24/7

by Xanthe
übersetzt von Manuela
m.translator@chello.at



Pairing: Skinner/Mulder

Rating: NC-17

Kategorie: BDSM-Slash

Warnung: Diese Serie enthält grafische Szenen der BDSM-Erotik

Inhalt: Mulders Drang nach immer extremeren Erregungen lassen ihn den ultimativen Spieler in DC aufsuchen – ein mysteriöser Top, der legendär in der BDSM-Szene ist. Doch Mulder muss einen hohen Preis für das bezahlen, was er will.

Disclaimer: Die Charaktere Mulder, Skinner, Scully etc. gehören Chris Carter und 1013. Die Geschichte und Ideen gehören der Autorin.


Kapitel 24: Hüter des Hauses

Inhalt: Das Thema Einverständnis kommt zur Sprache, als Mulder und sein Meister mit schwierigen Entscheidungen konfrontiert werden. Krycek hat einen weiteren Gastauftritt, gemeinsam mit ein paar Dauergästen der Serie.


Mulder summte leise vor sich hin, als er vor dem Apartment im siebzehnten Stock stehen blieb und in seine Tasche nach dem Schlüssel griff. Ihn erregte noch immer, den Schlüssel zu verwenden, den sein Meister ihm vor ein paar Wochen zum Geburtstag geschenkt hatte. Es war überraschend, dass etwas so Alltägliches wie ein Schlüssel so viel bedeutete, doch es machte einen gewaltigen Unterschied, dieses Apartment durch die Vordertür zu betreten, hier wirklich hinzugehören, anstatt über die interne Treppe herunter zu kommen.

Er öffnete die Tür, hasste die Tatsache, dass er in ein leeres Apartment zurückkehrte. Sein Meister war unterwegs, nahm an einer äußerst wichtigen Besprechung in Los Angeles teil und würde erst in ein paar Tagen wieder heimkommen. Mulder war gut mit Skinners Abwesenheit fertig geworden - viel besser als letztes Mal, dachte er, während er das Apartment betrat.

Er konnte kaum glauben, welche Veränderung er durchgemacht hatte. Vor ein paar Monaten, als Skinner das erste Mal weggefahren war, war Mulder in die Umlaufbahn davon gewirbelt, doch nun fühlte er sich seltsam erdverbunden. Das Apartment fühlte sich leer an ohne seinen Meister, Mulder war jedoch ziemlich sicher, dass Skinner bei seiner Rückkehr seine Abwesenheit wiedergutmachen würde. In der Zwischenzeit hatte er Wanda, die ihm Gesellschaft leistete.

Es war überraschend, wie sehr er die kleine Katze mittlerweile mochte. Er kümmerte sich um Wanda, während Skinner unterwegs war, sorgte dafür, dass sie Futter und Wasser hatte und er ging nie zu Bett – das in seines Meisters Abwesenheit so leer erschien – ohne sie mitzunehmen, in seine Arme gewickelt, etwas, um sich daran festzuhalten, bis sein Meister wieder heimkehrte. Nicht, dass er das Skinner jemals erzählen würde, selbstverständlich – es war ein Geheimnis zwischen ihm und Wanda. Er wollte nicht, dass sein Meister dachte, er wäre weich geworden, oder er und Wanda hätten Waffenstillstand geschlossen oder so etwas.

Stirnrunzelnd sah sich Mulder um. Wanda kam immer gerannt, um ihn bei seiner Heimkehr zu begrüßen – sie liebte es, zu kommen und Hallo zu sagen und ihre üblichen Streicheleinheiten zu erhalten. Wenn er durch seine Post blätterte und sie zu lange ignorierte, miaute sie anklagend und rieb ihr Gesicht an seinen Knöcheln. Falls er sein unhöfliches Benehmen fortsetzte, stellte sie sich auf ihre Hinterbeine und vergrub ihre Krallen in seine Schienbeine, bis er sie hochhob und mit ihr kuschelte. Danach war sie zufrieden und wanderte glücklich davon, um Katzen-Angelegenheiten zu erledigen. Offensichtlich mussten für sie die korrekten Anstandsformen beachtet und eine formelle Begrüßung durchgeführt werden.

Mulder kicherte, als er bedachte, wie gut sie ihn trainiert hatte – was es umso überraschender machte, dass sie nicht hier war, um ihre übliche Willkommens-Prozedur zu erledigen. Ein plötzliches Panikgefühl ergriff ihn, als sein überaktives Vorstellungsvermögen ihm ein Bild von ihr präsentierte, irgendwo, tot liegend, ermordet durch eine Nachlässigkeit von seiner Seite – eine Spüle voll Wasser, in der sie ertrunken war, oder ein Messer, unvorsichtig liegen gelassen, auf dem sie sich irgendwie gepfählt hatte – aber er schüttelte das rasch als lächerlich ab. Nur Skinner selbst kümmerte sich besser um die kleine Katze.

„Wanda!“
Abwesend warf Mulder seine Schlüssel auf den Tisch im Flur, spürte, dass etwas nicht stimmte. Etwas lief völlig falsch. Seine Nackenhaare sträubten sich, während er vorsichtig Richtung Wohnzimmer wanderte, dabei seine Pistole zog. Er war nicht sicher, warum er es für nötig hielt, nur, dass es so war. Ein Instinkt warnte ihn und er hatte über die Jahre gelernt, seine Instinkte nicht zu ignorieren.
„Wanda“, sagte er noch einmal leise ... und erstarrte.
Wanda saß auf der Couch, schnurrte glücklich ... und sie war nicht allein.

„Krycek.“
Mulder blieb im Türrahmen stehen, beäugte den gedungenen Mörder und warf dann einen nervösen Seitenblick zu der Katze, die glücklich auf dem Schoß seines Feindes saß, getätschelt und gestreichelt wurde. Sie nahm keine Notiz von Mulder, war viel zu sehr damit beschäftigt, ihr Kinn enthusiastisch gegen Kryceks sanft liebkosende – oh, so gefährliche – Hand zu reiben: Eine Hand, die nach Mulders Wissen straffrei getötet und geprügelt hatte; eine Hand, die weniger als eine Sekunde brauchen würde, um die Luftröhre einer Katze zu zerquetschen.

„Legen Sie die Waffe weg, Mulder. Sie werden mich nicht erschießen. Nicht mit der Katze so nahe. Skinner würde Ihnen nie verzeihen, falls ihr etwas zustoßen würde.“
Mühelos umfasste Kryceks Hand Wandas Hals und Mulder versteifte sich, doch Wanda schnurrte bloß, scheinbar ahnungslos ob jeglicher Gefahr. Ihre Augen öffneten und schlossen sich schläfrig, nur das Zucken ihrer Ohren zeigte an, dass sie die plötzliche Spannung im Zimmer spürte.

„Lassen Sie sie los, Krycek“, sagte Mulder, hielt seine Waffe immer noch auf den Kopf seines Feindes gerichtet.
„Machen Sie sich nicht lächerlich.“ Krycek rollte seine Augen. „Ich werde sie nicht töten – sie ist anbetungswürdig. Ich bin nur zum Reden hier. Legen Sie die Waffe weg.“
„Wir haben nichts zu besprechen. Wie zum Teufel sind Sie hier überhaupt rein gekommen?“ Mulder warf einen Blick auf Skinners erstklassiges Sicherheitssystem, das fröhlich vor sich hinblinkte, ahnungslos ob seines eigenen Versagens.
„Es war nicht wirklich schwierig“, zuckte Krycek seine Schultern. „Setzen Sie sich, Mulder. Sie machen mich nervös.“

„Krycek, als wir uns das letzte Mal begegneten, lockten Sie mich in eine Falle, die damit endete, dass ich im Krankenhaus landete. Ich bin derjenige, der nervös sein sollte, nicht Sie“, knurrte Mulder.
„Das war die Rückzahlung für all die Prügel, die Sie mir über die Jahre verpasst haben“, lächelte Krycek süß. „Nun, wo ich mich angemessen gerächt fühle, werde ich gern die Vergangenheit begraben.“
„Es mag Sie überraschen herauszufinden, dass ich das nicht will“, schnappte Mulder.
„Och, leiden Sie immer noch unter meiner Handarbeit mit dem Messer?“ Krycek hob eine Augenbraue, ein Grinsen schwebte über seinen Lippen. „Und ich dachte, diese Dinge wären ein wesentlicher Bestandteil Ihres gewählten Lebensstils, Sklavenjunge.“

„Warum sind Sie hier?“
Mulder weigerte sich, den Köder zu schlucken. Er spürte ein Gefühl tödlicher Ruhe, das sich in seiner Magengrube ausbreitete. Dieser Bastard konnte ihn nicht mehr beeinflussen. Welche Macht Krycek auch über ihn gehabt hatte, sie war verschwunden, weil er ihm diese Macht nicht wieder geben würde.

„Um Ihnen Informationen anzubieten. Das ist alles. Es besteht kein Bedarf für Streit oder Gewalt.“
Krycek kitzelte Wanda unterm Kinn und sie stieß ein trillerndes Schnurren aus. Mulder warf ihr einen mörderischen Blick zu.
„Verräterin“, murmelte er kaum hörbar.
„Seien Sie nicht so“, grinste Krycek. „Sie mag mich. Ich habe eine ruhige Aura.“
Das stimmte. Krycek verhielt sich sehr still, mit einer tödlichen Art abwesender Gelassenheit, die zu seinem Beruf passte.
„Ich wette, sie sitzt nicht gern auf Ihrem Schoß“, spottete Krycek. „Zu zappelig.“

Mulder ballte seine Hand zur Faust. Krycek hatte es immer geschafft, seine gewalttätigsten Instinkte an die Oberfläche dringen zu lassen. Er schien genau die richtigen Knöpfe zu kennen, die Mulder am liebsten seine Faust in dieses selbstzufrieden grinsende Gesicht pflanzen ließen. Was machte es überhaupt aus, dass Krycek recht hatte? Dass Wanda es unveränderlich vorzog, bei Skinner zu sitzen, als bei ihm, weil Skinner einen sanften, entspannten Kern in seiner Seele hatte und länger als ein paar Minuten still sitzen konnte, ohne den Drang, sich zu strecken, zu zucken, herumzurutschen oder sich auf die rastlose Art seines Sklaven zu benehmen. Nur, wenn Mulder in tiefer Unterwerfung war, die totale Gelassenheit des Subraumes erlebte, ließ sich Wanda dazu herab, auch nur in seiner Nähe zu sitzen. Es war absurd – es war gleichgültig, dass Wanda Kryceks Schoß angenehmer fand als seinen, doch irgendwie ließ ihn das vor Wut kochen.

„Sagen Sie einfach, was Sie zu sagen haben und verschwinden Sie, Krycek“, murmelte Mulder grimmig.
„In Ordnung.“ Lächelnd ließ Krycek Wanda an seiner Plastikhand schnüffeln und am Ende eines der künstlichen Finger knabbern. „Ich bin nicht hier zum Streiten. Ich bin hier mit Informationen.“
„Sie bieten immer Informationen an, Krycek. Die meiste Zeit sind sie nutzlos“, fauchte Mulder.
„Nicht wahr.“ Krycek sah verletzt aus. „Manchmal habe ich mein Leben riskiert, Ihnen Informationen zu liefern, die sehr nützlich für Sie waren, Mulder.“

Mulder kaute auf seiner Lippe. Da lag ein Goldkörnchen Wahrheit in seinen Worten. Kryceks Motive waren vielleicht schwer zu begreifen, doch von Zeit zu Zeit hatte er Mulder einen Gefallen getan ... was nicht die Tatsache gutmachte, dass seine Information genauso oft mangelhaft war und Mulder in große Schwierigkeiten brachte.
„Sagen Sie es einfach“, schnappte Mulder.

Er lehnte sich gegen die Wand, bereit, an nichts interessiert zu sein, was Krycek zu sagen hatte ... nur um vollkommen verblüfft zu werden von dem, was als nächstes kam.
„Da ist ein Raumschiff im erdnahen Orbit. Es ist riesig – eine verfluchte Schönheit. Fliegen Sie hin und Sie könnten der erste Mensch werden, der dokumentierte Beweise für außerirdisches Leben liefert.“
Mulder stieß ein bellendes Lachen aus, schüttelte ungläubig seinen Kopf.
„Erst Samantha, jetzt ein gigantisches UFO – Sie kennen meine Knöpfe und wissen sie verdammt gut zu drücken. Das kaufe ich Ihnen nicht ab, Krycek.“
„Ich lüge nicht. Rufen Sie Ihre trotteligen Freunde an – die Radaranzeigen spielen verrückt und die UFO-Beobachter schwärmen aus, jagen quer durchs Land, um hinzukommen. Sie werden alles bestätigen, was ich gesagt habe.“

Mulder ballte und entspannte seine Faust, hielt weiterhin seine Pistole in seiner anderen Hand, locker auf Krycek gerichtet. Schließlich riss er sich zusammen und fasste in seine Jackentasche, holte sein Handy heraus.
„Falls das eine Lüge ist ...“, setzte er an.
„Ist es nicht.“ Kryceks Ton war gleichmäßig und todernst.
Mulder drückte auf die Schnellwahl-Taste der Lone Gunmen.

„In Ordnung ... wo ist dieses Raumschiff?“ fragte Mulder seinen uneingeladenen Gast, während er wartete, dass die Gunmen abhoben.
„Es ist in Oregon.“
Krycek lehnte sich in die weichen Kissen der Couch zurück und lächelte. Mulder erstarrte. Er war nicht sicher, warum, doch seine Nackenhaare sträubten sich und ein kalter Schauder kroch langsam seine Wirbelsäule hinauf.
„Oregon?“ wiederholte er dumpf, überrascht von seiner physischen Reaktion auf diese Information.
„Das ist richtig“, nickte Krycek.

„Gunmen.“ Langleys Stimme.
„Langley, ich bin’s. Schalt den Rekorder ab“, antwortete Mulder.
„Yo – Mulder. Wir wollten dich anrufen, aber im Moment ist es hier derart verrückt, wir hatten nicht genügend Hände.“
„Was ist los?“
„Etwas Großes.“ Langleys Stimme klang entfernt, kam dann wieder näher ans Mikrophon. „Oh, Jesus, Mulder. Du würdest nicht glauben, was ich mir gerade ansehe.“
„Radar vom Himmel über Oregon?“ riskierte Mulder eine Vermutung, warf Krycek einen Blick zu.
„Du hast schon davon gehört!“ Langley klang enttäuscht. „Tja, Kumpel, du bewegst dich besser hierher – es geschieht. Das ist wie ein Mutterschiff oder so etwas. Es ist massiv und es befindet sich auf einer Mission, kriecht im Langsamflug über den Staat hinweg, als ob es etwas suchen würde. Es muss Sichtungen davon geben – vielleicht Filme. Das könnte es sein, Mulder. Das große Ereignis.“
„Danke, Langley.“

Mulder unterbrach die Verbindung und sah wieder zu Krycek.
„Also haben Sie recht. Was mir Sorgen bereitet ist, warum Sie wollen, dass ich von dem Schiff weiß. Wieso wollen Sie mich in Oregon, Krycek?“
„Vielleicht ist die Zeit gekommen, der Welt vor Augen zu führen, was dort oben ist.“ Nachdenklich streichelte Krycek Wandas Kopf und ihr Schnurren wurde ein Dezibel lauter. „Und Sie wären der perfekte Mensch, das zu tun. Sie sind glaubwürdig, Mulder. Wie versponnen Sie auch sind, Sie sind auch ein FBI-Agent. Sie sind passend. Sie sind harmlos. Ein Bundesbeamter. Die Menschen werden Ihnen glauben. Sie sind kein verrückter Wohnwagen-Freak, der auf der Suche nach raschem Geld ist. Sie sind der Beste, den wir haben, wenn wir glaubwürdig sein wollen.“
„Na schön, Sie können einen anderen suchen. Ich gehe nicht.“

Mulder hielt die Tür weit auf und gestikulierte. „Raus hier, Krycek.“
„Sie gehen nicht?“ Krycek hob eine Augenbraue. „Verdammt, was hat Skinner Ihnen angetan, Mulder? Der Mulder, den ich kannte, säße jetzt schon im Flugzeug. Was ist los – brauchen Sie die Erlaubnis Ihres Meisters, um die Stadt zu verlassen, Sklavenjunge?“
„Die brauche ich tatsächlich – aber das ist nicht der Grund, warum ich nicht gehe. Ich gehe nicht, weil ich Sie kenne, Krycek. Was immer das ist, es würde nicht sein, was ich vermute. Ich gehe für Sie keine Risiken mehr ein. Verschwinden Sie und sagen Sie das Ihren Meistern, Botenjunge.“

Kryceks Gesicht verdunkelte sich leicht und Mulder fühlte eine Welle der grimmigen Zufriedenheit, dass die Retourkutsche getroffen hatte. Vorsichtig hob er seine Waffe, als Krycek langsam und sorgfältig Wanda aufnahm und sie auf dem Boden abstellte. Dann erhob sich der Mörder und streckte sich, seine Bewegungen fast genauso katzenartig wie die der Katze. Schließlich schlenderte er langsam zur Tür, bei der Mulder stand.
„Es wird nicht ewig dort sein, Mulder“, zischte er im Vorbeigehen. „Fliegen Sie noch heute runter nach Oregon – oder Sie könnten verpassen, wonach Sie Ihr Leben lang gesucht haben.“
„Danke für Ihre Sorge“, lächelte Mulder unfreundlich.

Er eskortierte Krycek zur Vordertür, scheuchte ihn durch, schloss sie dann und verriegelte sie – eine Geste, die – wie er wusste – sinnlos war, wenn man bedachte, wie leicht Krycek in das Apartment gelangt war.

Das erledigt, sank er zu Boden, seine Knie fühlten sich wie Gelee an. Krycek zu sehen, hatte zu viele Erinnerungen zurückgebracht und er befingerte abwesend die verblassende Narbe auf seiner Brust, seine Kehle verkrampfte sich, als er sich an die Stunden erinnerte, die er als Gefangener seines alten Feindes verbracht hatte, eingeschlossen in einer Lagerhalle, auf den Tod wartend. Der Betrug an seinem Meister hatte an seiner Seele genagt, genauso wie Krycek mit seinem Messer an seinem Körper genagt hatte.

Endlich, immer noch zitternd, wanderte er ins Wohnzimmer zurück und klappte auf der Couch zusammen, sein Körper gefühllos, jeder Energie beraubt. Lange Zeit saß er da, starrte auf den Balkon hinaus. Wanda hüpfte auf die Couch und beschnüffelte ihn neugierig, verblüfft von seiner fehlenden Aktivität.

