Aphrodisiakum

Aphrodisiakum

von T'Len
tlen2@freenet.de



2007
Fandom: SK Kölsch
Charaktere: Schatz/Taube
Kategorie: NC-17, m/m-slash
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Summe: Jupp und Klaus geraten in eine Falle.

The TOS Twins and Friends: http://tostwins.slashcity.net
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„Denk’ nicht mal dran, Bulle.“ Jupp fluchte innerlich, als er den kalten Stahl der Pistole an seiner Schläfe spürte, senkte aber seine Hände. Klaus, ebenfalls mit einer Waffe bedroht, schüttelte fast unmerklich den Kopf, um ihm zu bedeuten ja nichts Unüberlegtes zu unternehmen, während ihnen ihre Waffen und Handys abgenommen wurden. Jupp nickte vorsichtig, als Zeichen: er hatte verstanden. Er wusste wohl, dass jeder Versuch einer Gegenwehr in ihrer momentanen Lage schierer Selbstmord wäre.

Wie hatten sie bloß in diese verdammte Situation geraten können?

„Machen Sie Ihre Lage nicht noch schlimmer, als sie eh schon ist, Trillitsch“, sagte Klaus.

Jupp musterte den Kölner Zuhälterkönig, der im Türrahmen stand, während seine vier Gorillas ihn und Klaus in Schach hielten.

Gestern war im Hinterhof des „Collogneseums“, einer der Bars, die Jürgen Trillitsch gehörten, die Leiche einer jungen Prostituierten gefunden worden. Sowohl der Besitzer, wie auch die Bedienung, hatten behauptet, sie nicht zu kennen. Eine Aussage, der Jupp wenig Glauben schenkte, genauso wie Trillitschs Behauptung, sein Konkurrent Marquardt wolle ihm da etwas anhängen. Doch sie konnten dem Unterweltkönig nichts nachweisen. So hatte Jupp beschlossen, am Abend einfach mal privat in der Bar auf den Busch zu klopfen, mit ein paar der Mädchen dort zu sprechen, ob sie etwas wussten. Ein Plan den Klaus von vornherein für keine gute Idee gehalten hatte.

Doch Jupp hatte sich nicht beirren lassen, also war Taube widerwillig mitgegangen, nicht ohne vorher zu betonen, dass man Jupp erfahrungsgemäß auf keinen Fall allein lassen könne, da er sich mit Sicherheit in Schwierigkeiten bringen würde. Als Jupp das dritte Kölsch für sich und einen zweiten Cocktail für Klaus bestellte, waren plötzlich zwei der Gorillas aufgetaucht und hatten sie nachdrücklich gebeten, ihnen zu folgen. Um in der Bar nicht für unnötiges Aufsehen zu sorgen und eventuell noch Unbeteiligte zu gefährden, waren sie ihnen gefolgt, sicher im Ernstfall mit den beiden fertig werden zu können.

Doch sie wurden in einem Raum geführt, wo zwei weitere Leibwächter ihnen sofort ihre Waffen an den Kopf hielten und Trillitsch erklärte, er sei überhaupt nicht begeistert davon, dass zwei Bullen in seinem Haus herumschnüffelten, so etwas sei nie gut fürs Geschäft.

„Bisher liegt nichts gegen Sie vor, aber die Bedrohung von zwei Beamten...“, fuhr Klaus fort.

„Keine Angst, ich mach dir deinen hübschen Anzug schon nicht schmutzig“, unterbrach Trillitsch ihn.

„Jetzt reicht es aber, Trillitsch“, brauste Jupp auf. Er machte einen Schritt nach vorn, doch sofort klickte der Hahn einer Pistole.

„Jupp“, warnte Klaus, aber er war bereits stehen geblieben.

