Nutze deine zweite Chance

Nutze deine zweite Chance

von T'Len (2004)
tlen2@freenet.de



Serie: DS9
Altersangabe: NC-17
Codes: B/O'B (m/m), Ez/K'OB (f/f)
Summe: Ezri enthüllt schließlich die Wahrheit
Archiv: GSSU, Fanfiction Paradies, andere bitte fragen.
Feedback: tlen2@freenet.de
Engl. Story: http://tostwins.slashcity.net/second.htm

The TOS Twins and Friends: http://tostwins.slashcity.net
Star Trek (alle Serien), M*A*S*H, Sherlock Holmes, Karl May, Unser (T)Raumschiff, Die Schöne und das Biest und anderes. Fanfiction in deutsch und englisch, Zeichnungen, Unsere deutschen Zines, Links und mehr.

Disclaimer: Leider gehören mir die Jungs und Mädels, die in dieser Story verwendet wurden, nicht. Ich habe sie nur für ein bisschen Fanfiction-Spaß ausgeborgt. Damit sollen keine Urheberrechte verletzt werden. Und natürlich wird damit nichts verdient. Beachtet die Altersangabe und geht wo anders spielen, wenn ihr zu jung seit oder euch am Thema stört. Vielen Dank an Lady Charena fürs Beta.


Ezri Dax atmete tief durch. Ihre Nervosität verringerte das aber kaum. Die Luft im Akademie-Korridor roch alt und abgestanden, fand sie. Die Klimaanlage schien nicht gut zu arbeiten. Ezri unterdrückte den Drang weg zu laufen und alles zu vergessen, was sie geplant hatte. Wenn er nur endlich kommen würde, bevor sie es sich doch noch anders überlegte.

Die Zweifel an ihrer Entscheidung kamen erneut und sie fragte sich zum wiederholten Male, ob sie wirklich das richtige tat. Hatte sie wirklich das Recht, das Leben von vier erwachsener Leuten und zwei unschuldigen Kindern so umfassend zu verändern? Nahm sie damit nicht zu viel Verantwortung auf ihre Schultern?

Doch dann erinnerte sie sich an die traurigen Augen Julians und seine gebrochene Stimme, als er ihr von seinen Gefühlen für Miles erzählt hatte. Und sie sah Jadzias Erinnerungen an ihre Liebe zu Keiko. Nein, sie hatte sich entschieden mit den Lügen und der Feigheit, die soviel Schmerz in den letzten Jahren gekostet hatten, aufzuräumen. Es war Zeit, diese Farce zu beenden. Obwohl es zu spät für Jadzia war, war es nicht zu spät für Julian und Miles. Keiko würde es hoffentlich verstehen, warum sie ihr Schweigen gebrochen hatte.

Ezri straffte ihre Schultern. Es war entschieden. Sie würde Miles alles erzählen und hoffen, dass er dann die richtige Entscheidung traf.

"Ezri, was für eine Überraschung!" Miles O'Brien lächelte sie an, als er kam, umarmte sie dann. "Was machen Sie denn hier? Wie stehen die Dinge auf der Station? Wie geht es Colonel Kira und Jake und."

Er brach ab, aber Ezri wusste genau, welchen Namen er nicht auszusprechen wagte, obwohl er nichts dringender wissen wollte, als wie es Julian ging. Sie sah die tiefen Schatten unter seinen Augen und wusste, dass er nicht glücklich war mit seinem Leben als ein Lehrer auf der Erde.

Und mit dieser Erkenntnis war ihre Entscheidung endgültig gefallen. "Ich muss mit Ihnen reden", sagte sie. "Über Julian."

Der Lächeln auf Miles Gesicht wandelte sich in Besorgnis. "Was ist mit ihn?", fragte er erschrocken.

"Er vermisst Sie", antwortete Ezri.

Miles atmete tief durch. "Ich ihn auch", erklärte er. "Aber es gab keine andere Möglichkeit für mich."

"Sie hätten nicht gehen dürfen." Sie hatte ihm keine Vorwürfe machen wollen, aber plötzlich fühlte sie Ärger in sich aufsteigen. Da gab sich Miles offensichtlich seinem Selbstmitleid hin, während das Einzige, was er je hätte tun müssen, gewesen wäre, einmal die Wahrheit auszusprechen. Dann hätten sie alle glücklich werden können.