Es war ein UFO, sehr wahrscheinlich ein außerirdisches Raumschiff, etwas, nach dem er sein Leben lang gesucht hatte. Und es war dort draußen, wartete auf ihn. Dort würden die Antworten auf all die Fragen sein, die er je gestellt hatte und wahrscheinlich noch ein paar mehr. Es könnte der Höhepunkt seines Lebenswerkes sein ... oder es könnte eine Falle sein. Es wäre so einfach, das Handy zu nehmen und die Fluggesellschaften anzurufen, ein Taxi zum Flughafen zu nehmen ... innerhalb von Stunden konnte er in Oregon sein.

Mulder fasste in seine Tasche und zog sein Handy heraus. Seine Finger drückten die Knöpfe, anscheinend nicht aus eigenem Antrieb. Er atmete nicht. Er war nicht einmal sicher, dass er richtig nachdachte. Eine beruhigende Stimme am anderen Ende der Leitung durchbrach seine Trance, holte ihn in die Realität zurück.
„Skinner.“
Mulder begann wieder zu atmen.
„Meister, ich bin es“, flüsterte er.
„Fox – was ist los?“ Skinner schien aus Mulders Tonfall augenblicklich zu erkennen, dass etwas nicht stimmte.
„Krycek war gerade hier.“

Mulder spürte, wie sein Blut wieder durch seine Venen brauste und die Welt ins Blickfeld kam. Sein Meister am anderen Ende der Leitung war ein Anker, beschützte ihn, hielt ihn auf dem Boden, ließ ihn nicht in den Orbit davon wirbeln mit was immer es war, das im Moment über Oregon schwebte.

Es entstand eine Pause am anderen Ende der Leitung, dann das Geräusch von Skinner, der scharf einatmete.
„Bist du okay?“
Skinners Stimme war voller Angst und Mulder lächelte schwach. Skinners erster Gedanke galt der Sicherheit seines Sklaven.
„Mir geht’s gut. Er hat nichts gemacht. Er saß im Apartment, als ich hier ...“
„Er war im Apartment?“
Mulder winselte. Skinner klang, als hätte er einen Schlaganfall.
„Ja, er ist eingebrochen.“
„Ist Wanda okay?“ erkundigte sich Skinner ängstlich.
„Ihr geht’s gut. Eigentlich schien sie ihn zu mögen.“ Mulder sah die Katze böse an, die ihn ruhig anstarrte, ohne einen Hauch Gewissensbisse.
„Verdammt sei der Rattenbastard. Ich dachte, ich hätte mich klar ausgedrückt, als wir uns das letzte Mal unterhielten, schnappte Skinner. „Was wollte er?“

Mulder erstattete seinem Meister so schnell er konnte Bericht. Nachdem er geendet hatte, herrschte Stille.
„Meister?“ drängte er.
„Ich bin noch dran. Sag mir, wo du jetzt gerade bist, Fox. Sei ehrlich“, verlangte Skinner sanft.
„Ich bin im Apartment. Krycek ist erst vor ein paar Minuten verschwunden.“
„Fox, fass das nicht falsch auf, aber ich muss es wirklich wissen. Du lügst mich nicht an, oder? Du bist nicht auf dem Weg zum Flughafen?“ bohrte Skinner.
Mulder verzog sein Gesicht, wusste jedoch, er hatte dieses Verhör verdient.
„Nein, Meister. Ich bin noch hier“, sagte er ruhig.
„Und wirst du dort bleiben?“ wollte Skinner wissen.
„Ich ... keine Ahnung“, antwortete Mulder ehrlich. „Das ist alles, was ich je wollte, Walter.“
„Ich weiß, Fox, ich weiß.“ Skinners Stimme war heiser mit unterdrückten Emotionen.
„Das ist der Beweis für Außerirdische. Es könnte die Antwort Samantha betreffend sein. Es könnte der Beweis sein.“
„Und es könnte eine Falle sein“, meinte Skinner geradeheraus.
„Das weiß ich.“ Mulder kaute an seiner Lippe. „Befehlen Sie mir, nicht zu gehen, Meister?“ fragte er.

Neuerlich herrschte Stille am anderen Ende der Leitung, gefolgt von einem schweren Seufzen.
„Nein. Nein, tue ich nicht“, antwortete Skinner. „Das könnte ich dir nicht antun, Fox. Du würdest mich den Rest deines Lebens dafür verabscheuen. Nein, das ist deine Entscheidung. Ich bitte dich, nicht zu gehen, aber ich befehlte es dir nicht.“
„Ich danke Ihnen, Walter“, meinte Mulder leise.
„Verdammt ... wenn ich heimkommen könnte, würde ich es tun, aber ich habe morgen eine Besprechung auf höchster Ebene über ein äußerst sensibles Thema nationaler Sicherheit. Ich kann nicht ...“
„Das müssen Sie nicht. Ich brauche keinen Babysitter. Ich komme schon zurecht“, unterbrach ihn Mulder.

„Fox – tu, was du tun musst, aber hör mir zu“, sagte Skinner drängend. „Ich will, das du mir versprichst, mich auf dem Laufenden zu halten – selbst, wenn du entscheidest zu gehen. Selbst, falls du, wenn du dort bist, Entscheidungen triffst, von denen du weißt, dass ich nicht einverstanden wäre – halte mich auf dem Laufenden. Lass mich wissen, wo du dich aufhältst und nimm Scully oder eine andere Rückendeckung mit. Mach das nicht allein. So viel ist ein Befehl, von deinem Meister und von deinem Boss.“
„Jawohl, Sir.“ Mulder zeigte ein schiefes Grinsen.
„Ich meine es ernst, Fox“, sagte Skinner, sein Ton todernst.
„Das weiß ich, Meister, und ich verspreche, ich werde tun, was Sie verlangen.“
„Gut. Ich muss gehen. In fünf Minuten habe ich die nächste Besprechung.“ Skinner zögerte, eindeutig unwillig, das Gespräch zu beenden.
„Es ist okay“, sagte Mulder beruhigend, kaute immer noch an seiner Unterlippe. „Gehen Sie nur, Meister, ich komme klar.“
„In Ordnung. Ich bin in ein paar Tagen zu Hause, Fox. Falls du nach Oregon fliegst ... falls du noch dort bist ... werde ich geradewegs nachkommen, wo immer du dich aufhältst, sobald ich frei bin.“
„Danke.“

Mulder spürte, wie sich die Last ein wenig von seinen Schultern hob. Es war gut, das Problem zu teilen und zu wissen, dass es Skinner kümmerte. Das hatte er nie zuvor in seinem Leben gehabt. Seit er zwölf Jahre alt war, hatte er sich angewöhnt, diese Bürden allein zu tragen, angefangen von der Entführung seiner Schwester bis zur schlechten Gesundheit seiner Mutter. Er war derjenige gewesen, der sich um alles gekümmert hatte und niemand hatte ihm je zuvor etwas von der Bürde abgenommen. Er hatte nie erkannt, wie gut sich das anfühlte.
„Machen Sie’s gut, Meister“, sagte er sanft. „Ich, ah, Sie wissen schon ... liebe Sie.“ Seine Stimme sank zu einem Flüstern, als er das sagte.

Er fand es immer noch schwer, eine solche Emotion zu einer Zeit außerhalb der Hitze des Sexes oder einer berauschenden Unterwerfung zuzugeben, doch der Beweis war so unwiderlegbar, dass es keinen Sinn zu machen schien, das Thema zu umgehen.

„Ich liebe dich auch. Sei vorsichtig, Fox“, warnte Skinner, „und denk daran, was ich sagte, dass du mich informiert hältst. Ruf mich jederzeit an, Tag oder Nacht. Lass mich nur wissen, was vor sich geht.“
„Das werde ich.“
Mulder beendete das Gespräch und lehnte sich seufzend auf der Couch zurück. Wenn er nur wüsste, was in ihm vorging, würde er liebend gern seinen Meister informieren.

Lange Zeit saß Mulder da, starrte ins Leere, versuchte, zu einer Entscheidung zu finden. Schließlich zwang ihn das Knurren seines Magens, den Gefrierschrank zu plündern und eine Pizza auszugraben. Nachdem er fertig gegessen hatte, warf er wieder einen Blick auf sein Handy. Sollte er die Fluggesellschaften anrufen? Oder die Gunmen? Falls er sie um Neuigkeiten bat, wusste er, er würde nachgeben und geradewegs nach Oregon fliegen. Das wollte er nicht. Er fühlte sich wie ein Hund mit seinem verdammten Pavlowschen Reflex auf jeden Köder, den Krycek vor ihm baumeln ließ.

Das war immer seine Schwachstelle gewesen. Ein Hauch einer Antwort auf die brennenden Fragen, die sein Leben beherrschten und er rannte los wie ein folgsames Hündchen mit wedelndem Schwanz. Und es endete fast immer in irgendeiner Art von Desaster. Er musste weitergehen. Er musste das überwinden. Und dennoch ... Oregon winkte.

Mulder war sich nie stärker seiner eigenen Schwächen bewusst gewesen, als während dieser langen, dunklen Nacht seiner Seele. Eine Stunde nach der anderen verging. Die Nacht brach an und die Verkehrsgeräusche weit unten verblassten zum üblichen nächtlichen Murmeln. Er lag auf der Couch, das rastlose Wirbeln seines Geistes im Zwiespalt mit der Teilnahmslosigkeit seines Körpers. Seine Jacke hing über der Stuhllehne und seine Schuhe waren unter den Kaffeetisch gekickt worden. Seine Krawatte lag verlassen auf dem Boden, sein Hemd am Kragen geöffnet.

Als Skinner das erste Mal verreist war, hatte er es genossen, im Apartment bekleidet zu sein. Normalerweise war er nackt und zur Schau gestellt. Und obwohl er das als eine Anmache empfand, brachte es eine Veränderung, einmal Kleider zu tragen, als ob das eine Art exotischer, verbotener Luxus wäre. Wer hätte gedacht, dass etwas so Simples, wie Kleidung zu tragen, sich derart rechtswidrig anfühlen könnte? Er sehnte sich nach der unkomplizierten Beruhigung seiner Rolle als Skinners Sklave. Trotzdem dachte er, dass er wüsste, er konnte sich nicht hinter dieser Rolle verstecken.

Skinner hatte nie zugelassen, dass er sein Sklaventum als Fluchtmöglichkeit von seinen Problemen nutzte – stattdessen hatte er daraus ein Werkzeug gemacht, mit dessen Hilfe sich Mulder ihnen stellte. Nackt zu sein, zu seines Meisters Füßen zu knien, wäre im Moment sicher eine Ablenkung, es würde jedoch nichts lösen. Wenn die Antworten nur so einfach wären. Sein Herz sagte ihm zu gehen – doch seine Seele befahl ihm zu bleiben. Sein Kopf meinte, logischerweise hatte er nichts zu befürchten, so lange er jemanden mitnahm und mit Rückendeckung nach Oregon flog. Doch ein Instinkt, den er nicht verstand, ließ ihn diese Logik anzweifeln. Irgendwie wusste er, dass es keinen Unterschied machen würde. Sogar, wenn sein Meister ihn persönlich nach Oregon begleitete, würde ihm dort irgend etwas zustoßen ... und er war nicht sicher, was.

Kalte Finger der Unsicherheit nagten an ihm, wann immer er einer Entscheidung nahe kam. Mehrere Male stand er auf, sicher, dass er die Entscheidung getroffen hatte zu gehen und jedes Mal setzte er sich wieder, kalter Schweiß brach auf seiner Haut aus. Er kam sogar soweit, eine kleine Tasche zu packen und sie ins Wohnzimmer runter zu bringen. Er setzte sich, die Tasche zwischen seinen Füßen, versuchte immer noch, zu einer Entscheidung zu finden. Er wollte das. Er wollte es so sehr. Er musste gehen. Falls er nicht ging, wusste er, dass er das sein Leben lang bereuen würde ... er würde immer daran denken, was dort wohl gewesen wäre, die Antworten, die er endlich hätte enthüllen können.

Es war bereits knapp vor der Morgendämmerung, als Mulder endlich zu einem Entschluss kam. Er stand auf und schnappte die Tasche. Er würde gehen. Er würde die lokale Polizei anrufen und Rückendeckung anfordern. Es bestand kein Bedarf, Scully darin zu verwickeln. Falls es dort gefährlich wäre, wollte er nicht, dass sie verletzt würde.

Erleichtert, dass er endlich eine Entscheidung getroffen hatte, tätschelte Mulder geistesabwesend Wandas Kopf und schrieb eine Notiz für Mrs. Asher, in der er sie bat, die nächsten paar Tage die Katze und die Fische zu füttern. Danach erhob er sich, nahm seine Tasche, ging zur Tür, schnappte seine Schlüssel ... und zögerte. Er sah über seine Schulter in das Apartment und dieses eiskalte Gefühl überschwemmte ihn erneut. Plötzlich wusste er ohne den Schatten eines Zweifels, falls er hier raus ginge, würde er sehr lange Zeit nicht zurückkehren – wenn überhaupt.

Die Empfindung kam so plötzlich und so stark, dass sie ihn überwältigte. Er hockte sich nieder, versuchte, wieder zu Atem zu kommen. Durch die offene Wohnzimmertüre sah er Wanda, auf ihrer Seite auf der Couch liegend in einem Stadium seliger, feliner Zufriedenheit. Er sah eines der Paddel seines Meisters an einem Haken neben der Küchentür hängen – wo es als permanent sichtbare Erinnerung für seinen Sklaven und als bequem erreichbares Werkzeug für Skinners Verwendung diente, wenn sein Sklave augenblickliche Korrektur benötigte.

Mulder atmete scharf ein. Das war es. Das war sein Heim, seine gesamte Existenz und er liebte es. Falls er nun aus dieser Türe trat, würde all das verschwinden, als ob es nie existiert hätte. Falls er ging, würde er das für immer verlieren. Er war nicht sicher, wie oder warum, er wusste einfach, dass es so war. Falls er jetzt wegging, fände er vielleicht seine Antworten, würde sich jedoch selbst verlieren.

Mulder stieß ein leises, ersticktes Schluchzen aus und ging ins Wohnzimmer zurück. Er schleuderte seine Tasche zu Boden, warf sich auf die Couch und vergrub sein Gesicht in Wandas Fell. Er hatte gerade einen grundlegenden Moment durchgemacht. Er war geprüft worden und hatte den Entschluss gefasst, einen anderen Weg zu gehen. Durch diese eine Tat wusste er, er hatte sich irgendwie von einer speziellen Bestimmung befreit und stattdessen eine andere gewählt. Das seltsame war, es fühlte sich nicht wie eine schlechte Wahl an. Es fühlte sich gut an. Es fühlte sich richtig an.

„Sie sind noch hier.“ Die Stimme ließ ihn sich versteifen.
„Verschwinden Sie, Krycek.“
Er musste sich nicht einmal umsehen. Krycek war nicht länger eine Bedrohung. Mulder war sich seiner Entscheidung so sicher, dass nichts, was Krycek sagte oder tat, das ändern würde.

„Skinner muss Ihnen wirklich eine Gehirnwäsche verpasst haben. Ich dachte, Sie würden zur Besinnung kommen, wenn Sie Zeit haben, darüber nachzudenken.“ Krycek klang überrascht. „Na schön. Das ist neu.“

Das Zimmer lag im Dunkeln. Mulder hörte Krycek herankommen und er verspannte sich, unsicher, ob der andere Mann eine Waffe hatte.
„Ich bin nicht völlig sicher, wie man das spielt. Tatsächlich bin ich sprachlos“, sagte Krycek, seine Lippen streiften Mulders Ohr, als er sich nahe heranbeugte.
„Das sind Sie ganz bestimmt nicht“, kommentierte Mulder bitter.
Er konnte Kryceks Atem an seinem Nacken spüren, was seine Nackenhaare sich sträuben ließ.
„Ich habe Ihnen das mitgebracht.“ Krycek warf einen Umschlag vor ihm auf den Kaffeetisch. „Flugticket ... und ein paar Bilder.“ Er wanderte um die Couch und setzte sich auf die Kante des Kaffeetisches. „Vor allem die Bilder werden Sie vielleicht interessant finden.“

Krycek wartete, doch Mulder blieb einfach sitzen, machte keine Anstalten, den Umschlag zu öffnen.
„Ich sehe, dass Skinner Ihnen auch Ihre Neugier ausgetrieben hat. Okay.“ Krycek öffnete den Umschlag und holte die Fotografien raus. Eine davon hielt er hoch. „Erinnern Sie sich an Billy Miles? Einer Ihrer ersten Fälle mit Agent Scully, glaube ich. Er ist ein Entführungsopfer. Sie verdächtigten Außerirdische und sie ... na ja, Agent Scully war immer die skeptischere Persönlichkeit, nicht wahr?“

Kryceks Zähne verstrahlten ein lebhaftes Weiß in dem schwach beleuchteten Raum – das einzige Licht kam aus dem Flur durch die offene Tür. Mulder ballte seine Fäuste, wollte zuschlagen, doch er war immer noch nicht sicher, ob Krycek eine Pistole hatte – oder schlimmer, ein Messer. Abwesend wanderte Mulders Finger erneut zu seiner Narbe.

„Diese Fotografie ist von Billy. Natürlich ist er jetzt älter – schließlich ist es ein paar Jahre her, seit Sie ihn zuletzt sahen. Er verschwand letzte Nacht. In Oregon.“ Krycek warf das Foto in Mulders Schoß. „Sein Wagen wurde verlassen mitten auf der Straße gefunden. Die Elektrik funktionierte nicht.“
Krycek pausierte, starrte Mulder forschend an.
„Es ist bloß eine Fotografie“, zuckte Mulder seine Schultern. „Sie beweist gar nichts. Sie könnten sie irgendwo aufgetrieben haben.“
„Das zweite Foto interessiert Sie vielleicht mehr.“

Krycek hielt es hoch. Mulder konnte gerade so ein zylindrisches Objekt mit blitzenden Lichtern ausmachen, am dunklen Himmel schwebend.
„Das könnte irgend etwas sein“, hob Mulder seine Schultern. „Sie wissen, wie leicht die manipuliert werden können.“
„Dieses nicht. Es wurde vor ein paar Stunden aufgenommen. In Oregon.“
„Okay. Ich gehe trotzdem nicht“, sagte Mulder uninteressiert.

Wanda gähnte und streckte sich neben ihm, setzte sich dann auf, ihre gelbgrünen Augen blitzten in dem gedämpften Licht.

„Wieso? Wegen Skinner? Er besitzt Sie nicht, Mulder.“ Inzwischen klang Krycek ziemlich wütend, als ob er nicht erwartet hätte, diesem Widerstand zu begegnen.
„Genau betrachtet tut er es doch“, kicherte Mulder. „Und nein, nicht wegen ihm, sondern wegen mir. Sie würden das nicht verstehen, Krycek.“
„Ich verstehe eine Sache – das ist meine Markierung auf Ihrer Brust, Mulder. Ich bin derjenige, der Ihre Fäden zieht, ob Sie es wollen oder nicht. Sie werden gehen.“
Zufrieden richtete sich Krycek auf, seine grünen Augen glühten wie Wandas.
„Nein. Werde ich nicht.“ Erschöpft schüttelte Mulder seinen Kopf, weigerte sich, nach dem Köder zu schnappen.

