Frühstück im Bett

Frühstück im Bett

von Lady Charena und T'Len
ladycharena@aol.com und tlen@freenet.de



Serie: TOS
Paarung: K/S
Code: NC-17, Tuppertrek
Archiv: GSSU, Fanfiction Paradies, andere bitte fragen.
Feedback: hier oder an ladycharena@aol.com oder tlen@freenet.de
Summe: Nichts klappt, wie es soll. Juni-Challenge

Hinweis. Dies ist ein weiterer Ausflug ins Tuppertrek-Universum unserer schrecklich netten K/S-Familie. Mehr von ihr findet ihr in unserem Zine "Shaik". Infos auf der Homepage

The TOS Twins: Stories in deutsch und englisch von Lady Charena und T'Len http://tostwins.slashcity.net

Disclaimer: Paramount/Viacom gehört das ganze Star Trek Universum plus Inventar. Ich habe die Jungs nur für ein bisschen Spaß ausgeborgt. Keine Rechte sollen verletzt werden. Keine Kohle wird damit gescheffelt. Es ist nur "fanfiction" und wer zu jung ist, sollte woanders spielen gehen.


"Jim!?" Spock blinzelte sein Bondmate, welches ihm gerade mit einem stürmischen Kuss geweckt hatte an... und stutze. Eine grüne Strumpfhosen war in sein Gesichtfeld gekommen - inklusive einem Paar kräftiger Beine, die ohne jeden Zweifel seinem t'hy'la gehörten.

Der Vulkanier ließ seine Augen höher schweifen - und stellte fest, dass Jim ganz in Grün gekleidet war - bis hin zu einem kleinen Hütchen auf den Kopf. Spock wölbte eine Braue. "Jim, was soll diese Verkleidung?"

Kirk drehte sich stolz einmal um die eigene Achse. "Ich bin Robin Hood, der Rächer der Armen."

Spock gestattete sich innerlich ein gänzlich unvulkanisches Seufzen. Jims Vorliebe für alte Bücher und historische Figuren nahm schon altvertraute Züge an. Aus Erfahrung wusste der Vulkanier, was nun - unvermeidlich - kommen musste...

Innerlich resignierend fragte er sich, welche Rolle sein t'hy'la wohl diesmal für ihn vorgesehen hatte. Wenn er sich recht erinnerte, gab es in der Originalvorlage auch einen Mönch und... eine Frau...

Jim ließ ihn nicht lange im unklaren, über die ihn zugeteilte Rolle und schwenkte ein Kostüm vor Spocks Augen, das irgendwie nach einer Mischung aus Fell und Leder aussah.

"Sie hatten im Kostümverleih leider keinen weiteren Hood-Charakter", erklärte er. "Dafür habe ich Herkules mitgebracht, Zeus Sohn." Er beugte sich hinunter und ließ eine Hand suggestiv über Spocks nackte Brust wandern. "Du bist doch mein starker Krieger."

Er stibitzte noch schnell einen Kuss, dann richtete er sich wieder auf. "Ich mache uns erst mal ein schönes Frühstück. Wir wollen doch unseren letzten Tag ohne Kinder richtig genießen."

Spock nickte und Vorfreude prickelte in ihm. Tommy und Sara hatten zwei Wochen Ferien bei Jims Mutter in Iowa gemacht. So ganz ohne die Kleinen - zum ersten Mal seit Jahren - da war es zwischen ihm und seinem Bondmate nicht gerade zugegangen wie im Mädcheninternet.

Jim eilte zur Tür. "Ich freue mich schon auf den Nachtisch", rief er Spock noch rasch über die Schulter zu - und schon war er weg.

Spock warf einen Blick auf den Nachttisch, wo Jims neueste antiquarische Eroberung lag. Er nahm das Buch zur Hand und als Titel: "Die Leiche im Bus. " Er fragte sich, welches Rollenspiel Jim wohl daraus wieder ableiten würde.

///

"SPOCK!!", tönte es aus der Küche.

Der Vulkanier ließ das Buch fallen und setzte sich ruckartig auf. Geübt, auch jede Nuance in der Stimme seines Bondmates zu deuten, verhieß *der* Ton nichts Gutes. Spock warf eine Robe über und war in Rekordzeit im Erdgeschoss.

Auf den ersten Blick ließ sich nichts Ungewöhnliches in der Küche entdecken. Keine Mäuse. Kein Qualm aus dem altmodischen Toaster, den Jim unbedingt hatte haben wollen. Keine Überschwemmung, weil wieder einmal jemand vergessen hatte, den Wasserhahn am Abend zuvor richtig zuzudrehen... Nur das schmutzige Geschirr vom Vorabend stapelte sich noch in der Spüle. Sie hatten besseres zu tun gehabt, als sich darum zu kümmern.