"Er liebt Sie", sagte sie lauter, als sie geplant hatte. Doch es war ihr mittlerweile egal, ob jemand ihre Diskussion hören konnte. Warum bloß konnten Erwachsene manchmal solche verdammten Idioten sein? Sie fragte sich kurz, ob Jadzia in ihr so fluchte?

"Und Sie lieben ihn auch", fügte sie hinzu. "Aber Sie Idiot hatten nicht den Mut bei ihm zu bleiben. Haben Sie irgendeine Ahnung, wie sehr Sie ihn damit verletzt haben? Er musste Sie jahrelang mit Ihrer Ehefrau und Ihrer Familie teilen und dann laufen Sie einfach weg und lassen ihn einsam zurück."

Miles wurde blass. "Sie wissen Bescheid?", flüsterte er. "Warum hat er es Ihnen erzählt?"

"Weil er jemanden zum Reden gebraucht hat, als Sie gegangen waren. Und ich bin nicht nur Counseler, sondern auch seine Freundin. Ich sorge mich um ihn - im Gegensatz zu Ihnen."

"Ich mache mir auch Sorgen", erwiderte Miles. "Aber ich muss auch an meine Kinder denken: Keiko würde nie verstehen."

Ezri konnte nicht verhindern, dass sie auflachte. "Ach, wirklich? Sind Sie da sicher? Ihre Ehefrau ist eine Lesbe. Sie schlief mit Jadzia, seit sie das erste Mal allein waren und bis sie mit Ihrem Sohn schwanger war. Sie hätte sie nur allzu gern verlassen, nur fürchtete sie zu sehr um Ihre Reaktion."

Miles taumelte schockiert gegen die nächste Wand, als sie erbarmungslos fortfuhr. All diese verlorenen Möglichkeiten machten sie wütend. "Verstehen Sie? Keiko wollte Sie schon lange nicht mehr. Sie hätten mit Julian und Keiko mit Jadzia glücklich werden können. Jadzia würde wahrscheinlich noch leben, wenn nur einer von Ihnen den Mut gehabt hätte, ehrlich zu sein."

O'Brien war blass geworden. "Ich wusste das nicht", flüsterte er. "Ich hatte ja keine Ahnung."

"Nein, natürlich nicht. Sie beide waren so bemüht, Ihre Fassade einer netten, kleinen Familie aufrecht zuhalten, dass Sie gar nicht bemerkt haben, wie sehr Sie sich und andere verletzten."

Sie atmete tief durch und versuchte sich zu beruhigen. "Es ist zu spät für Jadzia und Keiko, aber es ist noch nicht zu spät für Sie und Julian. Miles, bitte, um Julians Willen und für Ihren eigenen Seelenfrieden, seien Sie endlich ehrlich zu sich selbst und zu Ihrer Familie. Er braucht Sie und ich bin sicher Keiko wird es verstehen."

Miles schloss seine Augen, um das eben gehörte zu überdenken. "Ich muss ihn sehen", sagte er, als er sie schließlich wieder ansah.

"Das Schiff, mit dem ich hergekommen bin, geht in zwei Stunden zurück nach DS 9", erwiderte Ezrit. "Wenn Sie so schnell frei nehmen können, können Sie meinen Platz haben. Ich werde zu Keiko gehen und mit ihr reden. Ich denke, ich schulde ihr wenigstens eine Erklärung, warum ich Ihnen alles erzählt habe über sie und Jadzia. Ich hoffe, dass sie mir vergeben wird."

Miles nickte. "Sagen Sie ihr bitte, dass ich sie noch immer liebe... als Freund und, dass ich mit ihr einen guten Weg für die Kinder finden werde, sobald ich zurück bin. Und." Er legte ihr kurz die Hand auf die Schulter. "Vielen Dank."

///

Ezri fühlte sich sichtlich unwohl, als die Tür sich öffnete. Es hatte wie eine gute Idee geklungen, als sie Miles vorgeschlagen hatte, sie würde mit Keiko sprechen. Nun war sie sich nicht mehr so sicher. Aber wenn sie Keiko an ihr Glück in der Beziehung zu Jadzia und an ihre Traurigkeit, dass diese nie eine dauerhafte Chance haben würde, würde erinnern können - dann würde Keiko hoffentlich Miles und Julian ihr Glück gönnen.