Trillitsch gab seinen Leibwächtern ein Zeichen und sie traten an seine Seite, die Waffen aber weiter auf die Kommissare gerichtet. „Ich habe noch ein wichtiges Geschäft zu erledigen, bevor ich mich in Rio zur Ruhe setze“, sagte er. „Das werde ich mir von euch zwei Schnüfflern nicht vermasseln lassen. Ihr bleibt schön hier, bis alles erledigt ist. Dann werden meine Leute dafür sorgen, dass euch einer hier rausholt. Wenn ihr dann überhaupt noch wollt.“

Er grinste dreckig. „In euren Drinks waren übrigens Aphrodisiaka. Ich bin sicher, ihr zwei Hübschen werdet euch gut amüsieren. Viel Vergnügen.“

Er wandte sich um, die Gorillas folgten ihm auf dem Fuß, rückwärtsgewandt, die Waffen weiter im Anschlag. Die Tür fiel hinter ihnen ins Schloss.

„Trillitsch, du Schwein“, schrie Jupp und rüttelte an der Klinke.

„Jupp, das hat doch keinen Sinn“, sagte Klaus.

„Verdammt“, Jupp schlug wütend gegen die Tür, hielt sich danach die schmerzende hand. Die Tür war eindeutig aus massivem Holz, keine Chance, dass sie sie zu zweit auftreten konnten.

„Ich habe dir gleich gesagt, dass es keine gute Idee ist, ohne offiziellen Durchsuchungsbefehl in die Bar zu gehen“, erwiderte Klaus.

„Spar dir deinen Vortrag“, knurrte Jupp. „Hilf mir lieber.“

Gemeinsam durchsuchten sie das Zimmer. Außer der Tür gab es keinen Ausgang, nicht mal ein Fenster, auch kein Bad oder Toilette. In der Mitte des Raumes stand ein breites Bett, daneben eine gut gefüllte Bar. Jupp zog den Kasten des Nachttisches auf und blickte auf ein reichhaltiges Sortiment an Sexspielzeug. Es bestand kein Zweifel, dass dieses Zimmer von den Prostituierten und ihren Freiern, die sie in der Bar aufgabelten, benutzt wurde.

„Was nun?“ Jupp sah Klaus fragend an. Ohne Handy konnten sie keine Hilfe holen. Zu rufen hatte wohl keinen Sinn.

„Ich habe Haupt informiert, wo wir heute Abend hingehen“, antwortete Klaus. „Zur Sicherheit“, setzte er hinzu, als er sah, wie Jupp missbilligend die Stirn runzelte. Wenn er etwas nicht leiden konnte, dann war es, dass Klaus bei ihrem Vorgesetzten petzte. „Und wie du siehst, war das auch nötig. Er war übrigens genauso wenig wie ich begeistert von deiner Idee. Wenn wir morgen früh nicht zum Dienst erscheinen, er uns auch nicht telefonisch erreichen kann, wird er uns garantiert suchen lassen und zwar als erstes hier.“

„Und bis dahin?“

Klaus zog seine Schuhe aus, hängte sein Jackett über den einzigen Stuhl im Raum und setzte sich aufs Bett. „Bis dahin machen wir es uns einfach bequem.“

Jupp ließ sich auf die andere Bettseite fallen, ohne seine Schuhe auszuziehen. „Was meinst du, war Trillitsch der Täter oder einer seiner Gorillas?“

„Zumindest schien er auf weiteren Polizeibesuch vorbereitet gewesen zu sein“, erwiderte Taube. „Und jemand muss uns als solchen erkannt haben.“ Was wahrscheinlich keine große Überraschung war, immerhin hatte Jupp mittlerweile einen gewissen Ruf in Köln erlangt.

„Ob wirklich etwas in den Drinks war?“

Klaus zuckte mit den Schultern. „Das werden wir dann schon merken. Die Wirkung von Aphrodisiaka dürfte allenfalls unangenehm, aber nicht gefährlich sein.“

„Wie wirkt das Zeug?“, fragte Jupp.

Klaus lächelte. „Was denkst du wohl?“

Jupp sah ihn von der Seite an. „Scheiße.“

///

Jupp hatte die Augen geschlossen und hing seinen Gedanken nach. Als Klaus neben ihm leise stöhnte, öffnete er sie und blickte seinen Partner von der Seite an. „Ist dir nicht gut?“

„Alles in Ordnung“, erwiderte Klaus und lockerte seine Krawatte.

Jupp drehte sich auf die Seite und stemmte sich auf den Ellenbogen. „Du schwitzt ja“, stellte er fest.

