Rating: NC-17
pairing: Sheppard/McKay
Warnung: Domination/Unterwerfung, BDSM, Prügel, Kinks, teilweise dunkle
Themen
Inhalt: Ein Unfall mit einem Antiker-Gerät saugt einen John und einen Rodney
aus einem alternativen Universum nach Atlantis - und sie haben völlig andere
Ansichten über Sex, Heirat und Beziehungen
Kapitel 2: Aufeinanderprallen der Kulturen
General Sheppard war erleichtert, als er endlich seinen Gatten wieder in ihrem Quartier hatte. So weit war es ein langer und schwerer Tag gewesen und er war froh, endlich mit jemandem allein zu sein, dem er sich nicht erklären musste.
„Wenigstens sieht die Stadt gleich aus“, sagte Rodney, als sie den Raum betraten. „Ich weiß, das ist nicht unser Quartier und wir haben nicht unsere Sachen, aber zumindest können wir, wenn wir allein sind, vorgeben, es ist unser Universum und nicht ihres. Diese Menschen sind so seltsam. Haben die überhaupt Beziehungen? Sie scheinen alle Single zu sein. Wandern bloß in ihrer höflichen, kleinen Welt herum, ohne ...“
John entschied, er hatte genug gehört – falls du Rodney weitermachen lassen würdest, könntest du dich ihm wortwörtlich den ganzen Tag zuhörend finden. Er schnappte seines Mannes Arm, schubste ihn gegen die Wand und küsste ihn hart auf den Mund.
„Ammhhh“, endete Rodney, verschmolz mit ihm auf diese sehr zufriedenstellende Art, die er hatte.
Seines Gatten große Hände glitten über die Rückseite seiner Lederhose und liebkosten seinen Hintern. John seufzte und ging neuerlich ran für einen weiteren tiefen Kuss. Rodney öffnete sich für ihn, sein Mund verschlang Johns hungrig und John nahm ihn in seine Arme, hielt ihn eng umklammert. Verdammt, es war lange her gewesen! Vier Tage waren zu lang, wenn man bedachte, wie regelmäßig sie Liebe machten, wenn sie zusammen waren.
Johns Schwanz war bereits steinhart und er konnte es nicht erwarten, seinen Mann nackt auszuziehen und mit ihm Liebe zu machen. Allerdings hatte Rodney seine eigenen Ideen und als John ihn losließ, sank er augenblicklich auf seine Knie und griff eifrig nach der Vorderseite der Lederhose seines Ehemanns aus. John grinste und vergrub seine Hand in Rodneys gewelltem Haar. Das würde reichen – tatsächlich würde es sogar sehr gelegen kommen. Es würde die Spitze von seinem sexuellen Appetit nehmen, sodass er, wenn er sich schließlich in Rodneys Arsch versenken würde, in der Lage wäre, sehr lange Zeit mit ihm Liebe zu machen.
Rodney öffnete seinen Hosenstall und entließ Johns harten Schwanz, pausierte dann einen Moment und sah zu seinem Gatten hoch, um Erlaubnis zum Saugen bittend.
„Oh, ja – besorg’s mir, Rodney“, drängte John, bewegte sich, damit er nun seinen Rücken an der Wand hatte und sich dagegen lehnen konnte.
Rodney brauchte keine weitere Ermutigung, senkte seinen Kopf und nahm mit einem geübten Schlucken Johns harten Schwanz in seinen Mund. John seufzte. Rodney war wirklich ausgesprochen gut im Blasen. Sanft streichelte er Rodneys Haar, während Rodney ihn deep-throatete und es dauerte nicht lange, bevor er Rodneys Kehle hinunter kam. Danach säuberte ihn Rodney mit kleinen Leckbewegungen seiner Zunge, bevor er sich mit einem zufriedenen Lächeln im Gesicht auf seine Füße hob.
„Gott, ich habe dich vermisst“, sagte Rodney und lehnte sich seufzend auf die Art, die er so gut konnte, gegen ihn, wie eine Katze.
Es bereitete John immer ein gutes Gefühl, Rodneys soliden Körper mit seinem verschlungen zu spüren und er wickelte seine Arme um seinen Ehemann, schnüffelte zufrieden in seinem Haar.
„Habe dich auch vermisst“, hauchte John, machte sich erneut mit Geruch, Geschmack und Gefühl seines Ehemanns vertraut.
„Vier Tage, ohne dich zu sehen und dann musste das passieren“, seufzte Rodney.
„Vergiss es, Rodney“, sagte ihm John. „Es ist geschehen – aber wir sind beide okay. Es ist nicht so, dass einer von uns gestorben wäre. Ich weiß, was dein Problem ist. Du bist angespannt wie eine Stahlfeder. Wenn du so verkrampft bist, klingst du tatsächlich wie Dr. McKay.“
„Hey, ich habe dir gerade einen Rodney Sheppard Spezial-Blow Job verpasst und jetzt beleidigst du mich?“ protestierte Rodney.
„Es war ein sehr netter Blow Job“, grinste John, schnappte seines Mannes Kopf und sah tief in seine Augen. „Aber du bist höllisch nervös, du hattest vier Tage ohne mich, gefolgt von all diesem Quatsch und du musst runtergebracht werden.“
Rodneys blaue Augen weiteten sich erfreut und John spürte seinen Schwanz neuerlich zucken. Er war zwar gerade erst gekommen, doch Rodney konnte ihn praktisch in Nullzeit wieder hart machen.
„Ist es das, was du machen wirst?“ wisperte Rodney. „Mich runterbringen?“
Liebevoll lächelnd lehnte sich John für einen weiteren sanften Kuss vor.
„Oh, ja“, antwortete er. „Jetzt zieh deine Kleider aus und leg dich über das Bett, damit ich einen guten Blick auf dich werfen kann.“
Er machte sich von Rodney frei und wanderte zum Bett, öffnete dann langsam seinen Gürtel, wusste, dass Rodney ihn beobachtete, seine gierigen Augen nichts übersahen. John legte den Gürtel und alle daran hängenden Gegenstände auf den Nachttisch, zog danach seine Weste und Stiefel aus, bevor er sich auf das Bett setzte. Dann lehnte er sich zurück und starrte Rodney an.
„So ... Kleider?“ John hob eine Augenbraue. „Ich will sie dir nicht runterreißen müssen, weil die einzigen anderen Sachen, die du dann zum Anziehen hast, die sind, die Dr. McKay dir gebracht hat. Und irgendwie denke ich nicht, dass du darin auch so niedlich aussiehst.“
Rodney schnaubte und zog rasch sein Shirt über seinen Kopf. Er machte kurzen Prozess mit seinen Stiefeln, schleuderte Hose und Socken weg und stellte sich dann nackt neben das Bett. John betrachtete ihn lange Zeit, labte sich an dem Anblick des nackten Fleisches seines Gatten. Verdammt, Rodney machte ihn so sehr an. Er liebte die breite Brust und Schultern, die feinen Brusthaare und die festen Hüften. Aber John übersah nicht die verkrampften Schultermuskeln und die Art, wie Rodney seinen Körper hielt, steif und mit einem leichten Buckel. Rodney war gestresst und John würde dafür sorgen, dass er genau das bekam, was er brauchte.
