusche stand, bereitete Jim das Bett für die Nacht vor.

"Ich hatte zwei Gästezimmer für euch vorbereitet", hatte Amanda nach dem Essen zu ihm und McCoy gesagt. "Aber ich schätze mal, Jim, daß du lieber bei Spock sein möchtest."

Jim war froh und dankbar dafür, daß Spocks Eltern ihre Verbindung so mit Fassung aufnahmen. Wenigstens dahingehend war seinem Freund jeder Ärger erspart geblieben. Aber das Sarek ihre Beziehung als logisch bezeichnet hatte, fand er trotzdem irgendwie seltsam.

Als der Vulkanier aus der Dusche zurückkam, sprach er seine Gedanken laut aus. "Ich bin froh, daß deine Eltern nichts gegen unsere Verbindung haben, aber daß Sarek sie als logisch ansieht, will mir nicht in den Kopf. Mir scheint sie das glatte Gegenteil zu sein."

Spock setzte sich zu ihm aufs Bett. "Das dachte ich erst auch, aber er hat Recht." "Wieso?", fragte Jim. "Nun wir zwei haben in vielen Dingen die gleichen Interessen. Wir arbeiten zusammen. Wir kennen uns schon sehr lange und sehr gut, d.h. wir wissen, worauf wir uns mit dem jeweils anderen einlassen. Ich denke, das sind gute Voraussetzungen für eine dauerhafte Beziehung."

"Und", fügte er lächelnd hinzu, "Ich liebe dich über alles".

Jim legte seinen Arm um Spocks Schultern, zog ihn so näher zu sich heran. "Ich liebe dich auch über alles und ich kann den morgigen Tag kaum noch erwarten, aber etwas möchte ich dich vorher noch fragen."

"Was hast du auf dem Herzen?"

"Mich würde interessieren, wie das zukünftig bei dir mit dem Pon Farr ist? Betrifft dich das nicht mehr, weil du mit einem Mann zusammen bist?"

Spock schüttelte den Kopf. "Nein, es ist ein Urinstinkt meines Volkes, der die Erhaltung der Art sichern soll. Es wird uns nicht erspart bleiben, auch wenn es in unserem Fall total sinnlos ist."

Jim lachte. "Wir können es ja mal probieren, vielleicht klappt es mit dem Kind. Bones, freut sich bestimmt, wenn er eine medizinische Sensation vermelden kann."

Spock blickte seinen Partner mit gespielter Mißbilligung an. "Manchmal bist du unmöglich albern, Jim!", rügte er. "Die Sache ist ernst. Ich werde dann alles andere als ein einfühlsamer Liebhaber sein. Du weißt, daß ich dann weder meine Gefühle noch meine Kräfte unter Kontrolle halten kann."

"Das macht nichts", antwortete Jim. "Solange deine Gefühle nur mir gehören. Mit deinen Kräften werde ich schon fertig. Wie werden alles zusammen durchstehen, was auch immer in Zukunft auf uns zukommen mag. Das verspreche ich dir."

"Danke Jim!" Spock zog ihn näher an sich. "Laß uns nicht mehr reden."

Er begann Jim leidenschaftlich zu küssen und zu streicheln. Verwundert hielt er inne, als er merkte, daß Jim seine Zärtlichkeiten nicht erwiderte.

"Was ist los, Jim? Hast du keine Lust? Das kenne ich ja gar nicht von dir."

"Spock, deine Eltern schlafen nebenan, irgendwie hemmt mich das.", gestand Jim.

Spock lächelte. "Keine Angst, die Wände sind dick genug, sie werden nichts hören. Und außerdem: Denkst du, meine Eltern haben keine Ahnung von Sex? Was denkst du, wie ich sonst entstanden bin?"

"Deine Argumente sind wie immer total logisch", antwortete Jim mit einem schelmischen Funkeln in den Augen. Er küßte Spock zärtlich, streichelte dann sanft über seine spitzen Ohren und betrachtete die exotische Schönheit seines Partners voll lustvollem Verlangen. "Dann laß uns mal unsere letzte Nacht als Junggesellen ordentlich genießen."

***

Jim Kirk nestelte nervös an seiner vulkanischen Robe herum. Wie aufgeregt er war.

Nervös blickte er sich auf dem Platz des Koon-ut-Kal-if-fee um, in dessen Mitte er und Spock standen. Spocks Eltern und Leonard befanden sich einige Schritte hinter ihnen. Die Erinnerungen an seinen letzten Aufenthalt hier waren noch viel zu lebendig. Und dies waren bekanntlich nicht die besten Erinnerungen.