„Mir ist warm“, sagte Klaus und öffnete den obersten Knopf seines Hemdes. Er rutschte unruhig hin und her.

Jupp musterte ihn besorgt. „Scheiße, da war doch irgendwas in den Drinks.“

Klaus drehte sich zur Seite.

„Was ist?“, fragte Jupp.

„Nichts.“ Klaus zerrte erneut an seiner Krawatte und stöhnte leise.

Jupp drehte ihn auf den Rücken und musterte ihn besorgt von oben bis unten. „Du bist geil“, stellte er fest. Für einen Moment klebte sein Blick an der eindeutigen Wölbung in Klaus Hose.

Klaus nickte stumm.

„Scheiße“, kommentierte Jupp erneut.

Klaus Atem kam stoßweise. „Was passiert, wenn man das Zeug schluckt?“, fragte Jupp.

„Es wirkt, wie es wirken soll“, erwiderte Klaus und streifte seine Krawatte ab.

„Und?“, hakte Jupp, der das Gefühl hatte, Taube habe ihm nicht alles gesagt, nach. „Du hast vorhinge sagt, es sei nicht gefährlich, aber das sieht mir anders aus.“

„Eine Überdosis könnte zu schweren Nebenwirkungen führen, im Extremfall sogar zum Tod“, antwortete Klaus. „Vor allem, wenn man der Wirkung nicht nachgibt.“

„Dann tu doch was“, erwiderte Jupp. Panik und Sorge schwang in seiner Stimme mit. Verdammt, das würde Trillitsch ihm büßen und wenn er ihm bis Rio nachreisen musste.

„Du bist gut, was denn?“ Klaus starrte ihn aus fiebrig wirkenden Augen an.

„Na hol dir einen runter“, sagte Jupp.

Taube schüttelte den Kopf. „Das kann ich nicht.“

„Du wirst doch schon mal abgewichst haben“, erwiderte Jupp ungehalten. Warum nur musste Klaus alles immer so verkomplizieren? Da war doch nix dabei. Raus mit dem Ding und ran die Hand – fertig.

„Ich kann das nicht, nicht hier... nicht vor dir“, erwiderte Klaus gepresst.

Jupp musterte ihn erneut besorgt. Klaus Atem kam stoßweise. Er tastete nach dem Handgelenk des Freundes. Der Puls raste. Klaus Erregung war unübersehbar, wie die weiter gewachsene Beule in seiner Hose deutlich machte.

„Verdammt, hab dich doch nicht so.“ Jupp griff nach Klaus Gürtel, zerrte daran.

„Jupp, was machst du?“, fragte Klaus alarmiert.

„Na was wohl, wenn du nicht willst, muss ich es tun. Denkst du, ich lass dich hier wegen so nem Scheiß draufgehen.“

Er öffnete den Reißverschluss.

„Nein.“ Klaus hielt Jupps Hand fest. Er wollte nicht, dass Jupp ihn berührte. Nicht er. Nicht so. Er wusste, dann würde er jeden Rest von Beherrschung, den er noch aufbringen konnte, verlieren.

Jupp schüttelte die Hand wieder ab. „Zick’ hier nicht rum, hilf mir lieber“, befahl er und zerrte an der Hose. „Wir schaffen das schon.“ Klaus hob schließlich seinen Hintern an und ließ zu, dass Jupp ihm die Hose abstreifte.

Jupp starrte auf die deutliche Wölbung in Klaus schwarzem Slip und zögerte. Er hatte noch nie einen anderen Kerl angefasst und das auch nie vor gehabt. Aber er würde verdammt sein, wenn er Klaus hier an Übererregung draufgehen lassen würde. Sie waren Freunde und wie oft hatte Klaus seinen Kopf für ihn hingehalten. Wenn der sich zierte, es sich selbst zu machen, um sich Erleichterung zu verschaffen, musste er das eben tun. Basta!

Er schob seine Finger unter den Hosenbund und zog den Slip nach unten. Dann legte er seine Hand zögernd auf Klaus steifes Glied. Der warf den Kopf in den Nacken und stöhnte auf.

