Weihnachtsempfang

Weihnachtsempfang

von T'Len
tlen2@freenet.de



2004
Fandom: ST TOS
Paarung: K/S
Altersangabe: R
Feedback: tlen2@freenet.de
Disclaimer: Leider gehören mir die Jungs und Mädels nicht. Ich habe sie nur für ein bisschen Fanfiction-Spaß ausgeborgt. Damit sollen keine Urheberrechte verletzt werden. Und natürlich wird damit nichts verdient. Vielen Dank an Lady Charena fürs Beta.


"Jim!" Leonard McCoy stupste den zu seiner Rechten sitzenden Jim Kirk an und zischte: "Ich habe dich etwas gefragt."

"Entschuldige", murmelte der Captain der Enterprise. "Ich war in Gedanken woanders."

"Das habe ich bemerkt", erwiderte McCoy.

Jim grinste entschuldigend und dachte 'Ja, aber du hast keine Ahnung, wo ich war.' Er war nämlich gerade damit beschäftigt, seine Hand auf dem Oberschenkel des rechts neben ihm sitzenden Spock zu platzieren, was der Vulkanier mit dem Heben einer Augenbraue kommentierte.

"Was wolltest du wissen, Pille?", fragte Kirk. Er hoffte, der Arzt würde bald Ruhe geben und er könnte seine Aufmerksamkeit wieder auf andere, wichtigere Dinge richten. Es gab kaum etwas Langweiligeres als den Weihnachtsempfang im Hauptquartier der Sternenflotte, fand er. Bedauerlicherweise war die Enterprise gerade zur Überholung im Raumdock und die Crew auf Heimaturlaub. Somit hatte man an höchster Stelle natürlich erwartet, dass der Captain und sein Führungsstab als Gäste daran teilnahmen. Er, Spock, Pille und Scotty saßen nun schon seit einer Ewigkeit, wie es ihm schien - in Wirklichkeit war es erst eine Stunde - an einem gemeinsamen Tisch und lauschten den verschiedenen Rednern mehr oder minder aufmerksam. In Jims Fall eher weniger. Er konnte es wirklich kaum noch erwarten, seinen Urlaub anzutreten. Den ersten gemeinsamen mit Spock, seit sie zusammen waren, und er war fest entschlossen, davon keine Sekunde zu vergeuden. So fernab ihrer üblichen Pflichten wollte er Spock mit dem einen oder anderen irdischen Weihnachtsbrauch bekannt machen, besonders mit dem des Mistelzweiges.

"Ich wollte wissen, ob nach Nogura noch einer redet", antwortete Leonard.

Jim blätterte mit der linken Hand - die Rechte wanderte derweil unter dem Tisch Spocks Schenkel ein weiteres Stück nach oben - in der ganz altmodisch auf dickem Papier gedruckten Tagesordnung, die vor ihm auf dem Tisch lag. "Er ist der Letzte", sagte er schließlich.

"Den Raumgeistern sei Dank, ich bin bald verhungert", flüsterte Scotty.

"Wenn er weiter die ganze Geschichte der Sternenflotte aufzählt, braucht er aber noch Stunden", bemerkte McCoy.

Jim hörte schon gar nicht mehr hin, sondern ließ lieber seine Hand mutig dort hin vorstoßen, wo keine andere Hand je hinkam. Spock wölbte auch seine zweite Augenbraue und flüsterte ein warnendes: "Jim" seinem Partner zu.

Doch Kirk ließ sich davon nicht beeindrucken. Ihm war langweilig. Ihn interessierte die Rede des Flottenbefehlshabers kein bisschen. Er wollte endlich seinen Urlaub beginnen - und genießen. Das hatte er sich ja wohl verdient. Statt dessen musste er hier als Vorzeigepüppchen rumsitzen. Über ihre mentale Verbindung schickte er Spock ein Bild dessen, was er mit ihm zu tun gedachte, wenn dieser Empfang endlich vorüber war.

Spock zuckte kurz zusammen, dann spürte Jim, wie der Vulkanier seine mentalen Schilde errichtete und ihn damit abblockte. Dann wurde seine Hand sanft, aber bestimmt, auf seinen eigenen Oberschenkel zurückgeschoben. "Spielverderber", flüsterte Jim. Spock beachtete ihn gar nicht. Er schien vielmehr voller Konzentration dem Vortrag zu lauschen.

