Rating: NC-17
pairing: Sheppard/McKay
Warnung: Domination/Unterwerfung, BDSM, Prügel, Kinks, teilweise dunkle
Themen
Inhalt: Ein Unfall mit einem Antiker-Gerät saugt einen John und einen Rodney
aus einem alternativen Universum nach Atlantis - und sie haben völlig andere
Ansichten über Sex, Heirat und Beziehungen
Kapitel 7: Unterwerfung
Zehn Tage später taumelte Rodney verschlafen zur Tür seines Quartiers und öffnete sie als Reaktion auf das beharrliche Klingeln.
„Guten Morgen, Rodney!“ sagte Colonel Sheppard mit verrückt fröhlicher Stimme, betrat den Raum.
Rodney sah ihn böse an.
„Was ist gut daran?“ grunzte er, ging zu seinem Bett zurück, um seine Stiefel anzuziehen.
Er hatte sich nicht die Mühe gemacht, sich zu rasieren, weil er annahm, dass – was immer es war, das Colonel Sheppard ihn tun lassen wollte – es eine Menge Schwitzen und generell Unbequemlichkeit hervorrufen würde, bis er am Ende der Stunde eine lange Dusche benötigen würde. Er hatte es geschafft, seine Hose anzuziehen, hatte jedoch noch nicht von seinem Schlaf-T-Shirt in sein Trainings-T-Shirt gewechselt. Sehr langsam band er seine Schnürsenkel, wie ein verurteilter Mann, der seine eigene Exekution hinauszögern wollte. Er hatte absichtlich das Licht ausgeschaltet gelassen, doch Sheppard schien ein Bedürfnis zu fühlen, dass jeder so strahlend und hellwach wie er zu sein hatte. Er schaltete es ein, ließ Rodney einen Fluch murmeln und seine Augen wegen der plötzlichen grellen Helligkeit zusammenpressen.
„So, Sie sind also kein Morgenmensch?“ vermutete Sheppard, lehnte sich gegen die Wand.
„Es ist sechs Uhr morgens! Ich ging um Eins zu Bett und jetzt scheuchen Sie mich früher raus, nur damit ich mich mit sinnlosen Freiübungen erschöpfen kann“, grummelte Rodney, band seine Schnürsenkel fertig und erhob sich mit einem Seufzen.
„Nicht sinnlos, Rodney, und wer zur Hölle verwendet überhaupt das Wort Freiübungen? Das ist ein Training, damit ich Ihnen beibringen kann, sich in einem Kampf durchzusetzen.“
„Wieso jetzt?“ wollte Rodney wissen, richtete sich langsam auf, sein ganzer Körper fühlte sich schlaff an. „Ich meine, wir gehen jetzt seit einigen Jahren auf außerweltliche Missionen und plötzlich meinen sie, ich brauche eine militärische Schulung? Und verzeihen Sie mir, falls ich mich irre, aber besteht nicht der Sinn Ihres Jobs darin, mich zu beschützen, weil ich als Zivilist klarerweise unfähig bin, das selbst zu tun? Wie würden Sie es mögen, wenn ich darauf bestehe, dass Sie täglich eine Stunde in meinem Labor verbringen und von mir Astrophysik und mechanisches Ingenieurwesen gelehrt bekommen, hmm?“
„Ich denke, das wäre großartig“, lächelte Sheppard ihm freundlich zu und Rodney starrte ihn böse an.
„Ja. Na schön. Sie haben meine Frage nicht beantwortet. Wieso jetzt?“
„Da stimme ich zu. Ich muss mich bei Ihnen entschuldigen“, sagte Sheppard.
Rodney verengte misstrauisch seine Augen. Sheppard grinste.
„Ich hätte das vor langer Zeit vorschlagen sollen. Das war nicht fair Ihnen gegenüber und die Ereignisse unserer letzten Mission haben mir gezeigt, wie nachlässig ich war, mich nicht um Ihre persönliche Sicherheit zu kümmern.“
„Was?“ Rodney blinzelte.
„Sie sind für uns unbezahlbar, Rodney“, erläuterte ihm Sheppard. „Ihr Wissen und Sachverständnis sind viel zu wichtige Vorteile für uns, um nicht gut dafür zu sorgen. Sie haben sich außerweltlich immer sehr gut geschlagen, aber Sie hatten kein korrektes Training und nun werde ich mich darum kümmern. Zugegeben, ein bisschen spät, aber ich verspreche Ihnen, ich werde Sie nicht noch mal im Stich lassen.“
„Danke ... denke ich“, sagte Rodney, wunderte sich, wie zum Teufel diese ganze Unterhaltung umgedreht worden war, sodass es aussah, als sollte er dankbar sein für die kommende Stunde in der Hölle, der er ausgesetzt werden würde.
„Bereit?“ erkundigte sich Sheppard.
„T-Shirt“, murmelte Rodney, griff nach seinem sauberen T-Shirt ... und zögerte.
Er hasste es, sich vor anderen Menschen auszuziehen und er wollte wirklich nicht ausgerechnet vor Colonel Sheppard halbnackt stehen.
„Na schön, beeilen Sie sich, es ist fast fünf nach“, meinte Sheppard, warf einen Blick auf seine Uhr.
Rodney biss auf seine Lippe. Es erschien ausgesprochen zimperlich, den Colonel zu bitten, sich umzudrehen. Letztendlich zog er sein Bett-T-Shirt über seinen Kopf, spürte dabei sein Gesicht erröten, und streifte rasch das andere T-Shirt über, war sich die ganze Zeit der Augen des Colonels bewusst. Tatsächlich war des Colonels sachliche Gleichgültigkeit an sich schon störend, weil sie mit der Anspannung in seinen Muskeln kontrastierte und der Art, wie er an der Wand lehnte, niemals seine Augen von Rodney nahm. Rodney hatte das nervende Gefühl, dass sich ein Panther im Raum befand, sprungbereit, glatt und kraftvoll. Er schauderte und schob den Gedanken beiseite; das war nur Colonel Sheppard.
„Richtig. Ich dachte, wir joggen erst ein bisschen, um Sie aufzuwärmen. Bloß ein kurzer Lauf runter zum Süd-West-Pier. Danach können wir zum Trainingsraum gehen und anfangen, an ein paar Übungen zu arbeiten. Klingt okay?“ fragte Sheppard.
„Nein. Klingt schrecklich. Bedeutet das, ich muss es nicht machen?“ wollte Rodney wissen.
Sheppard grinste ihn an und Rodney hatte erneut das Gefühl, mit einem gefährlichen Raubtier in einem Zimmer eingeschlossen zu sein.
„Sie machen das schon“, beruhigte ihn der Colonel, legte eine Hand auf seine Schulter, als sie den Raum gemeinsam verließen.
Vielleicht war es bloß Rodneys Einbildung, doch diese Hand fühlte sich sehr warm und seltsam liebevoll an.
Sie gingen in einem leichten Trab los, den Rodney zu seiner Überraschung mithalten konnte. Was ihn außerdem verblüffte, war, dass der Colonel anscheinend ein krankhaftes Bedürfnis hatte, während des Laufens zu reden, was ihm ehrlich gesagt gespenstisch vorkam – für ihn war es schwierig genug zu atmen, ohne auch noch intelligente Konversation zu betreiben.
„Warum haben Sie letzte Nacht noch so spät gearbeitet, wenn Sie wussten, das Sie heute Morgen früh raus müssen?“ sagte der Colonel und war nicht im entferntesten außer Atem – nicht einmal ein Hauch von Schweiß an ihm.
Rodney vermutete, ihr derzeitiges Tempo war kaum minimal schneller als Gehen für ihn.
„Eine ... eine ... Menge ... zu ... tun“, antwortete er zwischen keuchenden Atemstößen. „QDG repariert ... sich nicht ... selbst.“
„Ja, aber Sie haben Rodney Sheppard und Ihr ganzes Team, die daran arbeiten?“ erkundigte sich der Colonel.
„Sie verstehen nicht, das ist Arbeit für Wochen, die erledigt werden muss“, sagte Rodney, stoppte einen Moment, um zu Atem zu kommen, stützte keuchend seine Hände auf seine Knie.
Sheppard umrundete ihn immer noch joggend, auf eine Weise, die unglaublich nervend war.
„Sie können nicht wochenlang in diesem Tempo arbeiten“, bemerkte er.
„Kann ich doch.“ Eigensinnig streckte Rodney sein Kinn raus.
„Sie werden zum Wrack.“
„Na und?“ Rodney zuckte seine Schultern.
„Na ... ich meine nur ... Rodney Sheppard ist persönlich stärker betroffen als Sie, weil er nach Hause gehen will, aber ich wette, er war letzte Nacht nicht bis Eins mit Ihnen im Labor.“
„Nein, tatsächlich ist er total arbeitsscheu“, knurrte Rodney, taumelte weiter, als Sheppard wieder loslief. „Er arbeitet nie später als bis Sieben.“
„Tut es einer vom Rest des Teams?“ fragte Sheppard.
Rodney runzelte seine Stirn. „Ich habe sie nicht darum gebeten. Ich arbeite ohnehin gern allein. Weniger Menschen, die im Weg stehen.“
„Vielleicht sollten Sie sich eine Pause gönnen, Rodney“, schlug Sheppard vor. „Wenn Rodney Sheppard es nicht eilig hat, früher heim zu kommen, warum sollten dann Sie sich in Grund und Boden schuften? Ich weiß, Sie fühlen sich schuldig, weil Sie sie überhaupt hergebracht haben, aber es hilft keinem, wenn Sie deswegen vor Erschöpfung zusammenklappen.“
„Ihre Sorge ist rührend, Colonel, aber meine Arbeitszeiten gehen Sie wirklich nichts an“, wies Rodney hin. „Nun, falls Sie nichts dagegen haben, ich benötige meinen Atem für diese nutzlose Energieverschwendung, also könnten Sie vielleicht den Mund halten?“
Sie joggten stumm zum Trainingsraum. Als sie dort ankamen, warf sich Rodney auf eine Bank, fühlte sich absolut erschöpft. Er warf einen Blick auf seine Uhr und erkannte entsetzt, es war erst zwanzig nach Sechs. Er konnte nicht glauben, dass ihm noch vierzig Minuten bevorstanden.