Jupp bewegte seine Hand ein paar Mal auf und ab. Eigentlich, so stellte er fest, fühlte es sich nicht viel anders an, Klaus zu berühren, als sich selbst. Und da wusste er genau, was ihm Befriedigung bereitete.

Er schloss seine Hand um den Schaft und bewegte sie langsam auf und ab. „Gut so?“, fragte er.

„Ja“, erwiderte Klaus. Er hatte die Augen geschlossen und den Kopf zurück geworfen, stöhnte leise und wölbte sein Becken Jupps Berührung entgegen. Der strich weiter die Härte auf und ab. Verdammt, das fühlte sich wirklich gut an, besser als gedacht. Nur...

Plötzlich ließ Jupp ihn los. „Scheiße.“

Klaus öffnete die Augen. „Was ist?“, fragte er heißer.

„Das Scheißzeug wirkt auch bei mir“, antwortete Jupp. Er krabbelte aus dem Bett, kickte seine Schuhe von den Füßen, zerrte dann seine Hose und Boxershorts vom Körper. Seine eigene Erregung war unverkennbar.

„Komm her“, sagte Klaus.

Jupp legte sich wieder aufs Bett und Klaus stemmte sich auf den Ellenbogen, griff mit der anderen Hand nach Jupps Glied. Der zuckte zusammen, als er die fremde Hand an sich spürte. Klaus anzufassen hatte ihm überraschend wenig Probleme bereitet, aber sich nun von ihm berühren zu lassen, kostete ihm zunächst doch Überwindung.

Aber Klaus machte das verdammt gut, wie er ihn da zärtlich und doch entschlossen streichelte. Schon bald wölbte sich Jupp stöhnend seiner Hand entgegen. Doch plötzlich nahm Klaus sie weg. „Das reicht nicht“, sagte er leise.

„Was?“, fragte Jupp irritiert aufgrund des plötzlichen Sinneswandels seines Freundes. Es war doch gut gewesen, oder etwa nicht?

„Es reicht nicht, um unsere Erregung zu stillen. Wir sollten es richtig tun“, erwiderte Taube und zog sein Hemd aus.

„Du meinst wir sollen...?“, wehrte Jupp sofort ab. Nicht gegen eine Wichsrunde unter Freunden, aber das, was Klaus da vorschlug, ging eindeutig zu weit.

„Jupp, ich sage ja nicht, dass du es dir von mir machen lassen sollst“, erwiderte Klaus. „Tu es mit mir.“

Jupp blickte den Freund an, der vor ihm kniete. Nackt und erregt. Ihm selbst war so verdammt heiß und er war geil wie nichts. Warum eigentlich nicht? Besser es mit Klaus zu treiben, als hier in diesem Scheißkabuff draufzugehen. Im Endeffekt war es doch egal, wo er ein Ding reinsteckte, in eine Frau oder in Klau. Oder etwa nicht? Er richtete sich auf und zog sein Shirt aus. „Du musst mir aber zeigen, wie es geht.“

Klaus nickte und durchwühlte den Nachttisch. Schließlich fand er ein Päckchen Kondome und Gleitcreme. Er reichte Jupp ein Kondom und öffnete die Creme. Dann gab er sie Jupp und legte sich auf den Bauch.

„Du musst dich und mich richtig damit einreiben“, sagte er.

Jupp zögerte, als sein Finger Klaus Loch berührte. „Steck ihn richtig rein“, flüsterte Klaus.

Jupp tat es, ohne weiter darüber nachzugübeln, das er gerade im Begriff war, mit einem Mann zu schlafen. Nicht irgendein Mann, es war immerhin Klaus, sein Freund, überzeugte er sich innerlich.

„Ja“, stöhnte Klaus. „Ja.“

„Es ist gut“, sagte er nach einer Weile und drehte sich auf den Rücken, nachdem Jupp seinen Finger herausgezogen hatte.

„Und jetzt?“, fragte Schatz schwer atmend.

Klaus zog seine Beine an. „Komm her.“ Jupp rutschte vorwärts und Klaus dirigierte ihn in die richtige Position. „Drück ihn rein“, sagte er.

