24/7

by Xanthe
übersetzt von Manuela
m.translator@chello.at



Pairing: Skinner/Mulder

Rating: NC-17

Kategorie: BDSM-Slash

Warnung: Diese Serie enthält grafische Szenen der BDSM-Erotik

Inhalt: Mulders Drang nach immer extremeren Erregungen lassen ihn den ultimativen Spieler in DC aufsuchen – ein mysteriöser Top, der legendär in der BDSM-Szene ist. Doch Mulder muss einen hohen Preis für das bezahlen, was er will.

Disclaimer: Die Charaktere Mulder, Skinner, Scully etc. gehören Chris Carter und 1013. Die Geschichte und Ideen gehören der Autorin.


Kapitel 17: Sklavenlos in Seattle

Inhalt: Mulder jagt einmal zu oft hinter seiner Vergangenheit her – und muss die Konsequenzen erdulden. Enthält ziemlich viel Angst und der Rattenjunge hat einen weiteren Auftritt.


VON: Ian@Anomaly.net
AN: Fox@slavecity.com
BETREFF: Dinge, die du nicht von deinem Top hören willst, während du nackt und gefesselt bist

Hey, Kumpel – ist dir schon langweilig, Blut saugenden Mutanten-Schweinen hinterher zu forschen? Hier ist etwas, um dich abzulenken! Vielleicht solltest du das an Walter weiterleiten (Ich wette, er hat nicht so eine interessante Email-Adresse, obwohl Walter@whips.com einen netten Klang hat ;-)).

Wenn ich darüber nachdenke, vielleicht solltest du das dem großen Jungen nicht weiterleiten. Oder, falls du es tust, verrat ihm nicht, dass ich es geschickt habe! Weiß er, dass du Scheiße wie das runterladest, während du an wichtigen Regierungsangelegenheiten arbeiten solltest? Ich denke, es ist abstoßend. Wir vom Anomaly Magazine sind schockiert zu denken, was Regierungsangestellte mit unserem Geld anstellen – hmm, vielleicht sollte ich darüber einen Artikel schreiben ...

Ian, der gut gelaunt ist, verursacht durch eine Nacht, verbracht in den Armen eines großen, blonden, gutaussehenden Meisters :-).

Mulder lächelte vor sich hin und scrollte das Bild weiter, um zu sehen, was sein Freund ihm geschickt hatte.

Dinge, die du nicht von deinem Top hören willst, während du nackt und gefesselt bist:

1) "Ahm, ich *denke*, ich habe hier noch irgendwo einen Schlüssel ..."
2) "Uups."
3) "Keine Sorge. Ich bin sicher, hier gibt es irgendwo einen Schlüsseldienst, der um 2.00 Uhr früh geöffnet hat ..."
4) "Und das ist mein Deutscher Schäferhund, Ralph. Ich weiß, du wirst Ralph einfach lieben."

Mulder stieß ein ersticktes Schluchzen der Fröhlichkeit aus und warf Scully einen Seitenblick zu. Sie sah zu ihm auf und hob eine Augenbraue.
"Interessanter Lesestoff, Mulder?"
"Gehe nur das FBI-Handbuch durch. Sie würden nicht glauben, wie vielen Verfahrensregeln wir nicht folgen, Scully", grinste er sie an.
"Oh, ich denke, das würde ich", gab sie beißend zurück.
Mulder gluckste leise und wendete seine Aufmerksamkeit wieder Ians Email zu.

5) "Heh heh heh. Du hast niemandem sonst erzählt, dass du herkommen würdest, nicht wahr?"
6) "Also, wo *habe* ich das extra Zubehör für die Kettensäge hingelegt?"
7) "Ah-oh. Wenn das die Tube Superkleber ist, wo ist dann das Gleitmittel?"
8) "Habe ich jemals diese kleine Fantasie erwähnt, die ich über Tennisbälle habe?"
9) "Nein, wirklich. Vertrau mir. Ich habe das einmal in einem Film funktionieren gesehen."
10) "Du magst meine Zwangsjacke? Cool, ich bin froh, dass ich sie behalten durfte."
11) "Oh, mächtiger Azathoth, nimm dieses Opfer an, das ich Dir darbringe."

Mulder schnaubte in seinen Kaffee und musste rasch reagieren, um die resultierende Unordnung von seiner Tastatur zu wischen. Scully sah ihn misstrauisch an.
"Ich habe nie bemerkt, dass das FBI-Handbuch so guter Lesestoff ist", murmelte sie skeptisch.
"Oh, es ist großartig. Sie sollten sich das mal ansehen", meinte er, wendete sich wieder dem Bildschirm zu.

12) "Ich bin nicht verrückt. Bist du doch. Haltet die Klappe, ihr alle."
13) "Ich bewahre die Geräte immer im Gefrierschrank auf. So macht es mehr Spaß."
14) "Keine Sorge, falls deine Hände gefühllos werden. Du wirst sie nicht mehr brauchen."
15) "Tschüß. Ich nehme das Wochenende frei. Macht Hänge-Bondage nicht Spaß?"

Beim letzten Punkt löste sich Mulder in hilfloses Gelächter auf und war derart abgelenkt, dass er nicht bemerkte, wie Scully aus ihrem Stuhl schlüpfte und um ihn herum schlich.
"Mulder, was zum Teufel ist so komisch?" erkundigte sich Scully misstrauisch, spähte über seine Schulter.
Mulder machte einen exzellent durchgeführten und oft geübten Mausklick, enthüllte eine Seite Leitfaden über das Thema Fahndungs- und Haftbefehle.
"Zu spät, Fox@slavecity.com", sagte sie, ihre Augen glühend vor Schadenfreude. "Hmm, sind Sie sicher, Sie treiben diese ganze Sklavenjunge-Sache nicht ein bisschen zu weit, Mulder?" fragte sie, hob eine Augenbraue. "Und wer ist dieser Ian-Typ? Ist er Ihr ... ah ... Meister?" sie betonte das letzte Wort amüsiert.
"Nein, er ist ein Freund", antwortete Mulder, wurde ernst und fragte sich, ob sie es fertig gebracht hatte, weit genug runter zu lesen, um den Bezug auf Walter zu sehen. Wenn ja, dann erwähnte sie es nicht.

"Sie haben seit einer Ewigkeit diese ganze Meister-Sache nicht mehr erwähnt", grübelte Scully. "Ich nehme an, Sie haben die ganze Zeit, die ich weg war, damit verbracht, dieses Email-Account aufzubauen und sich diese Nachrichten zu schicken, bloß weil Sie es nicht akzeptieren können, dass ich diese spezielle Runde Erwischt gewonnen habe. Ich beiße nicht, Sklavenjunge." Sie gab ihm grinsend einen leichten Klaps auf den Hinterkopf. "Ich glaube Ihnen alles." Sie kicherte leise und setzte sich wieder an ihren Schreibtisch.
"Ah ... gut", winselte Mulder, hasste die Tatsache, dass sie dachte, er würde sie anlügen. Andererseits wollte er nicht verraten, wer genau sein Meister war, und die Natur seines derzeitigen Lebensstils.

"Wissen Sie, es ist gut, Sie wieder hier zu haben, Scully. Ich habe Sie vermisst." Er sah seine kleine Partnerin freundlich an. "Verlassen Sie mich nicht noch einmal, um in Urlaub zu fahren", sagte er kummervoll. "Es war hier ohne Sie so langweilig."
"Langweilig? Wenn Sie all diese Berichte aufzuarbeiten hatten?" Scully hob eine Augenbraue in spöttischem Unglauben. "Und Skinner, der Ihnen in den Nacken atmet und Sie alle fünf Minuten darum angeht?"
Mulder zog eine Grimasse. "Es war die Hölle", sagte er dramatisch.
"Och, armer Mulder – er hat einen Meister zu Hause und einen Zuchtmeister in der Arbeit", kicherte Scully.
"Sie haben keine Ahnung!" grinste er zurück. "Aber ernsthaft – ich habe Sie vermisst."
"Sie haben mein Korrigieren Ihrer Berichte vermisst, um sie in etwas zu verwandeln, das Skinner ohne harte Inquisition unterschreiben würde", schnaubte sie.
"Ah – Sie kennen mich zu gut", lamentierte er. "Mittagessen heute?"
"Sie bezahlen?"
"Natürlich", nickte Mulder ernst. "Zwei Wochen ohne Sie – wir müssen einiges aufholen!"

"Hmm, und vielleicht können Sie mir erzählen, was Sie heutzutage an den Wochenenden anstellen", sagte sie, blickte ihn über den Rand ihrer Lesebrille an. "Ich habe Sie am Samstag drei Mal auf Ihrem Handy angerufen, um zu fragen, ob Sie einen Film mit mir ansehen wollten, und Sie haben es die ganze Zeit nicht eingeschaltet. Ich meine, das ist Mulder! Der Mann, dem man sein Handy operativ aus seiner Hand entfernen muss, wenn man ihn begräbt."
"Hey – ich will es im Sarg bei mir haben", protestierte Mulder. "Ich meine, Sie können nie wissen, wer Sie aus dem Grab anrufen will. Heh heh heh ..." Er wackelte seine Augenbrauen und lachte dämonisch.
Sie rollte ihre Augen, kicherte vor sich hin, während sie sich wieder ihrer Arbeit zuwandte. Beide wussten, dass er ihre Frage über die Aktivitäten dieses Wochenendes nicht beantwortet hatte.

Wie zum Teufel erzählst du jemandem, du hast das gesamte Wochenende auf einer BDSM-Party verbracht, abwechselnd gekleidet wie ein Pony, auf einer Sklavenauktion verkauft und an der Matratze festgenagelt von deinem höllisch geilen Meister? Dachte er, wendete seine Aufmerksamkeit wieder dem Computerbildschirm zu und begann, Ian eine Antwort zu tippen.

AN: Ian@Anomaly.net
VON: Fox@slavecity.com
BETREFF: AW: Dinge, die du nicht von deinem Top hören willst, während du nackt und gefesselt bist

Sehr komisch. Nummer 11) war angsteinflößend vertraut – hey, versuch du, sieben Jahre lang an den X-Akten zu arbeiten. Du stößt die ganze Zeit mit diesen Azathoth-Typen zusammen.

Und nein, ich werde sie nicht an Ihn, Dem Gehorcht Werden Muss, weiterleiten. Als ob ich ihm Ideen einflößen möchte. Und das ist mein geheimes Account, deshalb weiß er nichts davon – und nein, der weiß auch nicht, dass ich das in meiner Bürozeit mache, aber verdammt, ich habe dem Büro vor Jahren mein Leben und meine Seele vermacht, also denke ich, ich hab’s verdient.

So – du und Perry habt euch zusammengetan, ha? Ich nehme an, du hast Schmerzen heute Morgen???? Kann keine gute Nacht gewesen sein, wenn nicht ...

Mulder.

Er klickte die Sende-Taste an und blickte hoch, bemerkte, dass Scully ihn ansah.
"Was?" fragte er.
"Ich habe mich gewundert ..." Sie zögerte.
"Hmm?" Er schloss sein Email-Account und öffnete eine Akte, die seinen unfertigen Bericht enthielt.
"Mulder, ich weiß, Sie haben herausgefunden, wo diese Telefonnummer registriert war – ich habe mich nur gefragt, ob Sie das überhaupt verfolgen."
"Welche Telefonnummer?" Er runzelte seine Stirn.
"Hallo? Mulder? Ich bin es – Scully. Ihre Partnerin in den letzten sieben Jahren. Ich weiß ein paar Dinge über die Art, wie ihr Geist arbeitet."
"Okay." Mulder sah mit einem Seufzen auf. "Ich wäre fast hingeflogen, Scully – während Sie weg waren. Ich wäre fast einfach aufgesprungen und nach Seattle geflogen, um zu sehen, was dort ist."
"Und was hat Sie aufgehalten?" erkundigte sie sich.

Mulder dachte einen Moment darüber nach, zuckte dann seine Schultern. "Mein Meister", antwortete er ehrlich.
Scully seufzte. "Wenn Sie es mir nicht verraten wollen, dann sagen Sie es einfach", meinte sie, sah verletzt aus, "aber schmeißen Sie mir nicht diesen ganzen Meister-Bockmist hin."
"Scully, das tue ich nicht. Sehen Sie – jemand, der mir sehr nahe steht, der mich mindestens so gut kennt wie Sie, sagte mir, nicht zu gehen."
"Deshalb taten Sie es nicht?" Scully hob eine ungläubige Augenbraue. "Einfach so? Wer ist dieser Mensch und was zur Hölle hat er mit meinem Fox Mulder angestellt?"
"Ihn vielleicht gelehrt, sich nicht in jede vorbeikommende Falle zu werfen?" schlug Mulder vor.
"Oder ihm etwas anderes zu denken gegeben?" erkundigte sich Scully leise. "Etwas ausreichend Interessantes, um ihn von der einen Sache abzulenken, von der er sein ganzes Leben lang besessen war?"
"Ja", antwortete Mulder, seine haselnussbraunen Augen begegneten ihren blauen ohne zurückzuzucken. "Jemand hat genau das getan. Scully, ich weiß, Sie denken, ich verschweige Ihnen etwas. Ich möchte bloß ... es ist sehr kompliziert", endete er lahm.
"Muss es wohl sein", kommentierte sie mit einem Schulterzucken. "Mulder, bedeutet das, dass Sie Samantha aufgeben?"

Er zuckte bei ihren Worten zusammen. Hatte er das? Nach der jahrelangen Suche nach ihr, hatte Skinner einen Sex-Zauber um ihn gewoben, der ihn davon abhielt, sich weiterhin um seine kleine Schwester zu sorgen? Hatte er sie schlussendlich im Stich gelassen und jede Hoffnung, jemals herauszufinden, was ihr zugestoßen war?

