24/7

by Xanthe
übersetzt von Manuela
m.translator@chello.at



Pairing: Skinner/Mulder

Rating: NC-17

Kategorie: BDSM-Slash

Warnung: Diese Serie enthält grafische Szenen der BDSM-Erotik

Inhalt: Mulders Drang nach immer extremeren Erregungen lassen ihn den ultimativen Spieler in DC aufsuchen – ein mysteriöser Top, der legendär in der BDSM-Szene ist. Doch Mulder muss einen hohen Preis für das bezahlen, was er will.

Disclaimer: Die Charaktere Mulder, Skinner, Scully etc. gehören Chris Carter und 1013. Die Geschichte und Ideen gehören der Autorin.


Kapitel 26: Hier, dort und überall

Inhalt: Meister und Sklave stellen sich einer letzten Krise in ihrer Beziehung, welche die Dinge zwischen ihnen vielleicht für immer verändert.


„Ich möchte, dass du dich anziehst“, sagte Skinner seinem Sklaven an einem frühen Nachmittag, eine Woche, nachdem er ihn gebrandmarkt hatte.
Überrascht sah Mulder, der nackt auf dem Bett lag, zu seinem Meister hoch. Die letzte Woche war wie in einem Nebel für ihn vergangen; er und sein Meister waren nun schon lange ineinander verliebt, doch sie waren einander nie so nahe gestanden oder so intim gewesen, wie seit dem Branding. Immer noch im Urlaub, hatten sie jeden Tag der vergangenen Woche völlig ineinander verschlungen verbracht, Liebe gemacht und redend oder einfach faul einander in den Armen liegend ihre Nähe genossen.

Mulder fühlte sich mehr als glücklich – er fühlte sich absolut zufrieden, existierte in einem Stadium totaler Seligkeit. Das lag an dem Branding und auch wieder nicht – er hatte seinen Meister geliebt, bevor er gebrandmarkt wurde und sie waren auch vor dem Branding glücklich gewesen. Doch irgendwie war das Branding ein Höhepunkt all dieser Gefühle, die sich allmählich in ihm aufgebaut hatten, seit Skinner ihn vor zehn Monaten als seinen Sklaven angenommen hatte. Jetzt wusste er ohne den Schatten eines Zweifels, dass er nicht nur seinem Meister gehörte, sondern dass Skinner ihn bis in seinen Kern verstand und stark genug war, ihn und all das emotionale Gepäck anzunehmen, das ihn begleitete. Und dass er ihn liebte, egal, was kam.

Seltsamerweise hatte das Branding in Mulders Geist nicht so sehr seine Liebe für seinen Meister bewiesen, indem er seine Markierung auf seinem Körper akzeptierte. Stattdessen hatte es ihm bestätigt, dass Skinner stark genug war, sein Meister zu sein – und so viel mehr. Skinner war vor diesem herausfordernden Ausdruck seiner Liebe für seinen Sklaven nicht zurückgeschreckt und Mulder hatte in dem Moment seines Brandings gewusst, dass er endlich jemanden gefunden hatte, der stark genug war, sein Seelengefährte zu sein.

„Anziehen?“
Mulder blinzelte verwirrt. Er hatte die ganze Woche kein Stück Stoff am Leib gehabt, ausgenommen den Verband, der sein Brandzeichen bedeckte und er würde ziemlich bereitwillig nie wieder Kleider tragen. Er fühlte sich frei in seiner Nacktheit und er liebte das Gefühl, konstant für seines Meisters Benutzung verfügbar zu sein.

„Ja. Wir bekommen später ein paar Gäste“, antwortete ihm Skinner, schritt zum Schrank hinüber.
„Tatsächlich?“ Mulder erhob sich, fühlte sich wie ein Idiot, weil er so langsam begriff.
„Ja.“ Skinner warf einen Blick über seine Schulter und grinste seinen Sklaven an. „Du hast keine Ahnung, welcher Tag heute ist, stimmt’s?“ sagte er.
„Nein“, zuckte Mulder seine Schultern. „Sollte ich?“ fragte er mit einem Stirnrunzeln.
„Es ist Silvester“, eröffnete ihm Skinner. „Und da du deine Branding-Party verpasst hast, dachte ich, du wolltest dieses Brandzeichen unbedingt wenigstens einigen deiner Freunde zeigen.“

Mulders Magen machte einen Satz; er hatte seine Nähe zu Skinner derart genossen, dass er nicht auf diese Art rausgerissen werden wollte. Der Gedanke an das mit Menschen überfüllte Apartment war unerträglich und ließ ihn fast ersticken.

Skinner musste seinen Ausdruck bemerkt haben, weil er Mulders Schultern packte und sie festhielt.
„Keine Panik. Es sind nur ein paar unserer engsten Freunde“, versicherte er seinem Sklaven.
Mulders Gesicht erhellte sich.
„Ian und Perry?“ fragte er eifrig.
„Ja“, nickte Skinner. „Und Elaine und David.“
„Das sind alle?“
„Ja ... na ja, außer ein paar Überraschungsgästen, die vielleicht auftauchen, vielleicht aber auch nicht“, lächelte Skinner mysteriös.
„Überraschungsgäste?“ Mulder runzelte seine Stirn. „Sie wissen, wie sehr ich Überraschungen hasse, Meister.“
„Hmmm, ja, das weiß ich. Du scheinst eine ganze Karriere auf diesem bestimmten Charakterfehler aufgebaut zu haben“, grinste Skinner. „Aber ich fürchte, du wirst warten müssen. Jetzt geh dich duschen, während ich die Kleider rauslege, die ich dich tragen lassen will.“

Er drehte Mulder herum, in die Richtung des Badezimmers und verpasste seinem Arsch zum Drüberstreuen einen herzhaften Schlag. Mulder stieß ein kurzes Jaulen aus, grinste jedoch, während er in die Dusche sauste. Er wunderte sich, wann Skinner diese kleine Party organisiert hatte, da er sicher war, dass sie die vergangene Woche nicht eine einzige Sekunde außerhalb der Gesellschaft des anderen verbracht hatten. Andererseits ging sein Meister seltsame Wege, um seine Wunder zu vollbringen und Mulder wusste es besser, als ihn dieses Thema betreffend auszufragen.

Er duschte und wusch rasch sein Haar, plötzlich erregt von der Aussicht, ihren Freunden sein Branding zeigen zu können. Er war nur in der Lage, sein Brandzeichen zu sehen, wenn sein Meister den Verband wechselte, der es bedeckte, doch jedes Mal erregte es ihn und er freute sich darauf, den Verband bald endgültig los zu sein. Ja, das Brandzeichen sah im Moment nicht wirklich schön aus, es war verschorft, während es heilte, er war jedoch zu stolz darauf, um sich deswegen Sorgen zu machen. Bis jetzt hatte noch niemand außer ihm und seinem Meister das Brandmal gesehen; Perry und Ian hätten am Tag nach Weihnachten vorbeikommen sollen, doch Skinner hatte gedacht, dass Mulder immer noch zu sehr auf einem Post-Branding-Höhenflug schwebte, um Besucher zu empfangen. Außerdem fühlte es sich einfach richtig an, dass Meister und Sklave nach dem Branding eine Zeit allein verbrachten.

Wie auch immer, ihr Urlaub kam zu einem Ende und obwohl Skinner es geschafft hatte, ihnen ein paar zusätzliche Tage zu ergaunern, würden sie bald wieder arbeiten gehen müssen, deshalb nahm Mulder an, nun wäre ein guter Zeitpunkt für seinen Meister, sie wieder an die alltägliche Welt zu gewöhnen.

Mulder huschte aus dem Badezimmer, voller erregter Erwartungen – nur um zu erstarren, als er das Kostüm sah, das sein Meister für ihn auf dem Bett bereitgelegt hatte.
„Nein!“ sagte er. „Nein, nein, nein, nein, nein.“
Skinner grinste ihn an. „Ah, der kleine Sklave denkt, er hat eine Wahl, was er diesen Abend tragen wird. Wie amüsant.“
„Ich bin nicht klein, es ist nicht amüsant und das trage ich nicht!“ meinte Mulder, wedelte seine Hand zu der türkisfarbenen, golden eingefassten, hauchdünnen und total transparenten Haremshose, die auf dem Bett lag, gemeinsam mit einem goldenen Harnisch.
Ein Paar aquamarinblaue Pantoffel mit aufgedrehten Spitzen stand neben dem Bett auf dem Boden.

Das war nicht das Outfit, in das Skinner ihn gekleidet hatte, während sie in Murrays Strandhaus gewohnt hatten, doch es war sehr ähnlich und – wenigstens in Mulders Augen – genauso abstoßend.
„Natürlich trägst du es.“ Skinner zeigte ein strahlendes Lächeln, das ihn auf die Palme brachte.
„Was ziehen Sie an?“ Mulders Augen verengten sich misstrauisch.
„Du siehst es.“ Skinner gestikulierte zu seiner Baumwollhose und dem dünnen Polo-T-Shirt, das er anhatte.
„Und Elaine, David, Perry und Ian – sie kommen bloß in Jeans und gewöhnlichen Klamotten, stimmt’s?“ verlangte Mulder zu wissen.
Skinners Grinsen wurde breiter.
„Ja, das denke ich schon“, nickte er.
„Wieso muss ich mich dann verkleiden wie ... wie ein ...?“ Mulder warf neuerlich einen Blick auf die verhassten Kleidungsstücke, suchte krampfhaft nach Worten.
„Wie eine Art exotischer Sklavenjunge?“ Skinner hob eine Augenbraue. „Oh, keine Ahnung – vielleicht, weil es genau das ist, was du bist, Junge. Mein exotischer, gebrandmarkter, gehorsamer Sklavenjunge.“

Die Betonung des Wortes gehorsamer entging Mulder nicht. Er war nur von einer Person außer seinem Meister in dem Harems-Outfit gesehen worden, und das war jemand gewesen, den Mulder nicht kannte. Obwohl es beschämend gewesen war, war es daher nicht so schlimm gewesen wie das ... und dennoch ... auf einer gewissen Ebene wusste Mulder, er war von dem Szenario unheimlich angetörnt. Er hinterfragte seines Meisters Befehle nicht ernsthaft – sie wussten beide, dass er die Haremshose tragen würde, doch sie erfreuten sich beide an seinen Protesten – sie bildeten die Würze in ihrer Beziehung.

Skinner griff aus und legte eine Hand auf seines Sklaven Nacken, gleichzeitig beruhigend und drohend.
„Weißt du, ich könnte schwören, dass du einen Vertrag unterschrieben hast, der dich und deinen Körper meiner absoluten Obsorge und Kontrolle unterwirft“, murmelte er mit tiefer, sexy Stimme. „Hmm?“
„Ja, Meister“, flüsterte Mulder, vollkommen vereinnahmt von dieser vollen, dunklen, herrischen Stimme.

Er liebte es, wenn sein Meister zum Übertop für ihn wurde; es ließ seine Wirbelsäule prickeln und seinen Magen Saltos schlagen.
„So“, schnurrte Skinner, strich eine Hand besitzergreifend über Mulders Körper. „Ich denke, es ist Zeit, dass du dich in dieses nette Kostüm kleidest, das dein Meister so zuvorkommend für dich bereitgelegt hat. Richtig, Junge?“

Seine Hand schloss sich über einer von Mulders Hinterbacken und quetschte, fest und liebevoll, gerade genug, dass Mulder sich wand.
Mulder überlegte, seinen Protest fortzusetzen, war jedoch zu angemacht von der Art, wie Skinner ihn hielt.
„Ja, Meister“, murmelte er nachgiebig.
Skinner ließ seinen Sklaven los, gab ihm einen entschlossenen Schubs Richtung Bett und Mulder hob das durchsichtige Gewebe hoch, das für ihn bereitlag.

Es hatte eine Zeit gegeben, wo er entsetzt gewesen wäre, in einem solchen Kostüm öffentlich zur Schau gestellt zu werden, doch jetzt, wo er ehrlicher mit sich selbst war und entspannter in seinem Sklaventum, konnte er nicht ableugnen, dass er bei dem Gedanken einen sexuellen Thrill spürte. Er war froh, dass sein Meister immer darauf bestand, seine Befehle zu befolgen, selbst wenn er störrisch war; normalerweise wusste Skinner, was das beste für seinen Sklaven war – und Mulder endete unveränderlich damit zu genießen, was sein Meister von ihm verlangte.

„Ich dachte, die Haremshose wäre das beste, weil sie dein Brandzeichen zur Schau stellt“, erklärte ihm Skinner mit tiefer, heiserer, verführersicher Stimme, trat von hinten heran und liebkoste neuerlich seine Hinterbacken mit dem beiläufigen Streicheln eines Besitzers, der sein Eigentum berührte. „Und ich will, dass alle dein Brandzeichen sehen, daher macht es keinen Sinn, wenn du Jeans trägst. Außerdem wollte ich dich schon immer in Haremshosen vor einem größeren Publikum zur Schau stellen.“
Mulder verzog ein wenig sein Gesicht, jedoch nur um des Spaßes Willen. Skinner lachte brüllend und drehte seinen Sklaven zu sich herum.
„Okay, Kleiner, ich werde deinen Verband abnehmen. Du darfst ihn den ganzen Abend weglassen – ich will sowieso, dass Perry untersucht, wie es heilt. Denk aber daran, dass du den Verband nicht trägst – stoße nirgendwo an, sonst tut es weh.
„Vertrauen Sie mir, Meister, ich weiß genau, wie sehr es schmerzt“, meinte Mulder von Herzen.

Skinner stoppte, was er tat und pflanzte einen sanften Kuss auf seines Sklaven Lippen. Es bestand kein Bedarf für ihn, irgend etwas zu sagen; er nahm ganz einfach zur Kenntnis, was Mulder durchgemacht hatte, um seines Meisters Markierung permanent in seiner Haut eingeprägt zu tragen, und was das für sie beide bedeutete.

„In Ordnung – zieh dich an“, sagte Skinner, nachdem er seinen Sklaven losgelassen hatte.
Mulder blickte mit einem verträumten Seufzen auf sein enthülltes Brandmal hinab.
„Du wirst es genauso deutlich durch die Haremshose sehen“, wies Skinner hin, hielt das buchstäblich durchsichtige Stück Stoff hoch. „Tatsächlich wird es durch die Gaze besser aussehen, während es noch verheilt.“
„Ja, Meister“, stimmte Mulder leise zu, unfähig, weiterhin vorzugeben, dass er nicht jede einzelne Sekunde genoss. „Ah, Meister ... wird es noch weitere ... ah, Ausrüstungsgegenstände geben, die ich tragen soll?“
Er dachte an den Analplug, den sein Meister das letzte Mal eingeführt hatte, als er eine Haremshose getragen hatte.
„Nein.“ Skinner schüttelte seinen Kopf. „Ich möchte nicht, dass etwas von dem Brandzeichen ablenkt – oder von deinem Stolz, es auf deinem Fleisch zu tragen. Genieße den Abend, Fox. Du hast meine Erlaubnis anzugeben.“
Mulder zeigte ein kleines, entzücktes Grinsen bei diesen Neuigkeiten und begann, sich rasch in das Outfit zu kleiden, das sie beide liebten und hassten.

„Du wirst allerdings Makeup tragen müssen“, fügte Skinner hinzu, gerade, als sich Mulder fertig angezogen hatte. „Mascara, Eyeliner und etwas Lipgloss, um deine schmollende Unterlippe reizvoll glänzen und schimmern zu lassen.“
„Oh, Gott“, seufzte Mulder, grinste trotzdem und unterwarf sich ziemlich glücklich seines Meisters Behandlungen, bis Skinner endlich mit ihm zufrieden war.

Dann stellte sein Meister Mulder vor den Spiegel und ließ ihn einen guten Blick auf sich werfen. Normalerweise sank Mulders Herz in Momenten wie diesen, doch nun hüpfte es erregt. Er musste zugeben, er sah ziemlich gut aus. Die Haremshose schmiegte sich an seine langen Beine, akzentuierte sie und das Brandmal war durch den transparenten Stoff sichtbar, dennoch verlockend bedeckt, sodass man nur kleine Blicke darauf erhaschen konnte, wenn der Stoff raschelte und sich mit Mulders Bewegungen bauschte. Der kleine Goldharnisch betonte perfekt seine Nippelringe und sein goldenes Halsband, um seinen Hals geschmiegt, ergänzte den Harnisch. Die Hose war weder an seinem Schoß noch über seinen Hinterbacken offen, wie die Hose, die er im Strandhaus getragen hatte und Mulder vermutete, das war der Grund, warum Skinner sie für diesen Abend ausgesucht hatte – so schön sein Sklave war, es wäre ein bisschen ablenkend, falls seine Reize während einer einfachen Dinnerparty zur Schau gestellt wären.

Die Pantoffeln vollendeten das Outfit und Mulder musste zugeben, dass er unglaublich exotisch aussah mit dem Eyeliner und den üppigen Lippen. Er verstand vollkommen, dass sein Meister nicht widerstehen konnte, ihn mehrmals leidenschaftlich zu küssen, was dazu führte, dass er das Lipgloss erneut auftragen musste.

Bevor er Skinners Sklave geworden war, hatte Mulder nie großes Interesse an seinem Erscheinungsbild gehabt, doch sein Meister brachte ihn dazu, die Wichtigkeit zu verstehen, sich im besten Bild zu präsentieren, sodass sein Meister immer etwas Schönes zum Ansehen hatte. Mulder hatte sich nie als besonders gutaussehenden Mann betrachtet, aber während des vergangenen Jahres hatte er sich allmählich durch seines Meisters Augen gesehen und nun war er bereit zuzugeben, dass er ein unwiderstehlicher Anblick war.

Er war derart schockiert von seiner üppigen Erscheinung, dass er sich immer noch anstarrte, als die Türglocke klingelte. Skinner grinste.
„Das werden Ian und Perry sein – ich bat Perry, früher herzukommen, damit er untersuchen kann, wie dein Brandzeichen heilt. Wieso gehst du nicht deine Gäste begrüßen?“
Meine Gäste?“ grummelte Mulder gutmütig, während er die Türe aufmachen ging. Er winselte dramatisch, weil seine Hose um seine Beine schwebte, während er ging, weswegen er sich total lächerlich fühlte. „Ja, klar, weil ich sie eingeladen habe, richtig? Ich hatte eine Wahl bei der Gästeliste. Ich ...“

Er jaulte auf, als sein Meister einen festen Schlag auf seine Kehrseite lieferte, die sich fast nackt anfühlte, nur von der dünnen Gazeschicht bedeckt. Dann grinste er und warf Skinner einen entzückten Blick über seine Schulter zu. Die Wahrheit war, er liebte es, ein bisschen störrisch zu sein, um seines Meisters Aufmerksamkeit zu bekommen – und es geschah selten für ihn, nicht seines Meisters Aufmerksamkeit zu haben, wie er sehr gut wusste.