„Das funktioniert nie“, erwiderte Jupp.

„Glaube mir, es funktioniert“, sagte Klaus. „Steck ihn einfach rein. Komm“

Jupp drückte vorwärts. Er spürte Widerstand, doch plötzlich gab er nach und sein Glied rutschte in Klaus Körper hinein.

„Oh“, Klaus stöhnte auf.

„Tut's weh?“, fragte Jupp besorgt. Er hatte keine Vorstellung, wie es sich für Klaus anfühlen musste, ihn jetzt in sich zu spüren.

Klaus schüttelte den Kopf. „Schieb ihn ganz rein“, sagte er stattdessen.

Jupp ruckte vorwärts. „Das ist ganz schön eng da drin“, stellte er fest Aber es fühlte sich erstaunlich gut an. Anders als bei einer Frau, aber gut. Und eng.

„Du bist ganz schön groß“, erwiderte Klaus gepresst.

Jupp grinste. „Das hoff’ ich doch. Bisher hat sich noch keine beklagt“

„Beweg dich“, flüsterte Klaus. „Besorg’s mir. Komm, beweg dich in mir.“

///

„Oh Gott.“ Er wusste nicht mehr, wie lange er schon in Klaus drinsteckte. Der wand sich stöhnend unter ihm. Jupp fand, dass er wunderschön aussah, so bar jedweder Selbstbeherrschung, wie er sie sonst immer an den Tag legte. Er hatte noch nie gesehen, dass Klaus sich so gehen ließ. Aber er hatte ihn natürlich auch noch nie erregt gesehen. Es schein so, als ob das ganze ihm große Lust bereitete.

Er selbst fühlte sich so geil wie seit Ewigkeiten nicht mehr. Was immer Trillitsch ihnen gegeben hatte, das Zeug musste verdammt gut wirken. Und Klaus tat sein übriges. Diese Enge um seinen Schwanz stimulierte ihn einfach unglaublich. Klaus Hintern krampfte sich immer wieder um ihn, schein hin geradezu bis zur Wurzel einzusaugen.

„Berühr mich“, bat Klaus und sah ihn aus verschleierten, blauen Augen an. Jupp verstand und schloss seine Hand um Klaus Glied. Der reagierte mit noch heftigerem Atmen. Schon längst hatten sei ihren ganz eigenen Rhythmus an Stößen gefunden.

„Ich kann nicht mehr“, flüsterte Jupp. „Ich halt’s nicht mehr aus.“

„Komm“, wisperte Klaus. „Komm mit mir, Jupp.“

„Ja.“ Jupp schloss seine Hand fester um Klaus Glied. Plötzlich spürte er, wie es unter seiner Berührung zu zucken begann und klebriger Samen über seine Hand lief. Im nächsten Moment warf Klaus den Kopf zurück und stöhnte wild auf. „Ahhhh.“

Sein Hintern krampfte sich noch fester um Jupps Schwanz. Er stieß vorwärts und kam mit einem lauten Schrei. „Klaus!“

///

„Wow“, sagte Jupp und ließ sich neben Klaus sinken. Er wischte seine Hand am Laken ab. „Glaub’s oder glaub’s nicht, aber das war der schärfste Sex, den ich seit ein paar Wochen hatte. Ich hätte nicht gedacht, dass es mit einem Kerl so geil sein kann, so intensiv.“

„Das war der schärfste Sex, den ich je hatte“, erwiderte Klaus.

Jupp stemmte sich auf den Ellenbogen. „Echt? War ich gut?“, fragte er neugierig.

„Du warst fantastisch“, erwiderte Klaus.

„Na bisher hat sich auch noch keine Frau beschwert“, sagte Jupp. „Deine Typen bringen’s nicht, eh? Alles Schlappschwänze, da muss schon ein richtiger Kerl wie ich her.“

Klaus schüttelte lächelnd den Kopf. „Du und dein Ego.“

„Ist es vorbei?“, wollte Schatz wissen. „Die Wirkung von dem Zeug, meine ich.“

„Ich denke schon“, erwiderte Taube. „Aber wir sollten...“

Klopfen an der Tür schreckte sie hoch und unterbrauch seinen Satz. „Jupp, Klaus, seid ihr da drin?“, ertönte Ginos Stimme.