"Es ist nur so, dass ich Sie nie zuvor so gesehen habe", setzte Scully fort. "Ich bin nicht sicher, ob das eine schlechte Sache wäre, Mulder. Ich habe zugesehen, wie Sie Ihr Leben für Samantha geopfert haben. Ständig Geistern und Illusionen nachjagen, von Ihren Feinden Halbwahrheiten vorgesetzt bekommen ... vielleicht haben Sie sich weiterentwickelt. Vielleicht mussten Sie das."
"Vielleicht." Mulder starrte leer auf seinen Computerbildschirm.

Scullys Worte verfolgten ihn die ganze Woche. Es half nicht, dass Skinner in der Arbeit so beschäftigt war, dass er seinen Meister kaum sah. Er fühlte, er musste mit dem anderen Mann über das sprechen, was in seinem Kopf vor sich ging – je länger er mit sich allein blieb, umso mehr brütete er und umso schwieriger war es, das Thema zur Sprache zu bringen. Es war wie in den alten Zeiten, vor seinem Sklaventum, als er sich mit diesem Problem allein herumgeschlagen hatte. Der Unterschied war, dass er Skinners Input vermisste, seine ruhige Art, die Tatsachen zu betrachten, und das Wissen und die Erfahrung, die ihm geholfen hatten, es zum A.D. zu bringen. Skinner war rational und objektiv – zwei Dinge, auf die sich Mulder nie verlassen konnte, wenn es um das Thema seiner Schwester ging.

Er brauchte dringend seines Meisters Rat, doch Skinner arbeitete hart an einem wichtigen bundesstaatlichen Fall gegen einen Wissenschaftler, der illegaler Drogenexperimente verdächtigt wurde. Es war ein komplizierter Fall und Skinner arbeitete Tat und Nacht, einerseits mit der Bundesbehörde, andererseits mit seinen eigenen Agenten. Regelmäßig brachte er kofferweise Dokumentationen heim, um sie durchzugehen. Er war zu müde und abgelenkt, um zu bemerken, dass sein Sklave niedergeschlagen war.

Mulder kämpfte mit dem Problem, erwachte die nächsten paar Tage früh und schwamm um sechs Uhr früh. Oft schwamm er stundenlang, versuchte einfach, sich zu beruhigen und herauszufinden, was er als nächstes tun sollte, bis die Angelegenheit sich Donnerstag Nacht zuspitzte.

Mulder ging um Zehn zu Bett, fühlte sich erschöpft, war jedoch unfähig abzuschalten. Er warf sich herum und döste bis Zwei, stand schließlich auf und schlich auf Zehenspitzen die Treppe hinunter. Er hatte vor, sich an Skinners Bett festzuketten, um den Frieden zu finden, den er dort immer fühlte.

Er war überrascht, ein Licht unter Skinners Tür herausdringen zu sehen, und stieß sie zögernd auf. Sein Meister saß im Bett, trug seine Brille, einige Papiere auf dem Bett um ihn herum ausgebreitet. Wanda, gegen einen seiner Unterarme geschmiegt, genoss ihres Sklaven unerwartete nächtliche Schlaflosigkeit. Skinner sah so müde aus, wie sich Mulder fühlte und er blickte auf, runzelte seine Stirn, als er Mulder sah, dann wurde sein Gesicht mit einem schwachen Lächeln weich und er winkte Mulder mit einer Kopfbewegung ins Zimmer.
"Schlafprobleme, Kleiner?" erkundigte er sich.
Mulder schüttelte seinen Kopf, unsicher, ob jetzt ein guter Zeitpunkt wäre, seinem Meister seine Sorgen aufzubürden.

Für einen Moment blieb er neben dem Bett stehen, fragte sich, ob er sich einfach umdrehen und gehen sollte, doch Skinner klopfte auf die freie Fläche neben ihm und lud ihn ein. Mulder musste nicht zweimal gebeten werden. Gleichgültig, wie oft er die Nacht in seines Meisters Bett verbringen durfte, er sehnte sich immer noch danach und es war normalerweise das ultimative Ziel seines Sklaventums. Er schlüpfte in das warme Bett, fühlte sich besser, nur, weil er seinem Meister nahe war.
"Ich mache mir Sorgen, weil Sie so hart arbeiten", sagte er, was die Wahrheit war, wenn auch nicht die ganze Wahrheit.
Skinner lächelte durch seine Brille zu ihm hinunter. "Musst du nicht. Es muss einfach erledigt werden. Dieser Kerl verbirgt etwas, das noch größer ist als die Anklagen, unter denen wir ihn festgenommen haben. Davon bin ich überzeugt", murmelte er, gestikulierte zu den Papieren.
"Haben Sie ihn verhört?"

Mulder betrachtete innerlich stöhnend den Papierkram. Dies war seine am wenigsten geliebte FBI-Arbeit. Er agierte gern instinktiv und warf sich in seine Arbeit. Sich gewissenhaft in Unterlagen zu vertiefen, zu versuchen, Beweise zu finden oder wenigstens einen Hinweis, wo die sprichwörtlichen Leichen verborgen waren, war Mulders Idee vom Fegefeuer. Er hatte bereits angeboten, Skinner zu helfen und hatte einige der Dokumente durchforstet, doch er war der erste, der zugab, dass es nicht gerade seine Stärke war und dass er nicht in der Lage gewesen war, so behilflich zu sein, wie er es gewollt hatte. Außerdem war es weit entfernt von seinem Spezialgebiet, obwohl er versucht hatte, die darin enthaltenen komplexen gesetzlichen und technischen Probleme zu erfassen.

"Ja – und er verbirgt etwas – aber ich bin nicht überzeugt, dass es das ist, wofür wir ihn anklagen."
"Haben Sie wenigstens genug, um ihn damit zu kriegen?" fragte Mulder. "Das könnte Ihnen etwas Zeit verschaffen, um das andere Zeug nachzuforschen."
"Es ist nicht so eine sichere Anklage, wie ich es gern hätte", seufzte Skinner. "Im Moment haben wir nicht genügend solide Beweise, um mich zu überzeugen, dass wir eine Verurteilung sicherstellen können."
"Aber Sie haben eine Menge Indizienbeweise", grübelte Mulder.
"Jaah", seufzte Skinner, rieb eine müde Hand über seine Stirn.
"Sie können so nicht weitermachen – Sie haben seit Tagen kaum geschlafen", meinte Mulder. "Gibt es denn niemanden sonst, der die Arbeitslast übernehmen könnte?"
"Unglücklicherweise nicht."

Skinner runzelte seine Stirn, nahm seinen Stift zur Hand und wendete seine Aufmerksamkeit wieder den Dokumenten zu. "Ich bin der einzige, der diesen Fall komplett kennt und eine Menge wird von der Aussage abhängen, die ich nächste Woche vor Gericht mache."
"Sie sind der Hauptzeuge der Anklage?" fragte Mulder überrascht.
Während es nicht unüblich für Skinner war, vor Gericht auszusagen, war es etwas, wozu er selten aufgefordert wurde.
"Ich liefere einen wesentlichen Teil der Beweise, ja", murmelte Skinner abwesend.

Mulder kuschelte sich unter die Laken, starrte Wanda böse an, welche die Position auf der anderen Seite besetzte. Sie starrte zurück, ihre Ohren legten sich leicht zurück. Skinner legte seine Hand geistesabwesend auf seines Sklaven Körper und streichelte ihn rhythmisch, während er arbeitete. Mulder seufzte und legte seinen Kopf auf Skinners Brust, schloss seine Augen und döste. Es fühlte sich so gut an, hier zu sein. Wenn er hier war, konnte er alle anderen Probleme vergessen, die er nicht lösen konnte. Probleme, die in seinem Kopf herumkreisten, bis er dachte, er würde verrückt werden. Hier war er mit sich im Frieden.

Er atmete tief aus, als ob er seinen Atem angehalten hätte, fühlte seinen Körper sich entspannen. Ein paar Sekunden später spürte er Skinners Lippen über seine Stirn streifen. Er öffnete seine Augen, fand seinen Meister auf ihn hinabblickend.
"Bist du sicher, du bist nicht hier runter gekommen, um mit mir über etwas zu sprechen?" wollte Skinner wissen.

Lange Zeit betrachtete Mulder die vertrauten, geliebten Gesichtszüge. Skinners Gesicht war blasser als üblich und dunkle Schatten lagen unter seinen Augen. Er sah gestresst aus und müde. Das letzte, worum er sich im Moment kümmern sollte, waren die Probleme seines Sklaven.

Mulder lächelte. "Nein, Walter. Ich habe mir nur Sorgen um Sie gemacht. Das ist alles", murmelte er.
Skinner lächelte zurück und spielte mit seines Sklaven Nippelring, rollte ihn zwischen seinen großen, derben Fingerspitzen.
"Mir geht’s gut – aber es besteht kein Bedarf, dass wir beide darüber Schlaf einbüßen. Du solltest auch ein wenig ausruhen. Du weißt, wie schlecht gelaunt du wirst, wenn du müde bist", grinste Skinner.
"Werde ich nicht!" widersprach Mulder.
Skinner drehte den Nippelring gerade genug, um zu stechen.
"Meister", setzte Mulder schüchtern nach.
"Schlaf, Junge", knurrte Skinner und Mulder lächelte innerlich, schloss seine Augen.
Zum ersten Mal seit Tagen fühlte er sich gelassen, jede Anspannung verließ seinen Körper. Binnen Minuten schlief er fest.

Skinner war verschwunden, als er am nächsten Morgen erwachte, obwohl er eine Notiz hinterlassen hatte.

Fox – ich muss heute die Stadt verlassen. Ich werde irgendwann
am Samstag zurück sein – was, wie ich glaube, Sklaven-Tag ist,
Junge, also können wir dann einiges nachholen. Denk daran,
Wanda zu füttern und gerate nicht in Schwierigkeiten, während
ich weg bin.
WSS

Mulder seufzte. Schwierigkeiten. Er befand sich bereits in Schwierigkeiten und er wusste es. Er konnte die Fragen nicht allein lösen und er war sicher, er würde verrückt werden und etwas wirklich Dummes anstellen, falls er nicht bald mit Skinner darüber reden konnte.

In der Abwesenheit seines Meisters verbrachte Mulder die nächsten zwei Tage damit, still aus dem Gleis zu laufen. Er machte sich nicht die Mühe zu schwimmen und schnappte im Büro konstant nach Scully, bis sie sich hinauf in den Mannschaftsraum verkroch, um freundlichere Gesellschaft zu suchen.

Als er Freitag Nachmittag heimkam, ging er geradewegs ins Apartment im achtzehnten Stock und plünderte die Bar, die Skinner in der oberen Plüsch-Lounge gut bestückt hielt. Er zog sich für eine ausgiebige Trink-Sitzung auf die schöne, cremefarbene Couch zurück, lag auf seinem Rücken, eine Hand gleichgültig um die Fernsteuerung des Fernsehers geschlungen. Ziellos durch die Kanäle zappend, starrte er abwesend auf den Bildschirm, konzentrierte sich kaum auf den Müll, den er sah.

Irgendwie schaffte es Wanda, die Türen zwischen den beiden Apartments zu überwinden, und sie kam rauf, schnupperte gelangweilt an seiner Hand. Für einen Moment wurde er munter, erfreute sich an der Gesellschaft, bis er erkannte, dass sie bloß nach Futter schnüffelte, da er vergessen hatte, ihr etwas zu geben. Allerdings hatte sie massenhaft Trockenfutter, um dem drohenden Hungertod zu entkommen.
"Fang dir eine Maus oder so was", fauchte er sie an. "Verdien deinen Unterhalt auf ehrbare Weise, Katze."
Sie blickte ihn unsicher an, machte dann auf dem Absatz kehrt und wanderte den Korridor entlang davon, was ihn sich aus irgendeinem Grund noch verlassener fühlen ließ. Er erkannte, das war das erste Mal, das Skinner ihn in den Apartments allein gelassen hatte, seit er hier angekommen war.

Irgendwann, mitten in der Freitag-Nacht, erwachte er mit hämmernden Kopfschmerzen und dem Verlangen, das meiste aus seiner Freiheit zu machen. Es war zu spät, Ian für eine Party rüber zu rufen und sein Freund war wahrscheinlich ohnehin in die Arme seines nicht abwesenden Meisters gewickelt, deshalb torkelte er runter in Skinners Büro, um herumzuschnüffeln und zu sehen, was er finden konnte.

Normalerweise war Skinners Büro Sperrzone, aber Mulder war das gleichgültig. Er hasste es, wenn er Geheimnisse nicht untersuchen durfte, und seines Meisters Büro war ein Mysterium, das er noch nicht die Chance hatte, völlig zu erforschen.

Er trat ein und drehte das Licht auf, durchstöberte dann Skinners Bücher. Er hatte sie schon einmal gesehen und sie waren eine reichere Auswahl, als Mulder es erwartet hatte. Je mehr er jedoch seinen Meister kennen lernte, umso weniger überrascht wurde er von irgend etwas, das ihn betraf. Von den Bücherschränken gelangweilt, wanderte er zum Schreibtisch hinüber, wo er so viele Male bei seines Meisters Knie gesessen hatte. Mulder fiel in seiner normalen Stellung zu Boden und legte sein Kinn auf seines Meisters leeren Stuhl.
"Ich wünschte wirklich, Sie wären jetzt hier", murmelte er. "Sie sagten mir, nicht in Schwierigkeiten zu geraten, aber da ist all das Zeug in meinem Kopf, über das ich reden muss. Seien wir ehrlich", seufzte er. "Ich werde nicht in Schwierigkeiten geraten. Verdammt, ich stecke schon drin. Wenn Sie mich jetzt sehen könnten, ganz zu schweigen von dem Chaos oben und der Delle in Ihren Wodka-Vorräten ... Sie hätten mich binnen Sekunden über Ihrem Knie." Er starrte melancholisch ins Leere. "Was nett wäre", fügte er hinzu.