Lange Zeit ruhte sein Blick auf Rodneys geschwollenem Schwanz. Er wusste, sein Ehemann wollte verzweifelt kommen, jedoch wusste er auch, er musste sich Zeit lassen und wirklich daran arbeiten – für sie beide.
„Sieht erfreut aus, mich zu sehen“, kommentierte John mit einem Nicken zu Rodneys Schwanz.
„Ja, als ob er nicht immer erfreut wäre, dich zu sehen, General Knapphose“, schoss Rodney zurück.
„Jammerschade, dass ihm nicht erlaubt ist zu kommen“, erklärte ihm John freundlich.
Rodney seufzte. „Du bist teuflisch“, murmelte er.
„Ich weiß“, grinste ihn John an. „Jetzt dreh dich um – lass mich deinen herrlichen Arsch sehen.“
Er wirbelte seine Finger und Rodney drehte sich mit einem sorglosen Schwingen seiner Hüften, um seinen Hintern zu enthüllen. Es war so ein netter Arsch – rund und fest und ausgesprochen beiß-, prügel- und fickbar.
„Hmmm ... halt still“, sagte John, packte Rodney um die Taille und pflanzte einen dicken Kuss auf seines Ehemanns Hintern.
Rodney kicherte und Johns Herz sang bei dem Klang. Er hatte Rodney nicht ein einziges Mal kichern gehört, seit sie in diesem Universum angekommen waren und es war ein Geräusch, das er vermisst hatte. Er küsste Rodneys Hintern noch einmal und versenkte dann sanft seine Zähne darin, gerade genug, um eine zarte Markierung zu hinterlassen, weil er Rodneys Fleisch gern markierte. Und nach vier Tagen unterwegs waren alle seine vorherigen Marken verblasst. Er wusste, dass auch Rodney abhob, wenn er markiert wurde und sein Gatte stieß ein erregtes, kleines Gurgeln aus, blickte über seine Schulter.
„Ich hätte wissen sollen, dass es nur ein paar Minuten dauert, bis du Johns Zeichen wieder bei mir anbringst“, kommentierte er.
John lachte. „Ich hasse es, wenn da nichts von mir zu sehen ist“, sagte er, streichelte anerkennend Rodneys Arsch. „Dein ganzer Körper ist wie eine leere Leinwand – und dieser Arsch ist an sich schon ein Kunstwerk, daher braucht er keine großartigen Verbesserungen; eine nette kleine Gebissmarke oder ein Handabdruck hebt die Farbe deiner Haut einfach perfekt hervor. Jetzt komm her.“
Er griff aus und zog Rodney auf sich hinunter. Das mochte er – er voll bekleidet, Rodney splitternackt. Es fühlte sich höllisch sexy an. Neuerlich küsste er Rodney hart auf die Lippen und Rodney rieb sich stöhnend an ihm.
„Bist du sicher, was die ganze Nicht kommen-Sache angeht?“ wimmerte Rodney, als John ihn losließ.
„Völlig sicher“, sagte John eisern.
Er wusste, Rodney würde sich zurückhalten, weil er es ihm befohlen hatte und sein Ehemann ihm diesbezüglich nie ungehorsam sein würde. Er wusste jedoch auch, dass die erste Frustration bloß zusätzliche Spannung in ihr Liebesspiel bringen würde. Rodney würde umso explosiver kommen, sobald er die Erlaubnis bekam.
„Gott, ich hasse dich“, seufzte Rodney, küsste seinen Weg Johns Kinn entlang und endete erneut an seinem Mund.
„Hmmm ... jaah ... ich spüre richtig diese Hass-Vibrationen, die gerade von dir ausgehen“, lachte John, legte seine Hände auf Rodneys Hintern und quetschte. „Wie lange ist es her, seit ich dich das letzte Mal verprügelt habe?“ erkundigte er sich, streichelte liebevoll die weiche Haut.
„Keine Ahnung. Eine Woche?“ Rodney warf ihm einen Blick zu.
„Das würde also erklären, warum du so vorlaut bist“, meinte John. „Du solltest wirklich nicht länger als ein paar Tage ohne eine Tracht Prügel sein.“
„Wirst du mich erst verprügeln oder zuerst ficken?“ wollte Rodney wissen, lag zufrieden in den Armen seines Gatten, sein nackter Körper wie ein Bankett über Johns bekleideten ausgebreitet.
„Keins von beiden – erst werde ich mit dir spielen“, antwortete John, schob Rodney hoch auf seine Fersen und zog ihn dann wieder runter, sodass seine Brust auf einer Höhe mit Johns Mund war. „Erst diese ...“
John schloss seinen Mund um eine von Rodneys harten Brustwarzen und saugte daran, bis Rodney ekstatisch stöhnte. John ließ seine Hände auf Rodneys Hintern ruhen, während er arbeitete. Rodney liebte es, wenn mit seinen Brustwarzen gespielt wurde und er konnte ziemlich raue Behandlung ertragen, doch John war nicht in der Stimmung, mehr zu tun, als zu saugen und zu knabbern. Rodney seufzte und seine Hände legten sich auf Johns Schultern. John umklammerte ihn noch fester und verpasste einer seiner Brustwarzen einen sanften, hänselnden Biss. Quietschend fuhr Rodney zurück.
„Runter mit dir, Rodney“, sagte ihm John, zog ihn runter, sodass er wieder nahe war und ging für einen weiteren Biss ran.
Erneut quietschte Rodney, wand sich in Johns Griff, er blieb jedoch, wo er war und ließ John seine Brustwarzen weiter foltern. Sanft biss John zu und tröstete die wunde Knospe mit seiner warmen Zunge, bevor er die Aktion wiederholte. Mittlerweile stöhnte Rodney, flehte John an aufzuhören, die Tortur zu beenden, seufzte jedoch gleichzeitig voll Entzücken.
Endlich zog sich John zurück.
„Über mein Knie“, befahl er kehlig, packte Rodney und zog ihn runter über sein Knie.
Rodneys Beine waren gespreizt, enthüllten gerade die Falten seines Arschlochs, rosa und einladend. John griff nach dem Gleitmittel, verrieb es großzügig über seine Finger und schob dann einen davon tief in Rodneys wartenden Arsch.
„Oh, Scheiße ...“, seufzte Rodney, öffnete sich weiter unter Johns forschendem Finger.
John behielt den Finger, wo er war, klatschte Rodneys Arsch mit seiner anderen Hand. Rodneys Hinterbacken wackelten leicht, während sie verprügelt wurden und John liebte den großen, pinkfarbenen Handabdruck, den er hinterließ. Er verblasste rasch und John rammte einen zweiten Finger so tief er konnte in Rodney, schlug neuerlich seinen Arsch, diesmal härter. Rodney stieß ein tiefes Stöhnen der Frustration aus.