„Sie konnten mir nicht einmal selbst nachkommen, stimmt’s?“ knurrte Krycek in höhnischem Ton, offensichtlich verärgert von Mulders Weigerung, sein Spiel mitzuspielen. „Sie mussten Skinner schicken, um sich an mir zu rächen, für das, was in Seattle geschehen ist. Sie mussten sich hinter ihm verstecken – genau, wie Sie es jetzt tun.“
„Das ist Scheiße und Sie wissen es“, fauchte Mulder. „Ich bin nie in meinem Leben einem Kampf mit Ihnen ausgewichen, Krycek. Ich genieße es zu sehr, Ihnen die Scheiße rauszuprügeln. Und was das angeht, denke ich, dass Sie und ich uns noch um ein paar unerledigte Geschäfte kümmern müssen, nicht wahr?“

Ohne Warnung knallte Mulder seine Faust gegen Kryceks Kinn, verpasste dem anderen Mann einen streifenden Hieb. Krycek erholte sich schnell und warf sich vor, landete auf Mulders Körper und verdrehte ihn, als er ihn auf die Couch zurückstieß. Er brachte seine Faust hart in Mulders Gesicht runter, fand schmerzhaften Kontakt mit Mulders Wange. Mulder wirbelte herum und stieß mit aller Kraft hoch, bemerkte aus dem Augenwinkel, dass Wanda hastig davonhuschte. Wut verschaffte ihm die Kraft, seinen Gegner wegzuschleudern.
„Verschwinden Sie, verflucht noch mal, aus meinem Leben, Krycek“, zischte er, hämmerte mit seinen Fäusten auf den anderen Mann ein.

Beide fielen von der Couch und krachten auf den Kaffeetisch, der unter ihnen zerbarst. Sie landeten inmitten der Reste aus gesplittertem Holz und zerbrochenem Glas, Krycek obenauf.
„Kein Deal, Mulder. Ich bleibe für immer bei Ihnen“, knurrte Krycek. „Sie werden mich nie los.“
Sie rollten gemeinsam über den Boden, jeder landete einen Hieb, jedoch nicht hart genug, um den Ausgang des Kampfes zu entscheiden.
„Du verdammter Bastard!“ brüllte Mulder, boxte in blinder Wut um sich.

Er hatte eine Vision: Krycek folgte ihm für den Rest seines Lebens, immer da, hämisch grinsend bot er ihm Spuren, die sich in Fallen verwandelten, erwischte ihn jedes Mal auf dem falschen Fuß. Eine Welle der Frustration durchfuhr ihn.

Krycek nutzte den Verlust seiner Selbstbeherrschung und schaffte es, einen Hieb in Mulders Solar Plexus zu landen, der ihn auf seinen Rücken warf. Mulder fiel mit einem Grunzen, ungeschickt, verdreht, und lag hilflos da, während Krycek seine Faust zum Schlag hob.
„Geben Sie es zu, Mulder“, zischte Krycek, seine Faust erhoben, um den entscheidenden Hieb in diesem Kampf zu liefern. „Sie werden immer ein kranker, verrückter Perverser sein, der seine dämlichen Sexspiele mit diesem verdammten Trottel spielt, den Sie Meister nennen.“ Dieses Wort sprach er mit deutlichem Hohn aus. „Sie brauchen meine Hilfe nicht, um noch fertiger zu werden, als Sie ohnehin schon sind, Sklavenjunge.“
Und damit brachte er seine Faust runter.

Mulder stählte sich für einen Hieb, der nie einschlug. Stattdessen erstrahlten die Lichter, blendeten ihn kurzfristig mit der plötzlichen Helligkeit. Er hörte ein leises Knurren der Überraschung, dann wurde Krycek von ihm weggehoben und ohne Zeremoniell gegen die Wand geschleudert, wo er krachend zu einem Halt kam und langsam zu Boden glitt.
„Verdammter Trottel?“ Skinners Stimme war eiskalt und beinahe ausdruckslos. „Mir scheint, hier gibt es nur einen Trottel, Krycek. Sagen Sie mir, welchen Teil von Lassen Sie Mulder in Ruhe haben Sie nicht verstanden, als ich Sie das letzte Mal besuchte?“

Er packte den Kragen von Kryceks schwarzer Lederjacke und zuckte einen grausamen Hieb gegen des anderen Mannes Kinn, der Mulder winseln ließ. Kryceks Kopf sank gegen die Wand zurück, Blut rann sein Kinn hinunter.
„Lassen Sie mich in Ruhe, Skinner“, fauchte Krycek, wehrte sich verzweifelt in Skinners Griff.

Plötzlich verwandelte er sich in ein wildes Tier, das um sein Leben kämpfte.
„Mulder braucht Sie nicht, um ihn zu beschützen. Er ist jetzt ein großer Junge und er will nach Oregon – nicht wahr, Mulder?“
Er warf Mulder über Skinners Schulter einen Blick zu. Mulder setzte sich auf, befühlte vorsichtig seinen empfindlichen Bauch und verletzten Kiefer.
„Dort liegt seine Tasche auf der Couch, fertig gepackt und abreisebereit“, wies Krycek hin.
Skinner warf einen Blick darauf, dann glitten seine Augen über Mulders Gesicht, vollkommen emotionslos. Mulder schüttelte seinen Kopf. Er musste Skinner gar nichts beweisen – sein Meister würde auf jeden Fall sein Wort über Kryceks stellen.

Skinners Ausdruck verhärtete sich, als er sich wieder ihrem ungeladenen Gast zuwendete.
„Sehen Sie, kein noch so oftmaliges Ja, Meister, nein, Meister wird ihn ändern“, spottete Krycek. „Er wird immer sein, was er ist, wie hart Sie auch an ihm arbeiten.“
„Oh, ja. Und was genau ist es, was Sie denken, dass er ist?“ erkundigte sich Skinner, seine Finger bohrten sich tief in Kryceks Nacken.

Krycek zeigte ein schiefes Lächeln, seine aufgesprungene Lippe riss noch weiter auf, ließ einen großen Blutstropfen in dem Riss aufquellen.
„Er ist einfach“, antwortete Krycek. „Mulder ist einfach. Sie drehen ihn nur auf, drücken seine Knöpfe, stellen ihn in die richtige Richtung und er geht los – und ich weiß viel besser, welche Knöpfe ich drücken muss als Sie, Skinner. Er gehört Ihnen nicht wirklich – ich bin derjenige, der ihn am besten kennt. Ich bin derjenige, der ihn nach meiner Musik tanzen lassen kann wie eine Puppe.“
„Ist das so?“ Skinners Stimme war trügerisch milde.
„Ja – immerhin sind das meine Initialen, die er in seine Brust geschnitten trägt.“ Krycek grinste selbstzufrieden, als er dem Mann, der ihn gegen die Wand drückte, den ultimativen Stich entgegenschleuderte.

Skinners Gesichtsausdruck veränderte sich nicht.
„Fox, komm her“, befahl er.
Mulder wanderte hinüber, fragte sich, was sein Meister vorhatte. Skinner gestikulierte mit seinem Kopf.
„Öffne dein Hemd, Fox. Zeig ihm, was auf deiner Brust ist.“
Mulder wechselte einen grimmigen Blick mit seinem Meister, knöpfte dann sein Hemd auf, um die glatte, saubere, beinahe unsichtbare Narbe zu enthüllen – eine Narbe, die nicht länger die Initialen AK buchstabierte.
„Du siehst, Dinge können sich verändern, Junge“, sagte Skinner. „Genauso, wie sich diese Narbe veränderte. Mulder ist mein – daran besteht kein Zweifel. Er gehört mir. Legen Sie sich nie wieder mit ihm an.“

Kryceks Augen waren trotzig und wütend, als er erkannte, dass er dieses Argument verloren hatte.
„Lassen Sie mich los, Skinner“, keuchte er, sträubte sich nutzlos in des großen Mannes Griff.
„Noch nicht. Ich will etwas völlig klarstellen, mit Worten, die ein Trottel wie Sie verstehen kann“, meinte Skinner, seine große Pranke hielt Krycek aufrecht, während er einen weiteren dieser Boxhiebe lieferte, die so leicht aussahen, aber höllische Schmerzen verursachen mussten.
Die Augen des gedungenen Mörders wurden glasig.

„Lassen Sie Mulder in Ruhe“, knurrte Skinner. „Lassen Sie mich in Ruhe. Kommen Sie nie, nie wieder hierher. Es interessiert mich einen Dreck, wie groß Ihre Angst vor Ihren Meistern ist – vor mir sollten Sie größere Angst haben. Falls Sie uns jemals wieder kontaktieren, werden Sie meine Rache wirklich zu spüren bekommen. Und ich meine es ernst, Krycek. Das ist keine leere Drohung. Falls Sie jemals wieder einen von uns belästigen, wird es ernst. Ich werde nicht nett spielen. Ich werde nicht nach den Regeln spielen. Es wird Konsequenzen geben. Verstehen Sie?“
„Sicher“, nickte Krycek, leckte nervös seine Lippen und wischte das Blut weg, nur, damit es praktisch sofort wieder herausquoll.
„Nein.“

Skinner schüttelte Krycek, als ob er eine Puppe wäre. Mulder bewunderte seines Meisters zornige Kraft. Skinner war wie eine Katze, die mit einer Maus spielte – tödlich und gefährlich. Mulder hegte keinen Zweifel, dass sein Meister Krycek mit einem Zucken seiner Hände töten, das Genick des Mörders brechen könnte, als ob es nichts wäre. Und schlagartig wurde ihm bewusst, wie sehr sich Skinner beherrschte, wenn er mit seinem Sklaven umging, wie diese großen Hände auch zu streicheln wussten, zärtlich und liebevoll sein konnten. So hatte er Skinner noch nie gesehen und es war eine Offenbarung für ihn. Plötzlich wurde ihm mit einem gewaltigen Gefühl der Verlegenheit bewusst, dass sein Schwanz in seiner Hose anzuschwellen begann. Christus, das war das letzte, was er im Moment brauchte.

„Nein, das ist nicht gut genug“, sagte Skinner mit tiefer, fester Stimme. „Sie müssen wirklich verstehen, Krycek, weil das die letzte Warnung ist. Es wird keine weitere geben.“
Neuerlich schüttelte er Krycek, um den Punkt zu betonen. Das Blut rann Kryceks Kinn runter, tropfte auf sein T-Shirt und bespritzte Skinners Gesicht.
„Lassen Sie uns in Ruhe. Kommen Sie nicht in Mulders Nähe – und das bedeutet keine Anrufe, keine Besuche, kein Auftauchen hier oder im Hoover-Gebäude. Keine Emails, keine Briefe – kein Kotakt jeglicher Art. Folgen Sie ihm nicht. Kommen Sie nicht in seine Nähe – oder ich verspreche Ihnen, das wäre das letzte Mal.“ Skinners Stimme war so leise und hart, dass sie fast unkenntlich war. „Nun frage ich Sie noch einmal – verstehen Sie?“ bohrte Skinner.
„J ... ja ... Sir ...“, stammelte Krycek.
Mulder lächelte – selbst Krycek fand Skinner furchteinflößend.
„Gut. Dann ist es Zeit für Sie zu gehen.“

Skinner schleppte Krycek zur Tür, pausierte und zog sein Handy aus der Tasche. Er rief den Pförtner an und forderte zwei Mitglieder des Sicherheitsteams an. Als sie fünf Minuten später erschienen, händigte er ihnen Krycek mit der strengen Bitte aus, dass er auf die Straße geworfen und nicht wieder eingelassen würde – nie wieder.

Dann, endlich, schloss er die Tür und wendete sich wieder seinem Sklavenjungen zu.
„Ich dachte, Sie hätten eine Besprechung“, sagte Mulder, unsicher, in welcher Stimmung sich sein Meister befand.
Skinners Brust hob und senkte sich heftig und er wusste nicht, ob sein Meister von seinem Kampfes-Hoch runtergekommen war oder nicht. Falls nicht ... konnte er immer noch gefährlich sein.
„Ich konnte nicht dort bleiben mit dem Wissen, was du durchmachst. Ich wollte für diese Entscheidung bei dir sein – welche Richtung du auch entscheidest zu springen“, erklärte ihm Skinner. „Ich sagte, ein familiärer Notfall wäre aufgetreten. Ich bin sicher, der Direktor war nicht beeindruckt, doch das war wichtiger.“

Mulder war verblüfft von seines Meisters Prioritätensetzung. Er war nicht sicher, ob er je zuvor in seinem Leben für jemanden so unbeirrbar an erster Stelle gestanden hatte.
„Ich habe mich entschieden“, meinte er leise. „Ich bin nicht gegangen. Wäre ich fast. Ich habe schon gepackt, kehrte aber in letzter Minute um. Ich hatte einfach ein ganz schlechtes Gefühl dabei. Meine Entscheidung schien Krycek aus der Fassung zu bringen. Er ist es gewöhnt, dass ich durch seine Reifen springe. Deshalb haben wir gekämpft.“

„Bist du okay?“
Skinners Augen waren dunkel und besorgt. Er trug nicht seine Brille und sein Gesicht war immer noch mit Kryceks Blut bespritzt. Er strich seine Finger über Mulders verletzte Wange.
„Mir geht’s gut. Sie?“
Mulder fing seines Meisters Hand ein und untersuchte sie. Skinners Knöchel waren schwer geprellt und die Haut war an einigen Stellen abgeschürft.
„Mir geht es auch gut. Komm her.“

Skinner schlang seine Arme um seinen Sklaven und drückte ihn an sich, schob ihn dann weg und blickte überrascht zu Mulders Schoß.
„Du bist hart“, bemerkte er in einem Tonfall milder Überraschung. „Ich bin beeindruckt. Nach all dem Drama hier heute Nacht hätte ich gedacht, Sex wäre das letzte, an das du denkst.“
Mulder spürte die Hitze an seine Hautoberfläche steigen und verfluchte seinen Körper stumm, eine lang unterdrückte Fantasie preiszugeben, die ihn so sehr faszinierte und entsetzte, dass er nie in der Lage gewesen war, sie zu beschreiben.
„Worum geht es dabei?“ fragte Skinner, seine dunklen Augen neugierig, seine Finger strichen sanft über seines Sklaven schwellenden Schwanz.
„Sie sind heiß, wenn Sie im He-Man-Modus sind, das ist alles. Sie wissen, das macht mich an“, umging Mulder die Frage, war total verlegen, hasste seinen Körper, weil er ihn verriet.

Er befreite sich aus seines Meisters Griff, drehte sich um und ging in die Küche. Er holte das antiseptische Gel aus dem Schrank und kehrte damit zurück, um seinen Meister in die Lounge zu eskortieren, wo er niederkniete und das Gel auf Skinners Knöchel auftrug.
„Ich weiß, wie es aussieht – mit der Tasche“, sagte Mulder leise, während er das Gel in seines Meisters verfärbte Haut strich. „Aber ich wollte wirklich nicht weg. Ich habe mich entschieden.“
„Ich glaube dir“, lächelte Skinner und legte seine freie Hand auf Mulders Schulter, streichelte ihn liebevoll.
„Sie können wieder nach LA fliegen. Krycek wäre ein Idiot, hier noch einmal aufzutauchen und es besteht keine Gefahr für mich, in Oregon von Außerirdischen entführt zu werden.“

Mulder zeigte ein schwaches, trauriges Lächeln. Wieder spürte er dieses kalte Gefühl und schauderte.
„Junge?“ Skinners Finger fanden Mulders Kinn und zwangen sein Gesicht hoch, um ihn anzusehen.
„Es ist nichts, Meister. Nur dieses gespenstische Gefühl, das ich die ganze Nacht hatte. Ich denke, ich habe mich richtig entschieden.“
„Das denke ich auch. Was LA angeht – ich bin nicht in der Stimmung, sofort wieder zurückzufliegen. Ich möchte ins Bett gehen und mich von meinem Sklaven erinnern lassen, was ich verpasst habe, während ich weg war.“
Skinner strich Mulders dunkles Haar aus seinem Gesicht und sah seinen Sklavenjungen zärtlich an. Mulder schmolz in die Liebkosung, wie er es immer tat.
„Davor allerdings ...“

Widerwillig zog sich Skinner zurück und sah sich im Zimmer um.
„Ich vermute, wir waren nicht die einzigen, die von dem, was heute Nacht hier passiert ist, erschreckt wurden. Ich denke, eine ganz bestimmte Person wird auch Trost brauchen.“
„Wanda.“
Mulder stand auf, runzelte seine Stirn. Er erinnerte sich, die kleine Katze beim ersten Anzeichen von Gewalt davonrasen gesehen zu haben, hatte jedoch keine Ahnung, wohin sie verschwunden war.

Die nächsten zwanzig Minuten verbrachten sie damit, das Apartment zu durchstöbern, konnten sie jedoch nicht finden. Schließlich beendete Skinner die Suche mit einem resignierenden Seufzen.
„Ich glaube, sie hat sich eingegraben. Das ist verständlich. Offensichtlich will sie nicht gefunden werden. Wir werden warten müssen, bis sie entscheidet, dass sie bereit ist, raus zu kommen. Ich habe auf die harte Tour gelernt, dass du Madame zu nichts zwingen kannst, was sie nicht machen will.“ Er warf Mulder einen Seitenblick zu. „Ich weiß nicht, wie es dir geht, Junge, aber ich bin müde. Hauen wir uns hin.“

Skinner ging zum Schlafzimmer und Mulder folgte, kaute auf seiner Lippe. Immer noch war er verstört von seiner Erregung vorhin und irgendwie wusste er, dass es nichts war, was Skinner ruhen lassen würde. Er zog sich aus, kniete neben dem Bett nieder und wartete, bis sein Meister es sich unter den Laken gemütlich gemacht hatte, bevor er um die Erlaubnis bat, sich ihm anzuschließen. Skinner nickte und Mulder glitt ins Bett, wurde augenblicklich in ein Paar großer Arme gezogen. Gewaltsam stieß Skinner Mulders Beine mit seinem Knie auseinander und nagelte ihn im Bett fest, küsste ihn gründlich. Mulders Schwanz verhärtete sich sofort.
„Du hast dich mir vorhin verweigert“, sagte Skinner, seine großen Hände hielten Mulder so sicher nieder wie jede Methode der Bondage.

