24/7

by Xanthe
übersetzt von Manuela
m.translator@chello.at



Pairing: Skinner/Mulder

Rating: NC-17

Kategorie: BDSM-Slash

Warnung: Diese Serie enthält grafische Szenen der BDSM-Erotik

Inhalt: Mulders Drang nach immer extremeren Erregungen lassen ihn den ultimativen Spieler in DC aufsuchen – ein mysteriöser Top, der legendär in der BDSM-Szene ist. Doch Mulder muss einen hohen Preis für das bezahlen, was er will.

Disclaimer: Die Charaktere Mulder, Skinner, Scully etc. gehören Chris Carter und 1013. Die Geschichte und Ideen gehören der Autorin.


Kapitel 18: Vertragsmäßige Verpflichtungen

Inhalt: Mulders Vertrag steht auf dem Spiel, als sein Meister ihn zum Anfang zurückbringt.


Mulder driftete in die Bewusstlosigkeit und wieder heraus, während sein Meister ihn zu dem wartenden Wagen hinaustrug. Er war sich verschwommen Scullys scharfem Luftholen bewusst und der dunklen Intensität ihrer blauen Augen, als sie seine Verletzungen sah.
"Es sieht schlimm aus, ist aber nicht lebensbedrohlich", erläuterte ihr Skinner schroff.
"Sind Sie sicher?" wollte sie wissen, rannte auf sie zu, hatte eindeutig vor, ihren Partner sofort nach Schäden zu untersuchen.
"Ich bin sicher", antwortete Skinner in leisem, autoritärem Ton, der keine Widerworte zuließ.
Scully versuchte es dennoch. "Vielleicht sollte ich ...", setzte sie an.

Skinner schritt auf den Wagen zu, seine Arme gaben nicht nach, während er das Gewicht seines Sklaven ertrug.
"Agent Scully, vertrauen Sie mir, ich hatte mehr als genug Erfahrung im Untersuchen verwundeter Männer, um zu wissen, ob sie eine Herzmassage brauchen oder nicht. Er liegt auf dem Boden, ist aber noch nicht ausgezählt", fauchte er sie an. Dann wurde sein Ausdruck weicher. "Er wird sich erholen, Scully – wenigstens physisch", murmelte er.
Ihre Augen wirbelten blau und ängstlich, als sie die Bedeutung dieser Feststellung erkannte. Sie griff mit einer Hand aus und strich Mulders blutbeflecktes Hemd beiseite, schrak entsetzt zurück, als sie die Schnitte auf seiner Brust entdeckte.
"Wenn ich Krycek finde ...", sagte sie, ließ die Bemerkung unheilverkündend hängen.
"Ich werde direkt neben Ihnen stehen", versprach ihr Skinner grimmig.

Skinner setzte seinen Sklaven auf den Rücksitz des Autos und stieg neben ihm ein, während Scully vorne neben dem Seattle-Feldagenten Platz nahm. Er raste von dem Lagerhaus weg und in die Richtung des nächsten Krankenhauses, ohne ein Wort zu sagen.

Scully drehte sich in ihrem Sitz um und verbrachte die ganze Fahrt damit, ihren fast komatösen Partner in stiller Angst zu betrachten. Von Zeit zu Zeit öffnete Mulder sein gutes Auge, schloss es jedoch jedes Mal schnell, unfähig, sich entweder der Sorge seiner Partnerin oder seines Meisters steinernem Gesicht zu stellen. Skinner saß neben seinem Sklaven, ein großer Arm um Mulders Schultern, drückte er seinen Sklaven gegen seine Brust. Aber sogar halb bewusstlos, wie er war, konnte Mulder die Anspannung in diesen harten Muskeln unter ihm spüren.

Er erinnerte sich nicht an viel von der Fahrt ins Krankenhaus. Er erwachte wieder, als sie ihn aus dem Auto auf eine Rollbahre verlegten und schrie vor Schmerzen auf. Als Reaktion auf seines Sklaven Verzweiflung verkrampfte sich Skinners Kiefer – eine Geste, so unscheinbar, dass nur ein Sklave, der es gewöhnt ist, seinen Meister genau aus der Nähe zu studieren, es bemerkt hätte. Mulder wendete sein Gesicht von seinem Meister ab. Er konnte Scully neben der Bahre gehen sehen, eine Hand hielt seine, doch er sah Skinner nicht an. Er konnte nicht ertragen, seines Meisters Enttäuschung und das Gefühl des Betruges zu sehen. Und vor allem konnte er es nicht ertragen, die dunkle Prellung auf Skinners Kinn zu sehen, die ein Beweis für beides war.

Sie rollten ihn in den Notfallraum und er war sich einer Schwester bewusst, die seine Kleider wegschnitt. Scully ging in dem Handgemenge verloren und dann steckte jemand eine Kanüle in seinen Arm.
"Sie können nicht hier bleiben, Sir", hörte er eine Schwester zu Skinner sagen.
"Ich gehe hier nicht weg", antwortete Skinner in gleichmäßigem Tonfall und bezog Position bei Mulders Kopf, seine Arme über seiner Brust verschränkt, vollkommen unbeweglich.

Einen Moment sah ihn die Schwester an, überlegte, ob sie das Thema weiter forcieren sollte.
"Sind Sie ein Verwandter, Sir?" fragte sie.
"Ja", stellte Skinner fest.
"Sein Bruder?" erkundigte sie sich, griff nach ihren Notizen.
"Nein. Er gehört mir", erwiderte Skinner. "Ich bin für ihn verantwortlich. Er ist mein Besitz – und ich gehe nicht raus, also werden Sie um mich herum arbeiten müssen."

Sie starrte ihn einen Moment mit aufgerissenen Augen an und trat dann zurück, deutlich erschrocken. Wenn es irgendeine andere Gelegenheit gewesen wäre, dachte Mulder, hätte er sogar über ihren Gesichtsausdruck gelacht. Er driftete wieder weg.

Als er zu sich kam, bemerkte er, dass sein Oberkörper nackt war und sich jemand über das zerschnittene Fleisch auf seiner Brust beugte, die Wunde zusammennähte. Er errötete, als er erkannte, dass seine Nippelringe klar sichtbar waren, doch im Moment war das das kleinste seiner Probleme. Scully war nirgendwo zu sehen, aber Skinner stand bewegungslos neben ihm, seine Arme immer noch über seiner Brust verschränkt.

"Jemand hat gute Arbeit geleistet, ihn zu zerschneiden", murmelte der Arzt, der an ihm arbeitete.
Mulder wimmerte, als er sah, wie sich seines Meisters Kinnlade erneut krampfhaft bewegte, doch Skinner sprach immer noch kein Wort.
"Machen Sie es weg ... bitte", bettelte Mulder schwach, seine Stimme kaum vernehmbar durch seine verschwollene, gespaltene Lippe.
"Wir können es ein bisschen verschönern – Sie werden immer die Narbe haben, aber wir können sie weniger ...", erläuterte der Arzt, doch Mulder nahm die Worte nicht mehr wahr, nachdem er gehört hatte, dass er immer die Narbe tragen würde.

Er driftete in barmherzige Schwärze ab, unfähig, sich der Bedeutung zu stellen, diese Initialen für den Rest seines Lebens in seine Haut gesengt zu tragen. Selbst, falls Skinner ihn trotz allem behalten würde, würden diese Markierungen in seinem Fleisch immer zwischen ihnen stehen, deutliche und dauerhafte Erinnerungen, was er getan hatte und was ihm angetan worden war.

Als er das Bewusstsein wiedererlangte, lag er in einem kleinen, privaten Krankenzimmer. Scully saß neben seinem Bett und Skinner starrte blicklos aus dem Fenster. Er räusperte sich und Scully drückte ein Glas Wasser an seine Lippen.
"Tut mir leid", flüsterte er ihr zu, nahm ihre Hand und drückte sie.
"Gut", meinte sie mit gespielter Strenge. "Es wird Sie mehr als Muffins kosten, sich aus dem hier rauszukaufen, Mulder."
"Ich weiß." Er schaffte ein schwaches Grinsen, wagte jedoch nicht einmal, in die Richtung seines Meisters zu blicken.

"Oh, Mulder. Sie haben keine Ahnung, wie besorgt wir waren." Ihre Finger schlossen sich um seine, streichelten sanft seine Hand.
"Nein ... tut mir leid", wisperte er wieder.
"Wir beide", fügte sie bedeutungsvoll an, sah in Skinners Richtung.
Skinner drehte sich um und warf ihr einen Blick zu, einen unheilvollen Ausdruck in seinen dunklen Augen. Scully schenkte Mulder ein besorgtes Stirnrunzeln und erhob sich.
"Ich denke, ich sollte Sie beide allein lassen", murmelte sie, lehnte sich vor und pflanzte einen Kuss auf Mulders Stirn.

Er brachte es nicht fertig, ihre Hand loszulassen. Er wollte nicht, dass sie ging. Er wollte nicht die Konversation führen, von der er wusste, sie würde als nächstes kommen, doch ihre Hand schlüpfte aus seiner und dann war sie verschwunden. Er drehte sein Gesicht weg und starrte an die Wand, immer noch unfähig, seines Meisters Augen zu begegnen.

Skinner kam zum Bett herüber und blieb stehen, starrte einen Moment auf seinen Sklaven hinunter.
"Fox, sieh mich an", sagte er leise.
Mulder fühlte sich wie gelähmt. Er konnte sich nicht bewegen und er konnte die Tränen in seinen Augen brennen spüren, blinzelte sie aber zornig weg.
"Fox."
Seines Meisters Stimme war streng und zwingend, dennoch bewegte sich Mulder nicht. Dann spürte er eine Hand an seinem Kinn und sein Gesicht wurde fest aber sanft zu seinem Meister herumgedreht. Er schloss seine Augen.
"Fox – wenn du dich nicht dem stellen kannst, was du getan hast, wirst du das nie hinter dir lassen", sagte Skinner leise. "Du wirst niemals lernen oder dich weiter entwickeln. Jetzt sieh mich an, oder ich schwöre, ich gehe aus diesem Zimmer und zerreiße die Verträge, die uns binden."
"Vielleicht wäre das das beste", antwortete Mulder schwach.
"Das habe ich zu entscheiden", sagte Skinner mit dunkler, granit-getönter Stimme. "Du warst nie in deinem Leben ein Feigling, Fox. Jetzt sieh mich an."

Es brauchte seine ganze Willenskraft, seine Augen zu öffnen und zu seinem Meister aufzublicken. Skinner sah müde aus und er hatte immer noch einen Streifen von Mulders Blut auf seiner Wange. Die Prellung auf seinem Kinn war purpurn und erhoben.
"Ich danke dir."

Skinner setzte sich auf das Bett und legte eine zärtliche Hand auf seines Sklaven Stirn, schob das blutverklebte Haar aus Mulders Gesicht.
"Tut mir l...", begann Mulder, doch Skinner legte einen Finger auf seine Lippen, unterdrückte das Wort.
"Das hast du schon oft genug gesagt und ich weiß, du meinst es ehrlich, aber das wird nichts richtig stellen", erklärte ihm Skinner, seine dunklen Augen ernst.
Mulder nickte. Zum ersten Mal bemerkte er, dass einer seiner Arme bis zum Ellbogen bandagiert war, eine Hand vollkommen in Weiß steckte.
"Du hast schwer geprellte Rippen und eine Gehirnerschütterung", informierte ihn Skinner sachlich. "Außerdem hast du viele Schnitte und Prellungen und dein linker Fuß ist böse geschwollen – wir denken, jemand ist darauf getreten", erklärte er, als er Mulders fragenden Blick sah.

Eine Erinnerung an die Bewusstlosigkeit inmitten der entsetzlichsten Schmerzen in seinem Fuß kam zu Mulder zurück und er nickte.
"Genauso deine Hand – ein gebrochener Finger, einer schwer gezerrt und geprellt und ein paar angerissene Sehnen", informierte ihn Skinner. "Davon abgesehen – geht es dir gut." Er brachte den schwächsten Schatten eines Lächelns fertig.
"Ausgenommen ..." Mulder gestikulierte zu der Wunde auf seiner Brust, die mit einer Bandage bedeckt war.
"Ausgenommen, wo Krycek seine Initialen in dich geschnitzt hat, ja", stellte Skinner grob fest.

Erneut schloss Mulder seine Augen, öffnete sie dann, als Skinner seinen Kopf antippte.
"Es ist geschehen", sagte Skinner. "Akzeptiere es."
"Ich bin nicht sicher, ob ich das kann", gestand Mulder.
"Du kannst es", sagte ihm Skinner. "Du hast keine Wahl. Ich werde dich dazu bringen, dich auch dem letzten Ereignis zu stellen, das dort vorgefallen ist, Fox, und es wird nicht einfach werden. Wenn du diesem Prozess nicht standhalten kannst, sag es jetzt."
"Ich kann es", antwortete Mulder, erleichtert festzustellen, dass sein Meister immer noch vorhatte, ihn zu behalten. "Ich verspreche, dass ich es kann."
"So leicht wird es nicht werden." Skinners knapper Ton widersprach der zärtlichen Bewegung seiner Finger Mulders Gesicht entlang. "Lass es mich erklären, und danach werden wir sehen, ob du so bereit bist, meine Bedingungen zu akzeptieren. Erstens – bedingungsloser Gehorsam ist nicht nur eine Forderung während deiner Rekonvaleszenz – er ist eine Notwendigkeit. Es gibt keinen Spielraum. Es wird keine rechthaberischen Kommentare geben, kein Zurückreden, kein Schwindeln und vor allem kein Ungehorsam. Mein Wort wird dein Befehl sein, mein Wille in jeder deiner wachen Stunden. Falls du dachtest, ich war früher hart mit dir, denk noch mal darüber nach. Du weißt nicht, was hart ist, Junge."
"Ja, Meister." Mulder schluckte krampfhaft.
"Gut", nickte Skinner. "Weil ich dich hart reiten werde, Fox."

Seltsamerweise wurde Mulder von diesen Worten getröstet und er sank in die Kissen zurück, sein Körper entspannte sich. Allerdings waren Skinners nächste Worte weniger beruhigend.
"Zweitens, wir beschäftigen uns damit. Wir beschäftigen uns mit jedem einzelnen Thema. Wir vermeiden nichts und wir lassen nichts fallen. Wir sprechen darüber, bis du schreien willst und ich zwinge dich, dich auch der kleinsten Sache zu stellen, die dort geschah. Es werden auch nicht bloß Worte sein – du musst sie durch Taten unterstützen."
"Welche Art von Taten?" fragte Mulder.
"Das werden wir sehen, wenn die Zeit gekommen ist", erklärte ihm Skinner.

"Das ist genug ernste Unterhaltung für jetzt", meinte er, seine Hand strich neuerlich Mulders Haar zurück. "Bist du mit diesen Bedingungen einverstanden, Fox?"
Mulder nickte, ohne auch nur darüber nachzudenken. Skinner atmete tief aus.
"In Ordnung, Kleiner", murmelte er, sein Ton sanfter werdend. "Für die nächsten paar Tage möchte ich, dass du dich darauf konzentrierst, gesund zu werden. Wir werden nicht mehr darüber sprechen, bis wir zu Hause sind. Ich möchte nicht, dass du darüber nachdenkst oder brütest. Ich will nur, dass du dich erholst. Wenn du zu Hause bist, werden wir eine weitere, ernste Unterhaltung führen, aber bis dahin erwähnen wir das nicht wieder. Verstanden?"
Mulder nickte zögernd. "Nicht daran zu denken ... nicht zu brüten ... wird schwer werden, Meister", warf er ein.
"Pech."

Skinner nahm Mulders verletztes Kinn sanft zwischen seine Finger. "Ich sagte, das würde nicht einfach sein und das wird es nicht. Es wird das Schwierigste werden, was du je getan hast."
Mulder schluckte hart, nickte dann, strich mit seiner bandagierten Hand über sein Gesicht, wischte sinnlos unvergossene Tränen weg, denen er nicht gestattete zu fallen.
"Guter Junge", sagte Skinner. "Jetzt komm her."

Skinner schlang seine großen Arme um Mulders bebende Schultern und hielt ihn an seine Brust gedrückt. Mulder verkrampfte sich, gab dann nach und ließ sich halten. Skinners Hände liefen seinen Rücken auf und ab, er sprach jedoch kein Wort. Und am Ende ergab sich Mulder endlich dem stummen Trost, wohl wissend, dass er ihn nicht verdiente.

Nach – wie es schien – Stunden, entließ ihn Skinner schließlich und schob ihn zurück hinunter auf die Kissen.
"Ruh dich aus", befahl Skinner.
Mulder verzog sein Gesicht.
"Ich hasse Krankenhäuser. Können wir bald heimfahren?" bat Mulder, wünschte mehr als alles andere, dass er die nächsten paar Tage seines Lebens im Schnelldurchlauf erledigen und geradewegs zu dem großen, ernsten Gespräch kommen konnte, das sein Meister ihm versprochen hatte, bloß um dem nervenzerreißenden Warten zu entgehen. "Ich werde doch mit Ihnen heimfahren, nicht wahr?" fragte er, erkannte plötzlich, dass es nichts mehr gab, was er ihre Beziehung betreffend als sicher annehmen konnte. Zu viele Variablen hatten sich verändert.
"Selbstverständlich", antwortete Skinner, "aber du bist noch nicht gesund genug, um zu reisen. Gib dir noch ein paar Tage und dann bringe ich dich nach Hause. Ich wäre allerdings nicht so begierig, dorthin zu kommen, wenn ich du wäre, Junge. Es wird ein paar deutliche Veränderungen geben, wenn wir zurückkommen."
"Ich weiß." Wieder schluckte Mulder.
"Denk jetzt nicht darüber nach", sagte ihm Skinner sanft.

"Meister, was wird mit Ihrem Job passieren?" fragte Mulder, musste es wissen.
"Darum kümmere ich mich", antwortete Skinner knapp. "Jeder trifft eine Wahl, Fox. Du hast deine getroffen und ich meine. Ich kann mit den Auswirkungen meiner Wahl leben – was immer sie sein könnten. Denk aber an eines, Junge." Er hielt Mulders Gesicht fest zwischen seinen Händen. "Meine Entscheidung war genau das – meine. Meine Verantwortung. Nicht deine."

Er stand auf und wollte zur Seite treten, Scully wieder ins Zimmer winken, als Mulder seines Meisters Hand schnappte und sie zu seinen Lippen bewegte. Er küsste die geliebten Finger mit all der Hingabe, die er hatte, ignorierte den Protest seiner gespaltenen, geschwollenen Lippe.
"Ich danke Ihnen", wisperte er.