„Ich muss wirklich kommen!“ schrie er.
„Ich weiß“, meinte John tröstend.
„Darf ich?“ bat er.
„Nee“, antwortete John, schlug ihn wieder.
„Ich sterbe hier!“ beklagte sich Rodney.
„Falls du kommst, bevor ich es dir erlaube, wirst du heute Nacht mit einem wirklich wunden Arsch auf dem Boden schlafen und nicht mit einem erfreulich glühenden mit mir im Bett“, erklärte ihm John.
Rodney stieß ein Jammern der absoluten sexuellen Frustration aus und John grinste.
Das war es, was er an Rodney liebte – sein Gatte war überhaupt nicht stoisch. Er würde nicht verbissen durchhalten, weil es ihm befohlen worden war – nein, er murrte und jammerte und wand sich und schmeichelte – und John liebte es. Sein eigener Schwanz war inzwischen wieder hart, doch er ignorierte ihn. Dieser Arsch war ein zu verlockendes Ziel für seine Hand. Und außerdem fickte er Rodney am besten, wenn sein Geliebter einen warmen Hintern hatte.
Er schob seine Finger in Rodneys Arsch vor und zurück, behielt die ganze Zeit einen regelmäßigen Rhythmus mit der Fläche seiner anderen Hand bei. Langsam aber sicher verwandelte sich Rodneys Arsch von einer satten cremigen Farbe in eine wunderschöne Schattierung von leuchtendem Pink. Johns Schläge waren fest, aber dennoch erotisch – dies war eine vergnügliche Tracht Prügel und beide kannten den Unterschied zwischen dieser und strafenden Züchtigungen. Glücklicherweise musste John im Normalfall nicht viele davon liefern.
Endlich verlangsamte John seinen Takt, bevor er ganz aufhörte. Rodney lag über seinem Knie, stöhnte leise. John bemerkte, die verkrampften Muskeln in seinen Schultern sahen bereits entspannter aus.
„Ich denke, darum habe ich mich genug gekümmert. Nun werde ich dir dein Gehirn rausficken“, sagte John.
„Leere Versprechungen“, murmelte Rodney.
John lachte. „Wann habe ich je meine Versprechen nicht gehalten?“ fragte er, schubste Rodney von seinem Knie, nur, um ihn anzuspringen und neuerlich zu küssen.
Rodney lag da, nackt und ergeben, während John ihn mit Küssen bedeckte. Dann, langsam, mit einem Grinsen absoluter Schlechtigkeit, zog John einen Finger die Unterseite von Rodneys erigiertem Schwanz entlang. Er konnte die Gänsehaut auf Rodneys Fleisch auftauchen sehen und wegen der Anstrengung, nicht zu kommen brach ein Schweißfilm auf seinem Gesicht aus.
„Oh, Gott ... teuflisch, grausam, teuflisch, unmenschlich ...“, murmelte Rodney. „Hasse dich, hasse dich, hasse dich ...“
„Hältst du immer noch durch?“ erkundigte sich John, bewegte seinen Finger rhythmisch auf und ab, auf und ab, den harten Schaft entlang.
„Gerade noch ... nicht dank dir“, jammerte Rodney. „Hasse dich wirklich im Moment.“
Wieder grinste John und nahm seine Hand weg, um Rodneys Brustwarzen fest zu kneifen.
„Au!“ schrie Rodney, doch John schluckte das Geräusch mit einem tiefen Kuss, behielt die ganze Zeit seinen quetschenden Griff an Rodneys Brustwarzen bei, liebte die Geräusche, die Rodney tief in seiner Kehle erzeugte und die Art, wie er sich unter der grausamen Liebkosung wand.
Endlich ließ ihn John los und Rodney sank zurück, sein Gesicht hatte nun fast die selbe Schattierung wie sein Arsch. John entschied, es war an der Zeit, ihn aus seinem Elend zu erlösen. Er hatte ihn so weit gebracht, wie er gehen konnte und wollte ihn nicht über die Grenze stoßen. Das letzte, was er wollte, war, später das Bett für sich allein zu haben – Rodney würde morgen den ganzen Tag meckern, falls er heute nicht in seinen Armen schlafen durfte. Und außerdem hasste es John, wenn er ohne Rodney an seiner Seite schlafen musste.
John schob Rodneys Beine auseinander, kniete sich zwischen sie und hänselt seines Mannes Anus langsam mit seinem Schwanz, stupste nur ein bisschen hinein und zog sich dann wieder heraus. Rodney stieß ein ersticktes Stöhnen aus.
„Bitte ... du musst in mich“, murmelte er.
„Mmm, aber es macht solchen Spaß, dich bloß zu verspotten“, gab John zurück.
Rodney starrte zu ihm hoch, sein Haar verstrubbelt und seine Augen gierig. John hatte Mitleid mit ihm und schob seine Hände unter seines Mannes warme Hinterbacken, zog sie auseinander. Rodney knurrte kehlig, was zu einem Kreischen reinen Entzückens wurde, als John seinen harten Schwanz gegen seinen Anus presste und in ihn glitt. Augenblicklich kamen Rodneys Beine hoch und schlangen sich um Johns Rücken.
„Oh, Gott ... das ist tief ... brauche dich aber tiefer“, sagte Rodney heiser, sah benommen zu John hinauf, seine blauen Augen dunkel vor Erregung.
„Okay ... du darfst jederzeit kommen, wenn du willst“, sagte ihm John, lehnte sich über ihn, immer noch vollkommen bekleidet.
„Oh, Gott sei Dank!“ schrie Rodney.
„Wann immer du willst, nachdem ich gekommen bin“, stellte John klar.
„Neeeiiin! Nein! Nein! Nein!“ stöhnte Rodney wegen der Warnung, schlug seinen Kopf im Takt seines Protestes wiederholt in das Kissen zurück. „Du bist schon einmal gekommen, als ich ihn dir geblasen habe, das wird eine Ewigkeit dauern!“
„Ich weiß. Ich werde ganz schön lange brauchen“, bestätigte ihm John selbstzufrieden. „Leg dich einfach zurück und genieß es.“
Er tätschelte liebevoll Rodneys Gesicht, packte dann seine Hüften und begann, mit langsamen, faulen Stößen ein und aus zu gleiten. Rodneys Körper hatte den Großteil seiner Anspannung verloren, die John vorhin bemerkt hatte und nun war er praktisch vollkommen entspannt, lag da, seine Arme auf dem Bett ausgebreitet, sein erigierter Schwanz stolz von seinem Körper abstehend, während John kraftvoll in ihn stieß, sich Zeit ließ.
Rodneys ganzer Körper schien sich mit jedem Stoß von Johns Schwanz ein bisschen mehr zu lösen und John lächelte innerlich. Vielleicht war es grausam gewesen, darauf zu bestehen, dass Rodney nicht kommen durfte, es war jedoch diese Gnadenlosigkeit, die Rodney in die knochenlose Masse verwandelt hatte, die derzeit unter seiner Berührung zitterte. Er pausierte einen Moment und legte seinen bekleideten Körper über Rodneys nackten, deponierte einen langen, tiefen Kuss auf den Lippen seines Gatten. Rodney öffnete sich gierig für ihn, küsste ihn leidenschaftlich zurück, mit völliger Hingabe. John liebte es, Rodney in dieses Stadium zu versetzen, wo er sich einfach ergab, komplett und vollkommen, was immer John ihm antun wollte.
