24/7

by Xanthe
übersetzt von Manuela
m.translator@chello.at



Pairing: Skinner/Mulder

Rating: NC-17

Kategorie: BDSM-Slash

Warnung: Diese Serie enthält grafische Szenen der BDSM-Erotik

Inhalt: Mulders Drang nach immer extremeren Erregungen lassen ihn den ultimativen Spieler in DC aufsuchen – ein mysteriöser Top, der legendär in der BDSM-Szene ist. Doch Mulder muss einen hohen Preis für das bezahlen, was er will.

Disclaimer: Die Charaktere Mulder, Skinner, Scully etc. gehören Chris Carter und 1013. Die Geschichte und Ideen gehören der Autorin.


Kapitel 22: Die Halsband-Zeremonie

Inhalt: Mulder muss in der Arbeit und zu Hause seinen Wert beweisen, um sein Halsband zurückzuerlangen – und eine öffentliche Züchtigung akzeptieren, um seine Aktionen in Seattle wieder gutzumachen.


Zuhause.

Mulder folgte Skinner in das Apartment, ließ seine Tasche fallen und stand da, blickte sich um.

Zuhause.

Wann war dies sein Zuhause geworden, so komplett und kategorisch? Wann hatte er aufgehört, an Hegal Place als sein Zuhause zu denken? Wann hatte er endlich die Sterilität und Leere seines eigenen Apartments fallenlassen und angefangen, diesen Ort als den anzusehen, wo er hingehörte? Dieser Ort, mit seinen vertrauten Gerüchen und Geräuschen und Bewohnern; dieser Ort, der diesen Mann enthielt und diese Katze, war heimlich zu seinem Zuhause geworden. Durch seine Abwehr kriechend hatte er sich so sorgfältig um sein Herz gelegt. Diese beiden Lebewesen symbolisierten mit Hilfe von Verführung, Entschlossenheit und reiner Hartnäckigkeit alles, was er nie in seinem Leben gehabt und so sehr versucht hatte, sich zu überzeugen, dass er es nie wollte.

Zuhause.

„Fox?“ Sein Meister sah ihn an, ein fragender Ausdruck in seinen dunklen Augen.
„Wir sind zu Hause“, sagte Mulder einfach.
„Ja. Das sind wir.“

Skinner stellte den Katzen-Transportkorb auf den Tisch und öffnete ihn, Wanda hüpfte fröhlich heraus, ihre Augen strahlend. Sie sprang vom Tisch und sauste glücklich herum, rannte wie verrückt die Treppe auf und ab und jagte dann ihrem eigenen Schwanz ein paar Minuten nach, bevor sie vorgab, nichts so Unwürdiges und Verspieltes getan zu haben, indem sie für einen Imbiss Richtung Küche stolzierte, Schwanz vornehm in die Luft gestreckt.

„Sie ist auch froh, daheim zu sein“, murmelte Mulder, immer noch unbeweglich mitten im Zimmer stehend.
„Ja. Weißt du, es ist schön, weg zu fahren, aber es ist verdammt gut, wieder heim zu kommen, stimmt’s?“ grinste Skinner.
„Ja, Meister. Es ist das beste Gefühl auf der ganzen Welt.“
Mulder grinste ein dümmliches Grinsen und fühlte dann wie Wanda das Bedürfnis, sich mit seinem Heim wieder vertraut zu machen. Er rannte die Stufen zwei auf einmal nehmend hinauf, öffnete die Tür zu jedem Raum, warf einen Blick hinein und rannte dann weiter zum nächsten Zimmer. Er öffnete die Tür zwischen den beiden Apartments und rannte rauf ins achtzehnte Stockwerk, überprüfte die Lounge, blieb dann vor seinem kleinen Zimmer stehen und blickte mit leichtem Heimweh hinein.

Ein erschreckender Gedanke kam ihm und er eilte zu seinen Fischen, kontrollierte das Aquarium.
„Es ist okay – ich gab Mrs. Asher einen Schlüssel. Sie hat deine Fische gefüttert, während wir weg waren“, sagte eine Stimme hinter ihm.
Skinner betrat das Zimmer und legte eine Hand auf seines Sklaven Schulter.
„Danke. Ich kann nicht glauben, dass ich sie vergessen habe. Normalerweise achte ich ziemlich sorgfältig auf sie“, runzelte Mulder seine Stirn.
„Du hattest eine Menge nachzudenken. Hast du noch immer“, sagte Skinner in leicht müdem Tonfall.
Mulder drehte sich um. „Meister?“

Er beobachtete, wie Skinner die Tür schloss, sich auf das Bett setzte und dann seine Finger schnippte, damit sich sein Sklave neben ihn knien sollte. Mulder tat wie verlangt, ohne zu zögern.
„Wir haben uns darüber unterhalten, dass du mein Bett teilst. Es ist ein großer Schritt, Fox, und ich muss mich vergewissern, dass du dafür bereit bist.“
„Dafür bereit?“ Mulder schnaubte. „Meister, mit allem nötigen Respekt, in Ihrem Bett zu schlafen, war so ziemlich meine größte Fantasie und mein ultimatives Ziel, seit Sie mich als Ihren Sklaven angenommen haben.“
„Eine Fantasie, ja. Realität ist etwas anderes. Während du hier geschlafen hast, allein, bist du nicht wegen des Verlustes deiner Unabhängigkeit ausgeflippt. Du konntest dich sogar überzeugen, dass du dich nicht in einer Beziehung befunden hast und dass du jederzeit weggehen könntest, wenn du das wolltest. Wir wissen beide, dass du weglaufen willst, wann immer die Wände aussehen, als würden sie sich um dich schließen. Ich werde nicht – und ich wiederhole auf keinen Fall – ein weiteres Seattle tolerieren“, sagte Skinner in einem Tonfall, der so ernst war, dass sein Sklave überrascht aufsah.
„Es wird kein weiteres Seattle geben, Meister“, antwortete er leise.

Er legte eine Hand auf seines Meisters Knie, um den Punkt zu betonen, blickte in die Augen des anderen Mannes, versuchte, seine Ehrlichkeit zu übermitteln.
„Scheiße, ich habe in den vergangenen sieben Monaten so viel gelernt. Ich gehe nicht zurück.“ Er sah sich in dem kleinen Zimmer um, das während dieser Monate das seine gewesen war. „Ich dachte, Sie wollten nicht, dass ich in Ihrem Bett schlafe“, murmelte er. „Ich dachte, es wäre zu viel, mich die ganze Zeit um sich zu haben – dass Sie eine Pause von mir brauchten – aber das war es gar nicht, stimmt’s? Nicht einmal ganz am Anfang?“
„Nein. Es war eine ungewöhnliche Situation für uns, Fox. Du hast dich in diesen Vertrag geworfen, ohne irgend etwas über deinen neuen Meister zu wissen. Selbst, als du herausgefunden hast, dass ich es war, wusstest du nichts von mir – nicht wirklich. Oh, du kanntest deinen Boss – du kanntest mich in einer Arbeitsumgebung, doch das war eine völlig andere Situation. Ich musste uns beiden etwas Zeit geben, um uns an das Arrangement zu gewöhnen, aber ich wusste auch, dass du ein wenig Spielraum gebraucht hast, um zu sortieren, was im Inneren vor sich ging. Dich zu bedrängen, hätte deinen non-stop wirbelnden Geist in einen Druckkochtopf verwandelt und du wärst explodiert. So wie es aussieht, blieb ich vielleicht nicht nahe genug und gab dir nicht genügend Anleitung. Vielleicht ist deshalb das passiert.“ Skinner strich seinen Finger über Mulders T-Shirt, zog den Umriss der Narbe darunter nach.
„Vielleicht musste es geschehen“, gab Mulder zurück. „Damit ich mich weiterentwickeln konnte.“
„Vielleicht“, zuckte Skinner seine Schultern. „Aber für mich ist es Beweis für mein Versagen als Meister.“
„Was?“ Mulder starrte den anderen Mann mit offenem Mund an. „Christus, Walter, das ist absurd! Ich war derjenige, der Ihnen die Pistole an den Kopf gehalten und Sie ausgeknockt hat. Und ich war derjenige, der zu diesem Lagerhaus wegrannte.“
„Du bist langsam aber sicher ausgeflippt und ich war in der Arbeit zu beschäftigt, um es zu bemerken. Ich habe dich aufgenommen – ich habe keine Entschuldigung, nicht zu sehen, wenn du in einer Krise steckst.“ Skinner zuckte seine Schultern. „Fox, dein Meister zu sein, beinhaltet eine große Verantwortung. Ich tue dir Dinge an, die man als Misshandlungen betrachten könnte und ich habe dein Verhalten geändert. Das kann ich nur rechtfertigen, falls wir es beide wollen und falls es das ist, was du brauchst, um dich glücklich zu machen. Wenn das nicht der Fall ist, sind unsere Verträge bedeutungslos.“
„Ich bin glücklich.“

Zornig blinzelte Mulder seine Tränen weg. Er hatte es nie als leicht empfunden, über seine Emotionen zu sprechen, ohne vom Thema abzulenken oder besserwisserische Kommentare abzugeben.
„Walter, ich war nie glücklicher. Ich gebe zu, zuerst war es schwer. Ist es manchmal immer noch, aber es war schwerer, allein zu sein und es war verdammt viel schwieriger, so ...“, er ballte seine Fäuste, „... so verflucht durcheinander zu sein – abwehrend, feindselig und paranoid. Ich fühle mich irgendwie innerlich frei, auf eine Art, die ich nicht erklären kann. Ich wache nicht jeden Morgen auf und denke Scheiße, wie ich es früher tat und ich denke, es kümmert mich sogar, ob ich lebe oder sterbe. Wenigstens habe ich jetzt etwas, wofür ich leben will.“

Er starrte den anderen Mann verzweifelt an, musste ihn überzeugen. Er wusste, dass Skinner eine Last unausgesprochener Gedanken und Emotionen schleppte, hatte jedoch nicht die Tiefe der Selbstvorwürfe des anderen Mannes erkannt – hatte sie nicht einmal vage in Betracht gezogen. Er war derjenige, der Mist gebaut hatte, nicht sein Meister.

„In Ordnung. Das ist also eine gute Basis, von der aus wir weitergehen“, lächelte Skinner und Mulder fühlte sich plötzlich wieder in der Lage zu atmen. „Du kannst alles, was du brauchst, in mein Zimmer schaffen – aber denk daran, ich werde dieses Arrangement beenden, falls ich es für notwendig halte, entweder zeitlich begrenzt oder permanent. Es ist kein Recht. Es ist ein Privileg.“
„Ja, Meister“, nickte Mulder eifrig und wollte aufstehen.

Skinner runzelte seine Stirn und schnippte erneut seine Finger.
„Ich habe dir das schon gesagt, aber ich will, dass dir eines völlig klar ist – dein Halsband zurück zu bekommen, wird einiges an harter Arbeit von deiner Seite erfordern. Ich muss überzeugt sein, bevor ich dir die selben Freiheiten lasse, die du vor Seattle hattest.“
„Das weiß ich“, nickte Mulder. „Ich werde Sie nicht enttäuschen.“
„Gut“, nickte Skinner. „Versteh mich nicht falsch, dieser Urlaub, den wir gerade hatten, war nett – sehr nett – und ich denke, wir hatten mehr als einen Durchbruch, während wir dort waren. Aber der schwierige Teil ist das alltägliche Leben. Das ist es, wo du den größten Stress hast und das ist es, wo du früher Schwierigkeiten hattest.“
„Ich weiß. Aber ich fühle mich jetzt anders.“

Mulder hatte keine Ahnung, wie er übermitteln konnte, wie anders er sich nun fühlte. Er hatte sich auf eine tiefe und gründliche Art verändert und würde niemals dorthin zurückkehren, wo er zuvor gewesen war. Wenn er darüber nachdachte, wie er ständig gegen seinen Meister gekämpft, versucht hatte, ihn wie in einem Spiel zu manipulieren, ihn ohne zu zögern zu hintergehen, in der Vergangenheit des anderen Mannes ohne zu überlegen herumzugraben ... er schämte sich so sehr. Er hatte sich verändert. Abgesehen von allem anderen war er mehr verliebt, als er es je für möglich gehalten hatte – und das wirklich Erstaunliche war, dass er keine Angst hatte, es auszusprechen.

„Sehr schön“, nickte Skinner nachdenklich, atmete dann tief durch. „Lass mich dir erklären, wie es laufen wird, Sklave. Erstens – du kannst dein morgendliches Fitnesstraining fallen lassen. Der Weckruf bleibt allerdings.“ Er zeigte ein so leicht wollüstiges Lächeln, dass Mulder kichern musste.
„Ich bin froh, das zu hören, Meister“, grinste er.
„Statt des morgendlichen Schwimmens wirst du am Nachmittag mit mir trainieren. Das kannst du als Gelegenheit nehmen, mich informiert zu halten, was in diesem Labyrinth deines Gehirns vorgeht.“
„Ja, Meister“, nickte Mulder. Das klang nicht zu beschwerlich.
„Zweitens, du unterliegst immer noch Einschränkungen. Nimm nichts als gegeben. Falls du unsicher bist – frag.“
Mulder nickte. Das hatte er erwartet.
„Drittens – mir ist bewusst, dass du keine Gelegenheit zu einem ausführlichen Gespräch mit Agent Scully hattest, da die Ereignisse in Seattle uns alle überrollt haben. Mach das wieder gut, Sklave – augenblicklich – sobald du wieder in die Arbeit gehst. Agent Scully ist eine verdammt feine Agentin und sie war dir immer eine gute Freundin. Ich weiß, du hast ein paar Mal mit ihr am Telefon gesprochen, aber ich bin sicher, sie hat eine Menge Fragen, die sie gern persönlich beantwortet hätte. Ich weiß, du bist ein zurückhaltender Mann und ich weiß, es wird nicht einfach für dich, aber ich denke, sie verdient eine so ehrliche und komplette Erklärung, wie du ihr geben kannst. Verstanden?“

Mulder atmete tief ein, fragte sich, ob Skinner eine Ahnung hatte, wie schwer es war, sich dem eisblauen Starren seiner Partnerin zu stellen. Trotzdem nickte er. Es war keine Wahl, sondern ein Befehl. Und wie Skinner so richtig hingewiesen hatte, hatte er jedes Recht aufgegeben, das er vielleicht gehabt hätte, über so einen Befehl zu argumentieren. Sein Meister hatte ohnehin recht – Mulder hatte Scully in den letzten Wochen vermisst und er freute sich darauf, sie wiederzusehen und Seite an Seite mit ihr zu arbeiten. Er hatte die Bombe über seine Beziehung mit Skinner platzen lassen und sie danach einfach hängen lassen. Sie verdiente mehr als das.

„Gut. Dann denke ich, es ist Zeit für dich, das Auspacken zu erledigen und auszusortieren, was in die Wäscherei gehört. Beweg dich, Sklave.“ Er erhob sich.
„Ahm ... da ist noch etwas.“
Mulder holte tief Luft und focht einen Kampf mit sich aus, was er als nächstes sagen wollte.
„Ehrlichkeit, Sklave“, erinnerte ihn Skinner.
Mulder schluckte hart. „Wegen Seattle. Sie haben mich für meine Aktionen dort nicht bestraft, Meister“, flüsterte er.
Skinner blieb stumm. Er baute sich über seinem knienden Sklaven auf, starrte ihn emotionslos an.

Endlich, gerade, als Mulders Nerven ihn beinahe im Stich ließen, sprach sein Meister.
„Ich habe dir deine Ringe und Privilegien genommen, Sklave“, machte er aufmerksam.
„Ich weiß, aber ich war zu krank, als dass Sie mich auf die Art bestrafen konnten, wie ein Meister seinen Sklaven bestrafen sollte.“
Mulder nahm seinen ganzen Mut zusammen und sah auf. Sein Atem stockte in seiner Kehle. Skinner sah ihn mit absolut feierlichem Ausdruck in seinen dunklen Augen an.
„Abschluss“, murmelte Skinner, fasste runter und strubbelte seines Sklaven Haar. „Du brauchst das, um zu glauben, dass wir weitermachen können und um zu wissen, dass dir vergeben ist. Ja?“
Mulder biss auf seine Lippe. „Ich will nicht bestraft werden, aber wir wissen beide, dass ich es verdiene. Ich liebe die Züchtigung, die mein Meister so oft und gern austeilt, aber wir wissen beide, das würde anders sein. Wir wissen beide, dass es ein Vergnügen wäre, und es sollte ...“ Wieder biss Mulder auf seine Lippe.
„Eine Strafe sein“, beendete Skinner für ihn.

Er hob Mulders Kinn mit seinem Finger an.
„Ich habe dir gesagt, dass ich dich an deinem Halsband-Tag züchtigen werde – vor den Augen von Zeugen, Sklave. Du weißt, ich halte meine Versprechen immer.“
„Ja, das weiß ich und ich werde jede Strafe akzeptieren, die mein Meister auszuteilen wünscht.“
Mulder bewegte sein Gesicht runter und küsste seines Meisters Schuhe.
„Ich denke, du wirst dort deinen Abschluss finden“, murmelte Skinner sanft. „Lass es mich dir erklären, Sklave. Die Zeugen deiner Bestrafung werden diejenigen unserer Szene-Freunde sein, die wir auswählen, um den Tag mit uns zu feiern – und diejenigen, die entweder direkt oder indirekt als Ergebnis deiner Aktionen in Seattle gelitten haben.“ Er pausierte und Mulder winselte bei dem Kommentar. „Ich werde es dir überlassen, die Gästeliste der Menschen zu verfassen, von denen du fühlst, dass sie von deinen Aktionen betroffen wurden“, meinte Skinner. „Ich werde unseren Gästen erlauben, jeweils ein Werkzeug zu wählen – und die Anzahl der Streiche, die du damit erhalten wirst, entsprechend der Unbequemlichkeiten und Sorgen, die jeder unserer Freunde erlebte.“

Mulder schluckte krampfhaft. Das war alles viel interaktiver, als er erwartet hatte und er spürte ein heißes Glühen der Erniedrigung bei dem Gedanken daran.