„Okay, ein wenig Stretching, dann fangen wir an“, sagte der Colonel, gestikulierte Rodney aufzustehen. „Zuallererst werde ich Ihnen beibringen zu fallen.“
„Das klingt sehr hilfreich“, murmelte Rodney. „Ich dachte, der Sinn von alldem wäre, dass ich lerne zu kämpfen?“
„Ja, aber ich kann mit Sicherheit voraussagen, dass Sie, während Sie lernen, wie man kämpft, in den nächsten paar Wochen sehr oft hinfallen werden“, erklärte ihm der Colonel mit einem breiten Grinsen. „Und ich möchte Sie lehren, wie man richtig fällt, damit Sie sich nicht verletzen.“
***
Zehn Minuten später spürte Rodney die Anfänge böser Kopfschmerzen, nachdem er öfter auf die Matte geschleudert worden war, als er zählen konnte. Er war allerdings ziemlich sicher, dass er recht geschickt im Fallen wurde und falls er einer Horde feindlicher Außerirdischer gegenüberstehen würde, war er sicher, sie mit seiner Fähigkeit, sich zu Boden zu werfen, beeindrucken zu können.
„Toll. Sie machen das gut“, meinte Sheppard, streckte eine verschwitzte Hand aus, um ihn zum x-ten Mal hochzuziehen.
Rodney stöhnte, sein Körper schmerzte von all der ungewohnten Belastung.
„Ich denke, jetzt können wir uns etwas Interessanterem zuwenden“, meinte Sheppard.
Er ging rüber zur anderen Seite des Raumes und kam mit den Dingern zurück, die Rodney immer als Teylas Stöcke bezeichnete, obwohl er sicher war, dass sie eine technische Bezeichnung hatten, die er sich nicht die Mühe machte, im Gedächtnis zu behalten.
„Hier.“
Sheppard warf sie ihm zu und Rodney reagierte zu spät, sodass sie klappernd zu Boden fielen. Rodney stolperte ihnen nach, hasste diese ganze Sache. Wirklich, ihm schien es, als wäre das bloß eine gigantische Entschuldigung, ihn zu demütigen, obwohl er zugeben musste, dass Sheppard kein besonderes Vergnügen aus seinem Unbehagen zu ziehen schien und ihn hauptsächlich die ganze Zeit ermutigte.
Sheppard zeigte ihm ein paar Bewegungsabläufe, die in Zeitlupe furchtbar einfach aussahen. Wenn es jedoch zum tatsächlichen Angriff auf den Colonel kam, fand er heraus, dass seine Hände und Füße sich nicht im selben Tempo bewegten und Sheppard ihm hallend auf Arme und die Rückseiten seiner Beine schlug.
„Au und au!“ beklagte sich Rodney, starrte ihn böse an.
„Na dann konzentrieren Sie sich“, sagte Sheppard, grinste zurück. „Ich weiß, Sie können das besser.“
Rodney war nicht vollkommen sicher, warum er sich unter dieser Illusion abmühte, versuchte jedoch, bei der nächsten Runde schneller zu sein – mit einem ganz ähnlichen Ergebnis.
„Das ist wirklich nicht so komisch für mich wie für Sie“, meckerte er.
Sheppard schüttelte seinen Kopf. „Es dauert eine Weile, es zu begreifen, aber Sie machen das gut“, antwortete er.
„So ... ich habe über das nachgedacht, was Sie vorhin gesagt haben“, sagte Rodney, versuchte, einen der Stöcke zu wirbeln und versagte kläglich. Er fing ihn ungeschickt auf, bevor er vollkommen außer Reichweite wirbelte. „Dass Sie eine Stunde täglich in meinem Labor verbringen. Offensichtlich sind Sie ein intelligenter Mann, Colonel – von allem anderen abgesehen ist da die ganze MENSA-Sache – warum haben Sie bloß damit geendet, ausgerechnet zum Militär zu gehen? Sie hätten so viel mehr aus Ihrem Leben machen können.“
„Autsch.“ Sheppard verzog sein Gesicht. „Aber nein, das ist gut. Sie versuchen Gedankenspiele mit mir, wollen mich ablenken. Kapiert.“
Er wirbelte einen seiner Stöcke perfekt und grinste Rodney neuerlich an.
Entschlossen bewegte sich Rodney auf ihn zu, ein wenig verärgert, dass sein Trick so leicht entlarvt worden war, jedoch immer noch recht zuversichtlich, dass er den Colonel trotzdem ablenken konnte. Der andere Mann hatte seine heißen Knöpfe und Rodney war ziemlich sicher, er wusste, wie sie zu drücken waren.
„Ich war ein Kampfpilot, Rodney“, erklärte ihm John, machte eine Finte nach links.
Rodney sprang zurück, außer Reichweite.
„Haben Sie jemals die gesamten Voraussetzungen gelesen, um ein Kampfpilot zu werden? Die erwarten, dass Sie in allem nur Bestnoten haben. Sie müssen Dutzende schnelle Kalkulationen im Kopf ausrechnen, wenn Sie in diesem Level fliegen.“
„Hmm. Und dennoch hätten Sie die selben Qualifikationen nehmen und überall hingehen können, alles tun, einen echten Beitrag im Bereich der menschlichen Gesellschaft leisten ... anstatt sich die ganze Zeit als Kanonenfutter anzubieten.“
Rodney sprang vorwärts, seinen Stock hoch erhoben, und brachte es fertig, einen Hieb auf des Colonels Stock zu landen, den der andere Mann mit Leichtigkeit abwehrte. Sie wirbelten um die eigene Achse und standen sich wieder gegenüber.
„Ich wollte fliegen“, erklärte ihm der Colonel. „Habe ich immer, werde ich immer. Das war jedes Opfer wert.“
„Aber Sie haben nicht nur Beitritts-Qualifikationen, Colonel“, beharrte Rodney. „Ich habe mit Ihnen gearbeitet – Sie haben mir sogar bei komplizierten wissenschaftlichen Projekten assistiert und sie sind gut. Zumindest für einen Militär.“
„Hey, danke, Rodney.“
Sheppard fingierte nach rechts und landete einen Hieb auf Rodneys Stock, doch Rodney brachte es fertig, ihn gerade noch rechtzeitig abzuwehren und erneut zurück zu springen.
„Normalerweise finde ich den militärischen Gedankengang unglaublich dumm“, fügte Rodney hinzu, warf sich wieder vor.
Der Colonel wich ihm mit Leichtigkeit aus und landete ein Tätscheln auf Rodneys Arsch. Knurrend wirbelte Rodney herum, Stöcke neuerlich erhoben.
„Ich denke nur, es ist eine Verschwendung, das ist alles“, sagte Rodney. „Vielleicht hatten Sie Angst, in einem mehr gehirnabhängigen Gebiet zu versagen? Vielleicht wollten Sie sich nicht der Prüfung aussetzen, Colonel.“
„Vielleicht“, kicherte Sheppard, aber Rodney dachte, er würde zu ihm durchdringen.
„Eine Sache wundert mich – im Puddle Jumper, als Sie fast bewusstlos waren, nannten Sie mich John. Damals fiel mir auf, Sie nennen mich immer Colonel oder Sheppard – aber Sie haben mich niemals John genannt, vorher oder nachher“, meinte der Colonel, umrundete ihn erneut.
Rodney runzelte seine Stirn.
„Sie nennen Carson und Elizabeth bei ihren Vornamen, aber nicht mich. Woran liegt das?“ wollte Sheppard wissen.
Rodney zuckte unbehaglich seine Schultern.
„Ich habe lange Zeit mit dem Militär gearbeitet, Colonel“, sagte er, spürte den Schweiß die Seite seines Gesichts runterlaufen. „Ich weiß, wie besessen Sie alle von Ihrem Rang sind.“
Zornig wischte Rodney seinen Arm über seine Stirn, um zu verhindern, dass der Schweiß in seine Augen tropfte. Sheppard sah im Vergleich dazu immer noch frisch wie ein Gänseblümchen aus.
„Nicht alle von uns“, gab Sheppard zurück, rannte vorwärts und schlug Rodney beinahe beide Stöcke aus seinen Händen.
Rodney fuhr herum, gerade, als Sheppard seine Hüfte mit einem Schlag streifte.
„Das tut weh! Und ja, fast alle von Ihnen. Nehmen Sie sich zum Beispiel und wie verärgert Sie waren, als Sie herausfanden, dass Ihr Gegenspieler in einem anderen Universum einen höheren Rang bekleidet. Das hat Sie wirklich fertig gemacht.“
Rodney warf sich wild vor, wurde aus der Balance gebracht und schaffte es gerade so zu entkommen, ohne zu Boden geschlagen zu werden. Er fing sich harte Schläge auf seinen Arsch ein, als Sheppard an ihm vorbeischoss.
„Ein guter Rat, Rodney. Ablenkung ist eine Sache, aber Menschen zu verärgern, kann konterproduktiv sein“, knurrte Sheppard.