Mulder eilte den Flur entlang und öffnete ohne die leiseste Verlegenheit ihren Gästen die Türe. Er wusste, vor nicht allzu langer Zeit hätte er es entsetzlich gefunden, vor anderen derart gekleidet zu sein, doch die letzten zehn Monate mit seinem Meister hatten ihm gezeigt, dass er eine exhibitionistische Neigung hatte und er hatte aufgehört, sich dieser Tatsache zu schämen.

Sein Meister hatte recht – es waren Ian und Perry. Ian warf einen Blick auf ihn und auf seinem Gesicht zeigte sich ein breites Grinsen.
„Oh, Gott. Dein Meister ist teuflisch!“ rief er aus, trat ein und gestikulierte Mulder, eine Drehung zu vollführen.
Mulder gehorchte, grinste genauso. Ja, das war lächerlich, aber es war auch amüsant, und dies waren seine engsten Szene-Freunde, die ihn in seinen besten und schlechtesten Zeiten gesehen hatten – und auch in den unterschiedlichsten Stadien der Bekleidung. Da war nichts an seinem derzeitigen Kostüm, das sie schockieren würde – obwohl er ein Zwicken der Erniedrigung fühlte, weil sein wortwörtlich durchsichtiges Outfit seinen Körper so öffentlich zur Schau stellte, während alle anderen gemütlich verhüllt waren.

Perry hob wegen Mulders Kostüm seine Augen zum Himmel und schob sich um die beiden Subs herum, reichte Skinner eine Flasche Wein. Die Tops plauderten ein paar Minuten, während sich Mulder der Erniedrigung ergab, dass Ian schamlos über sein Kostüm lachte, dann winkte Skinner Mulder zu sich.
„Fox, komm her – ich möchte, dass Perry deine Narbe untersucht“, sagte er mit einem Fingerschnippen.
Gehorsam wanderte Mulder zu seinem Meister und kniete neben ihm nieder.
„Ah. Diesen Trick musst du mir beibringen“, murmelte Perry mit einem bedauernden Blick in Ians Richtung. „Mein Sub lacht nur, wenn ich ihm Befehle erteile.“
„Na ja, es braucht einiges an Disziplin – und eine beachtliche Menge an Training“, kommentierte Skinner, warf einen Blick auf Mulder hinunter, der seine Ohren heiß werden spürte. „Es ist harte Arbeit ... aber der Gewinn macht es das wert, denke ich. Nicht wahr, Junge?“
Seine Hand streichelte Mulders Kopf und Mulder schmiegte sich in seines Meisters derbe, liebkosende Finger. Er konnte nie widerstehen, wenn Skinner ihn befummelte.
„Ja, Meister“, antwortete er, lächelte irgendwie benebelt zu Skinner hoch.

„Hmm, na ja, er scheint verändert ...“, grübelte Perry. „Nicht, dass er nicht schon vorher gehorsam war, aber ... nein, seien wir ehrlich, er hatte seine schlechten Tage.“
Er warf Skinner einen Seitenblick zu und Mulder erinnerte sich allzu gut an die dunklen Tage, nachdem er die Wunde verstümmelt hatte, die Krycek auf seiner Brust hinterlassen hatte.
„Aber ... ich weiß nicht, heute Abend scheint er praktisch zu glühen. Kann ein Branding einen solchen Unterschied machen, Walter?“ Perry runzelte seine Stirn.
Skinner schüttelte seinen Kopf. „Ich denke nicht, es war so sehr das Branding wie das, was es für uns beide symbolisierte, nachdem wir es durchgestanden haben, Perry“, antwortete er. „Aber im Moment befinden wir uns an einem guten Ort. Es fühlt sich an, als ob letzte Woche endlich alles zusammenkam, als ich Fox gebrandmarkt habe. Wir sind beide noch ein bisschen high auf diesen Gefühlen, glaube ich.“
„Das kann ich sehen.“ Perry sah anerkennend zu Mulder runter. „Okay ... na schön, sehen wir uns das fragliche Brandzeichen einmal an, einverstanden?“

Skinner nickte, schnippte neuerlich seine Finger und zeigte auf die Couch. Mulder schob seine Haremshose ein wenig runter und setzte sich auf die Couch, Perry fischte seine Brille aus seiner Tasche, platzierte sie auf seiner Nase und setzte sich neben Mulder. Er beugte sich vor und untersuchte das Brandzeichen stumm, ohne es zu berühren. Er betrachtete es lange Sekunden, bevor er schließlich zu Skinner aufblickte.
„Ist es okay?“ fragte Skinner und Mulder überhörte nicht den ängstlichen Unterton in der Stimme seines Meisters.
Lächelnd nahm Perry seine Brille ab.
„Es heilt perfekt, Walter“, verkündete er. „Ich kann sehen, du hast meine Instruktionen buchstabengetreu befolgt. Es gibt keine Infektion – alles sieht aus, wie es aussehen sollte ... und es ist auch sehr gut gemacht. Eine schöne, klare Markierung.“ Er nickte anerkennend.

„Ah, ich liebe es, wenn er im Arzt-Modus ist“, murmelte Ian Mulder verschwörerisch zu, lehnte sich über seine Schulter, um das Brandmal anzusehen. „Er ist so ...“
„Herrisch?“ Mulder hob eine Augenbraue.
Ian grinste. „Na ja, ich glaube, es sollte keinen überraschen, dass mich das anmacht“, meinte er mit einem Schulterzucken. „Aber ernsthaft, Mulder – das Brandzeichen ist wunderschön.“ Da lag ein Hauch Ehrfurcht in seiner Stimme.
„Jetzt wirst du eines wollen“, gab Mulder zurück.

Ian warf Perry einen Blick zu, der inzwischen aufgestanden war und sich angeregt mit Skinner unterhielt, dann sah er Mulder wieder an.
„Ich denke nicht, dass das etwas ist, zu dem ich Perry überreden könnte“, sagte er mit einem kleinen Schulterzucken. „Er ist großartig, Mulder, aber machen wir uns nichts vor, er ist nicht einmal annähernd der Gott von Meister, den du dir angelandet hast. Perry ...“ Ian hob erneut seine Schultern. „Wir kommen wunderbar miteinander aus, Mulder. Er ist der netteste Mensch – unglaublich großzügig und wir haben eine Menge Gemeinsamkeiten, aber er hat nie vorgegeben, so tief in der Szene zu sein, wie ich es bin. Er tut Dinge, um mich zu erfreuen, aber ... na schön, ich denke Branding wäre ein Schritt zu weit ...“

Er pausierte, seufzte dann leise.
„Für mich genauso wie für ihn“, endete er.
Mulder runzelte seine Stirn. „Ich dachte ...“
„Ich weiß ... aber die Wahrheit ist, dass ich denke, ich ziehe es vor, stellvertretend durch dich zu leben, als tatsächlich einiges von dem Zeug selbst zu machen. Es ist eine gute Fantasie ... aber nicht viele von uns können es im wirklichen Leben durchziehen, wie du und Walter es tut, Mulder. Ich brauchte lange, das vor mir selbst zuzugeben, aber es ist wahr. Manche von uns müssen sich damit begnügen, einfache Sterbliche zu sein und ein normales Leben zu führen. Es gab Zeiten, in denen ich dich so sehr beneidet habe, mein Freund, doch die Wahrheit ist, ich würde mit der Art Beziehung nicht fertig werden, die du mit Walter hast. Für euch beide funktioniert es, wäre aber für mich zu viel. Ich bin froh, dass jemand dort draußen es tut und ich bin froh, dass ich aufgehört habe, mich wegen der Tatsache fertig zu machen, dass ich es nicht bin.“ Er zeigte ein trauriges, kleines Lächeln.

Mulder starrte ihn an, immer noch stirnrunzelnd.
„Ich hatte keine Ahnung, dass du mich beneidet hast ... Christus, wenn ich daran denke, wie sehr und wie oft ich Mist gebaut habe ...“
„Oh, du hast spektakulären Mist gebaut!“ stimmte Ian lachend zu. „Du hast das Leben für uns alle geführt, Mulder, Mist bauen nicht ausgenommen. Dein Leben war eine Achterbahn, ein gigantisches Drama nach dem anderen, aber ich bin ein eher ruhiger, gleichmäßiger Typ und ich hätte mit all der Scheiße nicht fertig werden können, die du durchgemacht hast. Ich habe lange gebraucht, diese Tatsache anzuerkennen.“

Unsicher starrte Mulder seinen Freund an. Auf einer gewissen Ebene beschäftigten ihn Ians Worte. Er wusste, was Ian meinte – sein Leben bis jetzt, und nicht nur die vergangenen zehn Monate, waren eine Achterbahnfahrt gewesen. Vielleicht war er süchtig nach den konstanten Dramen und Aufregungen. Doch als er zu seinem Meister blickte, hatte er das sichere Wissen, dass Skinner diese Sucht nicht plagte. Plötzlich bekam er Schuldgefühle, diesen im Grunde ruhigen, zurückhaltenden Menschen in die Höhen und Tiefen gezerrt zu haben, die das Leben mit Fox Mulder bedeutete. Er hatte nie zuvor in diesen Begriffen über sein Leben nachgedacht, doch nun fragte er sich, ob Ian derjenige sein könnte, der es richtig machte, der seine sexuellen Bedürfnisse in der richtigen Proportion sah ... und dennoch, für nichts hätte er aufgegeben, seines Meisters Sklave zu sein.

„Walters Sklave zu sein ist nicht, was ich bin“, murmelte er seinem Freund zu, „es ist, wer ich bin. Alles, was in den letzten zehn Monaten passiert ist, entstand im Grunde genommen durch mich, während ich mich mühte, mit diesen essentiellen Fakten klarzukommen. Ian, vielleicht hast du mich die ganze Zeit beneidet, aber ich beneide dich um die Art, wie du immer so gelassen mit deiner Sexualität umgehst. Ich habe Walter, aber emotional war ich völlig durcheinander auf dieser Reise, die ich durchlebt habe. Erst kürzlich freundete ich mich mit den mehr ... ah, extremen Aspekten an, was ich benötigte und was er mir gibt. Ich hätte vor ein paar Monaten nicht hier sitzen können, so gekleidet, und dennoch ... die Wahrheit ist, tief drin liebe ich es. Allerdings habe ich ihn vor nicht allzu langer Zeit bekämpft – eigentlich mich selbst bekämpft, nehme ich an, weil ich mich wegen dieser Fantasien nicht mochte.“
Ians Augen waren verdächtig feucht und er tätschelte ungeschickt Mulders Schulter.
„Vielleicht sollten wir jetzt über Football oder so etwas sprechen“, sagte er mit leicht erstickter Stimme.

Mulder lachte laut auf und sie wechselten das Thema, doch er grübelte immer noch über Ians Worte nach. Angenommen, fragte er sich, er war nach dieser Art von Leben süchtig, nach der Achterbahn, den ständigen Höhen und Tiefen? Angenommen, er war unfähig, sich einfach niederzulassen und friedlich zu leben? Angenommen, er würde diese Beziehung weiter sabotieren, indem er ständig neue Krisen erschuf, mit denen er und sein Meister klarkommen mussten? Mulder wollte weder sich selbst noch Skinner je wieder durch einige der wilderen Stunts schleppen, die er während der letzten zehn Monate gemacht hatte und dennoch ... der Profiler in ihm machte sich Sorgen, dass das so sehr ein Teil seines Verhaltensmusters war, dass er es niemals durchbrechen könnte.

Ein paar Minuten später läutete die Türglocke erneut und er zuckte zusammen, aus seiner Träumerei gerissen. Er war froh, diese besorgniserregenden Gedanken beiseite schieben zu können und war begierig, sein Brandmal den neuen Gästen zu zeigen, daher sprang er rasch auf seine Füße und eilte zur Tür, sah Elaine dort stehen, ihren Sub, David, im Schlepptau.

Elaine kleidete sich selten zwanglos – sie war eine Frau, die es liebte, ihre üppige Figur und das lange, goldene Haar zur Schau zu stellen, wann immer sich die Gelegenheit bot. Daher war sie in ein eng anliegendes, blaues Samtkleid gekleidet, das zur Farbe ihrer Augen passte – es sah dem sehr ähnlich, das sie auf seiner abgebrochenen Branding-Party getragen hatte, war nur nicht so elegant. Sie war keine schlanke Frau und das Kleid umschmeichelte ihre Kurven auf eine Art, die unbeschreiblich sexy war. Auf jeden Fall konnte David nicht seine Augen von ihr neben. Auch er war untadelig gekleidet, in eine anthrazitfarbene Baumwollhose und ein Hemd in exakt dem selben Blauton wie das Kleid seiner Mistress – obwohl Mulder das Gefühl hatte, dass David, wie ihm selbst, befohlen worden war, was er zu tragen hatte.

„Tja, du siehst besser aus, als das letzte Mal, als ich dich sah, Mulder“, meinte Elaine, drückte ihn an ihren üppigen Busen und pflanzte einen festen Kuss auf seine Wange.
Mulder schüttelte Davids Hand und ließ Elaine sein Brandzeichen durch den hauchdünnen Stoff seiner Haremshose betrachten.
„Es ist wunderschön, Schatz“, sagte sie ihm, tätschelte liebevoll seinen Arm. „Und Gott sei Dank ist es endlich passiert. Ich habe immer gesagt, dass du nie wirklich zufrieden sein würdest, bis Walter sein Brandzeichen bei dir anbringt und jetzt ... na ja, sieh dich an. Ich wusste, ich hatte recht.“
„Jaah.“ Mulder konnte spüren, dass er leicht errötete. „Es ist so eine große Sache, Elaine. Ich hatte keine Ahnung, wie groß, bis es passierte.“
„Ich wusste es und ich denke, Walter wusste es ... aber du warst immer ein bisschen ahnungslos, was deine eigenen Bedürfnisse angeht, mein Lieber“, meinte sie sanft.
Dieser Bemerkung hatte Mulder nichts entgegenzusetzen.

In diesem Moment läutete neuerlich die Türglocke.
„Ah, das werden Walters Überraschungsgäste sein“, grinste Mulder.
Sein Meister erschien im Flur und Mulder sah ihn um Erlaubnis bittend an, ihre neuen Gäste begrüßen zu dürfen. Skinner nickte und Mulder atmete tief ein, öffnete dann die Türe.

Hammer stand im Korridor und neben ihm, schwer auf einen Spazierstock gestützt, war Murray. Er war in einen seiner üblichen, fließenden Kaftane gekleidet, mit einem leuchtend roten und goldenen Muster. Doch selbst der voluminöse Faltenwurf des Kleidungsstücks konnte nicht die Tatsache verbergen, dass er während seiner kürzlich überstandenen schweren Krankheit Gewicht verloren hatte. Seine Wangen waren ein bisschen blass und eingesunken, aber seine Augen funkelten so strahlend wie immer mit diesem unersättlichen Lebenshunger, den nichts, nicht einmal eine ernsthafte Herzattacke, unterdrücken konnte.

„Ah, ich sehe, dass der Welpe am Nackenfell gepackt und endlich dem feurigen Kuss des Eisens dargeboten wurde!“ verkündete er laut, zeigte mit seinem Spazierstock auf Mulders Brandmal.
„Oh, Gott!“ Hammer hob seine Augen himmelwärts. „Das ist das erste Mal, dass er ausgeht, seit ich ihn aus dem Krankenhaus geholt habe und ich wusste, er würde es übertreiben.“

„Murray?“ Enthusiastisch schüttelte Mulder die Hand des quengelnden Tops. „Sind Sie okay?“
„Ja, mein lieber Junge! Ich bin wieder da! Die Gerüchte über mein Ableben waren sehr übertrieben“, verkündete Murray in lautem Bühnenflüstern.
„Ich denke nicht, dass irgendjemand glaubte, du wärst tot, Murray“, widersprach Skinner, trat lachend vor, um seinen Freund zu begrüßen. „Aber du siehst bestimmt viel besser aus, als beim letzten Mal, als ich dich sah.“
„Und das“, erklärte Murray mit lauter Stimme, „trotz der Abscheulichkeit des Krankenhaus-Essens und dieser neuen Diät, die mir Hammer verordnet hat und die lediglich für Personen mit lapinem Charakter passend ist.“
„Er meint Kaninchen“, erläuterte Hammer, verzog sein Gesicht. „Er hat sich nonstop über die neue Diät beklagt, seit dem Moment, als ich ihn heimbrachte.“

„Es gab eine Zeit“, sagte Murray mit seiner tiefen, dröhnenden, dramatischen Stimme, „als ein Unterwürfiger seinen Platz kannte – aber dieser Junge hier“, er tippte Hammer leicht mit seinem Spazierstock auf die Kehrseite, „hört heutzutage kaum auf seinen Meister“, lamentierte er.
„Murray, wenn du redest, hört dir jeder zu, wie du sehr wohl weißt“, entgegnete Hammer und Mulder bemerkte, wie sanft er Murrays Arm nahm und ihm langsam ins andere Zimmer half.
Murray mochte in der Lage sein, eine gute Show zu liefern, doch es war klar, dass er sich immer noch von seiner Herzattacke erholte.

Irgendwann – und Mulder hatte keine Ahnung, wann, da er sicher war, seinen Meister in der Woche seit seinem Branding nicht aus den Augen gelassen zu haben – hatte Skinner es fertiggebracht, den Kühlschrank mit Essen aufzustocken. Vielleicht hatte er online bestellt, während sein Sklave in der Nacht geschlafen hatte, dachte Mulder, während sie ein einfaches Pastagericht mit Salat aßen, gefolgt von einem köstlichen Schoko-Kokosnuss-Kuchen.

Die Konversation um den Esstisch war lebendig, doch Mulder wurde still. Er sah in die sprechenden, lachenden Gesichter um ihn und fragte sich, ob er sich je an diese Art einfacher Normalität gewöhnen würde. Irgendwie waren diese Leute langsam und ohne, dass er es erkannt hatte, seine Freunde geworden und er hatte nie zuvor echte Freunde gehabt, außer Scully und Skinner. Er fühlte sich, als wäre er wirklich Teil dieser Zusammenkunft, dass er tatsächlich in diese lockere Intimität der Dinnerparty gehörte. Und dennoch hinterfragte diese winzige, zweifelnde Stimme in ihm, ob er auf lange Sicht damit glücklich sein könnte. Falls Gelegenheiten wie diese sein Leben wären, anstatt der Dramen, die es bis jetzt markiert hatten, wäre das genug? Würde bloße Freundschaft und die Gesellschaft von Menschen, die ihn kannten und akzeptierten, für ihn ausreichend sein, oder würde er immer nach mehr verlangen? Brauchte er diese Kämpfe mit Krycek und seinen endlosen Kreuzzug, um seinen eigenen Schwanz zu jagen auf der Suche nach Antworten auf Fragen, die er schon lange nicht mehr verstand? Er kannte nicht einmal die Antwort auf diese Frage und war erleichtert, als sein Meister seine Stille bemerkte.