Die nächsten Tage vergingen langsam, während sich Mulder zur Gesundung mühte. Er war müde, sein gesamter Körper in einem Schockzustand nach den Prügeln, die er erhalten hatte. Wenn er in den Spiegel sah, erkannte er sich kaum selbst. Er konnte nur schwer essen und wurde dünner, doch sogar davon abgesehen waren die Prellungen in seinem Gesicht so vielfarbig, dass sie seinen Gesichtszügen eine groteske Regenbogenschattierung verliehen. Er konnte immer noch nicht auf seinem Fuß auftreten oder viel mit seiner Hand machen und er konnte sich nicht überwinden, die Schnitte auf seiner Brust anzusehen. Wann immer der Verband gewechselt wurde, schloss er seine Augen und weigerte sich hinzusehen. Seine Tage wurden verbracht mit Scrabble spielen mit Scully oder Vorlesen von Skinner. Er war zu müde, um selbst etwas zu lesen und ein Auge war immer noch zu blutunterlaufen, um klar zu sehen. Außerdem liebte er es, seines Meisters tiefem, angenehmem Tonfall zu lauschen, der so beruhigend wie ein Streicheln war und ihn vor Gedanken und Ängsten beschützte. Wenn Skinner bei ihm war, brachte er es fertig, sich keine Sorgen zu machen, was die Zukunft bringen würde. Aber in der Nacht, wenn er allein war, kamen die Dämonen zum Spielen raus und er konnte oft nicht schlafen. Seine Tränen blieben unvergossen. Er konnte nicht freundlich genug zu sich selbst sein, sich dem Luxus hinzugeben, sich ihnen zu ergeben.

Nach mehreren Tagen wurde er aus dem Krankenhaus entlassen, unter strikten Instruktionen, dass seine Rekonvaleszenz zu Hause mindestens die nächsten drei Wochen weiterdauern würde.
"Keine Sorge, Doktor", sagte Skinner grimmig. "Ich kümmere mich darum, dass er sich ausruht."
"Gut – in ein paar Wochen ist er wieder in Ordnung."

Der Arzt lächelte und händigte Mulder einen Briefumschlag aus. Mulder öffnete ihn und leerte den Inhalt in seine Handfläche, errötete dann. Der Umschlag enthielt seine Nippelringe – die sie entfernt hatten, als sie seine Brust verbanden – und seinen Cockring. Er wollte nicht einmal drüber nachdenken, wann sie den abgenommen hatten.
"Ah ... danke", krächzte er, senkte seinen Kopf, um seine absolute Verlegenheit zu verbergen.
Die Augen des Arztes funkelten mit kaum unterdrückter Fröhlichkeit, doch Skinners Ausdruck war steinern und unbeugsam wie immer, keine Spur von Amüsement in seinen Augen. Wenigstens hatten sie ihm gestattet, sein Halsband und den Ehering zu behalten, dachte Mulder, befühlte die glatte Oberfläche seines Halsbands mit seinen Fingerspitzen, während Skinner ihn in einem Rollstuhl aus dem Krankenhaus fuhr. Er sehnte sich danach, auch die anderen Symbole seines Sklaventums anzulegen und dachte ungeduldig an die Umständlichkeit der bevorstehenden Reise. Scully war am Tag davor zurückgeflogen und er wollte bloß daheim sein.

Es war überraschend, wie leicht die Crystal City-Apartments genau das geworden waren – ein Heim. Er verbrachte die gesamte Flugreise mit seinem Kopf an das Fenster gelehnt, die vorbeischwebenden Wolken anstarrend, an zu Hause denkend. Es war gleichgültig, was zwischen ihm und seinem Meister geschehen würde, wenn sie ankamen – er wollte einfach dort sein, in vertrauter Umgebung, an einem Ort, den er liebte.

Ein paar Stunden später schob Skinner seinen Sklaven den Korridor entlang zum Apartment im 17. Stockwerk. Mulders Fußverletzung war nicht so schlimm, dass er nicht mit einem Stock hätte gehen können, das hätte jedoch zu viel Druck auf seine verletzte Hand und Rippen verursacht, sodass er sich damit abgefunden hatte, den Stuhl zu benötigen – wenigstens für den Moment. Er hasste das, wagte jedoch nicht, Skinner das Thema betreffend anzugehen. Irgendwie wusste er, das wäre nicht gut angenommen worden.

Sie erreichten das Apartment und Skinner fischte nach dem Schlüssel in seiner Tasche, öffnete die Tür, schob Mulder dann hinein. Erst herrschte Stille, dann explodierte der Raum in einem Ausbruch aus Pfiffen und eine Runde Applaus. Mulder blinzelte. Über dem Kamin hing ein Banner, verkündete: Willkommen zu Hause, Mulder! in grellen, fröhlich-roten Buchstaben, und eine kleine Menschenmenge versammelte sich um den Tisch, der genügend Essen und Getränke trug, um eine Armee zu ernähren.
"Was ist das?" keuchte Mulder überrascht.
"Hey, du dachtest doch nicht, ich lasse meinen Kumpel heimkommen, nachdem er von einem Psycho zusammengeschlagen wurde, ohne ihm eine Überraschungsparty zu schmeißen, oder?" grinste Ian, trat vor.

Sein Tonfall war scherzhaft, doch es war klar, dass er sichtlich von Mulders zerbrechlicher Erscheinung geschockt war. Er hockte sich neben den Rollstuhl und legte eine Hand auf seines Freundes Arm.
"Es ist gut, dich wiederzusehen, Mulder. Ich habe dich vermisst", sagte er ehrlich, seine Augen ernst.
"Danke", meinte Mulder leise, sah sich im Zimmer um.

Er war schon früher viele Male verletzt worden und war immer in ein leeres Apartment heimgegangen – oder schlimmer, in ein Apartment, das seine Mutter enthielt. Sie war eindeutig der Meinung gewesen, es wäre ihre Pflicht, nach ihm zu sehen, hatte es dann jedoch geschafft, dass er sich viel schlechter fühlte, bis er damit endete, sie mit seinen unmöglichen Launen und unvorhersehbarem Temperament raus zu treiben – schließlich war er nie ein guter Patient gewesen.

Dies war so ... anders. Hier stand eine Menschenmenge: Perry, der immer so zurückhaltend war, dass er praktisch komatös erschien, lehnte mit einem Drink in seiner Hand an der Wand. Murray und Hammer waren beide hier, und Donald und Elliott, beide untadelig gekleidet in zusammenpassende graue Anzüge mit pinkfarbenen Taschentüchern in ihren Brusttaschen, was Mulder zum Lächeln brachte. Elaine war da mit ihrem Sub im Schlepptau. Sogar Mrs. Asher war da.

Mulder lächelte trotz allem und riskierte einen Seitenblick unter seinen Wimpern hervor zu seinem Meister, fragte sich, ob Skinner in die Pläne für die Überraschungsparty eingeweiht gewesen war. Er nahm es an, wenn man bedachte, dass Ian sich in das Apartment eingelassen hatte, um sie zu arrangieren. Doch Mulder gab sich keiner Illusion hin, was nun passieren würde, nachdem sie daheim waren. Er wusste, dass Skinner ihre Zukunft eher früher als später ansprechen würde.

"Ich habe Lee und Franklin eingeladen, aber sie konnten es nicht einrichten. Ich hoffe, du bist nicht zu enttäuscht", scherzte Ian.
Mulder verzog sein Gesicht. "Irgendwie denke ich, ich werde ihre Abwesenheit überleben", antwortete er.
Ian schnaubte entzückt, klar erfreut, seinen Freund wieder zu haben.
"Und ich weiß, du hast einige andere Freunde, Kumpel – Normalo-Freunde", zwinkerte Ian. "Ich wusste allerdings nicht, ob ich sie einladen sollte oder nicht. Ich war nicht sicher, ob sie über deine ... ah ... Lebensweise Bescheid wissen."
"Nein. Tun sie nicht", gab Mulder zu, fand die eine Sache, wegen der er sich schuldig fühlte.

Er erinnerte sich, den Lone Gunmen gesagt zu haben, ihn nur auf seinem Handy anzurufen und nicht länger bei seinem Apartment vorbei zu kommen.
"Ich nehme an, ich hätte es ihnen erzählen sollen. Ich ... wusste nicht, wie." Er brach ab.
Ian schenkte ihm ein künstliches Lächeln, deutlich besorgt um Mulders mentalen Zustand, dann reichte er ihm ein Päckchen. "Hier, Kumpel. Willkommens-Geschenk."
"Was zur Hölle ist das?" runzelte Mulder seine Stirn, befingerte das lange, schlanke Paket. "Eine Angelrute?"
"Nein ... ich bin sicher, du hast deine Hände mehr als voll mit der Rute, die du schon bekommen hast", witzelte Ian, warf Skinner einen Blick zu.
Mulder schoss einen Blick in seine Richtung und riss das Paket auf, fand einen Stock – der spazieren gehenden Variante.
"Ich dachte, du brauchst ihn vielleicht, wenn du dieses Ding los wirst." Ian gestikulierte zu dem Rollstuhl.
Mulder sah ihn ungläubig an, wunderte sich, warum zum Teufel sein Freund dachte, dass er so ein nützliches Geschenk wollte.
"Oh, du dachtest nicht, ich schenke dir irgendeinen alten Gehstock, oder?" grinste Ian. "Das ist ein spezieller S & M-Stock, Kumpel. Schau!"

Er schraubte den glatten, braunen Griff ab, enthüllte den hohlen Stock. Als er ihn umdrehte, fiel eine wunderschöne, dünne, sehr biegsame Gerte heraus.
"Das Feinste auf dem Markt", erklärte Ian, ließ sie ein paar Mal durch die Luft sausen – fing Perrys Blick auf, während er das tat und schenkte seinem eigenen Meister ein breites Grinsen. "Nicht nur das", setzte Ian fort, "der Griff dient außerdem als äußerst wirksamer Analverschluss!"
Mulder starrte das Geschenk einen Moment an, sein Mund öffnete und schloss sich in einer überzeugenden Imitation eines seiner Fische.
"Ich bin sprachlos", sagte er letztendlich, schaffte ein schwaches Lächeln.
"Wusste, du würdest es sein, Kumpel!" Ian schlug ihm spielerisch auf den Rücken, während er den Stock wieder zusammenschraubte. "So, wenn du und der große Mann demnächst einen Spaziergang macht, hat Walter etwas bei der Hand, sollte sein Sklave ein wenig sofortige Disziplinierung benötigen!" Er gab Mulder den Stock zurück, ein boshaftes Glitzern in seinen Augen.

Mulder schüttelte seinen Kopf und dankte seinem Freund für das Geschenk, konnte jedoch immer noch nicht seine Augen von seinem Meister reißen, fragte sich, ob das Bild, das Ian von ihm und seinem Meister gemalt hatte – etwas so Gewöhnliches und Häusliches tun, wie einen Spaziergang machen – jemals passieren würde. Oder, wenn es dazu käme, ob sein Meister überhaupt vorhatte, ihn wieder zu disziplinieren. Da das unlösbar mit der Intimität ihrer Lebensweise verbunden war, wusste er nicht, ob es ein Teil von dem war, was Skinner für ihn geplant hatte. Verdammt, er war nicht sicher, was Skinner von nun an für ihn im Sinn hatte. Soweit er es wusste, würde er an einen Pfosten gefesselt werden und ein Workout mit der Bullenpeitsche empfangen, sobald er gesund genug war. Er war nicht sicher, ob er das mehr oder weniger fürchtete als den Gedanken, dass Skinner ihn vielleicht nie wieder disziplinieren würde.

Er wurde von Elaine aus seinem Grübeln gerissen, die zu ihm trat und ihm einen festen Kuss gab.
"Dummer Junge", war alles, was sie sagte, während ihr Sub, David, neben ihrem Ellbogen stand, ihren Drink und Teller mit Essen hielt.
Mulder lächelte sie an, genoss die Wärme ihrer Zuneigung. "Ich weiß", murmelte er. "Weiß es jeder?" fragte er sie ängstlich.
"Die vollen Details? Nein", antwortete sie leise. "Alles, was sie wissen, ist, dass du in Erfüllung deiner Pflicht von einem alten Feind verletzt wurdest. Sie kennen die näheren Umstände nicht. Ich weiß es nur, weil Walter mich deswegen anrief – er musste mit jemandem reden. Er war verrückt vor Sorge ... und Schuld", setzte sie nach, sah besorgt aus.
"Schuld?" Mulder sah überrascht zu ihr hoch.
"Du gehörst ihm. Du weißt, wie ernst er seine Verantwortungen nimmt. Er denkt, er hätte dich in Bondage legen sollen, um zu verhindern, dass du diese Nacht weggehst."
"Stattdessen hat er mich aus Mangel an Beweisen freigesprochen", erklärte ihr Mulder verzweifelt. "Und spürte den Griff meiner Waffe an seinem Kinn für seine Sorgen."
"Na ja, du kennst das Sprichwort. Keine gute Tat bleibt ungestraft."

Sie schüttelte betrübt ihren Kopf und küsste ihn erneut. Er fand sein Gesicht gegen ihre großen, vollen Brüste gedrückt, was kein unangenehmer Ort war, entschied er. Es war lange her, seit seine Mutter ihn auf diese Art gehalten hatte, und er war überrascht, wie tröstlich das war.
"Ich werdet euch erholen. Ihr beide", sagte sie, zog sich zurück und rieb sanft Mulders Schulter. "Dräng ihn aber jetzt nicht, Mulder, weil ich nicht denke, dass er noch viel von seiner legendären Geduld übrig hat."
"Das würde ich nicht wagen", gab Mulder zurück.

Er nahm seine Augen nicht von seinem Meister und bemerkte, dass sich Skinner leise von der Party entfernte und in der Küche verschwand. Mulder rollte hinüber und spähte hinein, sah seinen Meister in eine liebevolle Wiedervereinigung mit Wanda vertieft. Die kleine Katze stand neben sich vor Freude, ihren Sklaven wieder zurück zu haben, und Skinner hielt sie an sich gedrückt, bedeckte sie mit leisen, von Herzen kommenden Küssen. Von der Art, wie sein Meister dort stand, konnte Mulder sagen, dass der andere Mann verspannt war.

"Sie hat Sie vermisst", meinte er, überraschte sich selbst. Er hatte nicht vorgehabt, in den privaten Moment zwischen Skinner und seiner kleinen Mistress einzudringen.
Skinner drehte sich um und schenkte ihm ein leichtes Lächeln.
"Und dich", sagte er, hielt Mulder die Katze hin.
Wanda und Mulder starrten einander einige Sekunden an.
"Hallo, Katze", sagte Mulder schließlich.
Sie betrachtete ihn ruhig, blinzelte dann feierlich. Er kitzelte sie hinter den Ohren, schob den Rollstuhl dann rückwärts aus dem Raum.
"Noch eine halbe Stunde, Fox", warnte Skinner, als er hinausrollte.
Mulder nickte.

Skinner stand zu seinem Wort und kam eine halbe Stunde später aus der Küche, wo er die Zeit allein verbracht hatte, wünschte ihren Gästen Lebewohl. Mulder sah sie weggehen, eine nagende Angst wuchs in seiner Magengrube.
"Ruf uns an, wenn du dich langweilst", sagte Ian, tätschelte leicht Mulders Gesicht.
"Ja, werde ich", nickte Mulder, fühlte sich plötzlich sehr müde.

Es war eine lange Reise gewesen und sein Körper schmerzte immer noch überall. Er fragte sich, was als nächstes passieren würde. Wo würde er schlafen? Und was genau würde Skinner von ihm erwarten?

Sein Meister schloss die Tür hinter dem letzten ihrer Gäste, drehte sich dann zu ihm um und nagelte ihn mit einem spekulativen Blick fest.
"In Ordnung, Fox. Du bist müde. Zeit für’s Bett", sagte er.
"Es ist erst acht Uhr ...", begann Mulder, biss dann auf seine Lippe. "Ja, Meister", murmelte er.
"Ich habe überlegt, dich hier unten auf der Couch schlafen zu lassen, aber ich muss dich besser im Auge behalten, deshalb wirst du bis auf Widerruf in meinem Zimmer schlafen", eröffnete ihm Skinner.
Mulder nickte, die Freude über diese Neuigkeiten war jedoch kurzlebig, als Skinner fortsetzte.
"Ich trage dich jetzt hinauf und dann werden wir reden", sagte sein Meister.
Wieder nickte Mulder. Darauf hatte er gewartet.

Skinner schwang seinen Sklaven in seine Arme und trug ihn langsam die Treppe hinauf. Mulder war beeindruckt von seines Meisters Stärke – er war nicht gerade ein Leichtgewicht und fast so groß wie Skinner, wenn er auch viel schlanker war. Skinner setzte ihn auf das Bett und unterstützte seinen Sklaven beim Ausziehen, half ihm dann ins Bad, um sich zu waschen und seine Zähne zu putzen, bevor er ihm zurück ins Bett half. Mulder hasste es, von jemandem abhängig zu sein und musste den instinktiven Ärger verbeißen, der durch seine körperliche Gebrechlichkeit ausgelöst wurde.

Nachdem es Mulder gemütlich hatte, setzte sich Skinner in den Lehnstuhl ihm gegenüber und betrachtete ihn einen langen Moment.
"Ich will dir erklären, wie die Dinge sein werden, Fox", sagte er.
"Sie sagten, die Dinge würden sich ändern." Mulder spürte seinen Magen sich ängstlich überschlagen. "Auf welche Art, Meister?"
"Na schön, erstens in der Art, wie du mich ansprichst", erklärte ihm Skinner. "Du hast das Recht verloren, mich Meister zu nennen, Fox. Du hast es aufgegeben, als du deinen Ring abgenommen hast."
"Wie soll ich Sie dann ansprechen?" wollte Mulder wissen, wurde von der Feststellung und ihrer Bedeutung überrascht.
"Du kannst mich Sir nennen, wie du es gewöhnt bist", meinte Skinner.
Mulder schluckte hart. "Was bin ich, wenn nicht Ihr Sklave?" fragte er, fühlte sich, als ob seine Welt auseinander gefallen wäre.
"Oh, du wirst immer mein Sklave sein, Junge", gab Skinner zurück, "so lange du lebst. Nichts kann das ändern."