John senkte seinen Kopf und knabberte an Rodneys Brustwarzen, küsste und saugte sie und Rodney wimmerte entzückt, seine Hände tätschelten in einer total zusammenhanglosen Geste der Anerkennung seinen Rücken. Schließlich zog sich John wieder zurück und fing erneut an zu stoßen. Er blickte zu Rodney hinab, der unter ihm keuchte und jammerte und spürte eine Welle absoluter Liebe für seinen Ehemann. Rodney sah so verdammt wundervoll aus. Gott sei Dank hatte der Strahl, der sie in dieses Universum gebracht hatte, sie nicht getrennt. John wusste, er wäre außer sich vor Sorge gewesen, falls das geschehen wäre. Wenigstens waren sie zusammen – und selbst, wenn sie nie den Weg nach Hause fänden, hätten sie immer noch einander.
Rodney lächelte zu ihm hoch und John fragte sich, ob er etwas Ähnliches dachte. Rodneys Arsch molk seinen Schwanz, machte jeden Stoß noch erfreulicher und John wusste, er war nahe dran. Er erhöhte den Takt, hämmerte schneller und härter in Rodney, bis er kam, seine warme Samenflüssigkeit tief in Rodneys Körper ejakulierte. Für einen Moment hing er da, keuchend und blinzelnd, während sein Orgasmus anscheinend sehr lange und äußerst erfreuliche Zeit andauerte. Dann bewegte er seine Hand, ergriff fest Rodneys Schwanz.
„Ich bin fertig, Rodney“, murmelte er. „Also darfst du kommen – wann immer du willst.“
Er pumpte seine Hand ein paar Mal Rodneys harten Schaft auf und ab. Das war alles, was nötig war und Rodney kam mit einem Schrei absoluten sexuellen Entzückens über seine Hand und über seinen eigenen nackten Bauch.
Grinsend rollte John rüber, wollte vermeiden, angespritzt zu werden, während er noch angezogen war. Er entfernte seine Kleider und legte sich danach wieder ins Bett, zog Rodney in seine Arme. Rodney schmiegte sich an ihn, verschmolz auf seine typische Art mit Johns Körper und sie lagen lange so da. Immer wieder bewegte John sein Gesicht und küsste Rodneys Haar oder Stirn oder Lippen und Rodney revanchierte sich, indem er Johns Hintern mit seinen großen, geschickten Händen streichelte.
„Was hast du vorhin gedacht?“ fragte John. „Als du mich angelächelt hast.“
„Ich habe mich gefragt, warum ich derart wütend auf Dr. McKay war, weil er uns hergebracht hat“, antwortete Rodney. „Nein, das ist nicht unser Universum und wir gehören nicht hierher – aber als du vorhin auf mich runter gesehen hast, während du mit mir Liebe gemacht hast, begriff ich irgendwie, nichts davon war wichtig, weil Zuhause überall ist, wo du bist.“
Darauf hatte John keine Antwort. Er nahm Rodney einfach in seine Arme und küsste ihn sehr, sehr lange Zeit tief auf die Lippen.
***
Zum fünfundzwanzigsten Mal versuchte Rodney McKay, das QDG einzuschalten und zum fünfundzwanzigsten Mal hintereinander erhielt er ein schwaches Lichtzucken, gefolgt von einem Geräusch, das wie ein deprimierter Papagei klang, der in einem Brunnen krächzte. Dann verschwand das Licht, das Geräusch endete abrupt und das QDG war schwarz und tot – wieder einmal.
„Oh, Gott.“
Rodney setzte sich und vergrub seinen Kopf in seinen Armen.
Er hatte nonstop an dem Gerät gearbeitet, seit der Unfall ihre Doppelgänger in ihr Universum transportiert hatte, nur unterbrochen von seinem kurzen Besuch, um den Neuankömmlingen Kleider zu bringen. Carson hatte ein paar Mal hereingesehen, war jedoch ziemlich bald verschwunden, sobald Rodney begonnen hatte, ihn anzuschnauzen. Selbst Radek hatte letztendlich genug von seiner miesen Laune und war irgendwohin verschwunden. Doch Rodney konnte nicht aufhören zu arbeiten. Wenn er das Gerät nur durch Willenskraft allein zum Arbeiten überreden hätte können, dann hätte er das getan, aber tief in seinem Herzen wusste er, dass des anderen Rodneys Prognose, es würde vielleicht Wochen dauern, wahrscheinlich korrekt war – und diesen Gedanken konnte er nicht ertragen. Wochen! Wochen, in denen er sich mit seinem irritierenden Alter Ego abgeben musste und mit dessen seltsamer Beziehung mit dem Doppelgänger-John. Es brachte Rodneys Handflächen zum Schwitzen und Jucken, wenn er nur daran dachte.
„Hey“, sagte eine Stimme und Rodney versteifte sich.
Oh, nein, nicht jetzt. Das war das Letzte, was er brauchte.
„Sie arbeiten immer noch daran? Es ist Stunden her. Ich dachte, Dr. Sheppard sagte, die Reparatur würde Wochen dauern. Es ist also gleichgültig, wie viele Nächte Sie durchmachen, Rodney, diese Jungs werden trotzdem eine Weile hier rumhängen.“
Rodney erhob sich wortlos, ignorierte Sheppard völlig, griff nach ein paar Werkzeugen und ging zum QDG zurück.
„Rodney?“ Sheppard klang verwirrt hinter ihm. „Sehen Sie, ich weiß, Sie haben Mist gebaut und fühlen sich dafür verantwortlich, aber es ist kein totales Desaster. Na schön, es ist ein kleines Desaster, aber nicht auf der Arcturus-Skala, zum Beispiel. Kein Sonnensystem wurde ausgelöscht.“
Rodney konnte sich das dämliche Grinsen auf dem Gesicht des Colonels vorstellen, als er das sagte und das verärgerte ihn bloß noch mehr.
„Hallo – ich ignoriere Sie!“ schnappte er, hob eine Hand.
„Mich ignorieren? Wieso?“ fragte Sheppard, klang ehrlich verwirrt.
Rodney drehte sich um, fühlte sich stinkwütend. War der Mann vollkommen ahnungslos?
„Haben wir hier die selbe Wellenlänge?“ explodierte er. „Diese beiden Männer sind ... der andere Rodney ist ... Sagen Sie mir nicht, Sie sind nicht ernsthaft verstört wegen ihrer Beziehung!“
„Na ja ... vielleicht ein bisschen“, gab Sheppard zu. „Das ist teilweise der Grund, warum ich hier bin. Sehen Sie, schließen Sie mich nicht aus, McKay. Sie sind der einzige andere Mensch hier, der versteht, wie seltsam das alles ist.“
Rodney starrte ihn einen Moment an. Das machte Sinn. Niemand sonst hatte eine Ahnung – nicht einmal Carson, trotz all seiner eifrigen Versuche vorhin, mitfühlend zu sein.