„Und Sie waren lächerlich erfreut, als Sie die Beförderung zum Lieutenant Colonel bekamen“, setzte Rodney fort, riss sich zusammen und bewegte sich neuerlich vorwärts, nahm an, Angriff wäre die beste Verteidigung.
Ihre Stöcke krachten aufeinander und verkeilten sich, sie schubsten einander mehrere Sekunden lang. Rodney konnte spüren, dass der Colonel ihn mit seiner größeren Kraft und Erfahrung überwältigte. Er ging auf ein Knie, ihre Stöcke noch immer verkeilt.
„Sie haben recht. Ich mochte die Beförderung“, sagte Sheppard in leisem, seidigem Ton. „Aber ich muss nicht jede Minute des Tages daran erinnert werden. Nennen Sie mich John.“
„Nein“, zischte Rodney, sein anderes Knie gab nach, sodass er nun auf beiden Knien lag, seine Stöcke mit Sheppards verhakt, seine Arme zitternd wegen der Anstrengung zu versuchen, den anderen Mann zurückzuhalten.
„Warum nicht?“ wollte Sheppard wissen und sein Gesicht kam nahe – zu nahe – und Rodney wurde wieder an diesen Panther erinnert, seine Kraft kaum gezügelt.
Warum nicht? Rodney hatte keine Ahnung, warum nicht, nur ... falls er den Colonel John nennen würde, würde er auch anfangen, so über ihn zu denken und falls er das tat ... Er war nicht sicher, wie das enden würde.
„Es ist nur ein Name. Es ist genau das selbe, wie Sie Elizabeth ansprechen und Carson und Radek und im Prinzip alle anderen. Es bedeutet gar nichts“ meinte Sheppard.
Rodney gab auf, seine Arme fielen runter und er brach auf dem Boden zusammen, keuchend und schweißbedeckt, besiegt. Sheppard baute sich über ihm auf und streckte eine Hand aus, um ihm aufzuhelfen.
„Das war gut“, sagte er mit einem kleinen Grinsen. „Sie lernen, Rodney.“
„Danke“, antwortete Rodney, ergriff die dargebotene Hand und hievte sich auf seine Füße. Er pausierte einen Moment, blickte in Sheppards braune Augen, die ihn erwartungsvoll anstarrten. „Colonel“, setzte Rodney leise nach.
Sheppard seufzte kaum hörbar und Rodney drehte sich weg, froh, dass die Trainingseinheit vorbei war. Er wusste, er konnte Sheppard nicht John nennen. Nicht, weil es nichts bedeutete, sondern, weil es genau das tat.
***
Im Laufe der nächsten paar Wochen verbesserte sich Rodneys Leben nicht. Er fand die Trainingseinheiten mit Colonel Sheppard seltsam verwirrend. Noch nie hatte er einen Weg gefunden, den anderen Mann mit diesen verdammten Stöcken zu besiegen, und da bestand eine permanente Anspannung zwischen ihnen, während sie fochten, was Rodney gleichzeitig erregend und erschöpfend fand.
Es war ja nicht so, dass er den Mann nicht mochte – er wünschte, es wäre so – aber die Wahrheit war, wenn er mit Colonel Sheppard zusammen war, sich mit ihm zankte, mit ihm lachte und generell kindische Beleidigungen mit ihm austauschte, war das lustig und sie genossen es beide. Andererseits konnte er nicht das Gefühl abschütteln, dass der Colonel wie ein Panther war, voller kontrollierter Kraft und gefährlich wie jedes Raubtier. Mehr und mehr hatte er das unheimliche Gefühl, des Colonels Beute zu sein. Es war ein unbehagliches Gefühl und dennoch gleichzeitig seltsam erregend.
Das Training war jedoch das kleinste seiner Probleme. Was ihm die größten Kopfschmerzen bereitete, war sein Alltag im Labor. Rodney war es gewöhnt, während seines Arbeitslebens der Herrscher seines kleinen Königreiches zu sein. Er herrschte über das Labor mit einer Mischung aus Jähzorn und intellektuellem Enthusiasmus und er war es gewöhnt, dass sein Stab sprang, um seinen Launen entgegen zu kommen. Nur, jetzt gab es zwei von ihnen und sie waren beide gewohnt, im Labor das Kommando zu haben. Keiner von ihnen wollte auch nur einen Zentimeter nachgeben.
Rodney fand alles an seinem Gegenspieler irritierend, von der Art, wie er seine Finger schnippte, wenn er aufgeregt war, bis zu seiner Beziehung mit dem General. Doch am meisten hasste er, wie der andere Mann in sein Labor eingedrungen war und versucht hatte, das Kommando zu übernehmen. Und das schlimmste war, dass er den deutlichen Eindruck hatte, dass sein ganzer Stab den anderen Rodney viel lieber mochte als ihn.
Rodney Sheppard kicherte sinnlos zu den unpassendsten Gelegenheiten; er stoppte überall für eine tröstende Donut- und Kaffee-Pause, wenn ihre Arbeit spektakulär schief gegangen war und er huschte generell im Labor herum, schloss Freundschaften und war nett zu Leuten, wenn es nicht im Entferntesten nötig war. Rodney hasste ihn. Es wäre nicht so schlimm gewesen, wenn er nicht so intelligent wie Rodney gewesen wäre, doch das war nicht der Fall – er war exakt auf Rodneys Level und zum ersten Mal in seinem Leben erkannte Rodney, wie sehr er sich auf sein Genie verließ, um sich besonders zu fühlen in der Abwesenheit von allem anderen in seinem Leben, um sich deswegen besonders zu fühlen. Nun war er nichts Besonderes mehr, weil Rodney Sheppard alles konnte, was er konnte, die theoretische Physik verstand, die er verstand und generell mühelos während der Streitgespräche mit ihm mithielt – was nie eine gute Sache war, soweit es Rodney betraf.
Nach ein paar Wochen, in denen er mit ihm im engen Raum des Labors eingeschlossen war, befand sich Rodney nahe dem Siedepunkt. Mürrisch beobachtete er, wie sein Spiegelbild eines Morgens ins Labor schlenderte, in seine Hände klatschend und zu allem bereit.
„Okay, Leute, versammelt euch. Ich habe mir einen Weg überlegt, die Aufladezeit der Kristalle zwischen den Versuchen zu halbieren“, verkündete er.
Rodney starrte ihn wütend an. „Tja, das klingt gut, aber vielleicht solltest du das zuerst mit mir besprechen“, sagte er. „Für den Fall, dass es nicht funktioniert.“
„Es wird funktionieren“, meinte sein Gegenspieler fröhlich.
„Vielleicht auch nicht und das ist mein Labor, also fragst du zuerst“, schnappte Rodney.
Die Mitglieder seines Stabes rutschten unruhig herum, spürten offensichtlich einen weiteren Ausbruch zwischen den beiden Männern.
„Okay. Wenn du eine Stunde mit sinnlosen Erklärungen verschwenden willst, warum nicht?“ fauchte der andere Rodney zurück.
„Oh, entschuldige, haben wir einen Termin?“ Rodney hob eine Augenbraue. „Falls ja, dann solltest du dir vielleicht größere Sorgen wegen der Tatsache machen, dass wir alle schon seit über einer Stunde hier sind, während du gerade aufgetaucht bist.“
„Na ja, ich war damit beschäftigt, es in meinem Quartier durchzudenken, weil du es unmöglich machst, hier drin zu denken.“
„Wir hätten es gemeinsam durchdenken können, wenn du es für angebracht gehalten hättest, es zu mir zu bringen, anstatt es erst vor allen anderen zu verkünden!“ brüllte Rodney praktisch.
„Ah, vielleicht ist es Zeit für eine Kaffeepause?“ schlug Radek schwach vor, positionierte sich zwischen den beiden Männern.
„Fein. Klar. Koffein ist immer die Lösung für alles“, knurrte Rodney, kehrte zu dem zurück, was er gemacht hatte, bevor er so rüde unterbrochen worden war.
Immer noch wütend sah er zu, während Radek seinem Gegenspieler Kaffee brachte und sie freundlich miteinander plauderten. Das war eine weitere Sache, die er an dem anderen Rodney hasste. Rodney hatte Radek immer auf eine Art als sein Eigentum betrachtet – um ihn herumzukommandieren und Ideen mit ihm auszutauschen. Und nun schien Radek den Großteil seiner Zeit mit dem anderen Rodney zu verbringen; es war, als ob er ihn vorziehen würde. Rodney mochte den Gedanken nicht, senkte daher seinen Kopf und versuchte, all diese unvertrauten Emotionen zu ignorieren.
Allerdings war es unmöglich, Rodney Sheppards nervende Stimme vollkommen aus seinem Bewusstsein raus zu halten. Der Mann hatte es anscheinend zu seinem Job gemacht, auf Rodneys Nerven herum zu springen, bis er nicht sicher war, es noch länger ertragen zu können.
Der Tag hatte schlecht angefangen und die Dinge wurden nicht besser, während der Tag andauerte, da die beiden Rodneys einander weiterhin zum Siedepunkt anfachten. Am Abend stand Rodney McKay an der Grenze zur Hysterie. Er beobachtete Rodney Sheppard, der sich bei seinem Team während des Tages einschleimte, einer nach dem anderen, bis er am Ende seiner Geduld war.
Schließlich machte sich sein Doppelgänger an Miko ran, aus allen Rohren seines Charmes feuernd, mit dem einzigen Zweck, schien es Rodney, seinen gesamten Stab gegen ihn zu wenden.
„Hey, Miko“, sagte Rodney Sheppard, nagelte die gutmütige japanische Wissenschaftlerin bei ihrem Schreibtisch fest. „Kommen sie morgen Abend zum Dinner?“
„Ja, Sir“, verbeugte sich Miko, nickte ihm nervös zu.