Skinner erhob sich und sein Gesicht war todernst, als er zum Bett trat und sich neben Mulder setzte.
"Du musst das Recht erwerben, mich wieder Meister zu nennen, Fox", stellte er zärtlich aber unerbittlich fest.
Mulder fühlte sich, als ob ihm gewaltsam die Luft aus dem Körper gesogen worden wäre. "Es verdienen, M... Sir?" brachte er stotternd heraus.
"Ja. Indem du mir zeigst, dass du aus dem Geschehenen gelernt hast. Indem du gehst, wo immer ich dich hinbringe, egal wie schmerzhaft. Und durch deinen völligen und bedingungslosen Gehorsam", antwortete Skinner, sein Gesichtsausdruck der härteste und entschlossendste, den Mulder je gesehen hatte. "Ich bringe dich wieder zu den Grundlagen, Junge. Ich habe dir immer einen bestimmten Freiraum gelassen, basierend auf dem Vertrauen zwischen uns, doch das ist jetzt vorbei. Das Vertrauen wurde zerstört. Es kann wieder aufgebaut werden, aber das wird eine Weile dauern. Deshalb wirst du von nun an dem Vertrag, den du unterschrieben hast, buchstabengetreu gehorchen. Zitiere mir Punkt Fünf deines Vertrages, Fox."
"Der Sklave ist sich darüber im Klaren, dass alles, was er hat und alles, was er tut, ab jetzt nicht mehr sein Recht, sondern ein Privileg ist, das nur dann gewährt wird, wenn Er es wünscht und nur insofern es Ihm als nützlich erscheint", brabbelte Mulder, nicht sicher, was die Bedeutung war, immer noch wegen der Worte seines Meisters über Vertrauen aus dem Gleichgewicht.
"Tja, ich entziehe dir sämtliche Privilegien", erklärte Skinner entschieden. "Ich denke nicht, dass du erkennst, wie viele du hattest, bis du sie verlierst. Von nun an hast du keine Privilegien, Fox. Du hast lediglich grundlegendes und absolutes Sklaventum – auf seiner tiefstmöglichen Ebene. Das ist eine Probezeit. Mein Respekt für dich kommt nicht als Norm – er muss erworben werden. Du hast ihn für den Moment aufgegeben und ich hoffe, dass du ihn durch einiges an harter Arbeit zurückgewinnen wirst."
"Und wenn ich es nicht kann?" Mulder wagte kaum, die Frage zu stellen.
"Dann werde ich die Verträge, die wir unterschrieben haben, annullieren", machte ihm Skinner ohne zu zögern klar. "Ich meine es ernst, Fox. Ich werde nicht weitergehen, ohne dir vertrauen zu können. Ich denke, du verdienst mehr als das und ich weiß verdammt sicher, dass ich es tue."

Mulder schloss seine Augen, war kaum in der Lage zu atmen.
"Was ist mit ...?" begann er, warf einen Seitenblick auf den leeren Platz neben ihm im Bett.
"Sex? Das wird davon abhängen. Du bist ohnehin noch nicht gesund genug. Was Zuneigung angeht ..." Skinner griff aus und umfasste Mulders Wange mit einer sanften Hand. "Die wird dir niemals entzogen. Du hast meine Unterstützung, Fox, während wir das gemeinsam durchstehen, und du hast meine Liebe – immer. Verstehst du mich?"
"Ja", flüsterte Mulder. "Ich glaube. Darf ich Ihnen sagen, dass ich Angst habe?"
"Du darfst mir alles sagen. Es gibt nichts, wobei ich dir nicht helfe. Nur, wenn du dich zurückziehst, Angst hast, dich mit diesen Problemen zu beschäftigen, wirst du versagen", sagte Skinner.

Er nahm Mulders Hand und befühlte seinen Ring. "Ich habe dir diesen wieder angesteckt, um anzuzeigen, dass du immer noch mir gehörst, dass das Band zwischen uns – obwohl beschädigt – immer noch existiert. Der Ring ist ein traditionelles Symbol der Zugehörigkeit und der Liebe – du kannst ihn behalten", stellte Skinner fest. "Du gehörst mir und du wirst mit Sicherheit geliebt. Ich werde dir das nicht nehmen und du brauchst ein Symbol unserer Bindung, um dir durch die nächsten paar Wochen zu helfen. Andererseits ... ist dein Halsband ein traditionelles Symbol deines Sklaventums, von mir gewährt als ein Geschenk an meinen Sklaven. Du hast mich und deinen Status als mein Sklave beleidigt, daher nehme ich es dir weg. Du musst es zurückverdienen."

Diese Worte trafen Mulder am härtesten und seine Hand fuhr unbewusst zu der Kette um seinen Hals. Er wusste, er würde sich ohne sie nackt fühlen.
"Bitte ... nicht", wisperte er.
"Ich muss", gab Skinner zurück, seine dunklen Augen unerschütterlich, als er ausgriff und seine Hände an das Halsband legte. "Falls du dich dem Prozess unterwirfst, lege ich es dir wieder an, in einer formellen Zeremonie, vor Zeugen."

Seine Finger fanden den Verschluss und er öffnete das Halsband, entfernte es, das kostbare Metall verschwand in seiner großen Handfläche. Mulder senkte seinen Kopf, fühlte sich, als ob er einen Teil von sich verloren hätte.
"Ich mache Sie wieder stolz auf mich, Sir", murmelte er, kämpfte gegen die Tränen.
"Ich habe niemals aufgehört, auf dich stolz zu sein, Kleiner, und ich habe niemals aufgehört, dich zu lieben", sagte Skinner, legte das Halsband auf den Nachttisch. Dann glitten seine Hände in Mulders Haar und streichelten ihn zärtlich. "Es gibt jedoch immer Strafen und du musst Verantwortung für deine Entscheidungen übernehmen, Fox. Ich werde das nicht leicht für dich machen."
"Nein, Sir." Mulder wollte mehr sagen, war jedoch zu verloren und müde und fühlte sich zu verzweifelt.

"Fox – hör mir zu. In den nächsten paar Wochen werde ich dir eine Menge abverlangen. Ich werde dich Dinge tun lassen, die dich verärgern und die du glaubst, nicht tun zu können. Ich werde auf deinem totalen und bedingungslosen Gehorsam bestehen. Kein Wenn und Aber. Kein Spielen. Nur du und dein Bemühen, dein Halsband wieder zu verdienen und die Bedingungen deines Vertrages zum letzten T-Strich und I-Punkt zu erfüllen. Bis dahin bist du ein Sklave im verächtlichsten und niedrigsten Sinn des Wortes, ohne Privilegien, gewährt von einem nachgiebigen Meister. Nimm nichts als garantiert an, Junge. Falls du irgendwelche Zweifel hast, frag."
"Keine Rechte?" fragte Mulder, versuchte, mit dem Konzept fertig zu werden. "Muss ich für alles um Ihre Erlaubnis bitten? Ist es das, was Sie meinen, Sir?"
"Nahe genug." Skinners Gesicht blieb ernst. "Du wirst mich um Erlaubnis bitten, die Toilette zu benutzen, zum Essen, Trinken – jede einzelne Sache. Nimm nichts als gegeben, Fox. Nicht eine Sache. Wir beginnen noch einmal bei Null und dieses Mal wirst du lernen, die Rechte und Verantwortungen zu schätzen, die in deinem Vertrag enthalten sind. Beim ersten Durchgang beging ich einen Fehler mit dir. Ich habe deinen Vertrag nicht durchgesetzt, wie ich es hätte tun sollen. Ich ließ dir zu viele Freiheiten und zu viele Auswahlmöglichkeiten, anstatt dich gründlich in deinem Sklaventum zu festigen und dir später mehr Freiheiten zu gewähren, nachdem du viel getan hast, um sie zu verdienen. All das hat sich verändert. Ich möchte, dass du keinen Zweifel hast, was genau du bist und was ich von dir erwarte."
"Ja, Sir."

Mulder war zu müde, um sich bei dem Gedanken an diese Einschränkungen zu ärgern. Und wenn er ehrlich war, wollte er es nicht. Er hieß das Fundament willkommen, das eine solche Routine ihm geben würde. Es war eine Art Entkommen von den überwältigenden Schuldgefühlen und dem Selbsthass, den er im Augenblick empfand. Skinner nahm ihm jede Last ab und ließ ihm nichts außer seines Meisters Willen und Wort. Es war eine Erleichterung.

"Darf ich jetzt schlafen, M... Sir?" bat Mulder, fühlte sich plötzlich vollkommen erschöpft.
"Ich denke, das wäre eine gute Idee, ja", nickte Skinner. "Gute Nacht, Junge."
Er lehnte sich rüber und küsste seinen Sklaven fest auf die Lippen. Mulder trank von seines Meisters Berührung, als ob es seine Lebenskraft wäre. Dann zog sich Skinner zurück und stand auf.
"Bleiben Sie nicht?" fragte Mulder.
"Nein. Ich habe mich auf eine Besprechung vorzubereiten. Ich treffe den Direktor morgen um Elf, um meine Zukunft im Büro zu diskutieren."
"Wird es eine formelle Anhörung geben?" erkundigte sich Mulder ängstlich.
"Ich habe keine Ahnung", zuckte Skinner seine Schultern. "Vielleicht eine eher inoffizielle Anhörung – vor Jana Cassidy und verschiedenen anderen Adeligen. Auf jeden Fall muss ich vorbereitet sein. Schlaf jetzt."

Er hielt die Laken, während Mulder im Bett weiter runter rutschte, steckte dann die Laken vorsichtig um seinen Sklaven fest. Danach schaltete er die Nachttischlampe ab und verließ leise das Zimmer.

Mulder öffnete seine Augen, nachdem sein Meister gegangen war und griff aus, berührte das goldene Halsband, das auf dem Nachttisch lag, wo Skinner es zurückgelassen hatte. Er befühlte das glatte Metall, fand die Gravur seines Namens. Und erst da brach er zusammen und ergab sich den Tränen, gegen die er seit Tagen gekämpft hatte ... vielleicht, wenn er ehrlich war, seit Jahren.

Mulder weinte stundenlang. Es waren Tränen der vollkommenen Verzweiflung. Plötzlich war er sich bewusst, dass er sich geirrt hatte, als er dachte, er hätte in diesem Lagerhaus den Tiefpunkt erreicht. Das Halsband abgenommen zu bekommen, seinen Meister verletzt zu sehen und die Enttäuschung des anderen Mannes über ihn zu sehen, war viel schlimmer.

Auf einer Ebene war das jedoch die Katharsis, die er benötigte. Wenn Skinner ihm gesagt hätte, dass alles in Ordnung wäre und dass alles so sein könnte, wie es zuvor gewesen war, wären Mulders eigene Schuldgefühlte eingesprungen. Und er kannte die Verzweiflung, die immer resultierte, wenn er diese bestimmte Emotion ungebremst losließ. Skinner nahm Mulders Schuld von ihm, indem er sie anerkannte, kein Schönfärben oder Vorgeben, sie würde nicht existieren. Indem er ihn bestrafte und ermutigte, zwang er seinen Sklaven, sich dem Problem zu stellen, anstatt wegzulaufen. Mulder hatte keinen Zweifel, dass es ein schmerzhafter Prozess werden würde, doch auf einer tiefen und unergründlichen Ebene wurde er von dem Wissen getröstet, dass Davonlaufen nicht länger eine Option war. Skinner hatte ihm das genommen, gemeinsam mit allem anderen.

Das schlimmste seines gequälten Schluchzens war vergangen, als er drei Stunden später seinen Meister ins Schlafzimmer zurückkehren hörte, doch die Spuren seiner Tränen waren deutlich auf seinem Gesicht zu sehen. Er vergrub sein Gesicht in seinem durchnässten Kissen und bemühte sich, still zu liegen. Er hörte Skinner im Zimmer herumgehen und die Geräusche seines Meisters beim Ausziehen und Benutzen des Badezimmers.

Endlich kam Skinner wieder ins Schlafzimmer. Mulder erwartete von seinem Meister, ins Bett zu gehen und war deshalb überrascht, als sich Skinner stattdessen in den Lehnstuhl neben ihm setzte und ein langes, tiefes Seufzen ausstieß. Er war sich bewusst, dass sein Meister ihn ansah und bewegte sein Gesicht, unfähig, unter so intensiver Betrachtung Schlaf vorzugeben. Skinners Augen verengten sich, als er Mulders verschwollene Augen und tränenverschmierte Wangen bemerkte, und er schaltete die Lampe auf dem Nachttisch ein, runzelte seine Stirn zu seinem Sklaven hinunter.
"Ich glaube nicht", murmelte Skinner, wischte mit einem großen Finger über Mulders nasse Wange, "dass ich dir die Erlaubnis zum Weinen gab."
Mulder sah ihn einen Moment in stillem Schock an.
"Ich wusste nicht, dass ich darum bitten sollte, M... Sir", murmelte er.
"Ich habe dir gesagt, Junge, du bittest um Erlaubnis für alles von nun an", knurrte Skinner, setzte Mulder vorsichtig auf und untersuchte das durchnässte Kissen, auf dem er geruht hatte. "Du kannst nicht die ganze Nacht darauf schlafen", tadelte er.
Mulder biss auf seine Lippe. "Tut mir leid wegen des Kissens", bot er an, schwankte zwischen Ärger über die – wie es schien – unmenschliche Forderung und einer Fortsetzung seiner elenden Verzweiflung.

Skinner nahm das Kissen weg und verschwand ins Gästezimmer, kehrte ein paar Sekunden später mit einem frischen zurück.
"Wenn du das nächste Mal weinen willst – bitte darum", befahl er.
Mulder war wie erstarrt, versuchte, die Bedeutung einer derart weitreichenden Autorität über jede seiner winzigsten Aktionen in sich aufzunehmen, ganz zu schweigen von seiner Verlegenheit, weil er weinend erwischt worden war. Er hasste es, wenn ihn jemand weinen sah – selbst sein Meister. Dass Skinner auch die letzte seiner Emotionen mitangesehen hatte, war eines der Dinge, die er am schlimmsten in seinem Sklaventum fand. Und nun, wo er sich emotional an diesem dunklen Ort befand, war es noch schlimmer. Er sehnte sich einen Moment nach der stillen Leere seines eigenen Apartments. Er hätte sich dorthin zurückziehen können, vor den Dämonen verstecken, die ihn jagten, bis er sie unter Kontrolle hatte. Skinner ließ das nicht zu. Er hielt ihn sichtbar, verhinderte ein Verstecken und es war so verdammt schwer.

"Ich hätte dir die Erlaubnis erteilt", setzte Skinner fort. "Außerdem hätte ich darauf bestanden, bei dir zu bleiben, bis du fertig warst. Bist du fertig?"
Mulder biss neuerlich auf seine Lippe, nickte dann. Er hatte kein Mitleid gewollt und seines Meisters sachliche Annäherung an das Thema war wenigstens etwas, das er akzeptieren konnte, ohne sich noch schuldiger zu fühlen.

Er ließ es sich von Skinner wieder unter den Decken bequem machen und beobachtete verständnislos, wie sein Meister die Schublade seines Nachttisches öffnete, eine lange, dünne Kette und eine Lederschelle herauszog. Skinner kam zurück zu seines Sklaven Seite des Bettes und befestigte wortlos die Schelle um Mulders gesundes Handgelenk. Er machte die Kette daran fest und fixierte sie am Kopfteil. Die Kette war lang und Mulder hatte massenhaft Raum, um sich im Bett und der unmittelbaren Umgebung zu bewegen, doch er würde das Zimmer eindeutig nicht ohne seines Meisters Erlaubnis verlassen.
"Du schläfst in Ketten, bis du deine Rechte zurückerlangst", erklärte ihm Skinner. "Eigentlich kannst du damit rechnen, von nun an einen Großteil deiner Zeit in Bondage zu verbringen. Es ist der einzige Weg, einen durchgebrannten Sklaven zu behandeln."
Mulder schluckte hart und nickte.

Anstatt die Einschränkungen abzulehnen, hieß er sie willkommen. Skinner hatte aus seinem Sklaventum eine Wiege gemacht – einen Ort, um ihn warm, sicher und verankert zu halten. Mulder wusste, wie knapp er gerade jetzt davor stand, außer Kontrolle zu wirbeln.

"Falls du die Toilette benutzen musst, wirst du mich wecken und um Erlaubnis bitten", fügte Skinner hinzu.
Mulder nickte erneut, drehte sich auf seine Seite, versuchte, sich an den Zug der Kette und das klingelnde Geräusch zu gewöhnen, die sie verursachte, wann immer er sich bewegte. Es fühlte sich seltsam beruhigend an. Er bezweifelte sein Urteilsvermögen so sehr, nach allem, was Krycek ihm angetan hatte, dass es sich gut anfühlte, dass ihm die Verantwortung der Entscheidungen entzogen worden war. Er wollte nicht einmal die Verlockung haben, den Ort zu verlassen, oder seinen Meister, und in die dunkle Leere zurückzulaufen, die sein Leben gewesen war, bevor er Skinners Sklave geworden war.

Mulder sah zu, wie sein Meister die Lampe abdrehte, dann spürte er den großen Mann neben ihm ins Bett steigen. Mulder verspannte sich, fühlte sich in diesem Bett nicht willkommen. Er wusste, er war nur hier, damit Skinner ein Auge auf ihn werfen konnte, was ein weiterer Hinweis war, wie wenig sein Meister ihm vertraute. Er hatte nicht das Recht erworben, hier zu sein, wie er frühere Nächte in diesem Bett verdient hatte, und er hatte Angst vor einer ganzen Nacht, an einer Stelle festgefroren, um seinen Meister nicht zu wecken.

Er erwartete von Skinner, sich umzudrehen, ihm seinen Rücken zuzukehren und beachtlichen Abstand zwischen Meister und Sklave zu schaffen. Stattdessen besetzte Skinner die Mitte des Bettes und griff nach seinem Sklaven aus, zog ihn eng an seine Brust, trotz des metallischen Klimperns seiner Fesseln. Mulder wurde sehr still, sein ganzer Körper angespannt, und wurde ein paar Sekunden später überrascht, seines Meisters Handfläche mit einem scharfen Stechen auf seiner mit der Boxershort bedeckten Kehrseite explodieren zu spüren.
"Entspann dich", orderte Skinner in schroffem Tonfall.
"Ja, Sir", murmelte Mulder, fühlte sich seltsam beruhigt.
Er schmolz gegen seines Meisters Brust, suhlte sich in dem warmen und soliden, beruhigenden Trost dieses großen, vertrauten Körpers. Skinner streichelte oder liebkoste seinen Sklaven nicht, ließ jedoch seine Hände sicher auf Mulders Torso ruhen, hielt seinen Sklaven an ihm verankert. Mulder schlief.

Um 9.00 Uhr wurde Mulder geweckt, indem das Laken von seinem Körper gerissen wurde, eine eisige Brise einlassend.
"Was ...?" Er sah verschwommen hoch, erkannte, dass sein Meister schon angezogen war und sich über ihm aufbaute.
"Zeit aufzustehen, Junge. Du erholst dich vielleicht, aber du verbringst nicht deinen ganzen Tag im Bett", erklärte ihm Skinner barsch, löste Mulders Handschelle von der Kette, ließ sie aber an seinem Gelenk. "Du stehst auf, wäscht dich und ziehst dich an, danach bringe ich dich hinunter und du kannst unter einer Decke auf der Couch sitzen."
"Ja, Meister", antwortete Mulder automatisch, ohne erst darüber nachzudenken.