Mulder stöhnte, zu abgelenkt durch den Sex, um eine Ahnung zu haben, wovon sein Meister sprach.
„Ihnen verweigert? Ich habe nie ... das würde ich nie, Meister“, antwortete er verblüfft.
Er hatte nie seines Meisters sexuelle Annäherungen abgewehrt – dafür genoss er sie zu sehr.
„Du hast mir einen Teil deiner Sexualität verweigert. Ich habe bemerkt, du warst erregt und du hast eine Ausrede gefunden, um nicht darüber zu sprechen. Ich will darüber reden“, beharrte Skinner, eine Hand hielt Mulder an Ort und Stelle, die andere streichelte seines Sklaven Brust.

Er pausierte über Mulders linker Brustwarze und nahm sie zwischen seine Finger, rubbelte sie zu einem Punkt. Mulder schnappte laut nach Luft.
„Ich warte.“
Skinners Finger quetschten und Mulder klappte gegen seines Meisters Körper zusammen.
„Ich weiß nicht, was Sie von mir hören wollen. Ich war verlegen, das ist alles. Ich wollte Ihnen nichts beweisen“, sagte er rasch.
Der Druck der Finger auf seiner Brustwarze verringerte sich ein wenig.
„Sprich mit mir darüber. Falls es eine sexuelle Fantasie ist, will ich sie wissen. Ich habe das Recht, die Bedürfnisse meines Sklaven zu kennen. Warum macht dich das verlegen, nach allem, was wir gemacht haben?“
„Weil ... weil es ...“ Mulder kämpfte mit dem, was er sagen wollte.
Skinner verstärkte den Druck auf seine Brustwarze.
„Es ist politisch nicht völlig korrekt“, keuchte Mulder.
„Genauso wenig wie Sklaverei.“

Skinner ließ seine Brustwarze frei und senkte seinen Kopf, um die misshandelte Fleischknospe zu saugen, wärmte und tröstete sie mit seiner Zunge. Nachdem er das beendet hatte, küsste er seinen Sklaven neuerlich auf die Lippen, ein tiefer, von Herzen kommender Kuss. Danach lehnte er sich zurück und starrte ihn an, wartete eindeutig, dass Mulder seine Fantasie erzählte. Mulder blieb stumm. Das war nichts, worüber er reden wollte.

Nach einer langen Stille stieß Skinner ein lautes Seufzen aus, akzeptierte offensichtlich, dass er keine Antworten erhalten würde und war nicht gewillt, das Thema zu forcieren, nach allem, was sie gerade durchgemacht hatten.

„Ich hatte Angst, du wärst nach Oregon geflogen. Ich war nicht sicher, was ich vorfinden würde, wenn ich heim kam“, murmelte er, liebkoste in der Dunkelheit Mulders Gesichtszüge mit seinen Fingern, als ob er sich erinnern wollte, wie er aussah. „Ganz sicher habe ich nicht erwartet, dich mit Alex Krycek auf dem Teppich herumrollend vorzufinden.“
„Wir brauchen wirklich ein neues Sicherheitssystem“, meinte Mulder mit einer Grimasse. „Er ist ohne Probleme zweimal eingebrochen.“
„Ich kümmere mich darum“, murmelte Skinner abwesend.
Er ließ Mulder los und drehte sich mit einem neuerlichen tiefen Seufzen um.

Mulder lag da, sein Schwanz immer noch hart und erregt. Er wusste, er hatte seinen Meister mit seinem fehlenden Vertrauen verärgert, doch es war schwer. Trotzdem – Skinner hatte recht. Er war ein Sklave und hatte die Kontrolle über seinen Körper und seine Bedürfnisse seinem Meister überlassen. Indem er sie zurückhielt, beging er einen Vertragsbruch und sie wussten es beide. Es lag nur daran, dass sie beide nach Kryceks Besuch so durchgeschüttelt waren, dass sein Meister das Thema nicht erzwang und er nutzte diese Tatsache aus.

Mulder dachte einen Moment darüber nach, berührte dann seines Meisters Schulter.
„Sie waren es, als Sie Krycek gegen die Wand drückten, so verdammt gefährlich und kompromisslos“, erklärte er rasch, bevor er seine Meinung ändern konnte. „Er war Ihnen egal. Sie waren nicht vorsichtig mit ihm, wie Sie es mit mir sind. Sie wissen, ich habe sowieso ein Faible für Sie im He-Man-Modus. Sie wissen, wie sehr ich wirklich groben Sex genieße.“ Er biss auf seine Lippe.

Skinner drehte sich in der Dunkelheit zu ihm herum. Mulder holte tief Luft, unsicher, wie er weitermachen sollte.
„Du willst, dass ich dich zwinge?“ fragte Skinner.
Mulder verzog sein Gesicht. „Irgendwie ja“, flüsterte er.
„Erzähl mir mehr.“
Skinner schlang seinen Schenkel über Mulders Beine, zog ihn näher. Er fasste hinunter und begann, langsam seines Sklaven harten Schwanz zu liebkosen. Mulder zog eine Grimasse, zerrissen zwischen Vergnügen und Beichte.
„Das ist nicht leicht zuzugeben“, murmelte er.
„Du kannst mir alles sagen. Tatsächlich bestehe ich darauf. Als dein Meister“, lächelte Skinner, seine weißen Zähne strahlend. „Ich werde dich nicht verurteilen, Fox. Es ist nur eine Fantasie. Erzähl sie mir“, drängte er.
„Ich weiß, Sie sind immer vorsichtig mit mir und dafür bin ich dankbar, weil einiges von dem, was wir machen, ziemlich ... extrem ... ist, aber ... ich würde gern versuchen ... vielleicht ... etwas ein bisschen mehr ... wenn wir spielen, meine ich ...“

Er brach ab, erkannte, wie wenig Sinn er machte.
„Sprich weiter.“ Skinner pumpte seinen Schwanz hart und er schnappte verlangend nach Luft.
„Ich möchte mich sträuben“, murmelte Mulder, dankbar für die Dunkelheit, damit Skinner nicht die leuchtend rote Schattierung sehen konnte, die sein Gesicht angenommen hatte. „Ich will überwältigt werden. Ich möchte kämpfen ... ich möchte ...“
„Vergewaltigt werden?“

Skinner strich Mulders Haar aus seinen Augen. Er stützte sich auf einen Ellbogen, sah mit einem amüsierten Ausdruck in seinem Gesicht zu seinem Sklaven hinunter.
„Nein! Ich meine ... nicht wirklich“, widersprach Mulder rasch.
„Ich weiß, was du meinst, Sklavenjunge.“ Skinners Hand lag fest um seinen Schwanz, während er Mulder zum Höhepunkt molk. „Das ist nichts, wofür du dich schämen musst. Es ist eine alltägliche Fantasie.“
„Tatsächlich? Für Männer?“ Wieder zog Mulder eine Grimasse.
„Na ja, eine Menge Männer fantasieren davon, von einer starken, sexy Frau überwältigt zu werden. Also ja, warum nicht? Deine Fantasie bezieht sich mehr auf deine Sexualität, ist aber nicht unüblich. Es ist okay, Fox. Ich weiß, es ist bloß eine Fantasie. Genauso weiß ich, falls jemand tatsächlich versuchen würde, dich zu vergewaltigen, würdest du dich mit Zähnen und Klauen wehren. Mein Sklave zu sein bedeutet, du kannst nicht Nein zu mir sagen. Du sagst, du hättest gern ein kontrolliertes Fantasie-Szenario, wo du Nein sagen kannst. Wo du dich gegen mich wehren und dich sträuben kannst, ohne dass die üblichen Regeln gelten. Du willst, dass ich dich gewaltsam nehme, dich zwinge, dich zu unterwerfen. Richtig?“
„Ich glaube.“

Ängstlich blickte Mulder zu seinem Meister, wartete auf eine Reaktion. Dies war eine Fantasie, die er nie mit irgendjemandem geteilt hatte. Sie war zu persönlich und auf einer gewissen Ebene zu beschämend. Doch der Gedanke an seinen Meister, der ihn überwältigte, ihn zwang zu tun, was er ohnehin so sehr genoss ... es machte ihn an. Er hätte es besser wissen sollen, als seines Meisters Reaktion auf seine Fantasie anzuzweifeln. Da war nicht der kleinste Hauch von Ekel in Skinners Augen, als er seinen Kopf senkte und Mulders Lippen mit den seinen verschlang, ihn gründlich küsste, gleichzeitig seines Sklaven Schwanz hart und schnell massierte.

„Wie viel Gewalt?“ flüsterte Skinner in sein Ohr.
Mulder versuchte, sich auf die Frage zu konzentrieren, seine Atmung kam schnell und heftig, während ihn sein Meister sachkundig dem Orgasmus näher brachte.
„Ah ... so viel, wie nötig ist. Ich möchte die Hitze des Kampfes spüren ... oh, Scheiße ... ich möchte loslassen, wirklich körperlich werden, gewalttätig körperlich ... oh, Gott!“

Mulder fuhr vom Bett hoch, als er kam, hilflos, mit einem Stöhnen der Befriedigung. Dann lag er betäubt und befriedigt da, Schweiß lief sein Gesicht hinunter.
Skinner grinste auf ihn hinab. „Das schien mir ziemlich körperlich“, kommentierte er.
„War es. Ich bin mit nichts unzufrieden, was Sie mir antun, Meister“, sagte Mulder rasch.
„Ich weiß“, nickte Skinner.
„Aber Sie haben gefragt ... ich war so ehrlich wie möglich.“

Wieder spürte sich Mulder erröten. Eine Vergewaltigungs-Fantasie zuzugeben, war beschämend genug, es wurde jedoch durch die Tatsache verschlimmert, dass es auch bedeutete zuzugeben, ein Teil dieser Fantasie wäre es, seinem Meister seine Rechte über seinen Sklaven zu verweigern – und das war etwas, das grundsätzlich gegen den Vertrag verstieß, den er freiwillig unterzeichnet hatte.

„Ich werde morgen nach LA zurückfliegen“, eröffnete ihm Skinner, während die Nachwirkungen von Mulders Orgasmus immer noch in seinen Ohren summten. „Nur für ein paar Tage.“ Er lächelte seinen Sklaven an. „Was die andere Sache angeht ... ich werde darüber nachdenken“, versprach er. „Da ist noch etwas, worüber ich reden will. Krycek ist hier eingebrochen. Er hat unser Heim geschändet. Musst du darüber sprechen? Fühlst du dich hier immer noch sicher?“
„Nachdem Sie den Rattenbastard derart herumgewirbelt haben? Sicher“, grinste Mulder. „Das hat mich an damals erinnert, vor Jahren, als ich ihn herbrachte und Sie ihn in den Magen geboxt und mit Handschellen ans Balkongeländer gefesselt haben. Der Anblick, als Sie das machten, mit bloßem Oberkörper, hat meine Masturbations-Fantasien jahrelang angefacht. Ich wanderte aus diesem Apartment mit einem Steifen von der Größe des Mount Everest in meiner Hose. Ich hatte keine Ahnung, dass ich eines Tages das Glück haben würde, das richtige Ding zu haben.“
„Vielleicht willst du die Erfahrung erneuern“, grübelte Skinner.

Mulder bewegte seinen Kopf, um seines Meisters Gesicht zu erforschen. Allerdings konnte er Skinners Mienenspiel in der Dunkelheit nicht lesen.
„Ich verstehe nicht“, sagte er.
„Na ja ... genau, wie wir das, was Krycek mit deiner Brust anstellte, nahmen und zu unserem Eigentum machten – ein Band zwischen uns. Vielleicht könnten wir das selbe mit dem machen, was er heute Nacht hier getan und wie er unser Heim geschändet hat, wo wir jedes Recht haben, uns sicher zu fühlen.“
„Wie?“ Mulder runzelte in der Dunkelheit seine Stirn, fragte sich, worauf Skinner hinaus wollte.
„Wie ich sagte, ich muss darüber nachdenken.“

Mit einem erschöpften Seufzen sank Skinner zurück auf seine Kissen. Mulder grinste. Da gab es etwas, das er tun konnte, um es seinem Meister bequemer zu machen. Er verschwand unter den Laken und lokalisierte seines Meisters Schwanz mit seinem Mund. Skinners Hand kam runter und ruhte auf seinem Haar, wie sie es normalerweise tat, wenn sein Sklave ihm oral diente. Seines Meisters Schwanz war so empfänglich wie üblich, trotz seiner Müdigkeit und Mulder brauchte nicht lange, um ihn zum Höhepunkt zu bringen. Er schluckte seines Meisters Samenflüssigkeit, säuberte Skinners schönen, glatten Schwanz und schlängelte danach seinen Weg im Bett hinauf. Skinner zog ihn in seine Arme und gab ihm einen Kuss, beide lagen stumm da. Mulder fühlte sich warm und sicher im Kreis der Arme seines Meisters, doch er wusste, es war nah dran gewesen. Diesen Abend hätte er beinahe alles verloren.

Alles.

Falls er nach Oregon geflogen wäre, hätte er dieses Raumschiff finden können – oder es hätte ihn finden können ... Falls er gegangen wäre, könnte er jetzt hoch über der Erde sein, anstatt sicher in seines Meisters Armen, entführt, genauso, wie er sicher war, dass seine Schwester entführt worden war. Mulder fühlte sich, als ob jemand über sein Grab gegangen wäre. Er senkte seinen Kopf und küsste seines Meisters Handgelenk, brachte sich in die Gegenwart zurück. Es war nicht geschehen. Was immer vielleicht geschehen wäre, falls er nach Oregon geflogen wäre, war nicht passiert und das, weil sein Meister ihm etwas Anderes neben seinem Kreuzzug gegeben hatte, das es wert war, dafür zu leben.
„Ich danke Ihnen“, wisperte er leise.
Skinner legte seine Wange gegen die seines Sklaven. Falls er von der Bemerkung verwirrt war, sagte er es nicht.

Ein paar Sekunden später machte sie ein weiches Plumpsen auf das Bett und ein leises Quietschen auf die Tatsache aufmerksam, dass Wanda entschieden hatte, es wäre sicher, heraus zu kommen. Skinner nahm sie hoch und untersuchte sie gründlich auf Verletzungen, doch die kleine Katze war offensichtlich wohlauf – und genoss genauso offensichtlich all die Aufmerksamkeiten. Mulder konnte das nachfühlen. Auch er genoss es, von seinem Meister untersucht zu werden, allerdings aus völlig anderen Gründen. Endlich machten es sich Meister, Sklave und Katze zum Schlafen gemütlich, in einem Gewirr aus warmem Fell und verschlungenen Gliedmaßen.

Zu allererst am nächsten Tag fuhr Skinner widerwillig Richtung LA ab. Er hatte arrangiert, dass die Besprechung, an der er am Morgen teilnehmen sollte, auf den Nachmittag verschoben wurde und würde es gerade rechtzeitig schaffen. Mulder blieb zurück, um sich um die Trümmer des Dramas der letzten Nacht zu kümmern.

In dem Handgemenge war der Kaffeetisch zerschmettert worden und das Mobiliar im Wohnzimmer war umgeworfen. Blut klebte auf dem Teppich und an der Wand. Kryceks Blut. Mulder betrachtete es einen Moment, seufzte dann, schnappte seine Schlüssel, küsste Wanda auf den Kopf und ging zur Arbeit. Er würde das Apartment säubern, sobald er heim kam.

Scully hatte sich bereits in seinem Büro niedergelassen, sprach ins Telefon, als er eintraf. Aus dem spöttischen Ton in ihrer Stimme konnte er schließen, dass sie mit John Doggett sprach und für einen Moment kämpfte er mit seiner Eifersucht. Er freute sich für sie. Sie verdiente es, jemanden zu finden, der ihr die Art von Liebe geben würde, zu der er nicht fähig war, doch das bedeutete nicht, dass es einem Teil von ihm nicht weh tat. Sie war seine beste Freundin und er mochte den Gedanken nicht, sie mit jemandem zu teilen, genauso wenig, wie er den Gedanken mochte, Skinner mit jemandem zu teilen.

Er hatte nicht lange Zeit, über das Thema zu grübeln. Sobald er sich an seinen Schreibtisch gesetzt hatte, sah er, dass sein Computerbildschirm mit gelben Post-It-Zetteln bedeckt war. Er hob eine Augenbraue zu Scully, die das Wort Gunmen mit ihren Lippen formte. Mulder griff nach dem Telefon und rief seine eigenbrötlerischen Freunde an.

„Hey, Kumpel.“ Langley klang überschäumend. „Wie ist Oregon?“
„Keine Ahnung. Ich bin in DC“, grummelte Mulder, sein Herz bleischwer.

Obwohl er sicher war, dass er letzte Nacht die richtige Entscheidung getroffen hatte, würde ein Teil von ihm immer bedauern, dass er dieses UFO nicht verfolgt hatte.
„Du bist wo? Verdammt, Mulder. Das ist es, worauf wir gewartet haben!“ warf ihm Langley vor.
„Entschuldige, Ringo, aber du kannst genauso leicht nach Oregon gelangen wie ich“, wies Mulder hin.
„Wir verlassen uns auf dich, Kumpel!“ lamentierte Langley.
Mulders Hand verengte sich um die Hörer zu einer Faust. „Ich weiß. Es war bloß nicht ... das Richtige.“
„Wieso?“
„Sagen wir einfach, dass jemand anderer zu sehr wollte, dass ich hinfliege, um es sicher zu machen.
„Sicher?“ Langley klang fassungslos. „Yo, Mulder, ich bin es, mit dem du sprichst! Wann wolltest du jemals auf Sicher spielen?“

Mulder sah zu Scully, die auf eine Art in das Telefon kicherte, die er nie für möglich gehalten hätte, wenn er es nicht mit eigenen Augen gesehen hätte.
„Es ist nur ... manchmal ... manchmal sind andere Dinge wichtiger“, murmelte er.
„Ja. Klar. Entweder hast du die Religion entdeckt oder du hast die Liebe gefunden“, spottete Langley. „Oh, Scheiße. Du hast doch nicht, oder?“ fragte er.
„Religion entdeckt? Meine Arbeit ist meine Religion“, wich Mulder aus.

Wie lange waren er und Scully hier unten im Keller weggeschlossen gewesen? Und wie viel dieser Zeit war auch nur einer von ihnen wirklich glücklich gewesen? Sie hatten ihr Glück ihrer Arbeit geopfert und jetzt hatten sie beide eine Chance, in einem Aspekt ihres Lebens erfüllt zu werden, in dem keiner von ihnen zuvor sehr erfolgreich gewesen war. Es fühlte sich gut an. Er grinste Scully an, als sie ihr Telefonat beendete und den Hörer auflegte – nur, damit es praktisch sofort wieder klingelte.

„So, was ist in Oregon passiert? Ich habe nichts über die Landung einer fliegen Untertasse in den Zeitungen gelesen“, sagte Mulder, schwang seine Füße auf seinen Schreibtisch.
„Weil es sich vor Stunden weiterbewegt hat. Eine Weile schwebte es über Arizona, verschwand dann Gott weiß wohin“, erzählte ihm Langley. „Offensichtlich fand es in Oregon nicht, wonach es gesucht hat, vielleicht hatte es mehr Glück in Arizona?“
„Was zur Hölle ist in Arizona?“ grübelte Mulder.