Dann – mit einem seltsam schwindligen Gefühl und dem Gebaren eines Menschen, der ein dunkles Tabu bricht – erhob er sich und setzte sich in seines Meisters Stuhl. Das gab ihm den selben Thrill, wie in Skinners Bürostuhl zu sitzen. Es war ein großer, alter, abgenutzter brauner Stuhl und Mulder runzelte seine Stirn, als er sich setzte.
"Weißt du, du brauchst wirklich einen neuen Stuhl, Walt!" rief er laut und betrunken. "Der ist nichts mehr wert."

Er schaukelte eine Weile darin vor und zurück, öffnete müßig die Schreibtisch-Schubladen und untersuchte den nicht zu interessanten Inhalt. Vielleicht hatte er bereits alle Geheimnisse seines Meisters entdeckt, dachte er traurig. Vielleicht war nichts mehr übrig.
"Vielleicht bist du an Geheimnissen nicht mehr interessiert, Mulder", knurrte er leise. "Nicht Skinners Geheimnisse oder Samanthas, nicht einmal das dämliche, verflucht sinnlose Geheimnis, das Fox Mulder ist."

In einer der Schubladen fand er einen Schlüssel, den er als zum Spielzimmer gehörend erkannte, und befingerte ihn nachdenklich. Das Spielzimmer enthielt immer noch Mysterien. Es hatte Schränke voll mit den schönsten, exquisitesten Spielzeugen – Spielzeuge, die ihn sein Meister nur berühren oder ansehen ließ, wenn er anwesend war. Mulders Finger schlossen sich um den Schlüssel und er ballte eine feste Faust.
"Manche Geheimnisse haben eben doch noch ihren Reiz", murmelte er, glitt hinter Skinners Schreibtisch hervor und schlenderte aus dem Zimmer, die Stufen hinauf Richtung Spielzimmer.

Mulder hielt seinen Atem an, während er herumfummelte, versuchte, den Schlüssel ins Schloss zu bekommen. Er ließ sich leicht drehen und die Tür schwang auf. Mulder zögerte auf der Schwelle, holte tief Luft. Das war, wie in Schwarzbarts Schloss einzudringen oder so etwas.

Der Raum lag im Dunkeln, er konnte jedoch die unheilverkündenden Umrisse des Massagetisches ausmachen und den Harnisch, der leblos von der Decke hing. Normalerweise wurde dieses Zimmer in etwas Dramatisches verwandelt oder Sinnliches oder sogar Angsteinflößendes nach seines Meisters Plan. Er hatte nie Zeit hier drin verbracht, ohne dass Skinner in der Nähe war und bei den vielen erotischen Köstlichkeiten Regie führte, welche dieses Zimmer versprach und lieferte.

Mulder schlich auf Zehenspitzen – beinahe ehrfürchtig – hinein und schaltete eine der Lampen ein. Er erschrak, als der Raum scharf ins Blickfeld rückte: Holzfußboden, hohe Fenster, kahle Wände. Langsam wanderte er im Spielzimmer herum, befühlte die Samtpolsterung des Throns, bemerkte einen winzigen Riss, lauschte dem Klang seiner eigenen Schritte, die in der leeren Kammer hallten. Hier gab es kein Gefühl der Erotik, keine der üblichen Empfindungen, die er fühlte, wenn er vor dem Thron zu seines Meisters Füßen kniete oder sich von seinem Meister auf dem schwarzen Leder-Massagetisch niederschnallen ließ, oder er über den Prügelbock geschubst wurde. In dem harten, künstlichen Licht war das Spielzimmer jedes Mysteriums beraubt – es war bloß ein Raum. Hier gab es nichts als Leere.

Mulder wurde mutiger und riss die Schränke auf. Er fetzte durch, wie ein Hurrikane, zerrte den Inhalt raus ins Licht, enthüllte, was sie waren: geschmackloses Sex-Spielzeug.

"Das ist es, wofür du Samantha aufgegeben hast?" fragte er sich ungläubig, saß in einem Meer aus Seidenkleidern, polierten Stiefeln, Harnischen, Analverschlüssen, Ruten und Riemen. "Christus, Mulder, was für ein beschissener, nutzloser Bastard du bist", murmelte er, seine Finger schlossen sich um ein Paar Nippelklemmen.
Schmerz ... die Erinnerung an die Erotik seines Leidens lenkte ihn ab und er starrte die Klammern nachdenklich an.

Langsam, entschlossen, zog er sein Hemd aus und untersuchte seine gepiercten Brustwarzen. Er befingerte sie, rollte den goldenen Ring in seinem Fleisch und befestigte dann ohne zu zögern eine der Klammern an der Knospe. Er biss hart auf seine Lippen, als der Schmerz zuschlug, alles andere verbannte außer der Unmittelbarkeit seines Unbehagens.

Dies waren besonders tückische Klammern. Skinner hatte sie nie bei ihm angewendet, und sie kniffen so eng, dass er sicher war, sie mussten Blut ziehen, obwohl er keines sehen konnte. Die Qual verblasste zu einem tiefen, dumpfen Pochen und er wendete seine Aufmerksamkeit der anderen Brustwarze zu, bewegte sich schnell, für den Fall, er wäre ein zu großer Feigling, um es durchzuziehen.

Beim zweiten Mal schien der Schmerz sogar noch intensiver und er biss noch heftiger in seine Lippe, um sich vom Schreien abzuhalten. Er saß einen Moment da, von der Agonie der Tat in die Gefühllosigkeit geschockt, dann legte er sich auf eines von Skinners Seidenhemden zurück und starrte an die verspiegelte Decke. Er vermisste seines Meisters liebevolle Umarmung – er vermisste es, dass Skinner ihm etwas zuflüsterte, ihn berührte, streichelte, ihn an einen Ort brachte, wo diese Art von Tortur ein exquisites Vergnügen war, nicht eine qualvolle Folter. Er stellte sich vor, wie er in seines Meisters Armen schwebte; geküsst, geliebt, gewollt. Und schließlich schlief er erschöpft ein, gerade, als die Strahlen der Sonne durch die riesigen Fenster des Spielzimmers krochen.

Mulder erwachte mehrere Stunden später, fühlte sich steif und unbequem. Es war bereits mitten am Nachmittag und seine Brust strahlte einen dumpfen Schmerz aus. Er sah runter, sah die Klammern immer noch an Ort und Stelle.
"Du dämlicher, selbst bemitleidender Bastard", knurrte er, die Erinnerung der betrunkenen Exzesse der letzten Nacht holte ihn ein.

Er stählte sich, um die Klemmen zu entfernen, wusste aus Erfahrung, dass sie stärker schmerzten, wenn sie abgenommen wurden, als zu dem Zeitpunkt, wenn sie angebracht wurden. Er schloss seine Augen, zählte bis Zehn und riss sie beide gleichzeitig runter. Ein paar Sekunden lang dachte er, er wäre vielleicht davongekommen. Dann schlug die Qual mit einer Heftigkeit zu und er heulte laut auf.

Er saß zusammengekauert da, wartete, dass die Folter nachließe, was nach mehreren langen Minuten geschah. Danach wendete er seine Aufmerksamkeit dem Spielzimmer zu, sein Gesichtsausdruck entsetzt. Skinner hatte nur gesagt, er wäre heute zurück – er hatte nicht gesagt, wann. Und plötzlich wusste Mulder ohne einen Schatten des Zweifels, dass – falls sein Meister das Chaos im Spielzimmer sehen würde – das Leben seines Sklaven nicht lebenswert wäre.

Er stemmte sich hoch und begann, hastig die Gegenstände in die Schränke zurückzustopfen. Dann wurde er langsamer und dachte darüber nach. Skinner würde es bemerken, wenn alles auf dem falschen Platz war, daher musste er es langsam angehen und hoffen, es richtig zu machen.

Eine Stunde später blickte sich Mulder zufrieden im Spielzimmer um, schloss dann leise die Tür und sperrte sie hinter sich ab. Skinner würde es nie erfahren.

Er ging in sein Schlafzimmer zurück und nahm eine Dusche, legte einen kalten Waschlappen auf seine Brustwarzen, bis sie aufhörten, so zornig rot auszusehen, obwohl sie höllisch schmerzten. Er zog sich an und ging wieder hinunter, um den Schlüssel in Skinners Schreibtischschublade zurückzulegen.

Nun fühlte er sich wie ein Idiot und ohrfeigte sich selbst, weil er die Kontrolle verloren hatte. Letzte Nacht hatte er sich wie der alte Mulder benommen, in seinem Apartment in Alexandria, halb komatös auf der Couch liegend, sich mit Problemen abmühend, bis er den Druck in seinem Kopf nicht mehr ertragen konnte und etwas Dummes anstellte. Lebhaft erinnerte er sich an eine Nacht, in der er da gesessen, seine Pistole gehalten hatte, ernsthaft überlegend, ob er sie benutzen sollte oder nicht. Er dachte, er hätte das hinter sich gelassen – wäre darüber hinaus gewachsen, doch sobald Skinner die Stadt verließ, war er nur allzu leicht in die alten Verhaltensmuster zurückgerutscht.

Er war zornig und frustriert mit sich selbst. Zum ersten Mal, seit er sich in die Sklaverei verkauft hatte, war er mit diesem alten Selbsthass aufgewacht und der Angst vor seinem Versagen und seinen Unzulänglichkeiten, die oft in die Verzweiflung führten. Vielleicht würde er heute sterben. Oder vielleicht würde er Richtung Seattle weglaufen. Oder einfach hier bleiben und still wahnsinnig werden. Auf jeden Fall war er nicht sicher, ob es ihn kümmerte.

Mulder wanderte gerade rechtzeitig in die untere Lounge, um seines Meisters Schlüssel im Schloss zu hören. Er war erstaunt, außer Betäubung noch etwas zu fühlen. Er fühlte sich ... hoffnungsvoll – und unter den Umständen war das besser als nichts.

Skinner schüttelte seinen Schirm aus, murmelte etwas über das Wetter, und Mulder sah einen Ausweg von seinen eigenen Emotionen in der Gelassenheit seiner Dienste. Rasch nahm er Skinners Mantel und hängte ihn auf, setzte seinen Meister hin, zog ihm seine Schuhe aus, goss ihm einen Drink ein und schlüpfte aus seinen Kleidern. Er kniete gehorsam und zufrieden bei seines Meisters Füßen in der Unterwerfungsstellung nieder – Augen gesenkt, Schultern zurück, Schwanz stolz in seinem goldenen Ring zur Schau gestellt.

"Du bist ein Anblick für müde Augen, Süßer", murmelte Skinner, streichelte abwesend seines Sklaven Haar. "Entschuldige, das ich so schnell wegfahren musste. War hier alles okay?"
Mulder nickte lächelnd, hoffte, seine Augen würden ihn nicht verraten.
"Warst du okay?" bohrte Skinner, seine dunklen Augen fragend. "Ich habe in letzter Zeit nicht genug Zeit mit dir verbracht."
"Mir ging’s gut", sagte Mulder glatt. "Allerdings habe ich Sie vermisst", fügte er mit einem frechen Grinsen hinzu.
Skinner lachte laut auf und löste seine Krawatte.
"Ich habe dich auch vermisst, Junge", knurrte er in der tiefen, sexy Stimme, die er normalerweise für heiße Sex-Sitzungen reservierte.
Mulders Schwanz reagierte auf den Tonfall, wie er es immer tat, hüpfte hoffnungsvoll, gierig nach Aufmerksamkeit.
"Ich sehe, du hast nicht vergessen, dass Sklaven-Tag ist", meinte Skinner, warf einen Blick auf seines Sklaven wild aufgerichtete Erektion.
"Nein, Meister. Wie könnte ich?" grinste Mulder.
"Ich denke, dass du und ich wieder miteinander vertraut werden müssen, Junge", sagte Skinner, stand auf und streckte sich. "Ich habe dich vermisst", murmelte er, schnappte seinen Sklaven und zog Mulders fügsamen Körper an den seinen.
Mulder verschlang seine Hände hinter seines Meisters Rücken, genoss das Gefühl solch soliden, beruhigenden Fleisches an seinem nackten Körper. Skinner würde ihn von seinen dämlichen Zweifeln wegholen. Er würde ihn an den Ort bringen, an dem er fliegen konnte und alles würde gut werden.

Sein Meister küsste ihn leidenschaftlich, seine Hände strichen besitzergreifend über seines Sklaven Körper, als ob er für einen Monat weg gewesen wäre, und nicht nur ein paar Tage.
"Ich gehe mich umziehen", sagte Skinner, nachdem er seinen Sklaven freigelassen hatte. "Warte oben auf mich."
Mulder nickte und eilte die Treppe hinauf.

Als er den Korridor entlang wanderte, erinnerte er sich an die Unordnung, die er in der oberen Lounge hinterlassen hatte und sein Magen verkrampfte sich. Er rannte los und kam vor der Lounge schlitternd zum Stehen, warf einen Blick hinein und knallte seine Faust in die Wand. Das war ein noch größeres Chaos als das Spielzimmer. Er musste saubermachen, bevor Skinner hier rauf kam.

Er rannte wild im Zimmer herum, versuchte, die Reste des Pizza-und-Wodka-Festes der letzten Nacht in einen Müllsack zu stopfen, genauso wie seine Socken und Schuhe wegzuräumen. Ganz zu schweigen von dem gesamten Sportteil der Zeitung, der im ganzen Raum verstreut war.

Er war derart beschäftigt, dass er die Schritte auf der Treppe nicht hörte und deshalb fast aus seiner Haut fuhr, als er eine Stimme hinter sich hörte.
"Fox?"
Er richtete sich schuldbewusst auf und drehte sich um, verzog sein Gesicht.
"Entschuldigung, Meister. Ich habe letzte Nacht hier geschlafen. Ich vergaß, dass es ein Chaos war. Ich wollte nur ...", er wedelte mit einer Hand herum, "saubermachen?" endete er schwach.

Skinner trug eine enge, schwarze Jeans und ein noch engeres schwarzes T-Shirt, und da lag ein sehr deutliches Stirnrunzeln in seinem Gesicht.
"Scheiße", wisperte Mulder. Na schön, du wolltest abgelenkt werden, sagte sich Mulder.
Und es gab sicher nichts, was mehr ablenkte, als ein Meister, der seinen Sklaven erwischte, wenn der die Beweise für eine Nacht trunkenen Ungehorsams verbarg.