„Auch ich werde ein Werkzeug wählen und die Anzahl der Streiche entscheiden“, endete Skinner.
Mulder nickte – nicht weniger hatte er erwartet.
„Sie haben am meisten gelitten als Resultat meiner Dummheit“, sagte er betäubt. „Ich habe Ihr Vertrauen missbraucht, habe Sie angelogen und niedergeschlagen. Ich habe Sie beinahe Ihre Karriere gekostet. Angenommen, Sie entscheiden, mir mein Halsband zurückzugeben, dann werde ich erwarten, dass die Bestrafung, die ich von Ihnen erhalten werde ...“

Er hob seinen Kopf, begegnete seines Meisters Augen, fand ein wenig Trost in dem unnachgiebigen Ausdruck darin und setzte fort, ohne zu stottern. „Ich erwarte, dass sie ernst ist, Meister. Ich bitte nicht um Nachsicht. Ich bin fit. Ich kann ertragen, was immer Sie austeilen wollen.“
„Gut“, nickte Skinner. „Ich werde daran denken. Allerdings hast du unrecht. Nicht ich habe am meisten durch deine Aktionen in Seattle gelitten. Es gibt eine Person, die mehr gelitten hat. Auch er wird ein Werkzeug und die Anzahl der Streiche wählen.“
„Wer?“ Mulder runzelte seine Stirn. „Perry?“
Der geniale Arzt war in Mulders Dramen verwickelt worden, doch Mulder sah keine Möglichkeit, dass Perry mehr gelitten hätte als sein Meister.
„Nein. Du“, widersprach Skinner leise. „Denk über das Thema nach, Sklave. Ich erwarte, dass du ein Werkzeug und eine Anzahl Streiche wählst, die proportional zu den Leiden stehen, die du durchgemacht hast.“
„Meister?“

Mulder spürte eine kalte Hand sein Herz packen. Er war nicht sicher, ob er es ertragen konnte, auf diese Art das Sagen für seine eigene Bestrafung zu haben. Und das, nahm er an, war der Punkt.

„Das ist keine Wahl, Sklave – es ist ein Befehl. Ich werde unseren Gästen die Möglichkeit geben, deine Strafe zu befehlen, danach bist du an der Reihe. Ich werde der Letzte sein.“
„Werden Sie ...?“ Mulder durchfuhr ein plötzlicher Gedanke, der ihn zittern ließ.
„Sklave?“ Skinner streichelte beruhigend seines Sklaven Schulter.
„Werden Sie unsere Gäste tatsächlich die Bestrafung ausführen lassen, Meister?“ wollte er wissen.

Die Hand auf seiner Schulter quetschte so hart, dass es ihn schockierte und er aufblickte. Skinner sah ... wütend aus.
„Niemand außer mir wird jemals, jemals, einen Finger an dich legen. Verstanden?“ fragte Skinner mürrisch, als ob der bloße Gedanke ihn beleidigte. „Niemand wird dich bestrafen und niemand wird dir weh tun. Niemand wird dich berühren – niemand wird dich küssen und ganz bestimmt wird niemand außer mir jemals mit dir Liebe machen. Ist das klar, Sklave?“
Mulder setzte sich auf seine Fersen zurück, überrascht von der Heftigkeit dieser Reaktion.

„Entschuldige, Süßer.“ Skinner streichelte das Haar seines Sklaven, sein Gesichtsausdruck wurde freundlich. „Aber diese Frage hat mich überrascht. Weißt du, Fox, ich denke nicht, dass du wirklich eine Ahnung hast, wie es sich anfühlt, dein Meister zu sein – oder warum ich überhaupt von dem Job so angezogen war.“ Er zeigte ein wölfisches Grinsen und Mulder starrte den anderen Mann fasziniert an. „Ich gebe zu, ich bin ein bisschen besitzergreifend.“ Skinners Kiefer verkrampfte sich auf die vertraute, schiefe Weise. „Ich habe diesen Vertrag unterzeichnet, weil ich es genieße, die Kontrolle über deinen Körper zu haben, Sklave. Ich bringe dich gern dazu, zu schreien und dich zu winden und ich bringe dich gern zum Kommen. Außerdem habe ich gern die Macht, dir dieses Vergnügen zu verweigern.“ Seine Mundwinkel zogen sich zu einem schiefen Lächeln hoch. „Du gehörst mir, Junge. Ich weiß nicht, wie oft ich dir das sagen muss, bevor du genau verstehst, was ich meine. Du bist für meinen alleinigen Gebrauch verfügbar. Dein Körper gehört mir, um ihn zu pflegen, zu lieben, ihm weh zu tun – kurz gesagt, zu tun, was zum Teufel ich damit anstellen will.“

Mulder schloss seine Augen, spürte seinen Schwanz sich in seiner Hose verhärten. Seines Meisters Worte waren genauso eine Anmache, wie die intimsten und erregendsten Liebkosungen.

„Deshalb war Seattle ein derartiger Vertrauensbruch“, erklärte Skinner, ruinierte die Stimmung abrupt. „Ich konnte die Neugier verstehen, die dazu führte, vor ein paar Monaten meine Vergangenheit zu erforschen. Ich konnte sogar die zahlreichen kleinen Lügen und Irreführungen verstehen und die Probleme, die du mit der Ehrlichkeit hattest, seit ich dich aufnahm. Sich an das Sklaventum zu gewöhnen, ist schließlich nicht einfach; ich verstehe, wie schwer es sein kann und ich habe das berücksichtigt. Wie auch immer, was in Seattle zwischen uns geschah, traf ins Mark dessen, was wir sind. Du warst mir ungehorsam, ja, aber mehr als das, du hast gewalttätig deine Hand gegen mich erhoben. Das habe ich nie bei dir getan und ich werde es nie tun. Niemals. Dafür hast du mein Versprechen. Welche Bestrafung ich dir auch zukommen lasse oder wie ich wähle, dich auf einen sexuellen Höhenflug zu bringen, meine Methoden werden immer überlegt sein und deine Sicherheit und dein Wohlbefinden im Auge haben. Ich werde dir niemals, niemals, Schaden zufügen und du musst nie in Angst davor leben.“

Mulder fühlte sich, als hätte man ihn in den Magen geboxt. Nie hatte er bis zu diesem Moment erkannt, wie knapp er davor gestanden hatte, diesen Mann, den er so sehr lieben gelernt hatte, zu verlieren.
„Vergeben Sie mir“, wisperte er in ersticktem Ton. „Ich habe es nicht verstanden. Ich denke nicht, dass ich je wirklich verstand, wie Sie fühlen, Meister. Ich war zu sehr in meine eigenen Probleme verstrickt. Meister, Sie reden oft darüber, dass ich meine Gefühle betreffend ehrlich sein muss, aber es gibt so viel, was ich nicht über Ihre Gefühle weiß ... ich hätte gern die selbe Ehrlichkeit von Ihnen, die Sie rechtmäßig von mir verlangen“, sagte er, überraschte sich selbst.
„Wirst du damit fertig?“ fragte Skinner.
Mulder nickte. Selbst, wenn es schlimm war, konnte er es ertragen. Er musste einfach.

Skinner lächelte und Mulder dachte, es sah aus, als ob der andere Mann eine Bürde losgeworden wäre. Seine Schultern wirkten entspannter und sein Gesicht jünger, seine Augen weniger überschattet.
„In Ordnung, lass mich dir eine Sache erzählen – es erklärt vielleicht, warum ich gerade auf diese Art auf deine Frage über die Züchtigung reagiert habe“, sagte Skinner sanft. „Als ich draußen war, um in Seattle nach dir zu suchen, war ich krank vor Angst. Ich war in Sorge um deine Sicherheit und deine Gesundheit, aber ich war auch furchtbar wütend – auf dich, weil du weggelaufen bist und auf Krycek, weil er dich in seiner Gewalt hatte. Ich wusste nicht, was er dir antat und ich bin auf eine Art dankbar, dass sich sein Interesse nicht auf mehr ausdehnte, als das, was er getan hat, so schlimm das auch war. Zu wissen, dass mein Sklave in Schwierigkeiten steckte und nicht fähig zu sein, ihn zu finden oder ihm zu helfen, fraß mich auf. Der Gedanke, dass ein anderer Mann – vor allem dieser Mann – seine dreckigen Pfoten auf meinen Sklaven legte, macht mich immer noch wütend.“

Mulder sah seinen Meister an, verarbeitete stumm diese Information. Skinner war so kühl und hielt seine Emotionen unter so perfekter Kontrolle, dass er nie völlig die Tiefen der Gefühle des anderen Mannes zur Kenntnis genommen hatte. Er wusste, Skinner liebte ihn, er hatte jedoch nie zuvor die komplexe Natur dieser Liebe verstanden. Er hatte sich nie von der Rolle des Top angezogen gefühlt, hatte nie auch nur darüber nachgedacht, was diejenigen, die davon angezogen wurden, davon hatten, doch nun fühlte er eine Neugier für das Thema.

„Walter, als ich davonlief, um Krycek zu treffen, denke ich nicht, dass ich je begriff, was für ein totaler Betrug dessen, was wir hatten, das war. Ich habe nicht mal darüber nachgedacht. Sie sind es leid, meine Entschuldigungen zu hören und sie ändern gar nichts. Aber langsam verstehe ich mich und Sie und die Tiefe des Meister/Sklaven-Bandes zwischen uns viel besser. Ich habe mich oft über die Anziehungskraft gewundert, derjenige zu sein, der das Sagen hat“, meinte Mulder zögernd, „der die Kontrolle hat. Ich habe ständig meine Emotionen kontrolliert – normalerweise nahm ich sie mit nach Hause und brütete darüber, bis ich sie in eine Art Unterwerfung geprügelt hatte, selbst, wenn es bedeutete, sich für einen Top in der Szene herumzutreiben, der mich auf eine Ebene brachte, wo ich darüber hinaus gehen konnte. Ich würde gerne hören, welche Anziehung für sie im Besitzanspruch liegt.“

Skinner erhob sich, ein schiefes Lächeln zupfte an seinen Lippen. Irgendwie hatte Mulder das Gefühl, dass sie gerade einen weiteren enormen Durchbruch erlebten.

„Wir werden also feststellen müssen, ob ich dich ein bisschen in den Freuden des Toppens unterrichten kann“, kommentierte Skinner. „Gott helfe mir mit diesem Streben. In der Zwischenzeit ... trägst du zu viele Kleider, Junge.“
„Ja, Meister.“
Mit beachtlicher Geschwindigkeit entfernte Mulder seine Jeans und T-Shirt, kniete dann nackt zu seines Meisters Füßen nieder.
„Erst die Wäsche – sorge dafür, dass wir beide für die Arbeit morgen saubere Anzüge haben. Denk daran, ich erwarte immer, dich bestmöglich gekleidet zu sehen. Während du das erledigst, schaffe ich für deine Kleider Platz im Schrank in meinem Zimmer. Du darfst ein paar Basics dort aufbewahren, aber der Rest kann hier bleiben. Du kannst herauf kommen und holen, was du brauchst, wenn du es brauchst. Was die Fische angeht ... ich denke, sie sollten in die Lounge umziehen, wo wir beide uns an ihnen erfreuen können.“
„Wanda wird so im Himmel sein“, murmelte Mulder.
Skinner grinste. „Katzenfernsehen hast du es, glaube ich, einmal beschrieben. Jep, sie wird viele glückliche Tage damit verbringen, sie zu beobachten, aber das Aquarium ist verschlossen, also sind sie ziemlich sicher. Noch eine Sache, Sklave.“

Skinner fing Mulder ein, als er vorbeiging, stellte ein Bein auf den Schreibtisch in dem kleinen Raum, schwang Mulder über seinen Schenkel und lieferte mehrere harte, stechende Schläge auf seine Kehrseite.
„Au! Scheiße! Wofür zur Hölle war das denn?“ wollte Mulder wissen, nachdem er wieder auf seine Füße gestellt worden war.
Skinner grinste und beugte sich vor, beanspruchte einen Kuss von seines Sklaven erbosten Lippen.
„Weil mir danach war und weil dein Arsch am besten aussieht, wenn er in einem gesunden Rot glüht. Jetzt beweg dich. Tageslicht brennt, Sklave.“

Mulder machte sich an die Arbeit mit der Gelassenheit eines gut verprügelten Sklavenjungen, der sich seines Platzes in der Zuneigung seines Meisters sicher war. Er war begieriger darauf, ins Bett zu gehen, als je zuvor in seinem Leben und prickelte vor Erwartung bei dem Gedanken, am nächsten Tag wieder in die Arbeit zu gehen. Er hatte seine Arbeit vermisst. Er war so lange davon getrieben und dadurch definiert worden, dass es schwer gewesen war zu entdecken, dass es andere Seiten seiner Persönlichkeit gab, die er zu lange unterdrückt hatte. Nun hoffte er bloß, dass er die beiden erfolgreicher kombinieren konnte, als er es in der Vergangenheit geschafft hatte. Außerdem hoffte er, schlafen zu können mit all den kreisenden Gedanken in seinem Geist. Das letzte, was er wollte, war, aus seines Meisters Bett geworfen zu werden, weil er herumrutschte.

Mulder glitt ins Bett, wartete, dass sein Meister aus dem angrenzenden Badezimmer auftauchte, lachte vor sich hin, weil er sich genau wie eine jungfräuliche Braut in ihrer Hochzeitsnacht fühlte, ihren Ehemann erwartend. Skinner erschien, nackt, starrte seinen Sklaven an und hob eine Augenbraue.
„Du befindest dich am falschen Platz, Sklave“, kommentierte er.
„Meister?“
„Du wirst jede Nacht neben dem Bett knien und um die Ehre bitten, deines Meisters Bett zu teilen. Auf diese Art solltest du dir merken, dass dieses Privileg vielleicht nicht immer gewährt wird“, sagte Skinner.

Rasch kletterte Mulder raus, tadelte sich selbst, weil er nicht daran gedacht hatte. Es schien ziemlich offensichtlich, nun, wo Skinner es erklärt hatte. Er kniete neben dem Bett in der Unterwerfungsstellung nieder und beobachtete den anderen Mann, der ins Bett stieg und Wanda lockte. Ein paar Sekunden später sprang die kleine Katze hinauf und positionierte sich neben dem großen Mann.
„Nun, Sklave. Worum hast du zu bitten?“ Skinner sah Mulder uninteressiert an.
„Bitte, darf ich heute Nacht Ihr Bett teilen, Meister?“

Es herrschte Stille, während Skinner das Thema überdachte. Mulder sah seinen Meister aus verengten Augen an. Man spielte mit ihm ... andererseits war es ziemlich heiß. Sein Schwanz dachte das ganz bestimmt. Dieses Schlafenszeit-Ritual konnte sich zu einer ganz schönen Anmache entwickeln.

Endlich kam Skinner zu einer Entscheidung.
„Ja“, sagte er und Mulder setzte an, ins Bett zu kriechen, „aber nicht hier“, fügte Skinner hinzu.
„Was?“ fragte Mulder entgeistert.
„Ich habe nie gesagt, du könntest neben mir schlafen. Bei dieser ersten Gelegenheit darfst du am Fußende des Bettes schlafen. Meine Füße sind kalt, daher werde ich sie an deinem Körper wärmen.“
„Meister ist ... zu freundlich“, bemerkte Mulder mit kalkulierter Unverschämtheit.
„Und Meister kann Wege finden, auch vorlaute Sklaven anzuwärmen“, antwortete Skinner mit einem freundlichen Lächeln. „Dein Bestrafungs-Koffer steht im Schrank. Möchtest du, dass ich dir befehle, ihn herüber zu bringen?“
Mulder dachte einen Moment darüber nach, seufzte dann: „Nein, Meister.“
„Dann sei dankbar für das, was dir gewährt wird.“
„Ja, Meister.“

Mulder glitt hinunter zum Fußende des Bettes und versuchte, sich zu arrangieren. Es war nicht komfortabel – für den Anfang war das Bett nicht breit genug und seine Füße baumelten über die Kante.
„Hier.“ Etwas Großes und Weiches landete auf seinem Gesicht. „Ich bin kein so unfreundlicher Meister, dass ich dich ohne ein Kissen schlafen lasse“, meinte Skinner.
Mulder war dankbar, dass das fragliche Kissen seine nicht zu höfliche Antwort verschluckte. Er sah zu, wie sich Skinner herumdrehte und die Laken anhob. Wanda kroch runter an seines Meisters Brust und schmiegte sich dort an.
„Sie darf mit Ihnen schlafen, aber ich nicht?“ Er konnte nicht anders als zu fragen.
„Du schläfst doch mit mir – nur eben nicht, wo du erwartest hast. Noch eine Sache, Junge – ich hätte gern eine ruhige Nacht. Falls ich mit der Beantwortung der Fragen eines unzufriedenen Sklaven wach gehalten werde, beschließe ich vielleicht, ihm eine ausgiebige Tracht Prügel mit dem Riemen zu verabreichen und ihn für den Rest der Nacht in der Ecke stehen zu lassen. Habe ich mich klar ausgedrückt?“
„Ja, Meister.“

Mulder schnappte sein Kissen und wickelte seinen Körper darum, gab vor, es wäre sein Meister. Ein paar Sekunden später jaulte er beinahe laut auf, als zwei sehr kalte Füße auf seinem Bauch landeten.
„Problem, Sklave?“ erkundigte sich Skinner.
„Nein, Meister“, antwortete Mulder. „Eigentlich ... Ihre Füße sind kalt, Meister. Lassen Sie mich sie aufwärmen.“
Er legte seine Hände um Skinners Füße, jeden einzeln, massierte sie leicht und nahm dann jede Zehe in seinen Mund, saugte sanft, bis beide Füße gründlich angewärmt waren.
„Danke, Sklave“, murmelte Skinner und Mulder grinste in der Dunkelheit.
Er lernte.

Er wartete, bis sich die Atmung seines Meisters vertiefte, ein Signal, dass der große Mann schlief, glitt dann sehr vorsichtig unter den Laken hinauf, lokalisierte Wandas Schwanz und zog sanft daran. Sie drehte ihren Kopf zu ihm, ihre Ohren zuckten.
„In Ordnung, Madam. Darf ich dich daran erinnern, dass ich vielleicht der Sklave, du aber bloß die Katze bist. Okay?“ flüsterte er.
Ihre grünen Augen fixierten ihn mit einem Ausdruck totaler Gleichgültigkeit.
„Es war nur ein Waffenstillstand“, zischte er. „Während ich krank war. Auf jeden Fall hast du diese Süße Katze-Nummer abgezogen, um mich einzuwickeln. Nun, wo die Dinge wieder in den Normalzustand zurückkehren, will ich, dass du weißt, er gehört definitiv mir.“
Sie schnurrte ihn an, hatte offensichtlich beschlossen, mit dem verwirrten und irregeleiteten Sklavenjungen nachsichtig zu sein.

Mulder begann, zurück zu seinem Platz am Fußende des Bettes zu kriechen, stoppte und drehte sich halb um.
„Und noch eine Sache. Er hat dich nur zum Strand mitgenommen, weil er dachte, ich wollte dich dabeihaben“, erklärte er ihr. „Jetzt weißt du’s.“
Sie blinzelte wie eine Eule und er hatte den deutlichen Eindruck, dass sie ihn auslachte.
„Nur, damit du es weißt“, endete er, legte sich wieder auf sein Kissen. „Scheiße, und er denkt, er ist besitzergreifend“, lamentierte Mulder fast lautlos, schloss seine Augen und schlief sofort ein.
Vielleicht war es seine Einbildung, aber gerade, bevor er wegdriftete, war er sicher, jemanden ein amüsiertes Schnauben ausstoßen zu hören.

