Pairing: Skinner/Mulder
Rating: NC-17
Kategorie: BDSM-Slash
Warnung: Diese Serie enthält grafische Szenen der BDSM-Erotik
Inhalt: Mulders Drang nach immer extremeren Erregungen lassen ihn den ultimativen Spieler in DC aufsuchen – ein mysteriöser Top, der legendär in der BDSM-Szene ist. Doch Mulder muss einen hohen Preis für das bezahlen, was er will.
Disclaimer: Die Charaktere Mulder, Skinner, Scully etc. gehören Chris Carter und 1013. Die Geschichte und Ideen gehören der Autorin.
Kapitel 23: Gebieter der irregeleiteten Herrschaft
Inhalt: Mulder lernt eine Menge neuer Regeln, als sein Meister ihm an seinem Geburtstag ein sehr kostbares Geschenk macht.
„Ich bin voll.“ Mulder sank mit einem zufriedenen Seufzen auf die Couch. „Dieses Essen war erstaunlich, Meister. Sind Sie sicher, sie wollen mir nicht verraten, wie viel es gekostet hat?“
„Vollkommen sicher, Junge.“
Skinner warf einen teilnahmslosen Blick auf die Restaurant-Rechnung, transferierte sie von seiner Jackentasche in seine Brieftasche.
„Allerdings muss das eines der teuersten Restaurants in Washington sein“, kommentierte Mulder, blickte auf seinen Bauch hinunter, der eine deutliche Wölbung unter seinem Hemd zeigte.
„Ist es“, grinste Skinner weltmännisch.
Er war exquisit gekleidet, einfarbig dunkles Hemd, Krawatte und maßgeschneiderte Hose, die in weichen Falten über seine Kehrseite hing, die Form seiner festen Hinterbacken betonte.
„Ich kann mich nicht erinnern, wann ich meinen Geburtstag überhaupt zuletzt gefeiert habe, ganz zu schweigen in einem Restaurant wie diesem“, murmelte Mulder, verschlang den Anblick seines Meisters, während Skinner seine Jacke auszog und sie sauber in den Schrank unter der Treppe hängte.
„Ich weiß“, antwortete Skinner, setzte sich neben seinem Sklaven auf die Couch. „Was der Grund war, warum ich die Gelegenheit zu etwas Besonderem machen wollte.“
„Danke.“ Mulder fühlte sich leicht erröten.
Er wusste, sein Meister liebte ihn, doch irgendwie überraschte es ihn immer, wenn er einen greifbaren Beweis dieser Liebe erhielt.
Skinner schlang einen großen Arm um seinen Sklaven und zog Mulders Kopf auf seinen Schoß hinunter. Mulder stieß ein entspanntes Seufzen aus und machte es sich gemütlich, sah zu seinem Meister hoch, während Skinner sein Haar streichelte.
Skinner hatte seinen Sklaven früher am Tag in der Arbeit eine Nachricht geschickt, hatte Mulder gesagt, ihn um 19.00 Uhr im Restaurant zu treffen. Unter keinen Umständen durfte er nach der Arbeit heimfahren – er hatte geradewegs zum Restaurant zu fahren. Mulder war noch verblüffter gewesen, als er zehn nach Fünf Skinners Büro angerufen und herausgefunden hatte, dass der andere Mann bereits Feierabend gemacht hatte. Er hatte sich gefragt, ob Skinner unterwegs wäre, seines Sklaven besonderes Geburtstagsgeschenk für morgen – Samstag – Mulders Geburtstag – zu arrangieren. Noch immer hatte Mulder keine Ahnung, wie die Überraschung aussehen würde. Skinner hatte ihn mehrere Male während der letzten Wochen mit Hinweisen gehänselt und seines Sklaven Neugier war nun gründlich auf die Spitze getrieben.
„Das ist mein bester Geburtstag und er beginnt erst morgen“, murmelte Mulder. „Warum haben Sie entschieden, mich heute auszuführen, anstatt morgen Nacht, Meister?“
Skinner grinste leicht und zog gerade genug an den Haaren seines Sklaven, um weh zu tun. Mulder jaulte auf.
„Weil ich für morgen andere Pläne habe, wie du sehr gut weißt, Junge. Also hör auf, nach Details zu fischen.“
„Meister, ich bin es, Ihr Sklave, Fox“, gab Mulder mit einem Grinsen zurück. „Nach Details zu fischen ist das, was ich tue.“
„Ich weiß – aber es wäre keine Überraschung, wenn du es vorher wüsstest, oder?“
„Es ist fast mein Geburtstag.“ Mulder warf einen Seitenblick auf die Uhr. Es war zehn nach Zehn. „Warum verraten Sie es mir nicht eine Stunde und fünfzig Minuten früher?“
„Weil du nichts herausfinden wirst, bis wir morgen aufwachen“, grinste Skinner.
„Meister ist ein Sadist“, schmollte Mulder gutmütig.
„Das ist Meister ganz bestimmt!“ antwortete Skinner mit einem dröhnenden Lachen.
„Nun, Junge, nachdem wir morgen beschäftigt sein werden, denke ich, du solltest deine Geburtstagsgeschenke jetzt öffnen.“
„Öffnen, meine ...“ Mulder setzte sich überrascht auf. „Ich dachte, Sie sagten gerade, ich würde meine Geschenke nicht bekommen, bis wir morgen aufwachen?“
„Es gibt unterschiedliche Arten von Geschenken, Junge“, meinte Skinner mit einem Zwinkern. „Das Geschenk morgen wird etwas sein, mit dem du nur einen Tag spielen darfst, lediglich einen Tag, daher bin ich sicher, du willst das Beste daraus machen und nicht von anderen Dingen abgelenkt werden.“
Er zeigte ein engelsgleiches Lächeln und Mulder konnte nicht anders als laut auflachen.
Er beobachtete, wie Skinner den Schlüssel zu seinem Büro hervorholte, das er die letzten paar Wochen versperrt gehalten hatte, wahrscheinlich, um seinen Inhalt vor den Augen seines herumschnüffelnden Sklaven zu schützen. Dann verschwand sein Meister Richtung Flur. Mulder lehnte sich zurück und legte seine Hände hinter seinen Kopf.
Noch immer konnte er nicht glauben, wie gut sein Leben war. Sein letztes Geburtstagsessen hatte aus Pizza und Bier bestanden – allein gegessen in seinem Apartment. Damals hätte er nie vermutet, dass er seinen nächsten Geburtstag als das Eigentum seines Bosses verbringen würde, mit ihnen beiden in einem alternativen Lebensstil verwoben, der zu ihnen beiden passte, und der Mulder die Art von Glück, Stabilität und Liebe verschaffte, nach denen er sich insgeheim sein Leben lang gesehnt hatte.
Ein paar Sekunden später kehrte Skinner zurück, seine Arme überladen mit Päckchen. Mulder erhob sich, sein Mund klappte überrascht auf.
„Sind die alle für mich?“ fragte er perplex.
„Natürlich. Wenn ein Meister seinen Sklaven nicht verwöhnen darf, was kann er dann tun?“ grinste Skinner, ließ die Päckchen auf den Kaffeetisch fallen – alle außer einem, das er zur Seite legte, neben die Couch, außer Reichweite seines Sklaven.
„Welches zuerst, Meister?“
Mulder kniete neben dem Tisch nieder und starrte die zahlreichen Päckchen an. Früher hatten ihn Geburtstagsgeschenke auf die eine oder andere Art nie sehr gekümmert – er hatte andere Dinge gehabt, über die er nachzudenken hatte – doch irgendwie machte die Tatsache, dass diese Geschenke von seinem Meister stammten, sie zu etwas sehr Besonderem. Durch die Vertragsbedingungen hatte er nicht länger das Recht, etwas zu besitzen. Er hatte nicht mal mehr sein eigenes Bankkonto, daher bedeutete es sehr viel, dass Skinner ihm Geschenke kaufte, die er behalten durfte.
Er sah seinen Meister erwartungsvoll an und Skinner schüttelte seinen Kopf, massierte sanft seines Sklaven Nacken.
„Welches du willst, Junge“, sagte er leise. „Es ist dein Geburtstag.“
Lachend griff Mulder aus, um das nächstliegende Geschenk aufzunehmen – nur, um seine Hand von seinem Meister gestoppt zu finden.
„Ich denke, du vergisst etwas, Junge“, sagte Skinner, starrte betont auf Mulders Körper.
Mulder sah hinab, verwirrt, dann sank die Realisation ein; er hatte noch nicht seine Kleidung ausgezogen, nachdem sie von ihrem gemeinsamen Abend zurückgekehrt waren und er stand unter der Instruktion, in der Anwesenheit seines Meisters nackt zu sein, wenn sie im Apartment allein waren.
„Entschuldigung, Meister. Ich glaube, ich war abgelenkt.“
Er erhob sich und entfernte seine Kleider, legte sie in einem sauberen Stapel auf den Lehnstuhl und kniete sich danach nackt wieder vor den Kaffeetisch. Er sah Skinner an und sein Meister nickte, dass er weitermachen sollte, also nahm er eine kleine Schachtel auf. Er hielt sie gegen sein Ohr und schüttelte sie, war jedoch um nichts schlauer. Er legte die Schachtel auf den Tisch zurück, seine Augen waren von dem seltsamsten Päckchen in der Kollektion angezogen worden. Es war lang und dünn und – wie er feststellte, als er es aufnahm – sehr schwer.
„Meister?“
Er hob eine Augenbraue in Skinners Richtung und seines Meisters Mundwinkel verzogen sich.
„Ich werde dir nicht mal einen Hinweis geben“, erklärte ihm Skinner. „Öffne es und finde es heraus.“
Mulder überblickte seine anderen Geschenke, doch dieses war das interessanteste. Er hatte keine Ahnung, was es sein könnte. Er riss das Geschenkpapier auf und etwas schepperte auf den Kaffeetisch. Er schnappte es, starrte es mit schockiert weit aufgerissenen Augen an. Es war eine lange Metallstange und an einem Ende befand sich ein großes, ausgeschnittenes, metallenes S.
„Meister?“ krächzte er, seine Kehle wurde plötzlich trocken.
Skinner stand auf und kniete hinter seinem Sklaven nieder. Er legte seine Arme um Mulder und küsste seinen Nacken.
„Es ist ein Brandeisen, Sklave“, murmelte er in einem tiefen, leisen, kehligen Tonfall.
Mulders Herz setzte einen Schlag aus.
„Es ist das Eisen, das ich verwenden werde, um dich zu markieren.“
Mulder spürte seinen Schwanz hart werden. Er hatte fürchterliche Angst vor dem Gedanken, gebrandmarkt zu werden, und dennoch wollte er es so sehr.
„Das S steht für Sklave“, erklärte ihm Skinner. „Außerdem bedeutet es Skinner. Es macht klar, dass du mein Sklave bist, mein Besitz. Und das ist die Marke, die ich in deine Haut sengen werde. Ich gebe dir jetzt das Eisen, weil ich will, dass du reichlich Zeit zum vorbereiten hast – mental und physisch – für dein Branding. Es wird noch nicht stattfinden. Das wird noch eine Weile dauern – aber ich werde dir nicht sagen, wann. Ich möchte nur, dass du dich daran gewöhnst. Bis jetzt war es bloß eine abstrakte Idee, wird aber recht bald Realität werden. Ich werde dieses Eisen erhitzen, bis es weißglühend ist und es dann tief in deine Haut pressen. Du wirst schreien“, warnte Skinner, seine Arme warm und tröstend um seines Sklaven nackten Körper, streichelten ihn und hielten ihn fest, beruhigten zärtlich den Körper seines Sklaven – ein Körper, den er besaß und bald mit seinem Brandzeichen markieren würde. „Du wirst lange schreien, während das Eisen dich kennzeichnet, aber danach wirst du die Markierung tragen, die ich in dein Fleisch präge. Eine Markierung der Liebe und des Besitzanspruchs.“
Wieder küsste Skinner Mulders Nacken und sein Sklave zitterte leicht. Er war unerträglich angemacht und hatte gleichzeitig entsetzliche Angst.
„Bald wirst du meine beiden Initialen auf deiner Haut tragen. Dieses W“, Skinner befingerte die dünne Narbe tief auf Mulders Unterleib, „und nun ein S, um es zu komplettieren. Vorder- und Rückseite.“ Skinners Finger umfassten Mulders linke Hinterbacke und befühlten sie sanft.
„Werden Sie mich dort markieren, Meister?“ fragte Mulder mit erstickter Stimme.
„Ja. Tief auf der Backe, was darüber massenhaft Platz lässt für die Marken der Rute, wenn ich entscheide, dich auf diese Art zu markieren“, knurrte Skinner in sein Ohr.
„Ich habe Angst, Meister.“
Mulder hatte kein Problem damit, das zuzugeben – er hatte Angst vor dem Branding und er wünschte, er hätte sie nicht. Sein Meister mochte ihm ihn der Vergangenheit Schmerzen zugefügt haben, doch der erotische Höhenflug war es immer absolut wert gewesen. Seine Angst hatte ihn beinahe überwältigt, als er gefistet und seine Brustwarzen gepierct wurden, doch er zählte beide Gelegenheiten nun zu den wertvollsten Erinnerungen. Er war sicher, dass er mit der Zeit genauso für das Branding empfinden würde – aber jetzt, wo er dieses Eisen hielt und verstand, dass das Branding bald greifbare Realität werden würde, flippte er einfach aus.
„Ich weiß ... aber ich werde dich vorbereiten, Junge. Du wirst dich dem Eisen unterwerfen, weil es mein Wunsch ist, dass du es tust – tatsächlich werde ich dir keine Wahl bei dem Thema lassen, Süßer.“
Skinners Worte brachten Mulders Zweifel zum Verschwinden. Er wollte genauso sehr gebrandmarkt werden, wie er wusste, dass Skinner ihn brennen wollte. Sein Meister hatte es immer genossen, seines Sklaven Haut zu markieren und Mulder liebte es, mit den Bissen und Striemen auf seinem Fleisch herumzulaufen, die ihn konstant an seines Meisters Zuneigung erinnerten. Er wusste, er würde von Stolz erfüllt sein, eine permanente Markierung auf seinem Körper zu tragen ... falls er nur seine Angst überwinden könnte. Andererseits, das Wissen, dass es auf jeden Fall geschehen würde und er kein Mitspracherecht bei dem Thema hatte, nahm ihm ein paar seiner Sorgen.
„Wie werden Sie mich vorbereiten, Meister?“ erkundigte sich Mulder.
„Für den Anfang wirst du jeden Tag das Eisen küssen – in meiner Anwesenheit. Ich möchte, dass du dich daran gewöhnst und darüber nachdenkst, wie es sich anfühlen wird, diese Marke auf deinem Körper zu haben – außerdem will ich, dass du mir jeden Gedanken mitteilst, den du über das Thema hast.“
„Ich möchte Ihre Marke tragen, Meister“, meinte Mulder entschlossen. Diesbezüglich hatte er überhaupt keine Zweifel. „Es ist der Schmerz, vor dem ich Angst habe. Ich denke nicht, dass es einen Weg gibt, wie Sie mich darauf vorbereiten können.“
„Sei nicht so sicher“, knurrte Skinner.
Mulders Schwanz hüpfte bei seines Meisters barschem, sexy Tonfall und er lehnte sich zurück an die breite Brust seines Meisters, sein Körper in Flammen vor Erregung. Skinner kicherte wissend und tippte auf Mulders harten Schwanz.
„Ich denke, du bist in der richtigen Stimmung, um das Öffnen der restlichen deiner Geschenke zu genießen“, kommentierte er mit einem Lachen.
Skinner erhob sich und nahm wieder seinen Platz auf der Couch ein, während Mulder erwartungsvoll seine anderen Geschenke überblickte. Neuerlich griff er nach der kleinen Schachtel und fetzte das Papier runter, fand ein ledernes Schmucketui darunter. Er öffnete es vorsichtig, entdeckte zwei goldene Manschettenknöpfe darin eingebettet. Nähere Betrachtung ergab, dass jedes der glatten Goldovale mit einem perfekten, winzigen S graviert war.
„Wenn du diese Manschettenknöpfe ansiehst, wirst du an deinen Status erinnert“, nickte Skinner zufrieden. „Ich erwarte von dir, sie jeden Tag in der Arbeit zu tragen – ich will nicht, dass du sie nur für besondere Gelegenheiten aufsparst. Ich will, dass du das S siehst, wenn du arbeitest und dass du dich erinnerst, was du bist und wem du gehörst.“
Mulders Schwanz verkrampfte sich entzückt bei seines Meisters Worten. Er ignorierte es – er hatte keine Erlaubnis erhalten, ihn zu berühren. Sein Schwanz, wie der Rest seines Körpers, gehörte seinem Meister und er durfte ihn nicht berühren, außer es erfreute Skinner, das für ihn zu übernehmen.
Mulder griff aus, fand eine weitere kleine Schachtel und wickelte sie aus. Dieses Mal entdeckte er zwei Goldanhänger, jeder in Form eines Fuchses. Wortlos sah er seinen Meister an, seine Augen strahlend.
„Dekoration“, meinte Skinner, nahm einen der winzigen Füchse und befestigte ihn an Mulders linkem Nippelring.
Er vervollständigte die Aufgabe mit dem rechten Ring, seine Finger rubbelten Mulders Brustwarzen in harte, kleine Punkte. Mulder stöhnte und bog seinen Rücken durch. Grinsend beugte sich Skinner vor, um seines Sklaven Hals mit seinen Zähnen zu beknabbern.
„Ich mag es, wenn mein Sklave geschmückt ist. Ich mag den Gedanken, dich zu verkleiden und zu dekorieren. Mein Fuchs. Mein Sklave.“
Skinner nahm einen der Anhänger in seinen Mund und zog sanft daran. Mulders Atmung wurde schneller, doch neuerlich zog sich Skinner zurück, nickte Mulder zu, weiter seine Päckchen zu öffnen. Mit einem verträumten, erregten Lächeln tat es Mulder.
Der nächste Gegenstand, der aus seiner silber/blau-gestreiften Verpackung fiel, sah aus wie ein Rad mit einem Haltegriff – um den Umfang des Rades waren Dutzende scharfer, spitzer Stahlnägel angebracht. Wortlos und mit einer gehobenen Augenbraue hielt er es hoch. Skinner zeigte ein Grinsen purer, ungezähmter Schlechtigkeit. Er nahm das Werkzeug, hielt Mulders Arm fest und drückte das bewegliche Rad gegen das Fleisch seines Sklaven. Jeder winzige Nagel bohrte sich in Mulders Haut, kreierte ein Gefühl dutzender winziger Nadelstiche.
