Er

Er

von T'Len (2000)
tlen2@freenet.de



Serie: TOS
Paarung: K/S
Code: R, Humor
Feedback: tlen2@freenet.de
Summe: Wer spricht da wohl?

Disclaimer: Paramount/Viacom gehört das ganze Star Trek Universum plus Inventar. Ich habe mir nur einen Teil davon für ein bisschen Spaß ausgeborgt. Keine Rechte sollen verletzt werden. Keine Kohle wird damit gescheffelt. Es ist nur "fanfiction" und wer zu jung ist oder sich am Thema stört, sollte wo anders spielen gehen.

Vielen Dank an Lady Charena fürs Beta.

Erschienen in "Nevasa - Liebe inmitten der Sterne 1". Für mehr Informationen klickt hier.


Hallo!

Heute möchte ich Ihnen mal meine Sicht der Dinge erzählen. Ich denke nämlich, hier sind mal einige Irrtümer aufzuklären. Viele Leute beneiden mich ja immer und denken, ich hätte den tollsten Job des ganzen Universums, nur weil ich Captain Kirk so nah bin, wie viele es gern wären. Aber glauben Sie mir, so einfach ist das nicht. Dieser Kerl kann ganz schön anstrengend sein.

Und mein Job ist auch nicht das Gelbe vom Ei. Oder möchten Sie den ganzen Tag nutzlos rumhängen? Noch dazu eingesperrt in solcher Enge? Und am Abend sollen Sie dann auf Kommando arbeiten und das womöglich noch mehrere Male hintereinander. Und wehe, Sie haben mal keine Lust. Dann ist gleich Panik angesagt.

Glauben Sie mir, ich habe es nicht einfach mit meinem Besitzer. Wehe ich entwickle mal Eigeninitiative weil mir tagsüber zu langweilig wird. Dann heißt es gleich: "Jetzt nicht" oder "Das passt nun aber gar nicht." Und schon wird man wieder unterdrückt.

Und dann erst diese engen Starfleetuniformen. Ich möchte gern mal denjenigen erwischen, der sich diese Dinger ausgedacht hat. So was von unbequem. Sitzen Sie darin mal den ganzen Tag eingequetscht im Kommandosessel. Da verabschiedet sich glatt ihre Blutzufuhr. Und angenehm auf der Haut ist der Stoff auch nicht gerade.

Ganz zu schweigen von praktisch. Mein Besitzer schleppt mich ja immer auf sonst welche Planeten. Ist es eine Eiswüste, friere ich mir glatt was ab. Ist es ein Wüstenplanet, schwitze ich wie in der Hölle und dieser blöde Polyesterstoff juckt und klebt an mir. Schrecklich. Erst recht, wo mein Besitzer üblicherweise keine Unterhosen trägt. Da kriege ich gleich alles doppelt ab. Aus erster Hand so zusagen.

Und dann erst die sinnlosen Kämpfe in die er sich andauernd verwickelt. Ne, ich habe es wirklich nicht leicht. Bei so manchem Tritt dachte ich schon, es ist aus mit mir und ich werde nie wieder aufstehen können. Anderseits manchmal hängen wir wochenlang nur nutzlos auf der Brücke rum und langweilen uns zu Tode. Das ist auch nicht sonderlich erbaulich

Aber auch die "Nahkämpfe" meines Besitzers hatten es in sich. Was ich da schon gesehen habe. Ich könnte Bücher schreiben. Rassen über Rassen. Manchmal war es das reinste Ratequiz bis ich endlich gefunden hatte, wo ich eigentlich hin sollte. Ob ich im Endeffekt immer an der richtigen Stelle war? Ich bin mir heutigentags gar nicht mehr so sicher. Ich bin doch auch nur ein Mensch und kein Exobiologe.

Aber diese "wilden" Zeiten sind ja nun vorbei seit mein Besitzer mit Spock zusammen ist. Gebunden nennen es die beiden wohl. Spock ist okay. Ich mag ihn gern. Außerdem ist so ein Vulkanier ungeheuer praktisch.

Spock ist so schön warm, wenn ich mich müde an ihn kuschle. Aber eigentlich bin ich ja selten müde, wenn Spock bei uns ist. Ich sagte Ihnen ja schon, meine Arbeitszeit beginnt zumeist am Abend und dann dauert sie oft die ganze Nacht. Gibt es gegen so was eigentlich keine gewerkschaftlichen Verbote? Man(n) will doch auch mal schlafen.

Aber ich will mich nicht beschweren. Mit Spock macht der Job echt Spaß. Ich schmuse gern ein bisschen mit meinem vulkanischen Kollegen rum. Zuerst war ich ja etwas eifersüchtiger, weil er größer ist als ich. Und das Grün steht ihm auch gut. Aber mittlerweile kommen wir gut miteinander aus.

Und Spock selbst ist richtig nett zu mir. Was der alles mit mir anstellt, ich könnte Ihnen ganze Romane erzählen. Seine Hände zum Beispiel fühlen sich so gut an mir an. Er ist immer so sanft und zärtlich zu mir. Da kann ich einfach nicht anders, als mich ihm entgegenzustrecken.

Und sein Mund erst! Das ist einfach unglaublich, wenn er mich küsst oder seinen Mund um mich schließt. So warm und angenehm. Da muss man einfach extra lang und dick werden. Nur schade, dass mein Besitzer oft so wenig Selbstbeherrschung besitzt und alles viel zu schnell vorbei ist. Mein Kollege ist da besser dran.

Und dann gibt es natürlich noch meine Lieblingsbeschäftigung: Mich in Spock zu verstecken. Ich sage Ihnen, dass fühlt sich vielleicht himmlisch an. So schön eng und stimulierend. Ach, ich kann es gar nicht beschreiben. Ich könnte für immer und ewig dort bleiben. Aber ich sagte ja schon, mein Mensch hält es irgendwann nicht mehr aus.

Außerdem will mein vulkanischer Kollege auch öfters mal dran und in meinen Besitzer rein. Da kann man halt nichts machen, als auf das nächste Mal zu warten. Glücklicherweise dauert das meistens nicht sehr lange. Über Arbeitsmangel kann ich mich wirklich nicht beklagen.

Und wenn ich so darüber nachdenke, habe ich es doch eigentlich mit meinem Besitzer ganz gut getroffen. Er war immer nett zu mir. Vor allem zu den Kollegen Händen habe ich ein gutes Verhältnis gehabt. Seit Spock da ist, sehe ich sie allerdings seltener.

Irgendwie würde ich mich gern mal ein bisschen recken und strecken. Der Gedanken an Spock und meinen vulkanischen Kollegen machen mich ganz wuschelig.

Oh, ich sehe, mein Besitzer steht auf. Diese Schicht ist wohl zu Ende. Es war nett, mit Ihnen zu plaudern, aber jetzt muss ich Schluss machen. Bald wird wohl Arbeit auf mich zukommen.

-Ende-

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