Rodney kochte – er hatte nie eines seiner Stabsmitglieder eingeladen und dachte wirklich nicht, es wäre notwendig.
„Großartig. Wir haben Sashimi“, grinste sein Spiegelbild.
„Sashimi? Sie wissen, wie man Sashimi macht?“ fragte Miko in dem gehauchten Tonfall puren Wunders, das sie normalerweise nur für Rodney McKay reservierte.
Rodney spürte eine Welle intensiver Eifersucht.
„Sicher wissen wir das, Sie haben es uns beigebracht“, grinste sein Gegenspieler. „Wir hängen ständig miteinander rum. Sie bringen uns zum Lachen. In meinem Universum nennen wir Sie die Drachenlady.“
„Was?“ Mikos Augen wurden weit vor Überraschung. „Drachenlady? Warum nennen Sie mich so?“
„Wegen Ihrer Reputation“, erklärte Rodney Sheppard mit einem hinterlistigen Zwinkern.
Rodney merkte, dass er seine Werkzeuge besonders krampfhaft umklammerte, um zu vermeiden, sie irgendwohin zu schleudern.
„Alle denken, Sie sind so höflich und still, aber irgendwie haben Sie es geschafft, sich drei Subs anzueignen – was, wie ich denke, dass mir alle zustimmen, ein bisschen gierig ist; zwei süße Mädchen von der botanischen Abteilung und einen der militärischen Jungs, der gern Ihre Stiefel küsst. Niemand weiß, wie Sie die alle im Zaum halten, aber John sagt, Sie regieren sie mit einer eisernen Rute.“
Miko errötete heftig, sah durch ihre Augenwimpern zu Rodney Sheppard hoch und kicherte nervös, aber eindeutig geschmeichelt von ihm.
Rodney McKay hatte schließlich genug, er warf seine Werkzeuge weg und marschierte durch den Raum.
„Haltet ... haltet einfach die Klappe“, knurrte er. „Und erledigt eure gottverdammte Arbeit. Du trinkst bloß immer Kaffee und bist nett zu den Leuten. Es ist widerlich!“
„Du bist doch nur eifersüchtig, weil sie mich mehr mögen als dich“, erklärte ihm Rodney Sheppard.
„Sie mögen dich nicht mehr als mich – du bist bloß eine Neuheit“, fauchte Rodney ihn an. „Mit deinem Halsband und deiner Leine und deiner endlosen Besessenheit mit seltsamem Sex.“
„Wenigstens habe ich Sex“, schnappte der andere Rodney zurück. „Du bist ständig schlechter Laune, weil du permanent sexuell frustriert bist.“
„Und du musst losrennen, sobald Daddy ruft. Ja, John, nein, John“, äffte er nach. „Wo willst du mich, John? Du kannst nicht für dich selbst denken oder selbst essen oder irgendetwas selbst machen.“
„Und ich kann mir eines vorstellen, was du selbst machen musst“, meinte der andere Rodney, seine Augen blitzten zornig.
„Wenigstens gehöre ich niemandem.“
„Niemand würde dich wollen!“
„Du bist unbedeutend, arrogant und ein totaler ... ein totaler ... Verlierer!“ brüllte Rodney, suchte nach der schlimmsten Beleidigung, die er finden konnte.
„Sieh ab und zu mal in den Spiegel!“ schrie sein Gegenspieler zurück.
Rodney hatte genug. Wenn er hier blieb, dachte er, er würde etwas Gewalttätiges tun, daher raffte er so viel Würde zusammen, wie er konnte und stolzierte aus dem Labor. Er war nicht vollkommen sicher, wohin er gehen würde, war deshalb selbst überrascht, als seine Schritte ihn zu Colonel Sheppards Quartier trugen. Er ignorierte die Türglocke und hämmerte lautstark gegen die Türe, bis der Colonel aufmachte, einen verblüfften Ausdruck in seinem Gesicht.
„Rodney? Was zur Hölle ist los? Gibt es einen Notfall?“ erkundigte sich der Colonel.
„Ja, den gibt es. Ich stehe knapp davor, einen Mord zu begehen“, sagte Rodney, schob den Colonel zur Seite und stürmte in sein Zimmer.
„Lassen Sie mich raten – Rodney Sheppard“, seufzte der Colonel.
„Er ist ... er ist der lästigste Mann, den ich je kennen gelernt habe.“
„Ja. Ich weiß.“ Der Colonel zeigte ein schiefes Grinsen.
Rodney starrte ihn wütend an. „Ich bin nicht so irritierend!“ protestierte er.
„Nein ... sind Sie nicht, aber er auch nicht“, meinte Sheppard verständnisvoll. „Er ist nur ... Sie und aus irgendeinem Grund mögen Sie sich nicht so sehr.“
„Ich ... ich ...“
Darauf hatte Rodney keine Antwort. Er stand einfach da, starrte den Colonel hilflos an.
„Sie sehen total angespannt aus. Kommen Sie mit, ich habe eine Idee, wie wir damit umgehen können.“
„Beinhaltet es, Rodney Sheppard ohne Wiederkehr durch das Stargate zu schicken?“ erkundigte sich Rodney hoffnungsvoll.
„Nöö, aber es beinhaltet, dass Sie sich besser fühlen“, antwortete Sheppard grinsend.
„Okay“, seufzte Rodney. „Ich glaube, ich muss mich damit zufrieden geben.”
Halb ging, halb joggte er mit dem Colonel den Korridor hinunter, plapperte endlos über seine Probleme mit seinem Gegenspieler, vollkommen high mit seiner nervösen Energie. Der Colonel hörte ihm ruhig zu, legte hin und wieder eine tröstende Hand auf seine Schulter, um ihn in die richtige Richtung zu dirigieren. Sie endeten schließlich sehr zu Rodneys Bestürzung vor dem Übungsraum.
„Oh, das können Sie nicht ernst meinen! Ich bin überhaupt nicht in der Stimmung, mit diesen verfluchten Stöcken verprügelt zu werden!“ kochte Rodney.
„Keine Stöcke“, korrigierte ihn Sheppard. „Mir schwebt etwas anderes vor.“
„Was zum Beispiel?“ erkundigte sich Rodney misstrauisch, betrat hinter dem anderen Mann den Raum.
„Nahkampf“, antwortete ihm Sheppard mit einem Grinsen.
„Und das soll es schaffen, mich besser zu fühlen ... wie?“ forschte Rodney.
„Sie werden schon sehen. Es ist nur eine Vermutung, aber irgendwie denke ich, das wird funktionieren. Jetzt kommen Sie her. Kommen Sie ... greifen Sie mich an ... benutzen Sie all diese Energie, um mich zu werfen“, winkte der Colonel.
Es war absurd, lächerlich ... und trotzdem, so, wie er sich gerade jetzt fühlte, machte es auf seltsame Art Sinn. Rodney musste es nicht zweimal gesagt bekommen. Er warf sich auf den anderen Mann und versuchte, ihn zu Boden zu werfen. Der Colonel fing ihn mit Leichtigkeit ab, schob einen Stiefel hinter sein Bein, schleuderte ihn zu Boden und warf sich auf ihn, hielt ihn nieder, indem er sich quer über seine Brust legte.
„Au ... gehen Sie runter ...“, keuchte Rodney, versuchte, sich zu befreien, doch der Colonel gab nicht nach.
„Muss Sie drei Sekunden niederhalten – außer, Sie tippen entweder meine Schulter an oder sagen Unterwerfung“, erläuterte ihm Sheppard. „Das sind die Regeln.“
„Klar, als ob ich das je zu Ihnen sagen würde“, gab Rodney zurück.
„Ich bleibe gern hier liegen, bis Sie es tun“, meinte der Colonel.
Und dann, zum ersten Mal, registrierte Rodney, dass Sheppards ganzes Körpergewicht auf ihm ruhte, ihn auf der Matte festnagelte, des anderen Mannes braune Augen schienen sehr nahe. Sheppards Körper war hart und muskulös und Rodney konnte kaum einen Zentimeter unter ihm herumrutschen.
„Eins – Zwei – Drei“, grinste Sheppard, ließ ihn endlich aufstehen.
Rodney sah böse zu ihm hoch.
„Wollen Sie es noch einmal versuchen? Kommen Sie schon. Sie wollen sich doch revanchieren, nicht wahr?“ spottete Sheppard. „Stellen Sie sich einfach vor, ich bin er. Na los ...“
Rodney erinnerte sich an das dämlich gelockte Haar und irritierende Kichern und die Art, wie Rodney Sheppard sein schwarzes Lederhalsband manchmal verträumt befingerte, wenn er dachte, dass niemand hersah. Irgendwie ärgerte das Rodney mehr als alles andere und er kam auf seine Füße und warf sich auf den Colonel. Sheppard war allerdings auf ihn vorbereitet und er fand sich eingehüllt in einen Schraubstock-gleichen Griff, bemühte sich freizukommen.
„Härter“, sagte Sheppard, seine Stimme warm und prickelnd an Rodneys Ohr. „Kommen Sie ... bekämpfen Sie mich, gehen Sie wirklich ran ...“
Rodney sträubte sich noch stärker, nutzte jedes Quäntchen Kraft und konnte sich befreien, sprang dann erneut den Colonel an – und endete flach auf seinem Rücken, mit Sheppard, der wieder einmal über seiner Brust lag. Er lag da, aufgedreht, fühlte sich seltsam erregt von der ganzen Sache. Sheppard war so nahe, dass er des anderen Mannes Geruch wahrnehmen konnte und der Colonel hatte ihn festgenagelt, sodass er sich nicht bewegen konnte. Und um ehrlich zu sein, plötzlich war Rodney nicht so sicher, dass er sich bewegen wollte.