„Stell dir vor, wie sich das anfühlen würde, wenn es bei einem besonders empfindlichen Gebiet angewendet wird – und mit mehr Kraft“, knurrte Skinner in seines Sklaven Ohr.
Mulder schloss seine Augen, sein ganzer Körper in erwartungsvollem Entzücken bebend.
Skinner rollte das teuflische kleine Werkzeug seinen Arm auf und ab, legte es dann auf den Kaffeetisch zurück. Seufzend öffnete Mulder seine Augen und sah seinen Meister anklagend an.
„Ich hatte keine Ahnung, dass Geschenke öffnen so eine erotische Folter sein könnte“, murmelte er.
Sein Meister lachte. „Falls du ein guter Junge bist, beenden wir vielleicht den Abend, indem wir etwas von dieser Folter mildern“, erwiderte Skinner, warf einen betonten Blick auf seines Sklaven Schwanz. „Oder vielleicht auch nicht. Schließlich ist erst morgen dein Geburtstag.“
Mulder seufzte und rollte seine Augen. Sein Meister genoss es, diese kleinen Spiele mit ihm zu treiben.
Er öffnete vier weitere seiner Päckchen, fand ein exquisites blaues Baumwoll-Hemd in einem, eine stahlgraue Hose in einem anderen, eine passende Jacke im dritten und eine geschmackvoll gemusterte Krawatte im letzten Paket – ein ganzes, farblich abgestimmtes Ensemble. Er stellte sich vor den Spiegel, hielt den Anzug gegen seinen Körper.
„Sieht gut aus“, meinte Skinner. „Ich dachte, die Farben würden dir passen. Elliott brachte mir einige Stoffballen zum Aussuchen – ich brauchte lange für die Entscheidung. Ich wollte etwas, das genau richtig war.“
„Es ist perfekt“, hauchte Mulder, betrachtete seine Reflexion im Spiegel.
Zwei weitere Pakete enthüllten ein neues Paar italienischer Schuhe in glattem, schwarzem Leder, Seiden-Boxershorts und das weichste Paar Socken, das er je besessen hatte.
„Ich wollte dir eine komplette Garnitur kaufen“, murmelte Skinner.
„Es ist genau richtig. Ich danke Ihnen“, sagte Mulder leise.
„Da ist noch etwas.“
Skinner fasste in seine Tasche und zog ein winziges, seltsam aussehendes Geschenk heraus, ungeschickt eingewickelt wegen seiner Größe und Form. Mulder öffnete es und hielt überrascht einen Schlüssel hoch.
„Er öffnet die Tür zu diesem Apartment“, erklärte ihm Skinner, griff mit einer Hand aus, um zärtlich seines Sklaven Nacken zu massieren. „Ich dachte, nachdem du jetzt mein Schlafzimmer teilst, ist es vielleicht angemessen für dich, einen Schlüssel für die Vordertür zu haben, anstatt den ganzen Weg zum Apartment im achtzehnten Stock hinaufzugehen und die Treppe und die Verbindungstür zu benutzen, um hier rein zu gelangen.“
Mulder schluckte den Kloß in seiner Kehle, während er den Schlüssel nachdenklich befingerte. Dieses Geschenk bedeutete mehr für ihn als alles andere, weil es etwas in ihrer Beziehung symbolisierte – etwas sehr Wichtiges.
Skinner lächelte und beanspruchte einen Kuss von seines Sklaven willigen Lippen.
„Gern geschehen, Fox“, antwortete er. „Nun, ich habe noch ein Geschenk für dich. Das ist etwas Besonderes und du wirst seine Bedeutung bis morgen nicht völlig begreifen.“
„Oookay“, grinste Mulder.
Früher war er nie besonders interessiert an Überraschungen gewesen, doch Skinners übliche meisterliche Planung hatte seinen Geburtstag in das köstlichste, erwartungsvolle Spiel verwandelt.
Skinner reichte seinem Sklaven das Päckchen, das er vorhin neben die Couch gelegt hatte und Mulder untersuchte es mit einem Lächeln, absolut nicht in der Lage, seinen Inhalt zu erraten.
„Sie sind gut in dieser Überraschungs-Sache, Meister. Ich habe keine Ahnung, was Sie für mich morgen geplant haben. Werde ich schlauer sein, nachdem ich das geöffnet habe?“
„Wahrscheinlich nicht“, kicherte Skinner.
Mulder fetzte durch das blau und silbern gestreifte Papier und ein glattes silbernes Halsband mit gepolsterter Innenseite rutschte heraus in seinen Schoß, gefolgt von zwei glatten Silberschellen, ebenfalls gepolstert.
„Sie sind wunderschön“, murmelte er, befühlte das Halsband. „Aber ich habe schon ein Halsband, Meister.“
„Ich weiß“, lächelte Skinner sanft.
Mulder wollte das Halsband umlegen, doch Skinner stoppte ihn.
„Nein. Die haben einen anderen Zweck. Warte bis morgen, dann wirst du herausfinden, wozu das Halsband und die Handschellen dienen“, sagte er, ein seltsames Blitzen in seinen Augen.
Mulder starrte ihn misstrauisch an, doch sein Meiser würde nicht mehr preisgeben.
Skinner stemmte sich auf seine Füße und sah auf seinen Sklaven hinab.
„In Ordnung, Junge, es mag spät sein, aber ich habe Pläne für den Rest des Abends.“
„Irgendwie habe ich das gehofft“, grinste Mulder.
Sein Schwanz war immer noch halb erigiert und er hatte es den ganzen Abend nicht fertig gebracht, seine Augen von seinem sexy Meister zu nehmen. Seine gesamte Geburtstags-Erwartung holte ihn ein.
„Erst – ist eine Geburtstags-Tracht Prügel fällig.“
Skinner schob seine Hand in Mulders Haar und ballte sie langsam zur Faust, zog seines Sklaven Kopf zurück.
„Nicht wahr, Sklave?“ zischte er.
„Na ja, technisch gesprochen nicht bis morgen, Meister“, warf Mulder vorlaut ein.
Skinner verengte seine Hand und zog Mulders Kopf noch weiter zurück. Mulder schluckte hart, kämpfte einen Anfall nervöser Angst nieder. Er liebte es, wenn sein Meister das machte, trotzdem versetzte es ihn in Angst.
„Ich darf dich verprügeln, wann immer ich will, Junge. Vergiss das nicht“, warf Skinner in warnendem Ton ein.
„Niemals, Meister.“ Mulder schluckte.
„Und aus Gründen, die morgen klar sein werden, will ich deine Geburtstags-Tracht Prügel heute verabreichen. Einwände, Junge?“ Das wurde in trügerisch mildem Tonfall gesprochen, doch Mulder wusste es besser als zu streiten.
„Nein, Meister“, antwortete er prompt.
„Gut. Außerdem will ich dich benutzen – hart.“ Skinner zeigte ein wildes Grinsen, das geradewegs in Mulders Schwanz schoss, ihn neuerlich zu voller Erektion wiederbelebte. „Ich will, dass du dir vollkommen bewusst bist, wer hier der Meister und wer der Sklave ist, Junge.“
„Ich denke nicht, dass einer von uns irgendwelchen Zweifel daran hegt, Meister“, schaffte Mulder zu krächzen, hielt sehr still in seines Meisters Griff.
Es bestand kein Zweifel, dass Skinner äußerst angsteinflößend sein konnte, wenn er in dieser Stimmung war und Mulder hätte nie gewagt, ihm in die Quere zu kommen.
„Ich hoffe nicht, aber nur um sicher zu gehen, werde ich diesen süßen, weißen Arsch in eine nette Schattierung eines erhitzten Geburtstags-Rot prügeln. Danach werde ich dich festbinden und dein neues Geburtstagsgeschenk einweihen.“
Skinner nahm das kleine Rad mit den in der Oberfläche eingebetteten Nägeln und Mulder schluckte krampfhaft, seine Augen fixiert auf den Anblick dieses kleinen Foltergeräts.
„Was ist los, Junge? Hast du Angst?“ wollte Skinner wissen, zog Mulders Kopf wieder zurück.
Mulder nickte verkrampft. „Ja, Meister“, sagte er ehrlich.
„Gut“, schnurrte Skiner, streichelte nachdenklich seines Sklaven Nacken.
Mulder hielt still wie eine Maus, die von der Katze gefangen wurde.
„Sehr gut.“
Skinner ließ los und hievte seinen Sklaven grob auf seine Füße.
„Geh sofort ins Schlafzimmer – du wirst feststellen, dass ich es vorbereitet habe. Warte dort auf mich in der Unterwerfungsstellung, bis ich mich entschließe, nachzukommen und dich zu nehmen, Junge.“
„Ja, Meister!“
Mulder war in dem Moment auf seinen Füßen und rannte zur Treppe, als Skinner den Satz beendet hatte, jedes Nervenende in seinem Körper vor Erwartung prickelnd.
„Fox!“ rief ihn sein Meister zurück. „Nimm dieses Geburtstagsgeschenk mit“, Skinner reichte ihm das kleine Rad, „leg es vor dir auf den Boden, nur deine Knie berührend. Ich möchte nicht, dass du deine Augen davon nimmst.“
Mulder nickte, machte auf dem Absatz kehrt und rannte die Treppe, zwei Stufen auf einmal nehmend, hinauf, presste das Geschenk an seine Brust.
Er raste ins Schlafzimmer ... und erstarrte, sein Magen überschlug sich, als er den Anblick in sich aufnahm, der ihn dort begrüßte. An allen vier Ecken des Bettes waren Ketten befestigt. Sein Nachttisch war abgeräumt und statt seines üblichen Weckers und einer Auswahl Bücher enthielt er nun die verschiedensten Werkzeuge zur Disziplinierung. Offensichtlich hatte sein Meister eine volle Bondage-Sitzung geplant. Es war unüblich für Skinner, solche Sitzungen außerhalb des Spielzimmers zu genießen, doch Mulder hatte vor langer Zeit gelernt, keine Fragen zu stellen. Skinner verlangte nicht weniger als seinen totalen Gehorsam und falls sein Meister ihn über das Toilettenbecken beugen und ihn in den Wahnsinn ficken wollte, dann war das für Mulder okay. Es war nicht seine Wahl – diese Kontrolle hatte er seinem Meister überlassen und er liebte es, ein Sex-Spielzeug zu sein, sich jeder Laune Skinners zu unterwerfen. Es machte ihn an. Der Raum war vom schwachen Glühen zweier Lampen erhellt, das ihn von seiner alltäglichen Vertrautheit in einen Ort des erotischen Geheimnisses verwandelte.
Mulder kniete neben dem Bett nieder, Kopf gesenkt, Knie weit gespreizt, Schultern zurück, stellte die Vorderseite seines Körpers zum Vergnügen seines Meisters zur Schau, Augen ruhig vor ihm auf den Boden fixiert, wo er das kleine, nagelbedeckte Rad platziert hatte. Mit seinen Augen darauf fokussiert, trat er rasch in die Gelassenheit des Subraumes ein und war sich nicht einmal der Zeit bewusst, die verging.
Er war gleichzeitig verängstigt und von dem Rad fasziniert. Es war an einem kurzen Handgriff befestigt und hätte wie ein Pizza-Schneider ausgesehen, wären da nicht die glänzenden, winzigen Stahlnägel gewesen, die herausragten. Er hatte keine Ahnung, wie sich diese anfühlen würden, wenn sie tief in die sensible Haut um seine Brustwarzen gepresst oder über seinen Schwanz gezogen würden. Doch er war sicher, es bald herauszufinden. Er stand am Abgrund des Verlangens, sein Schwanz verspannte sich in seinem goldenen Ring und er war nicht zum ersten Mal dankbar, dass er keine Wahl hatte. Falls er eine Wahl hätte, wäre er vielleicht zu ängstlich, genau die Dinge durchzuziehen, die er am liebsten auf der Welt wollte. So, wie es war, konnte er nichts anderes tun, als zu ertragen, was sein Meister ihm antun wollte.
Nach einem Zeitraum, der eine Stunde hätte sein können oder bloß ein paar Minuten, kam Mulder zu der Tatsache zurück, dass ein Paar Schuhe vor ihm stand. Er hatte nicht einmal seines Meisters Schritte auf der Treppe gehört.
„In Ordnung, Junge. Zwischen meine Knie und mach meinen Reißverschluss auf. Keine Hände“, warnte Skinner, als Mulder eifrig ausgriff. „Ich möchte, dass du mich saugst – aber bring mich nicht zum Höhepunkt. Heute Nacht komme ich in dir“, erklärte ihm Skinner in diesem groben, herrischen Ton, den Mulder so sehr genoss.
Rasch begab er sich in Position und beugte sich vor, öffnete seines Meisters Hosenstall mit seinem Mund. Das war nicht einfach, aber wie der gute Sklave, zu dem er geworden war, war es eine Fähigkeit, die er zu seines Meisters Zufriedenheit gemeistert hatte. Es hatte mehrere Monate gedauert, doch nun konnte er jedes einzelne Kleidungsstück seines Meisters nur unter Verwendung seines Mundes öffnen.
Mit seinen Händen hinter seinem Rücken, wie es ihm beigebracht worden war, entließ Mulder seines Meisters großen, schwellenden Schwanz aus seinem Gefängnis und fing ihn mit seinem Mund. Skinners Schwanz war immer empfänglich für seines Sklaven Behandlungen und Mulder liebte das warme, harte Gefühl unter seiner Zunge, das gegen seine Kehle zuckte.
Er saugte mehrere Minuten, bis sein Meister ihn wegstieß.
„In Ordnung, Junge. Es ist Zeit für deine Geburtstags-Tracht Prügel. Wie alt wirst du morgen?“
Skinners Augen waren dunkel und für einen Moment verlor sich Mulder darin. Ein Stupsen vom Schuh seines Meisters erinnerte ihn, dass ihm eine Frage gestellt worden war.
„Neununddreißig, Meister“, antwortete er leise.
„Sehr gut. Dann wirst du neununddreißig Schläge erhalten. Ich werde mit meiner Hand beginnen und danach jedes einzelne dieser Werkzeuge auf deinem Nachttisch verwenden – und du, Junge, wirst mir jedes in deinem Mund bringen, es in meine Hand fallen lassen und mich anflehen, es an deinem Arsch anzuwenden. Verstanden?“
„Ja, Meister.“
Mulder zeigte ein verträumtes Lächeln, verloren in den Freuden des Subraumes. Er mochte es, wenn Skinner Ausschmückungen zu der Tracht Prügel hinzufügte – oder von ihm Aktionen oder Reaktionen verlangte.
„Sehr gut.“
Langsam krempelte Skinner seine Ärmel zu seinen Ellbogen hoch, gestikulierte dann zu seinen Knien.
„Kein Kissen – wir machen das auf die altmodische Art, Sklave“, knurrte Skinner.
Mulders Herz hämmerte bei diesen Worten, während er sich in Position begab. Skinners Schenkel waren hart aber auch breit und boten ausreichend Platz für Mulders lange Gestalt. Sein Meister öffnete seine Beine, hielt Mulders Schwanz und Hoden zwischen seinen Knien gefangen und begann, mit seines Sklaven Arsch zu spielen.
Skinner verprügelte ihn selten in dieser Position – üblicherweise saß sein Meister mit seinem Rücken am Kopfteil und sein Sklave gestützt auf dem Bett. Mulder fühlte sich seltsam verwundbar mit seiner Nase so nah am Teppich und seinem gefangenen Schwanz.
Skinners Hände strichen sanft über seine Kehrseite und er befummelte seines Sklaven Hintern mehrere lange Minuten, bevor er ohne jede Vorwarnung einen harten, herzhaften Schlag auf Mulders wartende Hinterbacken knallte. Mulder stieß ein leises, erschrockenes Jaulen aus, doch Skinner tröstete den Schmerz mit zärtlichem Befingern weg.
Mulder hatte gerade begonnen, sich zu entspannen, als ein neuerlicher harter Schlag ihn wieder aufjaulen ließ. Sein Meister war sehr gut darin, ihn in ein falsches Sicherheitsgefühl zu lullen und ihn dann rüde daraus aufzuwecken. Mulders Schwanz wusste das Geschick des anderen Mannes, die perfekte erotische Tracht Prügel zu liefern, ganz bestimmt zu schätzen.
Mehr Fummeln, dann ein weiterer Schlag – Skinner folgte diesem Muster für zehn Hiebe, richtete sich dann auf.
„Bring mir die Haarbürste, Sklave“, befahl er.
Mulder rutschte von seines Meisters Schoß und nahm mit seinem Mund die Haarbürste vom Nachttisch. Er ließ sie in Skinners ausgestreckte Hand fallen und kniete erneut neben seinem Meister nieder.
„Bitte, Meister, verprügeln sie mich mit der Haarbürste“, sagte er in vagem Ton.
Er fühlte sich verloren, ertrinkend in einem Meer aus Endorphinen, aber selbst so war er sich verschwommen bewusst, wie weit er gekommen war. Es hätte eine Zeit gegeben, nicht so lange her, wenn er sich geschämt hätte, diese Worte auszusprechen und den Drang verspürt hätte, einen besserwisserischen Kommentar abzugeben, um sein Gefühl der Erniedrigung zu überspielen. Doch nun hatte er gelernt, nicht nur seines Meisters Willen zu akzeptieren, sondern auch, dass sein Meister wusste, wie er ihm das intensivste Vergnügen bereiten konnte. Es war eine Sache des Vertrauens – und Mulder vertraute seinem Meister ohne Worte.
Er beugte sich wieder über Skinners Knie und bald ging das Streicheln weiter – dieses Mal unterbrochen von zehn scharfen Schlägen mit der Haarbürste. Mulder begann, sich auf seines Meisters Schenkeln zu winden, während seine Hinterbacken sich erhitzten, Wellen der Stimulation durch jedes Nervenende in seinem Körper jagten.
Er erschrak fast, als die Schläge aufhörten und sein Meister ihn erneut auf dem Boden deponierte.
„Bring mir den Gürtel, Junge“, knurrte Skinner und Mulder bewegte sich schnell, nahm den Gürtel mit seinem Mund auf und kam damit zurück.
Er hatte gelernt, niemals das glatte Leder mit seinen Zähnen zu markieren – er würde extra bekommen, falls er das täte. Und – noch schlimmer – sein Meister wäre unzufrieden mit ihm.
Skinner nahm den Gürtel aus seines Sklaven Lippen und Mulder starrte ihn verträumt an. Skinner wartete. Mulder starrte. Skinner räusperte sich.
„Oh ... ah, bitte, färben Sie meinen Arsch mit Ihrem Gürtel, Meister“, bat Mulder.