Skinner schnippte seine Finger, rief seinen Sklaven an seine Seite und ließ ihn neben sich niederknien. Mulder spürte die Gelassenheit in seine Knochen sickern, während er da kniete, befreit von jeder Verpflichtung, umgänglich zu sein. Dennoch wusste er, dies war nicht die Antwort, nach der er gesucht hatte. Er konnte seinen Meister nicht benutzen, um sich vor den Zweifeln zu verstecken, die er seine Persönlichkeit betreffend hatte, doch für den Moment war es entspannend, die Erlaubnis zu haben, seine Probleme abzuschalten.

Er genoss es, der Unterhaltung seiner Freunde zu lauschen und es war einfacher, nicht das Gefühl zu haben, daran teilnehmen zu müssen; mit Murrays und Elaines Anwesenheit, war es ohnehin für alle anderen schwierig, ein Wort dazwischen zu bekommen.

Nach dem Abendessen gingen ihre Gäste ins Wohnzimmer, doch Skinner blieb zurück und blickte auf seinen Sklaven hinab.
„Ist alles in Ordnung, Fox?“ erkundigte er sich leise. „Du bist sehr still geworden.“
„Ich weiß. Ich war ... ein bisschen überwältigt“, gab Mulder zu.
„Das ist verständlich“, nickte Skinner. „Die ganze Woche waren wir allein und es muss sich seltsam für dich anfühlen, plötzlich all diese Leute zu sehen.“
„Stimmt.“ Mulder brachte ein schiefes Lächeln zustande.

Er hatte seinen Meister nicht angelogen, hatte ihm jedoch auch nicht die volle Wahrheit erzählt – er war einfach noch nicht bereit, diese Zweifel mitzuteilen. Er wollte seinem Meister etwas Frieden gönnen und Skinner nicht die Sorge bereiten, dass auch nur die Möglichkeit bestehen könnte, er würde jeden Moment losrennen und sie beide in eine weitere Krise verwickeln, nur weil er nach einem Achterbahn-Lebensstil süchtig war.

„Komm mit – wir haben unsere Gäste lange genug allein gelassen.“
Skinner gestikulierte mit seinem Kopf und sie wanderten ins Wohnzimmer, wo Ian über irgendetwas hysterisch kicherte, das Murray gesagt hatte, während Hammer in gespielter Verlegenheit seinen Kopf schüttelte.
Mulder wartete, bis Skinner sich gesetzt hatte, kniete dann neben seinem Meister nieder, legte sein Kinn auf Skinners Schenkel, wie er es normalerweise tat.

„Ich habe eine Ankündigung zu machen“, rief Elaine, nachdem es sich alles bequem gemacht hatten.
Mulder hob seinen Kopf, fühlte sich wie ein neugieriges Hündchen. Elaine warf David einen Blick zu und Mulder hob seinen Kopf noch höher – David hatte einen erwartungsvollen Ausdruck in seinen Augen, während er seine Mistress anblickte.
„Ich bin hoch erfreut zu verkünden, dass es eine Hochzeit geben wird!“ sagte Elaine. „Natürlich eine Szene-Hochzeit!“ fügte sie mit einem Grinsen hinzu. „Ich habe beschlossen, aus David einen anständigen Mann zu machen und ihn als meinen Gatten zu nehmen.“

Für einen Moment herrschte Stille, dann vibrierte der Raum mit dem Geräusch der Gratulationen und Murray sagte immer und immer wieder: „Meine Güte, ach du meine Güte!“ als ob er noch nie solche außergewöhnlichen Neuigkeiten gehört hätte, obwohl er nicht sehr überrascht aussah, daher nahm Mulder an, er hatte es wahrscheinlich bereits gewusst.

„Eine Szene-Hochzeit?“ wiederholte Mulder, fragte sich, was das beinhalten würde.
„Oh, ja.“ Elaine zeigte ein breites Grinsen. „Murray und Hammer haben uns freundlicherweise die Benutzung ihres Hauses für die Zeremonie gestattet und Murray gibt uns die Ehre, die Zeremonie persönlich durchzuführen.“
Sie beugte sich rüber und tätschelte liebevoll Murrays Hand. Mulder konnte nicht anders, als zu lächeln, weil Murray so entzückt aussah. Er vermutete, so etwas vorzubereiten und eine Zuschauermenge zu beeindrucken, war genau, was Murray benötigte, um seine Genesung zu unterstützen.

„Ich werde eine Kutsche haben, gezogen von echten menschlichen Pferden ...“, setzte Elaine fort.
„Darf ich mich als eines deiner Ponys freiwillig melden?“ unterbrach Ian eifrig.
„Ich wäre entzückt, Schatz“, antwortete sie, tätschelte freundlich seinen Kopf. „Selbstverständlich musst du angemessen ausstaffiert werden.“
Ians strahlendes Lächeln machte klar, dass er gehofft hatte, dies wäre Teil der Abmachung.
„Ich lasse mir speziell für diese Gelegenheit mein Kleid anfertigen – und David arbeitet an seinem eigenen Outfit.“
Sie pausierte und strich sanft eine Hand über die Wange ihres Subs.

Nun grinste Mulder dämlich; David war ein zurückhaltender Mensch, doch Mulder hatte keinen Zweifel, dass der andere Sub seine Mistress mit jeder Faser seines Körpers anbetete – und dass er genau der richtige Mann für Elaine war.
„Ich hoffe, dass alle meine lieben Freunde, die heute hier sind, sich uns an unserem großen Tag anschließen“, sagte Elaine, sah sich im Zimmer um.
„Wann findet es statt?“ wollte Skinner wissen, ein Hauch Sorge in seiner Stimme.
Mulder runzelte seine Stirn, wunderte sich, worum es jetzt ging und sah zu, während sein Meister seinen Terminkalender herauszog und anfing, darin zu blättern.
„In sechs Wochen.“
Elaine zeigte über seine Schulter hinweg auf das Datum in Skinners Kalender und er atmete sichtlich erleichtert aus.

„Wir fahren doch hin, nicht wahr, Walter?“ erkundigte sich Mulder leise.
„Kannst du wetten“, antwortete Skinner, drückte liebevoll seines Sklaven Schulter. „Elaine, David, das sind wundervolle Neuigkeiten. Ich freue mich sehr für euch beide.“
„Da ist noch etwas, das ich dich bitten will, Walter, mein Lieber“, meinte Elaine. „Wir beide sind seit langer Zeit Freunde und obwohl das keine konventionelle Hochzeit sein wird, wäre ich überglücklich, wenn du mich zum Altar führen würdest.“

Skinner erhob sich und hauchte einen kleinen Kuss auf Elaines Hand.
„Ich wäre entzückt“, erklärte er mit verdächtig heiserer Stimme. „Ich werde nächste Woche Elliott besuchen und ihn bitten, mir etwas ...“ Er pausierte und grinste, „... Passendes zu schneidern“, endete er. „Und ich werde Donald bitten, etwas genauso Angemessenes für meinen Sklaven zu machen“, setzte er nach, warf Mulder einen Seitenblick zu.
„Oh, Gott“, murmelte Mulder kaum hörbar.

In diesem Moment wurden alle von Murrays dröhnender Stimme abgelenkt, die sie informierte, es wäre genau Mitternacht und das neue Jahr wäre angebrochen. Es entstand ein Tumult, als Gläser mit Champagner gefüllt und ein Toast ausgesprochen wurde.

Dann, zu guter Letzt, etwa eine Stunde später, verabschiedeten sich ihre Gäste und Mulder und Skinner waren wieder einmal allein.
„Ich danke Ihnen, Meister“, sagte Mulder, nachdem er die Türe hinter Ian geschlossen hatte. „Ich habe den Abend genossen.“
„Gern geschehen, Junge.“

Auf dem Weg ins Wohnzimmer pflanzte Skinner im Vorbeigehen einen Kuss auf Mulders Wange. Mulder zögerte, tauchte dann in den Schrank im Flur und holte ein großes Paket heraus, das mit Schnur verpackt war. Er folgte Skinner ins Wohnzimmer und reichte ihm das Paket.
„Was ist das?“ Skinner runzelte seine Stirn.
„Ihr Weihnachtsgeschenk“, antwortete Mulder mit einer schuldbewussten Grimasse. „Tut mir leid – ich wollte es Ihnen schon die ganze Woche geben, aber wir waren derart ...“ Er wedelte seine Hand durch die Luft und Skinner grinste, verstand die Geste. „Dass ich es vergessen habe. Dann dachte ich, es wäre ein bisschen spät für Weihnachten und würde stattdessen ein gutes Neujahrsgeschenk abgeben. So – glückliches Neues Jahr, Walter.“

Er kniete zu seines Meisters Füßen nieder, um ihn beim Öffnen des Pakets zu beobachten. Skinners derbe Finger machten kurzen Prozess damit und er schälte das Papier ab, enthüllte ein Gemälde. Mulder hielt seinen Atem an, hoffte, dass sein Meister es mögen würde. Skinner starrte es wortlos an, doch der Ausdruck in seinen Augen verriet Mulder alles, was er wissen musste.
„Fox ... wie ... nein, wann hast du ...?“ Skinner sah von dem Bild zu Mulder und wieder zurück.

Das Bild zeigte mit wenigen geschickten Strichen Skinner, der liebevoll und beschützerisch auf seinen Sklaven hinunterblickte. Dieser starrte mit einem Ausdruck anbetender Hochachtung in seinem Gesicht hoch.

„Da war ein Künstler auf dieser Fetisch-Messe, zu der Sie mich mitgenommen haben“, grinste Mulder. „Ich habe ihn beauftragt, es zu machen und er fertigte ein paar Skizzen an, ohne dass Sie es bemerkt haben. Außerdem schickte ich ihm ein paar Polaroids, damit er es ein bisschen lebendiger machen konnte. Es ist nicht so perfekt, wie wenn wir für ihn Modell gesessen hätten, aber ich wollte, dass es eine Überraschung ist und ...“
„Es ist wunderschön“, unterbrach ihn Skinner, starrte das Bild kopfschüttelnd an.

Nach Mulders Meinung war es ziemlich gut. Als er das Paket geöffnet hatte, war er sehr beeindruckt gewesen; es waren nicht so sehr die Details in ihren Gesichtern, die der Künstler eingefangen hatte, wie der Ausdruck in ihren Augen und die Art, wie sie einander ansahen. Es war die perfekte Repräsentation des Meister/Sklave-Bandes und deshalb liebte es Mulder so sehr.

„Ich dachte, wir könnten es ins Spielzimmer hängen“, schlug Mulder vor.
„Ich denke, ich hänge es lieber im Schlafzimmer auf – wo wir es jeden Tag sehen können“, gab Skinner zurück. „Komm her.“ Skinner winkte ihn heran und pflanzte einen liebevollen Kuss auf seines Sklaven Mund. „Ich danke dir“, sagte er zärtlich. Und dann, ohne aus dem Takt zu kommen, sagte er im selben Atemzug: „Wanda.“

Mulder wurde von dem Kommando überrascht, wusste es jedoch besser, als zu zögern oder den Befehl zu hinterfragen und kniete augenblicklich vor seinem Meister nieder, streifte seine Haremshose runter und hielt seine Hinterbacken auf, sodass Skinner in ihn eindringen und ihn benutzen konnte. Er liebte es, so benutzt zu werden und sein Schwanz war halb hart, nur vom Hören des Kommandos und dem Wissen, welche Bedeutung dahinter steckte. Er lehnte seinen Oberkörper gegen den Kaffeetisch und wartete darauf, seines Meisters harten Schwanz in seinen Arsch stoßen zu spüren – daher wurde er vollkommen überrascht, als er stattdessen eine warme, feuchte Zunge in ihn eindringen fühlte. Er quietschte und verlor beinahe sein Gleichgewicht, doch seines Meisters Hände auf seinen Hüften hielten ihn aufrecht.

Skinner war ein Experte im Rimming und Mulder ergab sich rasch dem reinen Vergnügen, das diese geschickte Zunge ihm verpasste. Er stöhnte und sein Schwanz war so hart, dass er tropfte, er wusste es jedoch besser, als zu erwarten, dass er eine Erlösung bekommen würde.

„Halt dich weiterhin für mich offen“, knurrte Skinner, zog sich ein wenig zurück. „Ich will den feinen Arsch meines Sklaven ausgiebig schmecken.“
Mulder schauderte, verzweifelt angemacht, und stöhnte dann, als Skinners Zunge neuerlich eintauchte, dieses Mal noch weiter reichte und ihn noch stärker erregte.

Ein paar Minuten später, nachdem er gründlich gerimmt worden war, zog sich Skinner zurück und Mulder öffnete seine Beine und Anus noch weiter, als er seines Meisters Hände an seinen Hinterbacken spürte und danach das vertraute Empfinden von Skinners dickem, steifen Schwanz, der in seinen Körper glitt.

Normalerweise ging sein Meister während dieser Wanda-Sitzung hart und schnell vor, doch bei dieser Gelegenheit war er langsam, fast sanft, seine Hände spielten über seines Sklaven Körper wie über ein Musikinstrument, während er in seinem Anus ein und aus glitt. Mulder nahm seine Hände vor und umklammerte krampfhaft den Kaffeetisch, während Skinners langsame, sanfte Stöße einen Höhepunkt erreichten.

„Du darfst kommen, Fox“, sagte Skinner und für einen Moment war Mulder nicht sicher, richtig gehört zu haben.
Sehr selten wurde ihm erlaubt, während einer Wanda-Sitzung seine eigene Befriedigung zu erreichen – der ganze Sinn lag darin, sich für seinen Meister verfügbar zu halten, damit Skinner ihn zu seinem eigenen Vergnügen benutzen konnte, ohne einen Gedanken an seines Sklaven Spaß zu verschwenden.

„Meister?“ keuchte Mulder, wollte sich vergewissern, dass er richtig gehört hatte.
„Ich sagte, du darfst kommen“, schnurrte Skinner mit einem Vorwärts-Stoß in sein Ohr. „Wann immer du magst, Junge. Sieh es als Neujahrsgeschenk an.“

Mulder brauchte keine zweite Aufforderung. Er fasste runter und massierte mit ein paar Streichen seinen harten Schwanz zum Höhepunkt. Er hörte und fühlte seinen Meister in ihm kommen, dann rollte Skinner auf den Boden, nahm seinen Sklaven mit, seine großen Arme zogen Mulder an seine Brust.
„Oh, Gott, das war gut, Meister“, murmelte Mulder.
„Mmmm. War es“, grinste Skinner.
„Wenn auch überraschend.“ Mulder warf seinem Meister einen Blick zu. „Sie haben mir oft das Wanda-Kommando gegeben, Meister, aber Sie haben die Verwendung des Kommandos nie variiert – bis heute Nacht.“
„Heute Nacht dachte ich, ich überrasche dich, wie du mich mit diesem wundervollen Geschenk überrascht hast“, erläuterte Skinner, strich einen Finger über seines Sklaven vollen Mund und schob ihn ein wenig hinein. „Außerdem war es eine Art Belohnung. Seit den frühen Tagen hast du dich sehr gut entwickelt, aber ich hätte nie gedacht, dich in das Stadium zu bekommen, wo du dich so schnell und gehorsam und so oft diesem bestimmten Kommando unterwirfst. Ich sagte immer, wenn du soweit bist, würde das beweisen, wie komplett und bereitwillig du dein Sklaventum akzeptierst – und es sieht aus, als hätten wir dieses Stadium erreicht. Frohes Neues Jahr, Fox.“
Lächelnd schmiegte sich Mulder an seinen Meister.
„Frohes Neues Jahr, Walter“, antwortete er leise, zog den Umriss einer von Skinners Brustwarzen durch sein T-Shirt nach.

„Wissen Sie, letztes Jahr um diese Zeit war ich nicht Ihr Sklave. Ich wusste nicht einmal, dass Sie dieses überraschende Alter Ego unter diesen steifen, weißen Hemden und diesem mürrischen Büroverhalten verbergen.“
„Ich bin nicht mürrisch“, protestierte Skinner mild.
„Sind Sie doch“, grinste Mulder. „Das ist teilweise der Grund, warum ich mich in Sie verliebt habe. Aber macht Sie das nicht fertig, bloß ein Jahr zurückzudenken und zu erkennen, dass wir damals nicht zusammen waren? Ich verbrachte den Neujahrsabend allein, erforschte ein Geisterhaus und fror mir mitten im Nirgendwo den Arsch ab.“
„Allein? Ohne Rückendeckung?“ Skinner gab ihm einen gefährlichen Schubs.
„Das war vor einem Jahr, Meister, bevor ich Ihr Sklave wurde“, warf Mulder rasch ein. „Damals war ich böse.“
„Hmmm“, meinte Skinner, warf ihm einen spekulativen Blick zu, als ob er nicht völlig sicher wäre, dass Mulder heutzutage wirklich brav wäre.
„Egal“, winkte Mulder ab, setzte hastig fort: „Was ich meine ist, ich hatte keine Ahnung, dass ich nur ein Jahr später ...“ Er zögerte. „Dass sich mein Leben von ruinös in ziemlich perfekt verwandeln würde“, endete er mit einem Grinsen.
Skinner grinste zurück. „Wenn ich die Energie hätte, dich noch einmal zu ficken, jetzt sofort, nur weil du mir gehörst und ich es kann, ja, das erregt mich immer noch, Junge.“
„Ah, und ich dachte, mein Meister, der Sexgott, wäre immer dazu bereit.“

Mulder schob seine Hand in die Vorderseite von Skinners Hose zu seinem Schwanz. Skinner stoppte ihren Weg mit seiner Hand.
„Ich bin vielleicht zu erschöpft, um dich zu ficken, aber du kannst versichert sein, dass mein rechter Arm immer in der Lage ist, eine gute Tracht Prügel zu liefern“, warnte er.
„Ah, leere Versprechungen“, spottete Mulder und wünschte sofort, er hätte das nicht gesagt, da sich Skinner plötzlich aufsetzte, seinen Sklaven über sein Knie zerrte und seiner Kehrseite einige harte Schläge verpasste.

Skinner hatte ihn seit mehr als einer Woche nicht verprügelt, weil er sehr vorsichtig gewesen war, seines Sklaven heilendes Brandzeichen nicht zu beschädigen. Doch er arrangierte Mulder sorgfältig auf seinem Schoß und bearbeitete seinen Arsch mit sehr fester Hand, bis Mulder fröhlich herumrutschte.
„Es tut mir leid! Ich nehm’s zurück!“ jaulte er.
„Ich wette, jetzt wünscht du dir, du würdest wieder allein und ohne Rückendeckung Geisterhäuser erforschen“, kommentierte Skinner.