Aus dem Augenwinkel sah er alle Farbe aus Scullys Gesicht weichen, als sie den Anruf annahm.
„Langley, ich rufe dich zurück“, sagt er rasch, legte den Hörer auf.
„Scully?“
Sie starrte ihn an, ihr Gesicht eingefallen und angespannt. „Es ist Gibson Praise. Er ist entführt worden.“
„Entführt?“ wiederholte Mulder fassungslos. „Von wo?“
„Er wurde zuletzt in einem Kinderheim in der Wüste von Arizona gesehen.“
Mulder fühlte sich, als ob ein kalter Wind seine Wirbelsäule hinauf geblasen hätte, all seine Nackenhaare sträubten sich.
„Arizona?“ flüsterte er.
„Ja. Warum? Sagt Ihnen das etwas?“ erkundigte sich Scully.
„Nichts, was einen Sinn ergibt. Scheiße!“ Mulder legte seine Stirn in seine Hände. „Oh, Scheiße.“

„Mulder.“ Scully kam zu ihm rüber und legte eine Hand auf seine Schulter. „Was wissen Sie?“
„Es ist schwer zu erklären. Ich weiß nur, dass ... Letzte Nacht traf ich eine Entscheidung, Scully. Ich denke, letzte Nacht musste jemand entführt werden ... und falls es nicht Gibson gewesen wäre, hätte es mich getroffen. Der arme Junge. Scheiße!“

Er trat gegen seinen Schreibtisch, fühlte sich völlig zerschmettert. Gibson Praise war bloß ein Junge. Wenn ihm jemand eine Wahl gelassen hätte, wenn es ihm jemand nur erklärt hätte, dann hätte er sich statt ihm zur Verfügung gestellt. Er wäre an seiner Statt gegangen – wenn er es nur gewusst hätte.

„Mulder, Sie machen keinen Sinn.“ Scully setzte sich auf die Kante seines Schreibtisches und rieb seine steifen Schultern.
„Es ist nur ein Gefühl, Scully. Es macht überhaupt keinen Sinn und ich verüble es Ihnen nicht, dass Sie es nicht ernst nehmen. Falls es jemand anderer wäre, jemand wie Ihre Schwester Melissa, die hier rein kommt und mir das selbe sagt, würde ich es als New Age-Mist abtun ... aber so fühlte es sich nicht an. Es war, als ob mein Schicksal einen anderen Weg nähme – und alles war mit einer Entscheidung verknüpft, die ich letzte Nacht traf. Sie wissen, ich habe einmal ein Stück gesehen, in dem der Ausgang davon abhing, ob einer der Hauptcharaktere vor dem Ende des ersten Aktes eine Zigarette rauchte. Sie hatten all die verschiedenen Szenarien durchgespielt, abhängig von dieser Zigarette. Letzte Nacht ... letzte Nacht war genauso.“
Er blickte in ihre verständnislosen Augen und schüttelte seinen Kopf.
„Ich kann Ihnen nicht sagen, wie ich das weiß, aber ich weiß es einfach. Letzte Nacht wurde Gibson Praise entführt – und falls ich nach Oregon geflogen wäre, wie ich es sollte, wäre ich es gewesen. Und irgendwie – und ich bin wieder nicht sicher, woher ich das weiß – aber irgendwie wäre er es nicht gewesen, wenn es mich getroffen hätte.“

„Oh, Mulder.“ Scully schlang ihre Arme um seine Schultern und hielt ihn. „Das wissen Sie doch nicht. Sie können es nicht wissen. Das ist bloß Ihr überentwickelter Schuldkomplex, der hier spricht.“
„Nein. Ist es nicht.“ Er machte sich von ihr frei. „Ist es nicht, Scully. Nicht dieses Mal.“
„Was werden Sie tun?“ Sie betrachtete ihn forschend.
„Was kann ich tun?“ Er breitete hilflos seine Arme aus. „Was zum Teufel kann ich tun?“

Mulder buchte einen Flug nach Arizona, wusste tief in seinem Herzen, dass es sinnlos war. Er rief seinen Meister an, ließ ihn wissen, was er tat. Skinner klang besorgt und Mulder wusste, dass der andere Mann genau wie Scully dachte, dass bloß sein überaktives Schuldgefühl die Verantwortung für die Ereignisse übernahm.

Arizona lieferte die Sackgasse, die er erwartet hatte. Er sprach mit einer Freundin von Gibson, die ihm in Zeichensprache mitteilte, was er bereits in seinem Herzen wusste. Sie und Gibson waren von einem Picknick in der Wüste zurückgekommen, als sie grelle Lichter über ihren Köpfen bemerkten. Gibson schien zu wissen, was passieren würde. Er hatte keine Angst – stattdessen schien er beinahe fatalistisch resigniert zu haben. Sie sah eine Sekunde weg und als sie wieder hinsah, war er verschwunden. Sie rief seinen Namen, doch die grellen Lichter bewegten sich weg, nahmen Gibson mit.

Mulder verbrachte einen weiteren Tag in Arizona, suchte nach Hinweisen, wusste jedoch schon, es war Zeitverschwendung. Erschöpft und niedergeschlagen kehrte er nach Hause zurück – um das Wohnzimmer immer noch durch den Beweis seines Kampfes mit Krycek verunstaltet vorzufinden. Er sah sich einen Moment um, sank dann auf seine Fersen, bekämpfte Tränen der Wut und Frustration.

Das erinnerte ihn so sehr an eine andere Zeit, als Scully entführt worden war und er in sein zerstörtes Apartment zurückgekehrt war – nur war er bei dieser Gelegenheit allein gewesen, hatte niemanden gehabt, um seine Verzweiflung zu teilen. Diesmal war es anders.

Er überprüfte, dass Wanda okay war – sein Meister hatte Mrs. Asher angerufen und sie gebeten, vorbei zu kommen und die kleine Katze zu füttern. Nachdem er sie aufgeweckt wie immer vorgefunden hatte, lockerte er seinen Kragen, warf sich auf die Couch und drückte den Schnellwahlknopf für seinen Meister auf seinem Handy.

„Skinner.“
Diese vertraute, tiefe Stimme zu hören machte den Unterschied. Mulder spürte, dass sich die Anspannung von seinen schmerzenden Schultern hob.
„Hi. Ich bin’s“, sagte Mulder leise. „Ich wollte nur Ihre Stimme hören. Die Dinge waren ziemlich beschissen die letzten paar Tage.“
„Kein Glück in Arizona, hah?“
„Nein. Verdammt! Ich fühle mich so nutzlos.“
„Hör mir zu, Fox. Nichts davon war deine Schuld“, erklärte ihm Skinner eindringlich. „Wie geht es dir? Ich meine ehrlich? Ich will nicht heimkommen und herausfinden, dass du etwas Dummes angestellt hast.“
„Wie ins Spielzimmer hinaufgehen und meinen Frust an mir mit einigen der grausameren Werkzeuge dort drin auslassen?“ erkundigte sich Mulder.
„Etwas in der Art.“
„Nein. Das werde ich nicht machen. Ich will bloß so verdammt ...“

Mulder ergab sich einer neuerlichen Welle zorniger Frustration und knallte seine Faust in die Überreste des Kaffeetisches, beobachtete zufrieden, wie die Holzsplitter davonflogen.
„Ich würde die Wohnung zerschlagen, wenn sie nicht schon zerstört wäre“, witzelte er schwach.
Skinner stieß ein Grunzen aus.
„Ich nehme an, die Geräuschkulisse warst du, als du deine Wut an leblosen Objekten ausgelassen hast?“
„Ja. Der Kaffeetisch war schon verwundet. Ich habe ihn bloß von seinem Elend erlöst.“
„Schau, ich werde morgen heimkommen. Ich weiß, du nimmst das schwer und ich verstehe, warum, aber dir zu schaden – oder dem Apartment – wird nichts verändern. Und außerdem ist das mein Eigentum, das du beschädigst, Junge – in beiden Fällen.“

Skinners Tonfall war tief, kehlig und herrisch und Mulder spürte, wie er den Rest der Welt ausblendete, sich von der Stimme seines Meisters überspülen und trösten ließ.
„Ich weiß“, antwortete er. „Ich habe Ihnen gesagt, ich werde nichts Dummes anstellen, Meister. Ich wünschte nur, ich hätte eine Möglichkeit, diese Wut loszuwerden. Christus, ich wünschte fast, Krycek würde hier noch einmal einbrechen, damit ich die Befriedigung hätte, meine Faust in sein dämliches Arschgesicht versenken zu können. Er muss gewusst haben, dass so etwas geschehen würde. Das war es, was er für mich vorgesehen hatte. Wenn er mich nur gewarnt hätte ... wenn ich bloß gewusst hätte, dass Gibson in Gefahr war ...“
„Das konntest du nicht wissen – und du kannst nicht sicher sein, dass Krycek dich nach Oregon locken wollte, damit du entführt werden könntest“, wies Skinner in vernünftigem Ton hin. „Scheiße – ich muss gehen, in ein paar Minuten habe ich eine Besprechung. Hör mir zu, Junge.“ Seine Stimme wurde noch leiser. „Ich will, dass du ein Bad nimmst und dann den Analplug aus meiner Nachttisch-Schublade holst – den großen. Schmier ihn ein und trage ihn heute Nacht im Bett. Denk daran, du bist mein Eigentum und das ist der Ort, wo mein Schwanz reingehört – und wo er eingepflanzt wird, sobald ich nach Hause komme.“

Mulder schaffte ein müdes Lächeln, spürte seinen Schwanz anschwellen bei dem Gedanken, von seinem Meister benutzt zu werden.
„Ja, Meister“, murmelte er.
„Du darfst den Verschluss morgen früh entfernen und nicht vorher. Und Fox – ich möchte, dass du deine Emails überprüfst, bevor du heute Nacht zu Bett gehst“, befahl Skinner.
„Ja, Meister.“ Mulder runzelte seine Stirn, wunderte sich, was das sollte.

Er fuhr erschrocken zusammen, als etwas Feuchtes seine ausgestreckte Hand berührte.
„Verdammt, Wanda – du solltest nicht hier drin sein. Ich dachte, ich hätte die Tür geschlossen“, tadelte er, besorgt, sie könnte sich einen Glassplitter eintreten. Er hob sie aus der Gefahrenzone hoch, drückte sie an seine Brust und kitzelte sie unter dem Kinn.

„Wann hast du zuletzt gegessen?“ wollte Skinner wissen, ahnungslos ob des unbedeutenden Katzendramas, das am anderen Ende der Leitung ablief.
„Ich habe keine Ahnung.“
Mulder hörte seinen Meister ein tiefes, von Herzen kommendes Seufzen ausstoßen.
„Ich denke nicht, dass du sehr gut für mein Eigentum sorgst, Junge“, knurrte Skinner. „Du wirst die Lotosblume anrufen. Nummern 14, 61 und 37 auf der Speisekarte.“
„Ich kann nicht glauben, dass Sie die Speisekarte auswendig kennen“, kommentierte Mulder beeindruckt.
„Tja, das tue ich aber.“
„Und was sind die Nummern 14, 61 und 37, Meister? Falls das alles Gemüsegerichte sind, bin ich kein glücklicher Sklavenjunge.“
„Es ist gesund – und im Moment brauchst du etwas Gesundes. Du weißt, wie du bist, wenn du zu lange ohne Treibstoff läufst. Und vertrau mir, ich habe Wege, mit missgelaunten Sklavenjungen umzugehen, die du nicht mögen würdest.“
„Oh, ich kenne alle davon“, lachte Mulder in das Telefon, die Kombination aus Wandas Schnurren und seines Meisters erotischer Drohung schaffte es, den Stress nach den Ereignissen der vergangenen Tage abzubauen.
„Verdammt. so gern ich bleiben und die vielen langsamen und qualvollen Wege diskutieren möchte, auf die ich es genießen werde, deinen Arsch zu bestrafen, ich muss wirklich gehen“, seufzte Skinner. „Sei brav, Fox.“
„Werde ich. Wann werden Sie zu Hause sein, Meister?“
„Irgendwann morgen. Ich bin nicht sicher, wann – hängt davon ab, wann ich hier fertig bin.“
„Ich kann es nicht erwarten.“

Mulder schaltete sein Handy ab und machte es sich gemütlich, um Wanda zu streicheln. Der Morgen konnte nicht früh genug kommen, soweit es ihn betraf. Er tat, was sein Meister verlangt hatte und bestellte das Essen – was sich tatsächlich als eine Auswahl seiner Lieblingsgerichte herausstellte. Danach nahm er ein Bad und machte sich dann wie befohlen auf die Suche nach dem Analplug.

Skinner hatte keinen Scherz gemacht – er war riesig. Er betrachtete ihn verdrießlich – dieser würde weder leicht einzuführen noch zu ignorieren sein, doch das, nahm er an, war der Punkt; sein Meister versuche ihn abzulenken. Nach dem Bad war er locker und entspannt und er beschmierte den Verschluss mit Gleitmittel, legte sich auf das Bett und stupste den Plug in seinem Anus aus und ein, nur hänselnd, führte ihn mit jedem Mal tiefer ein. Er schloss seine Augen und stellte sich vor, es wäre seines Meisters harte Länge, die mühelos in ihn glitt, spielte mit seinem Schwanz, der sich sofort beim Gedanken an seines Meisters Berührung verhärtete.

Nach ein paar Fehlstarts glitt der Analplug auf seinen Platz und Mulder brachte sich mit seiner Hand zum Höhepunkt, erregt von dem Gedanken, auf diese Art seines Meisters intimen Befehlen zu gehorchen.

Er wollte sich gerade umdrehen und schlafen, als er sich erinnerte, dass Skinner ihn instruiert hatte, seine Emails zu überprüfen. Er war müde und trug einen Kampf mit sich selbst aus, ob das eine Order war, die er bis zum Morgen ignorieren konnte. Es war ein Kampf, den er verlor und er stand mit einem resignierten Seufzen auf, schlüpfte in seinen Bademantel und wanderte hinauf in sein ehemaliges Schlafzimmer, um seine Emails durchzusehen.

Ohne nachzudenken setzte er sich und sprang sofort wieder auf. Seine Augen füllten sich mit Tränen, als der Analplug seine Anwesenheit unzweideutig spürbar machte. Dann ließ er sich wieder sehr zögerlich nieder und schaltete seinen Computer ein. Da war nur diese eine Nachricht in dem Eingangskorb, der ausschließlich für Meister/Sklave-Korrespondenz reserviert war. Mulder rief sie auf und las sie.

An: Sklave@wss.com
Von: Meister@wss.com
Betreff: Ein neues Kommando für dich

Lieber Sklave!

Wenn ich dir das Kommando Wanda gebe, erwarte ich, die absolute Kontrolle über deinen Körper zu erhalten, ohne Frage oder Zögern, für meinen sofortigen und nachdrücklichen Gebrauch.

Da dies ein besonderes Wort zwischen uns ist, mit beträchtlicher Bedeutung und eines, das einen bestimmten Grad an Zuneigung für uns beide enthält, habe ich beschlossen, es dir als ein besonderes Geschenk für einen speziellen Anlass zu geben. Unnötig zu sagen, es wird nicht die selbe Bedeutung haben, wenn du es aussprichst, die es hat, wenn du es von mir hörst – denk also nicht einmal daran, Junge.

Sobald ich dich das Wort Wanda sagen höre, werde ich augenblicklich jede Aktion abbrechen, die dir Probleme bereitet. Dennoch darf es nur unter bestimmten, speziellen Umständen angewendet werden, von denen ich denke, du wirst sie bei meiner Rückkehr erkennen.

Bitte beantworte diese Email, damit ich sicher bin, dass du verstanden hast.

Übrigens, mein rechter Arm hat sich in den letzten paar Tagen gut ausgeruht und fühlt sich jetzt sehr stark, daher würde ich dir raten, dich bis zu meiner Rückkehr aus Schwierigkeiten rauszuhalten – außer du willst herausfinden, wie ausgeruht er ist.

Wie immer,
dein dich liebender Meister.

Mulder lachte über den letzten Kommentar, las die Email dann noch einmal mit einem überraschten Stirnrunzeln. Sein Meister gab ihm ein Sicherheitswort? Wieso? Und warum jetzt, nach so langer Zeit? Nicht, dass er ein Sicherheitswort benötigte. Skinner hatte nie etwas getan, was ihn verstört hätte ... und das eine Mal, als Mulder während des Sexspiels durchgedreht hatte, hatte er herausgefunden, dass die Verwendung des Vornamens seines Meisters genügt hatte, dass Skinner sofort stoppte und ihn freiließ. Nicht, dass er gegen die Wahl seines Meisters das Sicherheitswort betreffend Einwände erhob – es schien sehr passend – aber warum jetzt? Und was meinte Skinner mit speziellen Umständen?

Verwirrt drückte Mulder den Antwort-Knopf.

An: Meister@wss.com
Von: Sklave@wss.com
Betreff: AW: Ein neues Kommando für dich

Lieber Meister!

Ich verstehe, Meister. Sie sagen, dass Wanda abgesehen von dem Namen der Teufelskatze aus der Hölle und dem Kommando, mit dem Sie Ihren armen, hilflosen Sklaven sehr gründlich benutzen, auch eine Art Sicherheitswort zwischen uns ist. Ich nehme an, Sie werden mir alles erklären, wenn Sie nach Hause kommen.

Wo wir gerade davon reden – dieser Analplug ist kein adäquater Ersatz für das wirkliche Ding, also schaffen Sie rasch Ihren Arsch heim. Ah, das war kein Befehl, nur ein inbrünstig geäußerter Wunsch ... aber falls Sie mich dafür verprügeln wollen, bin ich sehr daran interessiert, den ausgeruhten Arm auszuprobieren.

Arsch erwartungsvoll in die Luft gestreckt,
Ihr Sklave,
Fox

Schulterzuckend drückte er den Senden-Knopf. Offensichtlich war das die ganze Information, die sein Meister ihm geben wollte, sonst hätte er es in seiner Email genauer ausgeführt. So, um was zur Hölle ging es hier? Unfähig, es herauszufinden, drehte Mulder den Computer ab und ging wieder hinunter, um sich mit Wanda im Bett zusammenzurollen.

Mulder war erleichtert, dass Wochenende war, damit er seinen Schlaf nachholen konnte. Er döste bis Mittag, stand dann auf, zog eine Trainingshose an und ging runter, um die Arbeit anzugehen, die er seit einigen Tagen vor sich her schob – das Chaos von seinem Kampf mit Krycek zu beseitigen.