Eine Sekunde später wurde seine Boxershort runtergezerrt und sein Hintern von zwei festen Schlägen auf jede Backe überfallen.
"Denk an deinen Platz, Sklave", schnappte Skinner.
"Ja, Sir!" antwortete Mulder prompt.
"Vermute nicht einmal, dass dein physischer Zustand dir körperliche Bestrafung erspart", sagte ihm Skinner, während er seinem Sklaven von dem Bett aufhalf. "Das tut es nicht – ich verwende vielleicht nichts Schmerzhafteres als meine Hand auf deinem Hintern für die nächsten paar Tage, aber du kannst damit rechnen, die sehr häufig zu spüren, falls du dich vergisst."
"Ja, Sir", wisperte Mulder.

In seinem derzeitigen Zustand war seine Libido komplett im Winterschlaf versunken und Skinners Schläge gaben ihm überhaupt keinen erotischen Thrill. Sie stachen bloß – was nur noch mehr Anreiz war, an seines Meisters guter Seite zu bleiben.

Skinner half ihm ins Badezimmer und Mulder klammerte sich am Waschbecken fest, während er sich wusch. Sein Meister sorgte dafür, dass sein Sklave gründlich gesäubert war, führte ihn dann zurück ins Schlafzimmer, um sich anzuziehen. Mulder errötete, hasste es, sich helfen zu lassen und fühlte irgendwie, dass es absolut falsch war. Er war es gewöhnt, Skinner anzukleiden und ihm zu dienen – die Ordnung seiner Welt war auf den Kopf gestellt worden.

Nachdem Mulder in Trainingshose und T-Shirt gekleidet war, hob Skinner ihn wieder hoch und trug ihn die Stufen hinunter. Er platzierte seinen Sklaven auf der Couch und bedeckte ihn mit einer Decke, stapelte ein paar Kissen hinter ihm und verschwand.

Er kam mit zwei weiteren Schellen und einer Kette zurück. Er befestigte die neuen Schellen an Mulders Knöcheln, danach mit einer langen Kettenschlaufe aneinander, bevor er beide Knöchelschellen mit einer anderen Kette an seiner Handschelle festmachte. Es war locker genug, um bequem zu sein, würde dennoch Mulder davon abhalten, sehr schnell irgendwohin zu gehen.

Mulder biss auf seine Lippe, verärgert von dem Misstrauen, das sein Meister ihm gegenüber zeigte, jedoch wohl wissend, dass er es verdiente – und falls sie je ihre alte Vertrautheit wiedergewinnen sollten, musste er seine Strafe ohne Widerworte annehmen. Er war mehr als gewillt, das zu tun. Tief drin wusste er, dass er es sogar willkommen hieß. Während Skinner ihn bestrafte, befreite er ihn von dem Drang, sich selbst zu strafen und das verschaffte ihm wenigstens ein bisschen Seelenfrieden.

Skinner ging in die Küche und kam ein paar Minuten später mit einer Schüssel Haferbrei und einem Teller mit Toastbrotscheiben zurück. Mulder erkannte mit sinkendem Herzen, dass sein Meister vorhatte, ihn von Hand zu füttern.
"Ich kann selbst essen", murmelte er, was von einem finsteren Blick seines Meisters begrüßt wurde.
"Falls du um Erlaubnis bitten würdest, das zu tun, kann ich dich informieren, dass es verweigert würde", sagte ihm Skinner, löffelte etwas Haferbrei auf seines Sklaven Lippen.
Mulder akzeptierte ihn und schluckte alles, was sein Meister ihm gab. Er war nicht hungrig, und falls Skinner ihm den kleinsten Freiraum gegeben hätte, hätte er das Frühstück überhaupt ausgelassen. Sein Meister war allerdings sehr hartnäckig und die Risiken waren zu hoch für Mulder, um irgendeinen Hauch von Ungehorsam zu zeigen.

Nachdem er fertig war, lächelte Skinner und strubbelte Mulders Haar mit seiner Hand.
"Guter Junge", murmelte er, pflanzte einen Kuss auf Mulders Kopf, als er aufstand, um die leere Schüssel in die Küche zurück zu tragen.
Dann nahm er seine Jacke von der Lehne eines Stuhles und zog sie an. Mulder juckte es, den Kragen zu glätten, wie er es getan hätte, wenn er seinen Meister angekleidet hätte, wie er es so oft gemacht hatte. Er sehnte sich danach, gesünder zu sein, damit er es wieder tun konnte – falls sein Meister es ihm erlaubte. Irgendwie wusste er, es war viel mehr ein Privileg als eine Pflicht und Skinner hatte ihm all seine Privilegien entzogen.

"In Ordnung – hier sind meine Befehle", sagte Skinner, baute sich über seinem Sklaven auf und blickte auf ihn hinunter. "Du bist heute auf die Couch beschränkt. Elaine wird in Kürze hier sein – sie wird den Vormittag mit dir verbringen und Perry wird diesen Nachmittag hier sein. Bis du in der Lage bist, dich leichter zu bewegen, wird jemand bei dir sein, wann immer ich nicht hier bin, um dir ins Bad zu helfen. Du wirst um ihre Unterstützung bitten – sie haben ohnehin beide alles gesehen, was du hast. Du musst sie nicht unterhalten – deine erste Pflicht ist, dich auszuruhen. Ebenso solltest du nicht von ihnen erwarten, dich zu unterhalten – sie geben ihre Freizeit auf, um bei dir zu sitzen und werden wahrscheinlich Arbeit mitbringen. Du wirst sie nicht unterbrechen, falls sie arbeiten wollen. Verstanden?"

Mulder nickte, fragte sich, ob Perry und Elaine wussten, dass er unter diesen Einschränkungen stand und ob sie Teil einer zwanglosen Selbstmord-Wache waren. Sicher wusste sein Meister, dass dafür kein Bedarf bestand? Mulder hatte diesen speziellen Dämon im Lagerhaus bekämpft und herausgefunden, dass Skinners Herrschaft über ihn sich sogar bis zum Tod erstreckte.

"Außerdem habe ich Perry gebeten, deinen Verband zu wechseln", deutete Skinner auf Mulders Brustwunde.
Mulder sah abrupt hoch, fühlte sich zornig. "Sie haben Perry davon erzählt?" fauchte er.
Er hatte Angst davor, irgendjemandem die eingeschnittenen Initialen auf seiner Brust zu zeigen, die er nicht einmal selbst ansehen konnte.
"Ja", antwortete Skinner ruhig, ließ sich von seines Sklaven Temperamentsausbruch nicht beeindrucken. "Du gehörst mir, Junge. Dein Körper gehört mir. Ich lasse ihn von jedem ansehen, den ich verdammt noch mal will. Irgendwelche Einwände?"
"Ich will nicht, dass er es sieht. Ich will nicht, dass irgendjemand davon weiß!" schnappte Mulder.
"Pech. Soweit ich mich erinnere, bestätigt dein Vertrag, dass ich mit dir machen kann, was ich will. Ich nutze dieses Vorrecht", informierte ihn Skinner knapp.

Mulder senkte seinen Kopf. Dieser Mann war so anders als der Meister, den er vor Seattle gekannt hatte. Skinner ritt ihn genauso hart, wie er es versprochen hatte. Er gönnte seinem Sklaven keine Pause.

"Du rufst mich dreimal während des Tages in regelmäßigen Abständen an", setzte Skinner fort, legte Mulders Handy in Reichweite auf den Kaffeetisch. "Mir ist gleichgültig, wann. Ich werde dich nicht anrufen, weil ich dich nicht wecken will, falls du schläfst." Skinner schenkte seinem Sklaven ein gezwungenes Lächeln. "Außerdem möchte ich, dass du mir deinen Willen zum Gehorsam beweist."
"Ja, Sir", nickte Mulder.

Das waren keine besonders beschwerlichen Instruktionen. Er würde nicht wirklich etwas anderes mit seiner Zeit anstellen und wenigstens wollte sein Meister von ihm hören.

Skinner war jedoch nicht fertig – und seine nächsten Anweisungen waren viel härter.
"Es ist dir verboten, fernzusehen, deinen Computer zu benutzen oder zu lesen", sagte Skinner fest.
Mulder atmete tief durch, fragte sich, wie zum Teufel er den Tag ohne jegliche Beschäftigung überstehen sollte. Für einen Moment starrte er seinen Meister herausfordernd an und fand Skinners Entschluss unerschütterlich, ließ daher seinen Blick wieder in seinen Schoß fallen.
"Falls du deinen Geist beschäftigen musst, kannst du an Punkt Eins deines Vertrages arbeiten", sagte ihm Skinner.
Mulder sah erschrocken auf. "Wie daran arbeiten, Sir?" erkundigte er sich.
"Erstens, indem du ihn hundertmal schreibst, bis du krank davon bist – die Handschelle macht dich vielleicht langsamer, aber du kannst immer noch schreiben. Es langsam anzugehen, zwingt dich vielleicht, dich auf die Worte und ihre Bedeutung zu konzentrieren. Noch wichtiger, du wirst mir außerdem genau die Wege zitieren, auf welche du deinen Vertrag während unserer Zeit in Seattle gebrochen hast. Du wirst mir die auslösenden Situationen beschreiben, die dich vielleicht veranlassen könnten, ihn in Zukunft zu brechen. Und danach werden wir Disziplinierungen diskutieren, dich davon abzuhalten. Ich werde deine Verpflichtung verlangen, dass du nie wieder diesen Punkt in deinem Vertrag brechen wirst, bevor ich dir dein Halsband zurückgebe, und wir werden besprechen, wie wir am besten diese Situation vermeiden können."

Mulder starrte seinen Meister mit offenem Mund an. Skinner streckte einen Finger aus und schob Mulders Kinn hoch.
"Verstehst du?" fragte Skinner. "Habe ich mich klar ausgedrückt?"
"Kristallklar, Sir", murmelte Mulder.
"Klausel Eins ist erst der Anfang. Ich nehme an, du hast jede einzelne Klausel in deinem Vertrag gebrochen, Sklave, und bevor ich dir wieder das Halsband umlege, erwarte ich von dir, mir zu sagen, warum und wie. Und wir werden jeden einzelnen Vorfall detailliert diskutieren, um zu verhindern, dass es noch einmal passiert. Ein Wort zur Warnung, Junge – ich werde diesen Prozess fröhlich weiterführen, bis du es nicht mehr hören kannst. Deine Bereitschaft, das durchzustehen, wird meine Entscheidung beeinflussen, ob ich dir das Halsband zurückgebe oder nicht", erläuterte Skinner ernst.
Mulder nickte, sein Geist raste. "Jede einzelne Klausel, Sir?" wiederholte er.
"Ja. Hast du ein Problem damit?" wollte Skinner wissen.
"Nein ... es ist nur ... ich bin nicht sicher, wie ich Punkt Drei brach, Sir."
"Zitiere mir Klausel Drei", befahl Skinner mit einem Stirnrunzeln.
"Der gesamte Besitz des Sklaven geht an seinen Meister. Gemeint sind alle Vermögenswerte, Gelder und materielle Güter. Der Meister kann mit ihnen nach seinem Gutdünken verfahren", sagte Mulder folgsam.
"Ich sehe sie als gebrochen an – und wenn wir dazu kommen, diese Klausel zu besprechen, erwarte ich von dir, mir zu erklären, wie", informierte Skinner seinen Sklaven. "Wie auch immer, für den Moment wirst du dich auf Klausel Eins konzentrieren. Das ist deine einzige wichtige Aufgabe – abgesehen davon, gesund zu werden, natürlich." Wieder lächelte er und streichelte liebevoll seines Sklaven Wange.
"Ja, Sir", murmelte Mulder schwach.

"Mir ist gleichgültig, wie lange es dauert, Fox", warnte Skinner. "Falls es dir nicht gut genug geht, um heute den Prozess zu beginnen, kannst du morgen anfangen, oder übermorgen, doch wir werden das angehen. Wenn wir durch sind, plane ich für dich, keinerlei Zweifel mehr zu hegen über deine ...", er pausierte und schenkte ihm ein schiefes Grinsen, "... na schön, nennen wir sie vertragliche Verpflichtungen, nicht wahr?"
Mulder schaffte ein Grinsen als Antwort. Wenigstens war sein Meister wieder in seiner üblichen schmerzhaften Form in der Abteilung für schlechte Witze.
"Ja, Sir", stimmte er zu.

In diesem Moment drang ein Summen aus der Gegensprechanlage. Skinner ließ Elaine ein und sie wechselten Freundlichkeiten, während Mulder über ihre Unterhaltung nachdachte. Skinner ging zur Couch zurück, beugte sich runter und küsste seinen Sklaven fest auf die Lippen, nahm dann seinen Aktenkoffer auf, bereitete sich zum Gehen vor.
"Ich habe ihm erklärt, was seine Pflichten für den Tag sind", sagte Skinner Elaine. "Falls er irgendwelche Zweifel hat, kann er mich anrufen."
"In Ordnung, Walter." Elaine lächelte Mulder über Skinners Schulter an.
"Seine Medikamente sind hier – alle sind beschriftet und sein Essen ist in der Küche vorbereitet. Vergewissere dich, dass er es isst – alles", meinte Skinner. "Nicht mehr und nicht weniger."
"Jawohl, Sir!" Elaine salutierte spöttisch und er lächelte sie an.
"Gib diese Information an Perry weiter, falls er derjenige ist, der das Mittagessen serviert", setzte Skinner fort. "Hier ist der Schlüssel für Fox’s Handschellen. Schließ sie nur auf, falls es notwendig ist. Sie sind locker genug, um ihm etwas Bewegung zu gestatten, also sollte er mit ihnen das Badezimmer benutzen können. Ich kann mir im Augenblick keine anderen Gelegenheiten vorstellen, in denen ihm seine Freiheit erlaubt werden sollte", sagte Skinner barsch.
Elaine warf Mulder einen mitfühlenden, aber ernsten Blick zu, signalisierte klar ihr Vorhaben, Skinners Einschränkungen Folge zu leisten.
"Und lass ihn nicht mir irgendeiner Scheiße durchkommen", endete Skinner, strubbelte herzlich Mulders Haar.
Mulder lächelte zu seinem Meister hinauf, fühlte sich erleichtert, dass trotz allem Skinners Zuneigung unvermindert schien.

Er schnappte seines Meisters Arm, als Skinner sich wegdrehte, seine Kette klingelte dabei.
"Viel Glück bei der Anhörung", sagte Mulder betont, seine Augen begegneten denen seines Meisters, versuchten, seine von Herzen kommende Ehrlichkeit bei diesem Thema zu vermitteln.
Skinner hielt seinen Blick für einen Moment fest, nickte dann und pflanzte einen weiteren Kuss auf seines Sklaven Lippen.
"Und du werde bald gesund. So nützt du mir nichts", sagte er mit einem Blitzen in seinen Augen.
Mulder spürte das schwächste Zucken von Interesse in seinem Schwanz und seine Stimmung verbesserte sich dementsprechend. Das beantwortete diese Frage. Wenigstens wollte ihn sein Meister immer noch.

Elaine machte sich eine Tasse Kaffee und wechselte ein paar Worte mit Mulder, setzte sich danach an den Tisch und brachte ein Bündel Papiere zum Vorschein. Sie war eine selbstständige Beraterin für menschliche Ressourcen und war auf ihrem Gebiet bekannt für ihre außerordentlich unterhaltsamen Seminare und Konferenzen zu dem Thema. Darüber hinaus arbeitete sie als spezialisierte Beraterin für eine Menge wichtiger Unternehmen und arbeitete regelmäßig von zu Hause aus, indem sie ihren Laptop verwendete.

Mulder sah ihr beim Arbeiten zu. Er konnte nicht sehen, was sie machte, doch die Intensität und der Fokus ihrer Konzentration faszinierte ihn. Es hatte ihn immer amüsiert, dass sie so ein Experte für menschliche Ressourcen war. Er hatte sich oft gefragt, ob sie ihr farbenfrohes Privatleben für ihre vielen Beobachtungen nutzte, um Menschen an ihrem Arbeitsplatz zu unterstützen.

Kurz fasste Mulder ins Auge, hundertmal die erste Klausel seines Vertrages zu schreiben, aber das hätte bedeutet, er müsste Elaine um Papier und einen Stift bitten. Und er war zu verlegen, dass ihm diese Aufgabe überhaupt aufgetragen worden war. Also döste er, starrte sehnsüchtig die Uhr an und überlegte, wann er den ersten Telefonanruf bei seinem Meister machen könnte. Er wusste, es hätte keinen Sinn, Skinner um Elf anzurufen, da er in der Anhörung sein würde. Mulder war nicht sicher, wie lange diese dauern würde, also saß er da und machte sich deswegen Sorgen.

"Wenn du noch stärker auf deine Lippe beißt, öffnest du diesen Riss wieder", brach Elaines Stimme in sein Grübeln.
Sie stand auf und streckte sich, lächelte ihn an.
"Tut mir leid", murmelte er.
"Entschuldige dich nicht bei mir – es ist Walters Eigentum, das du beschädigst. Ich bin sicher, er wird etwas dazu zu sagen haben, wenn er heimkommt." Ihr breites Lächeln strafte ihre Worte Lügen. "Mulder, es wird eine Weile dauern, wieder in den Normalzustand zu kommen – physisch und mit Walter", sagte sie sanft. "Ich glaube fest daran, dass es geschehen wird, also mach dich nicht deswegen verrückt."
"Wirklich?" Mulder konnte seine eigene Unsicherheit nicht verbergen.
"Ja. Wirklich", nickte Elaine, setzte sich neben ihm auf die Couch und legte einen Arm um seine Schultern.