Skinner stieß das leiseste Seufzen aus und winkte Mulder über seinen Schoß. Weitere zehn liebevoll verabreichte Schläge sandten Mulder in die Stratosphäre. Er fühlte sich wirklich, als ob er schwebte. Dies war eine der intensivsten erotischen Prügel, die sein Meister je geliefert hatte und es war wunderbar. Sein Arsch stand in Flammen und er wollte einfach seines Meisters Schwanz tief in seinem Körper verschlingen und sich in der Umarmung des großen Mannes verlieren.
Der Gürtel hob und senkte sich langsam – betont von liebevollem Streicheln. Dann fand sich Mulder neuerlich auf dem Boden.
„Das Paddel, Junge“, orderte Skinner und Mulder brachte den Gürtel zum Nachttisch zurück, legte vorsichtig seinen Mund um das Lederpaddel, bevor er wieder an seines Meisters Seite zurückkehrte.
„Bitte, Meister, schlagen Sie mich mit dem Paddel“, wisperte Mulder.
Der schummrig beleuchtete Raum schien in noch intensiverem orange-rot zu glühen, als sich Mulder wieder über den Knien seines Meisters arrangierte. Der erste Hieb mit dem Paddel stach auf Mulders bereits sensibilisiertem Hintern und er wand sich, brüllte ernsthaft. Skinner legte eine Hand auf den schmalen Teil seines Rückens, hielt ihn in Position, machte dann damit weiter, seines Sklaven Arsch schneller und härter die Hölle heiß zu machen, als er es bis jetzt getan hatte.
Im Geist zählte Mulder die Schläge mit und versuchte, sich nach dem neunten zu erheben – nur, um sich immer noch festgenagelt zu finden.
„Du vergisst den einen zusätzlich fürs Glück“, sagte ihm Skinner, bevor er einen letzten, mächtigen Schlag mit dem Paddel verabreichte.
Es krachte gegen seines Sklaven Hintern und Mulder heulte bei dem Aufschlag – dann war die Tracht Prügel vorbei. Keuchend lag Mulder über seines Meisters Knie und Skinner packte die Handgelenke seines Sklaven, hielt sie hinter seinem Rücken fest.
„Wem gehörst du?“ fragte er in einem wilden Knurren.
„Ihnen, Meister.“
Mulder wehrte sich nicht, während Skinner seine Handgelenke festhielt, ihm keine Möglichkeit ließ, sich auszubalancieren. Er vertraute darauf, dass sein Meister ihn halten würde und wie immer war sein Vertrauen nicht vergebens. Skinner öffnete seine Beine, um Mulder sicher auf seinen Knien zu behalten. Dann, Mulders Gelenke in einer Hand haltend, begann er, seines Sklaven kürzlich bestrafte Hinterbacken mit der anderen zu quetschen. Grausam kniff er das gerötete Fleisch zwischen Daumen und Zeigefinger, presste hart, bis Mulder aufschrie und bewegte sich dann weiter zu einem anderen Stück unglücklichen Fleisches. Mulder fing an, sich rhythmisch zu bewegen, sein Schwanz pochend vor Verlangen.
„Falls du kommst, bevor ich es dir sage, verwende ich meine Rute an deinem Arsch“, zischte Skinner.
Mulder hörte auf, vor und zurück zu schaukeln und vergrub sein Gesicht stöhnend in den Laken.
Er fürchtete die Rute seines Meisters mehr als jedes andere Werkzeug – sie lieferte normalerweise eine Qual, viel zu stark, um ihm Vergnügen zu bereiten. Außerdem wusste Mulder, dass sein Meister ihn heute Nacht kommen lassen würde, war jedoch nicht sicher, ob er geduldig sein könnte.
Endlich ließ ihn Skinner los, aber nur, um ihn auf das Bett zu schubsen, bevor er ihn mit einem räuberischen Knurren ansprang. Er setzte sich rittlings auf seinen nackten Körper, nagelte ihn nieder und hielt Mulders Arme über seinem Kopf fest. Mulder hielt vollkommen still, wie er es immer tat, wenn sein Meister in dieser besonders dominanten Stimmung war. Skinners Gesicht befand sich nur Zentimeter von dem seinen entfernt, seine Augen dunkel und wild vor Erregung. Skinner machte jedes von Mulders Handgelenken an den Schellen am Kopfteil fest, bevor er Mulders Nippelringe und die daran angebrachten Anhänger entfernte und sie zur Seite legte. Mulder fühlte sich seltsam nackt ohne sie.
„Nun werde ich dein neues Geburtstagsgeschenk bei dir anwenden, Junge“, flüsterte Skinner.
Er griff hinüber und schnappte das kleine Rad vom Boden, während Mulder stöhnte, zwecklos an seinen Handschellen zerrte.
„Oh, Gott ... oh, Scheiße“, wisperte er. „Bitte, Meister ... bitte ...“
„Angst?“ fragte Skinner, seine Lippen, voll und sinnlich, verzogen sich erfreut bei seines Sklaven Reaktion auf das Spielzeug.
„Ja, Meister.“
Mulder verspannte sich, als Skinner mit dem Rad über seinen Körper wedelte, seine Haut aber nicht berührte. Er war zu eng gefesselt, um zu entkommen und auf jeden Fall wollte er nicht wirklich entkommen. Er wollte dieses Rad beinahe genauso verzweifelt auf seiner Haut spüren, wie er davor Angst hatte.
Skinners weiße Zähne blitzten in dem schwach beleuchteten Zimmer und er senkte plötzlich seinen Kopf, beanspruchte einen tiefen, unerwarteten Kuss von seinem Sklaven. Als er sich zurückzog, streckte Mulder seinen Kopf hoch, wollte mehr und Skinner lachte, ein tiefes, herrisches Lachen, strich mit dem Rad über Mulders Nase und gierig geöffnete Lippen, jedoch so leicht, dass Mulder die winzigen Nadelstiche kaum wahrnahm. Skinner bewegte sich Mulders Körper runter und saugte an einer der Brustwarzen seines Sklaven, bis sie sich unter seiner Zunge verhärtete.
„Mehr, um damit zu spielen“, grinste Skinner anerkennend, kniff die geschwollene Fleischknospe zwischen Daumen und Zeigefinger.
Dann platzierte er das Rad auf Mulders Brust und rollte es langsam auf die Brustwarze zu. Es tat nicht weh – war jedoch die seltsamste Empfindung, die Mulder je gehabt hatte. Mulder atmete scharf ein, als Skinners Hand stärkeren Druck auf das Rad ausübte. Nun konnte er diese Nadelstiche deutlich fühlen und seines Meisters Hand machte derart langsam weiter, dass Mulder sicher war, er könnte jeden einzelnen kleinen Nagel spüren, der sich in sein Fleisch bohrte.
Seines Meisters Hand wurde noch langsamer, gleichzeitig erhöhte er den Druck. Und dann wanderte dieses winzige, folternde Rad über Mulders geschwollene Brustwarze, verursachte ein Gefühl, als ob ein Dutzend Stecknadeln sich in seine empfindliche, erregte Haut pressen würden. Er schnappte nach Luft und fand sich in seines Meisters lachende Augen starrend.
„War das gut? Hmm?“ verlangte Skinner zu wissen, tröstete die beleidigte Brustwarze sanft mit seinen Fingern.
„Oh, Gott“, stöhnte Mulder.
„Das war erst der Anfang.“
Skinner griff rüber zum Nachttisch und schnappte eine kleine Flasche. Mulder starrte sie benebelt an, versuchte, das Etikett auf der Seite zu lesen. Skinner tropfte etwas von dem Inhalt der Flasche auf einen Wattebausch und Mulder erkannte in einem dunklen Winkel seines erregten Geistes, dass es Alkohol war.
„Wir wollen nur die Haut als Vorbereitung ein wenig aufschrecken“, schnurrte sein Meister, erhöhte die Spannung beträchtlich, als ob sie für Mulders Geschmack nicht hoch genug wäre. Skinner trug etwas Alkohol auf der anderen Brustwarze seines Sklaven auf und Mulder bog sich hoch, als ob die kühle Flüssigkeit ihn salben würde.
„Jetzt fühl das“, zischte Skinner, zog das Rad geschickt über Mulders Brust, drückte hart runter.
Da war ein Blitz der intensivsten Empfindung – nicht wirklich Schmerz, aber etwas nah dran. Dann war es vorüber, ließ Mulders gesamten Körper prickeln und seinen Schwanz pochen. Seltsamerweise schmerzte es weniger, wenn Skinner es schnell machte, aber beide Empfindungen überluden Mulders ohnehin schon stimulierte Nervenenden.
„Oh, Scheiße ... oh, Scheiße ...“ Mulder wand sich in seinen Fesseln und Skinner zeigte neuerlich ein boshaftes, wildes Grinsen, salbte Mulders Bauch mit dem Alkohol und zog ein weiteres Mal das Rad über seinen Sklaven, ließ Mulder sich in seinen Fesseln herumwerfen.
„Wenn du nicht still hältst, binde ich deine Füße auch fest“, warnte Skinner.
Stöhnend sah Mulder auf seinen Bauch hinunter, überzeugt, dass er in Streifen geschnitten war – nur um die schwächste, rosa Markierung zu sehen, die bereits verblasste. Plötzlich wurde er sich bewusst, dass Skinner den Alkohol auf seinen Schwanz tupfte und schrie schon, bevor das grausame, kleine Rad über sein empfindliches Fleisch gezogen wurde. Er sträubte sich zwecklos in seinen Fesseln, wollte verzweifelt dem entkommen, von dem er wusste, dass es passieren würde.
„NEIN! Oh, Scheiße, NEIN!“ brüllte er, liebte und hasste jede Sekunde, wollte, dass es aufhörte und gleichzeitig niemals endete.
Dämonisch grinsend zuckte Skinner mit dem Rad rasch seines Sklaven Schwanz entlang. Wieder schrie Mulder bei dem Überladen der Sinne. Es tat weh ... es schmerzte so sehr ... und fühlte sich trotzdem so gut an.“
„Nein ... oh, Gott, NEIN!“
„Was hast du gesagt, Junge? Verweigerst du dich mir?“
Skinner beugte sich vor und küsste Mulder grob, verlangte mit seiner Zunge Zutritt. Mulder ergab sich, hörte auf, sich zu wehren, sein gesamter Körper schlaff und erschöpft. Als er fertig war, zog sich Skinner zurück und verteilte neuerlich Alkohol auf dem Schwanz seines Sklaven.
„Eigentlich wollte ich das nicht zweimal machen, aber da du dich gegen mich sträubst ... denke ich, ein zweiter Durchgang ist nötig. Dieses Mal werde ich sehr langsam vorgehen“, erläuterte Skinner. „Da du mir trotzt, werde ich dafür sorgen, dass das zählt.“
Mulder zitterte am Rande der Ekstase, während sein Meister dieses scharfe, grausame, absolut wundervolle Werkzeug erneut über seinen Schwanz rollte. Sehr langsam, wie versprochen, presste er es tief in seines Sklaven harte Länge, bis Mulder zusammenhanglos kreischte. Skinner beendete den Lärm mit dem einfachen Trick, einen weiteren Kuss von seines Sklaven offenem Mund zu beanspruchen. Hungrig öffnete Mulder seine Lippen, sein ganzer Körper eine Masse der Stimulation.
Skinner tröstete seinen Sklaven ein paar Minuten lang, ließ ihm Zeit, sich zu erholen, dann löste er Mulders Ketten und rollte ihn auf den Bauch, bevor er ihn wieder fesselte – dieses Mal band er auch Mulders Knöchel fest, sicherte ihn mit gespreizten Armen und Beinen auf dem Bett, sein Kopf zur Seite gelegt. Mulder war nicht einmal sicher, dass er noch atmete.
Er quietschte erschrocken, als der kühle Alkohol Kontakt mit seinen heißen Hinterbacken fand. Danach bohrten sich die teuflischen, folternden Spitzen dieses Rades tief in sein wundes Fleisch, ließen jedes Nervenende in seinem Körper schrillen und schreien.
„Wer bist du?“ wollte Skinner wissen.
„Der Ihre“ krächzte er.
„Was bist du?“ fragte Skinner, presste das fürchterliche Rad immer und immer wieder in seines Sklaven Fleisch, bis Mulder nicht dachte, sein Verlangen zu kommen auch nur eine Sekunde länger zurückhalten zu können.
„Ihr Sklave, Meister. Ihr Sklave!“ schrie Mulder auf.
„Gut. Dann bereite dich darauf vor, mich zu empfangen. Aber komm nicht. Ich werde in dir kommen, doch du musst auf meinen Befehl warten ... für dich habe ich etwas anderes geplant, Junge.“
Mulder spürte, dass seine warmen Hinterbacken geteilt wurden und er hob seinen Hintern an, so weit er konnte, wollte verzweifelt auf seines Meisters harten Schwanz zurückstoßen, wurde jedoch von den Ketten festgehalten. Skinner drang problemlos in ihn ein, seine Hände rau und hart auf Mulders wunden Hinterbacken. Er glitt in seinem Sklaven vor und zurück, benutzte ihn so hart und schnell, wie er versprochen hatte, pausierte nur, um am Nacken seines Sklaven zu knabbern oder seine Schultern zu küssen. Mulder konnte seine Hände nicht bewegen, um seinen Schwanz zu streicheln, doch er konnte ihn über die Laken reiben, vor und zurück im Takt mit seines Meisters Stößen gegen seine Prostata. Nur übermenschliche Selbstbeherrschung und das Wissen, dass er den Befehl erhalten hatte, nicht zu kommen, hielten ihn vom Höhepunkt ab.
Er spürte seinen Meister sich in ihm verkrampfen und seufzte zufrieden. Dann zog sich Skinner heraus, ließ Mulder an der Grenze zurück.
„Ich will, dass du hier liegen bleibst und an den Moment denkst, wenn ich dich brandmarke“, sagte Skinner einschmeichelnd, streichelte Mulders Haar mit seiner Hand, seine Stimme tief und verführerisch in Mulders Ohr. „Ich werde dir einen Vorgeschmack geben, wie es sich anfühlen wird, Junge, daher will ich, dass du hier liegst und dir den Moment vorstellst, wenn ich dieses Eisen in dein Fleisch versenke und dich als mein Eigentum markiere – ein für allemal.“
Mulder schauderte. Er konnte nicht viel länger durchhalten ... er konnte nicht!
Er hörte seinen Meister das Zimmer verlassen und stieß ein Stöhnen absoluter Frustration und Verzweiflung aus. Kurzfristig spielte er mit dem Gedanken, loszulassen und über die Laken zu kommen, wie er es so dringend wollte, doch er wusste, das wäre keine gute Idee. Sein Meister hatte Wege und Methoden, seine Unzufriedenheit spüren zu lassen – und Mulder war zu gut mit diesen Mitteln und Wegen vertraut, um es riskieren zu wollen.
Alles, woran er denken konnte, war das geistige Bild, das Skinner in ihm zurückgelassen hatte. Er konnte sich dieses Brandeisen vorstellen, das tief in seine Haut gepresst wurde, zischend vor Hitze, ihn mit diesem S markierend, ihn nicht nur als einen Sklaven brandmarkend, sondern als Skinners Sklaven – Skinners Eigentum, ein Besitz. Er schauderte.
Das war es, was er mehr als alles in der Welt wollte. Er wusste, dass gebrandmarkt zu werden, endlich ein für allemal auslöschen würde, was in Seattle geschehen war. Unwillkürlich verkrampften sich seine Hinterbacken, als er sich dieses Eisen vor Augen hielt, in ihn einsinkend, ihn mit seinem feurigen Kuss beanspruchend.
Dann hörte er seinen Meister und sah über seine Schulter blickend, dass Skinner das Brandeisen in seiner Hand hielt.
„Oh, Gott, nein!“ schrie er. „Nicht jetzt ... noch nicht ...“
Er war sich verschwommen bewusst, dass keine Hitze von dem Eisen ausging, doch sein Meister kam näher und näher und Mulder war so verloren in seiner Erregung und Angst, dass er nicht klar dachte.
„Halt still, Junge, und akzeptiere das Eisen in deinem Fleisch. Du kannst kommen, wann immer du willst. Das ist nur ein Trockentraining für die echte Sache“, sagte Skinner in festem Tonfall.
Mit diesen Worten presste er das Eisen auf Mulders rechte Hinterbacke und es schmerzte! Es war eiskalt und das ließ es brennen, als ob es weißglühend wäre. Sein Meister hielt es, tief in seines Sklaven Fleisch gepresst, brandmarkte ihn als sein Eigentum, verursachte seine Marke auf seines Sklaven Körper und Mulder wusste, dass er kam, explosiv, über die Laken, mit diesem Brandeisen kalt und hart in seine Haut gegraben.
Mulder brauchte einige Zeit, um in die Realität zurückzukehren, doch als er es tat, bemerkte er, dass er nicht länger in Bondage war – tatsächlich lag er auf seiner Seite, eingewickelt in seines Meisters Arme. Das Bett schien um ihn herum gewechselt worden zu sein, alle Werkzeuge waren weggeräumt worden ... und Skinner grinste auf ihn hinab wie eine Katze, die die Sahne geklaut hatte.
„Gut, Sklave?“ murmelte Skinner, seine Lippen berührten sanft Mulders Stirn.
„Nein ... scheiß ... verdammt ... teuflisch“, fauchte Mulder, grinste irre.
„Ausdruckweise“, korrigierte Skinner milde mit einem Klatsch auf seines Sklaven Kehrseite.
„Wo haben Sie gelernt, so ... absolut gemein zu sein?“ Mulder schüttelte seinen Kopf.
„Du wirst gern überrascht – und ich genieße es wirklich, dich zu überraschen.“
Wieder küsste Skinner seinen Sklaven und Mulder kuschelte sich enger an ihn.
„Erst jetzt fühle ich mich in der Lage, mehr mit dir zu spielen. Ich wusste, du würdest reagieren, aber erst musste ich eine Ebene des echten Vertrauens erreichen. Ich denke, diese Ebene haben wir erreicht“, murmelte Skinner.
„Bedeutet das, Sie werden mir solches Zeug wieder antun?“ fragte Mulder misstrauisch. „Tricks mit mir spielen? Meine Psyche manipulieren?“
„Oh, davon gehe ich aus. Immerhin hatte es den erwünschte Effekt. Ich musste die Laken wechseln, sonst hätten wir beide im feuchten Fleck schlafen müssen, nachdem du so hart gekommen bist“, grinste Skinner und schlang seine großen Arme fest um seinen Sklaven. „Du hast nur Glück, dass ich mich so wohlwollend fühle nach diesem köstlichen Mahl. Sonst hätte ich verlangt, dass du sie wechselst, Sklave, wie es üblich wäre.“
„Dieses Mahl ...“, seufzte Mulder, „all diese Geschenke und jetzt dieser fantastische Sex ... und Sie behaupten ernsthaft, dass mein Geburtstag noch nicht einmal begonnen hat?“
Mulder warf einen Blick auf die Uhr – es war zehn Minuten vor Mitternacht.