„Sie können noch nicht reingehen“, stoppte Mulder Scully vor seinem Büro.
Er war früh zur Arbeit gefahren, Seite an Seite mit Skinner zur U-Bahn stolziert, den Schauder genießend zu wissen, er war unter diesem gestärkten, weißen Hemd, Krawatte und sauber gebügelten Anzug der Sklave seines Meisters. Er hatte Skinner einen Bagel und Kaffee gekauft und seines Meisters Unterlagen getragen. Das Leben konnte nicht besser werden. Beim Fahrstuhl im Hoover-Gebäude hatten sie sich getrennt, als Skinner zu seinem Büro hinauffuhr, während Mulder zu seinem runterreiste. Mulder hatte sich nur einen bedauernden Blick auf seines Meisters breiten Rücken erlaubt, als der im Lift verschwand, bevor er eifrig in den Keller runterlief.

Seine geliebten X-Akten waren noch da, in ihren Aktenschränken. Er hatte eine Stunde damit verbracht, sich um seinen überfüllten Eingangskorb zu kümmern und den Raum für das Eintreffen seiner Partnerin vorzubereiten. Die letzten zehn Minuten hatte er vor der Tür gestanden, auf sie wartend. Sein Herz hatte ein bisschen schneller geschlagen, als er das unverkennbare Geräusch ihrer flachen Absätze den Korridor entlang klackern hörte.

Er hatte keine Ahnung, was sie von ihm dachte, seit seiner Enthüllung in Seattle. Das war erst fünf Wochen her, hätte aber ein Leben her sein können. Seitdem hatte er sie so selten gesehen, und obwohl sie telefoniert hatten, hatten sie beide die Unterhaltung von der riesigen Bombe weggehalten, die Mulders Sexualität darstellte. Er fürchtete, eine Art Verachtung in ihren Augen zu entdecken, doch stattdessen hatte sie nur verwirrt ausgesehen – und, dachte er, auch erfreut, ihn zu sehen. Er hoffte es.

„Mulder!“ rief sie aus, wickelte ihn in eine kurze Umarmung und schob ihn dann von sich, um einen besseren Blick auf ihn werfen zu können. „Mein Gott, Sie sehen fantastisch aus. Ist das eine Sonnenbräune, die ich vor mir sehe? Eine tatsächliche, echte Bräune an unseren Kellerbewohnenden Mulder?“
„Jep. Ich bin jetzt offiziell ein Sonnenanbeter. Ich wurde auf die dunkle Seite von Sonne, Meer und Sand verführt“, ließ er betrübt verlauten. „Nein!“ Er griff aus, als Scully die Tür aufstoßen wollte. „Noch nicht!“
„Ich darf nicht reingehen?“ fragte sie, deutlich erschrocken. „Wieso? Gibt es ein Problem, Mulder?“
„Kein Problem. Sie müssen nur erst vorbereitet werden.“

Grinsend zog er eines von Skinners riesigen, sauberen weißen Taschentüchern aus seiner Tasche.
„Wofür? Irgendeine Art gigantischer, mutierter Grippevirus?“ erkundigte sie sich, warf einen betonten Blick auf das Taschentuch.
„Nee. Ich werde Ihnen eine Augenbinde verpassen“, grinste er, stellte sich hinter sie und legte das Taschentuch über ihre Augen.
„Mulder, darf ich nur darauf aufmerksam machen, bevor die Dinge weitergehen, dass Augenbinden Ihre Wahl der Lebensart sind und nicht meine“, sagte sie in nicht völlig ernstem Tonfall.
Mulder lachte laut auf. Ihr scherzender Kommentar hatte das Eis zwischen ihnen gebrochen und bewies, dass die ihn für seine Vorlieben wenigstens nicht verachtete – außerdem brachte es dieses unbequeme Thema an die Oberfläche.
„Okay, Scully. Ich öffne die Tür. Los geht’s.“

Er griff nach ihrer Hand und führte sie ins Büro, leitete sie ein paar Schritte nach rechts und riss mit einem lauten Ta-dah! die Augenbinde weg.
„Und ich sehe ... was?“ Scully sah sich verwirrt um.
„Den Schreibtisch“, zeigte Mulder. „Okay, es ist bloß einer der Tische, die ich benutzt habe, um Zeug darauf abzuladen und es ist der Schreibtisch, den Sie normalerweise beschlagnahmen, wenn Sie hier unten sind, also ist es nicht wirklich etwas Besonderes, aber ich habe Ihnen Ihren ganz eigenen Schreibtisch von der Ausstattung angefordert – es wird ein paar Tage dauern, bis er eintrifft, aber er ist auf dem Weg. Und sehen Sie.“ Er wies auf ein Namensschild auf dem in goldenen Buchstaben Dana Scully geschrieben stand. „Das habe ich schon vor einer Weile machen lassen, habe aber immer vergessen, es Ihnen zu geben und ... ah ... ich war wahrscheinlich nicht sicher wegen ... na ja, Sie wissen, das war immer mein Büro und ich bin nicht gut darin, mein Territorium zu teilen.“

„Wer sind Sie und was haben Sie mit meinem Partner angestellt?“ spottete Scully, strich mit einem perfekt manikürten Finger über das Namensschild.
Wieder lachte Mulder verlegen und schlang seine Arme um seinen Körper, umarmte sich selbst.
„Na ja, Sie wissen, es sind jetzt fast sieben Jahre. Ich habe irgendwie gefunden, Sie haben Ihren Wert bewiesen“, grinste er. „Ahm, da ist noch etwas. Sehen Sie, ich weiß, dass Sie und ich reden müssen. Ich möchte mich entschuldigen, weil ich es in Seattle dermaßen versaut habe und mich bedanken, weil Sie zu mir gehalten haben. Ich werde ... ah, jede Frage, die Sie haben, beantworten, obwohl ich es offensichtlich vorziehen würde, mit einem sehr großen und zornigen Plattwurm-Mann in einem Abwasserkanal eingeschlossen zu sein, als über mein Sexleben zu sprechen.“
Lachend befingerte Scully den Schreibtisch.

„Öffnen Sie die Schublade“, drängte er und sie sah ihn überrascht an, tat dann wie instruiert, fand darin eine kleine Schachtel.
„Für mich? Seit wann kaufen Sie mir Geschenke?“ wollte sie wissen.
„Seit ich mein Leben sortiert und angefangen habe, die Menschen zu schätzen, die immer für mich da waren“, antwortete er ihr ehrlich.
Sie schenkte ihm ein blendendes Lächeln, das ihm bewusst machte, dass er gerade etwas sehr Gutes getan hatte.

Sie öffnete die Schachtel, schnappte nach Luft und zog dann einen funkelnden Saphir-Anhänger an einer langen, dünnen Kette heraus.
„Es ist Weißgold, nicht Silber“, meinte er, beobachtete ängstlich ihren Gesichtsausdruck. „Ich habe es im Urlaub gekauft. Gefällt er Ihnen? Ist er okay?“
„Er ist wunderschön.“ Sie ließ die Kette durch ihre Finger gleiten, blickte dann zu ihm auf. „Skinner hat ihn ausgesucht, nicht wahr?“ vermutete sie.
Mulder verzog sein Gesicht und hob seine Hände. „Okay, ich ergebe mich. Sie haben mich erwischt. Er war’s. Ich habe etwas anderes ausgesucht, aber er dachte, Sie würden das lieber mögen. Wir ... ah ... haben trotzdem das andere auch gekauft, damit Sie die Wahl haben, abhängig von Ihrer Stimmung. Sie passen beide auf die selbe Kette.“

Er fasste in seine Tasche und zog einen kleinen Anhänger, eingewickelt in Geschenkpapier, heraus, reichte ihn ihr. Sie wickelte ihn aus und lachte laut auf. In dem Geschenkpapier lag ein kleiner, grauer Außerirdischer mit großen Glubschaugen, ebenfalls aus Weißgold gefertigt.
„Das sind so viel mehr Sie“, sagte sie.
„Ja, aber der andere ist so viel mehr Sie, stimmt’s?“
„Sie sind beide perfekt, jeder auf seine Art“, meinte sie diplomatisch, zog ihn in eine Umarmung an sich. „Oh, Mulder, ich habe mir solche Sorgen um Sie gemacht“, seufzte sie in seine Schulter.
„Ich weiß. Es tut mir leid. Sehen Sie, ich habe Ihnen Kaffee und Muffins besorgt“, zeigte er und scheuchte sie zu ihrem Platz.
„Ah, Muffins. Das immerwährende Mulder-Entschuldigungs-Essen“, kommentierte sie mit einem Lächeln.
„Jep. Ich habe Ihnen einen von jeder Art gekauft, nur, um auf Nummer Sicher zu gehen“, grinste er und setzte sich an seinen Schreibtisch.

Er winselte leise – seine Züchtigung diesen Morgen war sehr gründlich gewesen und er war sicher, das war Skinners Methode, einen Eindruck zu hinterlassen, der den ganzen Tag anhalten würde und seinen Sklaven an ein paar grundlegenden Fakten des Lebens erinnern würde.

„Sehen Sie, ich muss einige Dinge erklären, nur damit Sie verstehen, und dann könnten wir vielleicht nicht allzu viel darüber reden.“ Er zog eine Grimasse. „Entschuldigung, aber Walter ist viel zu besessen von der ganzen Sprich über deine Emotionen und sei ehrlich-Sache, und es wäre eine Erleichterung, das nicht genauso in der Arbeit wie zu Hause machen zu müssen.“
„Dann sind Sie beide tatsächlich zusammen?“ Scully sah völlig verblüfft aus. „Tut mir leid, Mulder, ich habe versucht, damit fertig zu werden, seit Sie es mir erzählt haben, aber ich hätte nie ... ich meine, ich wusste immer, dass da etwas an Ihnen war, aber Sie kamen nie als schwul rüber, obwohl Sie andererseits auch nie wirklich als hetero rüberkamen“, räumte sie mit einem erzwungenen Lächeln ein. „Was das andere Thema angeht“, sie hüstelte höflich. „Na schön, das hat mich ein bisschen irritiert, gebe ich zu. Sie und Skinner sind in einer Art S & M-Beziehung?“
„Ja“, zuckte er seine Schultern. „Aber bevor Sie zu falschen Schlussfolgerungen kommen, müssen Sie verstehen, dass es eine einvernehmliche Entscheidung war. Er hat mich nicht hineingezwungen – wenn überhaupt, war es andersrum.“
„Das haben Sie mir schon früher gesagt. Ich glaube ... ich verstehe es einfach nicht.“ Sie hob hilflos ihre Schultern. „Seit wann führen Sie diese Lebensweise, Mulder?“

Mulder holte tief Luft und bereitete sich auf den Versuch vor, etwas zu erklären, was er selbst nicht richtig begriff.
„Immer schon, Scully“, antwortete er ihr ehrlich. „Es hat nichts zu tun mit meinen Eltern oder meiner Kindheit oder was mit Sam passiert ist – seit ich ein Kind war, hatte ich bestimmte Fantasien in meinem Kopf. Damals waren sie ziemlich unschuldig, aber sie entwickelten sich, als ich in die Pubertät kam. Das war nicht wirklich eine leichte Zeit für mich mit der Sache mit Sam. Mit meiner Sexualität umzugehen, war nicht etwas, mit dem ich damals fertig wurde. Ich habe eine Menge unterdrückt. Ich fand mich immer zu Frauen hingezogen, habe also lange Zeit meine Anziehung zu Männern ignoriert. Ich hatte eine verwirrende, verdrehte Beziehung mit Phoebe und sie führte mich in all die mannigfaltigen Freuden und Schrecken der sexuellen Unterwerfung ein.“ Er bemühte sich verzweifelt, nicht dunkelrot zu werden, doch es war schwierig, das unter dem forschenden, verwirrten Blick seiner Partnerin zu erklären. „Außerdem hat sie total mit meinen Emotionen gespielt und unsere Beziehung war ein solches Desaster, dass ich lange Zeit das Bedürfnis für irgendeine Art von S & M-Begegnung unterdrückte, bis ... bis ...“

Er pausierte, stürzte sich dann hinein.
„Als die X-Akten verbrannten, ging ich in den Selbstzerstörungs-Modus. Ich habe jahrelang in der S & M-Szene herumgepfuscht, mal hier, mal da, aber nach diesem Feuer begann ich ernsthaft, mich reinzuwerfen. Ich suchte, was ich brauchte und erst da kam meine frühere, unterdrückte Anziehung zu Männern endlich wieder zum Vorschein. Ich war außer Kontrolle, Scully. Nichts funktionierte – wenigstens nicht lange genug. Es war, wie ein Süchtiger zu sein, der das High des Schmerzes braucht. Ich drehte langsam durch, fand es immer schwieriger, mich auf mein wirkliches Leben zu konzentrieren. Ich brauchte einfach die Qual.“
„Das klingt nicht wie ein sehr gesunder Lebensstil“, kommentierte Scully. „Ist es das, was Skinner für Sie tut? Verursacht er Ihnen einfach Schmerzen? Ich denke, Therapie ist da vielleicht sinnvoller.“
„Nein, das haben Sie völlig falsch verstanden. Skinner hat mich vor dem gerettet, was ich tat. Er hat mich davor gerettet, Scully. So einfach ist das.“
„Indem er sie zu seinem ... Sklaven machte?“ Nun war Scully an der Reihe mit Erröten.
Mulder lachte auf.
„Ich weiß, das klingt verrückt für Sie, aber ja. Es war der einzige Weg, wie er mich retten konnte, denke ich. Er machte es für mich unmöglich, vor ihm wegzulaufen, zwang mich, lange genug zu bleiben, um ihm zu vertrauen und danach ... um mich in ihn zu verlieben.“
„Und liebt er Sie?“ fragte sie vorsichtig.
„Ich habe Glück. Ich denke, er hat mich schon sehr lange Zeit geliebt. Er hat sich viel Zeit genommen, mich zu studieren und auf mich aufzupassen, dafür zu sorgen, dass ich nicht zu Schaden kam ... erst, als ich ihn gnadenlos verfolgte, zog er mich endlich an Land. Es musste meine Wahl sein und das war es auf jeden Fall.“

„Und die Sache, die mit Krycek passierte?“ fragte Scully.
„Wäre auch passiert, wenn Skinner nicht mein Meister wäre – nur die Auswirkungen wären viel schlimmer gewesen. Ohne ihn in meiner Nähe wäre ich dieses Mal untergegangen, Scully. Er hat meine Probleme im Griff, wie selbst ich es nicht könnte. Er hat mich dazu gebracht, mich vielen Problemen zu stellen und ich fühle mich dadurch besser. Habe ich mich zu dem Zeitpunkt nicht immer.“ Mulder biss auf seine Lippe, erinnerte sich, wie schwer einiges davon gewesen war. „Aber ich tue es jetzt. Ich habe einen Wendepunkt erreicht. Jetzt gibt es kein Zurück.“
„Ich verstehe.“ Abwesend trommelte sie ihre Finger auf den Schreibtisch.

„Mulder, sehen Sie, wenn er Sie glücklich macht, dann ist das in Ordnung für mich. Ich kann nicht vorgeben, dass ich wirklich den Reiz Ihrer Lebensweise verstehe und ich fühle mich ein wenig unbehaglich bei dem Gedanken, mit Ihnen beiden in einer Besprechung zu sitzen, aber ...“
„Darüber brauchen sie sich keine Sorgen zu machen. Er ist niemals weniger als professionell in der Arbeit und er würde mir die Haut abziehen, wenn ich das nicht auch wäre. Sie brauchen nicht verlegen zu sein“, sagte Mulder sanft, lehnte sich vor und legte seine Hand auf ihre trommelnden Finger.

„Mulder, es liegt nicht an Ihnen – um ehrlich zu sein, ich denke, ich wäre überrascht gewesen herauszufinden, dass Sie normal sind ...“, sie hob eine Augenbraue, „aber das über Skinner herauszufinden. Na ja ... er ist auch mein Boss und kurz gesagt, das über ihn zu erfahren, hat mich ausflippen lassen. Ah, jetzt habe ich ein bisschen Angst vor ihm.“ Sie verzog ihr Gesicht.
Mulder stieß einen ehrfürchtigen Pfiff aus. „Das ist ein erstes Mal. Ich dachte nicht, dass Sie vor irgendetwas Angst hätten, Scully!“
„Idiot.“ Sie lächelte ihn zögernd an.
„Okay, ich würde Ihnen gern sagen, dass Sie keine Angst vor ihm haben müssen, aber das wäre scheinheilig, weil er mir manchmal schreckliche Angst macht. Doch ich kann Ihnen sagen, dass er auch ein sehr guter Mann ist – der beste. Und unter dieser mürrischen Persönlichkeit, denke ich, ist er wahrscheinlich der freundlichste Mensch, den ich je kennen gelernt habe. Er spricht auch in den höchsten Tönen von Ihnen. Bitte, geben Sie ihm eine Chance.“

Scully atmete tief ein, hielt für einen Moment die Luft an und atmete mit einem Seufzen aus.
„In Ordnung. Wir machen von hier an weiter, Partner“, nickte sie.
„Gut.“
Er lehnte sich in seinem Stuhl zurück und überblickte sein kleines Keller-Reich mit beachtlicher Zufriedenheit, entzückt, zurück zu sein.
„So, erzählen Sie mal – was ist hier geschehen, während ich weg war?“

Seine erste Woche in der Arbeit verging so schnell, dass Mulder kaum Zeit hatte, Atem zu schöpfen. Einiges davon war durch die normale Anhäufung von Arbeit während seiner Abwesenheit verursacht worden und einiges lag an der Tatsache, dass sein Meister ihn eindeutig beschäftigen und aus Ärger raushalten wollte. Mulder war fast erleichtert, es zum Samstag zu schaffen, der – wie er überrascht erkannte – der Sklaven-Tag war. Es war so lange her, seit er und sein Meister eine normale Routine gelebt hatten, dass er nicht vollkommen sicher war, was geschehen würde. Außerdem war es Wochen her, seit er überhaupt einen Fuß ins Spielzimmer gesetzt hatte und er hoffte auf eine nette, lange Sitzung darin. Daher war er enttäuscht, als er und sein Meister lediglich einen faulen Tag verbrachten. Sie trainierten, aßen ein langes Brunch, lasen die Zeitungen und unterhielten sich.