„Sie haben recht. Es tut mir leid. Ich ... finde das bloß sehr schwierig zu verarbeiten“, meinte Rodney verzweifelt, legte seine Werkzeuge weg. „Sie sehen genau wie wir aus, Colonel! Ich meine – niemand sollte wissen müssen, wie er von hinten aussieht, oder dass sein Haar sich hinten so dämlich kräuselt oder wie er klingt, wenn er zu schnell spricht.“
„Aber sie sind nicht wir, Rodney – sie sind sie. Ich glaube, es ist, als ob man einen Zwillingsbruder hat oder so“, erklärte ihm Sheppard.
„Einen schwulen Zwillingsbruder, der ein Halsband trägt und abhebt, wenn er am Ende einer Leine von seinem angsteinflößenden Freund herumgezerrt wird“, brummte Rodney, setzte sich mit einem Seufzen, fühlte sich völlig erschöpft.
„Sie denken, der General ist angsteinflößend? Ich finde, er ist irgendwie cool“, sagte Sheppard, setzte sich neben ihn.
„Ja, und das ist auch so eine Sache. Sie kriegen den coolen Doppelgänger, während ich den irritierenden bekomme“, antwortete Rodney.
Sheppard drehte sich zu ihm und starrte ihn an.
„Oh, sprechen Sie es nicht mal aus!“ fauchte Rodney.
„Was aussprechen?“ sagte Sheppard, spreizte seine Arme.
„Dass sie genau wie wir sind. Dass Ihr Doppelgänger cool und meiner irritierend ist, weil Sie cool sind und ich irritierend bin“, murmelte Rodney.
„Das hätte ich nicht gesagt“, widersprach Sheppard, obwohl Rodney dachte, eine Spur Selbstzufriedenheit in seinem Gesichtsausdruck zu entdecken. „Was ich sagen wollte, Rodney“, setzte Sheppard ruhig fort, „ist, dass diese ganze Angelegenheit seltsam ist. Nicht sie an sich, sondern die Tatsache, dass das bedeutet, es gibt wirklich eine unendliche Zahl unterschiedlicher Versionen von mir, die ihr Leben dort draußen in den verschiedensten Universen leben. Ich meine, wenn Sie an die Tragweite denken ... es ist unfassbar. Und auch ... irgendwie demütigend. Ich dachte immer, ich wäre einzigartig, aber jetzt ... na schön, ich denke, das bin ich nicht.“
„Sie sind immer noch einzigartig in diesem Universum“, sagte ihm Rodney. „Wir hätten unsere alternativen Selbst nie kennen lernen dürfen – der Stoff der Raum/Zeit ist nicht so konstruiert.“
„Dennoch bauten die Antiker das QDG und machten es möglich“, wies der Colonel hin.
„Schon, aber ... vielleicht haben sie es nie richtig zum Funktionieren gebracht.“ Rodney biss auf seine Lippe.
„Rodney?“ Sheppard betrachtete ihn genau und Rodney untersuchte seine Hände. „Rodney?“ wiederholte Sheppard.
„Ich weiß nicht!“ sagte Rodney schließlich. „Ich meine nur – vielleicht ist der Nachteil, dass Sie die Menschen nicht zurückschicken können. Vielleicht können wir es reparieren und vielleicht funktioniert es auch, aber selbst dann – wir haben keine Ahnung, wie es fokussiert oder dazu gebracht wird zu tun, was wir wollen. Wir bringen es vielleicht zum Arbeiten, das ist jedoch keine Garantie, dass wir sie zurückschicken können. Vielleicht saugen wir bloß mehr Menschen hier rüber. Oder vielleicht bringen wir es nicht einmal zum Arbeiten und wir haben diese Kerle für immer am Hals und ich denke wirklich nicht, dass ich das ertragen könnte. Ich würde um Versetzung zurück zur Erde bitten müssen.“
„Dazu wird es nicht kommen“, warf Sheppard entschieden ein. „Rodney, Sie müssen den Jungs eine Chance geben. Ja, ich weiß, es gibt einige kulturelle Unterschiede, aber nichts davon wird auf Sie zurückgeworfen. Deren Vorlieben sind nicht die Ihren. Ihre Beziehung sagt nichts über Sie aus.“
Das schien alles so vernünftig. Verzweifelt blickte Rodney auf und sah in Sheppards braune Augen. Sie schienen ehrlich – offensichtlich machte er sich nicht über Rodney lustig.
„Ich meine nur ... wissen Sie, der Rest der Basis wird einen Heidenspaß damit haben“, murmelte Rodney traurig. „Sie werden mich auslachen.“
„Hey – Sie sind nicht der Typ, dessen Alter Ego enge schwarze Lederhosen trägt“, grinste Sheppard. „Falls sie jemanden auslachen, dann bin ich das. Aber ernsthaft, ich denke nicht, dass sie das tun werden. Sehen Sie, ich sagte, wir treffen uns mit ihnen um Sieben herum in der Kantine. Wieso kommen Sie nicht mit?“
„Ich bin hier nicht fertig“, sagte Rodney schnell.
„Sind Sie doch“, widersprach Sheppard fest. „Wie lange, seit Sie etwas gegessen haben, Rodney? Sie haben sich hier eingeschlossen und vermieden, jemanden zu sehen, seit das passiert ist. Sie können hier nicht für immer bleiben und Sie können nicht schmollen und hoffen, zwei Männern auszuweichen, die sich in der selben Basis aufhalten. Sie werden mit Dr. Sheppard arbeiten müssen – also können sie wenigstens versuchen, den Kerl kennen zu lernen, damit Sie eine Art professionelle Übereinstimmung mit ihm finden.“
„Dr. Sheppard – ich meine, schon der Name ...“ Angewidert schüttelte Rodney seinen Kopf. „Und er ist so arrogant!“
„Ja, na schön ... das kommt anscheinend mit dem Gesicht“, sagte der Colonel, erhob sich auf seine Füße.
„Hah! Ich bin nicht so arrogant!“ protestierte Rodney.
„Sicher sind Sie das“, gab Sheppard zurück. „Wenn die Situation umgekehrt wäre und er hätte Sie in sein Universum gesaugt, dann wären Sie derjenige, der ihn fertigmachen würde – und natürlich kennen Sie beide genau die richtigen Knöpfe, die Sie drücken müssen, um euch gegenseitig aufzuziehen.“
Rodney musste zugeben, dass eine gewisse Wahrheit darin lag. Widerstrebend kam er auf seine Füße.
„Kommen Sie“, ermutigte ihn Sheppard, wies mit seinem Kopf in Richtung Tür. „So schlimm wird es nicht werden.“
Seufzend ließ sich Rodney überreden, sehr gegen sein besseres Wissen.