"Du hast hier geschlafen?" Skinner hob eine Augenbraue, sein Tonfall gefährlich. "Du hast ein Bett. Und ein Schlafzimmer", meinte er betont.
"Ich weiß. Ich habe ferngesehen und bin eingeschlafen", zuckte Mulder lahm seine Schultern.
"Hmm." Skinner verschränkte seine Arme über seiner Brust. "Du weißt, dass dieser Raum für dich Sperrgebiet ist, wenn ich nicht anwesend bin?"
"Ja, Meister", zuckte Mulder neuerlich seine Schultern und biss seine Lippe. "Tut mir leid, Meister", fügte er hinzu.
"Gibt es noch etwas, das du mir über die letzte Nacht erzählen willst?" fragte Skinner. "Irgendwelche anderen Regeln, die du in meiner Abwesenheit gebrochen hast?"
"Nein, Meister", antwortete Mulder mit leiser Stimme, kreuzte seine Finger hinter seinem Rücken. Er war sicher, dass Skinner keinen Fehler im Spielzimmer finden würde. Er war sehr vorsichtig gewesen, als er dort drin aufgeräumt hatte.

"Sehr gut. Ich sehe, wir haben uns um einige disziplinäre Gebiete zu kümmern", sagte Skinner, obwohl Mulder von seinem Tonfall spüren konnte, dass er leicht amüsiert war. Er hatte eindeutig vor, die Übertretung als nicht mehr als einen Anlass für ein erotisches Bestrafungs-Szenario zu verwenden, und das wusste Mulder zu schätzen.

"Das Spielzimmer. Sofort!" befahl Skinner, Mulder ließ den Müllsack fallen und bemühte sich, an seinem Meister vorbei durch die Tür zu schlüpfen, ohne eine geschlagene Kehrseite zu erhalten. Es war eine sinnlose Übung – Skinners harte, schwere Hand fiel mit einem hallenden Klatschen auf seinen Hintern.
"Es ist wirklich schön, Sie daheim zu haben, Meister", grinste Mulder, eilte den Korridor entlang.

Er wartete ungeduldig, während Skinner den Schlüssel zum Spielzimmer herausholte und ihn ins Schloss steckte. Er wollte dort hinein. Er wollte von seinen Problemen weggebracht werden, sicher und beschützt in seines Meisters starken Armen. Er verachtete sich selbst, weil er den Ausweg brauchte, war jedoch zu erschöpft von dem Kampf in seinem Kopf, um Widerstand zu leisten. Er brauchte das, verdammt!

Skinner schwang die Tür auf und die beiden traten ein ... um von einem fliegenden Bündel aus goldenem Fell begrüßt zu werden, das sich mit einem Quietschen des Protestes, weil sie so lange eingesperrt gewesen war, in die Arme ihres Sklaven warf. Mulders Herz sank. Typisch für die blöde, gottverdammte Katze, alles zu ruinieren.

Skinner knuddelte die wütende Kreatur beruhigend und fixierte seinen Sklaven über Wandas weichen, pelzigen, stupsenden Kopf hinweg mit einem kühlen Blick.
"Ich warte", sagte er unheilverkündend.
"Warten, Meister?" bluffte Mulder, schenkte Wanda den Blick, der bis jetzt nur für Ton Colton, Alex Krycek und jeden von Scullys Freunden reserviert war, der sie nicht anständig behandelte, was seiner Ansicht nach für die meisten zutraf.
"Warten", setzte Skinner in einem trügerisch freundlichen Ton fort, "auf eine Erklärung für die Lüge, die du mir vor etwa drei Minuten erzählt hast, dass du keine anderen Regeln gebrochen hast."
"Oh. Das", krächzte Mulder, sein Magen sank in seine vertraute Umgebung bei solchen Gelegenheiten hinunter, in die Sohlen seiner Füße.
"Ja. Das", sagte Skinner. "Als ich das Apartment verließ, war Wanda definitiv nicht in diesem Raum eingeschlossen. Um also hier rein zu gelangen ..."

Er pausierte bedeutungsvoll, setzte dann fort: "Lass sehen. Ich besitze nur zwei Schlüssel für das Spielzimmer, einen davon trage ich immer bei mir. Den anderen bewahre ich in der Schreibtisch-Schublade in meinem Büro auf. Das heißt, entweder du bist in mein Büro gegangen, hast den Schlüssel genommen und dich selbst hier reingelassen, oder dein alter Freund, der Dietrich, war wieder in Aktion. Jede dieser Optionen lässt dich, Junge, ohne Paddel tief in den Stromschnellen zurück", knurrte Skinner. "Obwohl unglücklicherweise für dich Paddel hier in der Gegend nicht knapp sind."

Er stolzierte zur Tür und stellte Wanda außerhalb des Zimmers ab, schloss die Tür und drehte sich um, um sich mit seinem ungehorsamen Sklaven zu beschäftigen.
"Es gibt noch eine Option", schlug Mulder vor, als sein Meister sich ihm näherte.
"Tatsächlich?" Skinner verschränkte drohend seine Arme über seiner Brust, betrachtete seinen Sklaven. "Bitte erleuchte mich. Ich bin so interessiert, deine andere Option zu hören." Sein Ton troff vor Sarkasmus. "Kümmere dich nicht um mich", sagte er über seine Schulter, während er zum Schrank wanderte und anfing, bestimmte disziplinierende Geräte herauszunehmen, die Mulder vor Angst zittern ließen, wenn er sie nur ansah.

"Na ja ... Katzen haben spezielle Fähigkeiten ...", begann Mulder, beschloss, dass er ohnehin tief in der Scheiße steckte. Den Moment der Vergeltung hinauszuzögern war wahrscheinlich das beste Ergebnis, das er bekommen würde. "Wussten Sie, dass die Katze im Alten Ägypten als ein Symbol des Mysteriums und des Glücks verehrt wurde?" sagte er.

Skinner fand ein solides Holzpaddel und klatschte es gegen seinen Schenkel.
Mulder schluckte hart und machte weiter, erwärmte sich für das Thema. "Sie waren dafür bekannt, Menschen vor Erdbeben und Feuer zu retten und es ist seit langem bestätigt, dass sie spezielle Sinneswahrnehmungen haben, die wir Menschen nicht verstehen ..."
"Und dein springender Punkt ist?" fragte Skinner, marschierte quer durch das Zimmer und legte eine große Hand an seines Sklaven Nacken, führte ihn zum Thron hinüber.
"Dass Wanda, die, wie wir alles wissen, eine besonders begabte Kreatur ist", schaffte es Mulder, mit gerade zu viel Aufrichtigkeit zu sagen, um glaubhaft zu sein, "sehr wahrscheinlich der Teleportation fähig ist. Ich habe viele X-Akten, die genau diesem Phänomen gewidmet sind", endete er, warf seinem Meister einen erwartungsvollen Blick zu.
"Teleportation?"

Skinner setzte sich auf den Thron und betrachtete seinen Sklaven emotionslos.
"Jep", nickte Mulder. "Die Fähigkeit, sich von einem Ort zum anderen zu transportieren", fügte er hilfreich hinzu. "Ahm, anders, als einfach dort hinzugehen, natürlich", setzte er fort. "Oder ein Auto zu nehmen oder so etwas", endete er, wagte kaum, seinen Meister anzusehen. Irgendwie dachte er nicht, diese Erklärung wäre gut aufgenommen worden.
"Und diese Fälle der Teleportation in deinen Akten – gab es da irgendeinen tatsächlichen Beweis für dieses Phänomen, wie du es nennst?" erkundigte sich Skinner freundlich.
Mulder winselte. "Nicht Beweise als solche ...", wich er aus.
"Ich verstehe. Na schön, in der Abwesenheit von Beweisen muss ich einfach annehmen, dass die Wahrheit in der eher weltlichen Erklärung liegt, dass du dich letzte Nacht selbst hier reingelassen und herumgeschnüffelt hast. Ist das die Wahrheit, Fox?"

Mulder erschrak. Plötzlich hatte Skinners Ton Biss. Er dachte einen Moment darüber nach, seufzte dann. "Ja, Meister", antwortete er.
Skinner hob seine Hand und winkte ihn sehr langsam mit seinem Zeigefinger heran. "Komm her", befahl er.
Mulder schluckte hart und kroch vorwärts zwischen seines Meisters Knie. Skinner platzierte das Paddel auf eine der Armlehnen des Throns und legte seine großen Hände auf seines Sklaven Schultern, sah intensiv in Mulders Augen.

"Es tut mir leid", sagte Skinner plötzlich, verwirrte seinen Sklaven.
"Was, Meister?" fragte Mulder überrascht.
"Zitiere mir Klausel Nummer Zwei des Meister-Vertrages", orderte Skinner.
Mulder plapperte die Klausel rasch runter, die Worte praktisch in seiner Seele eingraviert: "Ich werde für die physischen und emotionalen Bedürfnisse meines Sklaven sorgen, und ..."

"Wie lange ist es her, seit ich dich das letzte Mal verprügelt habe?" unterbrach ihn Skinner.
Mulder sah erschrocken aus. "Sechs Tage, Meister", antwortete er.
"Genau." Skinner schüttelte seinen Kopf. "Für dich, Fox, ist Verprügeln sowohl eine physische als auch eine emotionale Notwendigkeit im Leben."
"Ist es?" Mulder blinzelte.
"Ja. Ist es. Ich habe meine Pflicht versäumt und muss daher einen Teil der Verantwortung für das übernehmen, was letzte Nacht hier passiert ist. Du musst jeden Tag das Gewicht meiner Hand auf deiner Kehrseite spüren – komme, was da wolle. Das versprach ich dir, als ich dich in meinen Dienst nahm, und ich war nachlässig, dieses Versprechen nicht gehalten zu haben. Ich kann deinen Gehorsam nicht erwarten, wenn ich ihn nicht auf eine Art erzwinge, die deinen Status konstant in deinem Geist frisch hält."
"Es war nicht Ihr Fehler. Sie waren beschäftigt", protestierte Mulder, kniete zwischen den Füßen seines Meisters und blickte demütig zu ihm auf.
"Ich weiß – aber das ist keine Entschuldigung." Skinners Hände lagen fest auf seines Sklaven Schultern. "Du musst runter gebracht werden, Junge, jeden Tag, oder du vergisst, wer du bist und fängst an, außer Kontrolle zu wirbeln."

Mulder spürte all seine Anspannung seinen Körper verlassen. Er fühlte sich schwindlig, weil er nicht nur so gut gekannt sondern auch verstanden wurde. Seine Haare richteten sich auf seinem Körper auf und er spürte Gänsehaut auf seinem Fleisch ausbrechen. Er ließ seinen Kopf hängen und legte seine Hände auf seines Meisters Knie.
"Es tut mir leid. Sie haben recht. Ich hätte Sie fragen sollen ...", wisperte er.
"Wie ich sagte, es ist mein Fehler und ich bin nicht zornig – wenigstens nicht zu zornig", stellte Skinner richtig, seine Augen blitzten gerade genug, um Mulder zu erinnern, dass er immer noch in Schwierigkeiten steckte.

Skinner legte einen Finger unter seines Sklaven Kinn und zog es hoch, zwang ihn, direkt in seines Meisters Augen zu sehen. "Das erinnert mich an meine frühen Tage mit dir. Als du die Limits und Grenzen ausgelotet hast, um festzustellen, wo sie lagen, dich und dein Sklaventum bekämpfend."
Mulder biss auf seine Lippe und nickte.
"Du musst des Kämpfens müde sein, Junge. Ich denke, du willst mir alles überlassen", sagte Skinner mit leiser, seidiger Stimme.
Mulder schmolz gegen seines Meisters Knie und nickte erneut, vertraute sich nicht zu sprechen.
"Das wird nicht leicht sein – ich werde nicht aufhören, bis du wieder dort bist, wo du sein musst", warnte Skinner. "Es wird eine lange, schmerzliche Reise, Fox, am Ende wird es sich aber lohnen."
"Ja, Meister", krächzte Mulder, gebannt vom Klang der Stimme seines Meisters.
"Gut, dann schieb deinen Arsch über mein Knie und lass uns beginnen", kommandierte Skinner.

Mulder erhob sich langsam und tat, was ihm befohlen wurde. Er fühlte die üblichen gegensätzlichen Emotionen – Angst und Verlangen – die solche Momente begleiteten. Während er verprügelt wurde, würde er alles tun und sagen, um dem gnadenlosen Angriff auf seine Kehrseite zu entgehen. Andererseits, wenn es vorbei war, war er genauso froh, dass sein Meister sein Flehen nicht erhört und weiterhin seinem Arsch die Hölle heiß gemacht hatte, bis sein Sklave war, wo er sein sollte.

Skinners Knie und Schenkel waren hart und muskulös unter seinem Torso. Obwohl es eine vertraute Position für Mulder war, verprügelte ihn sein Meister öfter im Schlafzimmer mit Kissen unter seinem Körper, die ihn unterstützten. Dies fühlte sich roher an und fundamentaler, und bestimmt weniger komfortabel, war dennoch auch seltsam intim.

Skinner öffnete seine Beine und legte eines über Mulders Kniekehlen, hielt ihn in Position. Er legte eine Hand fest auf Mulders Rücken, nagelte ihn sicher an Ort und Stelle fest, dann ruhte seine andere Hand auf Mulders Kehrseite. Mulder zitterte, hasste das Warten, wollte, dass es vorbei wäre, musste hingehen, wo nur Skinner ihn hinbringen konnte, um die Gelassenheit zu finden, die er in den letzten paar Tagen vermisst hatte.

Allerdings fing Skinner nicht an, ihn zu verprügeln. Stattdessen strich seine Hand leicht über Mulders Kehrseite, tröstete die Haut, kniff sie hier und dort, umfasste seines Sklaven Hinterbacken sanft mit seiner großen Hand und liebkoste sie mit seinem Daumen.