„Ja“, antwortete Jupp und sprang aus dem Bett.

„Wir holen euch gleich da raus“, erwiderte Gino. „Tretet zurück, wir schießen das Schloss auf.“

„Warte!“, rief Klaus hastig und stand ebenfalls auf. „Trillitsch ist auf dem Weg zum Flughafen. Ihr müsst ihn festnehmen lassen.“

„Der sitzt schon“, antwortete Gino. „Er geriet in eine Verkehrskontrolle, seine Leibwächter bedrohten die Kollegen, die nahmen sie daraufhin fest. Auf der Wache prahlte Trillitsch damit, dass er zwei Kripobeamte in seinem Schuppen festgesetzt habe. Wenn man nicht nett zu ihm sei, werde er sie dort vergammeln lassen. Man informierte Haupt, der sofort an euch dachte und uns her schickte. Kollegen stellen gerade das ganze Haus auf den Kopf“

„Es ist nicht nötig, dass ihr die Tür demoliert“, sagte Klaus. „Holt einen Schlüsseldienst.“

„Seid ihr okay?“, fragte Gino.

„Sind wir“, antwortete Jupp.

Sie hörten, wie sich Schritte von ihrer Tür entfernten.

„Spinnst du?“, zischte Jupp Klaus an. „Ich will so schnell wie möglich hier raus. Oder hoffst du auf noch eine Runde? Vergiss es!“

„Sei nicht albern, Jupp“, antwortete Klaus. „Aber was denkst du wohl, was Gino und die Beamten denken werden, wenn sie das Zimmer und uns hier so sehen? Und riechen.“ Klaus deutete auf das zerwühlte Bett. Auf dem Laken waren deutlich Spermaspuren sichtbar, dort, wo Jupp seine Hand abgewischt hatte.

Jupp schnupperte. Es roch nach Schweiß und Sperma. „Scheiße“, sagte er. Das letzte, das er wollte war, dass jemand mitbekam, was er und Klaus gerade getan hatten. Nicht auszudenken, was dann auf dem Präsidium über sie geredet werden würde. Die Leute kamen doch glatt noch auf die Gedanken, er sei schwul und hätte was mit Klaus. Sein Ruf bei den Frauen wäre ein für allemal ruiniert. Hoffentlich hatte Trillitsch nicht auch dieses Detail seines perfiden Spielchens mit ihnen ausgeplaudert.

Klaus hatte derweil die Bar durchwühlt. Er fand eine Flasche Soda und öffnete sie. Dann zog er ein Packen Papiertaschentücher aus seinem Jackett. „Wisch dich ein bisschen ab“, sagte er zu Jupp und tat dann bei sich dasselbe.

Jupp wischte sich die Hände und den Oberkörper ab, dann begann er sich anzuziehen. Auch Klaus war mittlerweile in seinen Anzug geschlüpft. Er steckte die gebrauchten Taschentücher in die Tasche, dann brachte er das Bett so gut wie möglich in Ordnung.

„Die Spusi wird die Spuren finden und sich wundern“, sagte Jupp.

„Trillitsch ist gefasst, vielleicht können wir Haupt davon überzeugen, dass wir hier in der Zwischenzeit alles gründlich durchsucht haben und eine weitere Untersuchung nicht nötig ist“, sagte Taube. Er öffnete ein paar der Alkoholflaschen und schwenkte sie im Raum herum, damit ihr Duft den Geruch ihrer Leidenschaft übertünchte.

„Klaus“, Jupp griff nach dem Arm des Freundes. „Was heute passiert ist, das... das bleibt doch zwischen uns? Muss nicht in den Bericht?“

„Natürlich“, antwortete Klaus.

„Ich meine, wir... wir waren doch nicht wir selbst... Wir sind doch nicht, ich bin doch nicht... Du denkst doch jetzt nicht, dass ich...wir... das war doch nur die Wirkung von dem Zeugs, oder?“, stotterte Jupp.