***
Die Kantine war überfüllt, als sie dort eintrafen und Rodney vermutete sehr, das lag daran, dass jeder die Neuankömmlinge anstarren wollte. Auf jeden Fall hatte sich ein kleine Menschenmenge um sie versammelt; Elizabeth, Carson, Ronon, Teyla – sogar Radek und Major Lorne standen bei dem Tisch, an dem die beiden Männer saßen. Rodney holte sich etwas zu essen und folgte Sheppard, starrte jeden an, der es auch nur wagte, in seine Richtung zu sehen.
Rodney stellte sein Tablett lautstark auf dem Tisch ab und setzte sich neben Sheppard, dankbar, dass er wenigstens etwas moralische Unterstützung in der Situation hatte. Er bemerkte, dass der andere Rodney in eines seiner T-Shirts gewechselt hatte – und es quälte ihn festzustellen, dass es an seinem Doppelgänger lockerer hing als an ihm selbst. Außerdem erkannte er, dass beide Männer feuchte Haare hatten. Er schloss seine Augen und atmete tief durch, bemühte sich, das mentale Bild der beiden zu verbannen, wie sie gemeinsam eine Dusche nahmen.
„Ich sagte gerade“, erläuterte Carson Rodney und Sheppard, „dass die Resultate des DNS-Tests erschreckend sind. Diese beiden Männer haben die identische DNS wie Sie. Es gibt nicht einmal die winzigste Abweichung. Sie sind in jeder Hinsicht genau die selben Menschen.“
„Mit der Ausnahme, dass sie – Sie wissen schon – sie sind und nicht wir“, meinte Rodney betont. „Mit ihren Bräuchen und Ansichten und seltsamen Lebensweisen und nicht unserem sensibleren Verständnis.“
Er starrte den anderen Rodney wütend an, der ihn im Gegenzug bloß angrinste. Rodney runzelte seine Stirn. Das war anders.
„Tja, offensichtlich hatten sie unterschiedliche Lebenserfahrungen und kommen aus sehr verschieden geordneten Universen, aber auf der genetischen Ebene gibt es keinen Unterschied“, meinte Carson nachdrücklich.
Das half nicht Rodneys Gefühlen. Wenn diese Männer die selben waren wie sie, wie erklärte sich dann der Unterschied in ihren sexuellen Vorlieben? Rodney nahm einen großen Mundvoll Essen und versuchte, die Unterhaltung über sich hinwegspülen zu lassen.
„Es tut mir leid – wir sollten unseren Gästen etwas zu essen holen“, sagte Elizabeth. „Wir waren derart in die Konversation vertieft, dass wir ein bisschen abgelenkt waren.“
„Großartig. Ich verhungere“, sagte der andere Rodney, seine Augen leuchteten auf.
Er warf den General einen Blick zu, der nickte ihm zu. Und sogar das irritierte Rodney. Musste der andere Rodney für alles die Erlaubnis einholen? Das war so erniedrigend!
Der andere Rodney stand auf, pausierte dann und sah ihn an.
„So, Dr. McKay – Neuigkeiten vom QDG?“ erkundigte er sich in freundlicherem Tonfall, als Rodney den ganzen Tag von ihm gehört hatte.
„Es funktioniert immer noch nicht“, antwortete Rodney mürrisch zwischen Mundvoll Essen.
„Morgen als allererstes melde ich mich im Labor – sehen, was wir damit machen können“, sagte der andere Rodney, drehte sich um und eilte zu den Essenstabletts.
„Klar, sobald wir deinen strahlenden Intellekt im Labor haben, bin ich sicher, es wird innerhalb von Sekunden repariert sein“, murmelte Rodney in sein Abendessen.
„Rodney, spielen Sie nett“, flüsterte Sheppard ihm zu. „Ich denke, er versucht, freundlich zu sein.“
„Woher wollen Sie das wissen?“ konterte Rodney kaum hörbar.
Sheppard starrte ihn bloß an.
Der andere Rodney kam mit einem enormen Tablett voll Essen zum Tisch zurück und Rodney sah ihn böse an.
„Ernsthaft – nicht mal ich war je so hungrig“, kommentierte er.
„Das ist für uns beide“, warf der General ruhig ein. „Rodney holt immer mein Essen für mich.“
„Oh, Gott, nein“, stöhnte Rodney, während sich der andere Rodney neben den General setzte.
Die beiden Männer sahen sehr entspannt aus. Sie schienen nun zwangloser zu sein, als sie es vorhin gewesen waren und Rodney errötete heftig, als er den wahrscheinlichen Grund dafür erkannte. Er wollte wirklich nicht, dass weitere dieser deutlichen mentalen Bilder Platz in seinem Kopf einnahmen, daher schaufelte er eine weitere große Portion Essen in seinen Mund, kaute missmutig, versuchte, sich auf alles andere zu konzentrieren, als auf den Gedanken an diese beiden Männer, die miteinander Sex hatten.
Der General schnitt etwas von dem Essen klein, nahm einen Bissen und bot dann seinem Ehemann eine Gabel voll an. Der andere Rodney nahm es mit einem Lächeln zu seinem Gatten. Danach machte der General Konversation, als ob das alles ein normales Verhalten wäre. Rodney schluckte mühsam seinen Mundvoll Essen, sein Mund war plötzlich trocken geworden.
„So, wir sprachen vorhin mit Carson über unsere unterschiedlichen Bräuche“, sagte der General. „Und ...“, er blickte spekulativ in die Runde am Tisch, „wenn ich davon ausgehe, wie ihr uns gerade anseht, vermute ich, wir tun etwas, das ihr normalerweise nicht macht.“
„Das kannst du laut sagen“, schnappte Rodney. „Normalerweise essen wir selbst. Wir brauchen niemanden, der uns füttert. Wir sind alle erwachsene Männer, keine Babys.“
„Das ist eben unsere Art“, sagte der General, schoss ein fröhliches und völlig entwaffnendes Lächeln in seine Richtung.
Er gab seinem Gatten eine weitere Gabel voll Essen und ließ seine Hand sanft im Nacken des anderen Rodneys ruhen, streichelte liebevoll die Enden seines feuchten, gelockten Haares. Rodney wusste nicht, wohin sehen. Es war einfach so ... beschämend.
Er bemerkte, er war nicht der einzige, den die aufdringliche Zurschaustellung von Zuneigung zwischen den beiden Männern fassungslos machte. Major Lorne sah aus, als ob ihn jemand ins Gesicht geschlagen hätte, während Elizabeth ihr bestes Diplomaten-Gesicht aufgesetzt hatte – das Gesicht, das sie trug, wenn sie versuchte, freundlich und nicht vorverurteilend zu sein, selbst, wenn sie ernsthaft Probleme damit hatte. Andere schienen davon weniger gestört – Ronon war überwiegend an seinem Essen interessiert und Teyla hatte diesen zuvorkommenden Ausdruck im Gesicht, der daher stammte, dass sie eine Menge Menschen aus den verschiedensten Kulturen kennen gelernt hatte, mit ihren Bräuchen vertraut war und nicht davon auf die Palme gebracht wurde. Auch Radek schien sich relativ schnell darauf eingestellt zu haben und war stärker daran interessiert herauszufinden, was ihm im Universum der Neuankömmlinge zugestoßen war.