"Was bist du, Fox?" fragte Skinner, während er seinen Sklaven in ein Stadium der Entspannung streichelte.
"Ihr Eigentum, Meister", flüsterte Mulder.
"Verstehst du, warum du bestraft wirst?" erkundigte sich Skinner.
"Ja, Meister. Weil ich Sie angelogen habe und ungehorsam war", antwortete Mulder leise.
"Welche Lektion wirst du aus dieser Bestrafung ziehen?" fragte ihn Skinner.
"Ich bin nicht sicher", gestand Mulder. "Sie nicht anzulügen oder nicht wieder ungehorsam zu sein?" bemerkte er zögernd.
"Das wäre nett, aber du hast beides schon früher versprochen", sagte Skinner.
"Ihnen ... das nächste Mal Bescheid zu sagen, bevor es so schlimm wird?" bot Mulder an.
"Das ist besser." Skinner hob eine Hand.
"Meister – Sie habe hart gearbeitet. Sie waren müde", unterbrach Mulder den Moment.

Die Hand fiel nicht. Stattdessen landete sie wieder sanft auf seiner Kehrseite und begann neuerlich zu streicheln.
"Ich wollte mit Ihnen reden ... aber Sie hatten genug andere Sorgen. Es tut mir leid, dass ich mit all meiner Scheiße Ihre Arbeitslast noch verstärkt habe."
Mulder war überrascht, als er hochgezogen und vor seinem Meister wieder auf seine Knie geschubst wurde.
"Fox – du bist nicht meine Arbeitslast. Du bist kein Fall – du bist mein geliebter Sklave. Ich unterschrieb diesen Vertrag im vollen Bewusstsein, was ich tat. Wenn ich dich bitte, deine Seite des Handels einzuhalten, muss ich das selbe tun. Und das habe ich nicht. Ich ließ dich im Stich. Nächstes Mal, rede einfach mit mir, in Ordnung?"
"Ja, Meister", nickte Mulder.
"Gut." Skinner liebkoste die Seite des Gesichts seines Sklaven mit seiner Hand, hauchte dann einen leichten, keuschen Kuss auf Mulders Lippen. "Nun ..." Seines Meisters Tonfall änderte sich dramatisch, als er sich zurückzog. "Schwing deinen Arsch wieder in Position, Junge. Wir kümmern uns um diese Situation auf die altmodische Art."

Rasch krabbelte Mulder wieder in Position und dieses Mal gab es kein Vorspiel. Skinners Hand landete auf seines Sklaven nacktem Fleisch, sobald Mulder bereit lag. Er wimmerte – Skinner meinte es wirklich ernst und er hatte ein Gefühl, dass dies eine lange, qualvolle Tracht Prügel sein würde, die weit über jedes erotische Vergnügen hinausging und ihn an einen völlig anderen Ort brachte.

Skinners Hand war gnadenlos. Sein Meister arbeitete in einem langsamen, stetigen Muster um seines Sklaven Hintern, ließ keinen Zentimeter von seiner großen Handfläche unbedeckt. Da lag ein fast hypnotischer Rhythmus in dem Heben und Fallen von Skinners Hand gegen seines Sklaven Hintern, und bald begannen die Schläge zu stechen, dann zu schmerzen, bis Mulder nach Luft schnappte und er seine Beine bewegte, versuchte, dem unablässigen Heben und Fallen dieser Hand auf seine Kehrseite zu entkommen.
"Scheiße! Bitte, Meister ... aufhören ...", bettelte er.
"Ich habe gerade erst begonnen", informierte ihn Skinner ernst. "Du hast noch einen langen Weg zu gehen, Junge."

Mulder mühte sich aufzukommen, panisch wegen der Worte seines Meisters, doch Skinner hielt ihn sicher an Ort und Stelle und er war unfähig, mehr zu tun, als sich unter seines Meisters Hand und festhaltendem Bein zu winden.

Die Tracht Prügel nahm einen neuen Takt an und das sich bildende Feuer in Mulders Kehrseite wurde schlimmer. Es war, als ob Skinner einen Weg tief in sein Fleisch fand, die Fläche seiner großen, offenen Hand mehrere Zentimeter in seines Sklaven Haut einzubetten.

Dann, plötzlich, gerade, als Mulder sicher war, er konnte nicht mehr ertragen, hörte es auf. Mulders Atmung wurde langsamer und er verspannte sich, als sein Meister sanft sein wundes Fleisch rieb, etwas von dem Stechen wegnahm und seinen Sklaven beruhigte. Mulder entspannte sich, erfreut, dass es vorbei war und dass er überlebt hatte, ohne sich zu erniedrigen.

Doch dann sah er aus dem Augenwinkel Skinner das Holzpaddel ergreifen.
"NEIN!" würgte er heraus, hasste den Gedanken, dass dieses harte Gerät auf seiner ohnehin schon wunden Kehrseite aufschlagen würde.
"Doch", widersprach Skinner eisern, hielt ihn fest und legte die kühle, fasrige Oberfläche des Holzes auf Mulders brennende Hinterbacken.

Für einen Moment herrschte Stille, dann ein Wusch und ein hallender Knall, der Mulder überraschte. Einen Sekundenbruchteil später fuhr der Schmerz ein und er heulte laut auf, bevor er es verhindern konnte.

Das Paddel war ein flaches, gnadenloses Werkzeug, praktisch und kunstgerecht. Da lag nichts Verspieltes, Exotisches oder Erotisches darin. Es war ein Werkzeug, um eine Bestrafung zu erteilen, ganz einfach.

Skinner gab seinem Sklaven nicht einmal die Chance, nach dem letzten Schlag wieder zu Atem zu kommen, bevor er den nächsten führte. Das Paddel bewegte sich wie ein Feuersturm über Mulders Arsch, verbrannte jeden einzelnen Zentimeter seines bereits wunden Fleisches. Er wehrte sich einen Moment. Gegen die Qual, gegen sein Festgehalten werden, gegen den großen Mann, der seinen Gehorsam verlangte. Und das war der Augenblick, als Skinner die Tracht Prügel verstärkte. Die Schläge wurden härter und schneller, nicht langsam und liebevoll oder sinnlich und streichelnd. Einfach qualvoll und gnadenlos.

Mulder kämpfte dagegen an. Er wusste, er brüllte, obwohl er keine Ahnung hatte, was er sagte, nur, dass er wütend und hasserfüllt war.
"Wen brüllst du an?" verlangte Skinner zu wissen.
"Sie, verdammt, aufhören!" jaulte Mulder.
"Auf wen bist du wütend?" fragte Skinner, sein Takt schnell, unbesorgt wegen des Temperamentsausbruchs seines Sklaven.

Irgendwie brachte es Mulder fertig, seine Hand zu befreien und sie nach hinten zu legen, um seine brennenden Hinterbacken zu schützen. Skinner lieferte einen hallenden Hieb auf die störende Hand und Mulder heulte.
"Lass sie dort liegen und ich mache es noch einmal", warnte Skinner.
Mulder kämpfte mit der Wahl – sein Hintern oder seine Hand, doch der Sekundenbruchteil der Entscheidungsfindung dauerte zu lange und Skinner verabreichte seiner Hand einen weiteren heftigen Schlag. Zornig wollte sich Mulder hochstemmen, sträubte sich gegen seines Meisters überlegene Stärke und den Vorteil, den dessen Position ihm gab.
"Halt still. Auf wen bist du wütend?" fragte Skinner, während Mulder zu einer spuckenden, explodierenden Masse unzusammenhängender Flüche wurde.
"Sie. Ich hasse Sie, Scheiße noch mal!" schrie Mulder aus vollem Hals.

Das Paddel fand Kontakt mit dem oberen Teil seiner Schenkel, brachte ihn zum Jaulen. Immer und immer wieder landete es dort und Mulder wand sich unter ihm.
"Auf wen bist du wütend?" fragte Skinner erneut, sein Ton fest und unveränderlich.
"Die ganze beschissene Welt!" brüllte Mulder. "Sie, Krycek, meine Mutter, Scully, Samantha!" schrie er, war sich nicht einmal bewusst, wen er in die Litanei inkludierte.

Das Paddel krachte noch härter auf seine ungeschützten Hinterbacken runter und er war nicht sicher, was er noch sagte.
"Auf wen bist du wütend?" fragte Skinner noch einmal.
Mulder spürte sämtliche Anker, die ihn an Zeit und Ort banden, reißen, wie bei einem Ballon, der in die Luft entlassen wurde.
"Mich, verdammt noch mal. Ich bin wütend auf mich! Bist du jetzt glücklich, du Bastard?"
Mulder fing an, offen zu schluchzen, etwas, das zu tun er immer hasste. Doch die Wut in ihm war immer noch unvermindert; wie sehr er sich auch bemühte, sie hinter sich zu lassen – sie war immer da.

Skinners Takt veränderte sich abrupt. Für einen Moment dachte Mulder erleichtert, dass die Tracht Prügel beendet wäre, aber das war sie nicht. Stattdessen wurde sie subtiler. Skinner bewegte seine Hand runter zu der Spalte zwischen seines Sklaven Hinterbacken und teilte sie. Dann zielte er das Paddel auf das empfindliche Fleisch zwischen seinen Arschbacken, das bis dahin unberührt geblieben war.
"Nein", weinte Mulder, hatte nicht mehr die Energie übrig, weiter zu kämpfen, lag wie ein gestrandeter Fisch über Skinners Knie, akzeptierte jeden sorgfältig gezielten Schlag. "Bitte ...", krächzte er, während das Paddel seine empfindlichsten Stellen fand, jeder stechende Streich frische Tränen in seine Augen trieb.
"Warum bist du auf dich wütend?" wollte Skinner wissen, seine Stimme unerbittlich, leise und dennoch deutlich hörbar über dem Klang des Paddels.
"Scheiße, keine Ahnung", schäumte Mulder in seines Meisters Knie.

Er spürte, dass Skinner seine Schenkel spreizte, dann knallte das Paddel gegen das empfindliche Fleisch zwischen seinen Beinen.
"Scheiße, nicht dort", keuchte er. "Bitte, Meister ... nicht dort. Bitte ...", schluchzte er.
"Warum, Fox?" bohrte Skinner, bedeckte die Innenschenkel seines Sklaven mit weiteren harten Schlägen des Paddels.
"Weil ich aufgegeben habe, weil ich nicht gut genug war, weil ich wütend auf sie war, wenn es nicht ihre Schuld war ...", sagte Mulder, seine Worte durcheinander und gerade noch zusammenhängend.
"Sie?" fragte Skinner, seine Hand hob und senkte sich stetig, das Paddel fest und unnachgiebig in seinem Griff.
"Samantha", antwortete Mulder, sein Zorn verschwand in einem Nebel der Qual. "Holen Sie mich von mir weg, Meister", flüsterte er. "Bitte ..."

Still lag er über seines Meisters Knie, akzeptierte das sanfte Heben und Fallen des Paddels, während es langsamer wurde, immer noch Schläge auf Mulders glühenden, hochgereckten Hintern lieferte, diese jedoch sanfter. Das wurde mehrere Minuten fortgesetzt, während Mulder wieder zu Atem kam und sein Meister einen scharfen, stechenden Hieb mit einem Streicheln seiner Hand über den geröteten Hintern abwechselte.

Endlich kam es zu einem Ende und das Paddel wurde zur Seite gelegt. Skinner behielt Mulder über seinem Knie, bis die Atmung seines Sklaven gleichmäßig wurde, dann half er ihm auf seine Füße und betrachtete ihn lange Zeit. Mulder errötete und starrte zu Boden, nicht gewillt, seines Meisters Augen zu begegnen. Skinner schüttelte wehmütig seinen Kopf und strich zärtlich eine Locke von Mulders dunklem Haar aus seiner verschwitzten Stirn.
"Geh ins Bad und hol mir die Lotion aus dem Schrank", instruierte Skinner in sanftem, leisem Ton.

Mulder nickte, zitterte leicht, nicht völlig sicher, ob seine Beine arbeiten würden. Taumelnd ging er ins Bad, kehrte dann ins Spielzimmer zurück und näherte sich dem Thron. Skinner sprach kein Wort, er schwang einfach seinen müden Sklaven wieder über sein Knie und tropfte eine kleine Menge der Lotion auf Mulders heiße Hinterbacken. Mulder fuhr beinahe aus seiner Haut, als die kalte Lotion mit seinem Fleisch Kontakt fand, doch Skinner rieb die beruhigende Salbe weiterhin sanft in Mulders brennende Hinterbacken, kühlte sie allmählich.

Er nahm sich Zeit, brachte immer wieder Lotion auf und massierte sie mit langen Streichen seiner Daumen in seines Sklaven Fleisch. Sie brachten Mulder dazu, seine Zähne in den Stoff der Jeans seines Meisters zu versenken, um sich davon abzuhalten, laut aufzuschreien. Er musste zugeben, dass sich seine Hinterbacken bald besser anfühlten und das entsetzliche Stechen in einen dumpfen, pochenden Schmerz verblasste, der ihn mit einem Endorphin-Schub erfüllte. Er fühlte sich physisch und emotional ausgewrungen und bemerkte nicht einmal, dass er stumm weinte, bis sein Meister einen seiner Finger über seine Wangen wischte.
"Fox – komm her", orderte Skinner.

Er hob Mulder von seinem Knie hoch und zog ihn zwischen seine offenen Beine, hielt ihn, seine Arme hielten seinen Sklaven in ihrem muskulösen Kreis gefangen. Mulder legte seinen Kopf auf seines Meisters Schulter und weinte leise in Skinners T-Shirt.
"Ich verstehe nicht", meinte Skinner sanft. "Wo kam das her? Als ich wegging, schienst du in Ordnung ..."
"Ich war in Ordnung", murmelte Mulder, hasste sich noch immer, weil er zugelassen hatte, dass seine Laune ihn so tief runtergeholt hatte, dass er es derart vermasselt hatte. "Ich bin jetzt in Ordnung. Es ist nichts."
"Das bezweifle ich. Es hat lange gedauert, bis du das aufgegeben hast", widersprach Skinner zärtlich, schob Mulder zurück, damit er ihn ansehen konnte. "Wem gehörst du, Fox?" fragte er, seine dunklen Augen bohrten Löcher in Mulders Seele.
"Ihnen, Meister", sagte Mulder ohne zu zögern.
"Was bist du?" fragte Skinner.
"Ihr Sklave."