***
Rodney Sheppard stürmte nach seinem Streit mit seinem Spiegelbild in sein Quartier, fühlte sich fuchsteufelswild. Gleichgültig, wie sehr er es versuchte oder wie viele gute Ideen er in ihre Arbeit einbrachte, Rodney McKay weigerte sich standhaft, ihm auch nur eine kleine Pause zu gönnen. Der Mann brach einen Streit vom Zaun, wenn es nicht nötig war und Rodney dachte nicht, er könnte es viel länger ertragen. Er stürmte ins Zimmer, warf seinen Laptop auf den Tisch und trat gegen einen nahe stehenden Stuhl.
„Schlechter Tag?“ sagte eine Stimme mitfühlend aus der Richtung des Bettes.
Überrascht drehte sich Rodney um; er hatte nicht erwartet, dass John schon zurück war. Er und der Colonel waren den ganzen Tag auf dem Kontinent gewesen und Rodney hatte angenommen, er würde spät nach Hause kommen. Stattdessen lag er auf dem Bett, sah Rodney mit einem fragenden Gesichtsausdruck an.
„Ganz schlechter Tag“, knurrte Rodney. „Ich schwöre, falls ich diesem Mann noch einmal zuhören muss, wenn er so herablassend zu mir ist, bin ich vielleicht nicht in der Lage, mich zu beherrschen.“
Noch einmal trat er den Stuhl, um seinen Punkt zu illustrieren.
Grinsend setzte sich John auf.
„Lass mich raten – Rodney McKay?“ Er hob eine Augenbraue.
„Wer sonst? Ständig pflaumt er mich an. Kleine Kommentare hier und da, die ganze Zeit. Grab, grab, grab ... meistens über meine Beziehung mit dir und meine sexuellen Vorlieben ... er ist besessen! Und er scheint zu denken, er versteht uns, wenn er es doch nicht tut. Er kapiert es nicht. Er lässt das, was wir haben – was wir machen und was wir genießen – klingen, als ob es schlecht wäre oder unnatürlich oder so etwas. Und das macht mich wild und er weiß das, deshalb macht er weiter, bis er mich aus der Reserve lockt.“
„Wenn du nur lernen könntest, nicht zu reagieren, hört er vielleicht damit auf“, meinte John weise, schwang seine langen Beine über die Bettkante.
„Ich weiß, ich weiß! Und ich versuche es, tue ich ehrlich. Er hat ein großartiges Team und ich liebe es, mit ihnen zu arbeiten. Er ist der einzige, den ich nicht ausstehen kann.“
„Ich mag ihn“, sagte John, stand auf und trat näher.
Rodney starrte ihn wütend an. „Ich habe keine Ahnung, warum“, knurrte er.
„Weil er irgendwie wie du ist und dich mag ich wirklich“, erklärte ihm John, schnappte sein Kinn und pflanzte einen süßen Kuss auf seinen Mund.
Seufzend verschmolz Rodney mit ihm, versuchte, sich von dem Kuss beruhigen zu lassen.
„Du bist früh zurück“, sagte er schließlich, nachdem ihn John losgelassen hatte. „Ich dachte, du würdest später zurückkommen.“
„Ich auch, aber wir waren früher fertig, als wir dachten.“
„Essen wir heute Abend in der Kantine oder kochst du?“ fragte Rodney, lehnte sich an ihn.
„Kantine. Ich koche morgen Abend, weil wir, glaube ich, Gäste haben.“
„Oh, ja, Miko.“ Rodney hatte Miko vergessen. „Es ist eigenartig. Sie ist irgendwie wie unsere Miko, aber auch ... sehr scheu. Unsere Miko hat unter dem ruhigen Äußeren dieses ganze coole Top-Ding laufen.“
„Na ja, diese Miko könnte genauso sein. Wir müssen sie bloß besser kennen lernen“, sagte John. „Ich habe auch Elizabeth eingeladen. Sollte eine interessante Kombination sein. Ich habe überlegt, dass wir nächste Woche Colonel Sheppard und Rodney McKay einladen sollten, aber ich nehme an, das ist keine so gute Idee?“
Rodney zog sich zurück und sah ihn entsetzt an. „Auf keinen Fall verbringe ich einen Tag mit diesem Mann im Labor und füttere ihn danach mit etwas anderem als Arsen!“ knurrte er, machte sich von seines Gatten Armen los. „Er ist ein Monster!“
Er konnte spüren, dass er sich wieder aufregte und fuhr herum, Fäuste ballten und entkrampften sich.
„Ah-oh. Ich sehe einen weiteren Anfall voraus“, sagte John, trat zurück.
„Es ist nur, dass er anscheinend etwas dagegen hat, wenn ich irgendeine Idee habe oder einen Betrag zu unserer Arbeit leiste, die nicht von der niedrigsten Art sind. Es heißt nur Dr. Sheppard, denkst du, du kannst meinen Laptop halten, während ich mit der sehr wichtigen und komplizierten Arbeit weitermache, oder wäre das zu viel für dich?“
Rodney stieß ein frustriertes Knurren aus und trat neuerlich gegen den Stuhl, verfehlte nur knapp das Bein seines Ehemannes.
„Okay, du musst runter gebracht werden“, meinte John fest. „Und ich denke, ich kenne genau den Weg, wie wir es machen.“
„Wirklich?“ Rodney sah ihn erwartungsvoll an.
„Oh, ja. Siehst du ... ich weiß nicht, wie es dir geht, aber ich habe ein paar der Spielzeuge vermisst, die wir zu Hause haben.“
„Oh, ja. Ich auch“, seufzte Rodney, dachte an ihre umfangreiche Kollektion aus Paddeln, Peitschen, Klammern, Ketten, Harnischen, Knebeln, Handschellen, Analplugs, Dildos und anderen Gegenständen.
Sie hatten die Werkzeuge, die John an seinem Gürtel befestigt trug, doch das waren bloß grundlegende Dinge und mehr zum formellen Gebrauch bestimmt. Und Rodney sehnte sich nach den erotischeren Gegenständen, die sie zu Hause in ihren Schränken hatten.
„So, während der letzten paar Wochen, während du im Labor gearbeitet hast ... habe ich ein paar Ausflüge auf den Kontinent gemacht, ein wenig gehandelt, meine Dienste angeboten, um bei allem zu helfen, was die Athosianer brauchten. Im Gegenzug machten sie mir ein paar Gegenstände ... Hölle, ich habe selbst ein paar angefertigt“, grinste John.
„Welche Gegenstände?“ fragte Rodney aufgeregt, kaum in der Lage, sich davon abzuhalten, auf und ab zu hüpfen.
„Alle Arten. Steh still und ich zeige sie dir.“
Rodney bemühte sich bewusst, die große Menge nervöser Energie zu unterdrücken, die derzeit seinen Körper durchströmte. Erst, als er ein paar Sekunden vollkommen still stand, nickte John und ging hinüber zu ihrem Schrank. Er holte eine Holzkiste heraus, die offensichtlich ziemlich schwer war, trug sie zum Tisch hinüber und öffnete sie. Rodney wartete auf die Erlaubnis, hineinspähen zu dürfen, hielt sich verzweifelt davon ab, geradewegs hinüber zu rennen und nachzusehen, was darin war.
Endlich winkte ihn John rüber und er hüpfte an seines Gatten Seite, stand dann da, vollkommen verblüfft.
„Oh, Gott“, sagte er endlich. „Das ist wie mein Geburtstag oder so.“
John grinste. „Ja. Lass mich dir alles zeigen, eines nach dem anderen – danach werde ich großes Vergnügen daraus ziehen, sie alle an dir auszuprobieren.“
Zuerst nahm er eine kleine Handpeitsche heraus und Rodney ließ bewundernd seine Finger durchlaufen. Sie war weich, die langen Riemen aus der Haut eines Pelztieres gefertigt und Rodney sehnte sich danach, sie seine Schultern streicheln zu spüren. Das war ein Werkzeug vollkommenen Vergnügens.
„Das ist der gute Bulle“, erläuterte ihm John mit einem Lächeln. „Aber das hier ...“ Er zog eine andere Peitsche heraus und diese war aus dünn geflochtenen Schnüren gemacht. Ein viel unnachgiebigeres Werkzeug. „Das ist der böse Bulle“, sagte John, ein erwartungsvoller Ausdruck glitzerte in seinen braunen Augen.
Als nächstes nahm John ein kräftiges Holzpaddel heraus.
„Ich habe es selbst gemacht“, sagte er stolz, hielt es hoch.
Rodney befingerte es, fragte sich, wie es sich auf seinem Arsch anfühlen würde. Er vermutete, es wäre laut und würde ein knallendes Geräusch verursachen, doch es würde nicht so weh tun wie der Riemen – Johns Riemen war dick und hart und sein Gatte verwendete ihn immer nur zur Bestrafung, nicht zum Vergnügen.
„Ich bin beeindruckt“, meinte Rodney, grinste entzückt. „Ich hätte nie geahnt, dass du Holz schnitzen kannst.“
„Jinto hat es mir beigebracht“, antwortete John mit einem Grinsen. „Er war nicht sicher, warum ich ein Paddel brauche, wo ich doch keine Kinder habe, aber ich habe ihm erklärt, es würde einen sehr würdigen Empfänger geben.“
Rodney kicherte und drückte einen Kuss auf seines Gatten Schläfe.
Ein Paar butterweicher Hand- und Fußschellen waren die nächsten in der Kiste. Rodney befühlte sie nachdenklich.