"Jim?", fragte er - denn sein Bondmate war ebenfalls abwesend.

"Ich bin hier. Im Garten. Das musst du dir ansehen.

Der Stimme folgend, trat Spock durch die Hintertür in den Garten. Jim stand an der Grenze zu Belinda Kuris Grundstück und spähte durch die Hecke.

"Was ist passiert?" Spock trat zu seinem Bondmate. "Jim, wenn Miss Kuri dich erwischt, dann..."

"Unsinn", unterbrach ihn Jim. "Sie ist doch gestern mit Jaqueline in die Ferien gefahren. Erinnerst du dich nicht? Sara war ganz enttäuscht, weil sie doch eigentlich zusammen die Sommerferien verbringen wollten."

"Ah ja." Spock zog die Robe enger um sich. Es war zwar Sommer, doch der Morgen kühler, als ihm behagte. "Und was ist nun los? Ich dachte, du wolltest uns Frühstück machen?"

"Ja, aber als ich in die Küche kam, sah ich irgend etwas auf ihrem Grundstück blitzen. Und jetzt sieh' dir das an..." Jim hielt mit beiden Händen die Hecke auseinander, so dass der Vulkanier hindurch und auf das Nachbargrundstück sehen konnte. "Da - auf der Terrasse. Ein Baum mit goldenen Äpfeln. Das ist doch nicht zu fassen, oder? Vollkommen geschmacklos."

"Das *ist* sicherlich eine Frage des Geschmacks", erwiderte der Vulkanier vorsichtig neutral. "Aber Jim, können wir jetzt zurück ins Haus, ja? Unser Frühstück...

Das letzte, was Spock heute wollte, war wieder eine endlose Diskussion über ihre Nachbarin, die sich in den Kopf gesetzt hatte, Jim in allem zu übertrumpfen. Der vorläufige Höhepunkt war nun damit erreicht, dass sie Jims neueste Erwerbung - einem goldenen Gartenzwerg (von dessen Kauf Jim zu Spocks Leidwesen nicht abzubringen gewesen war) - diesen Baum mit goldenen Äpfeln entgegensetzte.

Doch so leicht war sein Bondmate nicht abzulenken. Also griff Spock zu... handfesteren... Argumenten. Er schob die Hand in den hinteren Bund der engen grünen Hose.

"Mmmmhhhhmmmm..." Jim schnurrte fast. Und hatte es plötzlich sehr eilig, ins Haus zurück zu kehren.

///

"Weißt du was?", flüsterte Jim, als er sich von Spocks Lippen löste, um Atem zu schöpfen. "Warum frühstücken wir nicht im Bett? Du ziehst das Herkules-Kostüm an und dann testen wir mal, was du über griechische Liebe weißt.

Nach einem Moment des Zögerns nickte Spock. Ohne Kostüm wäre ihm zwar lieber gewesen...

"Wundervoll", meinte Jim begeistert. "Holst du schon mal den Danone-Joghurt aus dem Kühlschrank? Ich setze dann Tee auf.

Spock tat, wie ihm geheißen. Joghurt im Bett. Er hoffte wirklich, dass die Kostüme leicht zu reinigen waren... Er verteilte den Joghurt auf zwei Schälchen - seit dieser aus Soja- statt aus tierischer Milch hergestellt wurde, hatte Spock durchaus eine gewissen Vorliebe für dieses Produkt entwickelt. Er stellte sie auf ein Tablett und legte zwei Löffel dazu, die jedoch wie so oft wohl letztlich unbenutzt bleiben würden...

"Wir haben keine einzige saubere Tasse mehr", seufzte Jim.

Der Blick des Vulkaniers glitt zu dem Geschirrberg in der Spüle. Wieso wunderte ihn das nicht einmal...

"Na gut, dann spüle ich uns eben rasch zwei ab. Ich muss nur rasch den Toast... So." Jim steckte die Brotscheiben in den altmodischen Brotröster und machte sich dann auf die Jagd nach den Tassen. Er summte leise vor sich hin, als er sich vorbeugte, den Wasserhahn aufdrehte und die erste Tasse unter den Strahl hielt. .

"Yiiiieeekkk!", quietschte Jim erschrocken, als er plötzlich von seinem Bondmate gegen die Spüle gepresst wurde, seine Hand - die die Tasse hielt - zuckte hoch und verspritzte Wasser in der näheren Umgebung. "Musst du mich so erschrecken?

"Verzeih' mir, t'hy'la", raunte der Vulkanier in ein rundes Ohr, sich noch etwas enger an ihn schmiegend. "Aber diese grüne Strumpfhose sitzt wirklich sehr eng...", begleitet von einem Biss in sein Ohrläppchen. "Und als du dich über die Spüle gebeugt hast..." Jim drehte den Kopf herum und verschloss ihm den Mund.