"Ezri. Ich hätte nicht erwartet, Sie so bald wieder zu sehen." Keiko lächelte sie an und umarmte sie. "Sie müssen mir alles über unsere Freunde auf der Station erzählen. Wie geht es Kassidy?" Sie hielt in ihrem Smalltalk inne, als ihr der traurige Ausdruck in Ezris Augen bewusste wurde. "Stimmt etwas nicht?"

"Ich muss mit Ihnen über Miles reden." Ezri seufzte. Das würde nicht einfach werden.

Keiko nickte stumm und unterdrückte das Gefühl, das etwas schreckliches geschehen sein musste. "Was ist mit Miles?", fragte sie, als sich beide Frauen gesetzt hatten "Er müsste jetzt an der Akademie sein."

Ezri schüttelte den Kopf. "Nein, er ist auf dem Weg nach DS 9."

Keiko riss die Augen auf. "Was?"

Die junge Trill atmete noch einmal tief durch. "Da gibt es etwas, dass Sie wissen sollten. Es ist sicher nicht leicht, aber bitte versuchen Sie zu verstehen. Miles und Julian waren in den letzten sieben Jahren Liebhaber."

Sie sah das Erschrecken in Keikos Miene und beeilte sich mit ihrer Erklärung fortzufahren. "Nachdem Sie und Miles gegangen waren, hatten Julian und ich eine kurze Beziehung, aber sie funktionierte nicht. Schließlich hat er mit erzählt, warum. Er konnte Miles nicht vergessen, so wie Jadzia Sie nie vergessen konnte. Miles wagte es nie, sich Ihnen anzuvertrauen, da er fürchtete, Sie würden ihm die Kinder nehmen. Ich weiß, dass aus dem gleichen Grund, Sie nie mit ihm über gewisse Dinge sprachen. Somit war im Endeffekt jeder unglücklich, weil niemand das Risiko der Wahrheit auf sich nehmen wollte. Ich habe schließlich entschieden, dass es Zeit ist zu handeln und ein paar Dinge zu ändern. Und deswegen habe ich Miles heute von Ihnen und Jadzia erzählt."

Keiko sprang auf, "Wie konnten Sie es wegen, das zu erzählen ohne mich zuerst um Erlaubnis zu fragen?", schrie sie. "Es ist mein Leben, das Sie gerade ruiniert haben."

Ezri hatte mit so einer Reaktion gerechnet. "Es war auch Jadzias Leben und das bedeutet, es ist jetzt meines. Und Julian ist mein Freund. Ich konnte ihn nicht länger leiden sehen. Er hat es verdient, glücklich zu werden. Und Miles auch. Und Sie... Sie sind nicht wirklich glücklich in Ihrer Ehe. Ich bin sicher, wir alle können einen vernünftigen Weg finden, miteinander umzugehen - zum Wohle der Kinder."

Sie stand auch auf und griff nach Keikos Schulter. "Gönnen Sie ihnen ihr Glück, bitte."

Keiko seufzte. "Ich muss gestehen, dass ich mich in mancher Hinsicht erleichtert fühle, dass die Wahrheit nun heraus ist. Aber ich bin die Verliererin. Jadzia ist tot und wir werden nie wieder." Sie brach ab, ihre Stimme voller Tränen.

"Nein, nicht wenn Sie... du noch eine Dax willst." Überrascht hielt Ezri inne. Sie hatte bis zu diesem Augenblick nicht an so etwas gedacht. Als vereinter Trill hatte sie natürlich kein Problem mit einer gleichgeschlechtlichen Beziehung, aber Keiko als Partnerin war ihr bisher nicht in den Sinn gekommen. Aber sie spürte instinktiv, dass es richtig war. Schließlich lebte noch genug von Jadzia in ihr. Vielleicht bot das Schicksal nicht nur Miles und Julian eine zweite Chance.

"Sie... du willst mich?", fragte Keiko überrascht.

"Es ist noch immer viel von Jadzia in mir und ich denke, ich entdecke starke Gefühle für dich. Ich weiß, es wäre nicht das gleiche für dich, aber wenn du einen Versuch wagen willst."

"Ich dachte, es ist verboten, die Beziehung eines ehemaligen Wirtes zu erneuern?"