„Ja. Morgen wird ein völlig anderes Spiel laufen“, grinste Skinner. „Schlaf jetzt.“
„Ich denke nicht, dass ich wach bleiben könnte, selbst, wenn Sie es mir befehlen ... oh, okay, vielleicht, wenn Sie es mir befehlen würden“, stellte Mulder hastig richtig, als sein Meister seine Stirn runzelte.
Faul legte er seinen Kopf auf Skinners Schulter. „Sie haben dieses Brandeisen in den Gefrierschrank gelegt, nicht wahr?“ murmelte er anklagend, seine Augen fielen zu.
„Ja, Junge. Stimmt. Es fühlt sich an, als ob es brennt, aber es hinterlässt keine Markierung“, kicherte Skinner. „Na schön, nur eine schwache von dem Druck und der Temperatur“, verbesserte er, befühlte nachdenklich Mulders Arsch. „Und außerdem brauchte dein heißer Hintern eine Abkühlung.“
„Meister ist soooo witzig.“
Mulder verzog sein Gesicht, doch der Schlaf übermannte ihn schnell. Kurz fragte er sich, was zum Teufel seine Geburtstagsüberraschung sein könnte nach dem Abend, den sie gerade verbracht hatten, bevor er für die Welt verloren war.
Das erste, was Mulder wahrnahm, als er am nächsten Tag erwachte, war, dass etwas Warmes um seinen Schwanz geschlungen war und ihn hart saugte. Das nächste, was er bemerkte, war, dass anscheinend sein Cockring entfernt worden war ... allerdings nahm er die nächsten paar Minuten nichts wahr, während dieser Mund um seinen Schwanz ihn mit langsamem, intensivem und sehr erfahrenem Saugen zum Höhepunkt brachte. Ein paar Sekunden später glitt sein Meister aus dem Bett und kniete daneben in der Unterwerfungsstellung nieder, Knie gespreizt, Schultern gerade, Kopf gesenkt.
„Guten Morgen, Meister“, sagte Skinner leise. „Herzlichen Glückwunsch zum Geburtstag.“
„Wa...?“
Mulder blinzelte und setzte sich auf, versuchte, einen Sinn zu finden. Er fühlte sich, als ob er in ein anderes Universum transportiert worden wäre, eine Art Star Trek-alternatives Universum, wo alles gegensätzlich war, wie es sein sollte.
„Falls Meister seinem Sklaven das Halsband anlegen möchte.“
Skinner legte das silberne Halsband und die beiden Handschellen, die er seinem Sklaven in der letzten Nacht gegeben hatte, auf das Bett. Mulder starrte das Halsband an, dann seinen Meister, dann wieder das Halsband und die Schellen.
„Das meinen Sie nicht ernst ...“ Er öffnete mehrere Male seinen Mund in einer recht guten Imitation eines Fisches.
„Doch, Meister. Heute ist Ihr Geburtstag und das ist Ihr Geschenk. Für heute, und nur für heute“, betonte Skinner das Wort entschieden, „bin ich der Sklave und Sie sind der Meister.“
Mulder saß da, starrte seinen Meister mehrere Sekunden an, vollkommen sprachlos, dann zeigte sich langsam ein Lächeln auf seinem Gesicht.
„Oh, Scheiße. Oh, mein Gott. Sie meinen es ernst, nicht wahr? Sie meinen das wirklich ernst.“
„Sehr ernst, Meister“, antwortete Skinner. „Ich habe Ihren Kaffee und Ihre Morgenzeitung gebracht. Ich nehme an, Ihr Weckruf war zu Ihrer Zufriedenheit?“
„Mein Weck...? Oh, Gott, ja, war er.“ Verwundert schüttelte Mulder seinen Kopf. „Ich kann das immer noch nicht glauben. Sie ... Sie sind mein ...“ Er zeigte auf Skinner, dann auf sich selbst.
Skinner nickte.
„Den ganzen Tag?“ Mulder hob eine Augenbraue.
Wieder nickte Skinner, ein Lächeln zupfte an seinen Mundwinkeln.
„Ich darf tun, was immer ich will ...?“ fragte Mulder, grinste irre.
„Was immer Sie wollen“, nickte Skinner. „Na ja, solange es vernünftig bleibt“, verbesserte er hastig. „Aber ich vertraue Ihnen, Meister. Ich weiß, Sie haben viel aus Ihren eigenen Erfahrungen als Sklave gelernt und ich habe volles Vertrauen, dass Sie ein verantwortungsbewusster, besorgter und liebevoller Top sein werden.“
„Dann darf ich Sie verprügeln?“
Mulder war sicher, dass er aus reiner Fröhlichkeit laut auflachen würde. Er fühlte sich beinahe schwindlig.
„Wenn es Meister erfreut. Ich bin Ihr Sklave“, zuckte Skinner seine Schultern.
„Sie fesseln?“
„Ja, Meister.“
„Im Spielzimmer?“ bohrte Mulder.
„Natürlich. Hier, Meister.“
Skinner lehnte sich vor und legte eine Kette um Mulders Hals. An ihrem Ende baumelte ein vertrauter, bronzefarbener Schlüssel.
„Das Spielzimmer gehört Ihnen für den Tag“, sagte er leise.
„Ich darf auf dem Thron sitzen?“ erkundigte sich Mulder. „Und in alle Schränke sehen ... und ... alle Spielzeuge bei Ihnen anwenden?“
Mulder fühlte eine Welle der Erregung durch seinen Körper strömen.
„Selbstverständlich, Meister.“ Skinner senkte seinen Kopf.
Mulder runzelte misstrauisch seine Stirn.
„Moment ... da muss es einen Haken geben“, grübelte er. „Ich meine, was passiert morgen?“
„Morgen werde ich wieder der Meister sein“, erklärte ihm Skinner in festerem Tonfall, als er bis jetzt benutzt hatte.
„Und Rache ist süß.“ Mulder zog eine Grimasse.
„Es wird keine Rache geben“, versicherte Skinner.
„Sie versprechen es?“ meinte Mulder vorsichtig.
„Natürlich. Heute ist Ihr Geburtstag und für einen Tag können Sie sehen, wie es ist, der Meister zu sein. Sie können alle Freuden, all die Macht erleben – und genauso alle Verantwortungen. Ich bin in Ihren Händen, Meister.“
Mit diesen Worten setzte sich Skinner auf seine Fersen, lächelte gelassen und wartete auf seinen ersten Befehl.
Mulder lag im Bett, immer noch erstarrt. Das hätte er nie erwartet. Skinner kniete da, als ob er dazu geboren wäre, die Unterwerfungsstellung einzunehmen, Augen gesenkt, geduldig wartend ... Plötzlich wurde sich Mulder bewusst, dass Andrew einen sehr gehorsamen Sklaven trainiert hatte und Skinner hatte beachtliche Erfahrung in dieser Rolle, dennoch ... sich Mulder so völlig und ehrlich zu überlassen ... Mulder hatte sich nie zuvor in dieser Position befunden und er war überrascht, wie berührend er den Anblick seines wartenden Subs fand. Empfand Skinner genauso ihm gegenüber, fragte er sich. Wusste sein Meister das Geschenk der Unterwerfung seines Sklaven zu schätzen – beeinflusste es ihn, wie es Mulder bewegte? Er wusste augenblicklich, dass die Antwort ja lautete.
Mulder fühlte sich aufgeregt, glücklich und stolz – doch er war auch nervös, überrascht und unsicher, wo er anfangen sollte. Er war wie ein Kind, das im Süßwarenladen losgelassen wird. Er wusste nicht, ob er seinen neuen Sklaven verprügeln wollte, mit dem erstaunlichen Körper seines Sklaven spielen, seinem Sklaven befehlen, ihn zu massieren ... oder eine der dutzenden anderen Aktionen zu setzen, die einem Meister offen standen ...
„Wissen Sie, das erinnert mich an das uralte Fest zur Wintersonnenwende“, brabbelte er, sein überaktiver Geist sprang in die Gänge, wie er es immer tat in Momenten der emotionalen Überladung. „Natürlich war das ein Weihnachtsfest und nicht auf Geburtstage bezogen und der Ausdruck Weihnachten ist missverständlich, weil dieses Fest viel früher gefeiert wurde und sich auf das große Midwinter-Fest bezog, das in den meisten Kulturen üblich war ... aber egal, es gab viele Traditionen, bei denen die natürliche Ordnung der Welt umgekehrt wurde – manchmal gab es ein riesiges Festmahl, bei dem die Sklaven vom Herrn des Hauses bedient wurden oder sogar für den Tag frei waren. Zu anderen Zeiten bestimmten sie ein Mitglied des Haushalts, normalerweise einen Hofnarren, der den Befehl über die Festivitäten hatte. Er erhielt den Titel Gebieter der irregeleiteten Herrschaft und ...
Mulder verlor sich, als er den ungläubigen Ausdruck im Gesicht seines Sklaven bemerkte. Er hatte den deutlichen Eindruck, dass sich der andere Mann danach sehnte, ihn anzuknurren, die Klappe zu halten – oder ihn mit dem direkten Trick eines festen Kusses zum Schweigen zu bringen. Beide Möglichkeiten waren ihm zur Zeit natürlich verwehrt, doch der Ausdruck in Skinners Gesicht erzählte seine eigene Geschichte.
„Problem, Sklave?“ erkundigte sich Mulder unschuldig.
„Nein. Das alles ist sehr ... faszinierend, Meister“, gab Skinner schwach zurück.
Mulder grinste.
„Weißt, du, Sklave“, murmelte er, „ich denke, ich werde das genießen!“
Skinner hob eine Augenbraue. Offensichtlich kämpfte er einen vorlauten Kommentar nieder, hielt sich jedoch unter Kontrolle und antwortete stattdessen in zögerndem, unterwürfigem Tonfall: „Ja, Meister.“
Mulder stieß ein entzücktes Lachen aus und lehnte sich zurück, legte seine Hände unbekümmert hinter seinen Kopf.
„Oh, ja ... ich werde das wirklich genießen!“
Mulder saß da und starrte seinen Meister ... nein, Sklaven, an, hunderte Ideen summten durch seinen Geist. Meister. Er war ein Meister ... selbst, wenn es nur für einen Tag war. Meister. Er schob das Wort in seinem Gehirn hin und her, versuchte, einen Sinn darin zu finden, wenn es auf ihn angewendet wurde. Er hatte immer gewusst, dass seine Fantasien von der unterwürfigen Variante waren, seit er sie als Kind gehabt hatte. Seit er jedoch Skinners Sklave geworden war, hatte er sich gefragt, wie es als Top sein würde. Er war sich bewusst, dass er schuldig gewesen war, von unten zu toppen, bevor ihn Skinner durch den Vertrag in seine Dienst geholt hatte. Er hatte alles getan, die Art von Empfindungen zu erfahren, die er wollte.
Vor Scham errötend erinnerte er sich: Als er Elaine kennen lernte, hatte er ihr ganz genau erklärt, wie er verprügelt werden wollte, wie lange und mit welchem Werkzeug. Er war eine willensstarke Persönlichkeit und die Neigung, seine Macht und seine Kontrolle wirklich jemand anderem zu überlassen – wie sehr er es auch wollte – war ihm unmöglich gewesen. Keiner der Tops, die er kennen gelernt hatte, war stark genug gewesen, ihn dazu zu bringen und ihn in die wahre Gelassenheit des Subraumes zu bringen, wie es Skinner geschafft und er es heimlich ersehnt hatte. Manche hatten versucht, ihn mit Gewalt hinzubringen, hatten ihn körperlich bedroht, doch er hatte sie wegen des Fehlens echter Autorität verachtet – der Art von Autorität, die von innen kam, aus der Seele. Skinner war der einzige Mensch, den er je getroffen hatte, der diese in ausreichendem Übermaß hatte, um echte Herrschaft über ihn zu beanspruchen. Und nun bewies der andere Mann, dass er so sicher in seinem Status als Meister war, dass er bereit war, seinem Sklaven eine Chance zu geben zu erleben, wie es sich anfühlte, wenn auch nur für einen Tag.
Plötzlich war Mulder nicht sicher, wo anfangen. Ein Sklave zu sein, hatte seine eigenen Regeln. Es war auf keinen Fall die passive Rolle, die er erwartet hatte, da Skinner von seinem Sklaven verlangte, in seinem Sklaventum mitzuarbeiten, Initiative zu zeigen, indem er sich um seinen Meister kümmerte und für das problemlose und effiziente Laufen des Hauhalts und seiner persönlichen Pflege zu sorgen. Genauso, wie seinen stressigen Job zu erledigen und für Unterhaltung und Aktivitäten zu sorgen, um seinen Meister zu unterhalten. Wie auch immer, soweit es sexuelle Situationen betraf, hatte Skinner das Kommando. Er erdachte die Vielzahl an diabolischen Wegen, wie er seinen Sklaven folterte und alles, was Mulder tun musste, war, es zu akzeptieren – und sich aus vollem Herzen seines Meisters Willen und den vielen Belohnungen zu überlassen, die das mitbrachte.
Mit der Tatsache konfrontiert, derjenige zu sein, der die Sexspiele entwarf, fühlte sich Mulder wie jemand, den man auf die Bühne stieß, ohne dass er seinen Text gelernt hatte. Sein Sklave kniete erwartungsvoll vor ihm und er wusste nicht, was tun. Fühlte sich Skinner auch so, fragte er sich, erkannte plötzlich, dass sein Meister diese Verantwortung vierundzwanzig Stunden am Tag, sieben Tage die Woche hatte. Wie oft hatte Skinner ihm diese Worte gesagt? 24/7 – nur, er hatte das als Erinnerung für seinen Sklaven an seinen Status gemeint – plötzlich erkannte Mulder, dass das 24/7-Arrangement für Skinner genauso echt war. Auch er hatte keinen Ausweg aus seiner Rolle als Meister, genauso, wie sein Sklave keinen Ausweg hatte. Manchmal war es schwer für Mulder, ein Sklave zu sein – nun war er sich verschwommen bewusst, dass es vielleicht Gelegenheiten gegeben hatte, die genauso schwer für seinen Meister gewesen waren.
„Meister?“
Skinner schien die Gedanken zu lesen, die durch Mulders komplexen Geist rasten, andererseits wusste Mulder, er war immer ein offenes Buch gewesen, soweit es Skinner betraf.
„Sklave. Ich denke ... dass ein paar Regeln erforderlich sind“, sagte er, überlegte krampfhaft, sogar, während er die Worte aussprach, wie zur Hölle diese Regeln aussehen würden. „Erstens – du sprichst nicht ohne Erlaubnis.“
Skinner nickte und beugte gehorsam seinen Kopf. Mulder kaute auf seiner Lippe. Verdammte, dämlich Wahl der Regel, tadelte er sich selbst. Skinner hatte klar und deutlich Hilfe angeboten und er hatte ihm mehr oder weniger befohlen, die Klappe zu halten. Scheiße! Jetzt war er endgültig auf sich gestellt.
„Okay ... zweite Regel – keine Kleider. Ich will dich den ganzen Tag nackt.“
Wieder nickte Skinner und streckte besagten nackten Körper leicht. Mulder verschlang hungrig den Anblick seines nackten Sklaven. Da gab es so viele Dinge, die er machen wollte, dass er nicht sicher war, womit anfangen. Eine Tracht Prügel stand ziemlich hoch oben auf seiner Liste. Bloß der Gedanke, seine Hände über diese wunderschönen Rundungen des festen Hintern zu streichen, ließ seinen Schwanz zucken – ganz zu schweigen von dem absoluten Entzücken, endlich in der Lage zu sein zurückzugeben, was er erhalten hatte. Aber ... morgendliche Züchtigung war Skinners Stil und Mulder wollte nicht einfach alles kopieren, was sein Meister tat – er wollte seine eigenen Aktivitäten ersinnen und der Rolle seine eigene Persönlichkeit einprägen.
„Okay, gut. Die dritte Regel lautet ...“ Mulder zeigte ein teuflisches Grinsen – die würde er genießen, „du wirst unter keinen Umständen ohne meine ausdrückliche Erlaubnis kommen. Verstanden?“
Skinner blickte auf, seine dunklen Augen unergründlich, was Mulder sich unbehaglicher fühlen ließ, als seiner Meinung nach unter diesen Umständen nötig gewesen wäre.
„Ja, Meister“, sagte Skinner leise. „Meister – Erlaubnis, eine Frage zu stellen?“
„Nur zu.“
Mulder wedelte lässig seine Hand, warf beinahe die Kaffeetasse um. Er schnappte rasch die Tasse, minimierte die verschüttete Menge und hob sie an seine Lippen, als ob das ganze ungeschickte Manöver völlig absichtlich geschehen wäre.
„Darf ich mich berühren, Meister, oder muss ich um Ihre Erlaubnis bitten?“
„Definitiv nicht. Kein Berühren“, sagte Mulder eisern.
Skinner nickte gelassen. Mulder nickte, so weit mit seinen Regeln zufrieden, und versuchte, sich ein paar mehr auszudenken. Skinner räusperte sich.
„Erlaubnis, noch eine Frage zu stellen, Meister“, bat er höflich.
Mulder überlegte, die Erlaubnis zu verweigern, doch unter diesen Umständen erschien das ein bisschen störrisch, daher deutete er schließlich ungeduldig mit seinem Kopf an, dass Skinner weitermachen sollte.
„Was ist mit der Toilette, Meister? Oder soll ich Sie um Hilfestellung bitten, falls ich mich nicht berühren darf?“
Mulder runzelte seine Stirn. „Nein, in der Toilette darfst du dich berühren“, meinte er, warf seinem Sklaven einen misstrauischen Blick zu.
All diese Aufmerksamkeit für Details war ein wenig lästig. Er selbst war nicht sehr interessiert an Einzelheiten – er war immer besser darin gewesen, das Gesamtbild zu sehen und Details langweilten ihn. Sein schnelles Gehirn konnte sie erkennen und abspeichern, sich danach weiterbewegen und sie in das Puzzle einfügen, während andere Menschen immer noch mühsam den ersten Teil untersuchten.
„Sonst noch Fragen?“ wollte er mit verengten Augen wissen.
„Nein, Meister“, lächelte Skinner, seine Augen völlig ohne Herausforderung.