Vorsichtig sammelte er die Reste des Kaffeetisches ein und warf sie in den Müll, saugte den Teppich gründlich, um auch die letzten Splitter loszuwerden. Danach öffnete er die Tür und ließ Wanda das Wohnzimmer wieder für sich in Besitz nehmen, was sie mit fröhlich hochgestrecktem Schwanz tat.
„Typisch Katze“, kommentierte Mulder, beobachtete, wie sie das Zimmer durchstreifte und alle Ecken beschnüffelte. „Sobald eine Tür vor dir verschlossen ist, wird die andere Seite sofort anziehend. Wage es nicht“, warnte er, als sie ihn spekulativ ansah. „Nein, wir sind uns darin nicht ähnlich. Mein Kommentar war völlig gerechtfertigt – deiner ist ganz einfach lächerlich. Ich meine, ich habe immer Gründe, um in gesicherte Regierungseinrichtungen einzubrechen. Bei dir ist es bloß Neugier und wir alle kennen das Sprichwort, was die Neugier mit der Katze macht.“
Sie warf ihm einen Blick einstudierter Interesselosigkeit zu, wusch dann ihre Flanke mit beträchtlichem Nachdruck.
„Ha. Siehst du – du weißt, ich habe recht“, sagte er ihr.

Er holte eine Schüssel und ein Tuch aus der Küche und begann, das verspritzte Blut von den Wänden zu waschen. Es war nicht viel, war jedoch keine schöne Aufgabe und es erinnerte ihn unangenehm an das Bild seines Meisters, der einen blutenden, fauchenden Krycek gegen die Wand drückte. Seine Emotionen diesbezüglich waren zwiegespalten – ein Teil von ihm war furchtbar wütend auf Krycek, weil er wieder aufgetaucht war und versucht hatte, erneut sein Leben zu ruinieren. Doch ein anderer Teil konnte nicht anders als erregt werden, als er sich an die reine Wut erinnerte, die in Skinners verspannten Muskeln sichtbar war, während er gelegentlich Boxhiebe gegen ihren Feind austeilte. Verdammt, es war einfach pervers, dass diese Erinnerung ihn so sehr anmachte und das machte ihn noch wütender auf Krycek.

Mulder war erleichtert, nachdem er das beendet hatte. Er vergewisserte sich, dass das gesamte Apartment sauber war, machte sich dann auf den Weg zum Lebensmittelgeschäft. Er wollte seinen Meister in ein sauberes Apartment heimkommen lassen, zu einem vollen Kühlschrank und einem sehr liebevollen Sklaven. Kurz fiel ihm ein, dass heute Sklaventag war, er grübelte jedoch nicht darüber nach. Die letzten paar Tage war ihr Leben so chaotisch gewesen, dass er nicht erwartete, die normalen Rituale würden durchgeführt werden.

Abgesehen von allem anderen, war er nicht einmal sicher, ob sein Meister vor Mitternacht zu Hause sein würde. Er hatte Skinner auf seinem Handy angerufen, als er das erste Mal aufgewacht war und der andere Mann war in einer letzten Besprechung gewesen, daher erwartete er ihn in den nächsten Stunden nicht zurück. Mulder hoffte, sein Meister würde nicht zu spät nach Hause kommen. Er trug immer noch eine gewisse Wut und Nervosität in sich nach den Ereignissen der Woche und er war ziemlich sicher, dass eine lange Sitzung unter seines Meisters sachkundigen Händen nötig sein würde, um ein paar der Dämonen zu vernichten, die wieder aufgetaucht waren.

Mulder kehrte nach Hause zurück, um eine Sportsendung nach der anderen im Fernsehen zu sehen – ein Luxus, den ihm sein Meister selten die Erlaubnis gab, sich zu gönnen. Wanda hockte auf seinem Bauch, die Fernbedienung hing lose in seiner Hand, eine Schüssel Popcorn und eine Dose Bier standen wegen der Abwesenheit des zerbrochenen Kaffeetisches auf dem Boden.

Er hatte nichts von seinem Meister gehört, war jedoch nicht übertrieben besorgt. Er hatte eine Nachricht hinterlassen, gefragt, ob Skinner vom Flughafen abgeholt werden wollte. Sein Meister hatte nicht geantwortet, daher nahm er an, dass seine Chauffeur-Fähigkeiten nicht benötigt wurden.

Um acht Uhr Abends probierte er noch einmal seines Meisters Handy, nur um es ausgeschaltet zu finden. Mit einem Seufzen machte er es sich wieder auf der Couch gemütlich und schloss seine Augen, fand sich damit ab zu warten.

Er war ein bisschen besorgt, weil er nichts von seinem Meister gehört hatte. Er wollte ein pflichtbewusster Sklave sein und Skinner dienen, indem er ihn heimfuhr und seinen Koffer trug und er fühlte sich, als ob ihm diese Gelegenheit verweigert worden wäre. Selbst, wenn sein Meister seines Sklaven Hilfe nicht wollte, hätte ein Anruf geschadet? Und angenommen, Skinner steckte in Schwierigkeiten? Mulder war sich bewusst, dass er nicht der eifrigste Telefonierer war, doch sein Meister hatte ihm während der vergangenen Monate die Wichtigkeit dieser Lektion eingehämmert. Und die Lehre war, dass er sich immer Sorgen machte, wenn Mulder nicht telefonisch Kontakt hielt. Galt die selbe Sache nicht auch andersrum?

Mulder war so damit beschäftigt, diesen Groll zu nähren, dass er überrascht war, als er ein Geräusch hinter sich hörte, dann wurde das Licht eingeschaltet, überflutete das Zimmer. Verwirrt setzte er sich auf und sah seinen Meister im Türrahmen stehen. Skinner trug schwarze Hose und schwarzen Pullover – und Mulders erste Reaktion war Lust, sofort gefolgt von einem Wideraufleben seines Zorns.

„Meister. Ich hätte Sie vom Flughafen abgeholt. Ich habe eine Nachricht hinterlassen“, sagte er, unfähig, den Missmut aus seiner Stimme fernzuhalten.
„Ich weiß.“
„Warum haben Sie nicht geantwortet?“ schnappte Mulder.
„Komm her“, sagte Skinner, ignorierte die Frage.

Er schien anders, war beinahe ... abgelenkt. Zögernd trat Mulder näher, immer noch verärgert und nicht in der Stimmung, so entschieden behandelt zu werden. Skinner packte ihn, als er in Reichweite war und zog ihn an sich. Er war viel gröber als üblich und Mulder streckte eine Hand aus, um sich zu schützen. Knurrend schnappte Skinner die störende Hand und legte sie sicher hinter Mulders Rücken, hielt sie dort schmerzhaft fest.
„Wehr dich nicht gegen mich, Junge“, knurrte er. Dann zeigte er ein grausames Lächeln, senkte seinen Kopf und flüsterte in Mulders Ohr: „Ich werde dich ficken.“

Erschrocken starrte Mulder seinen Meister an. Dies war nicht Skinners übliches Verhalten. Normalerweise erteilte er Befehle und erwartete Gehorsam. Normalerweise packte er nicht zu, drehte und ... überwältigte.

Ein Licht ging in Mulders Geist auf, als er sich an den Inhalt der Email erinnerte, die er erhalten hatte und sein eigenes schwaches Geständnis, dass er die Erlaubnis wollte, sich zu wehren und überwältigt zu werden. Er erinnerte sich an die Wut, die er während des Tages empfunden hatte und wie er gedacht hatte, er bräuchte eine Sitzung unter seines Meisters Händen – es stellte sich heraus, dass Skinner ihm genau das verpasste.

Er fühlte sich, als würde er in einer Zwangsjacke stecken, seine Arme waren an seinen Rücken gepresst und seines Meisters Hände hielten ihn grob gefangen. Er richtete sich auf, so gut er konnte und blickte dem anderen Mann in die Augen.
„Gehen Sie zur Hölle“, sagte er, ließ die Wut und Frustration der letzten Tage an die Oberfläche kommen.
„Verweigerst du dich mir?“ knurrte Skinner.
Er sah gefährlicher aus, als ihn Mulder je gesehen hatte und für einen Sekundenbruchteil wusste er, wie sich Krycek vor ein paar Tagen am empfangenden Ende gefühlt hatte – und das ließ seinen Schwanz sich in seiner Hose verhärten.
„Ja, verdammt, das tue ich“, krächzte er.

Für einen Moment herrschte Stille, dann stieß Skinner ein tiefes Brüllen aus und stieß Mulder gegen die Wand. Er packte seines Sklaven Hände, hielt sie über seinem Kopf fest und lehnte sich gegen ihn.
„Du hast nicht das Recht, dich mir zu verweigern, Junge“, knurrte er.

Skinners Atem war warm auf seines Sklaven Wange. Er roch nach Schweiß und Erregung und sah so herrlich angsteinflößend aus, dass sich Mulder fragte, ob er das falsch interpretiert hatte und sein Meister es ernst meinte – und ob er sein Sicherheitswort sagen sollte, nur, um es herauszufinden. Er studierte seines Meisters Gesicht, suchte nach Hinweisen und fand sie in den Augen seines Meisters. Sie waren nicht zornig, aber sehr konzentriert und das beruhigte ihn.

„Was wollen Sie machen – mich vergewaltigen?“ forderte ihn Mulder heraus.
Skinners Finger lagen hart um seine Gelenke – qualvoll. Es fühlte sich ... erregend an; sehr roh und sehr real.
„Falls es ein Wort gibt, das du mir sagen willst, Junge, dann sagst du es besser sofort“, sagte ihm Skinner in tiefem Ton, „wenn du wartest, könnte es zu spät sein.“

Mulder entspannte sich, endlich sicher, dass sie spielten. Sein Meister gab ihm eine Chance, das zu beenden, doch Mulder hatte nicht vor, das zu tun. Das Szenario war heiß und er wollte nichts tun, um das zu verderben. Außerdem, er wurde gerade erst warm. Er erhielt eine sichere Arena, um all die Ängste und Frustrationen der vergangenen Tage auszudrücken und er hatte vor, das Beste daraus zu machen.

Er begegnete den Augen seines Meisters und sie teilten einen Moment des Verstehens. So beruhigt stieß Skinner Mulder neuerlich gegen die Wand und schubste seines Sklaven Beine mit seinem Knie auseinander.
„Geh auf deine Hände und Knie, sofort“, befahl Skinner, betonte jedes Wort mit einem weiteren Schubs, jeder schüttelte Mulders Kopf. „Streck deinen Arsch in die Luft, weil ich dich ins Morgen ficken werde.“
„Fick ist ein gutes Wort – setzen wir noch eines nach. Wie wäre es mit ... dich ...“, gab Mulder zurück, stellte dann plötzlich seinen Widerstand ein.

Überrascht lockerte Skinner für einen Sekundenbruchteil seinen Griff – das war lange genug für Mulder, um auszubrechen und sich Richtung Tür zu werfen. Er erreichte sie nicht. Er hatte seine Hand an der Schnalle, als Skinner ihn um die Taille schnappte und in Richtung Couch schleuderte. Dort nagelte er Mulder fest, beugte sich über ihn, sein großer Körper bedeckte den seines Sklaven.
„Das einzige Ficken, das hier erledigt wird, bin ich, der dich fickt“, zischte Skinner in sein Ohr.

Mulders Schwanz verkrampfte sich vor Erregung. Er sträubte sich mit all seiner Kraft, als Skinner anfing, seine Trainingshose runter zu schieben. Mulder konnte spüren, dass sein Hintern entblößt wurde und plötzlich wurde er von dem Verlangen überwältigt, das realer zu machen. Es fühlte sich zu einfach an, zu gespielt.

Hart rammte er seinen Ellbogen zurück und Skinner stieß ein Grunzen ehrlichen Schmerzes aus. Mulder rutschte unter ihm heraus und warf sich auf seinen Meister. Beide gingen zu Boden, Mulder zischte, spuckte und wehrte sich wie eine wütende Katze.
„Sie wollen mich ficken, dann werden Sie das, was Sie wollen, gewaltsam nehmen müssen“, fauchte Mulder.

Er packte seines Meisters Kopf und schlug ihn auf den Boden. Skinners Gesicht verzerrte sich kurz, dann bekam er einen Arm frei, presste ihn gegen Mulders Kehle und stieß ihn weg. Mulder fiel zurück, doch Skinner war praktisch augenblicklich wieder auf ihm. Er nagelte Mulder unter sich fest, hielt ihn mit einer Hand nieder und fasste mit der anderen in seines Sklaven Hose.
„Oh, ich werde es dir schon besorgen, Junge. Ich werde es dir besorgen“, versprach ihm Skinner.

Seine Hände waren verschwitzt und rau auf Mulders Haut, erregten ihn unerträglich. Skinner hievte Mulder auf seine Hände und Knie und zog ihm Hose und Unterhose aus, ließ ihn nackt und entblößt von der Taille abwärts zurück. Mit dem Gefühl der Verwundbarkeit trat Mulder mit einem Fuß aus und brachte es fertig, sich umzudrehen, mit seiner flachen Hand nach seinem Meister zu schlagen. Skinner fing sich einen streifenden Hieb an die Schläfe ein und stieß ein Knurren purer Wut aus. Energie funkte zwischen ihnen im Zimmer.

Mulder war so erfreut über seinen winzigen Sieg, dass er zögerte – und das nächste, was er wusste, sein Meister hatte seinen harten Schwanz gepackt und hielt ihn fest in seiner Hand. Er konnte sich nicht sträuben, ohne dem empfindlichsten Organ seines Körpers bedeutende Schmerzen zu verursachen.
„Scheiße! Lassen Sie mich los!“ rief er, versuchte, Skinner zurück zu stoßen.

Skinner grinste nur, ein teuflisches, wildes Grinsen, und hielt Mulders Schwanz weiterhin mit einer Hand, griff mit seiner anderen aus, um seinen Gürtel zu öffnen. Mulder sah zu, im Moment gelähmt von der innewohnenden Drohung in der Aktion, dann erkannte er, er verpasste seine Chance zu entkommen. Plötzlich seines Meisters Vorhaben erratend, schreckte er zurück – nur, um mit einem gequälten Jaulen zu erstarren, als sein Schwanz den Preis für diese Tat bezahlte.

Wieder kam Skinner näher. Er packte Mulders Handgelenk und zerrte es vor seinen Körper. Danach entließ er Mulders Schwanz, aber nur, um sein anderes Handgelenk zu packen. Gleichzeitig überraschte er Mulder, kickte seine Beine unter ihm weg und warf ihn rückwärts auf die Couch. Mulder starrte hinauf, aufgedreht und erschrocken vom Verlauf der Ereignisse – gerade rechtzeitig, um zu sehen, wie sein Meister mit dem Gürtel seine Handgelenke fest vor seinem Körper fesselte.
„Nun ergib dich, Junge, weil dein Arsch gleich ausgiebig genagelt wird“, zischte Skinner.

Mulder versuchte, seine Hände auseinander zu ziehen, doch der Gürtel gab nicht nach. Mit der Erkenntnis, dass das nicht funktionierte, ballte er sie zu Fäusten und versuchte, seinem Meister einen Hieb zu verpassen. Mit Leichtigkeit wich Skinner dem Schlag aus und Mulder fiel von dem Schwung getragen von der Couch auf den Boden.
„Kommen Sie nicht näher. Fassen Sie mich nicht an. Ich schwöre, ich werde Sie umbringen!“ brüllte Mulder, fand eine seltsame Art der Sicherheit in der Fesselung durch den Gürtel. Beinahe, als ob er durch den Verlust der Möglichkeit, seinem Meister ernsthaft zu widerstehen, in der Lage wäre, seine ganze Zurückhaltung fallen zu lassen, was ihm die Möglichkeit gab, sich wirklich gehen zu lassen.

Skinner grinste. Er stand mit gespreizten Beinen über seinem Sklaven, öffnete langsam den Reißverschluss seiner Hose. Für einen Moment lag Mulder still, gelähmt, während Skinner seinen großen, geschwollenen Schwanz entließ.
„Siehst du das, Junge? Ich werde dich zwingen, auch den letzten Zentimeter aufzunehmen“, erklärte ihm Skinner in einem dunklen, tiefen Tonfall, der Mulder überspülte wie geschmolzene Schokolade.

Mulder schluckte krampfhaft und versuchte, über den Teppich rückwärts zu rutschen, benutzte seine Füße, um sich weiter zu schieben. Skinner folgte ihm langsam, immer noch grinsend. Er beobachtete, bis Mulder beinahe die Tür erreichte – warf sich dann vor, packte Mulders Knöchel und zerrte ihn in die Mitte des Zimmers zurück. Nutzlos drehte sich Mulder in seinem Griff, schlug mit seinen gefesselten Händen um sich, doch Skinner unterwarf ihn mit dem einfachen Trick, sich auf ihn zu setzen. Er saß rittlings auf seines Sklaven Körper und nagelte Mulder auf dem Boden fest. Mulder wand und drehte sich, gab jedoch schließlich erschöpft auf – Skinner war einfach zu schwer, um ihn abzuschütteln.

Endlich zufrieden, dass seine Beute aufgehört hatte, sich zu sträuben, fasste Skinner runter, schnappte Mulders T-Shirt und fetzte es wortwörtlich von seines Sklaven Körper. Mulder hörte das reißende Geräusch und fragte sich, was es wäre, bevor er erkannte, was sein Meister tat – und dann, binnen Sekunden, war er vollkommen nackt, sein zerrissenes T-Shirt lag neben ihm auf dem Boden. Er zitterte schockiert wegen des Ausdrucks aus Spannung und Lust in seines Meisters Augen, hatte jedoch nicht vor, jetzt schon aufzugeben.

„Lassen Sie mich los“, zischte er, hob seine gefesselten Arme in einem Versuch, seinen Meister in den Bauch zu boxen.
Skinner fing seine Fäuste spielend ein und drückte sie zurück über Mulders Kopf.
„Du gehörst mir, Junge. Unterwirf dich und es wird einfacher für dich. Wehre dich und es wird weh tun. Ich werde es genießen, dir weh zu tun, Junge. Ich werde es genießen, in dein enges Loch zu rammen, bis du schreist.“

Mulder schluckte hart, spürte allen Widerstand ihn verlassen. Sein Schwanz war so hart und er war von Skinners Zurschaustellung seiner Stärke so angemacht, dass er nicht sicher war, ob er sich noch viel länger wehren wollte.