Wie auch immer, gerade, als Mulder dachte, jede Hoffnung auf einen Sklaven-Tag-Genuss wäre vergeblich, befahl ihm sein Meister, hinauf zu gehen, in die Kleider zu wechseln, die sein Meister auf das Bett gelegt hatte und auszugehen.
„Gibt es einen bestimmten Ort, wo ich hingehen sollte?“ erkundigte sich Mulder mit einem Stirnrunzeln, wunderte sich, worum es hier ging.
„Ja, ins Beelzebub“, antwortete Skinner mit einem Grinsen.
Mulder hob eine Augenbraue. „Allein?“

Das Beelzebub war eine wohlbekannte schwule Aufriss-Spelunke, oft frequentiert von gut aussehenden, käuflichen Jungs. Mulder war sicher, er würde binnen zwei Minuten nach Betreten des Lokals angebaggert werden und er konnte kaum glauben, dass sich sein besitzergreifender Meister damit wohl fühlte.
„Ja – allein“, nickte Skinner. „Bestell einen Drink und warte an der Bar.“
„Oookay“, meinte Mulder unsicher.
Er stand auf und wanderte zur Treppe.
„Und, Fox – sei sehr vorsichtig, mit wem du sprichst. Denk daran, wem du gehörst“, sagte Skinner fest.
Mulder nickte zögernd und stieg die Treppe hinauf. Offensichtlich hatte Skinner etwas geplant – aber was?

Mulder lachte laut auf, als er sah, dass seine Kleidung für den Abend aus einer engen, zerrissenen Jeans und einem genauso engen, burgunderfarbenen Lycra -T-Shirt bestand. Es gab keine Unterwäsche und er kannte seinen Meister mittlerweile gut genug, um zu wissen, dass das Absicht war. Er zog die Kleidungsstücke an und betrachtete sich im Spiegel, zuckte vor seiner Reflexion zurück. Er sah aus wie ein Strichjunge. Vielleicht war das der Punkt. Wieder sah sich Mulder an und grinste. Vielleicht war das der Punkt. Er ging ins Badezimmer, suchte das Gel und gelte sein Haar zurück, betrachtete sich danach neuerlich im Spiegel. Er schmollte und nahm eine Aura leidenschaftlicher Gleichgültigkeit an, lachte dann sein Spiegelbild aus.
„Du bist viel zu alt für solche Dinge“, tadelte er seine Reflexion, trotzdem war es eine geile Idee.

Das Beelzebub wogte in der üblichen Samstag-Nacht-Glut, als er eintraf. Er musste sich seinen Weg durch die Menschenmenge bahnen, um die Bar zu erreichen. Zu dem Zeitpunkt, als er dort ankam, war sein Arsch von mehreren forschenden Händen getätschelt worden. Er schaffte es, einen freien Sitzplatz in der entfernten Ecke der Bar zu finden und bestellte eine Cola – irgendwie dachte er nicht, es wäre eine gute Idee, sich in dieser Bar zu betrinken, wenn er solche Klamotten trug.

Er beobachtete die Jungs, die sich auf der Tanzfläche bewegten. Es herrschte ein leichtes Übergewicht an wohlhabenden Geschäftsleuten, die nach Käuflichen Ausschau hielten und es gab mehr als genug junge Männern, die dabei mitmachten, soweit er es beurteilen konnte. Seine Cola war noch nicht mal eingetroffen, als ein dunkelhäutiger Mann eine Hand auf seine Schulter legte und fragte, ob er ihm einen Drink spendieren könne. Mulder lehnte höflich ab und saß da, beobachtete die sich bewegenden Körper, die im Takt der Musik tanzten.

Er war derart provokant gekleidet, er wusste, welchen Anschein er erweckte. Doch das war nicht seine Schuld. Sein Meister hatte ihm befohlen, sich wie ein Stricher zu kleiden, hatte es gleichzeitig verdammt klar gemacht, dass er niemanden aufgabeln dürfte – als ob er überhaupt daran dachte. Irgendwie bezweifelte er, dass einer dieser plumpen, schwachen Geschäftsmänner ihm geben konnte, was er brauchte. Und seit mehreren Monaten Skinners Sklave zu sein, hatte ihn – wie er wusste – für jeden anderen verdorben. Niemand würde je seinem Meister nahe kommen. Niemand konnte es.

Er griff nach seiner Cola und war überrascht, als eine Hand auf sein Glas gelegt wurde. Er blickte auf – in die dunklen Augen seines Meisters.
„Erlaube mir, dir einen Drink zu spendieren“, sagte sein Meister.
Mulder betrachtete den anderen Mann von oben bis unten mit einem entzückten, kritischen Blick. Skinner war wie der perfekte, berufstätige Mann gekleidet, dunkelblauer Anzug, strahlend weißes Hemd und Krawatte. Mehrere Augenpaare hatten bereits seine prächtige Gestalt von der Tanzfläche aus verschlungen.
„Was wird mich das kosten?“ fragte Mulder mit einem leicht lüsternen Grinsen.
„Nichts. Das geht auf mich. Wo ich dich auch gerne hätte“, meinte Skinner, seine Lippen streiften Mulders Ohr.
„Na schön, das wird Sie etwas kosten“, antwortete Mulder, erwärmte sich für das Thema.

Gott, er liebte diese Rollenspiel-Szenarien. Vor sieben Monaten, als er sich in die Sklaverei verkaufte, hatte er gedacht, dass alles, was er wollte, jemand wäre, der seinen Arsch verprügelte und ihn tief in seine eigene Qual mitnahm. Doch nun fand er, es gab so viel mehr in seiner Sexualität als das.

„Wie viel?“ wollte Skinner wissen.
„Das ist sehr direkt.“ Mulder hob eine Augenbraue.
„Ich habe keine Zeit herumzureden, Sohn. Sag mir den Preis“, knurrte Skinner. „Ich wette, du bist ziemlich teuer.“
Er legte seine Hand auf Mulders Brust und streichelte sanft runter, über eine Brustwarze. Mulder fühlte sich, als ob jemand elektrischen Strom durch seine Venen jagte.
„Bin ich. Vielleicht können Sie sich mich nicht leisten“, sagte Mulder, schnappte Skinners Hand und stoppte sie, als sie begann, sich zu seiner Hose zu schlängeln. „Sie haben mich noch nicht gekauft“, zischte er.
„Ich probiere gern, bevor ich kaufe“, gab Skinner zurück.

Er steckte seine Hand in seine Tasche und zog seine Brieftasche heraus, knallte dann einen Fünfzig-Dollar-Schein auf den Tresen.
„Das ist bloß ein Vorgeschmack – jetzt will ich etwas im Gegenzug“, knurrte Skinner, seine Stimme hart und voll mit sexuellen Versprechungen.
Mulders Schwanz verhärtete sich in seiner Hose. Er griff nach Skinners Hand und legte sie in seinen Schritt, ließ den anderen Mann die Wölbung durch seine enge Jeans spüren.
„Wert, dafür zu bezahlen?“ fragte Mulder.
„Ich denke schon.“

Skinner streichelte Mulders Schoß, brachte Mulder zum Stöhnen. Mulder legte seinen Kopf zurück, Schweiß rann seinen Hals runter und über seinen Adamsapfel. Es war heiß und das ganze Lokal roch nach Testosteron – das meiste davon, war er sicher, wurde von dem Mann verströmt, der dastand und ihn streichelte. Skinner beugte sich vor und leckte ein Rinnsal aus Schweiß bis zu Mulders Kinn weg.
„Willst du das an einem anderen Ort fortsetzen?“ erkundigte sich Skinner.
„Nein. Ich möchte zuerst eine Nacht mit einer Verabredung und dann denke ich vielleicht darüber nach“, gab Mulder zurück.
Skinners Augen verengten sich. „Halt mich nicht zum Narren“, fauchte er.
Der rauer Kerl-Anschein ließ Mulders Schwanz noch stärker pochen.
„Ich will dich und du willst, was in meiner Brieftasche ist. Haben wir einen Deal oder nicht?“

Mulder dachte einen Moment darüber nach – was seinen Meister ein bisschen reizbar zu machen schien. Er betrachtete den anderen Mann mehrmals von oben bis unten und Skinners Augen verengten sich in einer grausamen Herausforderung, warnten seinen Sklavenjungen, ihn abzuweisen. Endlich, nachdem sein Meister ein wenig geschwitzt hatte, grinste Mulder.
„Okay – aber zuerst tanzen wir“, sagte er.
„Ich tanze nicht“, gab Skinner einfach zurück.
„Dann kaufen Sie auch nicht“, lachte Mulder, hatte enormen Spaß.

Irgendwie dachte er nicht, dass Skinner Tanzen in dieser Art von Club genießen würde. Das war nicht wirklich seine natürliche Umgebung. Normalerweise wäre Mulder auch ziemlich verlegen gewesen, hatte jedoch viel zu viel Spaß, um auch nur darüber nachzudenken. Skinner warf ihm einen Blick zu, der einen schwächeren Mann sofort gefällt hätte. Mulder stellte sich grinsend, griff dann langsam aber sicher aus und liebkoste seines Meisters Arsch. Skinner schluckte hart.
„Sie wollen es, Sie tanzen dafür“, schnurrte Mulder.
„Na schön“, zuckte Skinner seine Schultern, ergab sich dem Unvermeidlichen, obwohl er Mulder einen Blick zuschoss, der ihn sich um seinen eigenen Arsch sorgen ließ, sobald der andere Mann ihn heimgebracht hatte.

Mulder fühlte sich hochfliegend wie ein Drachen, während er seinen Meister auf die Tanzfläche schleppte. Nur selten erhielt er eine Gelegenheit, Skinner zur Schau zu stellen und er wollte verdeutlichen, dass dieser Mann ihm gehörte und niemand ihn anfassen durfte. Er drehte sich um, bekam Skinners Krawatte zu fassen und zog ihn an sich.
„Du bist so eine Drama-Queen“, fauchte Skinner.
„Und Sie geben so einen guten lüsternen Geschäftsmann auf Aufrisstour ab“, zwinkerte Mulder. „Sind Sie sicher, dass Sie das nicht schon früher gemacht haben?“
„Nein, habe ich nicht – und ich bin verdammt sicher, du auch nicht, trotz der überzeugenden Darbietung“, brummte Skinner leise.
„Machen Sie Witze? Diese Rolle habe ich zahllose Male in meinem Kopf durchgespielt. Das war seit Jahren eine meiner Fantasien“, antwortete Mulder.
„Ich weiß. Du hast es mir erzählt“, grinste Skinner und überraschte seinen verblüfften Sklaven, indem er ihn an sich zog, zurück lehnte und enthusiastisch herum schwang.
Mulder starrte ihn an, immer noch außer Atem, versuchte, sich zu erinnern, wann er diese bestimmte Fantasie zugegeben hatte.

„Zurück in Ihre Rolle“, tadelte er grinsend, wollte die Fantasie nicht beenden.
Sein Meister knurrte leise, weil er auf so hochnäsige Weise angesprochen wurde, doch beide lachten. Mulder zog seinen Meister näher und strich seine Hände über den teuren Anzug des anderen Mannes.
„Ein bisschen zu fein gekleidet für eine Kneipe wie diese, nicht wahr?“ fragte er.
„Ein paar von uns müssen am Wochenende arbeiten und brauchen am Abend ein bisschen Erholung“, antwortete Skinner, seine Hände wanderten über Mulders Arsch.
Mulder zog sie weg.
„Dafür haben Sie noch nicht bezahlt“, meinte er.
„Wie viel willst du dafür?“
„Hängt davon ab, was ich machen soll“, hob Mulder seine Schultern. „Fünfzig für Berühren, zweihundert für Blasen und fünfhundert, wenn Sie ein echtes Stück von meinem Arsch wollen.“

Er hatte überhaupt keine Ahnung, ob er sich billig verkaufte oder lächerlich teuer – das waren einfach die ersten Beträge, die ihm einfielen.
„Machst du auch was Besonderes?“ wollte Skinner mit einer gehobenen Augenbraue wissen.
Mulder hatte eine Vision seines Lebens in den letzten paar Monaten und fragte sich ernsthaft, ob es irgendetwas Besonderes gab, das er nicht gemacht hatte.
„Ja, aber das kostet extra“, grinste Mulder.
„Hmmm. Okay, haben wir genug getanzt? Ich möchte unseren kleinen Handel ins Schlafzimmer verlegen.“
„Haben Sie etwas Bestimmtes im Sinn?“ Mulder hob eine Augenbraue.
„Ja, ein kleines Hotel in der Nähe. Ich habe schon ein Zimmer reserviert.“
„Sie sind sich ziemlich sicher, oder?“ grinste Mulder.
„Mit diesem bestimmten Strichjungen – ja“, schnaubte Skinner.
„In Ordnung“, zuckte Mulder seine Schultern. „Haben Sie einen Namen?“ erkundigte er sich.
„Ja. Aber du kannst mich Jim nennen“, antwortete Skinner.
„Jim. Okay. Ich bin ... Walter“, sagte er, fühlte sich absurd high.

Er beobachtete Skinners Augen, die sich neuerlich verengten und der andere Mann stieß ein Schnauben purer Entrüstung über Mulders Tollkühnheit aus.
„Haben Sie ein Problem damit, Jim?“ fragte er.
„Nein. Überhaupt nicht, Walter.“
Skinner schenkte ihm ein trügerisch freundliches Lächeln, das Mulder verriet, er hätte kein Problem damit. Allerdings würde Mulders Arsch ein Problem bekommen, sobald er ihn wieder zu Hause hatte.
„Komm, Walter. Gehen wir.“ Er legte eine Hand auf Mulders Schulter und drehte ihn zur Tür um.

Das Hotel war ein schäbiger, dreckiger Ort, passend nur für One Night Stands, von Männern bezahlt, die nach Sex der einen oder anderen Variante suchten.
„Nettes Plätzchen“, kommentierte Mulder sarkastisch, sah die abblätternde Farbe und schmutzige Tapete an. „Sie wissen, wie man einem Jungen eine schöne Zeit bereitet.“
„Ich dachte, es passt zur Stimmung“, grinste Skinner, zahlte bar an der Rezeption, bevor er das Zimmer nahm – wie es Hotelpolitik war.

Sie drängten sich in einen winzigen Fahrstuhl und Skinner schubste ihn gegen die Wand, seine Hand befummelte Mulders Schoß. „Ich kann es nicht erwarten zu sehen, was ich kaufe. Fühlt sich vielversprechend an“, murmelte Skinner, sein Atem warm in Mulders Ohr, sein Schafwoll-Anzug dick und kratzig an seiner Wange.
„Sie haben noch nicht gekauft“, meinte Mulder tadelnd, stieß den anderen Mann zurück.

Er liebte die kraftvolle Dynamik, die hier herrschte und die Idee, für Sex bezahlt zu werden. Er beneidete diese armen Bastarde nicht, die es wirklich tun mussten, doch als sicheres Rollenspiel mit jemandem, den er liebte, war es heißer als die Hölle.

Sie erreichten ihr Hotelzimmer und Skinner öffnete die Tür. Mulder hatte gerade das Zimmer betreten, als sein Meister ihn gegen die Wand schubste, seine Hände über Mulders gesamten Körper wandernd.
„Moment ... erst zeigen sie mir Ihr Geld“, keuchte Mulder, versuchte, seines Meisters beharrliche Liebkosungen abzuwehren.

Skinner trat zurück, öffnete seine Brieftasche, zählte fünfhundert Dollar heraus. Dann öffnete er, ohne je den Augenkontakt mit seinem Sklaven zu unterbrechen, Mulders Hosenstall und steckte die Scheine sorgfältig in seine Hose, wo sie sich gegen Mulders harten Schwanz schmiegten. Mulder schluckte hart, holte das Geld heraus und zählte es selbst, ein Auge auf seinen Meister gerichtet, der offensichtlich zerrissen war zwischen Ungeduld und Belustigung über seines Sklaven Rollenspiel.

„Okay, Jim. Ich gehöre ganz Ihnen“, grinste Mulder, lehnte sich gegen die Wand und steckte eine Hand vorne in seine Jeans, spielte mit seinem Schwanz.
Skinner stieß ein Knurren sexuellen Verlangens aus, packte seinen Sklaven und kippte seinen Kopf für einen Kuss auf seine Lippen. Mulder stieß ihn weg.
„Ah-ah. Küssen kostet extra“, schnurrte er.
Skinner flippte beinahe aus. Mulder kämpfte hart, sich davon abzuhalten, laut aufzulachen, als er sah, wie sich sein Meister bemühte, in seiner Rolle zu bleiben, weil sein Sklave ihm die grundlegendsten Rechte verweigerte.

„Okay“, sagte Skinner mit angemessen herrschaftlicher Selbstkontrolle, holte erneut seine Brieftasche heraus. „Ich kann sehen, dass du damit Spaß hast, Junge.“
„Oh, den habe ich, Jim. Den habe ich“, grinste Mulder boshaft.
„Werden hundert ausreichen?“ fragte Skinner, zog zwei Fünfziger heraus und wedelte damit durch die Luft.
„Ja. Das reicht.“

Mulder lehnte sich vor, um danach zu greifen, doch Skinner erwischte ihn auf dem falschen Fuß, trat einen Schritt zur Seite und warf sich dann auf den aus dem Gleichgewicht gebrachten Mulder, stieß ihn gegen die Wand und verschlang seine Lippen in einem Kuss des puren Besitzanspruchs. Er küsste ihn scheinbar stundenlang, seine großen Hände wanderten über jeden Zentimeter von Mulders Fleisch, bis der jüngere Mann nicht dachte, er könnte es ertragen oder atmen. Er war sich bloß Skinners großem, anzugbekleidetem Körper bewusst, der den seinen bedeckte, der Wärme des Atems seines Meisters, des Geschmacks von ihm in seinem Mund und der Art, wie seine Hände rieben und streichelten und begrapschten.

Als Skinner ihn schließlich losließ, gaben seine Knie nach und er sank zu Boden, schnappte nach Luft. Skinner steckte die beiden Fünfziger mit einem selbstzufriedenen Grinsen vorn in Mulders Shirt.
„Ich wollte nur dafür sorgen, dass es mein Geld wert ist. Das war ein ziemlich teurer Kuss“, kommentierte Skinner.
Mulder blickte zu ihm hoch, seine Brust hob sich heftig, während er wieder zu Atem kam. Er konnte sehen, dass auch sein Meister keuchte.
„Ich denke schon, dass es das wert war – oder?“ fragte er mit einem herausfordernden Grinsen, stopfte das Bargeld, das er bekommen hatte, in seine Tasche.
„Vielleicht. Lass uns sehen, ob dein Arsch auch wert ist, was ich dafür bezahlt habe, Walter“, knurrte Skinner, näherte sich neuerlich seinem Sklaven.

Er packte Mulder, zerrte ihn auf seine Füße und drehte ihn um, seine Hände streiften Mulder grob seine Jeans ab und zogen sie zu seinen Knöcheln runter.
„Oh, ja ... nett ...“, murmelte Skinner in tiefem, rauem Tonfall, der Mulders Schwanz erregt hüpfen ließ. Skinner klatschte seinen Arsch ein paar Mal und knetete ihn nachdrücklich. „Du bist ein hübscher Junge, weißt du das? Ich werde es genießen, dich zu ficken“, zischte Skinner, sein Arm drückte Mulder gegen die Wand wie ein Löwe, der seine Beute niederhielt.
Mulder strampelte seine Jeans weg und öffnete weit seine Beine, sehnte sich danach, dass sein Meister ihn nahm, heiß und hart von hinten. Dies alles war so grob und drängend, dass er fast den Dampf aus seinen Ohren zischen spürte.
„Nicht hier. Ich werde dich zusehen lassen“, knurrte Skinner.