'Keine Angst, diesmal geht alles gut. Ich liebe Dich!' Jim lächelte, als er Spocks Stimme in seinen Gedanken vernahm. Bald würde es immer so sein, jeden Moment des Tages und der Nacht und er konnte es kaum noch erwarten. 'Für immer vereint, im Leben wie im Tod.'

Er war froh, die Zustimmung aller ihm und Spock wichtigen Personen zu haben. Auch wenn sich an ihrer Beziehung sicher nichts geändert hätte, hätte ihnen irgend jemand seinen Segen verweigert, so war es ihm doch lieber, allgemein akzeptiert zu werden. Irgendwelche Heimlichtuereien blieben ihnen so wenigstens erspart.

Spocks Eltern hatten ihn am Morgen noch einmal bekräftigt, daß sie seiner Verbindung mit Spock positiv gegenüber standen. Sarek äußerte, daß es eine Ehre wäre, eine solch bekannte Persönlichkeit von tadellosem Ruf, wie Jim, in der Familie zu haben. Und Amanda gestand ihm, daß sie froh sei, daß Spock einen menschlichen Partner gewählt hatte.

"Ich bin sicher, das er durch dich, seine menschliche Hälfte besser annehmen und ausleben kann", sagte sie zu Jim. Und sie gestand Jim auch, daß sie in gewissem Sinne etwas eifersüchtig auf ihn war, da er nun etwas mit Spock teilen konnte, was ihr als Spocks Mutter durch seine vulkanische Erziehung leider immer verschlossen blieb: Seine tiefsten Gefühle.

Kurz bevor sie sich zum Platz der Zeremonie begaben, hatte Sarek ihm noch drei Botschaften übermittelt, die für ihn am Morgen eingetroffen waren. Die erste stammte von Jims Mutter. Sie wünschte ihrem Sohn viel Glück. Natürlich war auch sie überrascht, daß er plötzlich seine Liebe für einen Mann entdeckt hatte. Zu Jims großer Freude sah sie aber darin kein Problem und bat ihn, bei nächster Gelegenheit Spock mit nach Iowa zu bringen, damit sie ihn kennenlernen konnte.

Die zweite Nachricht stammte von Admiral Chamberlain. Er übermittelte im Namen von Starfleet Command seine Glückwünsche. Jim war froh zu lesen, daß auch ihre Vorgesetzten keine Probleme mit ihrer Verbindung hatten und deren besonderem Charakter bei zukünftigen Einsätzen Rechnung tragen würden.

Nachricht Nummer drei stammte von Scotty, der Jim wissen ließ, daß sie frühestens in zehn Tagen abgeholt würden. Die Reparaturarbeiten würden länger dauern als gedacht, hatte er noch angefügt. Jim wußte, daß Scotty sich nie verrechnete. Wenn er sagte, eine Arbeit werde so lang dauern, dann stimmte das auf die Sekunde genau. Das wäre jetzt garantiert nicht anders gewesen. Wahrscheinlich hatte der Chefingenieur beschlossen, die Wartungsarbeiten etwas gründlicher als nötig durchzuführen, um so für seinen Captain und seinen ersten Offizier noch etwas mehr Urlaubszeit herauszuschinden. 'Danke Scotty, ich weiß das sehr zu schätzen.', dachte Jim glücklich.

Er spürte Spocks starke Präsenz neben sich. Der Vulkanier trug die selbe verzierte Robe wie er. In der flimmernden Hitze Vulkans wirkte Spock auf Jim noch exotischer als sonst. Jim versuchte, genauso ernst und würdevoll dreinzublicken, wie sein Freund. Doch es fiel ihm schwer. Vor Freude hätte er das ganze Universum umarmen können. 'Bald sind wir für immer eins, mein Liebster', dachte er. Ein Blick aus Spocks dunklen Augen signalisierte ihm, daß der Vulkanier verstanden hatte.

'Hauptsache T'Pau macht uns nicht noch einen Strich durch die Rechnung.', dachte Jim gerade, als die würdevolle Matriarchin den Platz betrat. Sie musterte alle Anwesenden eindringlich. Jim fühlte sich unwohl unter ihrem stechenden Blick. Aus den Augenwinkeln sah er, wie McCoy nervös den Blick senkte, als T'Pau ihn musterte.

"Ich hoffe, Captain, sie kommen diesmal mit unserem Klima besser zurecht und der Doktor hat seine Medizin zu Hause gelassen.", sagte sie schließlich nach einer quälend langen Minute des Schweigens.

Jim versuchte T'Paus Blick fest zu erwidern. "Madame, es tut mir leid, das wir damals ..."

T'Pau unterbrach ihn. "Lassen wir die Vergangenheit ruhen, Captain. Was geschehen ist, ist geschehen. Aus ihrer menschlichen Sicht, handelten sie damals durchaus logisch."