„Hast du genug, Junge?“ spottete Skinner. „Gibst du auf?“
Ein aufrührerischer Instinkt in Mulder übernahm die Führung.
„Nicht in Ihrem Scheiß-Leben. Ich habe schon gesagt, falls Sie mich ficken wollen, werden Sie es gewaltsam tun müssen“, knurrte Mulder, wand sich so gut er konnte, in dem Gefängnis der großen Schenkel seines Meisters.
„Oh, das kann arrangiert werden.“

Skinner packte Mulders gefesselte Hände und hielt sie über seines Sklaven Kopf, presste sie in den Teppich. Dann beugte er seinen Kopf, nahm eine von Mulders Brustwarzen in seinen Mund – und saugte hart. Mulder stieß einen heiseren Schrei aus – obwohl er nicht sicher war, ob vor Vergnügen oder Schmerz. Er buckelte gegen die grausame Liebkosung hoch, brüllte ernsthaft, als das Saugen zu einem Biss wurde und seines Meisters Zähne gnadenlos an seiner Brustwarze kauten, das Metall seines Ringes in sein Fleisch pressten.

Endlich entließ ihn Skinner mit einem neuerlichen teuflischen Grinsen.
„Fleh mich an, dich zu ficken, Junge. Bettle“, verlangte Skinner.
„Nie“, antwortete Mulder. „Sie können mit mir machen, was zum Teufel Sie wollen, aber ich werde nicht betteln.“
„Oh, doch, du wirst. Du wirst mich anschreien, dich zu ficken, bevor ich fertig bin. Du wirst flehen und schreien und betteln“, versicherte ihm Skinner.

Er schlug Mulders gebundene Gelenke erneut auf den Teppich runter, pausierte dann. Der Ausdruck in seinen Augen veränderte sich leicht.
„Bist du sicher, dass da nichts ist, was du sagen willst?“ fragte er sanft. „Du hast ein Wort.“
Mulder musste nicht einmal darüber nachdenken – vehement schüttelte er seinen Kopf. Er wollte das enden lassen, wie es sich in seiner Fantasie abgespielt hatte. Er wollte keinen Ausweg und er wollte nicht sein Sicherheitswort benutzen.

Augenblicklich schnappte Skinner in das Szenario zurück.
„Gut, weil ich dich härter ficken werde, als du je in deinem Leben gefickt wurdest, Junge. Du wirst so wund sein, dass du eine Woche nicht gehen kannst, aber wie ich sagte, erst wirst du mich anbetteln.“
„Fick dich selbst“, gab Mulder zurück, wand sich unter seines Meisters Körper.
„Nein, ich werde dich ficken.“

Wieder senkte Skinner seinen Kopf und nahm Mulders andere Brustwarze zwischen seine Zähne. Mulder verspannte sich schon, bevor sein Meister zubiss und schrie aus vollem Hals, während sein Meister seine Brustwarze gründlich folterte.
„Scheiße ... oh, Scheiße ... lassen Sie mich los ... bitte!“ schrie er, versuchte schwach, Skinner wegzustoßen.

Sein Meister hielt ihn fest, entließ Mulders Brustwarze nur, um binnen Sekunden wieder zuzubeißen. Es war ein Manöver, das er immer und immer wieder wiederholte, bis Mulder in dem Wahnsinn seiner eigenen verzweifelten Schreie und seines Sträubens verloren war.

Endlich zog sich Skinner von der gefolterten Fleischknospe zurück. Er blickte zu seinem Sklaven hinab, nahm Mulders wunde Brustwarze zwischen Daumen und Zeigefinger und sagte ein Wort: „Bettle.“
Mulder zögerte, doch das war eine Sache des Stolzes geworden.
„Nein“, antwortete er und begann schon zu schreien, bevor Skinner seine misshandelte Brustwarze kniff.
Verschwommen war er sich bewusst, dass sein Schwanz steinhart und er stärker als je zuvor in seinem Leben angetörnt war. Die Grenze zwischen Entzücken und Qual war derart schmal geworden, dass sie unmöglich zu trennen waren.

Skinner entließ die Brustwarze nur, um die andere zu kneifen – grausam. Brüllend warf sich Mulder herum, es hatte jedoch keinen Sinn. Er war vollkommen gefangen.
„Öffne deine Beine und lass mich dich ficken“, orderte Skinner.
Stumm schüttelte Mulder seinen Kopf und Skinner packte sein Haar, küsste ihn. Es war kein sanfter Kuss. Er war grausam und brutal. Skinners Zunge erzwang ihren Weg in Mulders Mund und erforschte ihn, hart und stoßend. Gleichzeitig fasste Skinner wieder runter und quetschte hart Mulders linke Brustwarze. Mulder konnte nicht einmal schreien, mit seinem Mund komplett gefüllt mit seines Meisters Zunge und seinem Haar, von seines Meisters Hand gepackt. Er ergab sich der groben Liebkosung. Als sein Meister fertig war und sich zurückzog, schnappte er verzweifelt nach Luft.

„Ich sagte, öffne deine Beine und lass mich dich ficken, Junge“, wiederholte Skinner.
„Geh zur Hölle.“

Mulder war nicht wirklich sicher, warum er sich noch sträubte und er war mehr als glücklich, gefickt zu werden, doch da war etwas so Befreiendes in dem Kampf nach allem, was er in der letzten Woche durchgemacht hatte, und außerdem – er war neugierig, was sein Meister als nächstes tun würde.

„Vielleicht werde ich das – aber nicht, bevor ich meinen Schwanz so hart in dich gehämmert habe, dass du schreist“, versprach Skinner mit einem weiteren wilden, teuflischen, sexuellen Grinsen.
Mulder stöhnte, sein Schwanz steif vor Verlangen. Skinner senkte seinen Kopf und fing diesmal Mulders rechte Brustwarze ein, folterte das Fleisch mit Zunge und Zähnen, zeigte Mulder keine Gnade. Mulder trat aus, wollte verzweifelt die Agonie enden lassen und Skinner nutzte den Moment, um sein Bein zwischen Mulders Schenkel zu schieben.

Mit einem triumphierenden Grinsen entließ er die Brustwarze und bewegte seine Hand hinunter zwischen Mulders Beine. Ein Finger stieß grob in Mulders Arsch.
„Nett und eng. Genau, wie ich es mag“, schnurrte Skinner. „Bettle um meinen harten Schwanz, Junge. Bettle.“
Er bewegte seinen Finger heftig ein und aus, stieß hart zu. Mulder konnte nicht anders, als seine Hüften vom Boden zu heben, um den Stößen zu begegnen, verschlang diesen Finger tief in seinem Körper, wollte mehr.
„Bettle um ihn, Junge“, zischte Skinner. „Bettle darum, meinen Schwanz in deinem engen Loch zu spüren.“
„Nein ...“, antwortete Mulder, nicht länger sicher, ob er durchhalten konnte.
„Bettle.“

Skinner führte einen weiteren Finger ein. Er hielt Mulder mit einem über seinen Körper gelegten Arm nieder, während er mit seinen Fingern in seines Sklaven Arsch ein und aus stieß. Mulder hatte jeden vernünftigen Gedanken verloren. Er war zu angemacht.
„Will ... will ...“, keuchte er.
„Sag es.“
Skinner drehte brutal seine Finger und Mulder schrie auf.
„Ihr Schwanz. Bitte ... in mir, sofort!“ verlangte Mulder.

Skinner stieß ein triumphierendes Lachen aus. Er zog seine Finger heraus, schob Mulders Beine mit seinen Händen auseinander, packte seines Sklaven Hinterbacken, positionierte seinen erigierten Schwanz und versenkte sich tief in Mulders Arsch, ohne Pause hinauf bis zur Wurzel, alles in einer flüssigen Bewegung. Mulder dachte, er würde ohnmächtig werden. Er hatte sich nie so gefüllt gefühlt und er war sicher, dass er niemals so schnell und mit solcher Kraft penetriert worden war. Skinners Schwanz brannte heiß in seinem Arsch – er konnte ihn pulsieren spüren – groß, zerstörend und hungrig.

Skinner beugte sich vor und die Kraft seines Gewichtes stieß seinen Schwanz noch tiefer in seines Sklaven Körper. Er stützte seine Hände neben seines Sklaven Kopf auf den Teppich und schob Mulders Beine über seine Schultern. Jetzt waren sie beinahe Nase an Nase, beide vor Anstrengung keuchend.
„Ficken Sie mich“, sagte Mulder.
Skinner zeigte neuerlich dieses fürchterliche, teuflische Grinsen.
„Wenn ich bereit bin“, meinte er.

Mulder hätte schreien können. Skinner zog sich ein bisschen heraus, verlagerte sein Gewicht und stimulierte dabei unerträglich Mulders Prostata. Erneut kuschelte er sich an Mulders Brustwarzen und knabberte dann ernsthaft. Mulder begann zu brüllen – er war nicht sicher, was er sagte, doch das Empfinden seines Meisters riesigen Schwanzes, der ihn bis an den Rand füllte, Skinners großer, verschwitzter, muskulöser Körper, der ihn auf dem Teppich festnagelte, seine gebundenen Hände, verstärkten das Gefühl der Machtlosigkeit und seines Meisters streunender Mund auf seinen empfindlichen und gefolterten Brustwarzen war zu viel.

Er schrie und brüllte, doch sein Meister ignorierte ihn. Skinner blieb bis zur Wurzel in seinem Sklaven begraben, seine Zähne bissen in Mulders Fleisch. Er ließ eine Brustwarze los, nur, um an der anderen weiterzumachen. Mulder wollte so dringend gefickt werden, dass er nicht mehr zusammenhängend denken konnte. Er sehnte sich danach, dass die Folter an seiner Brust aufhörte und sein Meister ihn mit seinem massiven, hungrigen Schwanz in den Boden hämmerte.
„Bitte, bitte, bitte, bitte, fick mich, fick mich, fick mich ... ich flehe Sie an!“ schrie Mulder. „ICH FLEHE SIE AN!“ kreischte er, hämmerte seine gefesselten Hände nutzlos über seinem Kopf auf den Teppich. „Bitte, ich bettle. Ich bettle!“
„Ich weiß.“

Skinner hob für einen Moment seinen Kopf, grinste dann erneut – und dieses Mal sah er so teuflisch aus, dass Mulder beinahe nur von dem Anblick kam.
„Ich habe dich gehört“, sagte Skinner. „Aber ich habe zu viel Spaß. Vielleicht später.“
Er senkte wieder seinen Kopf und nahm Mulders rechten Nippelring zwischen seine Zähne, zog sich zurück, zerrte an der gemarterten Knospe. Mulder brüllte so laut, er war überrascht, dass Mrs. Asher nicht gegen die Wand klopfte.
„FICKEN SIE MICH! BITTE, FICKEN SIE MICH! BITTE!“ kreischte er.

Skinner entließ die Brustwarze und Mulder stieß ein erleichtertes Seufzen aus. Dann tauchte Skinner neuerlich für einen tiefen, brutalen, rauen Kuss ab, plünderte Mulders Lippen mit den seinen. Mulder öffnete sich, rutschte herum in einem Versuch, mehr von seines Meisters hartem Schwanz in sich zu zwingen. Er wollte, dass Skinner zustieß. Skinner musste stoßen.

Endlich ließ ihn Skinner los und Mulder weinte beinahe.
„Tun Sie es ... tun Sie’s ... ficken Sie mich ...“, stöhnte er schwach.
„Weißt du, ich denke immer noch nicht, dass ich bereit bin“, grinste Skinner.

Er senkte seinen Mund auf Mulders Körper und fing an, überall auf Mulders Brust und Hals zu lecken und zu beißen. Wieder schrie Mulder, doch dieses Mal aus Frustration und purem Verlangen.
„Ich hasse Sie!“ brüllte Mulder. „Ich hasse Sie, verdammt.“
„Ist das eine Art, mit deinem Meister zu sprechen?“ Skinner zeigte ein selbstzufriedenes Grinsen. „Nun könnte ich mich entscheiden, noch einen Imbiss mit diesen köstlichen Leckerbissen zu nehmen.“

Neuerlich umschloss er Mulders linke Brustwarze mit seinem warmen Mund, Mulder schluchzte inzwischen, schwach vor Verlangen. Sein Körper war eine Masse aus Empfindungen. Skinners Mund war rau wie immer, beißend und grausam, und Mulder war nicht sicher, ob er das qualvolle Entzücken noch eine Sekunde länger ertragen konnte. Er schlang seine gefesselten Hände um seines Meisters Nacken und versuchte, ihn tiefer in seinen Körper zu ziehen. Skinner blickte mit einem teuflischen Grinsen auf.
„Wirst du ungeduldig?“ fragte er. „Ist es das, was du willst, Junge?“

Mit grausamer Langsamkeit bewegte er seine Hüften zurück, rammte dann rasch in Mulders Körper, raubte seinem Sklaven den Atem. Mulder wimmerte, klammerte sich weiterhin an seines Meisters Nacken fest.
„Oh, Gott ... ja ... ficken Sie mich ... bitte“, bettelte er hilflos.
„In Ordnung, Junge. Ich hoffe, du bist bereit für den Ritt.“

Wieder bewegte Skinner seine Hüften zurück und stieß tief in Mulder, dann noch einmal und wieder, immer wieder, hart und schnell. Mulder konnte seines Meisters Eier gegen seinen nackten Arsch klatschen spüren und er fühlte sich, als ob er explodieren würde. Nie in seinem Leben war er härter gefickt worden. Skinners Schwanz schien tiefer vorzudringen, als er ihn je penetriert hatte, bis Mulder beinahe wegen der Empfindung ohnmächtig wurde.

Sein Schwanz explodierte und er spürte seinen Samen auf seiner Brust, doch Skinner war immer noch nicht fertig, ritt seinen Sklaven weiter, immer weiter. Seines Meisters Gesicht war seinem nahe und seine braunen Augen waren auf die seines Sklaven fixiert, während er in ihn rammte. Mulder war in dem Moment verloren, gelähmt, dann fühlte er seinen Meister erschaudern. Skinners Gesicht nahm eine gefleckte Rotschattierung an, dann brach er auf seinem Sklaven zusammen.

Lange Zeit lagen sie in einem chaotischen Gewirr aus Armen und Beinen da. Mulder konnte sich nicht bewegen – nicht nur, weil er gefesselt war, mit seinen gespreizten Beinen und dem Gewicht seines Meisters auf und in ihm, sondern auch, weil seine Muskeln seinen Befehlen einfach nicht gehorchten. Skinners Kopf ruhte auf seines Sklaven Wange und sein Meister schien genauso erschöpft zu sein wie er.

Endlich brachte es Skinner fertig, seinen Kopf zu heben und sah vorsichtig auf seinen Sklaven hinunter.
„Okay?“ keuchte er.
„Wäre jetzt ...“ Mulders Stimme klang krächzend. Er schluckte hart und versuchte es noch einmal. „Wäre jetzt ein guter Zeitpunkt, Wanda zu sagen?“ fragte er.
Skinner grinste, lachte dann dröhnend, was seinen Schwanz zucken ließ, tief in Mulders Körper verankert, wie er war.
„Nein, jetzt wäre es absolut zu spät“, antwortete Skinner, seine Stimme schwach vor Lachen.

Er versuchte, sich zu bewegen, gab dann auf und klappte erneut auf Mulder zusammen.
„Oh ... fuck“, murmelte er, küsste dann seinen Sklaven zärtlich auf die Lippen.
„Fuck, denke ich, ist das Stichwort“, kommentierte Mulder. „Ein höllischer Fick.“
„Und gut?“ Skinner streichelte das Haar seines Sklaven. „War es gut? Es sah gut aus von dort, wo ich ... ah ... lag.“
„Ja, es war gut. Meine Brustwarzen sind in Agonie und ich bin nicht sicher, ob ich jemals wieder laufen werde, aber jaah ...“, grinste Mulder.
Er zog seines Meisters Gesicht näher und küsste ihn erneut.
„Es war definitiv gut“, murmelte er.

Sie lagen da für – wie es sich anfühlte – den Rest der Nacht, dann grunzte Skinner schließlich und bewegte sich. Mulder zischte, als sich sein Meister aus seinem Körper herauszog – er hatte gewusst, er würde am Morgen wund sein, aber nicht so bald!
„Ich werfe lieber einen Blick darauf“, meinte Skinner mit einem Stirnrunzeln.
Er ordnete seine Kleidung, streckte dann seine Hand aus, um Mulder auf seine Füße zu hieven.
„Ist schon in Ordnung. Bloß ... überstimuliert.“

Mulder packte seines Meisters Schultern, bis er sein Gleichgewicht wieder gefunden hatte, versuchte, das laute Summen in seinem Kopf zu ignorieren.
„Oh, Scheiße.“ Er sah sich im Zimmer um. „Sie wissen schon,, dass ich die Wohnung heute Nachmittag aufgeräumt habe, nicht wahr?“ murmelte er anklagend.
Skinner überblickte die verschobene Couch, den umgeworfenen Stuhl und die verstreuten Kleidungsstücke.
„Das ist der Preis für das Spielen einer Fantasie“, kommentierte er gezwungen.
„Aber es war eine heiße Fantasie“, zwinkerte Mulder.
„Ja.“

Skinner wirkte ein bisschen verkrampft und Mulder schnappte den angespannten Ton in seiner Stimme auf.
„Meister? War es auch für Sie heiß?“
Das hatte er nicht einmal bedacht. Skinner schien genauso viel Spaß gehabt zu haben wie er.
„Ja. Vielleicht ist das das Problem.“

Skinner griff mit einer sanften Hand aus und streichelte liebevoll das Gesicht seines Sklaven mit der zärtlichsten Berührung.
„Ich verstehe nicht.“
„Ah, na schön, du warst nicht derjenige, der abhebt, weil er jemanden vergewaltigt.“
Skinner hauchte einen zarten Kuss auf seines Sklaven Lippen.
„Ich verstehe“, nickte Mulder. „Aber Sie wussten, es war eine Fantasie. Sie gaben mir ein Sicherheitswort. Es war heiß. Ich danke Ihnen.“
Er zog seinen Meister an sich und schlang seine Arme um den großen Mann.

Skinner sah eigenartig verwundbar aus, völlig anders als der Mann mit dem teuflischen, wilden Grinsen, der ihn gerade überwältigt hatte.
„Das habe ich heute Nacht gebraucht. Obwohl ich immer noch denke, Sie hätten anrufen können.“
Frech kniff er seines Meisters Hinterbacken, Skinner stieß ein Grunzen aus und zog sich zurück, griff nach seines Sklaven Hand und nahm ihn mit.
„Tatsächlich habe ich es versucht – dich nicht anzurufen war nicht Teil des Szenarios. Ich bekam kein Netz für mein Handy und ich dachte, ich wäre ohnehin bald zu Hause. Tut mir leid, dass du dir Sorgen gemacht hast.“
„Entschuldigung angenommen.“

Mulder folgte seinem Meister die Treppe hinauf und in die Dusche. Skinner drehte sie voll auf und Mulder trat unter den heißen Strahl. Es fühlte sich so gut auf seinen verkrampften Muskeln an. Er beobachtete seinen Meister beim Ausziehen, dann schloss sich Skinner ihm in der Dusche an. Mulder griff nach der Seife, doch Skinner stoppte ihn und nahm sie ihm ab.
„Ich will dich waschen. Ich will mich vergewissern, dass du okay bist“, erklärte er, strich seine Finger vorsichtig über Mulders Brust und überprüfte die Gebissmarken auf seinem Körper.
„Mir geht’s gut“, lächelte Mulder. „Ich meine, mir tut alles weh, aber es ist ein höllisch guter Schmerz.“

Allerdings ließ sich sein Meister nicht beirren. Er bestand darauf, seinen Sklaven gründlich zu untersuchen. Mulder ergab sich problemlos – er war es gewöhnt, inspiziert zu werden. Tatsächlich empfand er das normalerweise als Anmache, war jedoch bei dieser Gelegenheit so verausgabt, dass sein Schwanz resolut schlaff blieb.