Mulder kniete nieder und verbarg sein Gesicht im Teppich. Er wollte nicht mehr darüber reden. Er war bloß erleichtert, dass die Anspannung der letzten Nacht verschwunden war. Er fühlte sich müde, aber im Gegensatz dazu beinahe ausgeruht. Es fühlte sich gut an, hier zu knien, in seinem Dienst konnte er seine Gelassenheit wieder finden.
"Also schön." Ein seltsamer, unzufriedener Tonfall lag in Skinners Stimme, als ob das nicht genug wäre.

Mulder sah auf, ein schwacher Schatten eines Grinsens lief über sein Gesicht. "Ich hätte nie gedacht, für meine tägliche Tracht Prügel dankbar zu sein", sagte er, "aber wenn sie mich vor dieser Prüfung bewahrt, nehme ich sie gern an."
"Ich mag es genauso wenig, diese Art Prüfung auszuteilen – vor allem nicht am Sklaven-Tag, wenn ich es vorziehen würde, mit meinem Sklaven zu spielen, anstatt ihn zu disziplinieren", sagte Skinner.
"Verdammt. Ich habe verpasst, was immer Sie geplant haben", murrte Mulder, blickte sich im Raum um, fragte sich, welche erotischen Vergnügen Skinner seinem Körper angetan hätte, wenn er es nicht so furchtbar vermasselt hätte.

"Na schön – ich könnte nach all dem ein bisschen Entspannung gebrauchen", meinte Skinner, erhob sich und rollte seine Schultern vor und zurück in einem Versuch, eine unsichtbare Verspannung zu lösen.
Mulders Augen leuchteten auf. "Sie meinen ... Sie würden mir meine Sklaven-Tag-Belohnung trotzdem geben, selbst nachdem ich es verdorben habe?" fragte er hoffnungsvoll.
"Vielleicht eine verkürzte Form", antwortete Skinner. "Ich denke nicht, dass du die volle Sache verdienst und ich bin bestimmt zu müde, um es jetzt zu verabreichen." Er bewegte seinen Kopf von einer Seite zur anderen und Mulder hörte den Nacken seines Meisters hörbar krachen. "Andererseits ... der Gedanke, meinen nackten, gefesselten Sklaven zu benutzen, gefällt mir", murmelte Skinner, warf Mulder einen spekulativen Blick zu. "Ich denke, wir könnten beide vor dem Schlafengehen ein bisschen Erlösung gebrauchen."
"Ich danke Ihnen, Meister." Mulder presste seine Lippen auf Skinners Füße.

"Leg dich auf den Massagetisch – Gesicht nach oben", befahl Skinner.
Mulder nickte und rannte eifrig zum Tisch hinüber. Er fühlte sich immer noch schwindlig aber gut und voller Erwartung. Er sehnte sich danach, seines Meisters harten Schwanz in sich zu spüren, ihn beanspruchend und endlich seine dunkle Stimmung verbannend.

Ein paar Sekunden später näherte sich Skinner dem Tisch und Mulder sah durch seine feuchten Wimpern zu dem anderen Mann hinauf. Skinner sah müde aus, aber eindeutig nicht zu müde, um sich an seinem Sklaven zu erfreuen, falls die Wölbung in seines Meisters schwarzer Jeans ein Hinweis war. Mulders eigener Schwanz hob sich in seinem goldenen Ring und Skinner kicherte.
"Jaah – wir brauchen das definitiv beide", sagte er, schnappte Mulders Arme und nagelte sie über seinem Kopf fest, fesselte sie in den Schellen. "Hart und grob und schnell ...", meinte Skinner mit einem Knurren, öffnete Mulders Beine weit und schob sie hoch, sodass seine Knie gebeugt waren, machte dann seine Knöchel am Tisch fest. Er zog Mulders Torso runter, damit der Arsch seines Sklaven nahe an der Kante des Tisches lag, seine Berührung zielbewusst und forschend, während er seines Sklaven Körper handhabte. Mulder schloss seine Augen und schwebte in den Raum davon, als sein Meister ihn streichelte.
"Mein nackter, williger Sklavenjunge", murmelte Skinner, sein Mund streifte über Mulders Bauch.
Er presste seine Lippen auf eine von Mulders Brustwarzen und Mulder verbiss ein gequältes Jaulen. Er hatte die Klammern vergessen, die er letzte Nacht benutzt hatte. Und irgendwie wusste er, es wäre keine gute Idee, Skinner zu erzählen, was er getan hatte.
"Alles klar?" fragte Skinner, klang überrascht.
"Ja ... fein ..."

Mulder versuchte, sich zu entspannen, doch selbst der leichteste Druck von Skinners Fingerspitzen oder Zunge auf seinen wunden Brustwarzen schmerzte, und er musste seine gequälten Reaktionen verbergen, was ihn sich verkrampfen ließ. Noch einmal wollte er sich entspannen, schloss seine Augen, wurde jedoch sofort von einem Bild von Samantha überfallen. Krycek hatte ihm erzählt, dass man mit ihr experimentiert hatte. Hatten sie sie festgebunden? War sie bewegungslos gehalten worden, während sie ihr weh getan hatten? Er schauderte unwillkürlich, öffnete seine Augen und sah einen dunklen Schatten, der sich neben ihm bewegte.

Es war nur Skinner, aber er ließ ihn erschrocken zusammenfahren, und er wurde panisch, zerrte an den Schellen, die ihn niederhielten. Er sah Samantha vor seinem geistigen Auge, sie versuchte, das selbe zu tun, bemühte sich verzweifelt, den Leuten zu entkommen, die ihr weh taten, und er wand sich in seinen Fesseln, sträubte sich wild gegen sie.
"Ruhig, Junge", sagte Skinner, schob ihn wieder runter.
"Nein ...!" brüllte Mulder, nicht länger in der Lage zu atmen, fühlte sich, als ob er gleich ohnmächtig würde.
"Halt still. Tu, was ich dir sage, Sklave", zischte Skinner.
"Scheiße, nein, lassen Sie mich frei!"
Mulder warf seinen Körper von einer Seite zur anderen im Bemühen zu entkommen, konnte nicht länger klar denken, bekämpfte ein stärker werdendes Gefühl der Panik, die drohte, seine Sinne zu benebeln.
"Walter!" keuchte er.

Mit einem einzigen Schnappen der Finger seines Meisters wurden die Schellen geöffnet und er war binnen Sekunden frei. Er setzte sich auf die Kante des Massagetisches, atmete schwer, fühlte sich jedoch dämlich, weil er so einen Aufstand gemacht hatte. Skinner war nirgendwo in Sicht. Er wunderte sich, wo sein Meister hingegangen war und spürte Angst aufsteigen, weil er dem anderen Mann sein Vergnügen verweigert hatte, fragte sich, was die Strafe dafür wäre. Das musste das Schlimmste sein, was ein Sklave seinem Meister antun konnte.

Eine Sekunde später kam Skinner zurück und drückte ein Glas Wasser in Mulders Hand. Sein Meister berührte ihn nicht, blickte ihn nur an, seine Augen dunkel und unlesbar.
"Trink das", sagte Skinner leise. Dann hockte er sich hin, sodass er mit Mulder in Augenhöhe war, und legte eine Hand auf sein Knie. "In Ordnung, Fox?" erkundigte er sich.
Mulder nickte unsicher. "Entschuldigung", murmelte er, atmete abgehackt durch.
"Das war eine ausgewachsene Panik-Attacke", kommentierte Skinner, nahm das leere Glas, das Mulder ihm reichte.

Er richtete sich auf und liebkoste sanft Mulders Rücken, streichelte seinen Sklaven mehrere Minuten lang, während Mulder seinen Kopf auf seines Meisters Brust ruhen ließ. Danach schob ihn Skinner von sich und betrachtete ihn genau.
"Sieh zu, dass du wieder zu Atem kommst. Ich lasse uns ein Bad ein. Dann werden wir reden."
Das war keine Bitte. Es war ein Befehl. Mulder nickte, sein Kiefer verkrampfte sich in einer Geste, die seines Meisters würdig war.

Ein paar Minuten später half ihm Skinner in eine Wanne voll warmem Wasser und zog seinen niedergeschlagenen Sklaven zwischen seine Beine. Er strich einen warmen Waschlappen über seines Sklaven Körper, zeichnete faule Kreise auf Mulders Fleisch.
"Ich habe dich schon viele Male gefesselt und du hast nie so reagiert", bemerkte Skinner leise, behielt die beruhigende Liebkosung auf seines Sklaven Körper bei. "Was war der Auslöser, Fox?"
"Ich dachte an Samantha. Krycek erzählte mir, sie hätten mit ihr experimentiert. Für einen Moment ... fühlte ich mich, als ob ich sie wäre. Unfähig, mich zu bewegen oder zu atmen."
"Samantha spukt im Moment oft in deinem Geist herum", kommentierte Skinner, seine Arme ruhten leicht aber sicher um seines Sklaven Körper. "Erklär mir das, Fox."
"Es war etwas, das Scully sagte – dass ich sie aufgebe. Habe ich das getan?" Mulder drehte sich um und sah zu seinem Meister hoch.
"Fühlst du dich, als ob du es getan hättest?" fragte Skinner zurück. "Hasst du dich deshalb im Moment so sehr?"
"Ja", zuckte Mulder seine Schultern. "Sie war immer meine Konstante, Walter. Sie war immer hier, in mir, führte mich in allem, was ich tue, wie der Polarstern ... aber seit ich mich Ihnen überlassen habe ..."
"Hast du nicht so viel Zeit damit verbracht, über sie nachzudenken", beendete Skinner für ihn.
"Ja." Mulder biss auf seine Lippe. "Ein Fingerschnippen von Ihnen und es ist, als ob sie mir nichts bedeutete. Bin ich wirklich so oberflächlich? Kann ich sie so leicht vergessen?"
"Nein. Niemals."

Skinner verengte seine Arme schützend um seinen Sklaven. "Sie ist ein Teil von dir, Fox, ein wichtiger Teil. Als ich dich zu meinem Sklaven machte, versprach ich dir, dir diesen Kreuzzug nie zu nehmen ..."
"Aber? Ich spüre ein aber", lächelte Mulder schief.
"Aber ich machte kein Geheimnis aus der Tatsache, dass ich mich sehr wohl einmischen werde, sobald dieser Kreuzzug dich verletzt oder dich dazu bringt, dein Leben in einem blöden, schlecht geplanten Einsatz zu riskieren. Ich werde alles in meiner Macht stehende tun, um zu verhindern, dass dein Kreuzzug dich umbringt."
"Behalte den Kreuzzug aber vergiss den Selbstzerstörungs-Knopf, der beigepackt ist, ha?" Mulder schüttelte traurig seinen Kopf. Wenn es nur so einfach wäre.
"Ja", antwortete Skinner entschieden. Er pflanzte einen Kuss auf den Scheitel seines Sklaven. "Du gehörst mir, Junge. Ich lasse dich nicht mein Eigentum töten", knurrte er in Mulders Ohr.
Mulder zitterte. "Na schön, dann versuche ich, am Leben zu bleiben", murmelte er als Antwort.
"Du wirst mehr tun, als es versuchen." Skinners Arme verengten sich erneut um ihn. "Ich meine es ernst, Fox. Samantha war immer dein Schwachpunkt. Bloß zuzugeben, dass du sie vielleicht nie findest, bedeutet nicht, dass du sie aufgegeben hast. Aber denkst du, sie möchte, dass du dein Leben aufgibst, jedem Hinweis oder Halbwahrheit nachjagst, die dir vor die Füße geworfen werden?"
"Keine Ahnung. Sie war acht Jahre alt, als ich sie zuletzt sah. Soweit ich weiß, betet sie jede Nacht, dass ich sie finde und sie aus dem Gefängnis befreie, in dem sie sie gefangen halten", meinte Mulder.
"Oder sie ist vielleicht tot. Oder entführt von diesen Außerirdischen, von denen du so sicher warst, dass sie sie geschnappt haben", gab Skinner zurück.
"Vielleicht."

Mulder senkte seinen Kopf und sein Meister machte das beste aus der Gelegenheit, drückte einen Kuss auf seinen Nacken.
"Du denkst an Seattle", bemerkte Skinner.
Mulder seufzte und legte sich in seines Meisters Arme zurück, akzeptierte ihre Wärme und ihren Trost. "Ja", gab er zu.
"Ich bin überrascht, dass du nicht einfach hingeflogen bist, während ich unterwegs war", sagte Skinner.
"Tatsächlich?" Mulder drehte erneut seinen Kopf und sah zu seinem Meister. "Nach all dem Training, das Sie mir gegeben haben?"
Skinner hob eine Augenbraue und Mulder seufzte.
"Okay, ich gebe es zu, es war schwer. Das ist teilweise der Grund, warum ich völlig durchdrehte, während Sie weg waren, und warum ich den Schlüssel zum Spielzimmer klaute."
"Doch du bist nicht gegangen. Ich bin stolz auf dich, Junge."

Sanft liefen Skinners Hände über seines Sklaven Körper, endeten an seinem Schwanz, spielten mit ihm, bis er sich unter der Liebkosung verhärtete. "Schau", sagte er. "Ich weiß, das Seattle-Thema wird nicht verschwinden. Auch weiß ich, dass ich denke, es ist eine sinnlose Übung hinzufliegen – falls jemals etwas dort war, ist die Spur längst kalt. Wie auch immer ..."