Sie blickte Spock an. "Und jetzt scheint es mir im Nachhinein noch weitaus verständlicher. Schon damals handeltet ihr beiden wohl, wenn auch unbewußt, aus tiefer Verbundenheit zueinander. Immerhin war Spock der erste Vulkanier, der im Plak Tow sprach, als er um das Leben seines Captains flehte."

T'Pau straffte sich "Laßt uns beginnen."

Sie bedeutete Jim und Spock sich vor ihr niederzuknien. Spock warf seinem Kameraden noch einen liebenden Blick zu, dann ließen sie sich in den Staub sinken.

"James Kirk, die bist kein Vulkanier. Es ist meine Pflicht, dich zu fragen, ob du dir der Bedeutung des Schrittes einer dauerhaften Verbindung bewußt bist, bevor wir fortfahren", sagte T'Pau.

Jim hob den Kopf und nickte. "Spock hat mir alles erklärt. Ich bin mir aller Konsequenzen bewußt und ich bin für diesen Schritt bereit."

Er wußte, daß es eine Verbindung mit weitreichenden Konsequenzen war. Spock hatte ihm erklärt, daß sie, einmal geschlossen, nie wieder zu lösen war, daß sie beide sich nie wieder für längere Zeit trennen konnten und das der Tod des einen auch den Tod des anderen nach sich ziehen konnte, da sie nicht mehr in der Lage sein mochten, ohne den jeweils anderen zu existieren.

Aber all dies schreckte Jim nicht, im Gegenteil, es erschien ihm geradezu verlockend und erstrebenswert. Ein anderer Partner kam für ihn sowieso nie mehr in Betracht. Die Aussicht, immer mit Spock zusammen zu sein, war herrlich. Und sollte eines, hoffentlich noch fernen, Tages einer von ihnen sterben, so konnte er sich nichts Schöneres vorstellen, als auch diesen letzten, endgültigen Schritt gemeinsam zu gehen. Was auch immer sie dann erwarten würde, ob nun schwarze Leere oder ein Leben im Jenseits, sie würden auch dann vereint sein. Was konnte es Herrlicheres geben, als so eine totale Einheit zweier Liebender für immer und ewig! 'Ja, ich bin dafür bereit', dachte er.

T'Pau berührte beide an den Schläfen. Jim spürte, wie ihr Geist langsam in seinen eindrang. Er bemühte sich, sich nicht zu sehr dagegen zu wehren. "Ich sehe eure tiefe Bestimmung füreinander. Solch intensive Verbindungen sind auch auf Vulkan selten. Euer Geist gehört zusammen, möge es für immer und ewig so sein.", sagte T'Pau.

Sie löste ihre Finger wieder und Jim spürte, wie sich ihr Bewußtsein wieder aus dem Seinigen zurückzog.

"Eure Verbindung ist so stark, ihr braucht nicht meine Hilfe, um sie zu vollenden.", sagte sie. "Nach den Gesetzen Vulkans seid ihr nun ein Paar, der Rest liegt in eurer Hand. Frieden und langes Leben euch beiden." Dann entfernte sie sich.

Spock stand auf und zog Jim auf die Füße. "War das alles?", fragte der Captain enttäuscht. Irgendwie hatte er sich das Ganze anders vorgestellt. Sein Bewußtsein fühlte sich nicht anders an als vorher.

"T'Pau hat die geistige Verbindung zwischen uns nicht, wie normalerweise bei dieser Zeremonie üblich, hergestellt", erklärte Spock. "Sie meint, daß wir das selbst und ohne ihre Hilfe tun können, weil unsere Bindung bereits so tief ist."

Jim nickte. "Ich schätze, daß ist angenehmer, als wenn sie tiefer in unseren Gedanken rumgestochert hätte, nicht wahr?", fragte er. "Aber wann ...?"

"Heute Abend", versprach Spock. Und leise fügte er hinzu "Ich verspreche dir, du wirst diese Nacht nie vergessen."

Leonard trat an sie heran. "Jetzt darf ich wohl gratulieren?", fragte er.

Spock nickte. "Wenn sie möchten, Doktor".

"Nun", der Arzt lächelte. "Diesmal hat mir die Zeremonie weitaus besser gefallen als beim letzten Mal. Also meinen Glückwunsch, Spock, Jim."

Spocks Eltern schlossen sich den Wünschen an und dann sagte Amanda. "Wir sollten zurück zum Haus. Ich habe ein kleines Hochzeitsmenü vorbereitet."

"Vulkanisch oder irdisch?", fragte McCoy.

"Keine Angst, es ist für jeden Geschmack etwas dabei. Das beste zweier Welten, wie bei den beiden auch."

***

'Endlich allein!', dachte Jim glücklich. Er und Spock saßen im Empfangszimmer vor den Resten des Hochzeitsmahles. Amanda hatte recht behalten, es war wirklich für jeden Geschmack etwas dabei gewesen und so waren sie alle rundum satt geworden.