"Du wurdest geradewegs ins Nichts zurückgestoßen, stimmt’s, Mulder?" seufzte sie. "Ich habe dich nie so voller Selbstzweifel gesehen, diese fehlende Entschlusskraft und Stärke. Normalerweise bist du derart energiegeladen, voller Feuer und Leidenschaft – selbst, wenn sie manchmal fehlgeleitet ist. Was immer dieser Bastard dir angetan hat, er hat es gründlich gemacht", kommentierte sie.
Mulder hob stumm seine Schultern und Elaine küsste die Seite seines Gesichtes, umarmte ihn erneut.
"Wir sorgen dafür, dass du dich erholst", meinte sie entschieden. "Ich nehme an, Walter tut sein bestes, um härter mit dir umzugehen, als du es selbst tun würdest", murmelte sie.
Mulder sah sie überrascht an.
"Na ja, das ist so ziemlich das einzige, was funktioniert, stimmt’s? Wenn er es nicht macht, tust du es dir selbst an, und Gott weiß, wo du endest, wenn du das tust", erklärte sie ihm. "Wir alle kennen deinen legendären Selbstzerstörungsknopf, der anspringt, wenn du verzweifelt bist."
"Jaah." Mulder schenkte ihr ein schiefes Lächeln. "Du hast solches Vertrauen, dass alles wieder gut wird. Ich teile das nicht", gestand er.
"Ah, na schön, ich war schon früher in dieser Situation – oder nahe dran", antwortete Elaine. "Bei mehr als einer Gelegenheit – aber da gibt es einen, der mir besonders im Gedächtnis geblieben ist. Walter."

Sie quetschte seine Schulter und er warf ihr einen Blick zu.
"Walter?"
"Du weißt, in welchem Zustand er war, bevor ich ihn in Andrews Richtung schubste", sagte sie. "Vertrau mir, es war nicht leicht für ihn. Andrew war nicht die Art Mensch, der dich mit irgend etwas davonkommen ließ. Als Walter ihn um Hilfe bat, sorgte Andrew dafür, dass er sie bekam – und mehr noch. Ich denke, Walter hatte eine wirklich schwere Zeit, manches von dem zu tun, worum Andrew bat. Du weißt, was für ein verschlossener, zurückhaltender Mensch er ist."
"Ja. Es ist seltsam, ihn sich mit jemand anderem vorzustellen. All die Zeit machte er so vieles mit Andrew durch und ich hatte überhaupt keine Ahnung davon", grübelte Mulder.
Elaine lachte. "Sie gaben ein gutes Paar ab. Es war nicht ...", sie pausierte und betrachtete Mulder nachdenklich. "Es war nicht, wie es zwischen dir und Walter ist. Es war eine gute Beziehung, basierend auf einer tiefen und treuen Zuneigung, aber es war keine Leidenschaft", sagte sie. "Andrew hatte bereits die Liebe seines Lebens – Ryan – getroffen und verloren, und Walter ... Ich glaube nicht, dass er überhaupt dachte, diese Art von Leidenschaft zu erleben. Ich denke, er hatte sich damit abgefunden, ohne sie zu leben – aber er hat sich geirrt."
"So empfindet er für mich? Leidenschaftlich, meine ich?" fragte Mulder.

Trotz all der Versicherungen, die Skinner ihm in ihren gemeinsamen Monaten gegeben hatte, und dem langsamen Aufbau ihrer Beziehung über bloße physische Übereinstimmung hinaus, hatte er immer noch das Gefühl, dass Skinners Liebe ihre Grenze hatte. Sexuelle Leidenschaft konnte er verstehen, doch Beziehungen waren etwas, das er immer vermasselt hatte, falls er längere Zeit in ihnen verbracht hatte. Er hatte nie jemanden gekannt, der mit den schlimmsten Auswirkungen seines Kreuzzuges fertig werden konnte, ohne ihn zu verlassen. Skinner war nicht anders.

"Du hast es doch sicher bemerkt?" kommentierte Elaine, hob eine Augenbraue in seine Richtung.
Mulder errötete.
"Walter liebt dich, Mulder. Herz, Geist, Seele und Körper. Das hat er seit sehr langer Zeit getan und ich denke nicht, dass er über Nacht damit aufhören wird. Er versteht dich – er hat dich lange genug beobachtet, also sollte er das auch! Er wusste genau, was er auf sich nahm, und ich bin sicher, er wusste, dass es auch zu Rückschlägen kommen könnte. Hier, ich habe vielleicht etwas, das dich interessieren wird."

Sie suchte in ihrer Handtasche herum und zog ihr Tagebuch heraus. Dort, hinter die letzte Seite gesteckt, waren mehrere Fotografien. Sie blätterte sie durch, bis sie zu dem Foto kam, nach dem sie suchte, und zeigte es Mulder. Es war eine Szene-Party, und im Zentrum des Bildes saß Andrew Linker, gekleidet in elegantes, herrschaftliches Schwarz, ein freundliches Lächeln in seinem Gesicht. Er hatte seine Hand auf der Schulter von jemandem, der neben ihm kniete, zu ihm aufblickte, als ob er seine Rettungsleine wäre – Skinner.

"Das war in den frühen Tagen, als Walter nicht viel mehr machte, als gerade mal zu funktionieren. Ich denke, er war vielleicht an einem ähnlichen Ort wie du jetzt. Ich nehme an, Andrew ging damit auf völlig andere Art um, als Walter dich behandelt. Ihr seid vollkommen unterschiedliche Menschen, aber die Sorge ist die selbe", lächelte Elaine Mulder an.

Er studierte das Foto, vertieft in den Anblick seines Meisters in einer Position solch tiefster Dienstbarkeit. Er trug ... nicht sehr viel, seine Handgelenke hinter seinem Rücken gefesselt.
"Er gibt einen guten Sklavenjungen ab", kommentierte Mulder mit einem Grinsen.
"Ja – die großen Dom-Jungen sehen immer gut in Bondage aus", antwortete sie. "So, was immer er dir jetzt antut, er macht es, weil er dort war, es getan hat und wahrscheinlich das Leder-T-Shirt als Beweis hat", sagte sie mit einem Zwinkern. "Er weiß, was du brauchst und er ist stark genug, es dir zu geben. Geh mit ihm auf die Reise, Mulder. Vertrau ihm, dich aus dem Abgrund zu führen – und folge ihm blind, selbst wenn es weh tut."
"Das werde ich", sagte Mulder, die Tränen, die nie weit entfernt waren, brannten erneut in seinen Augen. Er blinzelte heftig. Es war nicht seine Gewohnheit, vor Leuten zu weinen. "Er sieht ganz bestimmt gut in dieser Sklavenjungen-Aufmachung aus", scherzte Mulder, versuchte, das Thema zu wechseln.
"Sei brav und werde gesund, und vielleicht kleidet er dich eines Tages so", sagte ihm Elaine mit einem bösartigen Lächeln. "Nun, was immer du tust, erzähl ihm nicht, dass ich dir das gezeigt habe", bat sie eindringlich. "Walters Rache ist nichts, was irgendjemand leichtsinnig riskiert!"
"Oh, das weiß ich", antwortete Mulder mit einem herzhaften Seufzen. "Das weiß ich nur allzu gut!"

Elaine nahm das Foto zurück und betrachtete es für einen Moment, warf dann Mulder einen Blick zu.
"Weißt du", grübelte sie nachdenklich, "wenn eine Meister/Sklave-Beziehung gut funktioniert, ist es der schönste Anblick auf der Welt – und ich habe nie eine gesehen, die besser funktioniert und schöner aussieht, als das, was du mit Walter teilst."
Mulder schluckte den Kloß in seiner Kehle und zupfte mit tauben Fingern an der Decke. "Ich habe es weggeworfen, Elaine. Ich gab ihm seinen Ring zurück", sagte er ihr, erstickte fast an den Worten, war sich plötzlich bewusst, wie viel Freude er aufgegeben hatte, als er Erscheinungen nachgejagt war, die in die Nacht verschwanden.
"Und er hat ihn dir wieder an deinen Finger gesteckt", stellte sie fest und zeigte darauf.
"Aber er hat mein Halsband weggenommen", gestand ihr Mulder in einem beinahe stummen Flüstern.

Sie sah ihn lange Zeit an, nickte dann.
"Ich verstehe", sagte sie. "Ich denke, unter den Umständen musste er es tun, nicht wahr?" fragte sie.
Mulder zuckte seine Schultern.
"Da gab es echte Verpflichtung und Vertrauen. Nun müsst ihr noch einmal von vorn beginnen. Ich glaube, eure Beziehung kann stärker werden als zuvor – eigentlich denke ich, dass das vielleicht eine Krise war, die bloß darauf wartete zu passieren. Wenigstens ist es jetzt geschehen, nachdem eure Beziehung gewachsen und erblüht ist. Falls es ganz am Anfang geschehen wäre, hättest du das alles vielleicht weggeworfen, ohne zu erkennen, wie es sein könnte."

Mulder hatte ein plötzliches Gefühl des Verlustes. Wenn er diesen Vertrag nicht unterzeichnet hätte, wenn Skinner nicht der unbekannte Meister gewesen wäre, der ihn angenommen hatte, wenn er nicht in diesen schwierigen ersten Tagen bei seinem Meister geblieben wäre ... sein Leben wäre so völlig anders verlaufen.

"Ich hatte Glück", sagte er.
"Ja", kicherte Elaine, "und es hätte keinen netteren Jungen treffen können. Ich mag dich so sehr, Mulder."
Sie küsste seine Stirn, erhob sich dann und machte es ihm gemütlich, steckte die Decke um ihn fest.
"Nun, ich denke, du solltest dich ausruhen", sagte sie entschieden.

Er schlief eine Weile und als er aufwachte, war Elaine wie von Zauberhand verschwunden und war durch Perry ersetzt worden.
"Wie spät ist es?" wollte Mulder benebelt wissen.
Perry sah von seiner Arbeit auf und lächelte.
"Ah, es spricht! Es bewegt sich!" rief er aus. "Die Zeit? Fast Eins. Wieso?"
"Ich muss Walter anrufen."

Mulder suchte sein Handy und hämmerte eifrig die Nummer rein, unterbrach dann abrupt die Verbindung. Angenommen, die Anhörung war schlecht gelaufen? Mulder biss auf seine Lippe und schmeckte sein Blut. Angenommen, Skinner hatte seinen Job verloren?

"Problem?" Perry hob eine Augenbraue.
"Nein." Mulder starrte das Telefon an.
"Dann ruf ihn an", meinte Perry entschieden. "Ich kümmere mich um das Mittagessen. Ich habe gehört, es gibt diesbezüglich strikte Instruktionen und ich möchte nicht in Schwierigkeiten geraten."

Perry schaffte es immer, den Anschein zu erwecken, von all den Dom/Sub-Rollen und Ritualen leicht amüsiert zu sein, während er zur selben Zeit mühelos auf eine Art, die absolut einem Chamäleon glich, in den Gedanken eintauchte, wenn er sich dazu entschloss. Er verschwand in der Küche, ließ Mulder etwas Privatsphäre.

Mulder drückte den Wiederwahl-Knopf und wartete nervös ein paar Klingelzeichen ab. Sein Herz hämmerte, als Skinner abhob.
"Skinner." Seines Meisters Stimme klang angespannt.
Mulder schluckte hart. "Sir. Ich bin’s", wisperte er.
"Ich habe mich schon gewundert, wann du anrufen würdest – wie fühlst du dich?"
"Fein. Ich habe geschlafen. Sir ... was ist in der Anhörung geschehen?" erkundigte sich Mulder.
Es herrschte Stille und er hielt seinen Atem an.
"Nichts, worum du dir Sorgen machen musst. Ich erzähle dir später davon", informierte ihn Skinner. "Hast du gegessen?"
"Nein. Perry macht gerade das Mittagessen."
"Vergewissere dich, dass du alles isst."
"Ja, Sir", nickte Mulder, fühlte sich nicht im Entferntesten hungrig.
"Er wird es mir erzählen, falls du es nicht tust", warnte Skinner, hörte deutlich die Unsicherheit in Mulders Stimme.
"Ja. Ich weiß", seufzte Mulder.

Es gab nicht viel mehr zu sagen, daher kam die Konversation zu einem Ende. Mulder wusste, ihm war gesagt worden, sich keine Sorgen zu machen, er tat es dennoch. Unfähig, sich zu entspannen, drückte er ein paar Minuten später den Kurzwahlknopf auf seinem Telefon und hörte erleichtert Scullys Stimme.
"Jo, Partnerin! Ich hoffe, Sie räumen in meiner Abwesenheit nicht das Büro auf", sagte er ihr, spielte eine Fröhlichkeit vor, die er nicht empfand.
"Nein, Mulder. Ich weiß, wie sehr Sie es hassen, in einem aufgeräumten Büro zu arbeiten", reagierte sie auf die selbe Art. "Sind Sie okay? Möchten Sie, dass ich Sie besuche?"
"Noch nicht. Im Moment stehe ich unter Hausarrest", witzelte er schwach. "Ich bin nicht sicher, ob ich Besucher empfangen darf."
"Ich könnte Skinner fragen?" schlug sie vorsichtig vor.
"Ah. Nein. Keine gute Idee im Moment", winselte Mulder, wurde sich plötzlich bewusst, wie viel Freiraum ihm gewährt worden war. Nun wagte er nicht einmal, um Erlaubnis zu bitten, Scully zu sehen. Er wusste, dass Skinner im Augenblick nicht in der Stimmung war, ihm irgendeinen Gefallen zu gewähren.

Auch Scully wusste nicht, was bei Skinners Anhörung herausgekommen war, also verabschiedete er sich und legte mit einem Seufzen auf, gerade als Perry mit einer Schüssel voll dampfender Suppe und einem Teller mit Brot und Butter, begleitet von einem Glas Wasser, zurückkam.
"Schön einfaches, gesundes, nahrhaftes Essen, wie ich sehe", zwinkerte Perry. "Genau, was der Arzt verordnet hat."
"Ich bin nicht hungrig", schnappte Mulder, schloss seine Augen.
"Und ich gebe nicht nach", antwortete Perry, setzte sich vor Mulder nieder und wartete geduldig. "Komm schon, Fox – Walter wird mich umbringen, falls du nicht isst. Du würdest mir nicht den Tod wünschen, oder?"

Mulder seufzte und setzte sich vorsichtig auf, öffnete wieder seine Augen. Dies war die zweite Mahlzeit des Tages, für die er nicht in der Stimmung war. Doch irgendwie hatte Skinner es zustande gebracht, dafür zu sorgen, dass sein Sklave auch den letzten Bissen von beidem aß, auch wenn er nicht hier war, um Mulder persönlich zu bedrohen. Mürrisch aß er die Suppe und das Brot.

Nach dem Mittagessen wusch Perry seine Hände und setzte sich neuerlich neben Mulder, brachte eine medizinische Tasche mit.
"Fox – Walter bat mich, den Verband auf deiner Brust zu wechseln", sagte er sanft. "Er möchte auch, dass ich sie untersuche."
Mulder schluckte hart, hob dann seine Schultern.
"Was immer. Wenn es das ist, was er will ... hat er Ihnen erzählt, wie es passiert ist?" fragte er.
Perry sah ihn durchdringend an. "Ich weiß, jemand ist dich mit einem Messer angegangen – das ist alles", sagte er.

Wieder zuckte Mulder seine Schultern und drehte sein Gesicht weg, als Perry sein T-Shirt anhob und den Verband entfernte. Er war nicht in der Lage gewesen, die Narbe auf seiner Brust anzusehen, seit Krycek seine Initialen in sein Fleisch geschnitten hatte. Perry holte seine Brille heraus und untersuchte die Wunde genauer, drückte seine Finger sanft gegen die Haut.
"Es verheilt gut. Sieht aus, als ob dieser Notarzt fast so gute Arbeit geleistet hätte, wie ich es selbst gemacht hätte. Fast", grinste er bescheiden.
Mulder hielt seine Augen fest geschlossen.
"Mulder?" meinte Perry, eine Nachfrage in seiner Stimme.
"Legen Sie einfach einen neuen Verband an. Ich will es nicht sehen", knurrte Mulder.
"Irgendwann wirst du das müssen", wies Perry vernünftig hin. "Außer du hast vor, jedes Mal deine Augen zu schließen, wenn du dich ausziehst oder ein Bad nimmst."
"Vielleicht werde ich das", fauchte Mulder.

Er spürte, wie ein neues Pflaster auf die Wunde geklebt wurde und öffnete seine Augen, fand Perrys Ausdruck nachdenklich und besorgt.
"Es ist nicht so schlimm, wie du denkst ...", begann Perry.
"Das sind die Initialen von jemand anderem. Jemand, der nicht mein Meister ist", führte Mulder aus. "Wie viel schlimmer kann es sein? Es ist immer da, Perry. Es wird immer zwischen uns stehen. Jedes Mal, wenn er mich berührt ... ich kann ohnehin nicht verstehen, wie er mich damit noch haben will."
"Ich denke, seine Zuneigung für dich ist nicht nur oberflächlich", kommentierte Perry.
"Vielleicht nicht, aber wie würden Sie sich fühlen, wenn es Ian wäre?" fragte Mulder bitter.
"Sehr besorgt um seinen geistigen Zustand, wenn er seinen eigenen Körper nicht mal ansehen könnte", antwortete Perry eindringlich. "Hast du mit Walter darüber gesprochen?"
"Nein – und ich will auch nicht, dass Sie es erwähnen."
"Tja, das ist ein schwieriges, ethisches Dilemma, Fox. Aber nachdem ich nur deinen Verband wechsle, bin ich nicht offiziell dein Arzt. Ich fürchte, meine Loyalität gilt Walter. Du hast eine bestimmte Lebensweise gewählt und du hast aus freien Stücken einen Vertrag mit ihm unterzeichnet, hast ihm gewisse Rechte überschrieben. Abgesehen von allem anderen denke ich, er verdient es, das zu wissen", sagte Perry fest. "Meinst du nicht?"

Lange Zeit starrte Mulder den anderen Mann unheilvoll an, drehte sich dann auf seine Seite und schloss seine Augen. Er ignorierte Perry sorgfältig und verbrachte den Tag abwechselnd mit Schlafen und den vorgeschriebenen Telefonanrufen an seinen Meister. Mulder wusste, er würde sich nicht entspannen, bis Skinner wieder durch die Tür treten würde.

In regelmäßigen Intervallen erinnerte ihn Perry, seine Medikamente zu nehmen und Mulder gab vor zu gehorchen, doch die Wahrheit war, er hieß die Schmerzen in seinem Körper willkommen – sie passten zu dem, wie er sich innerlich fühlte. Daher verbarg er die Schmerzmittel in seiner Handfläche. Und mit jeder vergehenden Stunde genoss er das schlimmer werdende Pochen der Narbe auf seiner Brust. Er blendete jede andere Schmerzquelle in seinem zerschlagenen Körper aus und konzentrierte sich einfach darauf. An der Stelle, wo es sich befand – über seinem Herzen – gab es die Verzweiflung wieder, die er in seinem Inneren fühlte, gab ihm einen Fokus.