„Okay, die vierte Regel lautet, ich will, dass du meinen Befehlen schnell und ohne zu fragen gehorchst. Ich werde Buch führen. Jede Übertretung dieser Regeln oder Langsamkeit beim Befolgen meiner Befehle oder unverschämte Kommentare oder fehlender Respekt und du verdienst dir einen Streich mit einem Werkzeug meiner Wahl. Verstanden?“
„Absolut, Meister“, nickte Skinner.
In diesem Moment schubste Wanda die Türe auf und stolzierte ins Schlafzimmer. Sie betrachtete einen Moment den knienden, nackten Skinner, offensichtlich verwirrt von diesem neuen Weltbild, sah dann zu Mulder, der bequem auf dem Bett lag. Sie wägte die Situation kurz ab und wanderte danach schnurstracks zu Skinner, rieb ihr Kinn an seinem Knie.
„Erlaubnis, Wanda zu streicheln, Meister?“ bat Skinner.
Mulder starrte sie böse an. Erkannte sie nicht, dass er jetzt das Kommando hatte? Das war sehr frustrierend.
„Erlaubnis verweigert“, sagte er mit einem selbstzufriedenen Lächeln.
Skinner nickte, senkte seinen Kopf, straffte seine Schultern ... und wartete.
Einfach so? dachte Mulder. Keine Fragen? Kein Groll?
Skinner war verrückt nach der kleinen Katze, deshalb hatte er erwartet, dass sein neuer Sklave wenigstens versuchen würde, ein kleines Streicheln über die pelzige Unterseite ihres Kinns zu erschleichen. Tatsächlich hoffte er irgendwie, der andere Mann würde es tun, weil er dann eine Entschuldigung hätte, ihn zu verprügeln. Aber nein. Nichts.
Mulder seufzte. Bei dem Geräusch schnappte Skinners Kopf hoch.
„Erlaubnis zu sprechen, Meister.“
„Mach nur – und ... ah ... vergessen wir die Erlaubnis zu sprechen-Sache. Du hast meine Erlaubnis zu sprechen, bis ich sie dir wieder entziehe. Okay?“ Es zerrte an seinen Nerven.
„Ja, Meister. Danke, Meister. Sie scheinen ein wenig abwesend, Meister. Könnte ich helfen? Vielleicht könnte ich Ihnen ein Bad einlassen, Sie rasieren und, falls Meister mir die Erlaubnis gibt, hätte ich liebend gern die Ehre, Meister zu massieren. Nachdem ich Sie angezogen habe, Meister, könnte ich Ihnen Frühstück machen. Ich habe ein besonderes Geburtstags-Mahl für Sie geplant, Meister.“
Mulder fragte sich, wie oft Skinner es eigentlich fertig gebracht hatte, das Wort Meister in seiner Rede unterzubringen. Nicht, dass es eine Bedeutung hätte – irgendwie hatte er das Gefühl, dass er sich – egal, wie oft er so angesprochen wurde – nie wirklich als jemandes Meister fühlen würde. Es war ein Geisteszustand und er war nicht sicher, dass es einer war, den er je erreichen würde.
Skinner sah ihn mit dem ernsten Ausdruck eines perfekten, kleinen Sklaven an. Mulder entschied, dass er wirklich das Kommando übernehmen musste.
„Sehr gut, Sklave. Das klingt ... gut.“
Tatsächlich klang es mehr als gut, dachte Mulder. Einen ganzen Tag verwöhnen lassen, mit diesem prächtigen, nackten Sklaven, der ihm jeden Wunsch von den Augen ablas – und er hatte nie eine Ganzkörper-Massage von seinem Meister erhalten, obwohl Skinner freundlich genug gewesen war, seinem Sklaven gelegentlich eine Rückenmassage zu geben, wenn er dachte, dass er sie brauchte. Normalerweise endeten die Massagen, an deren empfangenden Ende Mulder war, allerdings damit, dass er auf einem Tisch niedergeschnallt wurde und dabei alle Arten qualvoller erotischer Überraschungen ertrug. Nicht, dass er sich beschwerte – diese Massagen gehörten zu den kostbarsten Erinnerungen, doch er mochte den Gedanken, von einem anbetenden Sklaven eine einfache, entspannende Massage verpasst zu bekommen.
„Zuerst allerdings – müssen wir uns um dein Halsband kümmern.“
Mulder schwang seine Beine aus dem Bett und sah auf seinen nackten, knienden Sklaven hinunter. Skinner blickte auf, seine Augen erleuchtet mit einem scheinbar unschuldigen, unterwürfigen Glühen. Mulder war nicht sicher, ob sein Sklave das fingierte oder nicht, doch es lag etwas Wunderbares darin, am empfangenden Ende eines solchen Blickes zu sein. Er fühlte sich dreißig Meter groß und als ob er über Hochhäuser springen und durch die Luft fliegen könnte. Seines Sklaven totales und vollkommenes Vertrauen zu ihm ließen sein Selbstbewusstsein durch das Dach schießen – aber damit kam die nagende Sorge, dass er all dieser Ergebenheit vielleicht nicht würdig war. Ein Gefühl riesiger Verantwortung ließ sich auf seinen Schultern nieder.
„Komm her, Sü...“
Mulder fing sich rechtzeitig, bevor er Skinner mit Süßer ansprach. Es war beinahe instinktiv. Da war etwas daran, einen Sklaven zu besitzen, das dich wünschen lässt, ihnen einen Kosenamen zu geben. Er hatte nie etwas gegen Skinners Kosenamen für ihn einzuwenden gehabt, die entweder Süßer oder Kleiner lauteten. Eigentlich hatte er sie immer recht liebevoll gefunden. Sein Name war zu kurz, um ihn noch weiter abzukürzen und der einzige andere Name, unter dem er bekannt war, war das verhasste Spooky. Niemand hatte ihm derart zärtliche Bezeichnungen gegeben, bevor er Skinners Sklave wurde. Kleiner hatte ihn immer zum Lachen verleitet, weil er weit von klein entfernt und nur etwa zwei Zentimeter kleiner als sein Meister war, obwohl er zugegeben viel schlanker gebaut war. Nun beschloss er, Skinner einen eigenen Kosenamen zu geben.
„Komm her, Schoßtier“, schnurrte er.
Skinner hob bloß den winzigsten Hinweis einer Augenbraue bei Mulders Namenwahl.
„Na schön, was würdest du vorziehen?“ grinste Mulder, öffnete seine Beine und ließ Skinner zwischen seine Knie rutschen. „Schätzchen? Liebling? Süßbacke?“
Skinner sah ein wenig erschrocken aus, nur bei dem Gedanken an diesen letzten Spitznamen. Mulder grinste und legte seine beiden Hände auf Skinners Wangen.
„Na ja, sie sind süß – allerdings nicht so süß wie deine Hinterbacken!“ lachte er, griff runter, um besagte Backen liebevoll zu kneifen.
Skinner ließ die Herabsetzung ohne Protest zu, obwohl Mulder den deutlichen Eindruck hatte, dass der große Mann verzweifelt sein Verlangen unterdrückte, seinen Meister mit einer seiner großen Pranken wegzuschlagen und ihn anzuknurren, ungefähr wie Wanda, wenn er ihren Schwanz kniff.
„Und mir fällt ein, dass du einen Sklavennamen haben solltest“, setzte Mulder fort. „Walter ist nur ein bisschen zu würdevoll, nicht wahr? Wie sollte dein Sklavennamen lauten? Wie wäre es mit ... Maximus?“ rief er aus. „Nach Russell Crowes Rolle in Gladiator. Immerhin war er ein großer, harter Kerl, der zum Sklaven wurde“, grinste er und kniff erneut Skinners Hinterbacken, nur, weil er es konnte.
Er fühlte sich wie ein Kind, nicht nur im Süßwarenladen. Er stand hinter dem Tresen, bestimmte über all das süße Zeug und es war berauschend.
„Ich könnte dich Max rufen als Abkürzung.“
„Wenn es Sie erfreut, Meister“, meinte Skinner ruhig.
Nachdenklich sah Mulder zu seinem Sklaven hinunter. Er war nicht sicher, dass es ihn erfreute. Es war süß, schien jedoch nicht ganz richtig. Er wollte, dass der Name seines Sklaven irgendwie die Essenz des Mannes zusammenfasste und gleichzeitig ein Kosewort war. Es hatte Zeiten gegeben, wenn sein Meister ihn mit Fox ansprach, in einem ganz bestimmten Tonfall, dass er am ganzen Körper zitterte und sich fühlte, als könnte er allein bei dem Klang seines Meisters Tonfall kommen – und der Art, wie sie seinen Namen mit der Essenz seines Sklaventums durchdrang. Nie war er mehr der Sklave gewesen oder Skinner mehr der Meister, wenn der große Mann auf diese Art seinen Namen aussprach. Er hätte diesen Namen im Büro sagen können, vor einer Menschenmenge und Mulder hätte gewusst, dass sein Meister nicht nur seinen Vornamen – Fox – verwendete. Er sprach zu seinem Sklaven und darin bestand ein deutlicher Unterschied.
„Weißt du ... du hast mir oft gesagt, dass die ... ah ... fuchsartigen Charakteristika meines Tiernamens zu mir passen“, grübelte Mulder. „Was hast du gesagt? Lange Schnauze“, er tippte auf seine Nase, „buschiger Schwanz ...“, mit einem Grinsen warf er einen Blick auf seinen gierigen Schwanz, „eine unersättliche Neugier und Neigung zur Wildheit.“
Er sah seinen Sklaven an, der lächelnd seine Schultern hob.
„Mir scheint, dass Ihr Sklavenname ausgesprochen passend ist, Meister“, kommentierte Skinner vorsichtig.
„Na schön, vielleicht hast du recht ... weshalb ich denke, du solltest ebenfalls ein Tier als deinen Sklavennamen haben. Wolf ist nett ... aber nicht wirklich du“, schüttelte Mulder seinen Kopf. „Ich mag Pferd ... du hast einen hübschen, breiten Rücken und du bist ganz bestimmt wie ein Hengst ausgestattet, aber irgendwie zeigst du Mängel in der Mähnen-Abteilung“, grinste er. „Nein, warte ... ich hab’s!“ rief er triumphierend aus. „Manchmal, wenn es kalt war und ich lag an deine haarige Brust geschmiegt, habe ich gedacht, du hast mehr als eine oberflächliche Ähnlichkeit mit einem Bären. Einfallsreich, ein bisschen einzelgängerisch, gefährlich aber verschmust, groß und definitiv pelzig ... Bear. Ich mag ihn – und natürlich hat er den Vorteil, dass ich ihn von Zeit zu Zeit in Teddy ändern kann – wenn du besonders niedlich bist“, grinste er überschwänglich.
Skinners Gesicht war ein Bild der einstudierten Ruhe, doch seine Augen blitzten ein bisschen gefährlich.
„Oder da gibt es immer noch Grizzly, wenn ich dich zum Knurren bringe“, kommentierte Mulder, warf einen Blick auf seines Sklaven große Pranken. „So, Ted ... es ist Zeit für dein Halsband.“ Er winkte seinen Sklaven näher.
Das Halsband war wichtig für Mulder. Irgendwie fasste es die Differenz zwischen bloß Spielen und etwas Wichtiges bedeuten – was mit Einverständnis und Vertrauen und Zuneigung zu tun hatte. Er wusste, er würde seinen Sklaven nie schlagen können, falls er ihm nicht vorher das Halsband umlegte. Er war nicht sicher, ob er wirklich verstand, warum das derart wichtig war, doch das war es. Skinner hatte nicht einen Finger an seinen neuen Sklaven gelegt, bis er sein Halsband getragen hatte. Und die Abnahme seines Halsbandes einige Monate später hatte signalisiert, dass ihre Beziehung in enormen Schwierigkeiten steckte und dass er keine Rechte hatte, außer denen, die sein Meister freundlich genug war, ihm zu gewähren. Seine kürzlich durchlebte Halsband-Zeremonie war immer noch frisch in seinem Gedächtnis – und die Marken der Bullenpeitsche, die während dieser Zeremonie verwendet worden war, waren noch schwach auf seinen Hinterbacken sichtbar, daher wollte er den Prozess des Halsband Anlegens nicht mit vorlauten Kommentaren herabwürdigen.
Er hörte auf, die ganze Sache wie einen gigantischen Witz zu behandeln und sah runter in die willigen Augen seines neuen Sklaven.
„Ich werde dir das Halsband anlegen, Bear. Wenn ich das tue, wird es signalisieren, dass du mein Sklave bist, dass du mir gehörst und dass du für diesen ganzen Tag, 13. Oktober 2000, mein Eigentum bist. Verstehst du das?“
„Ja, Meister.“
Auch Skinners Augen waren ernst. Er kniete mit geradem Rücken und feierlich da, nahm nie seine Augen von seines Meisters Gesicht, aufmerksam für jede Nuance in der Stimmung seines Meisters. Mulder nahm das silberne Halsband und strich leicht seine Finger darüber.
„Es ist ein wunderschönes Halsband. Ich danke dir, Sklave.“
Mulder erkannte, wie oft sein Meister ihn lobte und ihm dankte. Es war etwas, das er kaum wahrgenommen hatte, bevor er selbst ein Meister geworden war. Sein Meister bestand immer auf gutem Benehmen bei seinem Sklaven, doch die Tatsache, dass Skinner ebenso die selben exquisiten Manieren praktizierte, war ihm entgangen.
„Ich möchte, dass du dein Halsband küsst, bevor ich es befestige“, meinte Mulder sanft, hielt dem knienden Mann das Silberband hin.
Skinner beugte seinen Kopf und küsste es ehrfürchtig. Lächelnd streichelte Mulder mit seinen Fingern über seines Sklaven blanken Schädel. Skinners Kopf zu berühren war immer eine seiner Lieblingsfantasien gewesen. Normalerweise war es etwas, wofür er um Erlaubnis bitten musste – und die Erlaubnis wurde oft verweigert – doch nun wurde ihm mit einem berauschenden Thrill des Entzückens bewusst, dass er einen ganzen Tag hatte, jeden Teil des wunderschönen Körpers seines Sklaven straflos zu berühren. Skinner war sein, um mit ihm anzustellen, was er wollte, berühren, wie er wollte, liebkosen und befummeln, wie er wollte – und auch Schmerzen zufügen, wie er wollte ... falls er wollte.
Allerdings war sich Mulder bei dem letzten Punkt nicht sicher. Ein Teil von ihm sehnte sich danach, geradewegs hinauf ins Spielzimmer zu rennen, die exotischsten Spielzeuge rauszuholen und sie an seinem neuen Sklaven auszuprobieren ... aber etwas hielt ihn davon ab. Hatte sich Skinner so gefühlt, fragte er sich, als er vor so vielen Monaten seinen neuen Sklaven in Besitz genommen hatte?
Er erinnerte sich, dass sein Meister ihn gründlich untersucht hatte, jedoch bemerkenswert zurückhalten gewesen war, seinen Sklaven in Besitz zu nehmen. Tatsächlich hatte er mehrere Tage gewartet, bevor er seinen Schwanz in Mulders Arsch versenkt hatte, trotz seines Sklaven Versicherung, dass er bereit wäre und auf diese Art genommen werden wollte.
Skinner hatte ihn auch nicht geradewegs ins Spielzimmer befördert und die besten Spielzeuge ausgegraben, um sie an seinem neuen Spielgefährten zu verwenden. Da hatte eine Würde und Zurückhaltung in der Art gelegen, wie sein Meister seinen Sklaven erstmals kennen gelernt hatte, bevor er ihn während seines Trainings langsam in exotischere Spiele eingeführt hatte.
Mulders Finger zitterten leicht, während er das Halsband öffnete und das Schloss um den Hals seines neuen Sklaven zuschnappen ließ. Das war kein Spiel. Das war wichtig. Skinner schloss seine Augen, als sich das Halsband um seine Haut verengte und Mulder fühlte das Gewicht dieser Verantwortung noch stärker. Dieser Mann bot ihm alles an. Wie konnte es sein, dass er nie verstanden hatte, wie es sich anfühlen musste, der Empfänger eines solchen Geschenks zu sein?
„Du gehörst jetzt mir“, flüsterte er seinem Sklaven zu. „Sag es, Sklave.“
„Ich bin der Ihre, Meister. Ich gehöre Ihnen.“
Skinner senkte seinen Kopf und küsste seines Meisters bloße Füße, setzte sich dann wieder auf, absolut gehorsam, höflich und gut trainiert – das Sinnbild des perfekten Sklaven ... aber nicht sein Sklave. Skinner war das Produkt von Andrews Training, nicht Mulders. Skinner war nicht Mulders Schöpfung, wie Mulder die Schöpfung seines Meisters war.
Mulder erkannte, dass er seinen Sklaven nicht im mindesten gezähmt hatte. Jegliche Macht, die er im Moment über Skinner hatte, war ihm als Geschenk von seinem freundlichen Meister überlassen worden. Er hatte sie nicht verdient und wusste nicht wirklich, wie er sie anwenden sollte. Dieser Gedanke machte ihn ein wenig mürrisch.
Sein ganzes Leben hatte er mit dem Gefühl gekämpft, nicht gut genug zu sein und all diese Unsicherheiten drangen an die Oberfläche. Während seines Sklaventums hatten er und sein Meister einen Kampf mit Mulders selbstzerstörerischen Tendenzen ausgefochten – und es war ein Kampf, den sie endlich anfingen zu gewinnen. Mulder kannte all seine Fehler genau. Er war immer viel kritischer sich selbst gegenüber gewesen als bei anderen. Auf seinem Tiefpunkt konnte er wild sein, rückhaltlos und starrköpfig – und furchtbar grausam zu sich selbst. Skinners feste Hand hatte ihn unterstützt und er hatte endlich verstanden, dass er – indem er seinem Meister seine Schwächen dargeboten hatte – in gewissem Maße gelernt hatte, sie zu kontrollieren. Ironischerweise fühlte er sich nun, wo ihm echte Kontrolle und Freiheit gegeben worden war, als ob er sich vergeblich abmühte.
Mulder schüttelte sich aus seinen Träumereien, ein wenig geschockt von dem Prozess, den er durchlief. Als Skinner seine Geburtstags-Bombe hatte platzen lassen, hatte Mulder die ganze Idee äußerst amüsant gefunden – er hatte nie erwartet, dass es tatsächlich einen Nerv treffen und ihn ihre Beziehung auf grundlegende Weise erforschen lassen würde.
„Legen Sie mir auch die Handschellen an, Meister?“ bat Skinner, seine Augen intensiv auf Mulders Gesicht fixiert.
Mulder nickte, dankbar, von seinen Gedanken abgelenkt zu werden. Er griff nach den Handschellen und zog Skinners Gelenke auf seinen Schoß.