Er zerrte Mulder von der Wand weg und trieb ihn zum langen Spiegel rüber, der auf der anderen Seite des Zimmers an die Wand genagelt war. Er stieß Mulder dagegen, sodass die kühle Oberfläche Mulders Wange liebkoste. Er konnte das kühle Glas auch auf seinem Schwanz spüren und die Idee, von hinten gegen den Spiegel gefickt zu werden, ließ ihn vor Verlangen stöhnen.
„Tun Sie’s, Jim“, wisperte er. „Sie haben dafür bezahlt. Ficken Sie mich.“
„Oh, das habe ich vor, Walter, glaub mir“, antwortete sein Meister grimmig. „Öffne deine Beine weiter.“

Er klatschte Mulders Schenkel weiter auseinander, führte dann ohne Warnung einen Finger in seinen Arsch ein. Mulder schnappte nach Luft.
„Bereit für mich?“ schnurrte Skinner.

Mulder schluckte hart, war jedoch jenseits des Punktes, an dem er mehr tun konnte. Er konnte Skinner im Spiegel sehen, hinter ihm, noch immer voll angezogen, und der Drang der Fantasie überwältigte ihn. Er wollte Skinner in seinem Körper – sofort.
„Ich bin groß – denkst du, du kannst mich aufnehmen?“ wollte Skinner wissen, während nun zwei Finger in Mulders Arsch ein und aus glitten.
„Tun Sie’s einfach!“ keuchte Mulder, öffnete seine Beine noch weiter.

Er war in dem Moment verloren. Sein Körper bestand nur aus Empfindungen, während sein Geist in der Fantasie verschlungen war. Alles schien so intensiv – jedes Wort, jede Aktion. Er konnte die kratzige Wollhose seines Meisters gegen seinen nackten Hintern reiben spüren und der Körper des anderen Mannes schien größer und imposanter als je zuvor. Skinners Arm war gegen Mulders Nacken gedrückt, hielt sein Gesicht seitwärts gegen den Spiegel gepresst, hielt ihn still, machte das ganze Szenario wild und hungrig, voll rohen Verlangens und Kraft.

„Okay, Walter. Ich werde dich gegen diesen Spiegel aufspießen, während du beobachtest, wie ich mit meinem harten Schwanz in deinen Arsch hämmere. Sieh zu“, sagte Skinner.
Selbst die Benutzung des Namens Walter verpasste Mulder einen neugierigen Schauer und eine Sekunde später schnappte er laut nach Luft, als Skinner seine Arschbacken auseinander zog und sich fest in seinem Anus verankerte. Sein Meister rammte hart hinein und pfählte Mulders Körper tief.
„Fühlt sich das gut an, Walter? Ich wette, das ist der größte und beste, den du je hattest“, knurrte Skinner, genauso tief in seiner Rolle, wie es Mulder im Moment war.

Mulder konnte nichts anderes tun, als hilflos zu stöhnen, als sein Meister begann, erst langsam in seinem Sklaven ein und aus zu fahren. Mulders warmer Atem beschlug den Spiegel, verwandelte den Körper seines Meisters in eine undeutliche, dunkle Masse hinter ihm, sich bewegend und stoßend, vor und zurück, immer und immer wieder. Jedes Mal traf er unfehlbar seine Prostata, bis er ekstatisch aufschrie, dankbar, dass Skinners große Hand ihn aufrecht hielt.

Er brüllte beinahe überrascht, als Skinners andere Hand zur Vorderseite seines Körpers herum kam und seinen harten Schwanz schnappte.
„Oh, Scheiße!“ jammerte er.
„Kostet es extra, dir einen runterzuholen, Walter?“ erkundigte sich Skinner. „Oder bekomme ich dieses Vergnügen gratis?“
„Das geht auf’s Haus!“ keuchte Mulder, wollte verzweifelt, dass diese Hand seinen harten Schwanz weiter streichelte und pumpte.
„Ich bin erfreut, das zu hören, Walter“, schnurrte Skinner in sein Ohr, immer noch beharrlich stoßend. „Weil das ein gutes Stück Fleisch ist, das du hier hast und ich werde es melken, bis es trocken ist.“

Seine Lippen fielen auf Mulders Nacken und knabberten daran, bissen zu, wie eine große Katze, die ihn bestieg und ihn fickte, ihren Gefährten während des Prozesses niederhielt. Mulder begann zu wimmern, Schweiß floss über sein Gesicht, sein Arsch weit gespaltet von seines Meisters Schwanz, sein eigener Schwanz vor Erwartung tropfend ... und dann kam er über Skinners Hand und sein Atem hatte den Spiegel vollkommen beschlagen lassen. Da Skinner weich und immer noch in ihm war, nahm er an, auch sein Meister hatte seinen Höhepunkt erreicht.

„Gut?“ flüsterte Skinner in sein Ohr, hielt mit beiden Händen Mulder unter seinen Armen, um ihn aufrecht zu halten.
„Wa...? Ja ...“, schaffte Mulder zu murmeln.
Er spürte Skinners leises, knurrendes Lachen, dann half ihm der andere Mann hinüber zum Bett und zog ihm seine Jeans an. Mulder lag einfach da, kaum in der Lage, seine Hüften zu bewegen, um sich von seinem Meister anziehen zu lassen.
„Oh, Gott“, stöhnte er, „das war so verdammt heiß.“

Skinner grinste zu ihm hinab, steckte seinen eigenen Schwanz in seine Hose weg. Mulder erkannte, der andere Mann hatte sich nicht einmal ausgezogen und wäre er nicht derart fertig gewesen, hätte ihn das sofort wieder angemacht.

„Erster Meister-Tag“, murmelte Mulder.
„Was?“ Skinner runzelte seine Stirn.
„Damals habe ich Ihnen von dieser Fantasie erzählt. Ich kann nicht glauben, dass Sie sich nach dieser Zeit daran erinnern!“
„Deshalb bin ich der Meister“, erwiderte Skinner mit einem – wie Mulder sich sicher war – Zwinkern. „Ernsthaft, damals warst du nicht bereit für eine Fantasie wie diese. Jetzt bist du entspannt genug, um damit zu spielen und den Wechsel in den Machtverhältnissen zu genießen. Damals konntest du mich nur als deinen Meister sehen – du konntest dir mich in keiner anderen Rolle vorstellen. Soweit ich mich erinnere, warst du an diesem Tag sogar zu gehemmt, um einen Striptease für mich hinzulegen, daher denke ich nicht, dass du in der Lage gewesen wärst, einen Stricher zu spielen.“

„Wie lange hat es bei Ihnen gedauert, locker genug zu werden, um so zu spielen?“ fragte Mulder verwundert, starrte seinen Geliebten, Meister und Boss an.
„Länger, als du gebraucht hast. Gehemmt hat es nicht einmal annähernd beschrieben“, kicherte Skinner. „Oh, ich schaffte hin und wieder eine Prügel-Szene mit meiner Frau, doch Andrew war nötig, um meine sexuelle Vorstellungskraft zu befreien.“
„Verraten Sie Einzelheiten?“

Mulder stützte seinen Kopf auf eine Hand. Er liebte es, von seines Meisters Sub-Tagen zu hören. Skinner seufzte theatralisch und rollte seine Augen.
„In Ordnung – aber schnell. Ich habe dir erzählt, dass mir Andrew einmal monatelang den Zutritt zum Spielzimmer verweigert hat“, sagte er, schüttelte bei der Erinnerung seinen Kopf. „Während dieser Monate spielten wir ausgiebig Rollenspiele. Und als ich es erst mal hatte, fand ich heraus, dass ich es liebte. Es war so befreiend, nicht ich selbst zu sein, mit all den Zurückhaltungen und Unsicherheiten, die ich hatte. Ich konnte wortwörtlich jeder sein und überall hingehen – das heißt, nachdem ich mein Schamgefühl losgeworden war. Andrew musste mich abwechselnd ermutigen und es aus mir rausprügeln.“ Lächelnd rieb er sein Kinn. „Andrew konnte sehr überzeugend sein, wenn er es wollte“, fügte er hinzu. „Ich erinnere mich an die ersten paar Male, als er versuchte, mich dazu zu bringen, ein Fantasie-Szenario zu initiieren. Na ja, du kennst mich. Ich war der zugeknöpfte Assistant Director im FBI. Vorzugeben, ein Pirat zu sein, oder ein Sklavenjunge oder ein Biker oder was auch immer, fiel mir wirklich nicht leicht.“

Mulder schnaubte amüsiert. „Damals wäre ich liebend gern eine Fliege an der Wand gewesen und hätte Sie beobachtet“, lachte er. „Ich hebe schon ab, wenn ich nur daran denke, wie ich im FBI herumwanderte und in Ihnen den Boss im gestärkten Hemd sah, während Sie die ganze Zeit diese interessanten Sexspiele trieben“, grinste er schief und Skinner klatschte ihm auf den Hintern. „Erzählen Sie mir, wie Andrew es schaffte, dieses gewaltige Schamgefühl zu zähmen“, bat Mulder.
„Oh, Andrew war ein Experte. Er hatte widerspenstigere und absolut schüchternere Subs als mich trainiert – obwohl er immer gesagt hat, dass ich eine besondere Herausforderung war“, grinste Skinner. „Anfangs wurde ich dunkelrot und stand bloß da, beteiligte mich nicht an der verbalen Seite der Fantasie – reagierte nur physisch auf das, was er tat. Er sagte mir, ich sähe idiotischer aus, wenn ich das machte, als wenn ich mich anschließen würde und er hatte recht. Es ging größtenteils um Entspannen und behaglich fühlen – und selbstverständlich war da immer Andrews Rute als letzte Möglichkeit.“
„Die Drachenrute?“ wollte Mulder wissen.
„Nein, das war eine dünne, flexible, kleine Rute, die er seine Ermutigung nannte. Er war so schnell mit diesem Ding, dass ich sie nie kommen sah. Wenn ich zu langsam auf die Fantasie reagierte oder nicht mitspielte, lieferte er einfach eine extrem stechende Erinnerung, dass auch ich mich zu beteiligen hätte – er würde nicht die gesamte Arbeit übernehmen. Es ist erstaunlich, wie sehr das meine Hemmungen löste!“ Skinner stieß ein herzhaftes Lachen aus. „Du andererseits, meine zügellose Sklaven-Schlampe, brauchst in dieser Hinsicht nicht annähernd so viel Hilfe.“

„Eigentlich hatte ich immer eine Vorliebe für Verkleidungen und jemand anderer zu sein, seit ich ein Kind war. Halloween war meine liebste Nacht im Jahr – sogar noch besser als mein Geburtstag“, gestand Mulder leise, erinnerte sich an die besseren Zeiten seiner Kindheit, bevor Sam entführt worden war.
„Andrew genoss es wirklich, mich zu verkleiden, aus irgendeinem Grund, den ich nie verstand, bis ich einen eigenen Sub hatte.“ Skinner warf Mulder einen spekulativen Blick zu und grinste. „Jetzt kann ich den Reiz natürlich verstehen.“
„Ich kann auch den Reiz verstehen, wenn ein Sklave seinen Meister verkleidet“, sagte Mulder, seine Augen wanderten lüstern über Skinners kräftige, anzugbewehrte Gestalt.
„Treib’s nicht zu weit!“ grinste Skinner. „Jetzt komm. Ich will nicht länger als nötig in dieser Bruchbude bleiben“, kommentierte er, blickte sich in dem schmutzigen Zimmer um.

Er zog Mulder auf seine Füße und sein Sklave blieb einen Moment schwankend stehen, bevor er unsicher zur Tür wanderte.
„Eine Sache, Junge“, sagte Skinner, als Mulder seine Hand ausstreckte, um die Türe zu öffnen. „Ich darf das tun ...“, er zog Mulder in eine Umarmung und küsste ihn fest auf die Lippen, „... wann immer ich will.“
„Ja, Meister“, kicherte Mulder. „Anders würde ich es nicht wollen. Oh ... was ist mit dem Geld?“
Er fummelte in seiner Tasche nach den Geldscheinen und bot sie seinem Meister an. Skinner schüttelte seinen Kopf, seine Augen belustigt blitzend.
„Nein, behalt es. Ich denke, du hast es verdient ... Walter“, grinste er, klatschte Mulder auf seinen Hintern, als sie das Zimmer verließen.

Mulder hatte eine Überraschung für den Meister-Tag geplant. In der Vergangenheit hatte er es immer schwer gefunden zu wissen, was er für den anderen Mann tun sollte, doch nun war sein Geist voller Ideen und er fand es bloß schwierig, auszusuchen, was er tun wollte. Er hatte sich für etwas ziemlich Einfaches für ihren ersten Meister-Tag nach längerer Zeit entschieden, dennoch hatte es ein paar Telefonate gebraucht, es rechtzeitig für Sonntag zuwege zu bringen – genauso, wie es vor seinem Meister geheim zu halten.

Er bereitete wie üblich das Brunch für Skinner zu, wusch, rasierte und massierte den anderen Mann und bat danach seinen Meister um den Schlüssel zum Spielzimmer, um ein paar Gegenstände zu holen. Skinner sah ihn fragend an, händigte ihm jedoch den Schlüssel aus, ohne Fragen zu stellen.
„Ich habe eine besondere Meister-Tag-Überraschung geplant“, erklärte Mulder, grinste bei Skinners überraschtem Gesichtsausdruck. „Sie müssten aus dem Weg bleiben – vielleicht könnten Sie im oberen Apartment fernsehen? Ich brauche etwa eine Stunde für die Vorbereitungen und dann können Sie in Ihr Büro kommen.“
„Mein Büro?“ Skinners Augenbrauen sahen aus, als ob sie über seinen Kopf hinaus schießen wollten.
„Ja. Ihr Büro“, wiederholte Mulder mysteriös, bevor er ins Spielzimmer rannte, um zu holen, was er benötigte.

Er kehrte ins Büro zurück, legte die Gegenstände bereit, die er mitgebracht hatte, zog sich dann an und lief runter in den Keller-Lagerraum, wo ein bestimmter Gegenstand, den er bestellt hatte, versteckt war. Der Gegenstand wurde in den Fahrstuhl gerollt und dann den Korridor entlang zurück zu ihrem Apartment geschoben und im Büro abgestellt. Schließlich entkleidete er sich, ölte sich ein und kniete nieder, um seinen Meister zu erwarten.

Ein paar Minuten später erklang ein Klopfen an der Tür. Mulder öffnete sie und scheuchte seinen Meister in den Raum ... wo Skinners Augen sofort wegen des brandneuen, glatten, schwarzen Leder-Chefstuhls aufleuchteten, der hinter dem Schreibtisch stand.
„Für mich?“ Er drehte sich um und starrte Mulder an, seine Augen verblüfft.
„Natürlich“, grinste Mulder. „Ich habe bemerkt, dass Ihr Stuhl ziemlich verschlissen aussah, Meister, daher habe ich einen Ersatz bestellt.“
„Ich danke dir.“

Skinner schenkte ihm ein Lächeln, das sein gesamtes Gesicht erleuchtete und Mulder fühlte sich glühen. Sein Meister trat zu dem Stuhl und liebkoste das Leder, beugte sich dann runter, um daran zu riechen und inhalierte tief.
„Ah, nichts ist wie der Geruch neuen Leders“, murmelte er.
„Genau mein Gedanke“, grinste Mulder. „Ah, habe ich Ihnen je erzählt, dass ich immer einen Fetisch mit dem Stuhl in Ihrem Büro hatte, Meister? Ich saß in den Besprechungen, fantasierte darüber, Ihnen einen zu blasen, während Sie in diesem großen, Halt-mich-nicht-zum-Narren-Stuhl saßen. Oder sie einfach langsam ausziehen ...“
„Du hast über mich fantasiert?“ Skinner sah überrascht aus. „Bevor wir zusammen waren? Das wusste ich nicht.“
„Es war nichts, was ich zugeben wollte“, zuckte Mulder seine Schultern, „aber es hat mich ganz bestimmt durch ein paar unserer unerfreulicheren Besprechungen gebracht. Sie sind viel weniger angsteinflößend, wenn Sie einen Blow Job erhalten“, grinste er.

„Ich kann sehen, du hast noch etwas geplant.“ Skinner betrachtete die zwei Paar Handschellen, die Mulder aus dem Spielzimmer gebracht hatte.
„Oh, ja. So, wie ich es sehe, sollte ein Stuhl wie dieser eingeweiht werden. Nun ... ich hätte ihn mit einer großen, dämlichen Schleife einwickeln können, aber ich kann mir einen viel besseren Weg vorstellen, ihn einzuweihen.“

Mulder griff nach den Handschellen und warf dem anderen Mann einen Blick zu.
„Vertrauen Sie mir, Meister?“ wollte er wissen.
„Natürlich“, antwortete Skinner ohne zu zögern, ein Lächeln zupfte an seinen Mundwinkeln.
„Gut, da das Ihr Tag ist, möchte ich all die Arbeit übernehmen. Und das bedeutet, Sie still zu halten.“

Mulder dirigierte seinen Meister in den Stuhl, öffnete ein Paar Handschellen.
„Ich habe absichtlich einen Stuhl mit dieser Art Armstützen ausgesucht“, erläuterte er, schnappte die Schelle um Skinners Handgelenk und befestigte seinen Arm an dem Stuhl. „Okay?“
„Ah-hah“, nickte Skinner, seine Augen immer noch amüsiert.
Mulder machte die andere Hand seines Meisters am Stuhl fest, betrachtete ihn dann.
„Handschellen stehen Ihnen, Meister“, hänselte er.
„Du bettelst geradezu um Schwierigkeiten, Junge“, gab Skinner schlagfertig zurück.
„Okay ... nun zum spaßigen Teil. Ich weiß, Sie mögen es, wenn ich Sie reite und dieser Stuhl ist praktisch zum Reiten geschaffen – aber ich will Sie hilflos. Das ist Ihr Tag. Ich will nicht, dass Sie darüber nachdenken, mich zu erfreuen. Ich werde die ganze Arbeit übernehmen – deshalb habe ich Ihnen die Handschellen verpasst. Na ja, das und als Rache für all die Stunden, die ich in Ihrem Büro gesessen und einen Ihrer Vorträge über Büropolitik und den richtigen Gebrauch von Handys gelauscht habe.
„Immer sehr wohl verdient!“ rief Skinner aus.
„Wahrscheinlich“, grinste Mulder. „Wenn Meister nun bitte den Mund halten würde, kann ich mich um sein Vergnügen kümmern.“

Mit diesen Worten schwang er ein Bein über Skinners Knie, setzte sich auf des großen Mannes Schoß und fing an, sein Baumwollhemd aufzuknöpfen. Er machte langsam, ließ seine Finger unter den Stoff gleiten und liebkoste seines Meisters Brust. Von der Art, wie Skinners Schwanz begann, sich in seines Sklaven Schenkel zu bohren, konnte er sagen, dass sein Meister das als definitive Anmache empfand.
„Langsam“, sagte Mulder, öffnete seines Meisters Hemd und senkte seinen Kopf, um Skinners rechte Brustwarze zu lecken.
Sein Meister gab ein leises Stöhnen des Entzückens von sich.
„Sehr, sehr langsam“, murmelte Mulder, leckte Skinners Kinn hinauf und hauchte einen kleinen Kuss auf seines Meisters Lippen, zog sich zurück, ohne seine Zunge zu benutzen, ließ Skinner mit offenem Mund zurück, nach mehr verlangend.
„Plagegeist“, tadelte sein Meister. „Wenn ich meine Hände wieder benutzen kann ...“
„Können Sie mich verprügeln“, schnurrte Mulder, „Obwohl Sie vielleicht zu müde dazu sind.“
Skinner schnaubte und Mulder wusste einfach, dass es seinen Meister juckte, einen raschen Schlag auf die Kehrseite seines Sklaven zu liefern.