„Es geschah während der Belagerung von Atlantis“, erzählte ihm der General, schüttelte seinen Kopf. „Gott, es fühlt sich seltsam an, wieder mit dir zu sprechen, Radek. Seltsam und natürlich total fantastisch. In der Lage zu sein, jemanden zu sehen, der gestorben ist und mit ihm zu reden, das ist ... na ja, es ist wundervoll.“ Er schenkte ihm ein breites, ehrliches Grinsen, sah völlig entzückt aus. „Auf jeden Fall, während der Belagerung gingen du, Rodney und Lewis zu einer Antiker-Waffenplattform und habt versucht, sie zum Laufen zu bringen, damit ihr einige der Bienenstock-Schiffe außer Gefecht setzen konntet. Du bist an Bord in der Falle gesessen und wurdest getötet, als sie zerstört wurde. Rodney war deswegen wirklich fertig, als er zurückkam. Er vermisste dich im Labor – verdammt, wir alle haben dich vermisst, Radek.“ Erfreut strahlte er Radek an.
„Wir hatten diese Belagerung auch – etwa vor einem Jahr?“ sagte Sheppard, nickte langsam. „Dann sind die Ereignisse in unseren Universen also ähnlich, aber nicht völlig identisch?“
„Es scheint so“, grübelte Elizabeth. „Wir verloren Peter Grodin auf die Art, die Sie beschrieben haben – nicht Radek.“
„Peter?“ Der andere Rodney warf ihr einen Blick zu, dann dem General. „Unser Peter ist immer noch sehr lebendig.“ Er sah Elizabeth an und biss auf seine Lippe. „Es tut mir leid, Elizabeth“, sagte er ihr.
Elizabeth sah verwirrt aus. „Was tut Ihnen leid?“
„Na ja, in unserem Universum hatten Sie und Peter eine Beziehung“, zuckte der andere Rodney seine Schultern. „Ich kann mir vorstellen, wie niedergeschlagen unsere Elizabeth wäre, falls sie Peter verlieren würde. Er ist ihre absolute rechte Hand und sie ist auf ihn angewiesen.“
„Wirklich?“ Elizabeth sah verblüfft aus. „Peter? Ich und Peter Grodin?“
„Sie kamen nach der Belagerung zusammen“, erklärte ihr der General. „Offensichtlich ist das hier nie passiert, da Peter gestorben ist.“
„Und dann ist da noch die Tatsache, dass ihr Leute anscheinend keinen Sex habt“, setzte der andere Rodney nach. „Also wärt ihr wahrscheinlich ohnehin nicht zusammengekommen.“
„Rodney“, murmelte der General in leisem, tadelndem Tonfall und die Hand, die er an Rodneys Nacken hatte, quetschte warnend.
„Tja, das ist eine interessante Beobachtung“, stellte Elizabeth fest, sah unbehaglich aus.
„Und sehen Sie – jedes Mal, wenn Sex erwähnt wird, seid ihr alle verspannt und nervös“, fügte der andere Rodney hinzu, mampfte herzhaft an seinem Mundvoll Essen.
„Willst du wirklich hungrig ins Bett gehen?“ knurrte ihn der General an. „Denn im Moment fühle ich mich nicht geneigt, dir noch etwas zu essen zu geben.“
Rodney versteifte sich – der General entschied, was und wie viel der andere Rodney aß? Das war ein derart fürchterlicher Gedanke, dass er seine eigene Mahlzeit hastig in seinen Mund stopfte, beinahe in einer Reflexreaktion gegen die Vorstellung, dass es ihm entrissen würde.
„Tut mir leid.“ Der andere Rodney schmiegte sich entschuldigend an seinen Ehemann. „Ich wollte ehrlich nicht beleidigend sein. Ich finde es einfach seltsam, das ist alles. Ich meine, seid ihr alle Single?“
Die Atlanter wechselten Blicke.
„Na ja, ich glaube, das sind wir, ja“, antwortete Elizabeth.
„Was das Ausmaß an Stress in dieser Basis erklären würde“, kommentierte der andere Rodney. „Ich meine, all diese sexuelle Spannung!“
„Wir sind nicht gestresst. Wir sind hier, um unsere Arbeit zu machen, nicht unser Leben rammelnd wie die Kaninchen zu verbringen!“ fauchte Rodney, konnte es nicht länger ertragen.
„Nein, du scheinst überhaupt nicht gestresst“, sagte ihm der andere Rodney ruhig mit einer ironisch gehobenen Augenbraue.
„Wir gewinnen den Eindruck, dass Ihre Gesellschaft ein bisschen offener bei sexuellen Beziehungen ist als unsere“, mischte sich Elizabeth beruhigend ein.
„So – ihr habt gegen die Wraith gekämpft, genau wie wir“, warf Ronon mit seiner tiefen, barschen Stimme ein, deutlich uninteressiert an dem Gerede über Beziehungen. „Habt ihr schon einen Weg gefunden, sie zu besiegen?“
„Unglücklicherweise nicht“, gab der General seufzend zurück. „Ich habe mich gefragt, ob ihr mit effektiveren Wegen aufwarten könnt, sie zu bekämpfen, als wir sie haben. Vielleicht könnten wir Notizen austauschen?“
„Ich zeige dir gerne unsere militärischen Berichte“, meinte Sheppard. „Falls es Wissen gibt, das wir zusammenlegen können, würde es uns allen nützen. Vielleicht könnten wir sie morgen früh durchgehen?“
„Gut. Ja. Danke, Colonel.“
Der General nickte nachdenklich und Sheppard sah irgendwie stolz und mit sich zufrieden aus. Rodney konnte das verstehen – da war etwas an General Sheppard; man wollte ihn einfach beeindrucken, von ihm zur Kenntnis genommen werden, ein anerkennendes Nicken von ihm erhalten. Er war so mühelos cool.
„Ich habe mich gefragt – ihr beiden scheint eine komplexe Hierarchie zu haben, was Kommandokette und Recht und Gesetz angeht“, überlegte Carson. „Ist euer gesamtes Universum so?“
„Komplex? Da bin ich nicht so sicher“, sagte der General. „Eure Gesellschaft scheint mir viel komplizierter. Unsere ist ziemlich geradeheraus. Sobald du deine Machtdynamik und Vorlieben herausgefunden hast, ist es relativ einfach, in unsere Gesellschaft zu passen. Natürlich, es herauszufinden, ist nicht immer leicht. Gott weiß, ich hatte meine schweren Teenager-Jahre, während derer ich nicht wusste, was ich war oder was ich wollte und ich geriet oft in Schwierigkeiten, bis ich das herausfand. Aber schlussendlich findest du dich irgendwie selbst.“ Grinsend warf er Rodney einen Blick zu. „Sogar Rodney hat es schließlich herausgefunden.“
„Ja. Mit etwas Hilfe von dir“, sagte der andere Rodney, lächelte seinen Ehemann liebevoll an. „Bevor er des Weges kam, war ich ein Fall für die Klapsmühle. Total durch den Wind.“
„Und inwiefern ist das anders zu dem, wie du jetzt bist?“ Rodney hob eine Augenbraue in Richtung seiner Nemesis.