Er war in Gedanken verloren, durchlief auf abwesende, abgelenkte Art verschiedene Ängste vom Ergebnis von Skinners Anhörung zu den in seine Brust geschnittenen Initialen, als etwas mit einem Plumps auf seinem Bauch landete, qualvoll seine verletzten Rippen durchschüttelte und ihn aufjaulen ließ. Er sah in Wandas gelb-grüne Augen, während sie es sich auf ihm bequem machte, ihre Vorderpfoten unter ihre Brust schob und klar erkennbar beschloss, das beste aus dem unerwarteten Vergnügen zu machen, einen warmen Körper bei der Hand zu haben, auf dem sie während eines Wochentages sitzen konnte.
"Verzieh dich, Katze", schnappte Mulder, stieß sie von seinem Schoß.
Sie saß da und sah ihn einen Moment an, ihre Augen dunkel vor Überraschung, zurückgewiesen zu werden, dann wanderte sie davon, um ihr Glück bei Perry zu versuchen.

Zu dem Zeitpunkt, als Skinner nach Hause kam, war Mulder total in Lethargie und Schwermut versunken, ausgewrungen durch Schmerzen und seine eigenen quälenden Gedankenprozesse. Er hörte seinen Meister ein paar Worte mit Perry wechseln, dann brachte Skinner den anderen Mann hinaus und kam zu seinem Sklaven. Mulder hielt seine Augen fest geschlossen, hörte jedoch Skinner sich über ihn beugen. Dann spürte er des anderen Mannes Lippen gegen seine Wange pressen.
"Du schläfst nicht, Junge, also tu nicht so als ob", stellte Skinner mit einem gezwungenen Kichern fest.

Seufzend drehte sich Mulder rüber, öffnete seine Augen. Er beobachtete, dass sein Meister in dem Lehnstuhl zusammensank und sich ein Glas Whisky eingoss, einen herzhaften Schluck daraus nahm.
"Was ist passiert, Sir?" fragte er. "Ich habe den ganzen Tag daran gedacht."
"Ich sagte dir, das nicht zu tun", knurrte Skinner.
"Und ich konnte nicht anders!" protestierte Mulder.
"Ich gab dir eine Menge anderer Dinge zum Nachdenken", sagte ihm Skinner fest. "Nennst du das Gehorsam, Fox?"
Mulder öffnete seinen Mund zur Antwort, schloss ihn dann aufrührerisch und hob seine Schultern.
"Ich kümmere mich später um deine Bestrafung – für das und für deinen Widerspruch heute morgen. Für jetzt kann ich dich wenigstens aus deinem Elend meinen Job betreffend erlösen. Sie waren mitfühlender, als ich erwartete."

Skinner nahm einen weiteren tiefen Schluck von seinem Drink und Mulder wusste, dass – mitfühlend oder nicht – sie seinen Meister dort durch die Hölle geschickt hatten.
"Der Aspekt meiner Beziehung mit dir wurde nicht diskutiert – davon weiß nur der Direktor, und aus irgendeinem Grund ..." Skinners Mundwinkel zuckten und Mulder hatte plötzlich ein Bild des Direktors vor seinem geistigen Auge, der in Damen-Spitzenunterwäsche in seinem Büro herumstolzierte, "... empfand er es nicht als notwendig, das in der Anhörung publik zu machen", sagte Skinner. "Er gab die Akte an sie weiter für eine formlose Anhörung. Obwohl sie sich wunderten, was ich überhaupt mit dir in Seattle zu suchen hatte, stimmten sie zu, dass mit einem vermissten Agenten meine Aktionen verständlich waren – wenn auch falsch. Unter diesen Umständen kamen sie überein, dass es ausreichend wäre, eine offizielle Verwarnung in meine Akte zu schreiben."
"Was bedeutet das?"

Mulder hielt seinen Atem an. Er hatte mehrere offizielle Verwarnungen in seiner Akte, daher war er vertraut genug mit dem Konzept, hatte jedoch nie gehört, dass es jemandem so hoch oben wie einem Assistant Director passierte.

"Es bedeutet, ich werde niemals Direktor – oder auch Deputy Director", informierte ihn Skinner grob. "Es bedeutet, meine Karriere wurde effektiv gestoppt."
"Es tut mir so leid", meinte Mulder verzweifelt, seine unglückliche Stimmung verschlimmerte sich. Er spürte seinen Atem in seiner Kehle erstarren. Das war qualvoll – ein weiterer Nagel im Sarg seiner Schuldgefühle.
"Muss es nicht. Beförderung ist nicht so wichtig für mich", zuckte Skinner seine Schultern. "Und ich verdiente die Verwarnung. Meine Aktionen konnten nicht ungestraft bleiben. Es gibt immer Konsequenzen – du musst nur sicher sein, dass du bereit bist, sie zu bezahlen." Er warf Mulder einen bedeutungsvollen Blick zu. "Und das war ich. Sehr sicher. Eines der Dinge, die mir Andrew letztendlich einbläute, war, dass mein Job bedeutungslos ist, wenn ich nicht glücklich in meinem Privatleben bin. Er erinnerte mich, dass es eine Menge anderer Jobs gäbe, die ich machen könnte, falls ich das Büro verlassen würde. Es war hart ..." Skinners Mundwinkel zogen sich erneut beim Schwelgen in privaten Erinnerungen hoch, ließen Mulder nur vermuten, wie hart. "... alle meine alten Ideen loszulassen, aber nachdem ich meinen Ambitionen und Sehnsüchten eine Perspektive gab, war ich viel glücklicher."

Mulder erinnerte sich an das Foto, das Elaine ihm gezeigt hatte. Irgendwie dachte er, dass Andrew wahrscheinlich seine Arbeit vernachlässigt hatte in dem Versuch, seinem Meister diese spezielle Lektion einzuhämmern. Er wusste, wie konzentriert und hingebungsvoll der Assistant Director in seiner Arbeit war.

"Nun, erzähl mir von deinem Tag." Skinner leerte den Whisky und sah erwartungsvoll aus.
"Was gibt es da schon zu erzählen?" murmelte Mulder. "Ich verbrachte ihn auf der Couch. Ich rief Sie dreimal an. Ich schlief. Ich aß. Ich ging zweimal auf die Toilette, falls Sie das wissen wollen. Das war’s."
"Hast du einen Gedanken für Klausel Eins erübrigt?" erkundigte sich Skinner, lockerte seine Krawatte.

Mulder wünschte, sein Meister würde nicht so müde aussehen. In letzter Zeit war es ein Vorfall nach dem anderen für Skinner gewesen und die Anstrengung forderte eindeutig ihren Tribut von dem großen Mann. Es war einfach, ihn sich als unbesiegbar vorzustellen, doch am Ende des Tages war er auch nur menschlich.

"Nicht wirklich", zuckte Mulder seine Schultern.
"Na schön, wir haben Zeit. Ich lasse das nicht fallen, Junge", sagte Skinner, stand auf. "Hast du alles gegessen, was ich für dich vorbereitet habe?"
"Ja, Sir", nickte Mulder.
"Und du hast alle deine Medikamente genommen?" fragte Skinner, sah forschend auf seinen Sklaven hinab.

Mulder überlegte einen Moment. Eine Lüge wäre einfach. Skinner würde es nicht wissen ... und dennoch ... falls Skinner herausfand, dass er gelogen hatte, würde er vielleicht sein Versprechen wahr machen, die Verträge zu annullieren. Mulder schloss seine Augen, öffnete sie wieder, kämpfte mit sich.
"Nein, Sir", gab er zu.
Skinners Gesichtsausdruck verdüsterte sich.
"Ich habe meine Schmerzmittel nicht genommen", beichtete Mulder, sah zur Seite.
Skinner griff aus und drehte seines Sklaven Gesicht zu ihm zurück.
"Warum?" verlangte er zu wissen.
"Weil sie die Schmerzen nehmen. Ich wollte den verdammten Schmerz!" schnappte Mulder verlegen.
"Ich verstehe. Na schön, lass mich eine Sache für dich klarstellen – ich kann dir jederzeit Schmerzen bereiten, Junge, falls du sie brauchst. Du wirst mich darum bitten, genauso, wie du um alles andere bittest."

Skinner suchte die Tabletten und kippte eine davon in seine Handfläche.
"Zunge raus", sagte er. "Ich will sicher sein, dass diese endet, wo sie sein soll."
Er legte die Tablette auf Mulders Zungenspitze, reichte ihm dann das Glas Wasser vom Kaffeetisch. Er sah genau zu, vergewisserte sich, dass Mulder sie schluckte, nahm danach das Glas zurück.
"Das ist schlimmer, als eine Tablette Wandas Kehle runter zu kriegen", kommentierte Skinner milde, setzte sich auf seine Fersen zurück.
Mulder verzog sein Gesicht.
"Ich meinte, was ich sagte. Von nun an, falls du Schmerzen brauchst – wirst du darum bitten. Ich gewähre sie vielleicht, vielleicht auch nicht. Das ist mein Vorrecht als dein Meister. Nun, gibt es noch etwas, das ich wissen sollte?" fragte Skinner, verschränkte seine Arme über seiner Brust.

Mulder zermarterte sich sein Gehirn.
"Ich glaube nicht. Hauptsächlich war ich bloß besorgt, was mit Ihrem Job passiert ist. Ich habe Scully angerufen, um ..."
"Du hast telefoniert? Ohne meine Erlaubnis?" fauchte Skinner.
Mulder öffnete überrascht seinen Mund. "Scheiße. es tut mir leid. Ich habe es nicht absichtlich gemacht – ich habe es nur vergessen."
"Ich hätte dir die Erlaubnis erteilt – es ist schließlich nicht Scullys Schuld, dass du Hausarrest hast – aber zu bitten ist keine Option", erläuterte ihm Skinner. "Ich habe dir gesagt, um alles zu bitten, Fox. Nimm nichts als gegeben."
"Nein, Sir." Mulder biss auf seine Lippe.
"Und hör auf damit." Skinner legte einen Finger auf Mulders gespaltene Lippe. "Du knabberst sie noch völlig weg, falls du so weitermachst. In Ordnung – mir scheint, wir haben uns um ein paar Probleme zu kümmern. Ich werde mich umziehen. Du kannst deine Bestrafung erwarten."

Vorsichtig drehte er Mulder auf seinen Bauch und zog seines Sklaven Trainingshose runter.
"Ich will, dass du hier liegst, mit deinem Arsch in der Luft, und darüber nachdenkst, was du heute falsch gemacht hast. Wenn ich zurückkomme, verpasse ich dir die Erinnerung, was du bist", warnte Skinner.
Mulders Magen machte einen Satz und er nickte, vergrub sein Gesicht in seinen Armen.

Seine Trainingshose knitterte um seine Knöchel, ließ einen kalten Lufthauch über seinen nackten Arsch wehen. Aber zum ersten Mal seit sein Meister diesen Morgen weggegangen war, war er nicht auf seine eigene Verzweiflung fokussiert. Das fühlte sich an wie ein tröstliches Ritual und eine Bestätigung, dass ihre Beziehung immer noch intakt war. Er fühlte sich beruhigt und seltsam friedlich.

Ein paar Minuten später kehrte Skinner zurück, gekleidet in Jeans und T-Shirt, und es gab keine Vorwarnung. Mulder spürte sechs stechende Schläge auf jeder seiner Hinterbacken, geliefert von seines Meisters Hand. Danach zog Skinner die Trainingshose seines Sklaven hinauf und setzte sich neben ihn, manövrierte Mulder sanft in seinen Schoß.
"Ich danke Ihnen", wisperte Mulder, Tränen brannten hinter seinen Augen.

Die unerlässliche Tracht Prügel hatte geholfen, seine Laune zu durchbrechen und ihn aus seiner alles verschlingenden Verzweiflung zu holen.
"Ich sagte, es würde nicht einfach sein, und das wird es nicht", sagte Skinner, strich seines Sklaven Haar aus seinem Gesicht und blickte zu ihm runter. "Wir haben gerade erst begonnen, Junge."
"Ich weiß", nickte Mulder. "Es tut mir leid, ich war heute Nachmittag keine gute Gesellschaft für Perry."
"Das musstest du nicht sein. Ich sagte dir das, bevor ich wegging." Skinner ließ weiterhin träge seine Hände durch Mulders Haar laufen. "Du musst dich erholen, nicht für Unterhaltung sorgen."
"Ja. Na schön, ich werde mich morgen entschuldigen", meinte Mulder.
"Perry kommt morgen nicht her."
"Warum? Habe ich ihn vertrieben?" witzelte Mulder schwach.
"Nein ... aber ich habe mich entschlossen, vier Wochen unbezahlten Urlaub zu nehmen." Skinner zeigte den leisesten Hauch einer Grimasse.
"Mit anderen Worten, Sie meinen, die haben Sie suspendiert?" kommentierte Mulder leise.
"Ja – aber so werden sie es nicht nennen", lächelte Skinner. "Außerdem haben sie nicht vor, völlig ohne meine Dienste auszukommen, daher haben sie mich mit Papierkram überhäuft. Wie auch immer, ich denke, alles wird sich zum Besten wenden. Auf diese Art kann ich dich die nächsten vier Wochen im Auge behalten. Es wird eine gute Gelegenheit, dich zu unserer ersten gemeinsamen Woche zurückzubringen, als du im intensiven Training warst. Nur wird es dieses Mal schwieriger für dich und du hast nicht den Vorteil, Unwissenheit vorschieben zu können, Junge – die kleinste Übertretung der Regeln wird bestraft werden."
"Ja, Sir. Ich akzeptiere Ihren Willen, Sir, total und absolut. Ich ergebe mich Ihnen", sagte Mulder ruhig und entschlossen, meinte es ernst.
"Ich bin erfreut, das zu hören."

Skinner beugte sich runter und küsste liebevoll seines Sklaven Lippen.
"Wem gehörst du, Junge?" fragte er, nachdem er sich zurückgezogen hatte.
"Ihnen, Sir. Immer", antwortete Mulder, fühlte sich beinahe friedlich. "Und was Klausel Eins angeht, Sir?"
"Mmm?" Skinner legte seine Füße auf den Kaffeetisch und sah erwartungsvoll zu seinem Sklaven runter.
"Der Sklave erklärt sich einverstanden, seinem Meister in jeglicher Hinsicht zu gehorchen und sich ihm zu unterwerfen. Der Sklave muss jederzeit, überall und gleichgültig unter welchen Umständen die Anweisungen seines Meisters befolgen", zitierte Mulder. "Ich denke, es ist ziemlich offensichtlich, wie ich diesen Punkt gebrochen habe. Die Situation ist gleichgültig ... ich war Ihnen ungehorsam. Ich rannte davon, um mich gegen Ihren Willen mit Krycek zu treffen. Vielleicht habe ich gedacht, die Umstände wären mildernd, aber in Wahrheit ...", er pausierte.

"Weiter", drängte Skinner sanft.
"In Wahrheit sind es genau diese Umstände, bei denen ich etwas objektive Führung brauche", endete Mulder. "Es ist einfach zu gehorchen, wenn es mich nicht kümmert oder es egal ist, und wenn ich ehrlich bin ... Sie haben mir nie etwas befohlen zu tun, das nicht in meinem besten Interesse ist." Er riskierte einen weiteren Blick zu seinem Meister und lächelte zögernd. "Es erwischt mich jedes Mal, Sir", gestand er, seine Kehle schmerzte von der Anstrengung, seine Emotionen zurückzuhalten. "Jedes Mal, wenn mich jemand erwischen will, lassen sie Samantha vor mir baumeln wie eine Karotte. Jedes beschissene Mal. Diesmal hatte ich Glück. Ich hätte sterben können. Ich verdiente zu sterben."
"Diese Entscheidung liegt bei mir", murmelte Skinner, "und ich stimme ganz bestimmt nicht zu. Abgesehen von allem anderen hätte mich das der Dienste meines Lieblings-Sklaven beraubt."
"Ich bin Ihr einziger Sklave", wies Mulder hin. "Nicht wahr?" setzte er ängstlich nach.
Skinner lachte laut auf.
"Ich denke, ich habe meine Hände voll mit einem", kommentierte er. "Nun erkläre es mir, Fox – warum?"
"Warum was?" Mulder sah erschrocken aus.
"Ich kann verstehen, dass du deine Schwester finden willst – aber warum hat es diese Ebene der Besessenheit erreicht? Wo du dein Leben wegwerfen würdest, um es zu verfolgen? Warum, Fox?"

Mulder starrte seinen Meister leer an. Er hatte nie zuvor richtig darüber nachgedacht. Er wusste einfach, dass es wichtig war – es war sein Lebenswerk.
"Mein Kreuzzug bin ich", meinte er endlich. "Er definiert mich, nehme ich an."
"Nicht gut genug", schüttelte Skinner seinen Kopf. "Da steckt viel mehr in dir als das, Fox – aber ich denke nicht, dass du irgendeinen Teil von dir außer deinem Kreuzzug zu schätzen weißt – warum sonst wärst du bereit, alles andere dafür wegzuwerfen?"
"Keine Ahnung", zuckte Mulder seine Schultern. "Ehrlich, weiß ich nicht. Ich meine ... Samantha war meine Schwester. Sie war bloß ein kleines Mädchen ... ich fühle mich für ihr Verschwinden verantwortlich – habe ich immer. Vielleicht ist es das?" er sah um Bestätigung heischend zu seinem Meister.
"Vielleicht." Skinner war sichtlich nicht überzeugt.

"Ich werde das nicht ruhen lassen, Fox. Das weißt du, stimmt’s? Falls ich das übergehe, würdest du wieder losrennen, sobald das nächste Mal jemand ihren Namen sagt – und das Ergebnis könnte noch schlimmer sein."
"Es ist schwer, sich vorzustellen, wie es viel schlimmer sein könnte", sagte Mulder, seine Hand ging abwesend zu seinem T-Shirt, befühlte den Verband darunter.
"Ich kann es", stellte Skinner grimmig fest, schnappte Mulders Hand weg von seiner Brustwunde und sah ihn an. "Und die Tatsache, dass du es nicht kannst, bereitet mir Sorgen. Nun füttern wir dich und stecken dich ins Bett, Junge."

Da gab es, dachte Mulder eine Stunde später, als Skinner ihn vorsichtig in seine Arme schwang, nur eine Sache, die es erträglich machte, so schwer verletzt zu sein – und das war es, jede Nacht hinauf ins Bett getragen zu werden. Skinners Körper war warm und solide unter ihm und Mulder konnte sich nicht erinnern, sich jemals so sicher gefühlt zu haben. Es erinnerte ihn daran, ein schläfriger Sechsjähriger zu sein, der von einer Reise vom Besuch seiner Großmutter zurückkam, von seinem Vater aus dem Auto gehoben und ins Haus, rauf ins Bett getragen wurde. Er legte sein Gesicht mit einem Seufzen gegen seines Meisters Wange und driftete in das Entzücken ab, in derart starken, liebevollen Armen gehalten zu werden. Er hätte nie gedacht, dass er als Erwachsener in der Lage sein würde, diese Art von Trost oder Liebe zu finden, ganz zu schweigen, dass er sich gestattete, das zu akzeptieren. Er wusste, dass er keine Wahl bei dem Thema hatte, es war der einzige Weg, in diese vollkommen erfreuliche Position geraten zu sein. Schlussendlich war sein Meister ein hinterlistiger Bastard, der von Anfang an auf Sklaventum oder gar nichts bestanden hatte.