„Die sind wundervoll“, wisperte er.
„Ich weiß. Es ist die weichste Haut, die die Athosianer bearbeiten. Nur das Beste für dich“, murmelte John, seine Lippen bewegten sich über die Haut von Rodneys Hals, während er sprach, brachte Rodney zum Zittern.
„Die habe ich auch besorgt“, meinte John, zog ein paar Kleidungsstücke heraus.
Rodney durchsuchte sie, seine großen Finger liebkosten zärtlich ein Seidenhemd in einer blendenden Blauschattierung.
„Ich dachte, es würde zu deinen Augen passen“, sagte John.
Rodney schluckte hart, spürte einen Kloß in seinem Hals aufsteigen.
„Und diese ...“ John holte eine schwarze Hose heraus, die geschnürt wurde, anstatt einen Reißverschluss zu haben und ein Paar bequem aussehende Lederstiefel. „Ich weiß, wie sehr du die Kleider hasst, die Dr. McKay dir gegeben hat. Ich dachte, du fühlst dich mehr du selbst in diesem Outfit“, sagte ihm John.
„Ich liebe dich“, erklärte ihm Rodney, befingerte die Stoffe, genoss das sinnliche Gefühl.
Eines der Dinge, die er in diesem Universum schwierig fand, war das Fehlen jeder Sinnlichkeit. Er mochte es, wenn seine Kleider über seine Haut wisperten, ihn trösteten, einschränkten oder streichelten. Er mochte es, wie sich Seide auf seinem nackten Fleisch anfühlte und die knappe Passform seiner Hosen, wie diese seinen Arsch zum Vergnügen seines Ehemannes betonten. Rodney McKays Kleider lieferten keine dieser sinnlichen Erfahrungen und er hatte sie vermisst.
Rodney wandte sich zu seinem Gatten um und ließ seine Finger durch Johns dunkles Haar laufen, liebte auch dieses Gefühl.
„Ernsthaft, ich liebe dich“, sagte er erneut, bevor er einen tiefen, von Herzen kommenden Kuss auf seines Mannes Lippen presste.
Johns Hände gingen um seine Taille und glitten zu seinem Hosenboden runter.
„Das ist gut“, murmelte John, nachdem der Kuss geendet hatte. „Weil ich die nächste Stunde oder so damit verbringen werde, dich zu foltern, indem ich deinem Körper einige sehr langsame, sehr exotische Dinge antun werde. Und zu dem Zeitpunkt, wenn ich fertig bin, wirst du dich nicht einmal erinnern, wer Dr. McKay ist, weil du vor Entzücken knochenlos sein wirst. Es wäre egal, ob er hier rein marschieren und uns verspotten würde – du würdest nur lächeln und alles über dich hinwegspülen lassen.“
Rodney versteifte sich in seines Ehemannes Liebkosung.
„Das sehe ich im Moment nicht so“, gestand er. „Aber ich nehme dich beim Wort.“
„Gut ... weil ich will, dass du dich mir jetzt unterwirfst, Rodney. Ich werde dich runter bringen und ich will, dass du alles für mich aufgibst.“
***
„Haben Sie schon genug?“ fragte Colonel John Sheppard, sah in Rodneys rotes, verschwitztes Gesicht.
Entschlossen schüttelte der Wissenschaftler seinen Kopf.
„Denken Sie, Sie können mich schlagen?“ spottete John, grinste breit. „Kommen Sie schon, Rodney, Sie sind ein großer, kräftiger Junge. Wahrscheinlich haben Sie einen Gewichtsvorteil über mich. Nutzen Sie den.“
Rodney starrte zu ihm zurück, ein gespannter Ausdruck in seinem Gesicht, und warf sich dann wieder vor. John wickelte seine Arme um ihn, hielt ihn zurück, doch er hatte recht – Rodney hatte breite Schultern und falls er lernen konnte, die zu seinem Vorteil zu nutzen, konnte er ein ernst zu nehmender Gegner sein. Unglücklicherweise fehlte ihm der Killerinstinkt, was John überrascht hatte, als er den Wissenschaftler zum ersten Mal getroffen hatte. Anfangs hatte er angenommen, Rodneys Biss wäre so schlimm wie sein Bellen, hatte jedoch bald erkannt, dass Rodney Worte verwendete, um Menschen fern zu halten. Während er eine Sache sagte, tat er oft genau das Gegenteil.
Als sie in Atlantis eingetroffen waren, hatte John Rodney für einen kompletten Feigling gehalten, hatte sich jedoch rasch von dieser Meinung freigemacht und seitdem Rodney als einen der mutigsten Männer erkannt, die er je kennen gelernt hatte. Der Wissenschaftler hatte viele Leben gerettet, hatte oft sein eigenes Leben riskiert, während er das tat. Er mochte meckern und sich über Kleinigkeiten beschweren, doch wenn es zu den wirklich großen Angelegenheiten kam, wusste John, er konnte sich vollkommen auf Rodney verlassen. Nicht, dass er das dem Wissenschaftler je verraten würde, natürlich. Des anderen Mannes Ego war eine seltsame Mischung aus Arroganz und Minderwertigkeitskomplexen und man musste vorsichtig sein, welche Seite man nährte.
John drehte Rodney in seinen Armen herum, packte den Arm des Wissenschaftlers und nagelte ihn hinter seinem Rücken fest, zog ihn dann an sich, sodass sein Rücken an Johns Brust lag. Danach schlang John seinen freien Arm um Rodneys Körper, hielt ihn fest.
„Was jetzt?“ flüsterte John in Rodneys Ohr. „Was würden Sie tun, falls das außerweltlich passierte? Falls ein böser Außerirdischer Sie so festhält? Wie würden Sie entkommen?“
John konnte die Wärme von Rodneys gegen seinen gepressten Körper spüren. Er fühlte Rodneys Atmung stoßweise kommen, Rodneys heiße Wange gegen die Seite seines Gesichtes gedrückt. Er wünschte, er würde das nicht ganz so sehr genießen, konnte jedoch nichts dagegen machen. Der General hatte ihm gesagt, falls er Rodney wollte, sollte er einfach loslegen, aber John wusste, das war in seinem Universum nicht so einfach wie in dem seines Spiegelbildes. Für’s erste hatte Rodney niemals eine Andeutung gemacht, er würde seine Annäherung willkommen heißen, daher hatte John entschieden, die Dinge sehr langsam anzugehen. Er suchte nach Gelegenheiten, um Zeit mit dem Wissenschaftler zu verbringen, kam oft spät in der Nacht in seinem Labor vorbei, um zu plaudern, während Rodney arbeitete, oder traf ihn in der Kantine.
John genoss sein einseitiges Hoffieren – und so empfand er es – ein Hoffieren. Vielleicht war das ein bisschen altmodisch, doch auf eine Art sah sich John als altmodischen Kerl. Er hatte keine Einwände, ein langes Spiel zu spielen. Er würde einfach lange genug mit Rodney herumhängen, um zu sehen, ob er überhaupt eine Chance bei dem Wissenschaftler hatte oder ob Rodney vollkommen und unwiderruflich hetero war.
John dachte, dass seine Taktik funktionieren würde – immerhin war er es, zu dem Rodney diesen Nachmittag gekommen war. Er wusste, falls das nur ein paar Wochen früher passiert wäre, wäre Rodney zum Schmollen in sein Quartier gegangen oder hätte einen gewaltigen explosiven Ausbruch gehabt, den man in der ganzen Stadt gehört hätte. Jetzt allerdings hatte er gelernt, John genügend zu vertrauen, um wenigstens vorsichtig an seinen Fingern zu schnuppern, selbst, wenn es noch ein langer Weg war, bis er aus seiner Hand fraß.
John verengte seinen Arm um Rodneys Körper und bemühte sich, nicht hart zu werden, als er spürte, wie Rodney in seinen Armen stillhielt. Er war nicht sicher, ob Rodney auf seine Stimmung reagierte, irgendwie unbewusst aufnahm, wie er am besten reagierte, wenn John ihn auf diese Weise überwältigte, aber John liebte es. Es machte ihn an und verschaffte ihm zahlreiche Fantasien, zu denen er sich einen runterholen konnte, wenn er allein war. Im Moment wollte er Rodney zu Boden werfen, ihm seine Kleider runterreißen und seinen harten Schwanz in des Wissenschaftlers Arsch schieben. Er wollte diese verzogenen Lippen küssen und Rodney vor Verlangen stöhnen und keuchen lassen, doch John wusste, das würde warten müssen, bis er ein Signal von Rodney bekäme, dass er es auch wollte.
Lange Sekunden standen sie da, Rodney schlaff in Johns Armen, bis schließlich John ihm wieder zuflüsterte: „Geben Sie auf? Oder wollen Sie bloß Zeit gewinnen?“
Ein Ellbogen in seine Rippen beantwortete diese Frage und er löste seinen Griff um Rodney, ließ ihn entkommen, nur, um ihn zurückzuziehen und mit Leichtigkeit zu Boden zu schleudern. Rodney ging polternd runter und John warf sich auf ihn, drückte diese breiten Schultern mit seinem Körpergewicht auf die Übungsmatte. Er wollte Rodneys Arme packen, sie über seinen Kopf halten, seinen Kopf senken und Rodneys Mund mit seinen Lippen aufzwingen. Stattdessen beherrschte er sich mühsam, genoss einfach das Gefühl von Rodneys warmem Körper unter dem seinen. Rodney sträubte sich, doch John hielt ihn fest.
„Sie können jederzeit das Wort sagen – falls ich Ihnen weh tue“, sagte Colonel Sheppard, starrte grinsend zu Rodney hinab.