„Mein Sklave. Mein Gefangener“, murmelte er, schloss die Handschellen mit einem befriedigenden Schnappen.
Er stellte sich vor, diese Handschellen an einem Pfosten festzubinden oder am Kopfteil des Bettes, seinen Sklaven bewegungslos zu machen. Sein Schwanz verhärtete sich bei dem Gedanken.
„Dieses Bad klingt gut, Bear. Geh es vorbereiten“, orderte Mulder.
„Hätte Meister gern Öle im Badewasser?“ erkundigte sich Skinner.
Mulder nickte und sah seinen Sklaven aus der Tür verschwinden, sank dann mit einem Seufzen auf das Bett. Erst, als er sich entspannte, erkannte er, wie verkrampft er sich gehalten hatte. Da lag etwas in dem Meister Sein, das dich aufrecht und in stolzer Haltung stehen lässt. Sein Meister ging mit solcher Grazie und verhaltener Kraft in jedem Schritt – kein Wunder, dass seine Muskeln oft unerwartet verspannt waren, wenn Mulder ihn am Meister-Tag massierte.
Ein paar Minuten später kam Skinner zurück, trug einen Bademantel auf dem Arm. Er hielt ihn für Mulder auf, um hineinzuschlüpfen – nur, damit der neu ernannte Meister herausfand, dass er angewärmt worden war.
„Danke, Sklave“, murmelte er, errötete leicht.
Nie hatte er daran gedacht, seines Meisters Bademantel anzuwärmen. Das war ihm einfach nicht eingefallen. Er fragte sich, wie viele seiner Mängel sein Sklave ihm noch aufzeigen würde.
Sein Sklave eskortierte ihn zum Badezimmer, das, wie Mulder bemerkte, mit frischen, flauschigen Handtüchern ausgestattet worden war. Skinners Rasierausrüstung lag ausgebreitet neben der Wanne. Skinner drehte die Wasserhähne zu, richtete sich auf und drückte seine Fingerspitzen leicht auf seines Meisters Schultern.
„Sind Sie bereit, Ihr Bad zu nehmen, Meister?“ erkundigte er sich höflich. „Soll ich Ihnen mit Ihrem Bademantel helfen?“
„Ja, Sklave“, nickte Mulder, fühlte sich absolut lächerlich.
Er war sich deutlich bewusst, dass das alles falsch lief. Er war der Sklave und Skinner der Meister. Er fühlte sich mit diesem Rollentausch einfach nicht wohl und konnte sich nicht entspannen. Skinner öffnete seinen Bademantel und zog ihn sanft von seinen Schultern, hängte ihn über den Heizkörper, um ihn neuerlich anzuwärmen. Danach nahm er Mulders Hand und half ihm in die Wanne – etwas, das nach Mulders Meinung vollkommen unnötig war. Doch, musste er zugeben, es war nett, sich so verhätschelt zu fühlen. Skinner kniete neben der Wanne nieder und Mulder lehnte sich mit einem zufriedenen Seufzen zurück, ließ sich von dem warmen Wasser trösten.
„Das riecht erstaunlich. Welche Öle hast du benutzt?“ fragte er seinen Sklaven.
„Ylang Ylang und Sandelholz, Meister“, antwortete Skinner mit einem Lächeln.
Mulder starrte seinen Sklaven an, erschrocken von dem Vergnügen in diesem Lächeln. Skinner genoss das, erkannte er. Sein Meister, sein großer, machohafter, absolut herrischer, sehr strenger Meister genoss es tatsächlich, für etwas so Unwichtiges wie die Wahl der Badeöle gelobt zu werden. Es war verblüffend.
Mulder schloss seine Augen, öffnete sie dann wieder – sein Sklave kniete immer noch in Position, erwartete seines Meisters nächsten Befehl, absolut aufmerksam.
„Spiel mit dir, Bear“, hörte sich Mulder sagen.
Es war so gut, einfach seine Augen sich an seines Sklaven nacktem Fleisch laben zu lassen. Normalerweise war Skinner bekleidet und Mulder der Nackte, daher waren die Gelegenheiten, seinen Meister einfach aus der Nähe und nackt zu betrachten, limitiert. Nun konnte er betrachten, soviel er wollte – und er liebte, was er sah.
„Ja, Meister.“
Skinner zeigte ein überraschend schüchternes Lächeln, griff nach einem kleinen Ölfläschchen, das neben der Badewanne stand. Er goss es in seine Hände, bis sie glänzten und zog sie danach träge über seinen Körper. Beginnend bei seiner Brust, bewegte er seine Finger von einer Brustwarze zur anderen, befingerte sie. Er ließ seine großen, plumpen Fingerspitzen seinen Bauch hinunter gleiten, machte langsam weiter und nahm seine Augen nie von seines Meisters Gesicht.
Mulder war wie gelähmt. Skinner erfreute vielleicht seinen eigenen Körper, doch der Ausdruck in seinen Augen machte klar, dass er mit seinem Meister Liebe machte, während er arbeitete. Mulders Schwanz verhärtete sich mit diesem Wissen. Er beobachtete, vollkommen gefesselt, als Skinner eine große Hand um seinen Schwanz wickelte und sie vor und zurück gleiten ließ, bis sein fleischiger Penis zu reagieren anfing, sich unter der Liebkosung versteifte. Sein Sklave stieß ein leises Stöhnen aus und schaukelte im Takt mit dem Rhythmus, den er auf seinem Schwanz spielte, gleitend und pumpend, sein Rücken durchgebogen und seine Augen auf seines Meisters Gesicht fixiert. Es war ein wunderschöner Anblick und als endlich Skinner seine Hand von seinem Schwanz nahm, war Mulder mit Stöhnen an der Reihe. Seines Sklaven Schwanz war steinhart und weinte Vorsamen und Mulder fühlte den Verlust dieser Hand beinahe so heftig, wie sein Sklave ihn bestimmt fühlen musste.
„Nein“, wisperte er, als Skinner erneut mit seiner Brust zu spielen begann, seinen Körper mit langsamen, sinnlichen Händen einölte. „Geh zu deinem Schwanz zurück.“
„Würde ich gern, Meister ... aber Meister hat mir verboten zu kommen“, erklärte Skinner. „Falls ich dort viel länger spiele, fürchte ich, dass ich meinem Meister ungehorsam sein werde.“
„In Ordnung“, seufzte Mulder, fühlte sich wegen des Wortwechsels vage unzufrieden. „Du kannst aufhören, Sklave. Das war sehr ... unterhaltsam“, was eine Untertreibung war, dachte Mulder gezwungen.
Er hätte sich nie vorstellen können, dass sein zurückhaltender Meister sich derart leicht so einer exhibitionistischen Zurschaustellung überlassen könnte. Allerdings war da nichts Angeberisches oder Vulgäres in Skinners Vorstellung gewesen – es war vollkommen würdevoll gewesen, ein privates Schauspiel, lediglich für das Vergnügen seines Meisters. Mulder erinnerte sich an seine eigenen Schwierigkeiten, als sein Meister ihn zum ersten Mal gebeten hatte, so ein Schauspiel zu liefern. Skinners Vorstellung war viel vollkommener und williger gewesen – doch nahm er an, das war eine weitere Sache, die Andrew dem großen Mann beigebracht hatte und dieser Gedanke machte ihn unerklärlich gereizt. Er setzte sich auf.
„Seif mich ein, Sklave“, orderte er kurz angebunden.
Skinner sah erschrocken aus wegen seines Stimmungswechsels und erfüllte schnell seines Meisters Bitte. Er rieb die Seife allerdings nicht über seines Meisters Haut, stattdessen bildete er erst Schaum zwischen seinen großen Händen, legte die Seife in die Schale neben der Wanne zurück und legte dann seine Hände auf seines Meisters Körper, verteilte den Seifenschaum liebevoll über Mulders Fleisch.
Mulder fuhr zusammen. Warum hatte er nie daran gedacht, tadelte er sich. Scheiße, er war herumgewandert, die ganze Zeit sich selbst als den guten kleinen Sklaven ansehend, doch Skinner kannte Tricks, von denen er nicht einmal wusste, dass sie existierten. Es war deprimierend.
Sein Sklave griff zum Waschlappen und wischte den Seifenschaum von seinem Meister, berührte Mulder nie lange genug, um respektlos zu erscheinen, vergewisserte sich jedoch, dass jeder Zentimeter seines Meisters sanft und liebevoll gewaschen wurde. All sein Herz und seine Seele schienen in diesen simplen Akt einzufließen und Mulder fühlte sich absolut erstklassig, geschätzt und angebetet. Es war ein gutes Gefühl – aber nicht anders, als er sich normalerweise in seines Meisters Anwesenheit fühlte, wenn er ehrlich war. Sklave oder Meister, Skinners Liebe für ihn war immer deutlich sichtbar, selbst wenn die Wege, mit denen er sie ausdrückte, völlig anders waren.
Höflich bat Skinner um die Erlaubnis, seines Meisters Haar waschen zu dürfen. Mulder gab sie und lehnte sich dann zurück, während sein Sklave warmes Wasser über seinen Kopf goss und sanft Shampoo in seinen Schädel massierte. Das war alles so beruhigend, dass er fast einschlief.
Als sein Sklave fertig war, half er seinem Meister aus der Wanne und wickelte ihn in ein warmes, flauschiges Handtuch. Danach nahm er ein anderes Handtuch und beugte sich runter, um seinen Meister von den Zehen aufwärts zu trocknen. Mulder genoss den Anblick des breiten Rückens seines Sklaven, die Muskeln bewegten sich unter der Haut, während er seines Meisters Körper liebkoste. Als Ergebnis dieser Aufmerksamkeit fing er an, weg zu driften und so sehr er sich bemühte, er konnte sich keinen Weg ausdenken, auf irgendeine Art seine Herrschaft über seinen Sklaven einzusetzen. Skinner schien die ganze Sklaven-Sache ohnedies verinnerlicht zu haben. Da schien es einfach nichts zu geben, was er seinem Sklaven befehlen konnte, das Skinner nicht bereits ausführte und das ließ Mulder sich ein bisschen nervös und außer Kontrolle fühlen. Er hatte das Gefühl, dass irgendwie mehr von ihm erwartet wurde, hatte jedoch keine Ahnung, was.
Endlich wickelte ihn sein Sklave wieder in diesen warmen Bademantel, trocknete sein Haar mit dem Handtuch und gestikulierte seinem Meister, sich vor den Spiegel zu stellen, damit er ihn rasieren konnte. Skinner positionierte sich hinter Mulder, trug Rasierschaum auf seines Meisters Gesicht auf und holte dann das Messer aus dem sauber geordneten Rasierwerkzeug neben dem Waschbecken.
„Wie viele Ballons hast du schon getötet?“ erkundigte sich Mulder, betrachtete ängstlich das Rasiermesser.
„Hunderte“, grinste Skinner. „Ich kann Ihnen versichern, dass ich perfekt darin geübt bin, Meister. Ich habe Andrew jeden Tag damit rasiert. Das ist kein Talent, das man verlernt.“
Mulder nickte ihm zu, fühlte sich wieder sicher. So, Andrew war demnach jeden Tag rasiert worden? Während Mulder seinen Meister nur einmal pro Woche rasierte, am Meister-Tag.
Skinner war jedenfalls so gut, wie er behauptete – Mulder dachte nicht, dass er selbst beim Barbier eine sauberere Rasur erhalten hatte. Er strich bewundernd über sein Fleisch und dankte seinem Sklaven, der lächelte und das Rasiermesser sorgfältig wusch, bevor er es in sein Etui zurücklegte. Danach eskortierte er seinen Meister zurück ins Schlafzimmer.
„Möchte Meister auf dem Bett massiert werden oder im Spielzimmer?“ fragte Skinner leise, kniete neben dem Bett in der Unterwerfungsstellung nieder, während er Mulders Antwort erwartete.
„Hier ist in Ordnung.“
Mulder räusperte sich, seine Stimme leicht kratzig. Als Skinner ihm den Schlüssel zum Spielzimmer ausgehändigt hatte, war das erste, was er tun wollte, hinauf rennen und spielen ... doch nun vermied er es, dorthin zu gehen. Tief drin wusste er, warum. Skinner war so ein Experte mit all diesen Geräten im Spielzimmer. Wie konnte Mulder überhaupt erwarten, so gut damit umzugehen wie sein Meister? Er würde etwas Dummes anstellen und einen Arsch aus sich machen und für immer die Illusion zerstören, er könnte je ein Top sein.
„Sehr gut, Meister. Soll ich das Bett vorbereiten?“ erkundigte sich Skinner.
Mulder nickte und hing herum, seine Arme defensiv vor seiner Brust verschränkt, fühlte er sich nutzlos, während er zusah, wie Skinner Handtücher über die Laken legte und die Kissen aufplusterte. Er versuchte, sich zu erinnern, was Skinner tat, während er auf seinen Sklaven wartete, der etwas vorbereitete. Wie stand sein Meister? Was machte er? Er bemerkte, er hatte keine Ahnung. Skinner war so sehr der Meister, dass er im Kopfstand Erdnüsse essen könnte, während Mulder das Bett machte. Er würde immer noch wie ein Meister aussehen. Er hatte es einfach, was immer es war – diese undefinierbare, mühelose Qualität einer Autorität, die einen guten Meister ausmachte und Mulder war sich sehr wohl bewusst, dass er es nicht hatte.
Skinner beendete seine Vorbereitungen, kehrte an seines Meisters Seite zurück, presste seine Fingerspitzen auf seines Meisters Schultern und fragte, ob es für ihn in Ordnung wäre, seinen Bademantel wieder auszuziehen. Mulder nickte kurz, fühlte sich mehr wie ein Kind als ein Meister. Er warf sich Gesicht nach unten auf das Bett, wunderte sich, wann sich diese ganze Erfahrung von Spaß zu derart aus der Fassung bringend verwandelt hatte.
Er wusste, er könnte sich umdrehen und seinem Sklaven sagen, er hätte genug und wollte zum Status Quo zurückkehren, doch er hatte seinen Stolz – und außerdem schien es flegelhaft, ein Geburtstagsgeschenk in das Gesicht des Mannes, den er liebte, zurückzuschleudern. Skinner hatte gedacht, er würde das genießen und er fühlte sich schuldig, weil er das nicht tat.
Allerdings konnte nicht einmal seine eigenartige Stimmung verhindern, dass er die Massage genoss. Skinner bewies, dass er dabei genauso ein Experte war, wie bei allem anderen und Mulder entzückten diese starken, eingeölten Finger immer mehr, während sie jeden Zentimeter seiner Haut erforschten, eine Vielzahl kleiner Knoten und Verspannungen wegtrösteten. Sogar jetzt sehnte sich ein Teil von ihm danach, dass sein Sklave einen Finger zwischen seine Arschbacken gleiten ließe, auf die Art, wie es sein Meister getan hätte, wenn er ihn liebkoste. Skinner war ein viel zu gut trainierter Sklave, um sich solche Freiheiten zu nehmen.
Verschwommen war sich Mulder bewusst, dass Andrew Linker völlig die Reputation verdiente, die er in den BDSM-Szenekreisen hatte. Nach allem, was er aus des großen Mannes eigenem Mund gehört hatte, war Skinner kein einfacher Student gewesen, um ihn zu unterrichten, er hatte jedoch bestimmt seine Lektionen gut gelernt.
Mulder fühlte sich völlig knochenlos, als die Massage endete. Skinners Hände waren seltsam zärtlich für einen so großen Mann und er diente seinem Meister gut. Mulder war so weit weggetreten, dass es tatsächlich mehrere Minuten dauerte zu erkennen, dass die Massage vorbei war und dass sein Sklave wieder einmal seine kniende Stellung neben dem Bett eingenommen hatte, Augen gesenkt, Rücken gerade, Schwanz und Eier ein bisschen vorgeschoben, sollte es seinem Meister gefallen, mit ihnen zu spielen.
„Das war ...“ Mulder fühlte sich träumerisch und abwesend und seine Stimme klang fremd in seinen Ohren. „Fantastisch“, murmelte er, ließ seinen Kopf wieder auf das Kissen fallen.
„Falls Meister eine Weile ausruhen möchte, könnte ich anfangen, das Frühstück zuzubereiten“, schlug Skinner vor.
„Was? Jaah. Frühstück. Ah ... ja. Danke.“
Mulder spürte sein Inneres sich verlegen winden, als sein Sklave verschwand. Oh, Gott, wie herrisch war das denn? Er vergrub sein Gesicht in dem Kissen, fragte sich, wie zum Teufel er ein würdiger Meister für so einen erstaunlich perfekten Sklaven sein könnte. Es war frustrierend. Skinner schien ihm die ganze Zeit einen Schritt voraus zu sein. Es erschien fast grausam, überhaupt daran zu denken, so einen Sklaven zu verprügeln, obwohl das eines der Dinge war, das es ihn juckte zu tun, seit er in seiner Geburtstagsüberraschung erwacht war.
Mit einem Seufzen erhob sich Mulder und kleidete sich rasch in Turnhose und ein T-Shirt. Irgendwie fühlte er sich rebellisch, weil er sich anzog, obwohl Skinner gesagt hatte, dass er seinen Meister ankleiden würde, doch er wollte hier die Kontrolle haben, verdammt! wenigstens konnte er zum Frühstück runtergehen, anstatt auf seinen Sklaven zu warten, der erneut die Initiative übernehmen und herauskommen, ihn eifrig die Treppe hinunter eskortieren – oder, da sei Gott vor, ihm sein Frühstück ans Bett bringen würde. Mulder erzitterte bei dem Gedanken, schnappte seine Zeitung, schlüpfte in seine Schuhe und rannte die Treppe, immer zwei Stufend nehmend, hinunter.
Sein Sklave hatte den Tisch hergerichtet und war in der Küche beschäftigt. Mulder betrachtete den Tisch und runzelte seine Stirn.
„Bear!“ rief er.
Skinner blickte aus der Küche, ein überraschter Ausdruck in seinem Gesicht.
„Da ist nur ein Platz vorgesehen“, kommentierte Mulder.
„Ja, Meister. Ich wollte nicht annehmen, dass Sie mir gestatten, mit Ihnen zu essen. Ich könnte noch einen Platz herrichten, falls Sie das wollen. Oder ich wäre zufrieden, in der Küche zu essen, nachdem Meister gegessen hat, außer Meister wünscht, mich selbst zu füttern? Oder vielleicht will Meister nicht, dass ich esse?
