Frosty, der Schneemann

Frosty, der Schneemann

von T'Len
tlen2@freenet.de



2004
Fandom: ST TOS
Paarung: K/S, Mc/Sc
Altersangabe: PG-15
Hinweise: Humor, Tuppertrek
Feedback: tlen2@freenet.de
Summe: Von Schneemännern und Schneevulkaniern.

Disclaimer: Leider gehören mir die Jungs und Mädels nicht. Ich habe sie nur für ein bisschen Fanfiction-Spaß ausgeborgt. Damit sollen keine Urheberrechte verletzt werden. Und natürlich wird damit nichts verdient. Beachtet die Altersangabe und geht wo anders spielen, wenn ihr zu jung seit oder euch am Thema stört. Vielen Dank an Lady Charena fürs Beta.


"Meine armen Babys." Liebevoll wischte Leonard den Schnee von seinen argelianischen Lilien und richtete sie wieder auf. Jim und seine verdammte Schneekanone. Wer wollte schon in Kalifornien Schnee zu Weihnachten haben? Auf diese Schnapsidee konnte nur ein Jim Kirk kommen. Wenn er wenigstens nur seinen eigenen Garten "beschneien" würde. Aber immer wieder hatte sich in den letzten zwei Tagen genug vom Kunstschnee auch in den Nachbargarten verirrt. Und Scotty hatte gestern mit seiner Liebeserklärung seinen geliebten Pflanzen noch den Rest gegeben. Aber rührend war es ja gewesen, das musste er zugeben. Nur etwas unanständig auch, in den Schnee zu pi..., also echt, der Mann hatte manchmal Ideen. Schlimmer als ein Kleinkind.

"Daddy holt euch noch etwas Wasser", sagte Len und richtete sich auf. Er hatte gerade ein paar Schritte Richtung Gartenlaube gemacht, als er stutzte und stehen blieb.

Vom Nachbargrundstück "grüßten" zwei riesige Schneemänner herüber. Leonard schüttelte den Kopf. Jim war manchmal wirklich ein großes Kind. Doch neugierig geworden trat Len näher und betrachtete die kalten Gesellen.

Sie hatten jeweils zwei "Kullern" als Körper und eine weitere als Kopf. Steine und Möhren fungierten als Augen und Nase. An dem hinteren der beiden entdeckte er spitze Ohren. Und er sah jeweils eine weitere Möhre, die aufrecht weiter unten in den Schneemännern steckte. Wobei die Möhre des hinteren quasi ins Hinterteil des vorderen ging.

"Das darf doch nicht wahr sein", murmelte "Len. "Der Schneemann fi..."

"Hallo, Pille." Wie aus dem Nichts tauchte Jims Kopf hinter den Schneemännern auf. "Gefallen sie dir?"

"Das ist eine Sauerei sondergleichen", knurrte Leonard und deutete auf die fragliche Möhre.

Jim grinste. "Sei doch nicht so humorlos, Pille. Auch Schneemänner wollen ein bisschen Spaß haben."

"Humorlos?", schnappte Leonard. "Ich bin nicht humorlos. Aber ich will nicht, dass meine Kinder so eine Schweinerei sehen. Deine mögen das ja gewöhnt sein, aber meine sind ordentlich erzogen."

Jims Lächeln erstarb. "Nun mach’ aber mal halblang, Pille. So schlimm ist es ja nun wirklich nicht."

"Das ist ein halber Porno", giftete Len. "Wie soll ich das den Kindern erklären?"

"Sag ihnen doch einfach, so werden die kleinen Schneemänner gemacht", schlug Jim ihm erneut grinsend vor.

Doch Leonard fand das gar nicht lustig. "Manchmal frage ich mich, ob du je erwachsen wirst", sagte er. "Und es ist mir ein Rätsel, wie Starfleet dir je das Kommando über ein Raumschiff anvertrauen konnte."

"Hey!" Nun war aber auch bei Jim Schluss mit lustig. Seine Karriere beleidigte keiner ungestraft, auch nicht sein bester Freund. Schließlich war er nicht für umsonst der jüngste Captain in der Flottengeschichte gewesen – und der erfolgreichste.

Noch ehe Leonard richtig mitbekam, was geschah, hatte Jim sich gebückt und einen Schneeball geformt. Mit voller Wucht traf das kalte Geschoss Len am Kopf.

"Aua!", schrie dieser auf. Mit einer Geschwindigkeit, die Jim ihm gar nicht zugetraut hätte, sprang er über den kleinen Zaun, der beide Gärten trennte, und stürmte auf Jim zu. Dieser duckte sich rasch hinter den Schneemännern, so dass Len gegen den Schnee-Spock prallte. Dieser verlor daraufhin seinen Kopf.

"Du hast meinen Spock kaputt gemacht!", schrie Jim. "Na warte, das gibt Rache!"

Er raffte so viel Schnee wie möglich auf und stürzte sich auf Len, ihm den Schnee ins Gesicht und den Kragen drückend. McCoy schrie auf.

"Jim, was ist denn hier los?" Spocks Stimme ließ die beiden Streithähne schließlich auseinanderfahren. Auch Scotty kam jetzt angerannt, um zu sehen, was denn den Lärm verursacht hatte, der bis ins Wohnzimmer gedrungen war.

"Er hat meinen Schneemann beleidigt und kaputt gemacht", rief Jim und deutete anklagend auf Len.

"Ich will nicht, dass diese Perverslinge hier stehen bleiben", antwortete dieser und zeigt seinerseits auf die Möhre. "Ich denke da nur an unsere Kinder."

Spock besah sich die Corpus Delicti näher und unterdrückte nur mit Mühe ein Schmunzeln. Das war mal wieder typisch Jim und sein Humor. Doch er konnte auch verstehen, dass Len die Szene etwas - nun ja - heikel fand.

Kurzentschlossen beugte sich der Vulkanier zu Jim und flüsterte ihm etwas ins Ohr. Sofort verschwand Jims Flunsch und lächelnd verschwand er im Haus, ohne die Nachbarn noch eines Blickes zu würdigen. Auch Leonard war stumm abgerauscht.

Spock zögerte noch einen Moment, beugte sich dann zu den Schneemännern und entfernte die zwei fraglichen Möhren, steckte sie in die Hosentasche. Als er gehen wollte, hielt Scotty ihn zurück.

"Sag mal, wie hast du Jim so schnell beruhigt. Vielleicht hilft das auch bei Len?", fragte er.

"Ich habe ihm gesagt, er soll ins Haus gehen, dann werde ich ihm schon den Schneemann machen", erwiderte Spock.

-Ende-

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