Er saß lange Zeit da, Gesicht Skinner zugewandt, arbeitete an des großen Mannes Brust und Brustwarzen, küsste gelegentlich seine Lippen, versenkte seine Zunge ein bisschen in seines Meisters Mund und zog sich zurück, ließ Skinner immer noch mehr wollen. Bei jeder Brustwarze verbrachte er mehrere Minuten, saugte sie zu kleinen Punkten und leckte sanft daran. Er bemerkte mit ziemlicher Befriedigung, dass sich sein Meister nicht nur unter seiner Liebkosung wand und stöhnte, sondern dass auch die Wölbung in seiner Hose noch größer geworden war.

Endlich öffnete Mulder die Hose seines Meisters und entließ des großen Mannes Schwanz. Er streichelte den Kopf eine Weile, ließ dann seine Finger den Schaft auf und ab gleiten. Skinner war voll erigiert und für ihn bereit, doch Mulder wollte das ganze Ereignis so lange wie möglich hinauszögern. Als Skinner aussah, als ob er bereit wäre zu explodieren, verließ Mulder daher seinen Schwanz und kehrte zu seinen Brustwarzen zurück. Seufzend ergab sich Skinner der langsamen, köstlichen Folter ihres Liebesspiels.

Mulder hatte die schönste Zeit seines Lebens –er bekam kaum die Chance, so ausgiebig mit seines Meisters Körper zu spielen, wie er es gerne tun würde und machte das Beste aus der Gelegenheit. Endlich entschied er, dass Skinner nicht viel länger unter seiner beharrlichen Liebkosung durchhalten konnte, positionierte sich über dem harten Schwanz des großen Mannes und senkte sich langsam darauf ab, pfählte sich bis zur Wurzel. Skinner schnappte nach Luft, als er in Mulders Arsch einsank und Mulder grinste, senkte seinen Kopf, zog seinen Meister an sich und küsste ihn erneut. Er liebte das Gefühl von Skinners kahlem Schädel unter seinen Fingern und er spielte damit, während er dasaß mit seines Meisters hartem Schwanz tief in ihm begraben.

Diese Stellung war nicht immer die bequemste für ihn, er liebte es jedoch, auf diese Art seinem Meister zugewandt zu sein. Sein einziger Vorbehalt war, dass diese Position Skinner auf Augenhöhe mit seiner Brust – und Narbe – brachte. Und trotz allem konnte sich Mulder nicht mit der Hässlichkeit dieses Makels auf seinem Körper abfinden – und wofür die Narbe stand. Er konnte nicht verstehen, dass Skinner erregt werden konnte, wenn sein Gesicht gegen den Beweis des Betrugs seines Sklaven und gegen die Initialen eines anderen Mannes gedrückt wurde, doch Skinner war definitiv erregt, deshalb schob Mulder diese Angst in den Hintergrund seines Geistes.

Er hob sich langsam und senkte sich wieder genauso gemächlich, Skinner seufzte und bewegte seine Hände nutzlos, wollte offensichtlich seinen Sklaven halten und streicheln, fand jedoch heraus, dass ihm das verwehrt wurde. Mulder grinste und erhöhte den Takt, glitt schneller und schneller auf und ab. Er war sich Skinners Gesicht bewusst, das sich gegen seine Brust presste und seiner Zunge, die seine Brustwarzen kitzelte. Die Empfindung, seinen Meister zu reiten, hatte seinen Schwanz hart gemacht, er hatte jedoch nicht vor, sich zum Höhepunkt zu bringen – dies war Skinnners Sitzung. Und außerdem hatte er keine Erlaubnis erhalten zu kommen.

Er spürte Skinner sich unter ihm verspannen und buckeln, dann kam der andere Mann tief in ihm. Mulder hörte auf, an seinem Meister auf und ab zu schaukeln und fiel gegen den anderen Mann, ließ sein Kinn auf Skinners Kopf ruhen.
„Gut?“ fragte er, gab unbewusst die Frage wider, die ihm Skinner so oft stellte.
„Oh, jaah“, knurrte sein Meister. „Sehr, sehr gut. Ich danke dir, Junge.“

Mulder fasste zum Schreibtisch hinter ihm nach dem Schlüssel für die Handschellen und befreite seinen Meister, Skinners Hände wanderten automatisch um seinen Sklaven, streichelten ihn. Dann, unerwartet, zog er Mulder näher und vergrub sein Gesicht in seines Sklaven Brust.
„Sind Sie in Ordnung?“ Mulder blickte runter auf seines Meisters kahlen Kopf, wunderte sich, was in ihm vorging.

Einen langen Moment herrschte Stille, dann sah Skinner auf, ein seltsamer Ausdruck in seinen Augen, die verdächtig aussahen, als ob sie mit unvergossenen Tränen glänzten.
„Fein“, sagte Skinner mit einer Stimme, eine Oktave tiefer als normal. „Ich meinte, was ich sagte. Ich danke dir, Fox. Das war gut.“

Nachdenklich betrachtete er Mulders Brust, die auf Augenhöhe mit ihm war, hob dann einen Finger, um zärtlich seine Narbe zu liebkosen.
„Willst du noch immer, dass wir uns darum kümmern, Fox?“ erkundigte er sich leise.
„Ja, Meister. Mehr als fast alles auf der Welt“, antwortete Mulder rasch.
„In Ordnung. Ich habe letzte Woche mit Perry gesprochen und er hat eine Idee.“
„Was hat er geplant?“ Mulder sah zu seinem Meister hinunter, wusste, dass Eifer und Hoffnung sich in seinen Augen zeigten.
„Es ist keine riesige Prozedur, wird aber eine Operation beinhalten – und einige Unbequemlichkeiten. Er kann eine Hautverpflanzung durchführen, die das Erscheinungsbild deiner Narbe verändern wird – und sie beträchtlich verbessern.“
„Ich möchte, dass er es macht“, meinte Mulder augenblicklich, schnappte Skinners Kopf und sah in seines Meisters dunkle Augen hinab.

„Fox – das ist keine Entscheidung, die man leichtfertig trifft und es ist keine, die ich für dich treffe. Dafür ist es zu wichtig. Falls du es durchziehst, muss ein Stück Haut von einer anderen Stelle deines Körpers genommen werden – wahrscheinlich von deinem Unterleib. Das bedeutet, du endest mit zwei Narben – was vielleicht nicht eine ideale Situation ist. Andererseits kann die neue Narbe in jeder Form gestaltet werden, die ich befehle – daher ist es ein Weg, meine eigene Markierung an dir anzubringen. Wie denkst du darüber?“
Mulder grinste. „Na ja, es klingt nicht so sexy wie ein Branding, aber mir gefällt ganz bestimmt die Idee. Welche Form streben Sie an?“
Falls ich beschließe, dass wir es machen, wird das meine Entscheidung sein – du wirst es nicht wissen und du wirst in dieser Angelegenheit kein Mitspracherecht haben“, meinte Skinner eisern.

Mulder fand die Idee reizvoll. Skinners Markierung auf seinem Körper zu tragen, war schon früh in seinem Sklaventum sein Ziel gewesen und es würde etwas von dem auslöschen, was er durch Kryceks Hände erlitten hatte.

„Was ist mit der Narbe auf meiner Brust?“ erkundigte er sich.
„Na ja, wir können ihr Erscheinungsbild mit einer Hautverpflanzung dramatisch verbessern. Du wirst immer noch eine Narbe haben – ich will nicht, dass diesbezüglich irgendein Zweifel besteht – doch sie wird nicht so hässlich sein und wird eine vollkommen andere Form haben. Es wird nicht länger Kryceks Markierung sein – es wird eine sein, die wir gemeinsam kreieren. Wird das für dich genügen?“
„Ja“, antwortete Mulder, ohne zu zögern.
„Und du wirst wieder ein paar Wochen hinter einem Schreibtisch stecken, während sie heilt. Absolut keine Feldarbeit und ich meine es ernst. Mir ist gleichgültig, ob Außerirdische auf dem Weißen Haus landen – du wirst nichts recherchieren. Außerdem ist das keine Prozedur, die Perry leichtfertig durchführen kann. Normalerweise wartet er sechs Monate bis ein Jahr – er ist lediglich bereit, die OP zu machen, weil dich die Narbe emotional derart belastet.“
„Ich will, dass er es macht“, sagte Mulder entschlossen. „Walter, bitte. Sogar gerade eben, als wir Liebe machten ... zu einem Zeitpunkt konnte ich nur noch an diese Scheiß-Narbe denken. Ich kann den Gedanken nicht ertragen, dass Krycek, der selbstzufriedene Bastard, dort draußen ist und mit dem Wissen herumwandert, dass er seine Marke auf meinem Körper angebracht hat.“ Zornig ballte er seine Fäuste.
„Es ist in Ordnung. Ich verstehe das, Süßer.“ Skinner streichelte liebevoll Mulders Arsch und Rücken, beruhigte ihn. „Aber du musst verstehen, dass diese Hautverpflanzung die Narbe nicht völlig verschwinden lässt – sie wird sie nur verändern, damit sie nicht mehr so uneben ist – und sie wird nicht mehr AK bedeuten.“

„Wir haben über Branding gesprochen ... das wird trotzdem stattfinden, nicht wahr?“ fragte Mulder in besorgtem Ton.
Skinner nickte. „Nachdem du dein Halsband zurück gewonnen hast, können wir wieder über das Branding sprechen“, bestätigte er.
„Na schön, das ist kein Unterschied. Falls ich dadurch Kryceks Marke loswerde und im Gegenzug Ihre Markierung erhalte, ist das alles, was ich wissen muss. Ich werde stolz darauf sein, weil es Ihre Markierung ist“, flüsterte Mulder, legte seinen Kopf auf Skinners breite Stirn.
„Also schön. Ich werde Perry heute Nachmittag anrufen. Er wird zuerst mit dir reden wollen, um sich zu vergewissern, dass du weißt, was du tust. Aber ich denke, er wird zustimmen.“
„Ich danke Ihnen.“

Dankbar küsste Mulder seinen Meister. Er fühlte sich, als wäre eine gewaltige Last von seinen Schultern gehoben worden. Er würde wieder geheilt werden, unbefleckt von Kryceks Messer. Und er war entschlossen, sein Halsband zurück zu gewinnen – das Leben ging definitiv aufwärts.

Die Operation fand am folgenden Freitag Nachmittag in einer kleinen Klink statt, zu der Perry anscheinend Verbindungen hatte. Der andere Mann war freundlich und zurückhaltend wie immer und umriss sogar seine Referenzen nach jahrelanger Arbeit in einer Verbrennungsstation, um Mulder zu versichern, dass er in guten Händen war.

Mulder hatte mehr als genug Zeit in Krankenhäusern verbracht, um nicht mitansehen zu wollen, was seinem Körper angetan wurde, daher legte er sich zurück und starrte an die Decke, versuchte, nicht über die fremden Gerüche und Geräusche nachzudenken, die auf ihn eindrangen, während Perry und seine Assistentin an seinem Körper arbeiteten. Seine Narbe und die Spender-Stelle waren mit Lidocain injiziert worden, damit die Operation nicht schmerzte, obwohl die Spritze sehr wohl weh getan hatte. Die ganze Zeit blieb sein Meister an seiner Seite und Mulder war fast überrascht, als sich Perry über ihm aufbaute und ihm mitteilte, dass alles vorbei war.
„Das war schneller, als ich erwartet hatte“, sagte Mulder, versuchte aufzustehen.
„Es war keine schwierige OP – wir begegneten keinerlei Problemen. Du bist jung, du bist fit und du rauchst nicht, daher denke ich, es wird gut verheilen“, erklärte ihm Perry. „Sorg dafür, dass beide Wunden trocken bleiben; für ein paar Tage keine Duschen oder Bäder– Walter wird dich waschen müssen – und behalte deinen Arm bis Dienstag in der Schlinge. Es ist sehr wichtig, dass du für die nächsten paar Tage deine Brustmuskeln so ruhig wie möglich hältst. Ich musste einen deiner Nippelringe entfernen, aber ich bin sicher, dein Meister wird erlauben, dass du eine oder zwei Wochen ohne ihn bleibst.“ Er sah zu Skinner, seine Augen blitzend vor Belustigung.
Skinner nickte, seine dunklen Augen ernst.

„Und das war’s“, sagte Perry. „Ich möchte dich in etwa einer Woche wieder sehen, um die Fäden zu entfernen – aber dafür komme ich rüber zu Walters Apartment. Noch Fragen, Mulder?“
„Ja – welche Form hat die neue Narbe?“ erkundigte sich Mulder schnell.
Perry lachte laut auf. „Ah, ich denke, das ist eine Sache zwischen dir und deinem Meister, stimmt’s?“ sagte er. „Sei versichert, dass sie einen viel erfreulicheren Aspekt und Symbolcharakter hat als die letzte Narbe, die du dir eingehandelt hast.“

Mulder ertrug ein Wochenende mit Schwammbädern und erzwungener Ruhe, mit einer Drohung ernsthafter Bestrafung über ihm hängend, falls er seinen Arm in der Schlinge auch nur einen Zentimeter bewegen sollte. Er hatte viel weniger dagegen einzuwenden, als er es nur ein Jahr früher gehabt hätte. Nun, wo er ein Sklave war, bedeutete die Erniedrigung, von seinem Meister gewaschen zu werden eine stärkere Anmache als alles andere. Normalerweise bekam er jedes Mal eine Erektion, wenn ihm sein Meister mit einem Waschlappen nahe kam, sehr zu Skinners Belustigung und Genervtheit. Sein Meister bekam seine Revange, indem er sich weigerte zu enthüllen, wie die neue Narbe aussehen würde.

Am Montag Morgen saß Mulder wieder in seinem Büro, sein Arm noch immer in einer Schlinge, und war überrascht, als er und Scully gemeinsam um zehn Uhr in Skinners Büro gerufen wurden.
„Was will er?“ fragte Scully, während sie sich auf den Weg hinauf machten.
„Fragen Sie mich nicht!“ antwortete Mulder. „Er erwähnt zu Hause kaum die Arbeit.“
„Nicht mal Bettgeflüster?“ erkundigte sich Scully bösartig.
„Definitiv nicht“, grinste Mulder. „Sie flippen aus, ich sehe es.“ Er warf ihrem blassen Gesicht und nachdenklichen Ausdruck einen Blick zu.
„Ich sagte Ihnen doch – er macht mir Angst“, gab sie zurück, kaute geistesabwesend an einem ihrer normalerweise untadeligen Fingernägeln.
„Okay.“

Er schnappte ihren Arm und zog sie zu einem Stillstand.
„Erinnern Sie sich, ich habe Ihnen vor Monaten erzählt, dass mein Meister verrückt nach seiner Katze ist? Na schön, es ist wahr. Wenn es hilft, möchte ich, dass Sie sich ihn als Sklave der zartesten, herrischsten kleinen Katze vorstellen, die Sie sich denken können.“
„Skinner hat eine Katze?“ Scully runzelte ihre Stirn.
„Jep. Sie heißt Wanda und er ist vernarrt in sie. Nichts macht zu große Mühe für die göttliche Wanda – sie hat ihn um ihre kleinen Pfoten gewickelt.“
„Das erfinden Sie jetzt, richtig?“ kicherte Scully.
„Nö. Immer noch Angst vor ihm?“
„Ein bisschen – aber ich mag das mentale Bild unseres großen, bösen Bosses, der mit einer Katze schmust. Danke, Mulder.“
„Kein Problem.“

Sie wurden von Kim durch Skinners äußeres Büro geschleust, an einem großen Mann mit verwirrtem Haar vorbei, der eine Zeitung las und eine Tasse Kaffee trank. Mulder warf dem Agenten einen misstrauischen Blick zu.
„Wer ist er?“ flüsterte er Kim zu, als sie Skinners Bürotüre öffnete.
„Sie werden es bald genug herausfinden“, antwortete sie zuckersüß.

Skinner war so kühl, rasch und professionell wie immer, während er sich im Arbeitsmodus befand. Er lächelte Scully an, zeigte Mulder ein Stirnrunzeln und warf sich geradewegs in eine Rede, die seinen Sklaven vollkommen überraschte.
„Agent Mulder, da Sie für die nächsten paar Wochen nicht einsatzfähig sind, gebe ich Ihnen einen neuen Aufgabenbereich“, sagte er.
Mulder blickte völlig entsetzt auf.
„Sir, mit allem nötigen Respekt, ich kann immer noch von meinem Büro aus an den X-Akten arbeiten“, meinte er.
„Ich bin sicher, Sie können Papiere herum schieben, aber das ist nicht das selbe wie arbeiten“, widersprach Skinner kurz und bündig. „Ich kommandiere Sie ab, um an dem jährlichen Büro-Trainingsseminar zu arbeiten. Wir haben Agenten, die aus Feldbüros überall in den Vereinigten Staaten hereinkommen – ich möchte, dass Sie ein Programm für sie organisieren und die programmatische Rede halten.“
„Eine programmatische Rede? Worüber?“ fragte Mulder, sein Tonfall triefend vor Zorn über das, was er hörte.
Skinner fixierte ihn mit einem harten Blick.
„Natürlich über Ihre Arbeit an den X-Akten“, meinte er brüsk.
„Sie wollen, dass ich mich vor einen Haufen Grünschnäbel aus dem Nirgendwo stelle und ihnen von Außerirdischen, Mutanten und Geistern erzähle?“ fragte Mulder nach. „Stellen Sie mich als das Opfer für eine Art gigantischen Büroscherz hin, Sir?“
„Nein, Agent Mulder. Ich gebe Ihnen Gelegenheit, Ihr Wissen und Ihre Erfahrung weiterzugeben“, schnappte Skinner. „Sehen Sie die X-Akten als einen legitimen Grund an, Büro-Ressourcen zu verwenden?“ verlangte Skinner zu wissen.
„Natürlich!“ fauchte Mulder.
„Na schön, ich auch – und daher denke ich, Sie sollten unsere anderen Agenten über die X-Akte-Abteilung unterrichten. Auf diese Weise begegnen Sie vielleicht weniger Feindseligkeit, wenn Sie ins Feld rausgehen“, stieß Skinner aus.