Geduldig wartete Skinner auf seine Antwort und Mulder fühlte sich neuerlich auf dem falschen Fuß erwischt. Skinner hatte sauber alle Optionen seines Meisters umrissen und nun fühlte sich keine davon wie ein Kommando an – er fühlte sich bloß, als ob er dem Vorschlag seines Sklaven folgen würde, was auch immer er machte. Er fühlte sich danach, mit der Hand zu wedeln und mach, was du willst zu fauchen, stoppte sich aber.
„Bedien mich, danach darfst du neben dem Tisch knien, damit ich dich füttern kann“, knurrte er knapp.
Skinners Augen weiteten sich leicht bei Mulders Ton. Mulder winselte lautlos – in ihren üblichen Rollen wusste er, er wäre bestraft worden für ein derartiges Benehmen, doch sie befanden sich nicht in ihren üblichen Rollen und er fühlte sich ratlos.
„Habe ich Sie auf irgendeine Art verärgert, Meister?“ erkundigte sich Skinner leise.
„Ja, hast du. Du bist zu verdammt perfekt!“ schnappte Mulder.
Es herrschte Stille. Skinners Augen waren erschrocken und ein wenig verletzt. Plötzlich fühlte sich Mulder wie ein totaler Bastard. Dieses kleine Schauspiel war nicht gerade dem Handbuch für gute Meister entnommen, dachte er. Sein eigener Meister hatte seinen Sklaven nie verflucht oder derart herabgewürdigt.
„Wäre es Meister lieber, wenn ich weniger aufmerksam bin?“ fragte Skinner sanft nach langen Minuten, während derer sie beide dastanden, einander unsicher anstarrten.
„Nein. Nein.“
Mulder war überrascht festzustellen, dass er es ernst meinte. Auf einer gewissen Ebene genoss er all die Aufmerksamkeit, konnte jedoch nicht das Gefühl abschütteln, dass er es nicht verdiente.
„Tut mir leid. Es ist nur ... ich hatte nie mehr als eine Putzfrau in meinem Apartment. Ich hatte ganz bestimmt kein Stubenmädchen, Koch, Kammerdiener und Sexsklaven, alles in einer Person vereint“, witzelte er schwach. „Es dauert ein bisschen, mich daran zu gewöhnen. Bring das Frühstück raus, wenn du fertig bist. Ich werde die Zeitung lesen.“
Skinners Ja, Meister wehte ihm hinterher, als er ins Esszimmer zurückging.
Mulder las die Zeitung, entspannte sich und genoss das Gefühl zu faulenzen, im Apartment Kleidung zu tragen, seine Füße hochzulegen, sich bedienen zu lassen und sich nicht um die Bedürfnisse seines Meisters kümmern zu müssen oder dauernd seinen Arsch für einen gelegentlichen Schlag zur Verfügung zu halten, den sein Meister ihm verabreichen wollte.
Das Frühstück war köstlich – was für Mulder nicht im mindestens überraschend war. Sein Sklave bereitete einen Stapel der perfektesten, flaumigen Pfannkuchen zu und kniete dann neben seinem Meister nieder, während Mulder sie verschlang. Er beschloss, seinen Sklaven zu füttern, nachdem er fertig war. Vielleicht fühlte er sich dadurch mehr wie ein Meister. Es war nett, musste er zugeben, fröhlich zu essen, die Zeitung zu lesen, die vor ihm auf dem Tisch lag, seine freie Hand befummelte seines Sklaven Kopf, während er kaute.
Skinner legte sein Kinn auf Mulders Knie und Mulder spielte lächelnd mit seines Sklaven Ohren. Er wusste aus persönlicher Erfahrung, wie gut es war, in stiller Anbetung neben seinem Meister zu knien, sein Kinn auf seines Meisters Knie wie ein anbetendes Hündchen. Vielleicht empfanden überall Sklaven gleich. Er warf einen Blick zu seinem Sklaven hinunter, der zu ihm aufsah, seine dunklen Augen aufmerksam hinter seiner Metallrahmen-Brille.
„Bist du hungrig, Bear?“ fragte er.
„Ja, Meister.“ Skinner setzte sich auf.
„Möchtest du Frühstück?“
Grinsend arrangierte er ein nettes, klebriges Stück Pfannkuchen, bedeckt mit Blaubeer-Soße, auf dem Ende seiner Gabel. Er hielt sie verlockend hoch.
„Ja, Meister“, nickte Skinner.
„Dann bettle darum“, orderte Mulder.
Skinner zögerte und plötzlich fühlte sich Mulder wie der schlechteste Meister im ganzen Universum. Warum zum Teufel hatte er verlangt, dass sein Sklave etwas so Erniedrigendes tat? Skinner hatte ihm nie einen derart demütigenden Befehl gegeben, wofür er mit einem Mal äußerst dankbar war.
„Es ist okay.“
Mulder steckte die Gabel voll Essen in seines Sklaven Mund, brachte ihn zum Schweigen, bevor er betteln konnte. Er wollte diesen schönen, würdigen, aufmerksamen Mann auf keinen Fall erniedrigt sehen. Skinner hatte ihm sein Sklaventum als Geschenk gegeben; das letzte, was Mulder machen wollte, war, diesen Mann herabzusetzen. Sein eigenes Sklaventum hatte seine ziemlich geringe Selbstachtung und Zuversicht derart ausgepolstert, dass es als Verzerrung der Meister/Sklave-Bindung erschien, irgendetwas zu tun, das seines Sklaven Selbstvertrauen unterminieren würde.
Die Erkenntnis traf ihn, dass in den Händen des falschen Meisters das gesamte Leben eines Sklaven ruiniert werden könnte. Mit dem richtigen Meister konnte sein Leben verwandelt werden und er konnte lernen zu fliegen. Das war es, was Skinner ihm geschenkt hatte. Wie konnte er jemals hoffen, so einem Meister nachzueifern?
Er fütterte seinen Sklaven rasch, vorsichtig und besorgt, schickte ihn danach los, um das Geschirr zu waschen, während er sich mit einem Seufzen auf die Couch setzte. Alles, was er anstellte, schien falsch zu sein und er hatte überhaupt keine Ahnung, wie er sich in dieser Situation durchsetzen sollte.
Er war so verloren in diesen dunklen Gedanken, dass er überrascht war, als etwa eine halbe Stunde später etwas seine Hand anstupste. Hinunterblickend sah er seinen Sklaven neben dem Sofa knien.
„Benötigt Meister noch etwas?“ fragte Skinner.
Mulder spürte die verständnisvollen, dunklen Augen seines Sklaven Löcher in ihn bohren. Typisch Skinner, scharfsinnig genug zu sein zu wissen, was in Mulders gefolterten Denkprozessen vor sich ging. Gerade jetzt wollte er nicht der Gnade dieser Augen ausgeliefert sein. Er wollte sein Geburtstagsgeschenk genießen, sich stark fühlen und herrisch und Befehle erteilen und sich vollkommen in diese Erfahrungen vertiefen. Diese dunklen Augen schienen ihn zu beurteilen und starke Mängel an ihm zu finden.
„Nein. Erledige ein paar Hausarbeiten oder so etwas“, schnappte er schlecht gelaunt.
Skinner zuckte leicht zusammen, zog sich aber zurück, ließ Mulder zum Sender-Zappen sitzen, während sein Sklave anderweitig beschäftigt war. Es fühlte sich seltsam an, nicht nackt zu sein und an einem Samstag tun zu dürfen, was er wollte. Normalerweise hatte sein Meister Pläne für ihn und oft beinhalteten sie sehr langweilige und sinnlose Hausarbeiten – oder eine völlig berauschende Sitzung im Spielzimmer, immerhin waren Samstage Sklaven-Tage.
Er wünschte, er könnte seine Freiheit ein bisschen mehr genießen, doch Mulder fühlte sich zu nervös – aus zu vielen Gründen, um sie alle analysieren zu können. Der Schlüssel zum Spielzimmer schien ein Loch in seinen Hals zu brennen. Normalerweise konnte er es an einem Samstag nicht erwarten, in diese Schatzkammer hinauf zu gelangen. Und nun, wo er Carte Blanche hatte, genau das zu tun, zögerte er. Scheiße, er war schon mehrere Stunden der Meister und hatte bis jetzt seinen Sklaven weder verprügelt noch gefickt – was zur Hölle war los mit ihm?
Seine Stimmung wurde dunkler, während er über dieses schwierige Thema nachgrübelte. Und als sein Sklave ein paar Minuten später zurückkam, starrte er ihn böse an. Skinner sah ihn einen Moment an, spürte deutlich seines Meisters Laune. Er setzte sich in den Lehnstuhl Mulder gegenüber und betrachtete seinen Meister genau.
„Gibt es ein Problem, Meister?“ wollte er wissen. „Gibt es etwas, das ich tun kann, um zu helfen?“
Mulder kämpfte eine Weile mit sich. Er wollte wirklich nicht aus seiner Rolle rauskommen. Er wollte das machen, verdammt, fühlte sich jedoch so gehemmt dabei. Schließlich gab er auf.
„Ja. Ich denke ... ich will wieder ein Sklave sein“, antwortete er seufzend.
„Ich konnte spüren, dass du anscheinend nicht genug Spaß hattest“, kommentierte Skinner sanft. „Was ist das Problem, Fox?“
„Keine Ahnung.“ Mulder starrte mürrisch in den Fernseher, sah jedoch nichts.
„Schau, falls es das ist, was du willst, ist das okay“, hob Skinner seine Schultern. „Ich kann dich ins Spielzimmer hinaufbefehlen und dich zu dem runterholen, was du während der anderen 364 Tage des Jahres bist. Das sollte keine Tortur sein – es sollte Spaß machen. Falls du den nicht hast, können wir das ändern.“
„Jaah.“ Lustlos spielte Mulder mit den Knöpfen der Fernbedienung.
„Willst du das?“ bohrte Skinner. „Es ist dein Geburtstag, Fox.“
„Nein, sehen Sie, ich mag die Idee ... aber anscheinend schaffe ich es nicht“, knurrte Mulder wütend. „Und Sie, Sie sind so ein perfekter Sklave, was mich bloß erkennen lässt, dass ich es nicht bin und die Meister-Sache schaffe ich nicht einmal ansatzweise. Ich bin nutzlos. Ich meine, Sie haben nicht ein einziges Mal Mist gebaut, daher kann ich Sie nicht einmal verprügeln. Und worin liegt der Sinn, Ihnen zu befehlen, nicht zu kommen, wenn Sie ohnehin keinen verdammten Steifen haben?“ murrte er, sah betont auf Skinners schlaffen Schwanz. „Ich verbringe die ganze Zeit mit einem Steifen, deshalb bedeutet es etwas, wenn Sie sagen, ich darf nicht kommen, aber Sie ...“, er zuckte seine Schultern. „Oh, ich weiß nicht.“ Er sank in die Couch zurück.
„Okay.“ Nachdenklich presste Skinner seine Hände zusammen. „Schau, Fox, kürzlich hast du darüber gesprochen, dass du dich fragst, wie es ist zu toppen – deshalb dachte ich, ich gebe dir die Gelegenheit mit so wenig Druck wie möglich. Immerhin ist das dein Geburtstag. So weit es mich betrifft, kannst du hier sitzen und dich von mir den ganzen Tag mit Schokolade füttern lassen, falls es das ist, was dich anmacht. Du bist der Meister. Ich bewerte nicht die Art Meister, die du sein willst. Das ist die Freiheit, die ich dir geben wollte – die Freiheit zu tun, was du willst, ohne dir Sorgen zu machen, weil es eine einmalige Sache ist. Ich vergaß den fürchterlichen Druck, den du dir selbst machst.“ Er zeigte ein schiefes Lächeln. „Nun, wir können das auf eine andere Art machen. Ich gebe dir eine Tutoren-Sitzung im Spielzimmer, benutze vielleicht einen willigen Sub wie Ian, damit du Erfahrung im toppen gewinnen kannst. Aber du wärst sehr eingeschränkt, weil es eine Menge Dinge gibt, die ich meinen Sklaven nicht einem anderen Mann antun lasse. Deshalb habe ich mich selbst angeboten. Ein anderer Weg, das zu tun, wäre, dass ich dir eine Nachhilfe-Sitzung gebe und mich selbst als Sub zur Verfügung stelle, aber ich dachte nicht, dass es dir gefällt, gesagt zu bekommen, was tun und wie – und ich denke nicht, dass es dir wirklich eine echte Ahnung geben würde, wie es ist, das Sagen zu haben. Du wolltest die ganze Erfahrung, ein Top zu sein, und das ist es, mit allem Für und Wider.“
„Sie meinen, Sie fühlen sich so?“ Mulder blickte hoch. „All diese Verantwortungen, der Druck, sich auszudenken, was tun und immer der Meister sein? Sich wie ein Meister benehmen, sodass Sie es gehen, sprechen, denken und atmen? Streng mit Ihrem Sklaven sein, ohne seinen Geist zu zerschmettern oder ihn etwas tun zu lassen, was ihn erniedrigt? Wissen, was ihn anmacht und wie Sie gleichzeitig angemacht werden? Die Freiheit haben, so weit zu gehen, wie Sie wollen und tun, was Sie wollen, ohne zu vergessen, dass auch er aus Fleisch und Blut besteht?“
Skinner zeigte ein sanftes Lächeln. „Ja, Fox. Alles davon“, murmelte er. „Nur habe ich viel mehr Erfahrung darin, daher fällt es mir ein bisschen leichter.“
Mulder nickte nachdenklich. „Es gibt Dinge, die ich machen will.“ Er untersuchte seine Fingernägel. „Aber ich glaube, mir macht auch ein bisschen Angst, dass das Dinge sind, die ich machen will. Verprügeln, zum Beispiel.“ Er biss auf seine Lippe. „Das möchte ich wirklich tun, aber wie das Thema innerlich verarbeiten? Wie gehen Sie mit der Tatsache um, dass Sie jemandem weh tun wollen? Qual verursachen?“
„Das gehört dazu“, zuckte Skinner seine Schultern.
„Fox, ich weiß, was du meinst. Es gab Zeiten, als die Dinge, die ich dir antat, als Folter angesehen würden. Sie haben mir zum größten Teil gefallen, weil du sie so sehr genossen hast, aber es gibt auch etwas in meinem Inneren, das es schlicht und einfach genießt. Ich bin weder ein gewalttätiger Mann noch ein blutdurstiger und diese Erkenntnis war etwas, das mich anfangs ebenfalls erschreckt hat. Manchmal genieße ich es überhaupt nicht. Zum Beispiel gab es Zeiten, wo ich dich bestraft habe, wenn ich dich viel lieber in den Wahnsinn gefickt oder dir eine erotische Tracht Prügel verpasst hätte. Aber du musstest runtergebracht werden und du musstest wissen, dass ich das für dich tun würde, selbst wenn du zu diesem Zeitpunkt alles getan hättest, um einer derart ernsthaften Tracht Prügel zu entgehen. Immerhin habe ich während deiner Zeit als mein Sklave einige Prügel geliefert, die rein zur Bestrafung gedacht waren und keinem von uns beiden Vergnügen bereitete.“
„Das können Sie laut sagen.“
Unbehaglich rutschte Mulder auf der Couch herum, erinnerte sich an mindestens drei Gelegenheiten, bei denen die Tracht Prügel todernst und ausgesprochen qualvoll gewesen war und er davon überhaupt nicht angemacht worden war.
„So, was ich meine, ist, es gibt genauso Pflichten wie Vergnügungen, ein Meister zu sein – genauso wie ein Sklave zu sein“, lächelte Skinner und Mulder gab das Lächeln unsicher zurück. „Und wenn du mit dieser Seite von dir nicht fertig wirst, die ein kleines bisschen Schmerzen verursachen will – durch Prügel oder Nippelklammern oder was auch immer – dann musst du das nicht“, hob Skinner seine Schultern. „Dieser ganze Tag liegt in deinen Händen und du kannst so weit gehen, wie du willst – oder nichts tun, falls du diese Seite von dir nicht erforschen willst. Wie auch immer, falls du es willst, dann bin ich hier.“
Wieder lächelte er. „Siehst du, das Wichtigste ist, ich vertraue dir. Ich denke nicht, dass du ein sadistisches Monster von der Leine lässt. Dafür kenne ich dich zu gut. Du solltest mehr Selbstvertrauen haben. Und was das Vergnügen angeht – na schön, denk daran, wie du dich selbst verprügelt hast, weil du schwach wärst, weil du gern sexuell unterwürfig bist. Und jetzt denk an die Prügel, die ich mir verpasste, als ich erkannte, dass ich gern sexuell dominant bin. Es ist einfacher zu akzeptieren, dass du gern verprügelt wirst als anzuerkennen, dass du gern Qual verursachst.“
Mulder starrte Skinner mit offenem Mund an, bemühte sich, diese Information aufzunehmen. Nie zuvor hatte er die Welt auf diese Art betrachtet und es war gleichzeitig überwältigend und befreiend. Die Psychologie darin faszinierte den Geist des Profilers.
„Wie wurden sie damit fertig?“ wollte er wissen.
„Na ja, es hilft, daran nicht als Qual zu denken – ich meine, es gibt viele Wege des Liebemachens, wo Schmerz und Vergnügen so sehr verwoben sind, dass sie nicht unterschieden werden können. Manchmal kann die Empfindung des Orgasmus qualvoll sein, nur, weil er so intensiv ist – aber niemand würde abstreiten, dass er auch befriedigend ist. So denke ich darüber. Nicht als Schmerz verursachen an sich, sondern Empfindungen schenken – Intensität. Und es gibt Menschen wie dich, die gerne empfangen, die Menschen wie mich benötigen, die gerne geben. Es bedeutet nicht, dass du schwach bist oder dass ich sadistisch bin. Es bedeutet nur, wir sind verantwortungsbewusste Erwachsene, die unsere Bedürfnisse erkannten und sie erfüllen, ohne jemandem zu schaden. Nicht uns, keinem anderen, nicht der Gesellschaft im Ganzen. Das ist es, was ich verantwortlich nenne.“ Er zuckte seine Schultern.
„Willst du die Rolle immer noch aufgeben, Fox?“ fragte er zärtlich. „Falls du das willst, ist es okay. Wie ich sagte, es ist dein Geburtstag.“
„Nein. Ich will sie nicht aufgeben. Ich will verstehen, was Sie dabei anzieht. Ich will etwas über mich selbst herausfinden“, seufzte Mulder. „Aber ich muss loslassen und dafür scheine ich zu gehemmt zu sein.“
„Na ja, es ist ein gewaltiger Rollentausch, daher kann ich verstehen, womit du Probleme haben könntest, aber das ist keine Vorstellung, Fox. Es ist eine Entdeckungsreise. Ich beurteile dich nicht, was für ein guter Meister du heute bist, daher solltest du dich nicht selbst beurteilen. Ganz bestimmt solltest du dein eigenes Sklaventum nicht dagegen abwägen, wie gut oder schlecht ich mich als dein Sklave verhalte.“
„Aber Sie machen all diese großartigen Dinge und ... ich habe mich gefragt, ob Sie die Art Sklave wären, als den Sie mich haben wollten ... der ich nicht bin“, meinte Mulder verzweifelt.