Plötzlich lag Mulder still.
„Nein“, widersprach er leise, sein Arsch glühte vor Vergnügen, so gründlich und ausgiebig getadelt zu werden. „Ich bin genau, wo ich sein will, Meister.“
Skinner lachte und seine Schläge verminderten sich zu eher spielerischen Liebkosungen auf seines Sklaven Hintern, bis er schließlich nur dort saß, Mulders Arsch mit seinen großen, starken Händen streichelte.
„Ich auch, Junge“, murmelte er leise. „Ich auch.“
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Es fühlte sich seltsam an, ein paar Tage später wieder zur Arbeit zu gehen, gekleidet in seinen üblichen Arbeitsanzug, mit dem Wissen, dass er seines Meisters Brandmal auf seiner Haut trug. Mulder konnte nicht anders, gelegentlich strich seine Hand über seinen Schenkel, während er ging. Und es erregte ihn jedes Mal, wenn er daran dachte, dass er ein bekennender, gebrandmarkter Sklave war mit dem großartigsten Meister der Welt. Er hatte lange gebraucht, um dieses Stadium zu erreichen, wo er so glücklich in seinem Sklaventum war und es nicht länger bekämpfte.

Während er die Treppe zu seinem Büro hinunterhüpfte, fragte er sich, ob sein neu gefundener Frieden im Geiste seinen Arbeitsdurst verändern würde. Er wusste, er hatte sich in die X-Akten geworfen, um einige der großen Fragen, die er über sich hatte, gleichzeitig zu verfolgen und ihnen auszuweichen. Und nun war er so zufrieden und sein Meister hatte ihm geholfen, seine Gefühle über seine Sexualität und seine Schuldkomplexe wegen des Verlusts seiner Schwester zu verstehen. Er fragte sich, ob er vielleicht seinen Biss verloren hatte.

„Hey, Fremder ... wie war Ihr Weihnachten?“ fragte ihn Scully in dem Moment, als er durch die Tür trat.
„Mein Weihnachten war ...“ Mulder pausierte und zeigte ein dummes Lächeln. „Fantastisch“, endete er.
„Hmmm, das kann ich sehen. Sie sehen so ... doof aus.“
„Doof?“ wiederholte Mulder in empörtem Tonfall. „Ich sehe nicht doof aus, Scully. Dazu bin ich viel zu cool.“
Er ignorierte ihr Kichern des schieren Unglaubens und ihr gemurmeltes Träumen Sie weiter, Agent Mulder, träumen Sie weiter, setzte sich an seinen Schreibtisch und begann, den Papierkram zu durchforsten, der sich in seiner Abwesenheit angesammelt hatte.

„Ahem“, räusperte sich Scully.
Mulder sah auf. Scully hob eine Augenbraue.
„Oh. Ah, wie war Ihr Weihnachten, Scully?“ erkundigte sich Mulder hastig.
„Beschäftigt“, antwortete sie geheimnisvoll.
Mulder seufzte. „Okay. Ich beiße an. Warum waren Sie beschäftigt?“
„Weil ich in Johns Apartment eingezogen bin“, erklärte sie ihm.
„Sie sind eingezogen?“ fragte Mulder in gespielt ungläubigem Tonfall. „Ohne einen Ehering an Ihrem Finger, Dana Scully? Und ich dachte, Sie wären ein gutes, kleines, katholisches Mädchen!“
„Na ja ...“ Scully errötete tatsächlich. „Wir haben überlegt – sollte ich bei ihm einziehen oder er bei mir – aber er hat mehr Platz in seiner Wohnung für ein Baby ... daher hat seine Wohnung gewonnen ...“ Sie verlor sich, errötete noch heftiger.
Mulder starrte sie an.
„Ein Baby?“ wiederholte er perplex.
Sie biss auf ihre Lippe, wurde dunkelrot von den Wurzeln ihrer dunklen Haare bis zu ihrer Kinnspitze.
„Ein Baby“, bestätigte sie leise, ihre Augen suchten schüchtern die seinen.

Mulder saß bloß da, versuchte herauszufinden, wie er sich dabei fühlte. Sie stand bei ihrem Schreibtisch, behauptete ihren Platz und war dennoch offensichtlich besorgt, wie seine Reaktion ausfallen würde.

Er würde lügen, falls er behaupten würde, er fühlte nicht einen Stich tief in seinem Inneren. Er hatte immer das Gefühl gehabt, dass in einem anderen Universum er und Scully vielleicht zusammen wären. Dann wäre das Baby von ihm gewesen ... und dennoch, er wusste, dass er das Leben, das er mit seinem Meister führte, für nichts eintauschen würde. Vielleicht existierten viele andere Universen und in einem davon waren er und Scully zusammen und hatten ein Baby, doch er fragte sich, ob er grundsätzlich in einer solchen Welt je glücklich sein könnte, wie er es in dieser war. Er glaubte es nicht und fühlte ein Schaudern seine Wirbelsäule runterlaufen – es war das selbe Gefühl, das er gehabt hatte, als er von dem Raumschiff erfahren hatte, das Gibson Praise entführt hatte; er hatte das unheimliche Gefühl, dass in einem anderen Universum er von diesem Raumschiff entführt worden wäre. Genauso empfand er mit Scullys Baby. Es war, als ob sie alle Variationen eines Themas durchspielten und einige Konstanten immer wieder auftauchten, wie das Raumschiff und das Baby, während anderes variierte, wie seine Beziehung mit Skinner und Scullys mit Doggett.

„Scully, das ist wundervoll“, sagte er ruhig und ehrlich, erhob sich und nahm sie in seine Arme.
Er vergrub sein Gesicht in ihrem weichen, roten Haar und inhalierte ihren Duft, einen Duft, den er so gut kannte.
„Ich bin glücklich für Sie“, wisperte er.
„Ich danke Ihnen“, antwortete sie, rieb mit ihren Händen über seinen Rücken. „Ich bin froh. Ich war nicht sicher, wie Sie sich dabei fühlen würden. Ich weiß, Sie haben in Ihrem Leben im Moment selbst viel Trubel ... aber trotzdem ... es gab eine Zeit ...“
„Wo es Sie und ich hätten sein können? Ja. Ich weiß“, nickte er. „Aber ich denke, das wäre falsch gewesen, Scully. Dies ist richtig. Das ist die richtige Art, wie es geschehen musste.“
Erschrocken sah sie ihn an. „Sie sagen die seltsamsten Dinge, Mulder.“
„Ich habe einfach dieses Gefühl.“ Hilflos wedelte er mit seinen Armen. „Geht es Ihnen nicht auch so, Scully?“

Er starrte sie an und sie biss auf ihre Lippe. Atmete dann tief ein.
„Ich ... ich muss zugeben ... Mulder, Sie wissen das wahrscheinlich, aber John hatte einen Sohn mit seiner Ex-Frau ... und der kleine Junge wurde entführt und ermordet. Als ich herausfand, dass ich schwanger war ... ich verstand nicht, wie das passieren konnte. Wir beide wissen, dass ...“ Sie starrte ihn an, schüttelte dann ihren Kopf. „Na schön, wir wissen beide, es sollte nicht möglich sein, aber irgendwie ist es passiert und so einfach ... ich muss mich fragen, ob das Kind sein sollte, genauso für John wie für mich. Für ihn, weil er Luke verloren hat und für mich, weil ich dachte, dass ich nach allem, was mir zugestoßen ist, keine Kinder haben könnte.“
Ihre Augen glänzten mit Tränen, die sie wegblinzelte. Er wusste, was sie dieses Geständnis gekostet hatte und nickte.
„Es ist nicht so schwer zu glauben, Scully“, meinte er einfach. „Nach allem, was wir gesehen haben, wie könnte das schwer zu glauben sein?“

Er dachte an sich selbst, vor knapp einem Jahr, blind herumrennend auf einer Selbstzerstörungs-Mission und irgendwie zu Füßen des einzigen Menschen auf der Welt endend, der stark genug war und sich genügend um ihn sorgte, um ihn hochzuheben, sich um ihn zu kümmern und ihm zu helfen, sein Leben zu ordnen. Wie groß waren die Chancen, dass das geschehen würde? Manchmal war es schwer, nicht an die führende Hand des Schicksals zu glauben.

Sie stieß ein erleichtertes Seufzen aus. „Das ist es ja, Mulder. So fühle ich mich. Ich stelle es nicht in Frage – dazu fühle ich mich zu glücklich.“
„Gut. Das macht dann uns beide“, sagte Mulder, drückte ihre Hand und ließ sie los. „Ich werde Onkel!“
Scully kicherte über die Bemerkung und Mulder setzte sich wieder an seinen Schreibtisch. Er fing an, sich durch den Berg an Papierkram zu arbeiten, der sich in seiner Abwesenheit neuerlich angesammelt hatte und stieß auf einen Stapel Akten, öffnete ein paar davon und runzelte seine Stirn.

„Was ist das?“ fragte er, hielt den Inhalt einer der Akten hoch.
„Das? Lebensläufe!“ erklärte ihm Scully fröhlich.
„Und warum sollte ich mich durch Lebensläufe arbeiten müssen?“ erkundigte sich Mulder unheilverkündend. „Sie verlassen mich doch nicht, Scully, oder?“
„Nein.“ Sie schüttelte ihren Kopf. „Aber wir sind hier unten schwer beschäftigt, Mulder, und in ein paar Monaten gehe ich in Schwangerschafts-Urlaub, daher werden Sie Hilfe brauchen und ...“
„Ich kam gut zurecht, bevor Sie auftauchten. Ich bin sicher, ich schaffe es wieder, wenn Sie Ihr Baby bekommen“, meinte er mürrisch. „Ich will niemand neuen hier, der dumme Fragen stellt. Es hat lange genug gedauert, Sie abzurichten“, fügte er hämisch hinzu.
„Hah! Das war wohl eher andersrum“, murmelte sie. „Mulder, es tut mir leid, aber wir bekommen Unterstützung und dabei bleibt es.“
Mulders Augen verengten sich.
„Haben Sie mich diesbezüglich übergangen?“ verlangte er zu wissen.
Scully schürzte ihre Lippen und gab keine Antwort.
„Oh, Gott. Sie sind zu Skinner gegangen, stimmt’s?“
„Ja. Er dachte, es wäre eine gute Idee. Er denkt, Sie arbeiten zu hart“, meinte Scully.
„Das werden wir sehen.“

Mulder streckte eine Hand aus, um das Telefon abzuheben, als ein kurzes Klopfen an der Tür ertönte und sein Meister das winzige Kellerbüro betrat.
„Agent Scully. Agent Mulder.“ Skinner nickte jedem der beiden zu. „Ah, ich sehe, Sie haben die Lebensläufe gefunden, Agent Mulder. Ich dachte, Sie würden mich ungefähr jetzt anrufen und beschloss, Ihnen die Mühe zu ersparen.“
„Gott weiß, es gab Zeiten, wo die X-Akten-Abteilung Hilfe gebraucht hätte – normalerweise, wenn ich meinen Spesenbericht durchgehen musste, vor diesem seltsamen Komitee, das Sie immer reinbringen, wenn ich das Budget besonders krass überschreite.“ Mulder starrte seinen Boss und Meister bedeutungsvoll an. „Wenn also überschüssiges Geld im Umlauf ist, wäre es mir lieber, wir könnten es in die Arbeit stecken und würden nicht noch jemanden anheuern.“
„Ich dachte, dass Sie das sagen würden, aber es gibt jetzt mehr X-Akten als je zuvor und Sie könnten ein zusätzliches Paar Hände gebrauchen“, meinte Skinner freundlich. „Sie arbeiten zu hart, Agent Mulder. Und während Sie früher glücklich damit waren, sich in Grund und Boden zu arbeiten, stecken Sie jetzt, wo Sie Ihr Privatleben, ah, geregelt haben, nicht mehr so viele Stunden hinein wie früher – daher bildet sich ein Rückstand. Um ehrlich zu sein, die X-Akten-Abteilung war immer unterbesetzt – aber das FBI hat die Tatsache ausgenutzt, dass Sie die Arbeit von zwei Leuten geleistet haben. Es ist Zeit, dass das aufhört. Sie sind zu wichtig für uns, um Ihren einzigartigen Geist zu missbrauchen. Akzeptieren Sie die Hilfe, Agent.“
„Ist das ein Befehl?“ forderte ihn Mulder heraus, war sich plötzlich der Bedingungen seines Vertrages sehr bewusst.

Er wusste, was sein Meister sagen würde, falls er privat mit ihm darüber argumentieren würde: Du bist überall mein Sklave, Junge, nicht nur zu Hause oder im Schlafzimmer – du hast gewusst, wie der Handel läuft, als du unterschrieben hast und ich erwarte deinen Gehorsam hier, dort und überall. Und um bei der Wahrheit zu bleiben, hatte Skinner je etwas Unvernünftiges verlangt? Eigentlich machte er Mulder ein Kompliment, indem er seiner Abteilung Unterstützung zukommen ließ – und Mulder musste zugeben, dass es nützlich wäre, wenn er jemanden hätte, mit dem er das Arbeitspensum teilen könnte.

„Diese hier heißt Monica Reyes und ist angeblich spezialisiert auf satanische Kulte“, stöhnte Mulder, hielt eine Akte hoch. „Ich wette, all diese Lebensläufe sind genauso verrückt. Ich werde Bewerbungen von jedem Spinner bekommen, der für die Regierung arbeitet.“
„Hey, Spooky, wen nennen Sie einen Spinner?“ mischte sich Scully ein. „Ich kam auch hierher, richtig? Sie haben die Abteilung eröffnet und sehen Sie sich all die Namen an, die Ihnen verpasst wurden.“
Mulder starrte Scully böse an und versuchte, das selbe bei seinem Meister zu tun, bloß um Skinners dunkle, braune Augen mit nur einer Andeutung von Zorn darin zurückstarren zu sehen. Mulder schluckte hart und bemühte sich, das durchzudenken.

Er vertraute seinem Meister zu wissen, was daheim das beste für ihn war und Skinner hatte ihn dort nie enttäuscht – vielleicht war es Zeit, darauf zu vertrauen, dass er auch in der Arbeit wusste, was das beste war. Mulder wusste, er hatte eine Tendenz, sich in die Arbeit zu werfen und alles andere im Leben auszuschließen. Genauso wusste er, dass sein Meister das nur bis zu einem bestimmten Punkt zuließ; in dem Moment, wenn Mulder aussah, als ob er in die Selbstvernichtung ginge, würde Skinner ihn zurückzerren. Manchmal war diese Erfahrung qualvoll und manchmal machte es ihn bloß wütend, doch Mulder wusste, dass er seinem Meister mit seinem gesamten Leben vertraute, nicht nur mit seinem Sexleben.

„Okay, okay.“ Mulder hob seufzend seine Hände. „Ich gebe auf.“
„Danke, Agent“, sagte Skinner leise.
Mulder warf seinem Meister unter seinen Augenlidern hervor einen Blick zu, strich dann mit seiner Hand bedeutungsvoll über seinen Schenkel, genau, wo das Brandzeichen war. Skinner lächelte, bemerkte die Geste und berührte kurz mit seinen Fingern sein gestärktes, weißes Hemd, von dem Mulder wusste, es verbarg das ausgesprochen schöne Fuchs-Tattoo auf seiner Brust. Sie teilten einen kleinen Moment, nur sie allein, beide bestätigten das Band zwischen ihnen und wie es Mulders Entscheidung beeinflusst hatte. Dann nickte Skinner seinen Agenten zu und verließ den Raum.

Die nächsten Tage verbrachte Mulder damit, abwechselnd Kandidaten für den neuen Posten in der X-Akten-Abteilung zu interviewen und die Akten der Fälle aufzuarbeiten, die während seines Urlaubs auf seinem Schreibtisch zurückgelassen worden waren. Er fiel so rasch in seinen Alltagstrott zurück, dass er wusste, er hatte sich umsonst Sorgen gemacht; er liebte seinen Job immer noch, nur erreichte er jetzt eine bessere Ausgewogenheit zwischen seiner Arbeit und seinem Privatleben.

Er war überrascht herauszufinden, dass sich Monica Reyes tatsächlich als eine faszinierende Frau mit einer Menge relevanter Erfahrung und einem offenen Geist herausstellte – und sie gewann ihn, sehr zu Scullys Missfallen, indem sie ihm erzählte, sie hätte seine Arbeit seit Jahren verfolgt und würde ihn bewundern. Er gab ihr den Job praktisch sofort.
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Später in dieser Woche brachte Skinner seinen Sklaven zum Abmessen für das Hochzeitskostüm. Mulder lachte beinahe laut auf, als er seinen alten Freund Donald erblickte, der nun für die ganze Welt wie ein jüngerer Elliott aussah. Die beiden Männer trugen gleichartige graue Anzüge mit den selben pinkfarbenen Stecktüchern und Krawatten. Sie sahen untadelig aus – und komplett und vollkommen ineinander verknallt.

„So, wie läuft’s, Donny?“ erkundigte sich Mulder, während Donald Maß nahm für welches merkwürdige Outfit auch immer, das sein Meister ihn tragen lassen würde. „Ich meine, mit Elliott?“
„Es ist perfekt“, hauchte Donald, ein ziemlich dummes Lächeln breitete sich über sein Gesicht aus. „Ich verdanke dir so viel, Mulder.“
„Dank nicht mir – ich bin ziemlich sicher, es war Walter, der euch zusammengebracht hat. Ich habe dich nur betrunken gemacht“, grinste Mulder, erinnerte sich an diese unvergessliche Nacht. „Hat dir Elliott übrigens dafür den Hintern versohlt?“

Donald nahm eine lebendige Rosaschattierung an, bis hinauf zu seinen Ohrläppchen.
„Mulder!“ zischte er.
„Hey, du hast zugesehen, wie mein Meister mir die Hölle rausprügelte, also verstehe ich nicht, wieso du derart zimperlich deswegen sein solltest“, tadelte Mulder. „Komm schon, Donny – spuck’s aus.“
„Das ist privat“, zischte Donald. „Aber ja ... er war ein bisschen, ah, streng mit mir. Ist er noch – aber nur, wenn ich übertreibe, um seine Aufmerksamkeit zu erlangen und das tue ich normalerweise nicht, weil ... Prügel tun weh, Mulder. Das hast du mir nie erzählt!“
„Klar doch!“ Mulder schüttelte seinen Kopf. „Es tut weh, Don, aber ... es ist ein guter Schmerz“, grinste er.
„Na ja, mir gefällt der Gedanke daran besser als die Realität ... obwohl ich es liebe, wenn wir es spielen. Ich hasse es, wenn er es wirklich tut, weil ich den Gedanken nicht leiden kann, dass ich ihn auf irgendeine Art verärgert oder enttäuscht habe. Ich will einfach, dass er stolz auf mich ist.“
„Ich bin sicher, das ist er, Don“, grinste Mulder. „Das erkenne ich schon an der Art, wie er dich ansieht.“
Donald schenkte ihm im Gegenzug ein fröhliches kleines Lächeln und seine Wangen verdunkelten sich zu einer noch tieferen Schattierung von Kaugummi-Pink. Mulder kicherte – Donald war einer der am leichtesten zu hänselnden Menschen.