Mit einem erstickenden Gefühl vergrub er sein Gesicht in seines Meisters Hals.
"Erlaubnis zu, keine Ahnung ... weinen, Sir?" bat er zusammenhangslos.
"Gewährt. Was ist los?" fragte Skinner, trug seinen Sklaven ins Schlafzimmer und legte ihn auf das Bett.
"Keine Ahnung", sagte Mulder noch einmal, legte einen Arm über sein Gesicht, kämpfte dagegen an.
"Dann Erlaubnis verweigert", erklärte ihm Skinner, setzte sich neben seinem Sklaven auf das Bett.
Mulder nahm seinen Arm weg und starrte leer zu seinem Meister hoch.
"Rede, und du kannst dich dem ergeben, Sklave", flüsterte Skinner, seine Stimme seidig wie ein Streicheln.

Er griff aus und berührte mit seinem Handrücken zärtlich die Seite des Gesichts seines Sklaven.
"Es ist nur ... ich habe mich immer gegen diese Art von ... Intimität ... Liebe ... gewehrt", brachte Mulder krächzend raus, die Tränen begannen unkontrolliert sein Gesicht runter zu laufen. "Ich bin immer davor weggerannt. Ich habe nie jemandem vertraut ... ich tue das nicht vor den Leuten. Ich kann mit meinen ... Gefühlen umgehen. Ich muss keine Scheiß-Show liefern. Ich sehe mich nicht gern so."

Er rollte sich in eine fötale Position zusammen und packte sein Kissen, presste es an seine Brust und vergrub sein Gesicht darin.
"So, es ist in Ordnung, dass ich dich splitternackt sehe, oder in Ekstase schreiend. Ich habe dich in deinen besten Zeiten gesehen, deinen Kopf lachend zurückgeworfen, und dieses strahlende Licht in deinen wundervollen Augen leuchtend. Du hast mich dich auch in deinen schlechtesten Zeiten sehen lassen, hast mit einer Waffe auf mich gezielt und mich damit ausgeknockt – doch ich darf dich nicht an deinem Tiefpunkt sehen oder mitansehen, wie du deine Gewissensbisse und Trauer ausdrückst? Warum ist das so, Fox?"

Skinner machte keine Bewegung, seinen Sklaven zu trösten, sondern saß nur da, starrte ihn an, ruhig und erwartungsvoll.
"Fühle mich schwach ...", knurrte Mulder in sein Kissen, ein Kloß in seiner Kehle. "Durchschaut zu werden ..."
"Ist hart. Ja, ich weiß", meinte Skinner sanft, "doch wenn du es nicht mit mir teilen kannst, mit wem dann? Ich liebe dich nackt, Fox. Ich liebe es, dich während des Sex unzusammenhängend stöhnen zu hören, ich liebe dich lachend und ich liebte dich sogar an deinem schlimmsten Punkt, als du mir davongelaufen bist. Ich kann dich auch schwach und in Schmerzen sehen und liebe dich noch immer. Du hast keine Barrieren vor mir, Junge. Du gehörst mir, um dich zu kennen, um dich zu lieben. Überlass alles mir und akzeptiere, dass du keine Kontrolle darüber hast", sagte Skinner leise.

Mulder zitterte einen Moment wegen der Mühe, sich zu beherrschen, Skinner griff aus, legte eine feste Hand auf seines Sklaven Rücken und rieb auf und ab. Da war es, dass Mulder sich dem folternden Schluchzen ergab.

Er weinte lange Zeit und Skinner tat nichts, außer seines Sklaven Rücken weiter zu streicheln, unterbrach niemals den physischen Kontakt zwischen ihnen.

Endlich hatte sich Mulder ausgeweint und setzte sich mit einem entschuldigenden halbherzigen Lächeln auf.
"Ich bin fertig", sagte er, zitterte immer noch, weil er seine Trauer so bloßgelegt hatte.
"Nein. Du hast gerade erst begonnen", gab Skinner sanft zurück.

Er stand auf und half Mulder ins Badezimmer, hielt ihn fest, während er sich wusch und seine Zähne putzte, führte ihn danach zurück ins Schlafzimmer, schloss ihn wieder in die Handschelle, bevor er neben seinem Sklaven ins Bett glitt und nach ihm ausgriff, wie es sein Brauch war.

Mulder lag einen Moment still da, genoss das Gewicht des Körpers seines Meisters an seinem Rücken, das Gefühl und den Geruch des anderen Mannes, dann bewegte er sich.
"Möchte Sir ...? Es ist eine Weile her. Das heißt ..." Mulder zögerte. "Falls Sie mich benutzen wollen ... mir geht es gut genug."
"Ich werde entscheiden, wann", gab Skinner barsch zurück.

Er strich seine Hand über Mulders Schoß, nahm seines Sklaven Schaft in seine Hand. Mulder erfreute sich an seines Meisters Berührung, doch sein Schwanz blieb unerschütterlich schlaff.
"Vielleicht sind es die Pillen", wisperte Mulder. "Es tut mir leid, Sir."
"Was denn? Ich kann jeden Teil des Körpers meines Sklaven berühren, wann immer ich will", knurrte Skinner in seines Sklaven Ohr.

Er spielte eine Weile mit Mulders Schwanz, strich seinen Finger Mulders Spalte entlang und führte ihn ohne Vorwarnung in seines Sklaven Anus ein. Der Finger war nicht eingeschmiert und Mulder rutschte ungemütlich herum.
"Du hast vergessen, dich für mich bereit zu halten. Falls ich dich heute Nacht benutzt hätte, wie du vorgeschlagen hast, hättest du beschädigt werden können", wies Skinner hin. "Du bist sehr wohl in der Lage, dich einzuschmieren, Junge, sogar in deinem derzeitigen Zustand. Kümmere dich in Zukunft darum."

Er zog seinen Finger heraus und lieferte einen harten Schlag auf seines Sklaven Kehrseite.
"Das ist fürs Vergessen", sagte er.
"Ja, Sir", nickte Mulder rasch, fühlte sich unsinnig erfreut von dem kleinen sexuellen Kontakt zwischen ihnen. "Falls Sie meinen Mund benutzen wollen, Sir?" schlug er vor.
"Ich bin mir meiner Rechte bewusst, Junge", tadelte Skinner. "Zu entscheiden, dich nicht zu benutzen, ist ausschließlich mein Vorrecht unter Punkt Zwei deines Vertrages. Du hast in der Angelegenheit kein Mitspracherecht."

Skinner fummelte neuerlich zwischen seines Sklaven Beinen, öffnete sie und spielte mit Mulders Hoden. Mulder schnappte nach Luft, genoss das Befingern, spürte aber immer noch keine Reaktion von seinem Schwanz.
"Verdammt." Er vergrub seinen Kopf wieder in dem Kissen, fühlte sich erbärmlich. "Ich fühle mich, als ob mein blöder Schwanz in den Winterschlaf gefallen wäre oder so etwas. Ich hasse das. Angenommen, ich komme nie wieder ..."

Er verlor sich, konnte diesen Gedanken kaum ertragen. Er genoss sein Sexleben mit seinem Meister zu sehr, um auch nur den Gedanken zu verkraften, dass es vorbei sein könnte.
"Das bezweifle ich", kicherte Skinner. "Ein lüsterner Sklave wie du? Das scheint mir nicht vorstellbar."
Mulder lächelte und kuschelte sich in seines Meisters Arme, beschloss, sich über das Thema keine Sorgen mehr zu machen. Dennoch nagte es im Hintergrund seines Geistes.

Die Morgen waren das schlimmste. Mulder erwachte früh, fühlte sich zerstört. Er war scharfsinnig genug zu verstehen, dass das ein Symptom der Depression war, das machte es jedoch nicht einfacher. Er lag da, lauschte nur seines Meisters Atmung und beobachtete Skinners schlafendes Gesicht. Das half ein wenig. Allerdings erleichterte es nicht die Grube der Angst in seinem Bauch. Das wand sich in seinem Inneren, ließ ihn sich krank fühlen. Er wusste, wenn er zu Hause gewesen wäre, wäre er in einem dunklen Raum auf seiner Couch liegen geblieben, nicht aufgestanden, hätte sich weder angezogen oder gewaschen, noch hätte er gegessen oder irgendein Interesse an seiner Umgebung gezeigt. Er hätte sich der Dunkelheit ergeben, wie er es früher ein paar Mal gemacht hatte, bis Scully oder sein alles verschlingender Drang zu arbeiten ihn rausgeholt hatten.

Skinner gab ihm diese Möglichkeit nicht. Er erlaubte seinem Sklaven nicht, in seinem Bett zu liegen und sich leid zu tun. Er holte seinen Sklaven am nächsten Morgen aus dem Bett mit der üblichen Routine zweier stechender Schläge auf seine Kehrseite. Mulder sah sich verschwommen um, fand seinen Meister über ihm stehend, voll angezogen in Trainingshose und ein T-Shirt.
"Auf, Junge. Lass sehen, ob du diesen Morgen gehen kannst", sagte Skinner, reichte Mulder den Stock, den Ian ihm gekauft hatte.

Er löste Mulders Kette mit dem Schlüssel, den er um seinen Hals trug und Mulder schwang sich zögerlich von dem Bett, stand mit seines Meisters Hilfe auf. Sein verletzter Fuß trug noch immer nicht sein ganzes Gewicht, doch er fand heraus, dass er mit dem Stock kurze Distanzen wandern konnte, und war erleichtert, dass das bedeutete, er wäre nicht so abhängig von seinem Meister.

Skinner folgte seinem Sklaven ins Badezimmer und Mulder stützte sich an der Wand vor der Toilette ab, griff nach seinem Schwanz – nur um seine Hand weggeschlagen zu finden.
"Sir?" Er sah verwirrt auf.
"Du wirst um Erlaubnis bitten", erklärte ihm Skinner.
"Erlaubnis? Um meinen eigenen Schwanz zu halten?" fragte Mulder fassungslos.
"Zitiere mir Klausel Zwei deines Vertrages", sagte Skinner.
"Der Sklave erklärt sich außerdem damit einverstanden, dass sein Körper, sobald er den Vertrag zur Versklavung unterschrieben hat, seinem Meister gehört und von ihm benutzt wird, wie es dieser für richtig hält", stellte Mulder fest.
Seine Augen weiteten sich bei der Erkenntnis, dass Skinner vorhatte, ihn zu zwingen, seinen Vertrag wörtlich einzuhalten.
"Exakt. So ..." Skinner hob Mulders Schwanz an. "Das ist mein Eigentum und du wirst um Erlaubnis bitten, bevor du ihn wieder berührst. Jetzt pinkle."

Mulder atmete tief ein und versuchte zu tun, was verlangt wurde, beeinträchtigt durch seines Meisters beobachtendes Starren. Schließlich schaffte er es zu gehorchen, danach entließ Skinner seines Sklaven Schwanz und drehte die Dusche auf.
"Steig rein." Er gestikulierte mit seinem Kopf.
Mulder sah mit einem fragenden Blick zu seinen verschiedenen Verbänden hinunter.
"Verbände zu wechseln und eine Bandage anzulegen waren Fähigkeiten, die ich vor langer Zeit gelernt habe", meinte Skinner, seine dunklen Augen spiegelten Erinnerungen an ´Nam für Mulder wider.

Sein Sklave machte, was ihm gesagt wurde und stieg in die Dusche.
"Die brauchen ohnehin Luft", sagte Skinner, entfernte die Bandage um Mulders Hand, ließ nur den gebrochenen Finger an seinen Nachbarn geklebt.
Mulder starrte auf sein verfärbtes Handgelenk und bewegte vorsichtig seine Hand.
"Das wird schon", beobachtete Skinner. "Noch ein paar Tage und wir können auf die Bandage verzichten."

Er löste die Bandage um Mulders Knöchel, griff dann nach dem Verband auf Mulders Brust. Mulder schloss seine Augen.
"Fox. Öffne sie", sagte Skinner.
Mulder tat wie verlangt, weigerte sich jedoch standhaft, die Wunde anzusehen.
"Perry hat mich deswegen gewarnt", sagte Skinner, griff mit einer Hand aus, um seines Sklaven Kinn herumzudrehen und ihn dazu zu bringen, seinen Meister anzusehen. "Irgendwann musst du es ansehen", meinte er.
"Nicht jetzt. Bitte, noch nicht", bat Mulder mit einem verzweifelten Unterton.
"Irgendwann bald", gab Skinner fest zurück.
Mulder nickte. "Aber nicht jetzt", sagte er. "Bitte, befehlen Sie es mir nicht."

Sein Meister betrachtete ihn lange Zeit, nickte schließlich.
"Wasch dich und denk daran, deinen Schwanz nicht zu berühren", orderte Skinner, verließ das Bad.
Mulder gehorchte. Es fühlte sich gut an, eine Dusche zu nehmen und wirklich sauber zu werden, nachdem er so lange herumgesessen und Schwammbäder genommen hatte. Es hob seine Lebensgeister.

Ein paar Minuten später kehrte Skinner zurück und half seinem Sklaven aus der Dusche, reichte ihm ein Handtuch und befahl ihm, sich abzutrocknen.
"Aber nicht deinen Schwanz", warnte Skinner. "Um den kümmere ich mich."
Mulder nickte, zitterte wegen des erotischen Thrills von Skinners Worten. Sein Schwanz blieb immer noch schlaff, doch sein Geist war definitiv angemacht. Er reichte Skinner das Handtuch, nachdem er fertig war und sein Meister brauchte mehrere Minuten, um seines Sklaven Schwanz gründlich zu trocknen, befummelte ihn die ganze Zeit, bis Mulder wünschte, er wäre an der Grenze eines wilden Orgasmus und könnte tatsächlich seines Meisters Berührung genießen, wie er es gewöhnt war.

Endlich entließ ihn Skinner, half ihm zurück ins Schlafzimmer und setzte ihn auf die Bettkante. Mulder sah den Peniskäfig wartend auf dem Nachttisch liegen und vermutete, das war der Gegenstand, den Skinner holen gegangen war. Sein Meister nahm ihn und brachte ihn rüber.
"Von nun an wirst du den die ganze Zeit tragen", informierte Skinner seinen Sklaven, schnallte den Peniskäfig um Mulders Schwanz und Hoden.
"Er ist aus Plastik – nicht hübsch aber waschbar und du kannst durch diese Öffnung pinkeln. Dir ist verboten zu kommen – aber du wirst es ohnehin mehr oder weniger unmöglich finden. Dieser Käfig ist erfinderisch – er hält den Schwanz gefangen, gestattet jedoch ein gewisses Maß an Erregung ... siehst du", demonstrierte Skinner. "Du wirst es allerdings unmöglich finden zu kommen, was gut ist, da es dir verboten ist, genauso, wie es dir verboten ist, deinen Schwanz, deine Eier oder den Käfig ohne meine ausdrückliche Erlaubnis zu berühren. Du musst lernen, dass dein Körper dir nicht gehört. Er gehört nicht dir, um damit wegzulaufen und ihn zu beschädigen. Er gehört mir – ich sage von nun an, wohin er geht und was er tut. Sobald du diese Lektion gelernt hast, denke ich darüber nach, dir ein paar Privilegien zurückzugeben – aber nicht vorher."

Mulder schluckte hart. Sein Schwanz war sein bester Freund gewesen, seit er ihn entdeckt hatte, wie bei den meisten Männern. Und gesagt zu bekommen, er dürfte ihn nicht anfassen, war wie eine Art Folter ... und erregend. Er war überrascht zu bemerken, dass sein Schwanz in dem Käfig ein wenig zuckte. Irgendwie dachte er, es würde nicht zu lange dauern, bevor er wünschte, er würde schlaff und uninteressiert bleiben.

Die nächste halbe Stunde verbrachte Skinner damit, langsam und sorgfältig frische Bandagen auf seines Sklaven Verletzungen zu legen. Er nahm sich Zeit und vergewisserte sich, dass jede einzelne bequem passte. Mulder war nicht überrascht, wie sanft sein Meister vorging, doch er war verblüfft, wie gut Skinner darin war. Ebenso überrascht war er von den kleinen Küssen, die sein Meister ihm alle paar Minuten aufpflanzte, bei seiner Arbeit pausierte, um seine Lippen gegen einen verletzten Finger oder verfärbte Haustelle an Mulders Knöchel, oder seine geprellten Rippen zu drücken.

Die einzige Stelle, der er nicht mal nahe kam, war die Wunde an seines Sklaven Brust – er brachte lediglich geschickt einen Pflasterverband an und machte weiter. Mulder war zu gleichen Teilen erleichtert und besorgt wegen dieser Vernachlässigung. Erleichtert, weil er keinerlei Aufmerksamkeit auf die Verletzung ziehen wollte, die in seinem Kopf zu einem Symbol seiner Schande geworden war. Und besorgt, weil er fürchtete, sein Meister würde nie wieder das selbe empfinden, was das Liebemachen mit seinem Sklaven anging.

Sie verbrachten den Tag in Skinners Büro, Skinner bahnte sich Zentimeterweise seinen Weg durch einen Stapel Papierkram und Mulder begann seine Schreibübung. Es war eine den Geist betäubende Aufgabe und gleichzeitig seltsam einvernehmend. Das war eine Atempause von seinen üblichen geistigen Aktivitäten, während er sich in dem anstrengenden Prozess vergrub, seinen Geist einfach stillstehen zu lassen.

Er war immer noch nicht sicher, wie er Punkt Drei gebrochen hatte, doch während er die Aufgabe erledigte, war er sich mehr und mehr bewusst, wie tief er jede einzelne andere Klausel gebrochen hatte. Skinners Lebensweise hatte dazu gedient, seines Sklaven Geist auf seinen Vertrag zu konzentrieren, und er war sich bewusst, ihn auf eine Art zu atmen und zu leben, wie er es nie zuvor getan hatte.