Ezri nickte. "Theoretisch schon, aber wo kein Kläger. Niemand weiß offiziell über dich und Jadzia Bescheid. Miles und Julian werden uns bestimmt nicht verraten. Und weder Jadzia noch Curzon haben sich viel um solche Regeln geschert, ich schätze, sie haben auch auf mich abgefärbt." Sie lächelte Keiko an. "Ich würde gern einen Versuch wagen, wenn du willst."

///

Ezri stöhnte vor Verlangen. Es war das erste Mal, das sie mit einer Frau intim war, aber natürlich besaß sie die Erinnerungen der ehemaligen Dax-Wirte und vor allem Jadzias, die jetzt stärker in ihr Bewusstsein rückten. Somit wusste sie, was sie tun musste. Obwohl - viel zu tun hatte sie nicht, da Keiko alle "Arbeit" machte.

Zärtliche Lippen saugten ihre rechte Brustwarze in den Mund. Dann wurde ein nasser Pfad von einer Brust zur anderen geleckt, bevor auch die linke Warze zu voller Härte gesaugt wurde. Ezri stöhnte erneut. Sie erinnerte sich, wie Julian das auch getan hatte, aber es hatte sich nicht halb so gut angefühlt, wie jetzt. Jetzt fühlte sie sich, als wenn ihr ganzer Körper entflammt würde.

Mit ihren Händen kämmte sie zärtlich durch die langen, seidigen, dunklen Haare ihrer Partnerin, drückte dann Keikos Kopf fester auf ihren Körper. Töne schierer Ekstase entrangen sich ihr, als der hungrige Mund ihre intimste Stelle berührte.

Sie schloss die Augen, genoss das Vergnügen mit jedem Nerv ihres Körpers. Scharfe Nägel kratzten über der empfindliche Innenseite ihrer Schenkel und das Feuers in ihr brannte immer heftiger. Plötzlich schob sich eine Zunge in ihren Körper - und sie schrie vor wilder Leidenschaft auf, als sie kam. Keiko tat es ihr bald gleich.

///

"Es ist alles bestens bei Ihnen und dem Baby." Julian Bashir lächelte seine Patientin an. Er deutete dann durch die Glastür in der Richtung des draußen wartenden. "Sie können Jake beruhigen."

Kassidy erwiderte das Lächeln. "Er fühlt sich für uns verantwortlich, seit sein Vater von uns gegangen ist. Er ist wirklich ein sehr netter Junge, ich wünschte nur." Sie seufzte. "Dass Ben das alles miterleben könnte."

Julian berührte zärtlich ihre Schulter. "Ich glaube nicht an Götter und solche Dinge, aber die Propheten sind real, wie wir wissen, und ich bin sicher, dass er über Sie wachen wird."

Die Frau nickte. "Ja, ich denke dies auch. Und ich habe Freunde wie Sie, die mir helfen." Sie erhob sich von der Untersuchungsliege und ging in Richtung Tür. "Vielen Dank, Julian."

"Sie sind mir immer willkommen." Er wollte sich schon umdrehen und zurück zu seinem Büro gehen, als jemand ins Untersuchungszimmer hinein eilte.

"Miles?" Julian war überrascht. Sein Erstaunen wuchs noch, als Miles ohne ein Wort zu sagen seinen Arm ergriff und ihn ins Büro zog. "Ich muss mit dir sprechen. Sofort!", erklärte er dann.

Nachdem er die Tür hinter ihnen abgeschlossen hatte, fand Julian sich in einer heftigen Umarmung wieder. Immer wieder küsste Miles ihn. "Ich habe dich so sehr vermisst", stöhnte Miles. "Ich werde dich nie wieder verlassen."

Schließlich befreite sich Julian aus der Umklammerung und schob O'Brien ein Stückchen weg. "Was soll das bedeuten, Miles?"

"Ich will dich. Ich brauche dich jetzt und hier", stöhnte Miles. Er griff erneut nach Julian und der überraschte Arzt fand sich kurz darauf mit heruntergelassenen Hosen gegen seinen Schreibtisch gepresst wieder. Alles war so schnell gegangen, dass er gar nicht an Gegenwehr denken konnte. Nicht, dass er das wirklich gewollt hätte.