Unbeeindruckt davon legte Jim seine Hand zurück auf den Oberschenkel des Vulkaniers und versuchte gleichzeitig, die mentale Barriere zu durchdringen. Er konnte für einen kurzen Augenblick einen leichten Hauch von Verärgerung über sein Verhalten vom Vulkanier empfangen, dann waren die Schilde wieder intakt. Jim störte sich nicht daran. Er wusste schließlich nur all zu gut, welche Leidenschaft unter der so beherrschten Maske des Vulkaniers schlummerte. Ein bisschen davon hier in aller Öffentlichkeit herauszukitzeln erschien ihm genau die richtige Herausforderung, um die Langeweile zu überbrücken. Ihm war natürlich bewusst, dass er ein bisschen mit dem Feuer spielte und Spock mit seinem provokanten Verhalten verärgern mochte. Aber er wäre nicht der jüngste Captain der Flotte geworden, wenn er das Risiko scheute. Außerdem wusste er, dass Spock ihm nie lange böse sein konnte. Spock ein bisschen aus der Reserve zu locken - hier in aller Öffentlichkeit - war einfach zu verführerisch.

Er ließ seine Hand wieder wandern, bis Spock sie erneut resolut von sich schob.

Plötzlich spürte Jim, wie etwas an seinem Bein kitzelte und sich vorsichtig daran entlang schob. Spocks Hand?, überlegte er. Nein beide lagen ineinander verschränkt auf dem Tisch. Jim lugte vorsichtig unter die Tischdecke und sah, wie sich der Fuß des Vulkaniers unter sein Bein schob. Wie macht er das?, fragte sich Jim. Spock starrte mit unbewegtem Gesicht nach vorn und schien konzentriert der Rede zu lauschen. Doch sein Fuß wanderte immer höher, bis er sich schließlich genau gegen Jims Schritt presste. Kirk atmete tief ein.

Da formte sich plötzlich und wie von selbst ein Bild in seinem Kopf. Er und Spock nackt im Bett, sich liebend. Das Bild wechselte, zeigte sie unter der Dusche, dann an einem einsamen Strand. Jim wurde heiß und er zerrte am Kragen seiner Galauniform, die plötzlich verdammt eng vorkam.

Der Fuß streichelte ihn zärtlich und besonders die Hose wurde rasch enger. "Spock", flüsterte Jim, "hör auf damit." Doch der Vulkanier beachtete ihn gar nicht, sah weiter gespannt geradeaus. Jim empfing derweil weiter erotische Bilder. Verzweifelt versuchte er sich an die mentalen Abschirmungsmethoden zu erinnern, die Spock ihm beigebracht hatte. Vergeblich. Der Vulkanier war mental viel stärker und projizierte weiter seine Bilder.

Jim rutschte derweil unruhig auf seinem Stuhl hin und her, versuchte den streichelnden Zeh auszuweichen. Doch Spock presste sich hartnäckig gegen sein immer steifer werdendes Glied. Jim schwitzte und biss sich auf die Zunge, um nicht laut aufzustöhnen. „Spock, verdammt", flüsterte er verzweifelt. Wenn der Vulkanier nicht bald aufhörte, würde er ihn entweder sofort auf die nächste Toilette schleppen müssen oder er würde, wenn sie gingen, einen peinlichen Fleck auf seiner Hose erklären müssen, weil er hier und jetzt kam.

Applaus brandete auf und Jim blickte sich um. Überall entstand Bewegung. Nogura hatte seine Rede beendet und das Büfett für eröffnet erklärt. Dem strebten nun fast alle Anwesenden hungrig entgegen. Wenn es wirklich etwas bemerkenswertes am Weihnachtsempfang gab, dann das Büfett mit Speisen von fast allen Mitgliedswelten der Föderation.

Auch McCoy und Scott hatten sich schon erhoben. "Kommst ihr nicht mit?", fragte der Arzt. Jim schüttelte hastig den Kopf. Er konnte jetzt unmöglich aufstehen. Die Beule in seiner Hose war beim besten Willen nicht zu übersehen.

"Geht ruhig, ich warte bis der erste Andrang vorbei ist, habe keine Lust, mich anzustellen", sagte er.

Kaum, dass die beiden außer Hörweite waren, zischte er Spock, der seinen Fuß mittlerweile wieder entfernt und seinen Schuh angezogen hatte, zu: "Spinnst du, mich hier so aufzugeilen? Ich wäre bald in meiner Hose gekommen."

Spock wölbte seine Augenbrauen. "Ich weiß nicht was du dich aufregst, Jim. Ich habe nur ein altes Erdensprichwort angewandt. Wie du mir, so ich dir."

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