„So, erzähl mal, Don“, sagte Mulder, senkte seine Stimme zu einem Flüstern, „was hat Skinner für mich geplant, dass ich auf dieser Hochzeit anziehen soll?“
Donald richtete sich auf und steckte sein Maßband ein.
„Ich fürchte, das darf ich dir nicht verraten, Mulder“, sagte er mit einem total professionellen und absolut teuflischen Grinsen. „Ich musste Geheimhaltung schwören. Eines weiß ich allerdings, du wirst massenhaft bewundernde Blicke auf dich ziehen.“
Mit diesen Worten schlenderte er aus der Kabine, ließ Mulder zurück, der über die Tatsache nachdachte, dass Donald nicht der einzige war, der leicht zu hänseln war.
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Mulder verbrachte ein paar geschäftige Tage mit Monica Reyes in New Orleans, untersuchte einen Fall körperlicher Inbesitznahme durch eine außerirdische Entität. Reyes stellte sich als fähige, wenn auch manchmal nervenaufreibende Person heraus, mit ihren endlosen Fragen und ihrem sonnigem Gemüt. Mulder fand ihre New-Age-Ansichten das Leben betreffend unheimlich erschöpfend und er war scharf darauf, ihr jegliche Vorurteile auszutreiben, die sie haben mochte, dass die Arbeit an den X-Akten eine Art spirituelle Reise sein würde. Nach seiner Erfahrung ging es bei den X-Akten darum, deine Schuhe mit ätzendem, grünen Schleim zu verderben und regelmäßig ins Krankenhaus zu fahren. Er wollte nicht, dass sie irgendeinen Zweifel über die Realität ihrer Arbeit hegte. Ein Teil von ihm hoffte insgeheim, sie würde aufgeben und er könnte Skinner und Scully berichten, dass sie sich nicht bewährt hätte, doch sehr zu seinem Ärger schien sie ihren ersten Fall zu lieben, trotz seiner besten Bemühungen, die ganze Sache zehnmal furchterregender zu machen, als sie tatsächlich war.

Sie kehrten ins Büro zurück, wo Monica begann, unter Scullys erfahrener und gut geübter Anleitung ihren üblichen Spesenbericht für ein neues Paar Schuhe und ein Handy zu schreiben. Mulder fing an, den Bericht zu tippen. Er wartete, bis Scully und Monica das Büro verlassen hatten, um in die Cafeteria zu gehen, dann griff er nach dem Telefon.

„Skinner“, meldete sich sein Meister knapp.
„Hey. Ich bin’s – ich bin zu Hause“, antwortete Mulder. „Haben Sie mich vermisst?“
„Du warst nur drei Tage weg“, wies Skinner hin.
„Wette, das Bett war irgendwie kalt ohne mich.“
„Wanda funktioniert sehr gut als Wärmeflasche.“
„Hah. Na schön, ich weiß, dass Sie mich vermisst haben und ich habe ganz bestimmt Ihre, ah, persönlicheren Dienste vermisst“, gab Mulder verführerisch zurück.
„Und ich hoffe stark, Scully und Reyes sind im Moment nicht bei dir und hören zu“, antwortete Skinner.
„Nee – sie sind auf der Suche nach Muffins ... was schon für sich eine X-Akte ist. Bevor Reyes auftauchte, aß Scully bloß fettarmen Joghurt – jetzt kann sie ohne regelmäßige Kuchen-Infusion nicht existieren. Es gab eine Zeit, wenn ich sie mit Muffins bestechen konnte, aber nun isst sie mehrere am Tag und das funktioniert nicht mehr“, meinte Mulder betrübt.
„Sie ist schwanger“, erinnerte ihn Skinner. „Sie isst jetzt für zwei.“
„Hmmm. So, was haben Sie in meiner Abwesenheit angestellt?“
„Ich ging in mein ehemaliges Fitness-Studio – habe geboxt.“ Skinners Stimme klang abgelenkt.
„Sie haben jemanden zu Brei geschlagen, ohne mich zum Zusehen mitzunehmen?“ fragte Mulder klagend. „Sie wissen, ich liebe es, wenn Sie das He-Man-Zeug veranstalten.“
„Ich habe niemanden zu Brei geschlagen. Ich wurde fertiggemacht. Ich bin vollkommen aus der Übung.“
„Sind Sie okay? Wurden Sie verletzt?“ Mulder runzelte seine Stirn, fand es schwierig, sich vorzustellen, irgendjemand könnte seinen großen, starken Meister in einem Kampf schlagen.
„Bloß ein bisschen verhauen. Ein paar blaue Flecken, aber mir geht’s gut“, meinte Skinner abwehrend.

„So, irgendeine Chance, dass Sie heute früher Schluss machen?“ erkundigte sich Mulder, mit – wie er hoffte – einem Schnurren in seiner Stimme. „Ich könnte etwas in diese Prellungen reiben ...“
„Tut mir leid, Fox“, sagte Skinner mit einem bedauernden, kleinen Seufzen. „Aber ich bin hier eingeschneit – anscheinend kann ich diesen Berg an Papierkram nicht beenden und ich habe höllische Kopfschmerzen, die nicht verschwinden wollen.“
„Klingt für mich, als bräuchten Sie ein wenig Aufmerksamkeit von Ihrem Lieblings-Sklaven, um Sie zu entspannen“, schlug Mulder mit kehliger Stimme vor.
Skinner ließ ein müdes, tiefes Kichern hören, doch es klang angespannt.
„Sind Sie sicher, dass Sie okay sind?“ erkundigte sich Mulder ängstlich.
„Was? Ja ... nur ... ich muss arbeiten, Fox“, meinte Skinner mit abwesender Stimme und beendete das Gespräch.

Mulder saß da und starrte das Telefon mutlos an. Das war nicht das Willkommen zu Hause, auf das er gehofft hatte; er wusste, er war nur ein paar Tage weg gewesen, aber im Moment, so verliebt, wie er in seinen Meister war, fühlte sich das wie ein Leben an. Mit einem Seufzen drehte er seinen Stuhl herum und begann, seinen Weg durch den kleinen Stapel Aktennotizen und Beweise zu bahnen, die er mitgebracht hatte.

Er arbeitete stetig den ganzen Nachmittag, bis ihn das Telefon um etwa vier Uhr unterbrach.
„Agent Mulder!“ rief eine atemlose, verzweifelte Stimme am anderen Ende der Leitung.
„Ja ... wer spricht da ...?“
Mulder erhob sich, eine kalte Vorahnung traf ihn. Er hatte das Gefühl, dass etwas falsch lief – völlig falsch.
„Ich bin es ... Kim ... ich ... Agent Mulder ...“ Sie klang verzweifelt und tränenüberströmt.
„Kim – was zur Hölle ist passiert?“
„Es ist der Assistant Director“, wisperte sie und Mulder fühlte sein Herz die ganze Strecke in seine Schuhsohlen fallen – und dort bleiben.
„Was ist passiert ...? Nein, warten Sie ... ich komme rauf.“

Mulder ließ das Telefon fallen und rannte zum Fahrstuhl. Er wartete volle sechs Sekunden auf seine Ankunft, bevor er entschied, er könnte nicht länger dort herumstehen und stattdessen die Treppe nahm, drei Stufen auf einmal nehmend hinaufraste. Während er rannte, zuckten hundert schlimmste Möglichkeiten durch seinen Geist, die schlimmste von allen drängte sich vor und weigerte sich zu verschwinden. Vielleicht war Krycek zurück ... vielleicht war er zurückgekommen und suchte Rache, hatte irgendwie Zutritt zum Gebäude erhalten und hatte Skinner eine Kugel in den Kopf gejagt. Oder vielleicht waren diese Prellungen, die Skinner erwähnt hatte ernster, als er bemerkt hatte. Vielleicht war sein Herz verletzt worden.

Mulder raste den Korridor im fünften Stockwerk entlang, vor Angst kaum in der Lage zu atmen, rannte zu Skinners Büro, riss die Türe auf, stürmte hinein und erstarrte entsetzt.

Sein Meister lag auf dem Teppich in seinem Büro, ein improvisiertes Kissen unter seinem Kopf. Sein Gesicht war kreideweiß und seine Augen waren geschlossen, doch das wirklich Schockierende war das Netzwerk aus dunkelvioletten Venen, die sein Gesicht überzogen wie ein Gitter. Nie zuvor in seinem Leben hatte Mulder etwas Derartiges gesehen.

„Er ist einfach zusammengebrochen“, erklärte Kim weinend, während sie neben Skinners Körper kniete. „Eine Minute sprach ich mit ihm und in der nächsten ... sein Gesicht fing an, so auszusehen ...“, sie wedelte eine Hand zu den dunklen Linien, die Skinners Gesicht bedeckten, „... und er ging zu Boden, als ob ihm jemand die Beine unter seinem Körper weggeschlagen hätte. Ich habe die Sanitäter gerufen ... ich habe meinen Pullover unter seinen Kopf gelegt ...“

„Walter?“ Mulder eilte heran und kniete neben seinem Meister nieder. „Meister?“ flüsterte er sanft, legte seine Finger gegen des großen Mannes Hals.
Die erhobenen, dunklen Venen pulsierten fast obszön unter seinen Fingern, er war jedoch erleichtert, dass sein Meister wenigstens noch am Leben war. Allerdings machte Skinner keine Anstalten, sich zu bewegen und er öffnete auch nicht seine Augen.
„Walter?!“ sagte Mulder erneut, entschlossener dieses Mal, nahm seines Meisters Kopf in seine Hände.
Immer noch erfolgte keine Reaktion und er sah hilflos zu Kim hoch.
„Verdammt, wo sind diese Sanitäter?“ brüllte er.
„Sie sind auf dem Weg“, antwortete sie, ihre Stimme steckte in ihrer Kehle fest. „Wird er sich erholen? Er muss in Ordnung kommen. Er ist der netteste Mann ... der beste Boss, für den ich je gearbeitet habe ...“

Mulder schnappte eine von Skinners Händen und hielt sie umklammert, kümmerte sich nicht, ob Kim oder irgendjemand sonst ihn sah oder hörte.
„Du darfst jetzt nicht sterben, Walter“, zischte er. „Nicht jetzt. Nicht, wenn alles so gut läuft. Christus, wir machten diese ganze Scheiße durch, nur damit wir diesen Punkt erreichen können und du wirst mir jetzt nicht wegsterben. Wirst du NICHT!“ sagte er energisch.
Da kam keine Antwort; Skinner blieb ahnungslos ob seines Sklaven Flehen.
„Christus, was zum Teufel ist das?“ fragte sich Mulder laut, seine langen Finger strichen erneut über die breite Ausdehnung seines Meisters Kopf, untersuchten die erhobenen, pulsierenden Venen. „So etwas habe ich noch nie gesehen.“

Es vermittelte ihm das Gefühl einer X-Akte – und Mulder war genügend davon begegnet, um in der Lage zu sein, eine zu identifizieren, wenn sie genau unter seiner Nase war. Verzweifelt versuchte er, sich zu erinnern, ob eine der Akten in seinem Kellerbüro Informationen von etwas Ähnlichem enthielt, doch seine Sorge machte es für ihn unmöglich, sich zu konzentrieren und ein paar Sekunden später wurde er aus dem Weg geschubst, als die Sanitäter in den Raum stürmten. Hilflos beobachtete er, wie sie seinen Meister untersuchten und Skinner danach auf einer Rollbahre festschnallten. Mulder joggte neben seinem Meister her, als sie Skinner hinunter und in die wartende Ambulanz brachten.

„Tut mir leid, Sir“, sagte einer der Sanitäter, blockierte seinen Weg, als er in die Ambulanz einsteigen wollte. „Sie müssen nachfahren.“
„Auf gar keinen Fall! Ich komme mit ihm“, gab Mulder in einem Tonfall zurück, der sogar seine eigene Wirbelsäule Schauder hinaufjagte und bei dem Sanitäter einen ähnlichen Effekt hervorzurufen schien, da er erschrocken zurückwich. „Ich bin sein nächster Angehöriger“, erklärte er entschlossen, plötzlich dankbar für die Tatsache, dass Skinner nach Murrays Herzattacke so beharrlich darauf bestanden hatte, den gesetzlichen Status seines Sklaven klarzustellen.

Während der Fahrt zum Krankenhaus bewegte sich Skinner nicht und er war immer noch komatös, als sie ihn in die Notaufnahme rollten. Selbst dort weigerte sich Mulder, sich von seinem Meister zu trennen. Als sie versuchten, ihn dazu zu bringen, in einem anderen Zimmer zu warten, weigerte er sich einfach.
„Ich werde nicht von seiner Seite weichen“, sagte er kopfschüttelnd. Ich bin sein Sklave, dachte er. Falls er stirbt, werde ich neben seinem gottverdammten Grab sitzen, bis ich ebenfalls sterbe.

Er spürte einen Stich intensiver Qual in seiner Brust bei dem Gedanken an seines Meisters Tod. Er war nicht sicher, ob er ohne Skinner leben könnte – er konnte sich einfach ein Leben ohne seinen Meister nicht vorstellen, nicht nach allem, was sie dieses vergangene Jahr durchgemacht hatten und nicht jetzt, wenn er stärker als je zuvor in seinen Meister verliebt war.

Angenommen, da gab es eine Art grässlicher Symmetrie in all dem? Andrew Linker, Skinners Top, war gestorben, nachdem er Skinner zu einem Verstehen und einer Akzeptanz seiner selbst und seiner Sexualität verholfen hatte. Angenommen, die Geschichte wiederholte sich? Er schob diesen Gedanken beiseite und beobachtete – wie es schien aus großer Entfernung – während die Ärzte seinen Meister umschwärmten.

„Sir?“
Eine stämmige, schwarze Ärztin mit sachlichem Auftreten ergriff seinen Arm und zwang ihn, seinen Blick von der Szene vor ihm abzuwenden, wo seinem Meister Infusionsnadeln in die Arme gestochen wurden und stattdessen in ihre Augen zu sehen.
„Was ist los? Was geschieht mit ihm?“ fragte Mulder.
„Das wissen wir nicht“, meinte die Ärztin sanft, sah seine offensichtliche Verzweiflung.
„Sie wissen nicht, was mit ihm nicht stimmt?“ Ungläubig schüttelte Mulder seinen Kopf. „Christus – sicher kann er nicht so aussehen, ohne dass es offensichtlich ist, was zur Hölle mit ihm los ist!“
„Niemand hat je so etwas gesehen, Sir“, erklärte ihm die Ärztin. „Wir machen es ihm bequemer, während wir auf einige Testresultate warten.“

Mulder konnte nicht einmal verfolgen, wovon sie sprach. Alles erschien wie im Nebel. Alles, was er sehen konnte, war sein Meister, blass und ausgestreckt unter einem Krankenhaus-Laken liegend.
„Aber ... es ging ihm gut ... ich habe vorhin mit ihm gesprochen. Er hatte Kopfschmerzen ... er sagte, er hätte Kopfschmerzen, aber er war in Ordnung ... ich kann nicht ...“ Er pausierte und riss sich zusammen. „Wird er wieder gesund?“ fragte er leise.
„Wir wissen es noch nicht“, antwortete sie ehrlich. „Im Moment ist es an der Kippe, aber wir tun alles, was wir für ihn tun können.“
„An der Kippe ...“, wiederholte Mulder. „Wollen Sie sagen, dass er sterben könnte? Könnte ihn das umbringen?“
„Ja, Mr. Mulder. Er könnte sterben“, sagte sie ihm leise und Mulder spürte die eisige Faust, die sich seit Kims verzweifeltem Anruf um sein Herz geschlungen hatte, ihren Griff verengen. „Er hat ernsthafte Zirkulationsprobleme bis zu dem Ausmaß, wo ...“ Die Ärztin öffnete wieder ihren Mund, zögerte und setzte dann fort: „Es könnte vielleicht nötig sein, seine Extremitäten zu amputieren“, erklärte sie ihm.
„Was?“ Mulder starrte sie verständnislos an. „Was zum Teufel meinen Sie?“
„Seine Arme und Beine ... falls die Durchblutung noch schlechter wird, kommt es zum Absterben von Gewebe – wir müssen vielleicht seine Beine amputieren und wahrscheinlich seine Arme, um sein Leben zu retten. Es könnte nötig werden. Vielleicht brauchen wir Ihre Zustimmung für die Operation.“ Ihre braunen Augen waren mitfühlend, das tat jedoch nichts, um die entsetzliche Bedeutung ihrer Worte zu lindern.

Mulder schloss seine Augen und versuchte sich vorzustellen, wie sich sein Meister damit fühlen würde. So viel von Skinners Persönlichkeit wurde in seine schiere, physische Präsenz investiert – er konnte sich nicht vorstellen, wie sein Meister damit fertig werden würde, behindert zu sein. Wäre er lieber tot als ein Leben lang verkrüppelt? Oder würde er lieber überleben, egal, um welchen Preis? Würde er Mulder die Schuld geben, weil er die Zustimmung zur Operation gab? Oder wäre er dankbar, dass Mulder so eine schwere Entscheidung für ihn getroffen hatte? Wie würde das ihre Beziehung beeinflussen, fragte sich Mulder. Nicht in einem selbstsüchtigen Sinn, sondern in praktischer Hinsicht. Konnte Skinner unter diesen Umständen überhaupt sein Meister sein? Und konnte Mulder ihn als solchen behandeln? Wie viel ihrer Vorstellung ihrer Rollen beruhte auf der Tatsache, dass Skinner fähig war, Mulder als Teil eines Sexspieles körperlich zu unterwerfen? Oder einfach im Zuge ihres Alltagslebens, bis hin zu der Tracht Prügel, die er Mulder jeden Tag verpasste?