Miles leidenschaftliche Küsse und seine betörende Nähe hatten ihn nach den langen Wochen der Einsamkeit und Sehnsucht sofort erregt. Und all seine Gefühle und Träume bezüglich Miles, die er mehr oder minder erfolglos versucht hatte, während der letzten Monate zu vergessen, kamen nun in voller Stärke zu ihm zurück. "Nimm mich", bat er, als er spürte, dass Miles genauso erregt war wie er. All sein Ärger und die Enttäuschung über das Verhalten seines Freundes waren in dem Augenblick verschwunden. Das einzige, das zählte, war, dass er Miles wieder in sich fühlen konnte.

"Hast du...?", flüsterte O'Brien. Julian zeigte schwer atmend auf eine Schublade.

Kurz darauf stöhnte er wild auf, als Miles zwei Finger in ihn drückte. Aber er konnte mehr warten, wollte nicht warten, wollte den ganz Geliebten in sich spüren. Ein Teil von ihm zweifelte, ob das alles wirklich real war. Wahrscheinlich träumte er dies alles nur. Nein, ermahnte er sich. Er war wirklich in seiner Krankenstation und Miles war bei ihm.

Er hatte keine Ahnung, warum Miles so plötzlich aufgetaucht war. Aber er war momentan unfähig, nach dem Grund zu fragen und sein Freund wäre zweifelsohne auch zu keiner artikulierten Antwort fähig.

Miles zog seien Finger heraus und drang sofort mit einem kräftigen Stoß in ihn ein. "Zu Hause", stöhnte er. "Endlich zu Hause."

///

Die Realität kehrte langsam zurück, nachdem die Wellen des Orgasmus verebbt waren. Julian stieß Miles von sich und zog seine Hose hoch. Nun spürte er wieder die Gefühle von Verlust und Wut auf Miles, dass er ihn vor einigen Monaten verlassen hatte. Gerade hatte er begonnen, sich daran zu gewöhnen, dass Miles ihn für immer verlassen hatte und nun tauchte dieser einfach wieder auf, besorgte es ihm auf seinem Schreibtisch und gab noch nicht mal eine Erklärung über seine plötzliche Rückkehr ab.

"Ist DS 9 nicht ein bisschen weit von der Erde entfernt, für einen Quicky zwischendurch?", fragte er sarkastisch.

Miles, noch immer ziemlich außer Atem, schloss seine Hosen ebenfalls wieder. "Darum geht es nicht, Julian. Ich bin gekommen, um für immer bei dir zu bleiben."

Überrascht sank Bashir auf seinen Stuhl. "Du hast Keiko plötzlich alles erzählt? Und die Kinder?" Er wunderte sich über die plötzliche Wendung nach all den Jahren.

O'Brien nahm auf dem Besucherstuhl Platz. "Nicht genau. Ezri ist gekommen und hat mir über eure Beziehung erzählt und dass du ihr von uns erzählt hast und dass du mich so vermisst und. jedenfalls hat sie mir auch erzählt, dass Jadzia und Keiko jahrelang eine intime Beziehung hatten. Keiko hat sie beendet, als sie das zweite Mal schwanger war. Es würde ironisch sein, wenn es nicht so tragisch wäre. Sie hätte gern unsere Ehe beendet, wenn ich sie nur darum gebeten hätte. Andererseits hat auch sie es nicht gewagt, zu mir zu sprechen, aus Sorge um die Kinder."

Er schüttelte seinen Kopf. "Ich kann immer noch nicht glauben, dass wir alle hätten glücklich werden können, wenn nur einer von uns die Wahrheit ausgesprochen hätte. Stattdessen haben wir uns beinahe unser Leben mit unseren Ängsten schwer gemacht. Ich habe sofort die Erde verlassen, nachdem ich das alles gehört hatte. Ezri erklärte Keiko die Gründe für ihre Entscheidung, nun alles zu enthüllen, und offensichtlich sind die beiden nun zusammen. Ich habe mit Keiko vom Schiff aus gesprochen und sie wünscht uns Glück. Ich bin sicher, wir können eine vernünftige Regelung für Molly und Kira-Yoshi finden und DS 9 braucht bestimmt noch einen tüchtigen Ingenieur."

Er stand auf und trat hinter Julian, legte ihm dann zärtlich die Hände auf die Schultern. "Wenn du mir noch eine zweite Chance geben kannst, gehöre ich von nun an ganz dir."

-Ende-

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