„Jupp, beruhige dich, es ist nichts passiert, okay?“, unterbrach Klaus ihn mit ruhiger Stimme. Doch irgendwie, fand Jupp, wirkten seine Augen in dem Moment sehr traurig.

Bevor Jupp nachfragen konnte, klopfte es erneut an der Tür.

///

„Die Laborwerte unserer Untersuchungen sind da, Jupp.“ Klaus hielt seinem Kollegen einen Ordner hin, doch Jupp winkte nur ab. Klaus kam mit dem Fachchinesisch der medizinischen Berichte eh besser zurecht, als er, sollte er ihm den Inhalt übersetzen.

Sie hatten Dr. Weiß quasi privat und inoffiziell gebeten, festzustellen, welche Substanz Trillitsch ihnen verabreicht hatte. Natürlich ohne der Pathologin zu erzählen, welche Auswirkungen sie verspürt hatten. Marie Weiß betonte zwar, dass sie eigentlich für lebende Kundschaft nicht zuständig sei, gab aber natürlich der Bitte der beiden Kommissare nach, die deutlich machten, dass sie nicht beabsichtigten, einen Arzt aufzusuchen. Denn der hätte mit Sicherheit nur peinliche Fragen gestellt, die sie nicht zu beantworten beabsichtigten. Der Pathologin erzählten sie, Trillitsch habe ihnen etwas gegeben, sie wüssten aber nicht was. Offiziell wollten sie die ganze Sache aber nicht machen, es sei ja nichts weiter passiert. Marie Weiß, so hoffte Jupp, würde annehmen, ihm sei es peinlich, dass er in die Falle getappt war und deshalb wolle er den Ball flach halten. Zumal mittlerweile einer der Leibwächter gestanden hatte, die Prostituierte in Trillitschs Auftrag ermordet zu haben, nachdem diese von ihm schwanger wurde. Zusammen mit all den anderen schmutzigen Geschäften, die der Unterweltkönig getätigt hatte, und wofür man in seinem Bürotresor reichlich Beweise fand, würde es locker reichen, hin für den Rests eines Lebens hinter schwedische Gardinen wandern zu lassen. Da war eine Anklage wegen Körperverletzung zweier Kriminalbeamter nicht mehr nötig.

„Was hat das Schwein uns gegeben?“, fragte Jupp.

„Nichts“, antwortete Taube.

„Was heißt hier nichts?“, wollte Jupp wissen.

„Sowohl unsere Bluttest wie auch die Haar- und Urinproben waren negativ“, erklärte Klaus. „Trillitsch hat gelogen, als er sagte, er hätte ein Aphrodisiakum in unsere Getränke mischen lassen. Das war ganz normales Kölsch bzw. ein Mai-Tai.“

„Aber da muss etwas drin gewesen sein“, erwiderte Jupp. „Vielleicht etwas, was man nicht nachweisen kann.“

Taube schüttelte den Kopf. „Dr. Weiß hat alle möglichen Tests auf Drogen und Stimulanzen durchgeführt. Irgendetwas hätte sie finden müssen.“

„Wir haben doch die Auswirkungen gespürt“, erwiderte Jupp verärgert. Dieser verdammte Trillitsch. Was hatte er ihnen nur gegeben, dass man es nun nicht einmal nachweisen konnte?

„Jupp, weißt du, was ein Placeboeffekt ist?“, fragte Klaus ernst.

Schatz nickte. „Wenn man sich die Wirkung eines an und für sich wirkungslosen Medikamentes einbildet. Was für eingebildete Kranke.“

„Genau. Man gibt den Leuten Zuckerpillen oder ähnliches ohne jeden Wirkstoff. Da sie aber fest an eine heilende Wirkung glauben, fühlen sie sich auch besser. Das funktioniert auch mit einer eingebildeten negativen Wirkung von etwas.“

„Aber wir waren doch total geil und haben gerammelt wie die Karnickel“, sagte Jupp. Es musste einfach eine drogeninduzierte Erklärung dafür geben.

„Eben“, erwiderte Klaus und musterte Jupp ernst.

Jupp starrte seinen Kollegen an, als er die volle Bedeutung von Klaus Worten verstand. „Das hieße ja, wir...“

„Genau, Jupp.“

Ende

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