Mulder wusste, es würde ihre Beziehung unwiderruflich verändern, er wusste jedoch auch, dass ihm das gleichgültig war. Er liebte Walter Skinner, den Mann, und nicht bloß den Meister. Und Mulder wusste, er wollte den Mann, den er liebte, um jeden Preis am Leben erhalten. Ihm war egal, dass Skinner behindert wäre – er war nur nicht sicher, dass er sich dem Leben ohne des anderen Mannes ruhige, entschlossene Präsenz stellen konnte. Er wusste, das war selbstsüchtig und machte seine Entscheidung noch schwieriger für ihn. Würde Skinner wollen, dass man ihn um jeden Preis am Leben erhielt? Was würde der andere Mann wollen? Er vertraute Mulder, diese Entscheidung für ihn zu treffen, und wenn er es nicht konnte, wer zur Hölle könnte es dann? Wer kannte Skinner so gut wie er es tat? Er lebte seit fast einem Jahr mit dem Mann; lebte mit ihm, verehrte ihn, liebte ihn ... er war Skinners Sklave, um Gottes Willen! Wenn er ihn nicht kannte, würde das niemand tun. Wenn es nur nicht so eine schwierige Entscheidung wäre.

„Wird es ihm sein Leben retten?“ wollte er wissen, öffnete seine Augen.
„Wir sind nicht sicher. Wir denken, es wird helfen, seine Chancen zu verbessern ...“, begann die Ärztin, doch Mulder unterbrach sie, schüttelte heftig seinen Kopf.
„Nein – wenn Sie nicht wissen, wodurch das verursacht wird, wenn Sie nicht einmal sicher sein können, dass es helfen wird, dann nein. Auf keinen Fall autorisiere ich Sie, ihm seine verdammten Beine abzuschneiden, wenn Sie mir nicht versprechen können, dass das sein Leben retten wird. Das lasse ich ihn nicht durchmachen.“

Sie trat zurück, vielleicht schockiert von seiner Vehemenz, er wusste jedoch in diesem Augenblick, dass er die richtige Entscheidung getroffen hatte. Vielleicht würde es schwieriger werden, falls die Option noch einmal zur Sprache kam, falls und wenn sie mehr Informationen hatten, doch für den Moment wusste er, das war die richtige Entscheidung.

Sie verlegten Skinner in die Intensivstation und Mulder bezog Stellung in einem Stuhl neben dem Bett seines Meisters, unfähig, seine Augen von Skinners Gesicht zu nehmen, kreidebleich, mit diesen pochenden dunklen Venen, die so erhoben und zornig aussahen wie vorhin. Er hoffte, ein Lebenszeichen zu sehen.

Das Krankenhauspersonal pumpte den großen Mann mit einem Cocktail aus verschiedenen Drogen voll, dennoch blieb Skinner bewusstlos. Je länger die hilflosen Mediziner unfähig waren, die Ursache für Skinners Krankheit zu identifizieren oder eine effektive Behandlung dafür zu finden, umso mehr war Mulder überzeugt, dass sie in der konventionellen Medizin keine Antwort finden würden.

Er tätigte, wie es sich anfühlte, hunderte Telefonanrufe – zuerst mit Scully, danach Perry, weil sie beide Ärzte waren. Scully versprach ihm, sofort rüber zu kommen. Perry konnte seine Arbeit nicht gleich verlassen, ließ sich von Mulder aber beschreiben, was geschehen war – und konnte keinen Fehler in der Behandlung finden, die Skinner erhielt. Tatsächlich schien er genauso ratlos zu sein wie das Krankenhaus-Personal. Mulder hatte den zurückhaltenden Arzt noch nie so besorgt gehört – normalerweise konnte ihn nichts aus der Fassung bringen, doch in dieser Situation hatte er keine Antworten.

Als nächstes rief Mulder Tabi, die Schwester seines Meisters, an. Falls dies tatsächlich lebensbedrohlich war, sollte Skinners Familie hier sein. Er hasste, wie ihre Stimme verzweifelt brach, als er ihr die Neuigkeiten mitteilte. Sie versprach, so schnell sie konnte zu kommen und Mulder überließ es ihr, den Rest von Skinners Familie zu verständigen. Soviel er über sie erfahren hatte, bezweifelte er, dass sie an seines Meisters Krankenbett eilen würden und das machte ihn so wütend, dass er nicht einmal darüber nachdenken wollte bei allem, was vor sich ging.

Die verschiedensten Leute trafen als Reaktion auf seine Anrufe nacheinander ein; erst Scully, begleitet von Doggett, danach rauschte Elaine herein, presste eine marineblaue Wolljacke um ihre üppigen Kurven. Um ihn herum war ein Nebel aus entsetzten Gesichtern und alles, was er hören konnte, war der Klang seiner eigenen monotonen Stimme, erklärend und erklärend und erklärend, welche die selbe Geschichte immer und immer wieder erzählte, als ob ihm das nicht zustoßen würde, als ob nichts davon wirklich wäre.

Scully überflog Skinners medizinische Kartei mit professionellen Augen, wendete sich dann wieder Mulder zu.
„Mulder, diese Werte sind unmöglich. Es ist beinahe, als ob er mit einer Art Gift infiziert worden wäre – aber mit einem aktiven – die Werte wechseln ständig, als ob jemand immer noch Dosen davon in ihn pumpen würde, was unmöglich ist.“ Sie sah sich im Zimmer um.
„Das klingt vertraut. Ich denke, ich habe etwas gelesen ...“ Mulder pausierte, versuchte, sich an etwas zu erinnern, das er in einer der Akten gesehen hatte. „Scheiße ... ich denke, ich weiß, was das ist ...“

Er eilte zur Tür, als er jedoch auf halbem Wege war, pausierte er, zögerte und blickte zurück. Sein Meister war immer noch komatös und Mulder war zerrissen. Er vertraute niemandem, das zu lösen. Niemand war ein so guter Ermittler wie er und dennoch ... er wollte auch seinen Meister nicht zurücklassen. Angenommen, Skinner würde sterben und Mulder wäre nicht bei ihm, wenn es passierte? Oder angenommen, diese Skalpell-verrückte Ärztin steckte ihr Messer in ihn, wenn er nicht hier war, um einer Operation zuzustimmen – oder sie zu verweigern? Oder angenommen, Skinner würde erwachen und nach ihm fragen? Angenommen, er würde aufwachen und herausfinden, sein Sklave war nicht hier? Mulder konnte sich kein größeres Versagen in seiner Pflicht als Sklave vorstellen, als nicht für seinen Meister da zu sein, wenn Skinner nach ihm rief.

„Ich kann nicht weg“, sagte er, drehte sich zu Scully um. „Ich kann ihn nicht verlassen. Scully, Sie müssen das für mich erledigen. Sie und Monica – und John auch, falls du helfen willst?“
Mulder warf Doggett einen Seitenblick zu. Der Ex-Marine nickte entschlossen.
„Wir sind für dich da, Kumpel – und für ihn.“ Er zuckte seinen Kopf in Skinners Richtung. „Wir tun, was nötig ist.“
„Es gibt eine Akte – etwas über Nanotechnologie“, erklärte ihnen Mulder.
„Nanotechnologie auf biologischer Ebene befindet sich immer noch im theoretischen Stadium“, runzelte Scully ihre Stirn.
„Offiziell“, zuckte Mulder seine Schultern. „Inoffiziell ...“ Neuerlich ein Schulterzucken. „Es gab eine X-Akte vor etwa achtzehn Monaten, Scully. Eine Frau in Tahoma starb und ihr Körper sah genauso aus wie seiner im Moment. Ihre Arterien waren wortwörtlich mit Kohlenstoff vollgepackt – man hätte sie als Bleistift verwenden können. Angenommen, sie war das Testsubjekt? Angenommen, sie haben nur versucht festzustellen, wie viel Schaden sie mit der Technologie verursachen können?“

„Aber – wie wäre Skinner infiziert worden, Mulder?“ wollte Doggett ungläubig wissen.
„Nein – das ist die falsche Frage“, antwortete Mulder brüsk, begegnete Scullys schockiertem, blauäugigem Starren. Sie wusste es. „Die richtige Frage ist, warum wurde Skinner infiziert? Das Wie ist einfach genug – falls es das ist, was ich denke, dann hätte jemand mit kontaminierten Handschuhen irgendwo an Skinner vorbeistreifen können – in der U-Bahn, im Fahrstuhl – alles, was nötig ist, wäre Hautkontakt – seine Hand oder Handgelenk. Scully, Sie müssen Nanotechnologie in meinen Akten überprüfen. Ich habe Querverweise auf Mikrofiche“, erklärte ihr Mulder.
Sie brachte ein schwaches Lächeln fertig.

Oft hänselte sie ihn wegen der Unverständlichkeit seines Mikrofiche-Ablagesystems, doch er wusste immer, wo was lag.
„Sehen Sie es durch“, instruierte er. „Finden Sie diese Akte. Folgen Sie jeder Spur, die Sie darin finden. Ich denke ... nein, ich bin ziemlich sicher, er wurde vergiftet, Scully.“
Sie nickte und eilte mit Doggett an ihrer Seite davon.

Mulder beobachtete ihren Abgang, immer noch völlig zerrissen. Vielleicht irrte er sich. Vielleicht sollte er gehen. Angenommen, sie waren nicht in der Lage, diesen Fall ohne den Vorteil seiner Fähigkeiten in dieser bestimmten Arbeit zu lösen? Angenommen, sein Meister starb, weil Mulder den Fall nicht selbst übernommen hatte?

„Ruhig“, sagte Elaine, legte eine Hand auf seine Schulter und er drehte sich um, sah sie verständnislos an. „Du tust das Richtige“, meinte sie tröstend und er wunderte sich, ob die Ränke seines Gehirns derart transparent und ihm ins Gesicht geschrieben waren.
„Ich versuche es“, meinte er heiser. „Es ist nicht einfach. All meine natürlichen Instinkte ...“ Er schüttelte seinen Kopf.

Er war immer aktiv gewesen, rastlos, musste die Wahrheit herausfinden – das war genauso Teil seiner Persönlichkeit wie seine neue Verkörperung als Skinners Sklave. Nun war er ernsthaft zerrissen zwischen den beiden widerstreitenden Teilen seiner Persönlichkeit. Der Sklave wollte bei seinem Meister bleiben. Der Ermittler, der FBI-Agent, der rastlose Sucher nach Wahrheit wollte dort hinausgehen und etwas Sinnvolles tun.

„Nein, es ist nicht einfach“, stimmte Elaine zu, drückte sanft seine Schulter. „Aber du machst alles richtig, Mulder. Ich bin stolz auf dich – und er wäre es auch, wenn er wüsste, wie gut du damit fertig wirst.“
„Ich fühle mich nicht, als würde ich mit irgend etwas fertig werden. Ich fühle mich, als würde ich auf dem Zahnfleisch kriechen“, knurrte er, wendete sich wieder Skinner zu und setzte sich neben ihn.

Er hatte sich so an die hässlichen, dunklen Venen gewöhnt, die im Gesicht seines Meisters pulsierten, dass er einen Moment brauchte, um zu erkennen, dass sich etwas verändert hatte; die Venen waren dunkler, standen stärker aus des anderen Mannes Gesicht heraus, erhoben, lebendig und schwarz, im starken Kontrast zu seines Meisters bleicher Haut. Und Skinners Atmung wurde mühsamer.

„Oh, Scheiße!“ zischte er.
„Was ist los?“ Binnen Sekunden stand Elaine an seiner Seite.
„Ruf die Ärztin rein ... nein! Warte!“ Mulder zögerte, etwas, das Scully ihm gesagt hatte, fiel ihm ein. „Sie sagte, es sähe aus, als ob jemand Dosen davon in seinen Blutkreislauf pumpen würde, und das ist das einzige, was die Tatsache erklären kann, dass sich sein Zustand derart verschlechtert. Es ist jemand hier. Jemand tut ihm das jetzt gerade an“, sagte er, raste zur Tür.
„Mulder! Hier ist niemand!“ protestierte Elaine, sah sich im Zimmer um.
„Du verstehst nicht – sobald sich die Nanozyten im Blutstrom befinden, muss nicht jemand persönlich neben ihm stehen, um sie zu aktivieren. Sie haben eine Reichweite. Wer auch immer das tut, muss sich im Gebäude aufhalten, aber sie könnten im Korridor sein oder im Fahrstuhl oder irgendwo in der Nähe“, erklärte ihr Mulder hastig. „Elaine – bleib bei ihm.“

Er rannte aus der Tür und in den Korridor, zog im Laufen seine Pistole. Er war kaum aus der Tür, als er einen Mann entdeckte, der um die Ecke verschwand. Er brüllte dem Mann nach, stehen zu bleiben, doch der rannte bloß los. Mulder verfolgte ihn, rannte so schnell er konnte. Hier stand das Leben seines Meisters auf dem Spiel und das verlieh ihm Tempo.

Er sah den Mann in einem Treppenhaus verschwinden und raste ihm nach, jagte ihn den gesamten Weg hinunter in die Parkgarage vier Stockwerke tiefer. Mulder betrat die schlecht beleuchtete Garage, schwer keuchend aber für die Tatsache dankbar, dass er in so guter Verfassung war, was er teilweise seines Meisters exzellenter Sorge für ihn und sorgfältig ausgesuchter Diät und Training verdankte.

Er hatte den Mann aus den Augen verloren und wanderte vorsichtig zwischen den Autos, seine Waffe erhoben. Ein Geräusch warnte ihn und er warf sich zu Boden, rutschte über den Garagenboden und endete zusammengekauert hinter einem Auto, benutzte es als Deckung. Es herrschte Stille, dann schnurrte ein Wagen langsam durch die Garage auf ihn zu und stoppte genau neben dem Auto, das er als Deckung verwendete. Eine Tür wurde geöffnet, eine stumme Einladung für ihn. Er stand auf, akzeptierte sie genauso stumm.

Er stieg in den Wagen und war nicht überrascht, als sich die Tür sanft hinter ihm schloss und er das Klicken der Verriegelung hörte. Der Mann, der ihn hier runter gelockt hatte, saß im Beifahrersitz neben dem Chauffeur – Mulder erkannte keinen der beiden, er kannte jedoch den Mann auf dem Rücksitz – nicht gut genug, um seinen Namen zu kennen, aber bestimmt gut genug, um zu wissen, dass er ein Feind war.

„Ich wünsche Ihnen einen guten Tag, Agent Mulder“, sagte der Mann in seinem üblichen, exquisit kultivierten Tonfall.
„Ich bin überrascht“, meinte Mulder gedehnt. „Ich dachte, sie würden diesen Zigaretten rauchenden Hurensohn schicken, um diese Konversation zu führen.“
Der Engländer zeigte ein schiefes, kleines Lächeln.
„Ich hoffe, ich bin keine Enttäuschung“, sagte er, sein weicher Tonfall verbarg einen Kern aus hartem, kalten Stahl.
Mulder lehnte sich in seinem Sitz zurück.
„Das hängt davon ab, was Sie wollen“, antwortete er.
„Wir hörten, Sie wären wieder an den X-Akten. Sie haben erneut herumgestochert. Es ist ermüdend.“

Jede Vorspiegelung von Höflichkeit war verschwunden – die Stimme war so hart wie das Schnappen der Rute seines Meisters.
„Das mache ich seit langem. Es war immer ermüdend für Sie“, gab Mulder zurück.
„Ah, ja, aber im vergangenen Jahr waren Sie ...“, der Engländer pausierte und ließ dann ein hämisches, kleines Lächeln sehen, „sollen wir sagen abgelenkt? Wir haben es genossen, Sie nicht an den X-Akten zu haben, aber wann immer Sie zurückkamen ...“ Er seufzte schwer. „Na schön, Sie wurden weniger ... vorhersehbar als früher“, murmelte der Engländer.
Mulder stieß ein kurzes, lachendes Bellen aus.
„Sie meinen, ich war nicht so leicht zu manipulieren“, bemerkte er, dachte an das Flugticket, das Krycek vor ein paar Monaten besorgt hatte, um ihn zu bewegen, dieses UFO in Oregon zu erforschen. „Vielleicht habe ich endlich meine Lektion gelernt.“

Und er hatte sie auf die harte Tour gelernt, dachte er, erinnerte sich an die Lagerhalle in Seattle, die scharfe Klinge von Kryceks Messer, die in sein Fleisch schnitt und diese lange, dunkle Nacht der Seele, während er wartete, dass sein Meister ihn fände.

„Wir zogen es vor, als Sie ... beeinflussbarer waren, stimmt.“ Der Engländer neigte seinen Kopf.
„Dann haben Sie das gemacht?“ Mulder spürte eine Flutwelle eisiger Wut in ihm aufsteigen. „Sie haben Skinner vergiftet, um mich zu manipulieren?“
„Gift ist ein starkes Wort“, zuckte der Engländer seine Schultern. „Was wir taten war, Technologie im Wert mehrerer tausend Dollar in seinen Blutkreislauf zu implantieren.“
„Sie töten ihn“, schnappte Mulder.
„Wir können den Effekt jederzeit rückgängig machen – vielleicht behält er ein paar geringfügige Nebenwirkungen zurück, aber ...“ Der Engländer hob seine Schultern. „Im Grunde genommen wird er unverletzt sein.“

Er fasste in seine Tasche und zog einen kleinen Palm Pilot heraus, den er auf sein Knie legte.
„Mit einem Druck auf diesen Knopf können wir die Kohlenstoffbildung in seinem Blutstrom reduzieren“, erläuterte er, befummelte den Palm Pilot mit einem elegant manikürten Fingernagel.
„Es ist eine Leine“, meinte Mulder langsam. „Sie legen mich an die Leine – falls ich nicht mache, was Sie sagen, werden Sie ihm schaden.“
„Ah, tja, ich habe gehört, Sie wissen alles über Leinen“, sagte der Engländer in wissendem, höhnischen Ton. „Das sollte nicht so ein schwierig zu begreifendes Konzept für Sie sein.“
„Wie lange?“ fragte Mulder, behielt seine Wut krampfhaft unter Kontrolle.
Der Engländer hob eine Augenbraue. „Wir werden unsere kostspielige Technologie nicht sofort zurückverlangen“, kommentierte er. „Eigentlich besteht kein Grund, warum sie nicht für sehr lange Zeit in Assistant Director Skinners Blutkreislauf verbleiben kann.“
„Sie machen Scherze.“ Mulder schüttelte seinen Kopf. „Sie legen mich ein Leben lang an die Leine?“
„Ich habe gehört, Sie sind solchen Arrangements nicht abgeneigt“, bemerkte der Engländer mit einem Hauch Lüsternheit in seiner Stimme. „Wer weiß, vielleicht finden Sie unsere Leine angenehmer als seine. Ich bin sicher, wir können Ihre derzeitigen vertraglichen Vereinbarungen verdoppeln, falls Sie sich entschließen können, ihn zu verlassen und in unsere warmen und einladenden Arme zu kommen.“
„Was?“ Mulder konnte kaum glauben, was er hörte.
„Sie haben bestimmte Bedürfnisse. Wir können uns darum kümmern“, zuckte der Engländer seine Schultern. „Wir waren immer sehr gut darin, uns um die zu kümmern, die uns helfen“, setzte er mit einem Hauch arroganter Überlegenheit fort.
„Sie würden nicht wissen, wo zum Teufel anfangen“, knurrte Mulder.