„Sie tun mir nicht weh ... Sie irritieren mich bloß“, antwortete Rodney.
Er war immer ruhiger geworden, je länger ihre Übung andauerte, kam von dem wütenden Stadium runter, in dem er sich befunden hatte, als er an Johns Tür gehämmert hatte.
„Nur ein Wort ... dann lasse ich Sie früher aufstehen“, versprach John sanft, liebte die Art, wie Rodneys blaue Augen ihn anblitzten.
„Werde ich nicht sagen“, keuchte Rodney.
„Wir werden sehen.“
Zögernd löste John seinen Griff und ließ Rodney aufstehen.
***
„Auf deine Knie“, befahl General John Sheppard seinem Ehemann in tiefem, zischendem Ton.
Augenblicklich fiel Rodney auf seine Knie, blickte mit seinen strahlend blauen Augen zu ihm auf, ein Ausdruck totalen Vertrauens in seinem Gesicht.
„Shirt zuerst.“
John schob seine Finger unter Rodneys Uniform-Shirt und zog es langsam seines Gatten Oberkörper hinauf, enthüllte Rodneys nackte Brust.
„Hände hinter deinen Rücken“, orderte John und Rodney gehorchte sofort.
John befestigte die neuen Handschellen um Rodneys Gelenke, klippte sie hinter seinem Rücken zusammen.
„Hmm, sieht gut aus“, wisperte er in Rodneys Ohr, während er einen Fingernagel Rodneys nackten Rücken runterzog.
Rodney schauderte und John lächelte vor sich hin. Er liebte es, seinem Ehemann das anzutun – er hatte nie einen Unterwürfigen gehabt, mit dem das Spielen so zufrieden stellend war, wie mit Rodney. Rodney konnte total hyper sein, voller hochprozentiger nervöser Energie, doch John wusste, wie er ihn runterholen konnte. Allmählich, langsam, brachte er schließlich diesen endlos plappernden Mund zum Schweigen und beruhigte das überaktive Gehirn, reduzierte Rodney zu einer Masse reinen körperlichen Empfindens.
Das war für John als Top derart unbeschreiblich erfüllend und er schwelgte darin. Tatsächlich machte es ihn hart, nur daran zu denken und er beschloss, sich zuerst darum zu kümmern, damit er es richtig genießen konnte, die nächste Stunde mit Rodney zu arbeiten, ohne dass sein sexueller Drang im Weg stand. Und zu dem Zeitpunkt, wenn er fertig war, war er sicher, dass er neuerlich bereit wäre zu kommen – dieses Mal in Rodneys rundlichem Arsch.
John streichelte seine Finger über Rodneys Torso, sanft, zärtlich, geisterte er mit seinen Fingernägeln über die Oberfläche der nackten Haut, sah eine Gänsehaut auf Rodneys Fleisch auftauchen. Er umrundete ihn, streichelte ihn die ganze Zeit und er konnte sehen, dass Rodney Mühe hatte, still zu halten. Schließlich endete John wieder vor seinem Ehemann. Er öffnete seine Hose und entließ seinen pochenden Schwanz, nahm dann Rodneys Gesicht in seine Hände.
„Ich werde deinen Mund benutzen“, flüsterte er in diesem selben tiefen, dunklen Ton, den er für ihre erotischsten Begegnungen reservierte. „Ich will, dass du dich nicht bewegst. Ich will, dass du hier kniest und mich aufnimmst.“
Dies war der erste Schritt, Rodney dazu zu bringen, all die Ängste und Irritationen des Tages zu vergessen und sich Johns Willen zu ergeben. Vielleicht würde es eine Weile dauern, dorthin zu kommen, doch nach ein paar gemeinsamen Jahren war Rodney nun recht gut trainiert – und John wusste, wie er am besten die Reaktion bekam, die er wollte.
Er liebkoste eine Sekunde Rodneys Ohren, glitt dann mit seiner Hand herum und packte die Haare am Hinterkopf seines Ehemannes. Er zerrte Rodneys Kopf zurück und sein Gatte öffnete automatisch seinen Mund. John nützte das aus, schob seinen harten Schwanz zwischen Rodneys Lippen, lockerte dabei nicht seinen Griff in Rodneys Haar. John stieß ein Seufzen aus, während er seinen Schwanz tiefer in Rodneys offenen Mund gleiten ließ, die Wärme von Rodneys Zunge auf seiner harten Länge genoss.
„Das ist gut“, wisperte er. „Ich werde tief gehen – entspann deine Kehle.“
Rodney war ziemlich gut beim Deep-throaten, es war jedoch einfacher für ihn, das zu tun, wenn er seinen Kopf über Johns Schwanz hinunter bewegte. Nun hatte John ihn immobilisiert und es war viel schwieriger, unter diesen Umständen den Würgereflex zu unterdrücken. Rodneys Augen weiteten sich und John konnte sehen, dass er sich sträubte. Es war jedoch ein Weg, sie beide zum Höhepunkt zu bringen, wenn John ihn dazu zwang, sich seinem Willen zu unterwerfen, daher hatte John nicht vor, ihn davonkommen zu lassen, ohne dass er es versuchte.
Er spürte Rodney würgen, krampfhaft schlucken und benutzte seine freie Hand, um die Seite des Gesichts seines Ehemannes zu streicheln, ihn zu entspannen und zu beruhigen. Rodney reagierte sofort, bemühte sich sichtlich, Johns Schwanz aufzunehmen. Dann glitt John weiter hinein, tief in Rodneys Kehle. Lange Zeit fuhr er ein und aus, liebte die Art, wie sein Schwanz so weit in Rodneys Mund verschwand. Seine Hoden schlugen mit jedem Einwärts-Stoß gegen Rodneys Kinn und es fühlte sich so gut an.
Endlich zog er sich ein bisschen heraus.
„Ich werde jetzt deinen Mund hart ficken“, erklärte er Rodney mit sehr tiefer Stimme, kaum lauter als ein Flüstern. „Ich will, dass du es annimmst. Knie einfach da und verehre meinen Schwanz, Rodney.“
Rodney stöhnte leise und John grinste, sah an der Wölbung in Rodneys Hose, wie angemacht er davon war. Er löste seinen Griff aus Rodneys Haar, umfasste das Gesicht seines Gatten und versenkte sich dann neuerlich schnell und hart in Rodneys Mund, wie er es versprochen hatte. Seine Hüften bewegten sich inzwischen wie ein Kolben, ein und aus, bloß ein Hauch von brutal entfernt. Rodney mühte sich, unter dem Angriff in Position zu bleiben, mit seinen Händen hinter seinem Rücken gefesselt. Nur der Druck von Johns Händen an seinem Gesicht hielt ihn aufrecht.
John buckelte immer und immer wieder in ihn, liebte den Ausdruck in Rodneys blauen Augen, liebte die Art, wie er sich seinem Top darbot, sich Johns Willen unterwarf. Dann spürte John, dass er kam und er hielt Rodneys Gesicht mit festem Griff und ejakulierte seine Kehle hinunter. Endlich kam er zu einem Halt, seine Finger streichelten sanft Rodneys Haar.
Lange stand er da, genoss, wie sich sein weich werdender Schwanz anfühlte, der immer noch auf Rodneys Zunge lag und die kleinen, keuchenden Bewegungen von Rodneys Atmung um sein empfindliches Organ. Endlich zog er sich heraus und steckte seinen Schwanz in seine Hose weg. Rodney kniete da, einen verträumten Ausdruck in seinen Augen.
„Hoch“, sagte John, half Rodney auf seine Füße.
Er öffnete die Hose seines Gatten und entfernte dann den Rest seiner Kleider, bis er vollkommen nackt dastand. Dann umrundete ihn John erneut, labte sich an dem Anblick. Er liebte Rodneys Körper und obwohl er ihm völlig vertraut war, konnte er nicht genug von ihm kriegen.
John zog einen Finger über seines Ehemannes breite Schultern, schwelgte in ihrer starken Gestalt. Rodneys Körper war nicht hart und schlank wie sein eigener, aber hübsch gebräunt und sein Bizeps wölbte sich gerade richtig. John presste seine Lippen gegen Rodneys Schultern und küsste sie.
„Hier werde ich dich später peitschen“, wisperte er. „Nett und lange und hart, bis diese Schultern rot sind.“
Rodney gab keine Antwort. Er stand bloß da, zitterte erneut. John grinste, mochte, wie empfänglich Rodney für alles war, was er zu ihm sagte, genauso wie für alles, was er tat. Er öffnete den Klipp, der Rodneys Handschellen verband und befreite seine Hände.
„Ich habe das Beste aus meiner Freizeit gemacht und habe ein paar Modifikationen im Zimmer angebracht“, sagte John. „Nur ein paar Haken an den richtigen Stellen.“
Rodney blickte hoch und entdeckte die Haken, die John in der Decke und den Wänden festgemacht hatte, stieß ein leises Stöhnen aus.
„Ich will dich gespreizt. Ich werde dich an den Haken über dir und im Boden befestigen.“ John nickte hinunter. „Danach werde ich lange Zeit damit verbringen, mit dir zu spielen“, versprach er.
Rodney schluckte hart, seine blauen Augen aufgerissen mit einer Kombination aus Erwartung, Angst und Erregung. John liebte diesen Blick.
„Shh“, flüsterte er, zog erneut einen Finger über Rodneys Haut. „Unterwirf dich mir, Rodney. Ergib dich mir. Du kannst mich ohnehin nicht aufhalten. Es wird geschehen, ob du dich dagegen wehrst oder nicht, also ergib dich und lass mich dir antun, was ich will.“
Rodney seufzte, als ob ein gigantisches Gewicht von seinen Schultern gehoben worden wäre und sein Körper fing bereits an, weniger angespannt auszusehen.