Er seufzte tief und sein Meister blickte auf, eine Frage in seinem Gesicht.
"Erkläre, Fox", orderte er.
"Es tut mir leid, Sir. Ich wollte Sie nicht stören. Ich ... es ist nur, ich brach Punkt Zwei, wie Sie es heute Morgen erklärt haben, indem ich meinen Körper einem Risiko aussetzte, wo er doch Ihnen gehört. Ich brach Punkt Vier, indem ich agierte, als ob ich nicht Ihr Sklave wäre und als ob Sie zu erfreuen nicht wichtig wäre. Punkt Fünf ... ich nahm die Rechte, die Sie mir während der Monate meines Sklaventums gewährten, als gegeben, als ob sie rechtmäßig meine wären, nicht als Privilegien gewährt, weil Sie ein freundlicher und geduldiger Meister sind." Er pausierte. "Ich habe allerdings immer noch nicht Punkt Drei herausgefunden, Sir", gestand er.
"Du hast gute Arbeit bei den anderen Punkten geleistet, Junge", nickte Skinner. "Du wirst auch Punkt Drei herausfinden."

Skinner brachte ihn dazu, alle paar Stunden ein Nickerchen zu halten und fütterte ihn in regelmäßigen Intervallen. Innerhalb von ein paar Tagen fühlte er sich viel besser – wenigstens körperlich. Mental und emotional kämpfte er immer noch und seine Stimmungsschwankungen überraschten oft ihn und seinen Meister. Er war ruhiger, spürte jedoch, dass er immer noch einen langen Weg zu gehen hatte.

Ein paar Tage später entfernte Skinner die Bandagen von Mulders Handgelenk und Knöchel zum letzten Mal – und intensivierte gleichzeitig seines Sklaven Lebensweise.
"In Ordnung, da du dich nun auf dem Weg der Besserung befindest, haben sich die Regeln leicht geändert", erläuterte Skinner seinem Sklaven, während er ihm das Frühstück fütterte. "Von nun an wird es nicht notwendigerweise meine Hand sein, die du fühlst, wenn ich dich bestrafe – und ich habe vor, deine Bestrafungen zu verstärken, Junge", warnte er.
Mulder biss auf seine Lippe und nickte. Sein Schwanz erwachte in seinem Käfig zum Leben und er war angenehm überrascht von dem warmen Prickeln, das dadurch ausgelöst wurde.
"Du wirst einen Großteil deiner Zeit in der Ecke verbringen, in stillem Nachdenken", warnte Skinner, "und nun, wo du deine Schreibübung beendet hast, denke ich, es ist Zeit, dass du die Klauseln deines Vertrages auf mehr ... praktische Art zu schätzen lernst. Hast du schon herausgefunden, wie du Punkt Drei gebrochen hast?"
"Nein, Sir."
"Sehr gut. Ich werde dir eine Aufgabe geben, die dir vielleicht hilft, deinen Geist auf dieses Thema zu fokussieren. Folge mir."

Mulder humpelte seinem Meister nach hinauf zum Spielzimmer, fragte sich, was der andere Mann für ihn auf Lager hatte.
"Beobachte mich – ich will, dass du weißt, wo ich jeden Gegenstand aufbewahre, sodass du ihn an seinen richtigen Platz zurücklegen kannst – natürlich unter meiner Aufsicht", sagte Skinner.

Er öffnete die Schränke und fing an, einige der Spielzeuge herauszuholen – Analverschlüsse, Paddel, Nippelklemmen und eine ganze Fülle anderer Gegenstände. Er stapelte sie zu einem Haufen mitten im Raum, drehte sich dann zu seinem wartenden Sklaven um.
"Du wirst die sauber machen. Gründlich. Dann räumst du sie zurück, wo sie hingehören."
"Aber ... ich habe sie nach jeder Sitzung gereinigt, Sir. Sie sind nicht schmutzig", wies Mulder hin.
"Stimmt. Lass mich dir ein kleines Geheimnis verraten, Fox. Als ich bei den Marines war, wurde mir einmal befohlen, den Toilettenboden mit einer Zahnbürste zu schrubben. Dieser Boden war schmutzig – für den Anfang war er mit Urin bedeckt – und es wäre viel schneller, einfacher und weniger abstoßend gewesen, eine Scheuerbürste zu verwenden. Manche Aufgaben werden nicht erteilt, weil sie erledigt werden müssen, sondern weil es notwendig ist, dass die Person, die den Befehl erhalten hat, eine Lektion lernt. Macht es das klarer?"
"Sie bitten mich, eine vollkommen sinnlose, zeitverschwenderische Aufgabe zu erledigen, nur damit ich lerne, dass ich jederzeit Ihrem Willen unterworfen bin?" stellte Mulder kurz und bündig fest.
"Das fasst es so ziemlich zusammen, Junge, ja", kicherte Skinner. "Zusätzlich wird es dir helfen, dich auf die kleine Angelegenheit zu konzentrieren, was die Phrase materielle Güter hier bedeutet."
"Ja, Sir", meinte Mulder zweifelnd.
"Und mach langsam, Junge. Es besteht keine Eile. Ich will einen gründlichen Job – erledigt mit Liebe und Pflichtbewusstsein. Außerdem will ich nicht, dass du dich überanstrengst. Ich werde in ein paar Stunden zurückkommen, um zu sehen, wie du vorwärts kommst. Oh, und Fox ..."

Skinner winkte seinen Sklaven herüber und schloss die an seinen Knöchel- und Handschellen befestigte Kette an einen Haken im Boden.
"Wieso tue ich das, Fox?" wollte er wissen.
"Weil ich weggelaufen bin, Sir", antwortete Mulder.
"Und das bedeutet?" Skinner verschränkte seine Arme über seiner Brust und wartete.
"Dass ich festgebunden werden muss, weil Sie mir nicht mehr vertrauen, Sir", sagte Mulder und winselte.
"Das ist richtig."

Skinner überraschte seinen Sklaven, indem er ihn packte und in eine Umarmung zog, seinen Mund in einem tiefen, forschenden Kuss plünderte.
"Wer liebt dich mehr als alles und jeden anderen auf der Welt, Fox?" fragte er, nachdem er ihn losgelassen hatte.
"Sie, Sir?" riskierte Mulder unsicher, versuchte, wieder zu Atem zu kommen.

"Au!" jaulte er, als seines Meisters Hand mit einem hallenden Knall auf seine Kehrseite runterkam.
"Das nächste Mal zögere nicht", sagte ihm Skinner.
Er strubbelte seines Sklaven Haar, drehte sich dann um und verließ das Spielzimmer.

Mulder setzte sich und überblickte mit einem Seufzen die Gerätschaften. Irgendwie dachte er nicht, dass ihn Skinner hier rauslassen würde, bevor jedes schwarze Lederpaddel glänzte, jede Nippelklemme blitzte und auch der letzte Analverschluss wie neu schimmerte.

Skinner befreite ihn zum Mittagessen, bestand darauf, dass sein Sklave ein Schläfchen machte, brachte ihn dann zurück ins Spielzimmer, um seine Aufgabe am Nachmittag fortzusetzen. Wie es sich herausstellte, hatte Mulder Spaß. Er war ein Fetischist aus vollem Herzen und fühlte die Erregung, während er jeden Gegenstand handhabte. Er wusch und polierte verträumt, stellte sich dabei vor, wie die Gegenstände zum besten Ergebnis in den Händen eines geschickten Meisters verwendet werden konnten – und es gab keinen geschickteren als Skinner.

Als er fertig war, inspizierte sein Meister jeden Gegenstand, instruierte dann seinen Sklaven, sie an ihren korrekten Platz zurück zu bringen.
"Es gibt einen Streich mit meinem Gürtel für jeden falsch zurückgelegten Gegenstand", warnte Skinner und Mulder nickte, leckte nervös seine Lippen.

Er hatte ein verdammt gutes Gedächtnis, dennoch verstaute er fünf der Geräte am falschen Platz. Skinner nickte anerkennend, löste dann seinen Gürtel. Mulders Herz setzte einen Schlag aus.
"Über mein Knie", orderte Skinner, setzte sich auf den Thron.
Mulder gehorchte und Skinner hielt ihn vorsichtig an Ort und Stelle, um zu vermeiden, eine der Verletzungen zu verschlimmern. Als er kam, war der Hieb mit dem Gürtel hart und jeder Streich zählte. Mulder bemühte sich nicht einmal vorzugeben, dass es nicht schmerzte. Er brüllte laut auf beim ersten Schlag und war beim fünften tränenüberströmt.

"Hast du eine Antwort, wie du Punkt Drei in Seattle gebrochen hast, Sklave?" verlangte Skinner zu wissen, nachdem er fertig war.
Mulder blinzelte, wollte seine Gedanken konzentrieren.
"Keine Ahnung! All mein Besitz gehört Ihnen! Alle Vermögenswerte und Finanzen ... ich verstehe nicht, wie ich das gebrochen habe. Meinen Körper können Sie nicht meinen, weil der von Punkt Zwei abgedeckt wird!" schrie er.
"Nein. Deinen Körper meine ich nicht. Der gehört, wie du mit jedem vergehenden Tag mehr entdeckst, definitiv mir." Skinner strich seine Hände über Mulders roten Hintern, knetete und quetschte das Fleisch. "In Ordnung. Ich lasse dir mehr Zeit, über diesen Punkt nachzudenken. Steh auf, Junge."

Er schwang Mulder vorsichtig wieder auf seine Füße und Mulder spürte eine vertraute Härte gegen die Beschränkung seines Peniskäfigs stupsen. Es war nicht einmal der Versuch einer vollen Erektion, doch es war immerhin tröstlich. Wenigstens bestand die Chance, dass er seine Libido zurückerhalten würde.

"Von nun an verbringst du je eine Stunde morgens und abends in der Ecke", informierte ihn Skinner. "Anfangs kannst du es kniend machen, aber sobald dein Fuß völlig verheilt ist, wirst du es stehend tun. Eckenzeit wird immer, ohne Ausnahme, mit einem heißen Hintern erledigt – genau wie deiner jetzt ist. Ich denke, es hilft, eines Sklaven Gedanken auf seine Pflichten zu konzentrieren und sorgt dafür, dass er in den richtigen Zustand gelangt, über seine Stellung nachzudenken. Runter, Junge, und geradewegs in die Ecke, während ich für das Abendessen sorge."

Mulder gehorchte schnell, folgte seinem Meister hinunter und wanderte in die Ecke des Wohnzimmers, kniete nieder und starrte die Wand an. Eine Stunde war eine lange Zeit und Mulder fand es immer schwer abzuschalten. Dennoch hatte Skinner mit einer Sache recht – das schwache Pochen in seinem Hintern konzentrierte seine Gedanken tatsächlich auf sein Sklaventum. Während er kniete, war er sich bewusst, dass sein roter Hintern im Raum zur Schau gestellt wurde und es ihm verboten war zu sprechen. Sein Schwanz zuckte leicht – Skinner im absolut energischen Modus erregte ihn immer. Und während sein derzeitiges leichtes Schwellen des Interesses nichts war im Vergleich zu dem, was er gewöhnt war, war es wenigstens ein Anfang.

Er konnte Skinner hinter ihm herumgehen hören und nahm den Geruch von etwas in der Küche wahr. Dann hörte er seinen Meister am Telefon sprechen. Skinner erledigte mehrere Telefonate; Perry, Ian, Murray, Elaine und – sehr zu Mulders Überraschung – Scully. Vom Tonfall dieses Telefonats war klar, dass er jeden Tag mit Mulders Partnerin sprach, sie über seine Fortschritte auf dem laufenden hielt. Mulder war dankbar – er wusste, Scully machte sich Sorgen um ihn und es war gut zu wissen, dass Skinner sie einbezog.

Mulder war beinahe überrascht, als die Stunde um war. Er erhob sich steif und wollte seinen Platz am Tisch einnehmen, als Skinner seine Finger schnippte und zum Boden gestikulierte.
"Alle Mahlzeiten werden von nun an von dir auf dem Boden eingenommen", erklärte ihm sein Meister.
Mulder kniete neuerlich nieder und ließ sich an seines Meisters Stuhl binden.
"Hände hinter deinen Rücken, Augen runter – nimm die Unterwerfungsstellung ein. Du wirst deinen Mund in der Hoffnung offen halten, einen vereinzelten Bissen zu erhalten", informierte ihn Skinner, häufte seinen Teller mit einer riesigen Portion an.

Mulder öffnete gehorsam seinen Mund, errötete leicht. Er war sich bewusst, dass es erniedrigend war, so komplett auf die Stufe eines Sklaven runtergebracht zu werden, doch gleichzeitig wurde er dadurch getröstet. Mit etwas Überraschung erkannte er, dass er sich nie zuvor völlig Skinners Willen unterworfen hatte. Sein Meister hatte ihn runter gebracht, aber nie so weit und so komplett. Während ein Teil von ihm sich immer noch dagegen sträubte, hieß es ein anderer Teil willkommen.

Mit seinen gesenkten Augen hatte Mulder kaum Gelegenheit, das Essen zu sehen, bevor es in seinen Mund wanderte. Seine erste Geschmacksrichtung war Aubergine – etwas, das er verabscheute. Er verschluckte sich daran, kaute sie dann langsam, bemüht, nicht sein Gesicht zu verziehen.
"Problem, Sklave?" fragte sein Meister.
"Nein, Sir", antwortete er rasch, öffnete wieder seinen Mund.

Skinner fütterte ihm noch ein paar Bissen von seinem Teller – jeder einzelne davon seine am wenigsten gemochten Nahrungsmittel. Mulder war sicher, dass das kein Zufall war und erkannte überrascht, wie genau sein Meister seine Abneigungen kannte. Er hatte nicht bemerkt, dass Skinner dem so große Aufmerksamkeit geschenkt hatte.

Nachdem Skinner seine Mahlzeit beendet hatte, legte er die Reste – Hauptgang und Dessert – auf einen Teller und stellte ihn vor seinem Sklaven auf den Boden.
"Iß. Ohne Hände", befahl Skinner, erhob sich und räumte das Geschirr vom Tisch.
Mulder senkte seinen Kopf und aß sich vorsichtig seinen Weg durch die nicht zu appetitliche Kombination aus Gemüse-Lasagne und Apfelkuchen. Nachdem er fertig war, wischte Skinner seines Sklaven Gesicht mit einem Waschlappen ab.

"Welcher Punkt deines Vertrages war am relevantesten für deine Behandlung heute Abend am Esstisch?" erkundigte sich Skinner, betrachtete emotionslos seinen gefesselten Sklaven.
"Mehrere davon scheinen relevant", grübelte Mulder.
"Wähle den passendsten aus", orderte Skinner.
"Ich denke ... Nummer Fünf. Dass alles, was ich habe und tue von Recht zu Privileg gewandelt wird." Mulder blickte um Bestätigung heischend hoch.
"Augen runter", bellte Skinner. "Unterwerfungsstellung, Junge. Erkläre, warum du diese Klausel wählst."
"Weil ... mein Meister mir immer das Privileg gewährte, am Tisch zu sitzen, mit ihm zu essen, mit ihm zu reden ...", flüsterte Mulder. "Ich vermisse das", fügte er verzweifelt hinzu. "Zu dem Zeitpunkt wusste ich nicht zu schätzen, dass es ein Privileg war, aber ich weiß es jetzt."
"Gut. Das hast du gut gemacht. Eine kleine Belohnung ist angesagt, denke ich", sagte Skinner, befummelte seines Sklaven Ohren. "Komm mit mir auf die Couch, Sklave."

Mulder folgte seinem Meister eifrig und kuschelte sich neben dem großen Mann auf die Couch.
"Behalte deine Hände hinter deinem Rücken", befahl Skinner.
Er nahm seines Sklaven Gesicht in seine Hände und strich zärtlich ein paar Haare aus seiner Stirn, dann hob er Mulders Kinn an und küsste ihn. Es war ein langer, leidenschaftlicher Kuss, der Mulders Schwanz in seinem Käfig zucken ließ. Seines Meisters Lippen waren fest, unnachgiebig und verlangend und seine Zunge stieß tief in Mulders Mund. Mulder bot sich dar, ergab sich vollkommen den Wünschen seines Meisters. Schließlich ließ ihn Skinner los und Mulder schnappte nach Luft.
"Erlaubnis, Sie zu berühren, Sir", bat er, seine Augen gesenkt, Hände noch immer hinter seinem Rücken verschränkt.
Skinner überdachte die Bitte für einen Moment.
"Erlaubnis erteilt, Sklave", sagte er schließlich.

Mulder griff aus und knöpfte seines Meisters Hemd auf, als würde er ein zerbrechliches, lange ersehntes Geschenk auswickeln. Er pausierte einen Moment, trank den Anblick seines Meisters breiter, nackter Brust, griff dann mit ehrfurchtsvollen Fingern aus, um seines Meisters Brusthaare zu streicheln. Er wendete seine Aufmerksamkeit einer von seines Meisters dunklen Brustwarzen zu und konzentrierte sich auf die kleine Fleischknospe, spielte mit ihr, bis sie sich verhärtete. Er spielte weiter mit der Brustwarze und presste seinen Mund gegen die andere, hänselte sie mit seiner Zunge zu einem Punkt. Skinner schlang seine Arme um seinen Sklaven und spielte mit seinen Hinterbacken, während Mulder seine Liebkosungen fortsetzte, als ob er ein neues, bisher unentdecktes Land erforschte. Es war so lange her, seit er zuletzt mit diesem Körper Liebe gemacht hatte, und er wollte, dass sein Meister wusste, dass er ihn mit jeder Faser seines Seins anbetete. Er küsste seinen Weg das Schlüsselbein entlang, schob Skinners Hemd von seinen Schultern, leckte dann hinter seines Meisters Ohr hinauf, presste seine hingebungsvollen Lippen auf seines Meisters breiten Kopf und über seine Nase und Wangen hinunter.
"Erlaubnis, Ihren Mund zu küssen, Sir", wisperte er.
"Gewährt", grunzte Skinner und Mulder senkte seinen Kopf, gab seinem Meister einen sanften, liebevollen Kuss.

Er war nicht lang oder hart oder leidenschaftlich, übermittelte jedoch jedes Quäntchen seiner Liebe für seinen Meister. Skinners Finger fanden die Spalte zwischen seines Sklaven Hinterbacken und schoben hinein, fummelten in seines Sklaven Körper, fanden ihn eingeschmiert wie instruiert. Mulder keuchte und schob seine Hüften zurück auf diese forschenden Finger. Sein Schwanz erwachte zuckend zum Leben – entschlossener als zu jeder Zeit seit Seattle. Mulder stöhnte, wand sich auf seines Meisters Fingern und sehnte sich plötzlich nach Erlösung.
"Erlaubnis, meinen Schwanz zu berühren, Sir", keuchte er.
"Verweigert", antwortete Skinner.

Mulder nickte und setzte seine leckenden, anbetenden Liebkosungen auf seines Meisters wundervoll gebräunten Haut fort. Er fand Skinners Hosenstall, öffnete Knopf und Reißverschluss und fasste in seines Meisters Hose ... nur, um seinen Weg von Skinners Hand blockiert zu finden.
"Er