"Laßt den Rest stehen", hatte sie noch gesagt, bevor sie ging. "Ich räume morgen auf."

Jim war froh, daß Spocks Eltern so taktvoll gewesen waren, sie an diesem Abend allein zulassen. Man wolle sich mit einem befreundeten Ehepaar in der Stadt treffen und dann dort übernachten, hatte Sarek erklärt. Beide Vulkanier seien Ärzte und sehr gespannt darauf, den berühmten Doktor McCoy persönlich kennenzulernen, fügte er noch an.

Leonard hatte alles andere als begeistert dreingeschaut, angesichts der Aussicht, den Abend bei fachlichen Diskussionen mit logischen Vulkaniern verbringen zu müssen. Doch glücklicherweise war er taktvoll genug gewesen, keinen Widerspruch zu erheben. Natürlich war auch ihm klar, daß Spock und Jim an diesem besonderen Abend lieber allein sein wollten. So war er denn mit Sarek und Amanda abgezogen.

"Was machen wir jetzt?" Jim sah Spock fragend an.

"Das mußt du noch fragen?", erwiderte der Vulkanier und stand auf. Auch Jim erhob sich und plötzlich fand er sich auf den starken Armen seines Partners wieder.

"He, was soll das!", protestierte er lautstark.

"Ich habe über irdische Hochzeitsbräuche nachgelesen", antwortete Spock. "Demnach trägt der Bräutigam seine Braut in der Hochzeitsnacht über die Türschwelle des Schlafzimmers. Das soll böse Geister abhalten und Glück bringen."

"So siehst du unsere Beziehung also?", bemerkte Jim. "Du bist der starke Mann und ich die schwache Frau."

"Natürlich nicht. Ich sehe uns als gleichberechtigte Partner. Du kannst mich gern nach oben tragen, wenn du möchtest."

"Laß mal, ich glaube, du bist mir zu schwer. Ich möchte meine Flitterwochen nicht im Krankenhaus verbringen müssen, weil ich mich verhoben habe", lachte Jim. "Na also, worauf wartest du noch!", ergänzte er auffordernd

Als Spock Jim auf seinem Bett abgesetzt hatte, fragte er. "Möchtest du dich erst etwas erfrischen?"

Jim nickte. "Es wäre ganz angenehm, erst den Staub und die Hitze des Tages loszuwerden." Schelmisch funkelte er Spock an. "Kommst du mit unter die Dusche?" "Gern!"

Eng umschlungen standen sie unter der Dusche und ließen das herrlich kalte Wasser auf ihre Körper rieseln. Jim spürte einmal mehr die warme Präsenz von Spocks Liebe in seinem Bewußtsein.

Irgendwann stellte der Vulkanier dann das Wasser ab, hob ihn hoch und trug ihn erneut zum Bett. "Es wird ja alles naß!", protestierte Jim schwach.

"Das trocknet auch wieder", erwiderte Spock.

Dann sah er Jim fragend an. "Bist du bereit?"

Jims Herz klopfte vor Aufregung und Vorfreude auf das Kommende bis zum Hals, als er nickte.

Langsam näherten sich Spocks Finger seinen Schläfen. "Dein Geist zu meinem Geist.", murmelte er. Jim spürte, wie Spocks Bewußtsein in seinen Geist eindrang. Diesmal war es anders als all die Male zuvor. Irgendwie ging es tiefer. Spock schien bis in seine hintersten Winkel vorzudringen und gleichzeitig öffnete der Vulkanier seinen eigenen Geist vollkommen für Jim. In Gedanken stellte Jim sich vor, wie sein eigenes Bewußtsein Spocks entgegen sprang, wie sie einander durchdrangen und schließlich zu einem Geist verschmolzen. Dann spürte er eine lange Zeit gar nichts mehr als nur noch grenzenlose Liebe.

Als Jim wieder einigermaßen klar denken konnte, fand er sich und Spock eng umschlungen auf dem Bett liegend. Ihm wurde bewußt, daß sie sich nach der seelischen Vereinigung auch körperlich vereinigt hatten und sie beide dabei eine nie gekannte Befriedigung erfuhren. Und er spürte Spocks Präsenz in seinem Geist. Das Band zwischen ihnen war nun hergestellt und sie waren ein Geist in zwei Körpern, wie Spock es vorausgesehen hatte.

Jim lächelte glücklich. 'Nie mehr allein, für immer vereint!', dachte er.

'Ich liebe dich Jim', flüsterte Spocks Stimme in seinen Gedanken.

'Ich liebe dich auch, Spock', gab er zurück. 'Für immer und ewig!'

Ende

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