Endlich war Skinner mit ihm fertig und schickte ihn ins Schlafzimmer. Mulder plumpste erschöpft auf das Bett und Skinner kam ein paar Sekunden später mit einem Handtuch um seine Taille geschlungen und einer Tube Gel in der Hand nach.
„Das wird die Irritation beruhigen. Ich will einen sorgfältigen Blick darauf werfen. Auf deinen Bauch, Beine öffnen“, orderte Skinner.
Mulder rollte rüber und öffnete wie befohlen seine Beine. Sein gesättigter Schwanz zeigte sogar ein kleines, interessiertes Zucken bei der Order.

Skinner war sanft aber gründlich. Er schaltete die Nachttischlampe ein, trennte Mulders Hinterbacken und erforschte ihn mit seinem Finger. Mulder winselte – es bestand kein Zweifel, dass er wund war. So aufgerieben war er noch nie nach einer Sex-Sitzung gewesen, dennoch hätte er das Szenario, das sie gerade durchgespielt hatten, für nichts aufgegeben. Er hatte das zu sehr genossen.

„Da sind keine Einrisse“, bemerkte Skinner.
„Weil Sie mich so gut gedehnt halten.“ Mulder warf über seine Schulter seinem Meister einen Blick zu. „Immerhin haben Sie mich letzte Nacht diesen massiven Analplug tragen lassen.“
„Es ist noch wund. Ich werde etwas Gel einreiben. Falls du während der Nacht irgendein Unbehagen spürst, sag es mir. Ich meine es ernst.“
Skinner sah Mulder streng an und der nickte, ein bisschen überrascht, was für ein Aufhebens sein Meister deswegen machte.

Er jaulte auf, als Skinner einen kalten, mit Gel beschmierten Finger in seinen Arsch einführte, entspannte sich dann. Das Gel stach ein bisschen, es war aber nicht zu schlimm und sobald es aufgetragen war, verging das wunde Gefühl. Skinner beendete es, räumte das Gel weg und kroch dann ins Bett.

Einen Moment waren sie still. Mulder hatte das Gefühl, dass etwas nicht stimmte.
„Meister ... ich danke Ihnen für die Fantasie. Ich weiß, Sie haben ein paar Probleme damit, aber ich hatte meinen Spaß. Ich werde Sie nie bitten, etwas zu machen, was Sie verstört, aber ich hoffe, das bedeutet nicht, dass wir dieses bestimmte Spiel nicht irgendwann wiederholen können.“
„Vielleicht. Ich ... brauche etwas Zeit, um das zu verdauen, Fox“, sagte Skinner.
Seine Stimme klang ein wenig fremd in der Dunkelheit.

Mulder griff aus und zog seinen Meister an sich. Skinner schien einfach so ... verwundbar. Es war das Gegenteil von dem, was er erwartet hätte. Vielleicht hatte er erwartet, dass sein eigener emotionaler Zustand nach so einer Fantasie fragil wäre, stattdessen fühlte er sich fantastisch. Er verstand, was Skinner beschäftigte, doch es überraschte ihn. Außerdem war er verblüfft, wie willig sich Skinner in seine Armen ergab, sich halten und kuscheln ließ – es gab kein anderes Wort dafür. Das war das erste Mal in ihrer Beziehung, dass Mulder seinen Meister so gesehen hatte und es erweckte einen heftigen Beschützerinstinkt in ihm. Er küsste seines Meisters Gesicht und hielt ihn. Irgendwann schliefen sie ein.

Am Morgen schien Skinner sein Gleichgewicht wiedergewonnen zu haben. Auf jeden Fall lieferte er die Tracht Prügel seines Sklaven mit genügend Genuss. Mulder vergewisserte sich, seinen Meister mit Zuneigung zu überschütten – er war ohnehin erfreut, ihn zurück zu haben, daher war das nicht schwer. Außerdem fühlte er, dass Skinner ihn jetzt brauchte. Er war seinem Meister dankbar, dass er diese Fantasie für ihn erfüllt hatte und er verstand, dass Skinner genauso verblüfft über seine Reaktion auf die gespielte Vergewaltigung war wie sein Sklave.

Mulder räumte das Wohnzimmer auf, während Skinner das Brunch vorbereitete. Später zogen sie sich mit der Sonntags-Zeitung auf die Couch zurück. Mulder lag mit seinem Kopf auf seines Meisters Schoß, sah zu dem anderen Mann hoch. Skinner blickte in die Zeitung, schien sie jedoch nicht zu lesen – stattdessen war er in Gedanken versunken.

„Wollen Sie darüber reden?“ fragte Mulder. „Vielleicht müssen wir beide nach dieser Art von Fantasie darüber sprechen.“
„Wahrscheinlich.“ Skinner atmete tief durch.
„Vergraben Sie es nicht.“

Mulder setzte sich auf und wendete sich seinem Meister zu.
„Walter, es war mit Einverständnis. Ich habe Sie darum gebeten, Sie gaben mir ein Sicherheitswort, Sie haben mich mit dem Verschluss vorbereitet – Sie gaben mir zwei Gelegenheiten aufzuhören. Das war genau, was ich wollte.“
„Ja, ich weiß“, nickte Skinner nachdenklich. „Versteh mich nicht falsch, Fox. Mir hat es auch Spaß gemacht. Es war heiß. Es war nur so ... gewalttätig.“
„Meine Schuld.“ Mulder verzog sein Gesicht. „Ich habe das Tempo verschärft, als ich meinen Ellbogen in Ihre Rippen stieß und Ihren Kopf auf den Boden schlug. Kein Wunder, dass Sie reagiert haben. Ich brauchte diesen Kampf – ich wollte, dass es sich real anfühlte. Das bedeutet nicht, dass ich Ihnen feindlich gesonnen bin, unterdrückt oder offen. Ich genoss es einfach ... loszulassen. Seltsamerweise hatte ich erst richtig das Gefühl, loslassen zu können, nachdem Sie mich gefesselt haben – weil ich da wusste, ich konnte nicht entkommen.“
„Ich vermute, was mich schockierte war, wie sehr ich mich in dem Moment verloren habe. Es gab einen Zeitpunkt, als ich so tief in der Fantasie steckte, dass ich nicht sicher sagen kann, dass ich gestoppt hätte, falls du das Sicherheitswort verwendet hättest. Das macht mir Angst. Ich habe mich noch nie so gefühlt. Ich bin es gewöhnt, mehr die ... Kontrolle zu haben.“ Skinner sah tief besorgt aus.

Mulder schüttelte seinen Kopf und legte eine tröstende Hand in seines Meisters Nacken.
„Sie zweifeln vielleicht an sich, aber ich hege keinen Zweifel, Walter. Sie hätten gestoppt. Ich kenne Sie zu gut. Ich steckte auch darin – vielleicht hätten Sie ein Sicherheitswort gebraucht, um sich vor mir zu schützen!“
Mulder zog einen Kratzer an der Seite von Skinners Gesicht nach. Er wusste, dass sein Meister auch an seinem Körper ein paar Prellungen von dem Kampf trug – verdammt, die hatten sie beide.

„Kommen Sie her.“
Mulder zog seinen Meister in seine Arme und sie sanken auf die Couch zurück. Obwohl das ein bisschen anders war als ihre übliche Meister/Sklave-Interaktion, fühlte es sich nicht falsch an. Tatsächlich war Mulder überrascht herauszufinden, dass es sich vollkommen richtig anfühlte. Ein Sklave diente seinem Meister mit Zuneigung genauso wie mit seinem Körper und seiner Sexualität. Nur, weil sein Meister immer so unverwundbar schien, bedeutete das nicht, dass er gelegentlich nicht auch zerbrechlich sein durfte. Er war froh, die Gelegenheit zu haben, Skinner zu zeigen, dass er sich um alle Bedürfnisse seines Meisters kümmern konnte und nicht bloß um die einfachen.

Den Rest des Nachmittags unterhielten sie sich ruhig und am frühen Abend schien Skinner wieder sein altes Selbst zu sein. Beide waren überrascht, als ein Summen aus der Gegensprechanlage ertönte.
„Erwartest du jemanden? Scully ist nicht auf dem Weg herüber mit ein paar X-Akten, die ihr beiden durchkauen wollt, oder?“ Skinner hob eine Augenbraue.

Scully kam oft vorbei, um X-Akten mit Mulder zu diskutieren und Mulder war an die Seitenblicke gewöhnt, die sein Meister ihnen zuwarf, während sie einander bizarre Ideen zuwarfen.

„Ich erwarte niemanden“, zuckte Mulder seine Schultern.
Die Gegensprechanlage summte drängender und Skinner ging zur Tür, nahm den Hörer ab.
„Skinner. Wer ist da?“

Mulder beobachtete, dass Skinner seine Stirn runzelte. Sein Meister legte den Hörer auf und entriegelte rasch die Tür, gestikulierte Mulder zu sich. Er kam gerade rechtzeitig. Dort, auf der Türschwelle stand Ian – und er war mit Blut bedeckt. Neben ihm war eine zerbrechliche, jämmerliche Gestalt, von Ians Armen hängend, ebenso blutüberströmt.
„Helft mir! Er ist zu schwer ...“, keuchte Ian.

Skinner und Mulder fingen den Mann gerade noch rechtzeitig auf. Mulder half seinem Meister, ihn ins Wohnzimmer zu tragen und auf die Couch zu legen. Erst, als sie ihn hinlegten, erkannte Mulder, dass die ausgestreckte Gestalt Lee war. Er sah nicht so aus wie beim letzten Mal, als sie ihn gesehen hatten. Verschwunden waren die langen, dramatischen Zöpfe, er trug nun einen viel kürzeren, sportlicheren Schnitt, die Haare fielen in seine Augen. Die geschorenen Spitzen seiner dicken, dunklen Haare waren in dem selben Peroxyd-Blond wie vorher gefärbt worden, was ihnen ein seltsam ausgezacktes Aussehen gab. Sein früher gebräuntes Gesicht war jetzt blass, seine exotischen, mandelförmigen Augen geschlossen und seine Nase war geschwollen und zerschlagen. Blut floss heraus, befleckte sein Shirt und verklebte sein dunkles Haar. Da war noch ein Blutfleck auf seiner Hose – einer, über den Mulder nicht einmal nachdenken wollte.

Augenblicklich drehte sich Skinner zu Ian um.
„Was ist hier los?“ wollte er wissen. „Was ist geschehen?“
„Es tut mir leid, Walter. Ich wollte Ihnen das nicht aufhalsen“, antwortete Ian in verzweifeltem Ton.
Mulder hockte sich neben Lee und untersuchte ihn visuell – er berührte ihn nicht, beobachtete nur, lauschte gleichzeitig Ians Worten.

„Vor einer Stunde tauchte er auf meiner Türschwelle auf. Er weigerte sich, ins Krankenhaus zu fahren und Perry ist geschäftlich unterwegs – erinnert ihr euch, ich hab’s erzählt? Er kam zu mir, weil er wusste, dass Perry Arzt ist, aber ich bin nutzlos. Ich wusste nicht, was tun.“
„Du hast das Richtige gemacht.“ Skinner legte eine beruhigende Hand auf Ians Schulter. „Weißt du, was ihm zugestoßen ist?“
„Er hat mir nichts verraten, aber ich kann es mir vorstellen“, hob Ian seine Schultern.
„Franklin?“
Mulder bemerkte, dass sich Skinners Fäuste unwillkürlich ballten. Ian nickte.

Mulder erhob sich.
„Wir müssen die Polizei rufen“, meinte er entschieden.
„Das ist Lees Entscheidung. Erst müssen wir ihn ins Krankenhaus schaffen“, antwortete Skinner.
„Kein Krankenhaus.“

Es war das erste, was Lee gesagt hatte. Alle sahen zu ihm. Er öffnete ein Auge – das andere war zugeschwollen.
„Entschuldige, Lee, aber dabei überstimme ich dich“, meinte Skinner sanft, hockte sich neben der Couch hin. „Du bist schwer verletzt. Du hast nichts falsch gemacht. Es besteht kein Bedarf, sich zu schämen – oder als ob du etwas zu verbergen hättest.“
„Er sagte, er würde mich umbringen“, wisperte Lee.
Skinners Kiefer verkrampfte sich.
„Niemand wird dich töten“, sagte er fest. „Nun, wir müssen diese Blutung stoppen.“ Skinner warf einen Blick auf die frischen, glänzenden Blutflecken auf Lees Hose. „Fox, bring mir Wasser und ein paar Handtücher. Ian, ruf einen Krankenwagen. Tu es!“ sagte er streng, als Ian Lee einen gequälten Blick zuwarf.
Ian brauchte nicht mehr Ermutigung. Er zog sein Handy heraus und drückte die Nummer.
„Nein ...“ Lees Gesicht verzerrte sich und er sah aus, als würde er gleich weinen.
„Lee, hör mir zu. Du fährst ins Krankenhaus und danach besprechen wir, was als nächstes passiert, aber niemand wird dir weh tun. Das verspreche ich dir.“

Lee starrte Skinner aus einem glasigen Auge an. Mulder konnte sehen, dass Lee beinahe instinktiv auf Skinners angeborene Autorität reagierte. Endlich nickte er und Skinner lächelte.
„Ich werde versuchen, die Blutung zu stoppen, daher werde ich dich berühren müssen. Lieg einfach still. Ich bin so vorsichtig wie ich kann“, erklärte Skinner sanft.

Er bewegte Lee auf seine Seite und zog seine Trainingshose runter. Mulder trat vor, um ihm ein Handtuch zu reichen, stoppte schockiert. Lees Kehrseite war mit langen, rohen, grausamen Striemen bedeckt. Viele davon bluteten. Außerdem hatte er einige verblasste Narben auf seinem Rücken.
„Diese wurden von mehr als nur einem Sexspiel verursacht“, murmelte Skinner grimmig. „Viel mehr. Das ist Folter, nicht BDSM.“
Er drückte das Handtuch auf Lees Wunden und seine Hand kam hellrot zurück.
„Oh, Scheiße“, flüsterte er.
Mulder schluckte hart. Sein Meister sah ihn an, ein entsetzter Ausdruck in seinem Gesicht.
„Da sind heftige rektale Blutungen“, sagte Skinner in einem geschockten Tonfall. „Ian, wir brauchen diesen Krankenwagen sofort.“
„Sie sind auf dem Weg. Ich gehe hinunter und zeige ihnen den Weg“, meinte Ian, sein Gesicht angstvoll.
„In Ordnung, Lee. Nicht mehr lange.“
Skinner packte Lees Trainingshose mit den Handtüchern so gut er konnte voll, erhob sich dann. Er ging in die Küche, um sich die Hände zu waschen und Mulder folgte ihm.

„Wir hätten wissen sollen, dass das passiert“, sagte Mulder, trat gegen den Kühlschrank. „Christus, Walter, wir hätten das wissen sollen.“
„Wir haben es gewusst, Fox.“ Skinners Schultern schienen gebeugt unter dem Gewicht der ganzen Welt. „Ich hätte damals etwas unternehmen sollen. Ich habe ihn gewarnt ... ich habe es ihm gesagt ... Scheiße. wenn ich doch nur mehr getan hätte.“
„Nein.“

Mulder holte tief Atem und versuchte, sich wieder unter Kontrolle zu bringen.
„Nein ... das ist nicht Ihre Schuld. Lee wurde gewarnt ... aber Christus, was für ein Preis, weil er nicht zugehört hat.“
„Wir gehen besser zu ihm zurück. Armer Teufel.“

Skinner beendete sein Händewaschen und ging zurück ins Wohnzimmer, Mulder auf seinen Fersen. Mulder hockte sich erneut neben Lee, achtete jedoch sorgfältig darauf, ihn nicht zu berühren. Er wusste von seinen Jahren im FBI, dass eine Berührung – obwohl das ein offensichtlicher Weg war, Trost zu spenden – für jemanden, der gerade vergewaltigt worden war, wie eine Bedrohung wirken könnte.
„Lee – bist du okay? Brauchst du etwas?“ fragte Mulder sanft.
Lees Gesicht verzerrte sich und er schüttelte seinen Kopf, doch eine Träne drang aus seinem guten Auge. Er bewegte schwach seine Hand und Mulder fing sie mit seiner ein. Lee klammerte sich fest, als ob er dachte, Mulder würde verschwinden. Mit einem besorgen Stirnrunzeln sah Mulder zu Skinner hoch. Er und Lee waren sich nie wirklich nahe gestanden – tatsächlich hatten sie einander von dem Moment an gehasst, als sie einander das erste Mal gesehen hatten – aber Mulder hätte diese Verletzungen niemandem gewünscht.

Er bemerkte, die Muskeln in Skinners Kiefer verkrampften sich heftig und er wünschte, er wüsste, was in Skinners Geist vor sich ging. Das Timing hätte nicht schlechter sein können, dachte er, erinnerte sich an das Sexspiel, das sie letzte Nacht gespielt hatten und wie besorgt sein Meister danach wegen seines Sklaven Wundsein gewesen war. Es bestand ein himmelhoher Unterschied zwischen dem Spiel und Lees Zustand, irgendwie war Mulder jedoch nicht allzu sicher, dass sein Meister sich in der richtigen Geistesverfassung befand, das im Moment zu erkennen.

Da war ein Geräusch an der Tür und Ian stürmte herein, mit zwei Sanitätern im Schlepptau. Sie übernahmen und Mulder wollte zurücktreten – nur um festzustellen, dass Lee seine Hand nicht losließ.
„Lass mich nicht allein“, bettelte er.
„Ich bin hier drüben. Ich gehe nirgendwohin“, antwortete Mulder, machte sich vorsichtig frei.
Die Sanitäter überprüften Skinners Erste Hilfe, transferierten Lee danach auf eine Trage.
„Wo bringen Sie ihn hin?“ wollte Skinner wissen, schnappte seine Schlüssel.
„Arlington Hospital“, kam die Antwort zurück.
„Wir treffen uns dort.“
„Es ist Platz für eine Person, die mit ihm mitfahren kann“, sagte der Sanitäter, warf einen Blick zurück, während sie den Korri