Mulder starrte ihn fassungslos an, doch Skinner nahm keine Notiz davon – er sprach einfach weiter.
„Sie werden mit einem der Ausbildungs-Agenten des Büros zusammenarbeiten. Er organisiert die logistische Seite, die Agenten aus den weiter entfernten Feldbüros herzuschaffen. Ich glaube, Sie haben schon mit ihm gearbeitet – sein Name ist Tom Colton.“
„Ah, der letzte Nagel in meinem Sarg. Danke, dass Sie meinen Tag gerettet haben – Sir“, knurrte Mulder mit sinkendem Herzen.

Er konnte nicht verstehen, warum sein Meister ihm das antat. Er warf Scully einen Seitenblick zu, die extrem nervös aussah wegen der Intensität der Spannung zwischen Meister und Sklave.

„Was ist mit mir, Sir?“ warf Scully ein. „Wir haben ein paar Fälle, für die ich wirklich zu Nachforschungen ins Feld muss. Ich würde nicht gern ohne Rückendeckung gehen.“
„Das ist nicht nötig. Ich setze einen anderen Agenten ein, um Ihnen zu assistieren, während Mulder außer Gefecht ist. Er ist ein guter Agent – ich würde Ihnen niemanden zuweisen, der weniger als der beste ist und ich hege keinen Zweifel, dass er ein sehr fähiger Ersatz für Mulder ist, Agent Scully.“ Skinner drückte einen Knopf an seinem Telefon. „Kim, Sie können ihn reinschicken“, sagte er, sein Tonfall immer noch barsch von dem Meinungsaustausch mit seinem Sklaven.

Der Mann aus dem äußeren Büro spazierte in den Raum, sein Selbstvertrauen sichtbar in jedem Schritt, den er machte, sein Rücken gerade und seine Augen klar und direkt. Skinner stellte ihn vor.
„Agent Scully, das ist Ihr neuer Partner für die nächsten paar Wochen. Agent John Doggett – Agent Dana Scully.“
„Agent Scully, schön, Sie kennen zu lernen. Ich habe einige Ihrer Arbeiten gelesen – es ist ... faszinierend“, sagte Doggett mit einer Stimme, die – entschied Mulder – viel zu tief und sexy war.

Eindeutig hatte sie Auswirkungen auf Scully, die um die Ohren rosarot wurde, während sie die Hand ihres neuen Partners schüttelte. Mulder kochte.
„Agent Doggett – was genau sind Ihre Referenzen, um an den X-Akten zu arbeiten?“ wollte er wissen, ignorierte Doggetts ausgestreckte Hand genauso wie die warnenden Blicke, die Scully und Skinner ihm zuschossen.
Doggett hingegen nahm seine Frage ernst und dachte ein paar Sekunden darüber nach, bevor er antwortete.
„Ich gebe zu, Probleme mit ein paar der Dinge zu haben, die ich über Ihre Abteilung gelesen habe, aber ich werde mein Bestes tun, um Sie in Ihrer Abwesenheit zu vertreten“, erklärte Doggett mit dieser tiefen, überlegenden Stimme. „Immerhin ist nur eine echte Qualifikation nötig, um an den X-Akten zu arbeiten, Agent Mulder, und das ist ein offener Geist.“

Mulder hasste ihn augenblicklich.

Scully bot an, Doggett die Aktenschränke vorzuführen, welche die X-Akten enthielten, während Mulder dastand, seine Faust juckend, ernsthaften Schaden entweder in Doggetts Gesicht oder dem seines Meisters zu verursachen. Er warf Skinner einen wütenden Blick zu, bevor er zur Tür stelzte, um den beiden hinaus zu folgen. Er hatte eine Hand an der Schnalle, als sein Meister sprach.
„Fox.“

Mulder zögerte. Falls Skinner ihn Agent Mulder genannt hätte, wäre er vielleicht einfach weitergegangen, doch der andere Mann rief ihn mit seinem Sklavennamen und während er vielleicht seinem Boss widersprach, war er nicht sicher, dass er es wagen würde, seinen Meister zu ignorieren. Er schloss seine Augen, bemühte sich, eine Entscheidung zu treffen. Er erinnerte sich, dass er versuchte, sein Halsband wieder zu verdienen und dass jetzt ein Wutanfall eine schlechte Idee wäre, trotzdem konnte er nicht vorgeben, nicht wütend zu sein.

Er konnte seinen Meister hinter ihm spüren, auf eine Entscheidung wartend, und drehte sich schließlich um.
„Meister“, sagte er leise.
Skinners Ausdruck wurde weich. „Ich weiß, du bist zornig, aber ich habe gute Gründe, das zu tun.“
„Sie haben gute Gründe, mich durch diesen Trottel zu ersetzen?“ schnappte Mulder. „Na schön, die würde ich verdammt gerne hören, Sir.“
„Agent Doggett ist nur ein zeitlich begrenzter Ersatz und das weißt du. Bist du verärgert, weil er deinen Platz einnimmt oder bist du wütend, weil er sich vielleicht tatsächlich als gut in seinem Job herausstellt?“
„Das ist so eine Scheiße! Sie haben ihn gesehen – er hat sich sofort auf Scully gestürzt!“ widersprach Mulder hitzig.

Skinner hob eine Augenbraue. „Oh, ich verstehe. Jetzt geht es nur um Scully. Sie ist eine erwachsene Frau, Fox, sie kann für sich selbst sorgen. Für mich sah es nicht so aus, als ob sie Schutz vor Agent Doggett bräuchte. Tatsächlich denke ich, sie mochte ihn.“
„Er ist nicht gut genug für sie“, murmelte Mulder zornig.
„Du kommst hier zu einer Menge Vermutungen. Sie haben sich gerade erst kennen gelernt“, wies Skinner hin, vernünftig genug.

Skinner legte eine Hand auf seinen Arm, doch Mulder schüttelte sie wütend ab.
„In Ordnung“, hob Skinner seine Schultern. „Ich weiß, du bist verärgert, aber ich will, dass du die besten deiner beachtlichen Fähigkeiten einsetzt. Ich weiß, du kannst das feinste jährliche Seminar in die Wege leiten, das das Büro je hatte.“
„Mit Tom Colton zusammenarbeiten? Mit allem gebührenden Respekt, Sir, Sie machen sich was vor. Der Mann hasst mich.“
„Vielleicht findest du heraus, dass er sich verändert hat. Vor ein oder zwei Jahren wurde er während eines Einsatzes verletzt und hat jetzt einen Vollzeit-Schreibtischjob – nicht nur temporär“, meinte Skinner betont.
„Ich nehme nicht an, dass er seine Ansicht über mich geändert hat.“
„Vielleicht nicht, deshalb wirst du ihn überzeugen, dass er sich geirrt hat.“
„Und wie zum Teufel soll ich das anstellen?“ fauchte Mulder.
„Indem du all diesen Abwehr-Mist fallen lässt!“ schnappte Skinner. „Ihre Arbeit ist wertvoll, Agent Mulder. Es ist nicht Ihre Arbeit, die Sie den Menschen entfremdet – Sie sind es. Sie scheinen diese gewaltige Last auf Ihren Schultern zu tragen, wo immer Sie hingehen. Hören Sie auf, von den Menschen zu erwarten, wegen Ihnen und Ihrer Arbeit verärgert zu sein. Dann bemerken Sie vielleicht, dass sie tatsächlich an den X-Akten interessiert sind.“
„Das ist nett, wenn es von jemandem kommt, der nie den Spitznamen Agent Spooky erhalten hat!“ brüllte Mulder.
„Nein, ich erhielt den Spitznamen Agent Hartarsch“, gab Skinner zurück. „Du bist nicht der Einzige, dem man je Namen verpasst hat – ich nahm es als Kompliment. Schau, Fox ...“, sein Tonfall änderte sich in unendliche Geduld, „eines der Dinge, die ich im Leben lernte, war, dass die Menschen dich für bare Münze nehmen. Wenn du deine Arbeit als ernsthaft und wertvoll präsentierst und deine Methoden und Ermittlungsprozesse erläuterst, findest du vielleicht heraus, dass die Menschen eher gewillt sind zuzuhören, als du ihnen je zugetraut hättest.“
Mulder biss auf seine Lippe, starrte den anderen Mann unsicher an.
„Deine Karriere ist wichtiger für dich, als du je zugegeben hättest“, meinte Skinner sanft. „Ich weiß, es tut weh, dass du vom Goldjungen in der Profiler-Einheit zum ... wie hast du dich selbst genannt? Der Unerwünschteste im FBI, als du die X-Akten übernommen hast. Das ist unfair – du hast einige deiner besten Arbeiten an den X-Akten geleistet. Ich habe die Berichte gesehen, die das beweisen. Nun musst du diese Arbeit deinen Kollegen präsentieren und nicht nur um ihren Respekt bitten – verlang ihn.“
„Ist es das, was ich machen muss, um mein Halsband zurück zu bekommen?“ wollte Mulder wissen.
Skinner betrachtete ihn einen Moment. „Nein. Trotzdem wird die Art, wie du dich während der nächsten ein oder zwei Wochen verhältst, eine Auswirkung auf das Thema haben.“
„Na dann. Ich habe keine Wahl, oder?“ schnappte Mulder, machte auf seinem Absatz kehrt, öffnete die Tür und fragte sich, ob er es wagte, sie hinter sich zuzuknallen.

„Vierundzwanzig Stunden am Tag, sieben Tage die Woche“, sagte Skinner leise. „Nicht nur, wenn es dir passt oder du einen erotischen Thrill brauchst. Du hast den Vertrag unterzeichnet – du kanntest den Deal. Jetzt schließ die Tür und schieb deinen Arsch wieder in dieses Büro.“

Mulder überlegte, sich seinem Meister zu widersetzen, wurde sich jedoch plötzlich der Abwesenheit seines Halsbandes sehr bewusst. Im Moment konnte er es sich nicht leisten, Mist zu bauen und er war schon halbwegs dort. Mit einem Seufzen reiner Frustration schwang er die Tür mit einem hallenden Rumms zu und drehte sich um, um sich der Musik zu stellen.
„Zeit für eine Verhaltenskorrektur“, erklärte ihm Skinner. „Stell dich mit dem Gesicht zur Wand, Hosen runter zu den Knöcheln.“
Mulder schluckte hart. Es war Vormittag. Er nahm an, dass Skinner keine Besucher erwartete, aber trotzdem ...
„Sofort!“ bellte Skinner und Mulder benötigte keine weitere Ermutigung.

Er tat wie verlangt, fummelte mit einer Hand, um seine Hose zu öffnen, die andere arbeitsunfähig in ihrer Schlinge. Er fühlte sich wie ein vollkommener Idiot, in seines Meisters Büro zu stehen, mit seinem blanken Arsch raushängend und war erleichtert, das Geräusch eines Schlüssels zu hören, der im Schloss herumgedreht wurde, als Skinner ihre Privatsphäre sicherte. Wenigstens blieb nun seine Erniedrigung zwischen ihm und seinem Meister – obwohl er sich sehr wohl der leisen Geräusche bewusst war, während Menschen im Korridor draußen redeten und vorbeigingen.

Ein paar Sekunden später hörte er seinen Meister hinter ihm herankommen und verkrampfte erwartungsvoll seine Hinterbacken ... nichts passierte.
„Öffne deinen Mund“, orderte Skinner.
Mit einem innerlichen Stöhnen tat Mulder, was verlangt wurde und ein Stück Seife wurde auf seine Zunge gelegt.
„Lass sie dort“, sagte Skinner knapp, „und hör gut zu. Es steht dir zu, mit mir beruflich nicht einer Meinung zu sein und es steht dir zu, mir das mitzuteilen – höflich. Aber grundsätzlich bin ich dein Boss und dein Meister. Was ich sage, gilt also. Verstanden?“
Mulder nickte stumm, spürte eine leichte Übelkeit von dem Seifengeschmack.
„In Ordnung. Nun, ich kann dir wegen deines Armes nicht die Tracht Prügel geben, die du verdienst, aber das bedeutet nicht, dass du davonkommst, ohne mein Lineal auf deinem Arsch zu fühlen. Ich will, dass du stillhältst, während ich die Strafe liefere, die du verdienst. Ich will nicht, dass sich dieser Arm bewegt. Verstanden?“
Wieder nickte Mulder, schloss seine Augen.

Er spürte das harte Holz des Lineals auf seinem Arsch, dann ein qualvoller Blitz quer über seine Hinterbacken. Er schaukelte leicht, hielt jedoch seine Position. Ein zweiter harter Schlag hämmerte die Nachricht heim, dann war Skinner fertig.
„Du kannst zehn Minuten dastehen, mit der Seife in deinem Mund und deinem Arsch zur Schau gestellt, Junge. Ich will kein Wort von dir hören“, sagte Skinner mürrisch.
Wieder nickte Mulder.

Die Seife schmeckte ekelhaft und wurde mit jeder Sekunde in seinem Mund weicher, erzeugte kleine Schaumblasen, die seine Kehle hinunter glitten und ihn würgen ließen. Sein Arsch brannte von der vorherigen Tracht Prügel mit dem Lineal und er war sich nur allzu sehr bewusst, dass er für seinen Meister zur Schau gestellt war, der an seinem Schreibtisch saß und arbeitete. Sein schlecht überlegter Ausbruch hatte ihm nichts eingebracht und ihm bloß Erniedrigung und Unbehagen verschafft. Er wusste, er musste daraus lernen und durfte in Zukunft nicht zulassen, dass seine turbulenten Emotionen ihn übermannten, aber es war so schwer. Die Eckenzeit verschaffte ihm wenigstens die Gelegenheit, sich abzukühlen – und Mulder war überrascht, wie viel glücklicher er sich fühlte, als die zehn Minuten um waren.

Sein Meister kehrte an seine Seite zurück, hielt seine Hand auf und befahl Mulder, die Seife hinein zu spucken, was sein Sklave gern machte. Er blieb in Position, während Skinner verschwand und mit einem Glas Wasser zurückkam, das sein Sklave auf einen Zug leerte. Erst danach gab ihm Skinner die Erlaubnis, seine Hosen hochzuziehen.
„Was hast du zu sagen?“ fragte Skinner, starrte seinen Sklaven forschend an.
„Danke, dass Sie sich die Zeit genommen haben, mich zu korrigieren, Meister.“
Mulder fiel auf seine Knie, achtete darauf, nicht seinen Arm zu bewegen und küsste seines Meisters glänzende Schuhe.
„Guter Junge“, sagte Skinner wohlwollend, half Mulder beim Aufstehen.
Er küsste seinen Sklaven auf die Wange, eskortierte ihn dann zur Tür, schloss sie auf und lächelte ihn an.
„Vertrau mir“, sagte er, bevor er die Tür öffnete und seinen Sklaven hinausgehen ließ.

Mulder kam spät heim. Er war nicht einmal sicher gewesen, dass er heimfahren wollte – der Tag war zu verwirrend gewesen. Als er das Hoover-Gebäude verließ, fand er sich tatsächlich in eine völlig andere Richtung gehend, als seine Füße scheinbar aus eigenem Antrieb ihren Weg nach Alexandria anstatt zur Cristal City bahnten. Mulder stand vor seinem ehemaligen Apartmenthaus und starrte lange Zeit hinauf. Es schien seltsam, hier zu sein. Er war nie mehr hierher gekommen, seit er in sein Sklaventum eingetreten war. Er hatte kaum Zeit gefunden, darüber nachzudenken.

Er schloss seine Augen und versuchte, sich an eine Zeit zu erinnern, als er diesen Ort sein Zuhause genannt hatte. Damals war er frei gewesen. Frei, zu kommen und zu gehen, wie es ihm gefiel, sich vor niemandem verantworten zu müssen. Frei, seinem Boss zu widersprechen, ohne Konsequenzen oder Auswirkungen, frei um tagelang wegzurennen, Befehle zu missachten und von Skinner und Scully zu erwarten, ihn zu decken.

Frei ... Mulder versuchte, sich zu erinnern, wie sich das angefühlt hatte, doch alles, was ihm einfiel, waren endlos lange, schlaflose Nächte vor dem Fernseher sitzen, seelenlose Pornofilme sehen, nicht mal davon angemacht werden, sich nicht einmal einen dabei runterholen, bloß zusehen, gedankenlos, versuchen, in dem Rhythmus und dem Gestöhne von Sex ein Ritual und eine Ordnung zu finden, die ihm helfen würde, von seinem Leben abzuschalten und etwas Frieden zu finden.

Das war seine Freiheit gewesen. Unglücklich mit seinem Leben und mit sich selbst. Trost in seinen geliebten X-Akten finden oder in der Peitsche eines unbekannten Tops, den er aufsuchen würde, verlangen, was er brauchte, um abzuheben und ihn dann verlassen würde, sich noch leerer fühlend, als bei seiner Ankunft. Sein Sklaventum, trotz seiner vielen Einschränkungen, hatte ihm so viel mehr Freiheit gegeben, um zu sein, was er sein wollte und zu erreichen, was er brauchte, als es seine Freiheit je fertiggebracht hatte.

Verdammt sei Skinner, weil er recht hatte, dass die Arbeit ihre Meister/Sklave-Beziehung so viel schwieriger machte. Es war so einfach gewesen, dort im Strandhaus. Sehnsüchtig dachte er an diese endlosen sonnigen Tage und hasste die Arbeit, die zwischen sie geriet, und Skinner, der ihm diese unmögliche Aufgabe stellte und sich selbst, weil er nicht mit diesem neuen Rückschlag umgehen konnte.

Er versuchte, sich zu erinnern, wann er sich das letzte Mal so gefühlt hatte und was er dagegen gemacht hatte. Es war der Tag gewesen, als er rausgegangen und gerannt war und spät nach Hause gekommen war. Skinner hatte ihn auf dem Balkon festgekettet und ihm mit einem Löffel sein Abendessen gefüttert. Mulder wusste, er musste einen Weg finden, mit derartigen Emotionen fertig zu werden, er war jedoch nicht sicher, wie. Eine Sache, die er wusste und an der er sich festklammerte war, dass er seinem Meister vertraute und sein Halsband zurückgewinnen wollte. Endlich, mit schwerem Herzen, machte er sich auf den Heimweg.

