Das erste Mal

Das erste Mal

by T'Len
tlen@freenet.de



Serie: TOS
Paarung: m/?
Code: PG-13
Archiv: GSSU, Fanfiction Paradies, andere bitte fragen.
Summe: Mai-Challenge, ein etwas außergewöhnliches "erstes Mal"

The TOS Twins: Stories in deutsch und englisch von Lady Charena und T'Len http://tostwins.slashcity.net

Disclaimer: Paramount/Viacom gehört das ganze Star Trek Universum plus Inventar. Ich habe die Jungs nur für ein bisschen Spaß ausgeborgt. Keine Rechte sollen verletzt werden. Keine Kohle wird damit gescheffelt. Es ist nur "fanfiction" und wer zu jung ist, sollte wo anders spielen gehen.

Für Lady Charena mit Dank für ihre nie nachlassende Inspiration. Dies ist mit Sicherheit das ungewöhnlichste Paar, dass ich mir bisher vorstellen konnte.


Das erste Mal
T'Len
2001

Naraht blieb überrascht stehen, als die Tür zu seiner Kabine aufglitt. Ein riesiges Etwas hatte es sich genau in der Mitte des Raumes bequem gemacht.

Neugierig rutschte der junge Horta näher, den Tribble dabei mit all seinen Sinnen neugierig "betrachtend". Er fand diese Fellknäuel faszinierend. Leider war er noch nicht an Bord der Enterprise gewesen, als diese ihnen zum ersten Mal begegnete, aber Sulu hatte ihm angesichts des neuesten "Zwischenfalls" alles erzählt.

Diesmal vermehrten sich die Tribbles jedoch nicht, wenn sie gefüttert wurden, sondern wuchsen nur. Das braun-goldene Fellbündel in seinem Raum hatte schon fast die gleiche Größe wie der Horta erreicht.

Naraht glitt noch ein Stückchen näher und streckte vorsichtig seine Fransen aus, um seinen Besucher zu berühren. Überrascht wich er kurz darauf ein Stückchen zurück, denn der Tribble hatte zu vibrieren und schnurren begonnen.

Der Horta erweiterte seine mentale Sphäre. ,Ich heiße Naraht und du brauchst keine Angst haben', sandte er eine gedankliche Botschaft an den Fremden. ,Trrrrrr-sssssssttttt', kam es zurück.

Naraht war sich nicht sicher, ob dies ein Name sein sollte oder der Tribble nur einfach ein mentales Geräusch von sich gegeben hatte. Niemand hatte gesagt, dass die Fellknäuel intelligente Wesen waren, anderseits hatte sich - aufgrund ihrer Fremdartigkeit - bisher vielleicht auch niemand die Mühe gemacht und versucht, Kontakt mit ihnen aufzunehmen. Immerhin hatten die Menschen auch seine Mutter zuerst nicht für ein intelligentes Lebewesen gehalten.

Naraht tastete mit seinen Fransen erneut nach dem Tribble. Als er ihn berührte, hatte er das Gefühl, gleich mehrere Selbstsphären würden ihm antworten. Er ließ seine Fransen vorsichtig weiter über das weiche Fell gleiten. Schließlich verdichteten sich die Stimme zu einem Chorus ,Gut. Mehr.', erklang es in seinem Kopf.

Die Vibrationen des Tribbles wurden stärker und schienen sich auf ihn zu übertragen. Er spürte ein eigenartiges Schwingen in seinem Körper. Nichts unangenehmes, eher im Gegenteil. Naraht kippte instinktiv zur Seite, um das Fellknäuel ganz mit seinen Fransen umschließen zu können.

,Schöööööön.', wisperte der Tribble in Narahts "Kopf". Der Horta fand das auch. Wohlige Wärme, die von seinem Gefährten ausging, durchströmte ihn. Gleichzeitig war da jedoch ein stetig zunehmendes Prickeln. Jedes seiner Moleküle schien in Schwingung zu geraten. Das fühlte sich wirklich gut an.

Er hatte so etwas noch nie erlebt und fragte sich, was das alles zu bedeuten hatte. Dann fiel ihm plötzlich etwas ein.

Bevor er seine Heimatwelt verließ, hatte seine Mutter ihm von etwas berichtet, was die Menschen Sex nannten. Eine Vereinigung von Körpern und - manchmal - auch Seelen, zum Zwecke der Fortpflanzung, hauptsächlich jedoch des gegenseitigen Vergnügens wegen.

Und hatte seine Mutter nicht ebenfalls berichtet, dass diese Art des Kontaktes auch zwischen den Horta üblich gewesen war - in jener alten Zeit, als sie nicht die einzige Vertreterin ihrer Generation gewesen war? Und dass die junge Generation es eines Tages auch erfahren würde?

Naraht fragte sich, ob das, was er jetzt spürte, etwas mit all dem zutun hatte. Immerhin vereinigte er ja seinen Geist und einen Teil seines Körpers mit dem Tribble. Er musste später unbedingt jemand danach fragen. Vielleicht den Captain? Oder Mr. Spock?

Dr. McCoy hatte ihm doch erklärt, dass die beiden ein Paar sind und er deshalb nicht ständig Mr. Spock Komplimente wegen seiner attraktiven Ohren machen dürfe, da der Captain sonst womöglich eifersüchtig werde. Die beiden wussten bestimmt etwas über den sogenannten Sex der Kohlenstoff-Lebewesen.

Doch im Moment fiel ihm das Denken immer schwerer. Dafür nahm das Zittern seines Körpers weiter zu. Und dieses prickelnde Gefühl ebenso. Und die wohlige Wärme.

Er drückte den Tribble enger an sich und sandte seine Empfindungen in den mentalen Kosmos ihres Kontaktes. Der Tribble antwortete, indem er einige Haare seines weichen Felles über die empfindliche Unterseite des Horta gleiten ließ, begleitet von immer lauter werdendem Schnurren.

,Oh!' Naraht gab einen überraschten Laut von sich, als sich die Schwingungen in seinen physischen und mentalen Körper plötzlich verdichteten und in einer großen Woge über ihm zusammenzuschlagen schienen.

Dann kippte er wieder zur seine Unterseite und schlief zufrieden ein. Gleich neben ihm platzte ein riesiger Tribble und viele kleine Fellbündel ergossen sich über die ganze Kabine.

-Ende-

Anmerkung: Der Horta Naraht stammt aus den Büchern "Die Romulaner" und "Der Feind, mein Verbündeter" von Diane Duane, die Riesen-Tribble aus der TOS-Zeichentrickfolge "Mehr Trouble mit Tribbles"

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