So kam es, dass der Qualm, der aus dem Toaster quoll, etwas verspätet von ihnen registriert wurde.

"Verdammt, der Toast brennt." Jim befreite sich hastig aus der Umarmung seines Bondmates - und löschte das Feuer. Mit der Tasse, die er noch immer in der Hand hielt, goss er Wasser über die Flammen, die aus den beiden Schlitzen an der Oberseite drangen. Funken sprühten aus dem überschwemmten Toaster - und Spock kam ihm endlich auch zu Hilfe und zog den Stecker. Mit einer Gabel fischte Jim das verkohlte Brot heraus, betrachtete traurig die Überreste seines heißgeliebten Toasters.

"Jim, ich..."

Anklagend hob Kirk die Gabel mit den verkohlten Brotscheiben. "Mein schöner Toaster ist hin. Ist dir klar, wie schwer und wie teuer es war, ein funktionstüchtiges Modell zu finden?"

"Jim, es tut mir sehr leid. Es lag nicht in meiner Absicht..."

"Tu' mir einen Gefallen, Spock", unterbrach ihn Jim. "Bitte warte oben im Schlafzimmer auf mich."

///

Eine halbe Stunde - und nun doch replizierten Toast - später, war das größte Chaos in dre Küche beseitigt und Jim machte sich mit einem gut gefüllten Tablett auf den Weg ins Schlafzimmer.

"Frühstück ist fertig!", rief er von der Tür und bekam...

...ein leises Schnarchen zur Antwort. "Verdammt!" Vor sich hin fluchend und sein gemütliches Frühstück mit "Nachtisch" schon den Bach runter gehend; setzte Jim das Tablett auf den Nachttisch ab. Dann wollte er sich zu Spock beugen, um ihn mit einem Kuss zu wecken.

Im letzten Moment besann er sich eines anderen. Spock lag auf dem Rücken, seinen nackten Oberkörper doch gar zu verführerisch präsentierend. Diese Chance konnte er sich einfach nicht entgehen lassen.

Leise griff er nach einem der Schälchen mit Joghurt sowie nach einem Löffel und tröpfelte die cremige Flüssigkeit aufs Spocks Brustwarzen. Erst die rechte, dann die linke - ,genau 38 mal in der Sekunde', dachte er begeistert und meinte damit wohl eher in der Minute.

Jim betrachtete sein Werk zufrieden - Spock sah wirklich zum Anbeißen aus - beugte sich dann zum noch immer schlafenden Vulkanier hinab. Plötzlich schoss eine menschliche Zunge hervor und leckte über die weiße Masse. Aber noch immer war außer den ruhigen Atemzügen des Schlafenden nichts zu hören.

Leicht empört über so viel Ignoranz - vor allem angesichts der Tatsache, dass der Vulkanier sich vorhin kaum hatte beherrschen können - war Jim nun doch etwas verärgert und er griff zu ,härteren' Mitteln.

Diesmal waren es menschliche Zähne, welche sich dem Joghurt widmeten - und zwar indem sie mit Intensität durch ihn schnitten, bis sie eine grüne Brustwarze erreichten, um nicht allzu zärtlich jene zu zwicken.

"Jim!" Nun, dass hatte ganz offensichtlich gewirkt. Spock war wach und nachdem er die Situation erfasst hatte, zögerte er nicht lang und zog sein Bondmate auf sich.

Jim erwiderte den Kuss, sich dabei eng an Spock reibend, doch plötzlich drang etwas Feuchtes auf seinem Oberkörper in sein Bewusstsein und er löste sich hastig vom Vulkanier. "Du verschmierst mein Kostüm", protestierte er. "Was das wieder an Reinigung kostet. Sei doch vorsichtig."

Spock, immer praktisch veranlagt, wusste Rat. "Dann zieh es aus." Das Funkeln, welches dabei in seinen Augen glitzerte, ließ Jim nicht lange zögern.

Er langte gerade nach dem Bund seiner Strumpfhose, als sich der Türsommer meldete. Er seufzte. "Wer kann das denn sein?", blickte dann sein Bondmate auffordernd an. "Geh du, ich kann so nicht." Vielsagend zeigte er auf die Wölbung, welche sich in seiner Strumpfhose abzeichnete.

Spock deutete nur stumm auf seine verschmierte Brust. Jim seufzte erneut und warf sich rasch einen Morgenmantel über. "Nicht weggehen. Ich bin gleich zurück. Und nicht ohne mich weitermachen!", befahl er.

///

Vor der Tür stand...

...seine Mutter mit den Kinder im Schlepptau.

"Hallo, Jim. Tommy und Sara hatten so Sehnsucht nach euch. Da habe ich sie einen Tag früher zurück gebracht."

Ende

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