Es war spät und Skinner hatte schon gegessen.
„Sklave?“ Skinner blickte auf, als Mulder eintrat.
Mulder bemerkte die Sorge und Angst in seines Meisters Augen und seine eigene Laune wurde schlagartig nachgiebiger. Es verblüffte ihn noch immer, dass es jemanden in seinem Leben gab, den es kümmerte, um welche Zeit er heimkam, wo er gewesen war und wie er sich fühlte.

Ein Instinkt in Mulder übernahm die Führung. Er ging geradewegs zu seinem Meister, kniete neben ihm nieder, legte seinen Kopf auf Skinners Schoß und blieb so stumm knien. Skinner streichelte das Haar seines Sklaven, sagte jedoch kein Wort. Es fühlte sich gut an, hier zu sein. Es fühlte sich an, wie eine Verbindung aufbauen mit dem, was sie beide waren. Und das mit einer Gelassenheit, die ihm für den größten Teil seines Lebens entgangen war und die er erst gefunden hatte, seit er Skinners Sklave geworden war.

Es dauerte über eine Stunde, bis er eine Art Frieden herabkommen fühlte, dann sah er endlich auf.
„Als ich wieder ins Büro kam, lag da eine Notiz von Scully. Mulder – John und ich haben ein paar der Akten in sein Büro im dritten Stock hinaufgebracht, damit Sie ein wenig Privatsphäre haben, um an Ihrer Rede zu arbeiten. Wir sprechen uns bald. Scully“, zitierte Mulder mit bitterem Ton, hatte die Notiz mit nur einmal durchlesen auswendig gelernt, ihre Worte in sein Gehirn gesengt. „John und ich“, imitierte Mulder. „John“, wiederholte er höhnisch. „Agent Doggengesicht und ich werden in seinem Büro sein, mit Ihren Akten, Mulder.“
„Fox, was soll die Eifersucht?“ Skinner umfasste Mulders Gesicht und sah suchend in seine Augen. „Ist das professionell oder etwas anderes?“
Mulder zuckte seine Schultern und legte sein Kinn auf seines Meisters Knie.

„Lass mich dir sagen, was ich denke, dass es ist“, sagte Skinner leise, streichelte erneut sein Haar. „Ich habe dich und Scully seit Jahren beobachtet. Ihr habt eine fantastische Arbeits-Beziehung, aber weißt du, für mich schien es immer, als ob du sie wie eine kleine Schwester behandelst.“
Stirnrunzelnd blickte Mulder zu seinem Meister hinauf.
„Na ja, das tust du. Du verspottest sie, du läufst davon und lässt sie sitzen, ihr reißt gemeinsam Witze und haltet euch im gleichen Maße zum Narren. Du tust alles, außer sie an ihren Zöpfen ziehen. Du kümmerst dich um sie wie ein großer Bruder und sie blickt auf eine Art zu dir auf ... wie eine kleine Schwester. Sie ist es gewöhnt, Brüder zu haben und du ... ich denke, in mancher Hinsicht hast du die Beziehung, die du mit Samantha hattest, mit Scully wieder aufgebaut. Ich sage nicht, das ist eine schlechte Sache, weil ich nicht denke, dass das der Fall ist. Es hat für euch beide funktioniert, doch ich denke, das ist teilweise der Grund, warum du jetzt so verstört bist. Du hast deine richtige Schwester verloren und du willst Scully nicht auch noch verlieren – aber das wirst du nicht, Fox. Oder wenigstens wirst du das nicht, wenn du sie nicht wegstößt.“

„Habe ich heute erwähnt, dass ich Sie liebe?“ sagte Mulder und erhob sich. Skinners Ansprache hatte einige Nerven getroffen. „Okay. Das tue ich. Vielleicht mag ich Sie im Moment nicht sehr, aber ...“ Er hob seine Schultern.

„Verprügeln Sie mich“, bat er plötzlich.
Skinner sah überrascht auf.
„Ich muss schreien“, erklärte Mulder, „und Sie sagten mir, ich könnte immer um Schmerzen bitten, falls ich es wollte.“
„Und ich habe auch gesagt, dass es meinem Ermessen unterliegt und ich es vielleicht verweigere“, antwortete Skinner.
„Dann tun Sie es nicht?“ fragte Mulder, sank in dem Stuhl zusammen und starrte seinen Meister an.
„Deine Narbe heilt noch. Ich würde es im Moment vorziehen, mit all dem fertig zu werden, ohne dir die lange, erschöpfende, gründliche Tracht Prügel zu verpassen, die du brauchst, um dich runter zu holen. Wie sehr brauchst du die Erlösung wirklich? Was wird geschehen, falls du sie nicht bekommst?“ wollte Skinner wissen.

Mulder dachte einen Moment darüber nach. „Keine Ahnung. Ich wollte einfach eine Ablenkung, Meister. Ich kann nicht laufen mit meinem Arm in dieser verdammten Schlinge und ich hasse wirklich den Gedanken, dass jemand anderer an meinen Akten arbeitet. Ganz zu schweigen von dem Alptraum, ausgerechnet ein Ausbildungs-Seminar zu organisieren.“ Mulder schauderte. „Meister – habe ich jemals irgendetwas getan oder gesagt, was Sie auf die Idee brachte, ich wäre gut in etwas wie diesem?“ erkundigte er sich verzweifelt. „Ich meine, damals, als Sie versuchten, uns zu diesem Teambildungs-Seminar zu schicken ...“
„Das du wunderbarerweise fertig gebracht hast, nicht zu besuchen, weil du stattdessen irgendwie einen X-Akte-Fall lokalisiert hast, den du mitten in den Wäldern verfolgen musstest“, wies Skinner hin.
„Exakt. Was Ihnen verraten sollte, dass ich Scheiße in diesen Dingen bin.“
„Nein, es verrät mir, dass du sie vermeidest. Du hast eine Menge Dinge vermieden, Fox, und wir haben uns ihnen gemeinsam gestellt, seit du mein Sklave wurdest. Dämonen verschwinden nicht, außer du siehst ihnen geradewegs in die Augen und schießt sie nieder. Du bist ein brillanter Agent und ich will, dass du den Respekt bekommst, den du verdienst.“
„Den werde ich nicht bekommen. Ich werde es vermasseln“, widersprach Mulder verzweifelt.
„Was lässt dich das denken? Ich werde dir helfen, genauso wie Scully – du musst nur darum bitten“, sagte Skinner zärtlich, griff aus und legte eine Hand auf seines Sklaven gehandicapten Arm. „Nun, du wolltest eine Ablenkung und mit deinem Arm in dieser Schlinge und eingedenk Perrys Instruktion, ihn ruhig zu halten – ist das Beste, was mir eingefallen ist, eine DVD.“ Er zog eine Diskette aus seiner Aktentasche und hielt sie hoch.
Gladiator?“ kommentierte Mulder verdrossen. „Oh. Großartig. Männer in Röcken kämpfen gegen Löwen. Ich kann’s kaum erwarten.“

Zwei Stunden später lag Mulder mit seinem Kopf auf dem Schoß seines Meisters, aß träge Popcorn aus dem Eimer, der auf einem von Skinners großen Schenkeln balancierte, völlig vertieft in den Film.
„Wissen Sie, Meister“, kommentierte er, als ein mit Ketten gefesselter, halbnackter, versklavter Russell Crowe von der Gnade eines sadistischen, aber schönen Tyrannen abhängig war. „Ich denke, ich habe vielleicht meine Meinung über diesen Film geändert – obwohl Sie definitiv Russell jederzeit in der Arena fertigmachen könnten. Hmm, das ist ein netter Gedanke.“
Grinsend sah er zu seinem Meister hoch, der schnaubend zur Antwort das Ohr seines Sklaven kniff. „Und noch eine Sache“, meinte Mulder, mampfte nachdenklich. „Die kurze Tunika und der Brustpanzer? Ernsthaft ein guter Look für Sie.“

Am folgenden Tag durfte Mulder seine Schlinge ablegen, sehr zu seiner Erleichterung. Außerdem erkannte er, dass er den Großteil des Seminars per Email organisieren konnte, was zumindest bedeutete, er musste nicht wirklich mit Tom Colton reden. Er verbrachte die meiste Zeit in seinem Büro, versuchte, seine neuerlich heilende Brust und die Spender-Stelle für die Hautverpflanzung auf seinem Unterbauch nicht zu kratzen – beide zusammen trieben ihn in den Wahnsinn.

Es war schwer, sich auf seine Rede zu konzentrieren, obwohl er zwei Tage lang die Akten durchging, auf der Suche nach relevantem Material. Er wusste einfach, er würde mit Spott von der Bühne gejagt werden, wenn der Zeitpunkt gekommen war, und dieser Gedanke verursachte ihm Übelkeit. Jahrelang hatte er es geschafft, sich zu überzeugen, dass es ihm egal wäre, was alle anderen von ihm und seiner Arbeit dachten, das war jedoch anders, als in dieser Arena aufzustehen und sich zur Zielscheibe zu machen.
„Russell, du hattest es leicht mit den Löwen“, murmelte er vor sich hin, während er durch seine Akten blätterte.

Er wurde aus seinen Gedanken gerissen, als Scully ein paar Stunden später ihren Kopf zur Tür reinsteckte.
„Wie geht’s, Partner?“ erkundigte sie sich fröhlich, setzte sich auf die Kante seines Schreibtisches.
„Schlecht“, schnappte Mulder mürrisch. „Wie geht’s mit Agent Doggenohr?“
„Fein.“ Scully zeigte ein verträumtes Lächeln, das andeutete, dass Arbeiten mit Agent Doggett mehr als fein war.
Mulder verzog sein Gesicht.

„Aber er ist nicht Sie“, setzte Scully hastig nach. „Und wir haben drei Tage gebraucht, einen Fall zu lösen, den Sie in drei Stunden geknackt hätten. Ohne Sie ist da niemand, der die Sprünge in der Vorstellungskraft und im Glauben schafft, die immer zur richtigen Antwort zu führen scheinen.“
„Na schön, tauschen wir – Sie versuchen es mal und zwingen, tricksen oder überreden die Leute, an dem Ausbildungs-Seminar teilzunehmen und ich recherchiere die X-Akten mit Agent Dogge“, bot Mulder an.
„Sie haben Probleme, Sprecher zu finden?“ erkundigte sich Scully in mitleidigem Tonfall.
„Ja, kaum jemand antwortet auf meine Emails, selbst wenn ich sie als Spam schicke“, knurrte Mulder, „und die geantwortet haben, sagten alle nein.“

„Ähem“, räusperte sich Scully betont.
Mulder sah sie an. „Ja? Übersehe ich etwas?“ fragte er.
„Ja, verdammt. Mich, Mulder“, antwortete sie aufgebracht. „Sie haben mich nicht gebeten, an dem Seminar teilzunehmen – ich könnte über Autopsien sprechen. Erinnern Sie sich, ich habe das Thema in Quantico unterrichtet.“
„Das würden Sie machen?“ fragte Mulder, trat sich in den Hintern, weil er nicht selbst daran gedacht hatte.
„Sie sind vielleicht in manchen Dingen ahnungslos, aber Sie sind immer noch mein Partner“, tadelte sie. „Natürlich würde ich das machen!“

Mulder befand sich auf einem Höhenflug, als er sie hinausgehen sah, bis er erkannte, dass er immer noch fünf weitere Gastsprecher finden musste. Zwei Stunden später ertönte neuerlich ein lautes Klopfen an seiner Türe. Mulder blickte erfreut auf, erwartete, seinen Meister zu sehen, doch sein Lächeln verblasste, als Agent Doggett den Raum betrat.
„Kann ich Ihnen helfen?“ fragte er in desinteressiertem Tonfall, wendete sich wieder seinen Akten zu, ignorierte den anderen Mann.
„Das können Sie tatsächlich“, antwortete Doggett. „Ich habe vor, Agent Scully auszuführen und habe mich gefragt, ob Sie ein Problem damit hätten.“

Mulder knallte die Akte, in der er gelesen hatte, auf den Schreibtisch und starrte den anderen Mann mit kaum unterdrückter Abscheu an.
„Sie bitten um meine Erlaubnis, Scully auszuführen?“ wollte er ungläubig wissen.
Meinte der Mann das ernst? Scully würde Schaum vorm Mund haben, wenn sie das wüsste.
„Nein.“ Doggett schüttelte seinen Kopf. „Ich frage Sie, ob Sie ein Problem damit haben. Ich werde sie auf jeden Fall einladen, aber Sie bedeuten ihr eine Menge, deshalb hätte ich es gern, wenn wir beide uns vertragen.“

Mulder dachte einen Moment darüber nach, stand dann auf. Er wanderte zu Doggett rüber, sah ihm direkt in die Augen und sprach dann in leisem, energischem Ton.
„So sehr ich mich bemüht habe, Agent, ich war nicht in der Lage, irgendjemanden zu finden, der ein schlechtes Wort über Sie zu sagen hat – nicht einmal Ihre Ex-Frau, was einige Leute schon an sich für verdächtig halten könnten. Alle Ihre Kollegen respektieren Sie, Ihre Freunde mögen Sie, nach Ihrer Akte sind Sie anscheinend ein Gottesgeschenk für das Büro ... tatsächlich habe ich es nur geschafft, einen Menschen zu finden, der Sie nicht leiden kann und das ist ein bestimmter Herman J. Rochester, derzeit aufhältig im Gefängnis in New York.“
„Herman Rochester?“ Doggett sah verblüfft aus. „Meinen Sie den Kerl, den ich während meines letzten Jahres im NYPD weggesteckt habe?“
„Ja“, nickte Mulder. „Und ich kann ziemlich kategorisch behaupten, dass er Sie hasst, was unglücklicherweise keine schlechte Sache ist, wenn man bedenkt, dass er ein Doppelmörder ist und Sie derjenige sind, der ihn verhaftet hat.“
„Jesus. Scully sagte, Sie wären gründlich, aber ich hatte keine Ahnung“, meinte Doggett erschrocken.
„Oh, nicht so gründlich wie Sie – Sie haben diesen Kerl fünf Jahre lang verfolgt, bevor Sie ihn endlich festnagelten ... sozusagen“, lächelte Mulder süß. „Machen Sie nur, Agent Dodgers, führen Sie Scully aus, aber lassen Sie mich eines klarstellen, in Worten mit einer Silbe, damit Sie es verstehen: Sie tun ihr weh und Sie sind tot. Kapiert?“

Mulder scherzte nicht – er meinte jedes Wort ernst und Doggetts Augen blitzten mit dem Erkennen dieser Tatsache. Mulder war befriedigt zu sehen, dass der andere Mann seine Warnung so ernst nahm, wie sie gemeint war.
„Oh, ich denke schon“, nickte Doggett nachdenklich.

„Sie haben nicht viele Freunde im Büro, stimmt’s, Mulder?“ fragte er aus heiterem Himmel.
„Ich habe keine Zeit“, antwortete Mulder überrumpelt, seine Nackenhaare sträubten sich abwehrend.
„Hätten Sie Zeit, mit mir nach der Arbeit auf ein Bier zu gehen? Ich bin ein großer Bewunderer Ihrer Arbeit.“
Mulder starrte den anderen Mann mit offenem Mund an. Doggett lächelte und schlug ihn herzhaft auf den Arm.
„Ich sehe Sie dann später. Oh, und übrigens, Agent Scully hat erzählt, Sie haben nicht viele Reaktionen auf Ihre Emails für Gastsprecher?“
„Das stimmt. Sagen Sie mir nicht, Sie sind hergekommen, um sich freiwillig zu melden?“ Mulder hob eine ungläubige Augenbraue.
„Nein, aber ich würde vorschlagen, dass Sie rausgehen und mit ein paar Leuten persönlich sprechen. Emails sind leichter zu ignorieren, als der sehr beharrliche, sehr charmante und irgendwie legendäre Agent Mulder.“

Doggett wandte sich zum Gehen und Mulder zog hinter seinem Rücken eine Grimasse.
„Noch eine Sache, Mulder.“ Doggett pausierte, seine Hand an der Tür. „Diese Namen-Sache – hören Sie damit auf.“
Dann war er verschwunden.

Sehr zu seinem Ärger fand Mulder heraus, dass Doggett recht hatte – indem er unterschiedliches FBI-Personal persönlich nervte und sie mit der selben Gnadenlosigkeit verfolgte, die er bei den X-Akten anwendete, konnte er alle außer einem Sprecher gewinnen. Und es war der Hinweis seines Meisters nötig, dass ein bestimmter Assistant Director vielleicht Einblicke in die generellen Verbrechens-Tendenzen und die Unterstützung von mehr als zwanzig Jahren Erfahrung in Gesetzesvollstreckung bieten könnte, falls man ihn darum bitten würde. Insgesamt gesehen fand Mulder heraus, er hatte mehr Freunde, als er vermutet hätte.

In der folgenden Woche kam Perry, um die Fäden zu entfernen. Trotzdem wurden beide Narben mit Pflasterverbänden bedeckt und er hatte strikte Order, sie weder zu berühren noch darunter zu sehen. Nur Skinner durfte die Pflaster wechseln und Mulder wurde immer befohlen, während der Prozedur seine Augen zu schließen. Als zusätzliche Vorsichtsmaßnahme – und eine vollkommen unnötige, nach Mulders Ansicht – verband Skinner auch bei jeder dieser Gelegenheiten seinem Sklaven die Augen. Die Narben verheilten gut und Perry versprach, dass die Pflaster bald völlig verschwinden könnten.

Allerdings waren die Narben die kleinste seiner Sorgen. Am Tag des Ausbildungs-Seminars hatte es Mulder immer noch nicht geschafft, eine Rede zu verfassen, mit der er glücklich wäre. Seine ersten Ansätze versagten jämmerlich – bloß sie in der Leere seines Büros zu rezitieren, verursachte ihm kalte Schweißausbrüche. Er würde von der Bühne gespottet werden und er wusste es. Es half nicht, dass er vor Tom Colton, Scully, Doggett und seinem Meister sterben würde, ganz zu schweigen von all diesen Agenten aus jedem Feldbüro in den Staaten, die dort sitzen und ihn auslachen würden.

Am Tag der Abrechnung schlich er sich früh aus dem Apartment, hinterließ eine Notiz mit einer Entschuldigung für seinen Meister. Er erreichte sein Büro um 4.00 Uhr früh und starrte fast eine Stunde an die Wand, bevor er einen weiteren Versuch startete. Seine Rede war die erste, geplant für 9.00 Uhr, mit der Erwartung, den gesamten Tag mit einem gewissen Grad an Pracht zum Laufen zu bringen – nur er wusste, dass er versagen würde.

Skinner hatte mehrfach angeboten, seine Rede anzuhören, genauso wie Scully, doch Mulder hatte beide Angebote abgelehnt. Er steckte in riesigen Schwierigkeiten und wusste es. Er überlegte, raus zu gehen, ein Flugzeug nach Nirgendwo zu besteigen – irgendwohin – und zu warten, bis sein Meister ihn aufspürte und bestrafte, wagte jedoch nicht, das zu tun.