Er hob eine Hand, um den Protest seines Sklaven zu stoppen. "Ich denke nicht, dass du ruhig schlafen kannst, bis du es wenigstens überprüft hast. Und ich bin nicht bereit, dich ohne mich dorthin fliegen zu lassen. Du weißt, ich bin nächste Woche mit dem Fall beschäftigt, aber wenn das vorbei ist, schlage ich vor, wir machen einen Ausflug hinauf nach Seattle und vernichten diesen speziellen Geist ein für allemal."
"Meinen Sie das ernst?" fragte Mulder, ein Lächeln kräuselte sich in seinem Gesicht. "Das würden Sie für mich tun?"
"Natürlich. Ich will, dass du glücklich bist", antwortete Skinner, seine Finger befummelten liebevoll seinen Sklaven. "Okay, und auch gehorsam – und das scheint diese beiden Vögel mit einem Stein zu töten."

Mulder lachte, sein Lachen wurde zu einem Stöhnen, während Skinners Hand langsam seinen Schwanz pumpte. Er trat im Wasser aus, warf seinen Kopf zurück auf Skinners Schulter, und sein Meister machte das beste aus der Gelegenheit, küsste seines Sklaven entblößte Kehle. Seine freie Hand fand Mulders Brustwarze und rubbelte sie sanft, und Mulder bog seinen Rücken durch, stieß tief in seiner Kehle ein wimmerndes Geräusch aus. Skinner kniff vorsichtig und Mulder jaulte.
"Warum schmerzt das so sehr?" erkundigte sich Skinner, bewegte seine Hand, um Mulders andere Brustwarze zu streicheln.
Mulder verspannte sich, wollte nicht, dass Skinner sein beständiges Streicheln an seinem Schwanz stoppte, fühlte sich jedoch nicht wohl, wenn seine Brustwarzen berührt wurden.
"Bitte ... jetzt ...", stöhnte Mulder und Skinner brachte seinen Sklaven mit einem geschickten, langen Streicheln seiner Hand über Mulders harten Schwanz zum Höhepunkt.

Mulder pumpte hinaus in das warme Badewasser, fiel dann mit einem zufriedenen Seufzen zurück auf seines Meisters Brust. Skinner wickelte seinen Arm um seines Sklaven Körper und hielt ihn fest, dann kehrten seine Finger zu den Brustwarzen seines Sklaven zurück und er hielt eine leicht zwischen seinem Zeigefinger und Daumen.
"Sag mir, wieso die schmerzen, oder ich drücke zu", drohte er.
Mulder öffnete seine Augen und warf einen Blick zu seinem Meister hinauf, sein Körper verkrampft. "Sie tun nicht weh, Meister", log er.
"Dann hast du nichts dagegen, wenn ich damit spiele, oder?" meinte Skinner in trügerisch leichtem Tonfall. "Nur ein bisschen drücken – nichts, was dir normalerweise auch nur Unbehagen verursachen würde", setzte Skinner fort.

Langsam, unmerklich, begannen sich seine Finger um Mulders Fleisch zu verengen. Mulder stählte sich, wollte sich entspannen, doch sogar die leiseste Berührung auf seinen empfindlichen Brustwarzen schmerzte zu sehr.
"Scheiße! Aufhören – es tut mir leid", sagte er unglücklich.
"Was denn?" Skinner schob ihn weg und sah ihn stirnrunzelnd an.
"Als ich im Spielzimmer war ... na ja, ich war betrunken", zuckte Mulder seine Schultern.
"Was hast du angestellt?" verlangte Skinner zu wissen.
"Klammern." Wieder hob Mulder seine Schultern.
"Welche?" fragte Skinner, sah wegen dieser Neuigkeiten nicht im Entferntesten erschrocken aus.
"Die mit den kleinen, schwarzen Plastikspitzen. Schmerzen wie die Hölle", seufzte Mulder.
"Das überrascht mich nicht. Wie lange hast du sie getragen?" wollte Skinner wissen.
Mulder winselte. "Ich bin damit eingeschlafen. Wurde beinahe ohnmächtig, als ich sie abnahm."
"Fox, das ist ernst."

Skinner stand abrupt auf und stieg aus der Wanne. Mulder folgte ihm hastig.
"Ich weiß, es war dumm. Ich ..."
"Nein, nicht nur das. Ich habe gelernt, wie jeder einzelne Gegenstand in diesem Spielzimmer verwendet wird – und ich habe es auf die harte Tour gelernt, glaub mir." Skinners Augen waren dunkel.
"Ich weiß, und ich ..."

Skinner brachte seinen Protest mit einem Blick zum Verstummen.
"Hör mir zu, Fox – falls ich heute bei dir Klammern angewendet hätte, ohne zu wissen, dass du schon die halbe Nacht welche getragen hast, hätte ich dich ernsthaft verletzen können. Das ist kein Spiel – es ist wichtig. Deine Sicherheit ist wichtig. Wirst du das nie begreifen?"
Skinner war fuchsteufelswild – sein ganzer Körper zitterte und Mulder nickte.
"Es tut mir leid", sagte er verzweifelt. "Scheiße, ich verderbe es immer wieder. Wie oft noch, bevor Sie entscheiden, dass dieser bestimmte Sklave es nie richtig machen wird?" fragte er mit einer Grimasse.
"Nie", erklärte ihm Skinner fest. "Ich sagte es dir schon früher – wir gehen gemeinsam geradewegs runter und danach bringe ich dich wieder rauf – aber ich werde nie aufhören, es zu versuchen und ich werde dafür sorgen, dass du es auch nicht tust."

Er pausierte und warf einen Blick auf seinen entmutigten Sklaven, stieß dann ein müdes Lachen aus und schüttelte seinen Kopf.
"Komm her." Er öffnete seine Arme und Mulder trat zwischen sie, erleichtert, wieder in ihrem sicheren, schützenden Kreis zu stehen. "Du hast mir Angst gemacht, Süßer. Zuerst im Spielzimmer, und jetzt, wo ich das höre", meinte Skinner. "Ich habe heute Nacht hier Fehler begangen. Ich wusste, dass nach der Tracht Prügel noch etwas mit dir nicht stimmte, aber ich habe dich nicht gedrängt, als ich es sollte. Vielleicht dachte ich, es würde vergehen. Wenn ich dich gedrängt hätte, wärst du nicht in derart nervöser Stimmung in die Sitzung mit den Schellen gegangen. Verdammt."

Skinners Körper war verspannt unter Mulders Händen und er sah besorgt hoch. Noch nie zuvor hatte er seinen Meister so gesehen.
"Ich verlor die Verbindung zu dir – ich war zu beschäftigt", knurrte Skinner, offensichtlich immer noch verärgert auf sich selbst.
Er schob Mulder weg und strich seine Hand über seine Stirn.
"Sie können nicht vermuten, was in meinem Kopf los ist", zuckte Mulder seine Schultern. "Ich habe Sie ausgeschlossen. Das tut mir leid. Ich nehme an, Vertrauen ist immer noch ein Problem für mich. Es scheint mir einfach wie ein Schritt vor, zwei Schritte zurück", seufzte er. "Manchmal denke ich nicht, dass ich es jemals kapiere."
Skinner schüttelte seinen Kopf. "Fox, auch ich habe nicht alles richtig gemacht, als ich diesen Pfad beschritt. Nicht auf lange Sicht. Was ich dich durchmachen lasse, ist ein ähnlicher Prozess wie das, was Andrew mich trieb zu durchleiden. Als ich jene Nacht auf seiner Türschwelle auftauchte, war ich, ehrlich gesagt, ein Wrack."

Mulder schob sich mit einem Handtuch näher und fing an, seinen Meister zu trocknen. Er liebte es, von Skinners Vergangenheit zu hören und besonders von Andrew Linker.
"Ich kann mir nicht vorstellen, dass Sie es je vermasselt haben, Meister", sagte er leise, tätschelte seines Meisters feuchtes Fleisch.
Skinner lachte laut auf. "Habe ich. Viele Male. Nicht auf die selbe Weise wie du, Kleiner, sondern auf meine eigene Art."
"Erzählen Sie es mir", bat Mulder.

Er trocknete seinen Meister fertig ab und verknotete das Handtuch um des anderen Mannes Taille.
"Ich bin müde. Lass uns zu Bett gehen", meinte Skinner.
Mulder öffnete seinen Mund zum Protest, dass er die Geschichte hören wollte, doch Skinner stoppte ihn mit einem Blick.
"Du schläfst heute Nacht in meinem Bett und ich werde dir die gottverdammte Geschichte erzählen", knurrte er.
Mulder grinste und rannte voraus zur offenen Tür, begierig zu erfahren, wie sein perfekter Meister jemals seinen Meister erzürnt hatte.

Sie kletterten ins Bett, Skinner schaltete das Licht ab und drehte sich um, als ob er schlafen wollte. Mulder stützte seinen Kopf auf seine Hand und starrte seinen Meister in der Dunkelheit erwartungsvoll an, räusperte sich betont. Skinner seufzte.
"Na schön. Die Geschichte", knurrte er, drehte sich wieder zurück. "Es war einmal ein Sklave, der wild, starrköpfig und fast unzähmbar war ..." Er grinste Mulder in der Dunkelheit an.
"Sie?" fragte Mulder ungläubig.
"Nein", schnaubte Skinner. "Dieser Sklave dachte, er wäre der einzige, der es je vermasselt hätte. Vielleicht dachte er sogar, Meister würden fertig geformt geboren und hätten sich völlig unter Kontrolle von dem Moment, wenn sie ihr erste Peitsche anfassen", tadelte er.
Nun war Mulder an der Reihe zu schnauben. "Ich denke nicht, dieser Sklave ist derart naiv", meinte er.
"Willst du die Geschichte hören oder nicht?" verlangte Skinner.
"Ja. Bitte."

Mulder glitt in dem Bett weiter runter und legte seinen Kopf auf seines Meisters Schulter.
"In Ordnung, also. Ein guter Meister wird geformt, genau wie ein guter Sklave gemacht werden kann ... mit Schweiß, Tränen, Training und einer großen Dosis Disziplin. Es ist kein einfacher Prozess. Ich bin nicht unfehlbar, wie die heutige Nacht nur zu deutlich bewiesen hat. Dieser Sklave ..." Skinners Hände streichelten sanft seines Sklaven Körper, "... hat eine Menge zu lernen. Das ist kein Verbrechen. Auch sein Meister musste das einmal, und muss es vielleicht immer noch."

"Das ist, wo Sie sagen Es war einmal vor langer Zeit, nicht wahr?" fragte Mulder grinsend.
Skinner kniff unerwartet seinen Hintern, brachte ihn zum Quietschen.
"Nein. Trotzdem werde ich es tun, nur um dich zu ärgern. Es war einmal vor langer Zeit ...", begann Skinner in feierlichem Tonfall.
Mulder versuchte sein bestes, ein Kichern zu unterdrücken und versagte, was ihm ein weiteres Kneifen einbrachte.
"... da lebte eine ganz andere Art von Sub. Er war nicht wild oder starrköpfig, obwohl er definitiv eine Prüfung für seinen Meister war, weil er widerspenstig, stur und besessen war."
"Besessen?" Mulder blickte auf.
"Ja – er war ein Perfektionist. Er wollte nichts falsch machen. Und wenn es doch geschah, war er tagelang davon besessen. Er machte Nicht-Kommunikation zu einer Kunstform. Er konnte übertrieben selbstsicher und mürrisch sein, und er war so stur, dass manchmal seines Meisters volle Geduld und Geschicklichkeit nötig war, und manchmal sein starker rechter Arm, um seinen Sub dazu zu bringen, sich zu öffnen und zuzugeben, dass etwas nicht stimmte." Er seufzte traurig.

Mulder schnappte seines Meisters Hand und streichelte sie zwischen seinen langen Fingern.
"So, wild und eigensinnig zu sein, sind nicht die einzigen Fehler in der Welt", sagte Skinner, drückte Mulders Finger, "und du bist wahrscheinlich für mich nicht erschöpfender als ich es für meinen Meister war", fügte er hinzu.
Mulder musste bei dem Gedanken lachen, dass sein Meister für Andrew Linker ein Unruhegeist war. Er fand es hart, sich Skinner jemandem dienend vorzustellen, obwohl ... wenn es schon jemand sein musste, war er froh, dass es der mysteriöse und charismatische ehemalige Hüter war.

"Also, wie hat es dieser sture Sub vermasselt?" fragte Mulder.
"Er teilte die Faszination seines Sklaven für das Spielzimmer", antwortete Skinner. "Nicht aus reinem Interesse, was es enthielt, oder wofür es stand, sondern weil er der perfekteste Experte in der Welt sein musste, um alles in dem Zimmer zu verwenden. Er übte stundenlang, wurde vertraut mit jedem einzelnen verdammten Gegenstand in diesem Raum, angefangen von der Bullenpeitsche, zu den Nippelklemmen ...", wieder quetschte er seines Sklaven Hand.
"Sie haben sie bei Ihnen selbst angewendet?" fragte Mulder überrascht.
"Ja. Ich musste wissen, wie sich jedes Set anfühlt und wie lange sie benutzt werden können. Ich konnte den Harnisch mit verbundenen Augen verwenden und ich konnte ein Blatt Papier vom anderen Ende des Raumes mit der Bullenpeitsche halbieren. Es gab kein Werkzeug in diesem Zimmer, bei dem ich nicht Experte war."
"Was ist daran falsch?" wollte Mulder wissen.
"Geduld, Grashüpfer", spottete Skinner. "Zu dem Teil komme ich noch.