Musste es immer darauf hinauslaufen? War seine Sexualität so ein Problem? Dachte die Außenwelt tatsächlich, er könnte manipuliert, verurteilt und in Geiselhaft genommen werden, wegen seiner Wahl, mit wem er schlief und welchen Sex er mochte? Dachte dieser Mann vor ihm wirklich, sein Leben würde sich in einem solchen Ausmaß um seine Sexualität drehen, dass er jemanden, den er liebte, dafür eintauschte?

Mulder verdrängte seine Wut und Verzweiflung und versuchte, das rational durchzudenken. Was würde sein Meister wollen, dass er tat? Was wollte er machen? Was hatte es für eine Bedeutung für ihre gemeinsame Zukunft, falls er sich einverstanden erklärte? Nutzlos verkrampfte er seine Fäuste, während er überlegte – hatten er und sein Meister überhaupt eine gemeinsame Zukunft, falls er sich weigerte? Und dennoch ... Skinner hatte sich immer geweigert, als Geisel zu dienen, wegen seiner Sexualität oder aus anderen Gründen. Das war nicht etwas, das er als einfach empfand, es war jedoch etwas, das Andrew Linker ihn gelehrt hatte. Und er hatte es ihm gut beigebracht. Mulder wusste, dass ein Leben am Ende der Konsortiums-Leine baumelnd für sie beide gar kein Leben wäre – für keinen von ihnen – und er wusste, was Skinner ihn instruieren würde zu tun, wenn er jetzt hier wäre. Die Frage war – konnte er es tun?

„Nein“, sagte Mulder schließlich, musste das Wort aussprechen, um eine Rückkehr unmöglich zu machen, wohl wissend, dass er seinen Meister zum Tode verurteilen könnte.
Der Engländer hob eine Augenbraue.
„Nein?“ vergewisserte er sich.
„Nein“, wiederholte Mulder mit größerer Endgültigkeit in seiner Stimme. Er beugte sich vor. „Ich bin sicher, Sie kennen das Sprichwort Ein Diener kann nicht zwei Herren dienen“, sagte er. „Es ist mir einfach unmöglich, für ihn das zu sein, was ich bin und gleichzeitig für Sie zu arbeiten. Er würde das nicht tolerieren und genauso wenig könnte ich es.“
„Dann schließen Sie sich uns an. Wir finden Ihnen einen neuen Meister.“
Der Engländer sah aus, als ob er die Idee reizvoll finden würde. Mulder schauderte.
„Nicht in Ihrem verdammten Leben“, schnappte er.
„Die Alternative ist ... extrem.“ Drohend befingerte der Engländer den Palm Pilot.

„Dann töten Sie ihn“, antwortete Mulder und dieses Mal enthielt seine Stimme einen Kern aus purem, rohen Stahl. „Aber falls Sie es tun“, setzte er fort, „werde ich Sie jagen, Sie alle, und ich werde Sie persönlich töten, mit meinen eigenen Händen, angefangen mit Ihnen. Sie kennen ein wenig meine Fähigkeit zu lieben – ich bin sicher, Sie wissen, was es für mich bedeutet hat, meine Schwester zu verlieren und wie ich mein ganzes Leben der Suche nach ihr gewidmet habe. Verstehen Sie, ich habe dieses erstaunliche Ausmaß an Besessenheit und ich war nie und werde nie so besessen von irgend etwas sein oder so verliebt in jemanden wie ich es in Walter Skinner bin. Sollten Sie ihn also töten, dann wird mein eigenes Leben für mich bedeutungslos. Ich werde Sie verfolgen bis ans Ende meiner Tage und falls ich dabei sterbe, sorge ich ganz gewiss dafür, dass jede einzelne Zeitung auf der Welt erfährt, warum – und wer mich getötet hat.“
Seine Stimme war grausam, sogar monoton, und er meinte jedes einzelne Wort, das er sagte.

„Sehr beeindruckend.“ Der Engländer lehnte sich zurück und starrte Mulder aus Augen voller neu gewonnenem Respekt an. „Es scheint, Sie haben sich verändert, Mr. Mulder. Andererseits bedeutet diese Reife, die Sie zeigen, so etwas wie eine Sackgasse für uns.“
„Stimmt“, nickte Mulder.
„So ... vielleicht könnte ich einen Kompromiss vorschlagen?“
Der Engländer sah Mulder nachdenklich an. Mulder neigte seinen Kopf.
„Ich werde nicht weniger als seine komplette Heilung akzeptieren – Sie geben mir die Mittel, um die Nanozyten vollkommen aus seinem Körper zu klären. Das lasse ich nicht über ihm hängen“, meinte er fest.
„Im Austausch wofür?“ wollte der Engländer wissen. „Sie haben uns bereits erklärt, dass Sie nicht zu verkaufen sind – was haben Sie sonst zu bieten?“

Mulder atmete tief ein.
„Die X-Akten“, antwortete er. „Oder wenigstens meine Arbeit an ihnen. Ich werde kündigen. Sofort. Ein anderer wird sie übernehmen, doch das ist Ihr Problem, nicht meines.“
„Sie würden die X-Akten aufgeben?“ Der Engländer sah verblüfft aus.
„Ja. Ich verspreche nicht, jede Nachforschung einzustellen über alles, was ich auswähle. Aber ich werde es ohne meine FBI-Marke machen und ohne die Macht und die Autorität des FBI hinter mir“, gab Mulder zurück.
„Sie haben jahrelang gekämpft, um die X-Akten zu behalten“, meinte der Engländer, spitzte seine Lippen, während er das überdachte. „Sollen wir tatsächlich glauben, dass Sie so einfach aufgeben, ohne einen Kampf?“
„Um sein Leben zu retten? Ja, würde ich. Ohne auch nur darüber nachzudenken – aber das ist das letzte gottverdammte Zugeständnis, das ihr Bastarde von mir bekommt“, antwortete Mulder in leisem, tödlichen Tonfall. „Also? Ist das eine Entscheidung, die Sie selbst treffen können, oder müssen Sie jemanden anrufen?“

Der Engländer weigerte sich, den Köder zu schlucken. Kichernd schüttelte er seinen Kopf.
„Oh, ich bin sehr wohl qualifiziert, für meine Teilhaber zu sprechen. Der Handel gilt, Agent ... nein, Mister Mulder“, grinste er. „Es war mir ein Vergnügen, mit Ihnen Geschäfte zu machen.“
„Ich wünschte, ich könnte das selbe behaupten“, gab Mulder grimmig zurück.

Der Engländer ließ den Palm Pilot zuschnappen und hielt ihn Mulder hin.
„Alles, was Sie wissen müssen, ist detailliert hier drin ausgeführt“, erklärte er.
„Fein. Sobald die Ärzte bestätigen, dass sein Blut sauber ist, liegt meine Kündigung ...“ Mulder pausierte, strich dann seufzend mit einer Hand über seine Augen. „Auf seinem Schreibtisch“, endete er, fragte sich, ob Skinner den Brief, den er schreiben musste, akzeptieren würde. Gleichzeitig wusste er, dass keiner von ihnen, Meister oder Sklave, eine Wahl hatte.

Seine Hand schloss sich um den Palm Pilot und erst dann fühlte er die Endgültigkeit seiner Entscheidung. Hatte er das Richtige gemacht? Er war nicht sicher, ob er sich ein Leben ohne die X-Akten vorstellen konnte – sie hatten ihn so lange definiert. Was war er ohne sie? Wer war er ohne sie?
Deines Meisters Sklave – was sonst musst du sein? flüsterte eine kleine Stimme in seinem Kopf.
Aber war das genug, fragte sich Mulder. Oder hatte er, indem er Skinners Leben rettete, irgendwie den Klebstoff zerstört, der Meister und Sklave zusammenhielt?

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In enger Zusammenarbeit mit Scully brauchten die Ärzte zwölf Stunden, die Nanozyten-Aktivität in Skinners Blutkreislauf zu reduzieren und zwölf weitere, um sie vollkommen zu eliminieren – trotzdem blieb sein Meister bewusstlos.

„Warum zum Teufel wacht er nicht auf?“ fauchte Mulder die Ärztin an, fragte sich, ob ihn der Engländer irgendwie betrogen hatte. Schlafentzug machte ihn paranoider als üblich und er sehnte sich danach, seinen Meister zurückzubekommen.
„Sein Körper wurde von den Vorkommnissen sehr gestresst“, antwortete die Ärztin. „Wir können nicht sagen, ob er das Bewusstsein wiedererlangen wird nach allem, was ihm angetan wurde – wir wissen es einfach nicht. Wir haben keine Daten, mit denen wir arbeiten können.“
„Christus, das ist ein verfluchter Alptraum!“ knurrte Mulder, knallte seine Hand gegen die Wand.
„Selbst, wenn er aufwacht ... wir haben keine Ahnung, welche Nachwirkungen die Nanozyten bei ihm hinterlassen haben“, erläuterte die Ärztin sanft. „Das ist vollkommen außerhalb unserer Erfahrungen.“
„Er ist stark, Mulder“, fügte Scully hinzu und er konnte feststellen, sie versuchte, ihn durch ihren Tonfall zu beruhigen.

Aber auch sie wusste nichts – niemand wusste etwas. Nanotechnologie auf diesem Level existierte offiziell noch nicht einmal, wie konnten sie also sicher wissen, ob sich Skinner von dem erholen würde, was ihm angetan worden war? Der Engländer hatte ein paar geringfügige Nebenwirkungen erwähnt. Was zur Hölle bedeutete das?

„Wenn er so stark ist, warum zum Teufel ist er nicht aufgewacht?“ wollte Mulder von beiden wissen.
„Wir haben keine Ahnung“, schüttelte die Ärztin ihren Kopf. „Wie ich sagte, das liegt völlig außerhalb unserer Erfahrungen. Es könnte eine Vielzahl von Gründen haben – es könnte bloß das Ausmaß an Stress für sein System sein, oder es könnte sein, dass er gesundheitlich in schlechter Verfassung war, bevor es geschah und er erholt sich deshalb nicht so schnell, wie wir es gerne hätten.“
„Gesundheitlich in schlechter Verfassung?“ wiederholte Mulder verständnislos.

Er hatte seinen Meister immer als diesen großen, unbesiegbaren Top gesehen – ihm war nie der Gedanke gekommen, dass für Skinner die Rolle so erschöpfend war, dass dies körperliche Auswirkungen auf ihn haben könnte.

„Außerdem sollten Sie sich bewusst sein, dass es Anzeichen einer unerklärlichen Nervenentzündung gibt, die eventuell Ergebnis der Nanozyten ist“, setzte die Ärztin vorsichtig nach.
„Das bedeutet was?“
Mulder blickte erst die Ärztin an, dann Scully auf der Suche nach einer Erklärung. Es war Scully, die sie ihm lieferte.
„Das bedeutet, selbst wenn er das Bewusstsein wiedererlangt, wird er vielleicht nie wieder gehen können“, erläuterte sie leise. „Oder wenigstens könnte es schwierig für ihn werden. Vielleicht erhält er seine volle Mobilität nicht wieder zurück.“

Mulder verbiss seine Wut. Er wäre dankbar, wenn sein Meister bloß überlebte, aber war es das, was dieser englische Bastard mit ein paar geringfügige Nebenwirkungen gemeint hatte? Hatte er Skinner sein Leben zurückgegeben, in dem sicheren Wissen, dass er nicht in der Lage wäre, es auf die selbe Art wie zuvor zu genießen?

Mulder warf einen Blick zurück zu dem Bett, in dem Skinner lag. Seines Meisters Gesicht war nicht länger mit diesen hässlichen, erhobenen Venen überzogen, doch seine Haut war immer noch totenbleich und er hatte dunkle Schatten unter seinen Augen. Mulder wusste, wenn der Engländer jetzt hier wäre, würde er seine Hand um die Kehle des Mannes quetschen und nie wieder loslassen für das, was er seinem Meister angetan hatte.

Menschen kamen und gingen, eine Reihe besorgten Stirnrunzelns und flüsternder Stimmen. Mulder war sich verschwommen bewusst, dass Skinners Schwester Tabi anwesend war, ihr Gesicht unter ihrer Bräune beinahe so blass wie das ihres Bruders. Ihre dunklen Locken waren hinter ihrem Kopf zusammengebunden und sie sah müde und besorgt aus, ihr Gesicht ein Spiegel dessen, wie er sich zur Zeit fühlte. Sie kam und ging, genau wie Doggett und Scully, Elaine und Ian, Hammer und Perry und alle anderen und er bemerkte sie kaum. Jedes Quäntchen seines Seins war auf den Mann fokussiert, der im Krankenhausbett lag, als ob er Walter allein durch die schiere Kraft seiner Hingabe zwingen könnte, sich zu erholen. Menschen versuchten, mit ihm zu sprechen, doch er ignorierte sie und letztendlich gingen alle. Alle außer einer.

„Mulder.“
Er wurde sich Elaines bewusst, die neben ihm stand, ihre Hand auf seiner Schulter. Sie war die einzige im Zimmer.
„Er wird es schaffen“, sagte sie, quetschte hart, zwang ihn, sie zur Kenntnis zunehmen.
„Vielleicht auch nicht. Du hast die Ärztin gehört. Er ist gesundheitlich in schlechter Verfassung.“ Mulder stieß ein leises, bitteres Lachen aus. „Ich bin nicht mal überrascht, nach dem Jahr, das er hatte.“
„Es war das beste Jahr seines Lebens“, erklärte sie ihm, zog einen Stuhl heran und setzte sich ihm zugewandt neben Skinners Bett.
„Ja. Klar. Ich habe ihm das ganze Jahr Schwierigkeiten bereitet, Elaine – wir beide wissen das.“ Mulder starrte blind auf seines Meisters blasses Gesicht. „Und dann passierte ihm das – wegen mir und meines Scheiß-Kreuzzuges. Erst ruinierte das fast Scullys Leben und jetzt das – und reden wir nicht einmal davon, was es in meinem Leben angerichtet hat. Ich sollte keinen Menschen lieben, Elaine. Ich bin wie der verdammte Todeskuss. Wie ein Krankheitserreger. Wo ich auch gehe, ich verursache Schmerz und Verlust.“

„Er hat dich gewählt“, meinte Elaine sanft. „Er hat sich entschieden, mit dir eine Beziehung einzugehen und es ist nicht so, dass er nicht gewusst hätte, dass du einiges an Gepäck mitbringst.“ Sie zeigte ein kleines Lächeln, das er nicht zurückgeben konnte. „Er wusste, was es bedeutet, dein Meister zu sein“, beharrte Elaine mit fester Stimme. „Er hat diese Pflicht akzeptiert, weil er dich liebt und dich in seinem Leben wollte. Er wusste, es würde nicht einfach werden.“
„Na schön, das ist eine gottverdammte Untertreibung“, knurrte Mulder.

Eine Weile blieben sie stumm. Ihre Hand streichelte seine, wo sie neben Walters blassem Arm auf dem Bett lag.

„Knapp vor Weihnachten hatte er eine Erkältung“, murmelte Mulder. „Und alles, woran ich denken konnte, war das verdammte Branding ... und dann die Sache mit Murray ... er machte sich Sorgen ... und ich gab ihm nur noch mehr Gründe, um sich Sorgen zu machen.“
„Nein. Das ist nicht wahr. Ich habe ihn nie so glücklich gesehen. Walter ist stark. Er wird das überstehen, du wirst sehen“, sagte Elaine, drückte fest seine Finger.
„Er war glücklich mit Andrew“, widersprach Mulder leise. „Er war gern der Hüter, erledigte seine Arbeit, hatte all diese jungen Männer anbetend zu seinen Füßen sitzen, bevor ich daher kam.“
„Nein. War er nicht“, meinte Elaine. „Er hat sich bloß über Wasser gehalten, bis du bereit warst, ihn um das zu bitten, was er dir geben wollte. Er war zufrieden, ja, aber nicht glücklich. Nicht auf die Art, wie er es mit dir ist. Ich habe ihn gesehen, Mulder. Ich bin seine Freundin. Ich weiß, wie viele einsame Abende er verbracht hat. Wir hatten oft gemeinsame Dinner und obwohl er nach außen in Ordnung war, schien er ... innerlich ein wenig verloren. Er wartete auf diese einzige große, verwandelnde Liebe seines Lebens. Und er hat sie gefunden.“ Ihre Finger schlangen sich um die seinen, betonten diesen Punkt für ihn.
„Verwandelnd ...?“ Mulder runzelte seine Stirn.
„Natürlich. Dachtest du, alles, was in diesem vergangenen Jahr geschehen ist, war er, der dich verwandelt hat? Er, der dein Leben verändert hat?“ Sie schüttelte ihren Kopf. „Du hast sein Leben genauso sehr verändert. Du hast ihn verändert.“

Dutzende Erinnerungen durchfluteten Mulders Geist. Er erinnerte sich an den ersten Tag, als sein Meister ihn in sein Apartment gebracht hatte und wie arrogant, dumm und selbstsüchtig er damals gewesen war. Er hatte ehrlich geglaubt, Skinner manipulieren, ihn wie jeden anderen Top behandeln zu können mit dem er zusammen gewesen war, ihn konsumieren und danach weitergehen zu können, wenn Mulder – wie es unvermeidlich war – den Drang verspürte, das Schiff zu verlassen, bevor seine Tops seiner müde wurden und ihn vertrieben. Nur ... das war nicht geschehen; Skinner hatte jedes einzelne Stück Scheiße angenommen, das Mulder ihm entgegen geschleudert hatte und war irgendwie stark, standhaft und völlig unerbittlich geblieben. Je mehr sich Mulder gewunden hatte wie ein Fisch am Haken, umso mehr hatte ihn Skinner beruhigt, sich geweigert, ihn gehen zu lassen, bis er endlich zuließ, eingeholt zu werden.

Mulder war nicht einmal in den Sinn gekommen, dass er auf Skinners Leben eine positive Auswirkung haben könnte. Für ihn war es, als ob Skinner aus dem Nirgendwo in seinem Leben aufgetaucht wäre. Er war herabgeschossen, als er auf ein sicheres frühes Grab zusteuerte und hatte ihn gezwungen, sich seinem Selbst zu stellen.