Allerdings weigerte sich der andere Rodney, den Köder zu schlucken. Er ... kicherte einfach. Es gab kein anderes Wort dafür. Er kicherte. Sein Gesicht verzog sich und er machte ein leises, gurgelndes Geräusch tief in seiner Kehle. Alle Atlanter am Tisch starrten ihn an, Überraschung in ihren Gesichtern, weil ein so Rodney-untypisches Geräusch aus des anderen Rodneys Mund drang. Der General grinste und kitzelte zärtlich seines Rodneys Nacken, beugte sich dann rüber und küsste sein Ohr.
Rodney wünschte, die Erde würde sich öffnen und ihn verschlingen. Mussten sie wirklich so offen mit ihrer Beziehung umgehen? Auf keinen Fall konnte er die Tatsache ignorieren, dass diese beiden Männer ineinander verknallt waren und das ließ Rodney einen Seitenblick zu Sheppard werfen, nur, um herauszufinden, dass Sheppard unsicher zurücksah. Beide tauschten unbehagliche Blicke.
„Es ist vollkommen anders“, erläuterte der andere Rodney endlich, immer noch leicht kichernd.
Rodney merkte, dass das Kichern ansteckend war, da Elizabeth, Carson und Radek wie verrückt grinsten.
„Bevor ich John kennen lernte, kannte ich mich überhaupt nicht. Versuchte zu toppen, versuchte mich als Bottom, versuchte zu wechseln. Nichts schien für mich zu funktionieren. Das Problem war, ich habe nie einen Top getroffen, der schlau genug war, mit mir fertig zu werden. Bis John daherkam und ich es wusste. Ich habe alle übertroffen. Aber John – na ja, John hat mich auf seine ruhige Art durchschaut und bevor ich es wusste ...“
Der andere Rodney zuckte seine Schultern und schlug seine Handfläche hart auf den Tisch, ließ Rodney erschrocken zusammenfahren. „Bamm! Ich lag über seinem Knie und fraß ihm aus der Hand. Wortwörtlich in beiden Fällen.“
„Oh, Gott. Das sind viel zu viele Informationen“, knurrte Rodney, mühte sich, ein weiteres dieser irritierend lästigen Bilder zu unterdrücken.
„Ich denke, es ist interessant“, meinte Elizabeth strahlend in leicht gezwungenem Tonfall. „Carson sagte, dass Ihre gesamte Gesellschaft um diese Macht-Beziehungen strukturiert ist?“
„Ja, wir waren vorhin ein wenig verstört, als Sie uns erzählten, ihr bestraft Menschen in eurer Gesellschaft, indem ihr sie wegsperrt. Um ehrlich zu sein, finden wir das ein bisschen barbarisch“, sagte der General.
„Aber Ihre Gesellschaft verwendet körperliche Züchtigung – das finden wir gleichermaßen barbarisch“, gab Elizabeth zurück, sah ein wenig verletzt aus.
Der General hob seine Schultern. „Ich nehme an, das ist Ansichtssache“, meinte er. „Unser Weg lässt die Menschen wenigstens in ihren Heimen und Jobs, während er gleichzeitig dafür sorgt, dass sie eine Strafe für jedes Vergehen erhalten. Es ist nicht perfekt, aber es funktioniert für uns.“
„So, was passiert – du bestrafst Dr. Sheppard, wenn er etwas falsch macht?“ fragte der Colonel.
Rodney ballte seine Fäuste um sein Besteck und schob eine weitere große Gabel voll Essen in seinen Mund, begann, wütend darauf zu kauen, eher als Möglichkeit, sich abzulenken, als aus tatsächlichem Hunger.
„Ja“, nickte der General. „Ich habe ihm ein paar ziemlich harte Tracht Prügel verpasst, wenn er sich daneben benommen hat.“
Rodney spuckte den Mundvoll Essen aus, an dem er kaute, sehr zu jedermanns Belustigung.
„Ich hoffe wirklich, das bringt niemanden hier auf Ideen“, stotterte er.
Elizabeth grinste ihn an und tätschelte freundlich eine seiner Hände. „Keine Sorge, Rodney“, sagte sie lachend. „Niemand wird Sie verprügeln.“
„Obwohl wir alle unsere Momente haben, in denen wir wünschten, wir könnten es“, murmelte Carson.
Rodney starrte ihn zornig an. „Sie sollten als Arzt prinzipiell dagegen sein, Menschen zu schaden“, erinnerte er steif.
„Ich meine nur ... für diese netten Leute scheint es gut zu funktionieren“, hänselte Carson mit einem breiten Grinsen.
„Das ist alles ... vollkommen verrückt“, knurrte Rodney.
„So ist es eben in unserem Universum. War es immer“, hob der General seine Schultern. „Eigentlich verstehe ich nicht, wie euer Universum funktioniert. Ihr müsst viele Regeln brauchen, um all eure Interaktionen zu lenken. Die Dinge sind viel einfacher, wo wir herkommen.“
In diesem Moment trat Colonel Caldwell an ihren Tisch, trug ein Tablett mit Essen.
„Entschuldigung – darf ich mich zu Ihnen setzen?“ fragte er höflich, seine Augen zuckten mit einem faszinierten Ausdruck über den neuen John und Rodney.
Rodney seufzte. Er glaubte, es gab inzwischen niemanden, der nicht über die Neuankömmlinge Bescheid wusste. Er vermutete, dass Fremde aus den weitest entfernten Ecken der Pegasus-Galaxie reingaten könnten und es innerhalb von dreißig Sekunden nach ihrer Ankunft erfahren würden.
„Natürlich, Colonel! Schön, Sie zu sehen!“ sagte der General. „Ich habe mich schon gefragt, wann Sie auftauchen würden.“
„Ah ... ich habe eine Besprechung ... mit ein paar anderen Leuten ... in ... bei mir ... Sie wissen schon ... die, ah, Krankenstation“, meinte Carson hastig.
Rodney sah ihn stirnrunzelnd an, wunderte sich, was zur Hölle sein Problem wäre, doch Carson war so erpicht darauf zu verschwinden, dass er beinahe seinen Stuhl umwarf, als er aus der Kantine eilte.
Rodney entschied, er wollte auch nicht viel länger bleiben. Trotz Colonel Sheppards Worten über nicht die Nacht durchmachen wusste er, das war genau das, was er tun würde. Auf keinen Fall würde er morgen seinen Doppelgänger in sein Labor lassen, ohne eine viel bessere Ahnung zu haben, was mit dem QDG nicht funktionierte und wie man es reparieren konnte.
Nächstes Kapitel: Erwachen
---------------------------------------------------