Skinner lachte. „Fox, ich bin mehr als glücklich mit meinem Sklaven, herzlichen Dank auch“, sagte er. „Ich bin der Sklave, der ich sein will. Jeder von uns muss die Art Meister und Sklave finden, die wir sein können, mit der wir uns wohl fühlen. Manche Meister verwenden nie Schmerz – sie sind lediglich an den Dom/Sub-Aspekten einer Beziehung interessiert. Vielleicht entdeckst du, dass du einer dieser Meister bist. Manche Meister benutzen Schmerz nur, weil es ihre Subs wollen – wie Perry und Ian. Manche benutzen ihn gern, tun es aber weise. Sie wissen, wenn Qual richtig eingesetzt wird, ist das wie ein Maestro, der eine Violine spielt und seinem Sub das intensivste Vergnügen bereitet. Du musst herausfinden, welche Art Meister du bist und das braucht Zeit und Erfahrung. Keiner von uns kann eine Kopie eines anderen sein – das würde uns erst mal davon abhalten zu sein, was wir sind und uns nur in Klone verwandeln. Ich für meinen Teil will keinen Klon-Sklaven und ich bin sicher, dass du keiner sein willst. Du könntest keiner sein. Das bist nicht du – und ich habe dich gewählt. Und es muss gesagt werden, dass du nur meine starken Seiten gesehen hast. Mich um meinen Meister zu kümmern, mich um seine Bequemlichkeit zu sorgen – darin bin ich gut. Es gibt andere Situationen, in die du mich bringen könntest, wo ich viel weniger zufrieden stellend wäre, glaub mir!“ Er zeigte ein amüsiertes Grinsen.
„Ich wüsste gern, welche Situationen das sind.“ Mulder gab ein eigenes, falsches Grinsen.
Skinner schüttelte seinen Kopf und wackelte einen Finger in seine Richtung. „Ah-ah.“
Sie blieben eine Weile stumm, während Mulder verinnerlichte, was er gerade erfahren hatte.
„Ich weiß genau, was Sie meinen, der Sklave oder Meister zu sein, der Sie sein können ...“, grübelte Mulder schließlich. „Ich will Sie nicht bloß kopieren. Ich fühle, das bin nicht ich.“
„Na schön, dann mach damit weiter“, sagte Skinner ermutigend. „Ich könnte dir ein paar technische Hinweise geben. Du hast erwähnt, ich wäre so perfekt, dass du keinen Grund finden könntest, mich zu verprügeln. Hölle, du brauchst keinen, Fox! Du bist der Meister. Du kannst mich schlagen, weil dir der Gedanke gefällt und es dich anmacht. Du musst daran denken, dass ich mich dir überlassen habe. Ich habe das freiwillig getan, dir vertrauend und mit dem Wissen, dass es viele Wege gibt, auf die du dich vielleicht mit mir vergnügen willst. Dich freiwillig zu überlassen – ohne Einspruchsmöglichkeit – ist der Haken darin, was es bedeutet, ein Sklave zu sein. Doch dieses Geschenk frei und ohne Widerspruch zu akzeptieren, ist genauso der Haken darin, was es bedeutet, ein Meister zu sein. Du tust deinem Sklaven keinen Gefallen, wenn du das Geschenk nicht in dem Sinne annimmst, in dem es gegeben wurde.“
Mulder fühlte sich wie gelähmt bei dieser Eröffnung. Da lag solche Perfektion und Wahrheit darin, dass es ihm den Atem raubte.
„Was das Thema angeht, dass ich keine Erektion habe ... na schön, Fox, du hast das Kommando. Befiehl mir, die ganze Zeit in deiner Gegenwart eine Erektion zu halten und gleichzeitig befiehl mir, nicht zu kommen.“ Skinner hob seine Schultern, ein breites Grinsen spielte über sein Gesicht. „Das sind die Tricks des Handels. Benutze sie!“
Mulder schüttelte seinen Kopf, lachte leise.
„Sehen Sie, deshalb sind Sie der Meister“, bemerkte er.
„Und du hast einen Tag, um diesen Status bis zum Äußersten selbst zu erfahren“, antwortete Skinner. „Ein Tag, Fox. Das ist alles, was ich dir im Moment gebe. Wer weiß, wann sich diese Gelegenheit wieder ergeben wird? Lass einfach los und genieß es. Du weißt, du wirst es bedauern, falls du es nicht nützt.“
Mulder nickte, fühlte sich viel zuversichtlicher.
„Okay.“ Er holte tief Luft.
„Mach, was dir gefällt, nicht, was du denkst, dass du machen solltest – dann funktioniert es viel besser“, wies ihn Skinner an.
Wieder nickte Mulder.
„Und morgen müssen wir eine ernsthafte Diskussion führen, warum du denkst, ein wohlerzogener Sklave ist langweilig und ein unartiger macht mehr Spaß“, grinste Skinner.
„Hey, Sie haben versprochen, keine Rache!“ protestierte Mulder, entspannte sich, jetzt, wo er seine Ängste ausgesprochen hatte.
„Ich sagte Diskussion.“ Skinner hob eine amüsierte Augenbraue. „Nicht Bestrafung. Du scheinst ein permanent schuldbewusstes Gewissen zu haben, Junge.“
„Okay, schon gut“, grinste Mulder. „Werden Sie jetzt wieder mein Sklave sein oder was?“
„Ihr Wunsch ist mir Befehl.“
Skinner stand auf, streckte seinen herrlichen Körper und kniete dann anmutig neben seinem Meister nieder. Mulder überdachte die Situation einen Moment. Gleichgültig, dass Skinner aussah, als ob er kein Wässerchen trüben könnte, wie er in der Unterwerfungsstellung kniete, Augen gesenkt, er weigerte sich zu glauben, dass sein Sklave derart leicht in den Subraum eintreten konnte. Erst vor ein paar Sekunden hatte er ihn Junge genannt und nun war er ein vollkommen unterwürfiger Sklave? Das dachte Mulder nicht. Sie brauchten beide ein wenig Raum, um sich dem Rollentausch anzupassen, oder es würde nicht funktionieren.
Eine teuflische Idee kam ihm – etwas, das seinem Sklaven wirksam helfen würde, in seine Rolle zurück zu gelangen, genauso wie Mulder eine unschuldige Rache zu ermöglichen. Er erhob sich und befahl seinem Sklaven, ihm zu folgen, stolzierte dann mit einem breiten Grinsen im Gesicht aus dem Zimmer, Fröhlichkeit blubberte in seinem Inneren hoch. Oh, das war gut! Das war Rache!
„Hier, bitte“, sagte er, stieß mit einer eleganten Geste die Tür zum Wäscheraum auf. „Meine Hemden, Sklave. Ich will sie gebügelt.“
Er gestikulierte in die Richtung eines Berges verknitterter Hemden in einem Korb. Er schickte seine und Skinners Arbeitskleidung in die Reinigung, wusch jedoch oft ihre Freizeitkleidung selbst. Skinner hatte gern ein bisschen Wäsche, die sein Sklave von Zeit zu Zeit erledigen konnte, als passende sinnlose Beschäftigung, entweder zur Strafe oder um ihn an seinen Status im Haushalt zu erinnern.
Mulders Sklave betrachtete die Wäsche mit einem unbeweglichen Ausdruck in seinem Gesicht, wanderte dann gehorsam quer durch den Raum zu dem Korb voll verknitterter Wäsche, doch Mulder schnappte den Ausdruck kaum unterdrückten Amüsements in den Augen seines Sklaven auf. Skinner biss hart auf seine Lippe, als er das Bügeleisen einschaltete.
„Ja ...“, begann er mit erstickter Stimme. Er schluckte hart, seine Augen voller Fröhlichkeit, und versuchte es noch einmal. „Ja, Meister.“
Sein Gesicht wurde rot und er sah aus, als würde er einen Schlaganfall bekommen, weil er sich so sehr bemühte, nicht wegen der poetischen Gerechtigkeit zu lachen, endlich die Hausarbeit erledigen zu müssen, die sein eigener Sklave so sehr hasste.
„Gibt es etwas, das du mir mitteilen willst, Sklave?“
Mulder hob eine Augenbraue, bemühte sich, nicht selbst zu lachen.
„Ah, nein ... Meister“, sagte Skinner schwach, klammerte sich mit knapper Not an seine Verkörperung des perfekten Sklaven.
„Bist du sicher?“ schnurrte Mulder, unfähig zu widerstehen.
Er spürte eine Welle purer boshafter Fröhlichkeit ihn durchströmen, während er zu seinem nackten Sklaven stolzierte, hinter ihm Position bezog und sein Kinn auf Skinners Schulter legte, sein Mund nahe an seines Sklaven Ohr.
„Hemden.“ Mulder sprach das Wort aus, als ob er damit Liebe machte. „Nette, verknitterte Hemden, nur darauf wartend, gebügelt zu werden.“
Er nahm eines auf und hielt es vor seinem Sklaven hoch, seine Arme um den Körper seines Sklaven geschlungen. Es war sehr nett, Skinners nackten Hintern so nah zu sein, dachte er. Sein Schwanz reagierte hungrig auf das Wissen.
„Ja, Meister. Ich liebe Bügeln, Meister“, meinte Skinner mit verträumter Stimme.
„Niemand kann Bügeln lieben. Das ist menschlich unmöglich“, gab Mulder hoffnungslos, völlig bestürzt, zurück.
„Ich schon, Meister.“
Skinner schnappte das Hemd, das ihm herausfordernd hingehalten wurde, legte es auf das Bügelbrett und begann die fragliche Hausarbeit.
„Es spricht meinen Ordnungssinn an, Meister. Glatte, unzerknitterte Perfektion zu schaffen, wo einst Chaos herrschte“, sagte er in beinahe orgasmischem Tonfall, ließ das Bügeleisen über den Stoff gleiten und bügelte die Knitterfalten raus.
„Du würdest mich doch nicht anlügen, Sklave, oder?“ schnurrte Mulder, wartete auf sein Stichwort, wartete, dass Skinner dem Gelächter nachgeben würde, das drohte, sie beide zu überwältigen.
Sein Körper bebte mit der Anstrengung, nicht zu lachen, doch dann riss er sich mit der herrschaftlichen Selbstkontrolle, die Mulder in dem großen Mann zu gut kennen und respektieren gelernt hatte, zusammen, lächelte seinen Meister selig an und schüttelte seinen Kopf.
„Nein, Meister. Ich würde Sie nicht anlügen, Meister“, meinte er salbungsvoll.
Mulder schnaubte ungläubig und gab auf.
„Das ist gut, Sklave, weil hier ein ganzer Korb voller Kleidungsstücke steht, den du genussvoll bügeln kannst. Du darfst ins Wohnzimmer zurückkommen, wenn du fertig bist“, orderte er.
Skinner nickte ihm zu, sein Gesicht vollkommen gelassen, nur das winzigste Blitzen in seinen dunkelbraunen Augen verriet seine Belustigung.
Mulder schüttelte immer noch grinsend seinen Kopf und verließ den Raum. Er war erst den halben Korridor entlang gegangen, als er ein tiefes, perlendes, herzhaftes Lachen aus dem Wäschezimmer dringen hörte. Er pausierte mitten im Schritt und ergab sich selbst dem Lachen, kicherte hilflos, bis er außer Atem war, bevor er sich ins Wohnzimmer schleppte und sich schwach auf die Couch fallen ließ, vollkommen erschöpft.
Er lag für einen Moment da, riss sich dann zusammen. Er musste seinen nächsten Schritt planen. Er wollte seine Zeit als Meister nicht verschwenden, indem er seinen Sklaven den ganzen Tag Hausarbeiten erledigen ließ. Skinner hatte recht – Mulder hatte eine Gelegenheit, das zu erleben, und sie kam vielleicht nie wieder. Das wollte er genießen. Selbst, falls er sich als der nutzloseste Meister im Universum herausstellte, wollte er wissen, wie es sich anfühlte, diese Rolle zu übernehmen.
Was ihn am meisten überraschte, war, wie viel er über sein eigenes Sklaventum durch diese Erfahrung lernte und irgendwie war er sicher, dass das kein Zufall war. Sein Meister war ein äußerst scharfsinniger Mann und er musste gewusst haben, dass diese kleine Lektion im Toppen seinem Sklaven eine Pause zum Nachdenken verschaffen würde. Nun musste er überlegen, was er als nächstes tun sollte. Skinner hatte ihm gesagt, es zu genießen und lieber zu tun, was er wollte, anstatt was er dachte, dass er sollte. Was wollte er tun?
Die Antwort darauf fand Mulder einfach genug. Er erkannte, dass – obwohl sein eigener Meister liebend gern einen nackten Sklavenjungen um sich hatte und so sehr er es zu schätzen wusste, seines Meisters nackten Körper zu betrachten – eines der Dinge, von denen er immer fantasierte zu tun, war, Skinner zu verkleiden. Der erstaunliche Körperbau des anderen Mannes sah so gut aus, wenn er unter der richtigen Kleidung zur Schau gestellt wurde – und bis jetzt hatte er kaum ein Mitspracherecht gehabt, was sein Meister trug. Natürlich hatte Skinner einen sehr guten Geschmack, doch Mulder sehnte sich danach, seinen Sklaven in Kleidungsstücke zu stecken, die er normalerweise niemals tragen würde. Was noch ...?
Wenn er darüber nachdachte, fiel ihm ein, dass ihm die Idee mit seinem Meister zu spielen viel mehr als alles andere gefiel. Bloß der Gedanke, seinen Sklaven gefesselt und sich unter seinem Mund und seinen Händen windend zu haben, war eine Anmache. Er erinnerte sich, dass Skinner erwähnt hatte, Probleme mit enger Bondage zu haben ... er hatte nicht den Wunsch, seinen Sklaven übermäßigen Schwierigkeiten auszusetzen, es wäre jedoch gut, seinen Sklaven in eine Position zu bringen, in der er nicht so selbstsicher wäre und wo er seinem Meister vertrauen musste. Eine neue Idee kam ihm. Er zeigte ein schiefes Grinsen, stand auf und ging zielbewusst in die Küche. Er untersuchte den Inhalt der Schränke und des Kühlschranks, nahm ein paar Gegenstände heraus und machte sich auf den Weg zum Spielzimmer.
Sich selbst in dieses geheiligte Zimmer einzulassen, das er zuvor nur als Sklave betreten hatte, fühlte sich seltsam an. Er atmete tief durch und deponierte dann die Gegenstände, die er mitgebracht hatte, im anschließenden Badezimmer, ließ sie dort zurück, bevor er die Inhalte der Spielzimmer-Schränke untersuchte. Schließlich drehte er sich mit einem zufriedenen Nicken um und ging wieder zurück hinunter in den Wäscheraum.
Einige Sekunden pausierte er vor der Tür, vertiefte sich in die Rolle. Er war der Meister. Er hatte das Sagen. Sein Sklave existierte, um seine Wünsche zu erfüllen. Dann, während unerwartet Schmetterlinge in seiner Magengrube auftauchten, öffnete er die Tür.
Mehrere Hemden hingen steif von Kleiderhaken, völlig frei von auch nur der winzigsten Falte. Nicht weniger hatte Mulder von seinem perfekten Sklaven erwartet und schaffte es, sich davon abzuhalten, angewidert seine Augen zu rollen – gerade so. Er gestikulierte seinen Sklaven raus, klammerte sich dabei an seines Meisters Verhalten fest.
„Ich will, dass du hinauf ins Spielzimmer gehst und dort auf mich wartest“, befahl er in tiefem Tonfall. „Ich will dich kniend, aber nicht in der Unterwerfungsstellung. Ich möchte deinen Arsch in der Luft und ich möchte, dass du darüber nachdenkst, wie dieser Arsch für meine Benutzung zur Verfügung steht, oder um verprügelt zu werden. Jetzt geh.“
Skinner starrte seinen Meister nachdenklich an, nahm offensichtlich diese Verhaltensänderung in sich auf. Dann nickte er und verschwand ohne ein Wort. Mulder sah ihn weggehen, drehte sich dann um und untersuchte die Hemden. Sie waren alle perfekt und exquisit geglättet. Sie rochen sogar wunderbar und er nahm an, sein Meister musste eine Art duftenden Weichmacher darauf gesprüht haben. Es war widerlich.
Er bemerkte Wanda, die glücklich in einem Korb auf dem Trockner lag und streichelte müßig ihren Kopf.
„Wie kommt es, dass du – selbst, wenn er der Sklave ist – trotzdem lieber bei ihm rumhängst, ha?“ hänselte er sie, kniff ein Ohr.
Sie blickte ihn feierlich an, als ob die Antwort auf diese Frage völlig offensichtlich wäre und er lachte. Er trödelte einen Moment, streichelte sie, gab seinem Sklaven viel Zeit, um in Position zu gelangen – und in den richtigen Geisteszustand – und focht seinen eigenen Kampf mit einer ernsthaften Lampenfieber-Attacke, die seinen Magen sich umdrehen ließ. Letztendlich atmete er mehrmals tief durch, stieg dann die Treppe zum Spielzimmer hinauf.
Sein Sklave wartete wie befohlen auf ihn. Tatsächlich war der Anblick seines nackten Sklaven, mit seinem wundervollen, straffen Arsch perfekt für seines Meisters Aufmerksamkeit in die Luft gestreckt ein derart erotischer Anblick, dass Mulder auf der Schwelle stehen blieb, nur, um ihn zu genießen. Er erinnerte sich an zahlreiche Gelegenheiten, wenn sein Meister quälend lange Zeit pausiert hatte, bevor er sich seinem knienden Sklaven näherte. Zu diesen Zeiten hatte er angenommen, es wäre bloß ein Weg, seinen wartenden Sklaven weiter zu quälen, doch nun erkannte er, dass es vielleicht einfach so war, dass der andere Mann den Anblick vor ihm genießen konnte.
Skinners Körper war vollkommen reglos. Er sah aus wie aus Marmor gemeißelt. Seine Muskeln waren leicht gewölbt und die Kurve seines Rückens wurde von der Kurve seines glatten Schädels und seines Arsches wiedergegeben, wie ein herrliches, symmetrisches Kunstwerk. Sein Kopf war tief gesenkt und seine Hinterbacken hatten nie perfekter ausgesehen. Sie waren zwei makellose, gerundete Fleischkugeln und sie waren, er