„Ich glaube, ich habe nicht einmal darüber nachgedacht, wie Walter von dem Handel profitieren könnte“, kommentierte er. „Na schön, ausgenommen der Sex und die Verehrung“, sagte er, brachte zum ersten Mal, seit der Alptraum begonnen hatte, ein schwaches, ironisches Grinsen zustande.
„Er hat viel mehr als das gewonnen, glaub mir“, erwiderte Elaine, gab das Grinsen mit einem eigenen Lächeln zurück. „Mulder ...“, begann sie und er sah die Angst in ihren Augen.
„Elaine, du musst dir um mich keine Sorgen machen“, beruhigte er sie sanft. „Was Walter weiß, was ich weiß, ist, dass ich trotz all der Scheiße, die ich anzuziehen scheine, innerlich zäh wie altes Stiefelleder bin.“ Er schenkte ihr ein kleines Lächeln. „Ich werde für ihn da sein, Elaine.“
„Die Ärzte sagen, er könnte ein Invalide sein“, erinnerte sie ihn. „Kannst du damit leben, Mulder? Er wird vielleicht nicht länger dein Fantasie-Sexgott sein. Er wäre lediglich ...“
„Was er immer war“, unterbracht sie Mulder. „Mein Geliebter, mein bester Freund, der Mensch, der mich am besten kennt ... und mein Meister. Das wird er immer bleiben, Elaine, selbst, wenn er nicht wieder gehen kann. Er ist mein Meister und ich bin sein Sklave – so einfach ist das.“

Und das war es wirklich. Nichts, was geschehen würde, könnte je diese Tatsache ändern; es war der Felsen, auf dem sein Leben aufgebaut war.

„Er ist nicht nur mein Meister als Show, für die Szene, für eine Art Sexspiel – er ist mein Meister und ich bin sein Sklave. Das ist alles.“
Elaine sprach kein Wort. Sie nahm nur seinen Kopf in ihre Hände, presste einen Kuss auf seine Stirn und verließ das Zimmer.

Mulder fühlte sich seltsam gelassen nach ihrer Konversation, als ob er in einem Traum existierte. Er glaubte daran, dass er und sein Meister zusammengehörten, dass sie von einer Macht zusammengeführt worden waren, die er nicht mal ansatzweise verstand und dass er Glück gehabt hatte. In anderen Universen, an anderen Orten und zu anderen Zeiten war das nicht passiert und er und sein Meister standen sich nicht näher als Kollegen, die gelegentlich aneinander gerieten. In diesem Universum fühlte er, dass er Glück gehabt und den einzigen Menschen auf der Welt gefunden hatte, mit dem er zusammen sein sollte. Es gab nichts weiter für ihn zu tun, als zu akzeptieren, was auch immer als nächstes geschehen würde.

Im vergangenen Jahr hatte er gelernt, seine selbstsüchtigen Launen aufzugeben und seines Meisters Willen zu akzeptieren. Zu allererst war er ein Sklave – Walter Skinners Sklave – und das war die Rolle, die er nach besten Kräften erfüllen würde. Alles andere kam später.

Die nächsten Tage beschäftigte sich Mulder in dieser Rolle. Er las seinem Meister vor, badete ihn, massierte seine Gliedmaßen und überwachte jeden Aspekt seiner Behandlung. Er machte sich nicht länger Gedanken über die Zukunft oder was passieren würde, falls Skinner das Bewusstsein nicht wiedererlangen oder nie wieder gehen würde. Stattdessen konzentrierte er sich auf sein Sklaventum und die Fürsorge für seinen Meister.

Eine Woche, nachdem Skinner zusammengebrochen war, saß Mulder still neben dem Bett, streichelte zärtlich seines Meisters Hand, als er den Hauch eines Druckes an seinen Fingern spürte. Überrascht blickte er auf, fand seines Meisters Fingerspitzen schwach seine eigenen drückend. Dann flatterten Skinners Augenlider auf. Mulder hielt seinen Atem an und ein paar Sekunden später fokussierten sich seines Meisters dunkelbraune Augen auf ihn und Skinner zeigte ein müdes, kleines Lächeln.
„Hey“, sagte Mulder leise.
„Hey“, murmelte Skinner. „Wasslos?“
„Sie waren eindeutig eifersüchtig auf meinen Status als der Dramatische in dieser Beziehung und fühlten den Drang, selbst einen theatralischen Krankenhausbesuch zu inszenieren“, erklärte ihm Mulder trocken.
„Ich ... ich habe mit Kim gesprochen ...“ Skinner runzelte seine Stirn.
„Stimmt – und dann sind Sie zusammengebrochen. Seitdem waren sie ausgeknockt. Das ist eine Woche her. Sie wurden mit einem Gift infiziert – eine Aufmerksamkeit des Konsortiums“, erläuterte ihm Mulder sanft. „Aber Sie werden sich erholen.“

Er erhob sich, beugte sich vor und pflanzte einen zärtlichen Kuss auf Skinners kühle Stirn.
„Meister“, flüsterte er kaum hörbar.
Er spürte Skinner sich verspannen, als die volle Bedeutung von Mulders Worten einsank.
„Das Konsortium?“ zischte er.
„Ja.“ Mulder setzte sich wieder. „Aber es ist okay. Ich habe mich darum gekümmert.“
„Darum gekümmert ... wie, Fox?“
„Das ist gleichgültig“, meinte Mulder. „Sie sind der einzige, der im Moment wichtig ist.“

„Du okay?“ krächzte Skinner, starrte seinen Sklaven ängstlich an. „Sie haben dir nicht weh getan?“
„Mir geht’s gut“, antwortete Mulder fest. „Sie sind derjenige, der in einem gottverdammten Krankenhausbett liegt, Walter. Sie müssen aufhören, sich um mich Sorgen zu machen und sich darauf konzentrieren, gesund zu werden.“
Skinner kicherte müde. „Alte Gewohnheiten legt man nicht leicht ab“, murmelte er. Dann runzelte er seine Stirn. „Meine Beine ...“ Er blickte runter. „Sie stechen. Fühlen sich irgendwie kribbelnd an.“
„Jaah“, nickte Mulder langsam. „Das Gift hat die Nervenenden betroffen, Walter“, sagte er sanft.
„Was zum Teufel bedeutet das?“

Skinner versuchte sich aufzusetzen, sank mit einer Grimasse zurück, schwach wie ein Kätzchen.
„Es ist okay. Es bedeutet nur, dass sie Physiotherapie benötigen, um wieder gehen zu können“, sagte Mulder, legte eine Hand auf des großen Mannes Schulter. „Und es könnte schwer werden – aber Sie werden es schaffen. Ich werde Ihnen helfen.“

Skinners Gesicht sah grau gegen das weiße Kissen aus und seine Augen waren entsetzt.
„Ich kann nicht gehen?“ wisperte er, ein Schatten fiel über sein Gesicht.
„Sie werden gehen“, eröffnete ihm Mulder eisern. „Es braucht wahrscheinlich nur seine Zeit. Sie müssen es langsam angehen, Walter.“
„Ich ... kann nicht gehen.“ Skinner sah gleichzeitig gequält und vernichtet aus. „Ich kann nicht ... ich will das nicht noch einmal durchmachen, Fox.“
Mulder runzelte seine Stirn, fragte sich, worauf sich sein Meister bezog.

„Ich habe gerade mit Kim gesprochen ... ich ... Gift?“ Skinner sah um Bestätigung heischend zu Mulder, wirkte total verwirrt.
Mulder ergriff seines Meisters Hand und drückte sie zärtlich.
„Ja, aber es ist okay, Walter. Es wird wieder gut“, meinte er leise, streichelte Skinners Finger liebevoll mit den seinen.

„Du siehst Scheiße aus“, stellte Skinner fest, betrachtete seinen Sklaven forschend. „Christus – ich war über eine Woche weggetreten? Bist du sicher, dass du in Ordnung bist?“
Mulder schüttelte seinen Kopf und stieß ein gezwungenes, kleines Kichern aus.
„Oh, nein. Ich habe Ihnen gesagt, machen Sie sich keine Sorgen um mich, Walter. Mir geht’s gut und ich denke, Sie haben Ihren Anteil an Sorge um mich in den vergangenen zehn Monaten erledigt. Nun bin ich an der Reihe, für Sie zu sorgen“, meinte er entschieden, aber mit größtem Respekt. Neuerlich drückte Mulder die Finger des anderen Mannes. „Ich meine es ernst, Walter“, sagte er. „Entspannen Sie sich nur und erholen Sie sich. Sie müssen nicht für alles die Verantwortung übernehmen.“
„Muss ich doch“, murmelte Skinner. „Ich bin der Meister, erinnerst du dich?“
„Und ich bin der ergebene Sklave, erinnern Sie sich? Es ist eine Straße in beide Richtungen, Walter. Sie sind genauso sehr meine Verantwortung, wie ich die Ihre bin, und Ihre Gesundheit und Ihr Wohlbefinden sind mein erstes, letztes und einziges Bemühen“, zuckte Mulder seine Schultern. „Eigentlich ist es ganz einfach. Jetzt lassen Sie los, Walter, und lassen Sie mich der Sklave sein, der ich – wie wir beide wissen – sein kann. Lassen Sie sich fallen und ich werde Sie auffangen, Meister.“

Einen Moment starrte ihn Skinner blind an, seufzte dann leise, schloss seine Augen und legte sich auf das Kissen zurück. Zu dem Zeitpunkt, als Mulder ein paar Minuten später die Ärztin rief, dachte er, dass die Blässe seines Meisters sich gemildert und das Gesicht des anderen Mannes diesen gespenstischen Schimmer verloren hatte.

Ein paar Tage später brachte Mulder seinen Meister nach Hause; die unmittelbare Gefahr war gebannt und es gab nichts, was man im Krankenhaus noch für ihn tun konnte. Sie rieten ihm dringend, in ein Rehab-Zentrum zu gehen, er weigerte sich jedoch strikt und Mulder war sich seiner Fähigkeit gewiss, für seinen Meister sorgen zu können, daher forcierte er das Thema nicht. Mulder ging davon aus, dass ihm mit Hammer, Perry und Scully als ihre engsten Freunde nicht die Hilfe und Anweisungen zur Pflege und generellen Fürsorge für seinen Meister ausgehen würden.

Allerdings stand Skinner eine schwierige Genesung bevor und niemand war sicher, ob er je wieder gehen würde und falls ja, wie lange es dauern würde. Er schien erfreut, wieder daheim zu sein, war jedoch immer noch schwach und ermüdete rasch. Und, noch besorgniserregender, er schien in einer Depression gefangen zu sein. Er saß im Bett, Wanda neben ihm zusammengerollt, sah blass und teilnahmslos aus. Mulder war nicht übermäßig besorgt; er wusste, dass Skinner mit großen persönlichen Krisen fertig wurde, indem er sich zurückzog, genauso wie sein Sklave sich durch um sich Schlagen und Aufbrausen abreagierte. Das war eben seine Art. Dennoch hoffte er, diese Stimmung würde nicht zu lange andauern.

Mulder setzte fort, was er im Krankenhaus begonnen hatte; er badete seinen Meister, massierte seine geschädigten Gliedmaßen, bereitete Skinners Essen zu, las ihm vor, unterhielt sich mit ihm und kümmerte sich grundsätzlich um ihn. Wenn Skinner sich ausruhte, kniete Mulder neben seinem Bett in Position, für den Fall, dass sein Meister ihn brauchte. Und er erledigte seine Pflichten mit Hingabe und Zuneigung. Das überraschte ihn nicht und er dachte auch nicht, dass er seinen Meister überraschte, doch er wusste, er überraschte ihre Besucher.

Nach einem seiner Besuche verharrte Ian an der Vordertüre und betrachtete Mulder mit einem ernsten Ausdruck in seinen braunen Augen.
„Mulder, die Dinge werden vielleicht nicht mehr so, wie sie einmal waren“, warnte er. „Im Moment spielst du nach Kräften den Sklaven, aber angenommen, er erholt sich nicht völlig? Angenommen, er ist nie wieder in der Lage, dein Meister zu sein? Auf jeden Fall nicht richtig – was passiert dann?“
Mulder schüttelte seinen Kopf.
„Ian, du verstehst das nicht. Ich spiele nicht den Sklaven – ich bin einfach, was ich bin.

Weißt du, letzten Sommer, als wir in Murrays Strandhaus waren, sagte Walter etwas zu mir, das ich nie vergessen habe. Er beschuldigte mich, mich nur wie ein Sklave zu verhalten, wenn er sich wie ein Meister benahm. Er fragte, was kam zuerst – das Huhn oder das Ei – der Sklave oder der Meister – und er sagte, er wollte, dass wir uns von dort weiterentwickeln, sodass jeder von uns seinen Status mit Selbstsicherheit und dem Wissen einnähme, was wir sind. Im Moment ist er müde, er ist schwach und er erholt sich von einer Krankheit, die ihm beinahe sein Leben gekostet hätte – er hat vielleicht nicht die Energie, der Meister zu sein, aber das bedeutet nicht, dass ich von meiner Verpflichtung befreit bin, sein Sklave zu sein. im Gegenteil – jetzt ist genau der Zeitpunkt, ihm zu beweisen, dass ich meinen Teil des Handels einhalten kann, ganz egal, was kommt ... und das ist genau, was ich vorhabe zu tun. Er verdient es, Ian. Er war zehn Monate lang, vierundzwanzig Stunden am Tag, sieben Tage die Woche ohne Pause mein Meister. Nicht ein einziges Mal hat er mir gesagt, er wäre zu müde oder hat mich weggestoßen und verlangt, ich sollte selbst mit meinem Leben fertig werden. Das ist das mindeste, was ich im Gegenzug machen kann – wirklich das mindeste.“

Überrascht starrte Ian ihn an.
„Ich hatte keine Ahnung, dass es für dich so tief geht“, meinte er. „Ich glaube ... ich dachte immer, im Grunde genommen wäre es ein Sexspiel.“
„Das war es nie. Er erklärte mir das ganz am Anfang, aber damals verstand ich nicht, was er meinte. Jetzt tue ich es“, gab Mulder zurück.

Mulder heuerte den besten Physiotherapeuten an, den er finden konnte, um Skinner zu helfen, wieder gehen zu können, doch es bedeutete harte Arbeit. Sein Meister machte seine Übungen nach besten Kräften, seine breite Stirn mit Linien grimmiger Entschlossenheit zerfurcht, doch er schien immer noch benommen zu sein von dem, was ihm zugestoßen war und wie rasch ihrer beider Leben umgedreht worden war. Er zog sich noch weiter in sich zurück und tat nicht mehr und nicht weniger, als das, was sein Therapeut ihm auftrug, als ob es eine unangenehme Verpflichtung wäre, die erduldet wurde, anstatt eine echte Möglichkeit, seine Gesundheit wiederzuerlangen. Mulder sehnte sich danach, bloß einen Schimmer des Mannes zu entdecken, den er in den letzten zehn Monaten kennen und lieben gelernt hatte, aber Skinner war wie ein Fremder und sprach kaum mit ihm.

Dennoch machte Mulder nach besten Kräften weiter; er versuchte immer noch, seinem Meister den frühmorgendlichen Weckruf zu geben, obwohl Skinners Schwanz aufgehört hatte, auf seine enthusiastischen Behandlungen zu reagieren. Er kniete neben seines Meisters Bett, wartete, jeden Wunsch des großen Mannes zu erfüllen. Trotzdem konnte er nicht anders als sich zu fragen, wie lange das dauern würde – und ob Ian recht gehabt und sein Meister für immer verschwunden war. Mulder begann sich zu wundern, ob es noch etwas gab, das er tun sollte, oder ob Skinner einfach Zeit brauchte – immerhin erholte sich sein Meister von einer lebensgefährlichen Krankheit. Natürlich dauerte es eine Weile, bevor er sich wieder gut fühlte.

Tabi besuchte sie, wann immer sie Zeit von ihren Arbeitsverpflichtungen abzweigen konnte. Mulder hatte nicht die Energie zu verbergen, was er und sein Meister füreinander waren, doch sie schien nicht verwirrt von Mulders Aufmerksamkeiten für seinen Meister und akzeptierte sein Sklaventum, was eine Erleichterung war, da der Kampf um ihr Herz und ihren Geist wegen des Themas seiner Sexualität nicht einer war, dem sich Mulder im Moment stellen konnte.

Nach einem besonders qualvollen Besuch, bei dem es Skinner kaum geschafft hatte, ein paar Worte mit seiner Schwester zu wechseln, nahm Tabi Mulder zur Seite.
„Mulder ... ich weiß, du meinst es gut, aber ich denke nicht, dass es funktioniert“, sagte sie ihm.
„Was?“ erkundigte er sich vorsichtig. „Was funktioniert nicht?“
„Ihr – du bist unglaublich, total hilfreich ... aber so funktioniert es nicht. Er braucht etwas anderes. Er benötigt einen Ansporn, um sich zu erholen. So lange du dich um jedes Bedürfnis kümmerst, hat er den nicht – und ich denke, tief drin hat er Angst, einen Versuch zu wagen, wieder zu gehen.“
„Angst?“ Mulder runzelte seine Stirn. „Was meinst du?“
„Er hat Angst, falls er es wirklich versucht, falls er alles gibt und dann versagt, dann wäre es die Realität und er würde mit Sicherheit wissen, dass er nicht mehr gehen kann. Im Moment macht er einfach mit und kann sich an die Hoffnung klammern, dass eines Tages ein Wunder geschehen und er seine Mobilität zurückerlangen wird.“

Mulder dachte einen Moment darüber nach, atmete dann tief durch.
„Als er im Krankenhaus lag, sagte er mir, er könnte das nicht noch einmal durchmachen. Was hat er gemeint?“
„Er sprach von Vietnam“, erklärte sie ihm ruhig, setzte sich auf die Couch und zog ihre Beine unter ihren Körper.

„Er war schwer verwundet, Mulder, und als er heimkam, war er nicht der liebevolle, freundliche große Bruder, an den ich mich erinnerte. Er war zornig und bitter. Er war erst achtzehn Jahre alt und fühlte sich, als hätte er sein ganzes Leben verloren. Er war jung und hatte gerade erst seine Stärke erkannt – und nun musste er im Bett sitzen und alle anderen beobachten, während die ihre Leben führten. Mom machte aus unserem Wohnzimmer ein Schlafzimmer für ihn, weil er nicht die Treppe hochsteigen konnte. Ich setzte mich auf sein Bett, zeichnete Bilder für ihn und redete mit ihm. Er war immer freundlich zu mir, aber obwohl ich damals ein kleines Kind war, wusste ich, er war todunglücklich.“
„Wie wurde er damals gesund?“ wollte Mulder wissen, lehnte sich eifrig vor, suchte nach Hinweisen, wie er seinem Meister helfen konnte.
„Na ja ...“ Tabi verzog ihr Gesicht. „Ich nehme an, er hat dir erzählt, dass er und Dad keine sehr gute Beziehung hatten. Zu guter Letzt setzte Walter Himmel und Hölle in Bewegung, um gesund zu werden, bloß durch sch