Grinsend begann John, die Ketten aus der Holzkiste an den Haken in der Decke zu befestigen. Nachdem er fertig war, drehte er sich wieder zu Rodney um, trug eine einfache, schwarze Augenbinde. Er band sie eng um seines Gatten Augen, sodass Rodney nicht in der Lage war, irgendetwas zu sehen.
„Du wirst keinerlei Kontrolle haben“, erläuterte ihm John. „Du wirst nicht sehen, was ich dir antue. Du musst es nur akzeptieren. Das ist alles.“
Rodney zitterte nun ernsthaft und John grinste, liebte die Art, wie die Kraft zwischen ihnen strömte, hin und her, sich zu unterwerfen und genommen zu werden, machte sie beide an.
„Jetzt der Knebel“, sagte John, wusste, wie sehr Rodney es hasste, nicht reden oder schreien zu können.
Rodney versteifte sich.
„Ich will nicht, dass du auch nur daran denkst zu sprechen. Tatsächlich will ich nicht, dass du überhaupt denkst. Ich will nur, dass du alles spürst, was ich dir antue. Ich will, dass du dich darauf konzentrierst und auf nichts sonst.“
Rodney nickte, seine Lippen zitterten leicht.
John schob den Lederknebel zwischen diese Lippen und schloss die Schnallen hinter seinem Kopf, dann pflanzte er einen kleinen Kuss auf jede von Rodneys Wangen, ließ dabei seine Hände Rodneys Körper auf und ab gleiten, bis das Zittern nachließ. Schließlich ergriff John Rodneys Handgelenke und befestigte sie an den Ketten über ihm. Dann kniete er nieder, befestigte eine Schelle an jedem von Rodneys Knöcheln und kettete sie an die Haken auf dem Boden. Rodney stand nun völlig aufgespreizt da – Beine weit geöffnet, Arme genauso weit über ihm ausgestreckt, nackt, Augen verbunden und geknebelt. John seufzte.
„Oh, das ist ein guter Anblick“, flüsterte er, streichelte Rodneys nackten Arsch mit seinen Händen, hielt ihn und quetschte ihn liebevoll.
Für einen Moment trat er zurück, starrte Rodney einfach an, saugte den Anblick ein, so gebunden, auf seine Aufmerksamkeiten wartend. Es machte ihn derart an, dass er seinen Schwanz erneut härter werden spürte, trotz der Tatsache, dass er erst kürzlich gekommen war. Allerdings war es noch nicht dringend – er hatte Zeit, mit Rodney eine gute Weile zu spielen, bevor er in diesen Arsch gleiten und ihn neuerlich beanspruchen musste.
Rodney war angespannt unter seinem Blick und John schüttelte seinen Kopf. Rodney versuchte, seine Gedanken vorherzusehen, sein Gehirn arbeitete mit Höchstgeschwindigkeit, während er sich fragte, was ihm John zuerst antun würde und John wollte das stoppen. Er wollte, dass sich Rodney unterwarf, zu denken aufhörte und bloß akzeptierte.
***
Rodney McKay stand im Übungsraum, heftig keuchend.
„Haben Sie schon genug?“ spottete Colonel Sheppard.
Grimmig schüttelte Rodney seinen Kopf, fragte sich, was zur Hölle mit ihm los war. Normalerweise konnte er nicht schnell genug aus dem Trainingsraum kommen, aber nicht heute. Nicht im Moment. Gerade jetzt wollte er sich einfach auf den Colonel werfen, ihn zu Boden ringen und niederhalten. Er war nicht sicher, warum oder wie, doch auf einer gewissen Ebene funktionierte es. Er konnte spüren, dass er mit jeder Sekunde ruhiger und gelassener wurde. Beinahe hatte er vergessen, warum er vorhin so aufgedreht gewesen war. Er war nicht sicher, warum herumgeschleudert und generell von Colonel Sheppard niedergehalten zu werden, seine Stimmung hob, aber irgendwie klappte es. Er konnte das Blut durch seinen Körper brodeln fühlen und hatte eine Empfindung, die er fast nie spürte.
Er brauchte einen Moment, es zu identifizieren, dann erkannte er, er war ganz einfach froh, am Leben zu sein. Das – das war irgendwie gut. Er verstand es nicht und wusste, dass es intellektuell überhaupt keinen Sinn machte, konnte jedoch nicht verleugnen, wie sich sein Körper im Moment anfühlte. Und dann war da Colonel Sheppard, der vor ihm stand, mit diesem andauernden, verfluchten Grinsen in seinem Gesicht, ihn ständig verspottend, andauernd einen Schritt außer Reichweite oder in der Lage, Rodneys geschickteste Angriffe in eine Gelegenheit zu verwandeln, den Wissenschaftler zu Boden zu werfen. Es war ... ärgerlich und dennoch gleichzeitig seltsam berauschend.
Rodney kam zu Atem und begann neuerlich, den Colonel zu umrunden. Der andere Mann bewegte sich ebenfalls, geschmeidig und graziös wie ein Panther und Rodney wusste, darin konnte er sich nicht mit ihm messen. Er hatte weder Sheppards Schnelligkeit, noch seine Hand-Augen-Koordination, doch Sheppard hatte recht – er hatte die größere Kraft. Er musste nur einen Weg finden, diese zu seinem Vorteil zu nutzen.
Es würde sich so gut anfühlen, Sheppard unter ihm gefangen zu halten, wie es der Colonel mit ihm während der letzten Stunde gemacht hatte. Das würde ihm gefallen. Er wollte derjenige sein, der den Colonel niederhielt, ihn besiegte.
Tatsächlich wollte er das so sehr, dass er nicht sicher war, aufgeben zu können, bis es passierte, selbst, wenn sie die ganze Nacht hier bleiben mussten. Vielleicht war es nicht der Colonel, den er schlagen wollte, sagte ihm eine leise Stimme in seinem Inneren. Vielleicht verlagerte er bloß all seine Wettbewerbs-Gefühle für Rodney Sheppard auf den Colonel, doch Rodney kümmerte es so oder so nicht wirklich.
Er ging ran, machte eine Finte nach links und überraschte den Colonel, sprang ihn an. Er brachte es fertig, einen festen Halt an Sheppards Taille zu erlangen und nutzte all seine Kraft in seinen Schultern, um den Colonel auf die Matte zu schleudern. Mit einem triumphierenden Knurren warf er sich auf ihn ... nur, um mit einem Plumps auf der Trainingsmatte zu landen, als sich der Colonel unter ihm wegdrehte und sich danach auf Rodney warf, ihn festnagelte.
„Nein!“ brüllte Rodney.
„Das war gut. Sie haben die ganze harte Arbeit für mich erledigt“, sagte der Colonel, seine dunklen Haare fielen über ein braunes Auge.
„Verdammt!“
Rodney wehrte sich mit aller Kraft und schaffte es, einen Arm frei zu bekommen, doch Sheppard packte den freien Arm und knallte ihn über Rodneys Kopf auf die Matte. Rodney befreite seinen anderen Arm und Sheppard machte mit diesem das selbe. Nun kniete er auf Rodneys Körper, beide Hände eng um Rodneys Handgelenke, hielt seine Arme über seinem Körper, nagelte ihn fest. Rodney rutschte herum und wand sich, wurde jedoch niedergehalten. Alles, was er sehen konnte, waren Sheppards amüsierte braune Augen und er konnte des anderen Mannes Schweiß riechen; das war alles so unglaublich roh und wild.
Wieder sträubte sich Rodney, gab alles, was er konnte. Schließlich sank er zurück, fühlte sich erschöpft.
„Unterwerfung?“ fragte Sheppard, seine weißen Zähne schienen Rodneys Gesicht sehr nahe.
Stumm schüttelte Rodney seinen Kopf. Des Colonels Gesichtsausdruck veränderte sich und er knallte neuerlich Rodneys Hände über seinem Kopf auf die Matte.
„Habe Sie, Rodney“, zischte er. „Sie gehen nirgendwohin, bis Sie es sagen.“
Plötzlich sahen des Colonels Augen nicht mehr so amüsiert aus. Sie wirkten gefährlich, als ob er Rodney töten könnte, ohne darüber nachzudenken. Einfach eine Hand um seinen Hals legen und zudrücken oder hart mit seinen Zähnen in seine Halsvene beißen ... Lange Zeit starrte Rodney zu ihm hinauf, verloren in dem Moment. Er fühlte sich müde – und all diese Emotionen, die er wegen seines Gegenspieler gehabt hatte, schienen verschwunden zu sein. Seine Schultern waren locker und offen, frei von der Anspannung, die vorhin darin gelegen hatte. Er fühlte sich ... gut. Tatsächlich dachte er nicht, sich jemals zuvor in seinem Leben so wohl gefühlt zu haben. Was bedeutete es schon, wenn er das Wort aussprach? John – Sheppard – hatte getan, was er versprochen hatte; er hatte es fertig gebracht, dass Rodney sich besser fühlte. Außerdem hatte Rodney das Gefühl, dass Sheppard ihn dieses Mal nicht freilassen würde, außer er sagte das Wort. Da lag etwas im Ausdruck des anderen Mannes, das ihn zittern ließ. Er konnte sich gut vorstellen, dass sie einfach die ganze Nacht hier blieben, bis er es sagte, bevor Sheppard ihn gehen lassen würde.
Rodney ergab sich dem Unausweichlichen, ließ seine Muskeln sich entspannen, verlor jede Kampfbereitschaft in seinem Körper.
„Unterwerfung“, sagte er leise.
Nächstes Kapitel: Sinneseinschränkung
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