Eines Tages suchte mich Andrew und fand mich, während ich den Harnisch Stück für Stück auseinander nahm. Er sah mich verblüfft an und fragte mich, was ich täte. Ich erklärte ihm, es wäre wichtig, wenn ich ein absolut perfekter Meister wäre, dass ich nicht nur wüsste, wie jedes Ausrüstungsstück funktionierte, sondern auch, wie es auseinander genommen und wieder zusammengesetzt werden könnte und so weiter. Andrew stieß das tiefste, ehrlichste Seufzen aus – und blickte mich an, als wäre ich ein kleines Kind, das völlig das Entscheidende übersah."
"Wieso?" fragte Mulder stirnrunzelnd.
"Na schön, er stimmte mit mir überein, dass es wichtig ist zu wissen, wie die Ausrüstung funktioniert, er hatte jedoch ein Problem mit meinem Drang, perfekt zu sein. Er erinnerte mich, dass ich nicht perfekt wäre, wie sehr ich es mir auch anders wünschte", winselte Skinner. "Und auch, dass ich von Zeit zu Zeit Fehler machen würde, weil ich menschlich wäre. Und wenn das geschah, wäre es keine Entschuldigung für mich, mich endlos fertig zu machen und in eine griesgrämige Periode der Selbstuntersuchung zu rutschen. Dann fragte er mich, ob ich Spaß hätte."

Skinner pausierte und Mulder sah auf, fand seinen Meister lächelnd.
"Spaß?" fragte Mulder.
Skinner grinste. "Ja. Spaß. Ich wiederholte das Wort, als ob ich nicht einmal wüsste, was es bedeutete, und in dem Moment lachte er. Ich denke nicht, es kam mir je in den Sinn, dass ich Spaß haben sollte. Wie du, nahm ich es zu ernst. Nachdem er fertig gelacht hatte, entzog mir Andrew meinen Schlüssel zum Spielzimmer. Dann führte er mich in sein Schlafzimmer, befahl mich auf das Bett und erklärte mir, er würde eine volle Sub/Dom-Sitzung mit mir haben, ohne irgendein Hilfsmittel zu benutzen – und ich würde kommen. Junge, würde ich kommen!" lachte Skinner bei der Erinnerung laut auf.

"Und, sind Sie?" erkundigte sich Mulder.
"Und wie!" gab Skinner zurück. "Andrew konnte mich nur unter Verwendung seiner Stimme zu Wackelpudding reduzieren – und das tat er. Er brachte mich in den Sub-Raum und hielt mich dort, allein durch die Kraft seiner Persönlichkeit. Danach, als ich nackt, verschwitzt und vollkommen befriedigt in seinen Armen lag, fragte er mich, was ich gelernt hätte."
"Was haben Sie gesagt?" Mulder drehte sich auf seinen Bauch und sah seinen Meister erwartungsvoll an.
"Die Wahrheit. Dass der Geist das sexieste Instrument von allen ist und dass keiner der Gegenstände oben ein Ersatz für Zuneigung, Vertrauen und eine gute erotische Vorstellungskraft ist. Noch Wochen danach weigerte sich Andrew, mich mit der Ausrüstung üben zu lassen – tatsächlich verweigerte er mir den Zutritt zum Spielzimmer. Stattdessen ließ er mich meinen Geist verwenden, erotische Spiele ausdenken und sie dann im Schlafzimmer ausprobieren – und vor allem musste ich spielen. Ich musste Spaß damit haben und es für ihn unterhaltsam machen.

Illusion, Persönlichkeit, mit meiner Stimme und Gesten eine Szene oder eine Stimmung aufbauen ... all das lernte ich von Andrew. Ein Meister zu sein, ist mehr als nur das ABC, wie man einen Rohrstock schwingt, und wo ein Streich platziert wird. Selbstverständlich gibt es Dinge, die du über deine Fertigkeit wissen musst, doch das ist nur ein kleiner Teil von dem, was es bedeutet, ein guter Top zu sein – und ich lernte, von einem Sub zum besten Top des Landes zu werden", sagte Skinner stolz.

"Und die Moral von der Geschichte ist?" fragte Mulder, stützte wieder seinen Kopf auf seine Hand und blickte auf seinen Meister hinab.
"Sag du es mir", grinste Skinner.
"Gehöre nur dem besten Top im Lande?" riskierte Mulder.

Skinner zerrte seinen Sklaven knurrend heran und hielt ihn fest, während er einen leichten Schlag auf seinen Arsch lieferte. Mulder wand sich, lachte hilflos.
"Versuch es noch einmal", kommandierte Skinner.
"Hmm ... keine Ahnung. Wie wäre es mit: lerne aus deinen Fehlern?" schlug Mulder vor.
"Klingt gut für mich. Wirst du?" erkundigte sich Skinner.
"So lange Sie hier sind, mir die Fehler zeigen und mich wieder runterholen, wie Sie es heute gemacht haben – so qualvoll es war – dann ja, denke ich schon", nickte Mulder.

"Und irgendwie bin ich froh, dass Sie sich mit dem Zeug im Spielzimmer auskennen", fügte er nachdenklich hinzu. "Diese Schellen waren binnen Sekunden von meinen Hand- und Fußgelenken, als ich panisch wurde."
"Selbstverständlich", sagte Skinner. "Auf eine Art war es vielleicht eine gute Sache, dass es passiert ist. Du hattest nie zuvor eine Abwehrreaktion, weil ich dich immer gut vorbereitet habe und gut genug mit dir in Einklang war, um zu wissen, wie du die Gefühle empfinden würdest, die ich dir antat. Nun weißt du, dass ich stoppe, falls du ehrliche Probleme bekommst."
"Ich denke nicht, dass ich das je wirklich bezweifelte", meinte Mulder leise.

Er spürte seines Meisters harten Schwanz in seine Hinterbacken bohren, erregt von der Nähe seines Sklaven.
"Werden Sie mich benutzen, Meister?" fragte er hoffnungsvoll. "Vorhin im Spielzimmer wollte ich Sie in mir spüren, bevor ich es verdarb", meinte er.
Skinner betrachtete ihn für einen Moment prüfend.
"Ich bekomme keine weitere Panikattacke, falls es das ist, was Sie denken", sagte Mulder sanft.
"Also schön, Junge ... ich glaube, ich versprach dir, dass ich dich mindestens einmal täglich benutzen würde, deshalb schulde ich dir etwas", knurrte Skinner.

Mulder lächelte. Er fühlte sich immer noch vollkommen befriedigt nach Skinners Aufmerksamkeiten im Bad, liebte es jedoch, wenn sein Meister ihn berührte. Er lag auf seiner Seite und spürte, dass Skinner seine Beine mit seinem Knie spreizte. Dann erschrak er, als er einen kühlen, eingeschmierten Finger in seinen Anus eindringen fühlte. Er stöhnte, als sein Meister unfehlbar seine Prostata fand und öffnete sich weiter. Der Finger wurde herausgezogen, seine wunden Hinterbacken gepackt und geteilt, was ihn zum Luftschnappen brachte. Er spürte seines Meisters Schwanz in seinen Eingang gleiten, dann glatt heim rutschen. Skinner nahm Mulder in seine Arme und zog ihn zurück, damit er ihm nahe war.

Mulder liebte diesen Moment, bevor sein Meister begann, sich in ihm zu bewegen. Er liebte es, Skinner so groß, hart und stark in seinem Körper zu fühlen, sie beide auf diese Art verbunden.

Dann begann Skinner mit kurzen, langsamen Bewegungen seiner Hüften zu stoßen, nahm sich Zeit, seine großen Hände zogen seines Sklaven Körper auf seinen großen Schwanz. Mulder ergab sich dem Moment, sein Kopf zurückgeworfen, sein Körper durchgebogen, als er sich seines Meisters Vergnügen unterwarf. Es fühlte sich so gut an. Er war, wo er hingehörte. Er konnte sich nichts vorstellen, wo er lieber wäre als hier, in diesem Bett, seinem Meister mit seinem nackten, willigen Körper dienend.

Skinner kam ein paar Minuten später mit einem endgültigen Grunzen, dann lagen beide da, Mulder in seines Meisters Arme eingewickelt, zu erschöpft, um sich zu bewegen. Vage fühlte er Skinners Lippen seinen Nacken streifen, dann das Gewicht seines Meisters auf ihm und das Tieferwerden von Skinners Atmung. Er konnte immer noch seines Meisters Schwanz spüren, tief in ihm, weich werdend, aber immer noch warm, leicht pochend. Er lächelte und zog sich nicht zurück. Das fühlte sich so gut an. Sie hatten eine Mini-Krise überstanden und bald würde ihn sein Meister nach Seattle begleiten. Das Leben war gut. Ein paar Sekunden später schlief er genauso fest wie sein Meister, ihre Körper immer noch vereint.

Montag Morgen traf Mulder in der Arbeit ein, überzeugt, dass seine letzte Krise vorbei war. Scully sah erleichtert aus festzustellen, dass sich seine Stimmung zum besseren gewandelt hatte, und er brachte ihr vier verschiedene Arten von Muffins und einen Mocca Latte, um seine Launen der Vorwoche wieder gutzumachen.
"Ein Muffin hätte völlig ausgereicht", sagte sie ihm, rollte ihre Augen.
"Ich war vier Tage lang ein Bastard, also – vier Muffins!" grinste er.
"Das ist typische Mulder-Logik", grinste sie zurück.
"Ah, dann geben Sie zu, ich kann logisch sein, oh, Königin der wissenschaftlichen Schlussfolgerungen."

Er plumpste hinter seinem Schreibtisch auf den Stuhl und drehte seinen Computer auf.
"Auf Ihre eigene Art sind Sie der logischste Mensch, den ich kenne", grübelte sie, "es ist eben außerirdische Logik, nicht menschliche."
Sie warf ihm einen Preiselbeer-und-Walnuss-Muffin zu, um seinen Wutausbruch zu verhindern.

Mulder loggte in sein Slavecity-Account ein. Er war seit Tagen nicht mit Ian in Verbindung gewesen und der andere Mann hatte ihm eine Email geschickt, in der er wissen wollte, ob er okay wäre oder ob die blutsaugenden Mutanten-Schweine ihn erwischt hätten. Mulder grinste, runzelte dann seine Stirn, als er die andere Nachricht in seinem Eingangsfach sah. Niemand sonst hatte seinen Account-Namen, wer zur Hölle konnte es sein? Es gab keinen Hinweis im Absender-Namen, der aus einer Ansammlung aus Buchstaben und Ziffern zusammengesetzt war. Er hätte es als Junk-Email abgetan, wenn da nicht der Betreff gewesen wäre, der nur aus einem Wort bestand – doch es war ein Wort, das sein Blut gefrieren ließ:

Samantha.

Er öffnete die Nachricht, aber es gab keinen Text, nur einen URL: http://www.Samantha2000.com. Mulder folgte dem Link und wartete ungeduldig, bis sein Browser die Seite gefunden hatte. Ein dunkler Schirm, künstlich hergestellt, überlagert von einem Bild eines acht Jahre alten Mädchens, das er allzu gut kannte. Doch er bemerkte das kaum, weil ein paar Sekunden später der Ton dazugeschaltet wurde.

Er war sich Scully bewusst, die von ihrem Schreibtisch hochblickte, als die Schreie durch die Luft in dem winzigen Kellerbüro hallten.
"Bitte ... lassen Sie mich in mein Zimmer gehen. Bitte ... spritzen Sie mir das nicht noch einmal ... es tut weh ... bitte ... NEIN!"
Die Stimme des Kindes verlor sich in ein leises, wimmerndes Schluchzen.

"Mulder?"
Er blickte auf in Scullys Augen, fand sie besorgt aufgerissen. Sie kam herum, starrte das Bild auf dem Schirm an.
"Es könnte alles ein Trick sein, Mulder. Eine Falle", erinnerte sie ihn, legte eine Hand auf seine Schulter.
"Da ist ein Link", sagte er betäubt, klickte ihn an.
Die nächste Seite zeigte das Bild einer Frau in ihren frühen Dreißigern. Sie trug ein Krankenhaushemd und ihr Gesicht sah blass und hager aus, doch ihre dunklen Augen stachen heraus, voller ruhiger Stärke, kombiniert mit Verzweiflung.
"Samantha?" Mulders Finger berührten zögernd den Bildschirm.
"Das könnte jede sein", erklärte ihm Scully.
"Sie ist es", widersprach Mulder nachdrücklich.
"Das können Sie nicht wissen", meinte Scully leise.
"Ich weiß es." Mulder sah zu ihr auf. "Ich weiß es", wiederholte er entschieden.

Er scrollte die Seite hinunter, doch da war nichts sonst. Keine weiteren Informationen. Nichts.
"Ich werde herausfinden, auf wen diese Webseite registriert ist", versprach ihm Scully, aber Mulder hörte kaum zu.
Stattdessen griff er nach dem Telefon und rief Skinners Büro an.

"Er ist in einer Besprechung ...", begann Kim, doch Mulder unterbrach sie barsch.
"Sagen Sie ihm, es ist dringend. Sagen Sie ihm, ich brauche ihn in meinem Büro – sofort!" schnappte er, knallte den Hörer auf.

Sein Meister enttäuschte ihn nicht. Weniger als vier Minuten später betrat Skinner das Kellerbüro, ein besorgter Ausdruck überzog sein offenes Gesicht.
"Agent Mulder – das ist hoffentlich wichtig", sagte er, schloss die Tür und warf Scully, die in Telefonanrufe vertieft war, einen Seitenblick zu.
"Ist es", gab Mulder zurück, schob dann seinen Stuhl zurück und zeigte auf den Computerbildschirm.

Stirnrunzelnd trat Skinner näher, um es sich anzusehen. Er hörte die Schreie und seine Augen verdunkelten sich hinter seiner Brille.
"Wer ist das?" erkundigte er sich, blickte auf, erst zu Mulder, dann zu Scully zur Bestätigung, als er sah, dass sein Sklave nicht in der Verfassung war, ihm zu antworten. Mulder deutete bloß auf das kleine Mädchen auf dem Schirm.
"Jemand hat ihm eine Email geschickt", begann Scully, legte ihre Hand über die Sprechmuschel.
"Von wem?" schnappte Skinner.
"Das versuche ich herauszufinden", erklärte Scully.
"Es war ein privates Account." Mulder ballte seine Fäuste. "Niemand kennt es ... außer jemand war hier drin ... war an meinem Schreibtisch ...?" Er blickte Skinner und Scully an, fast als ob er sie beschuldigte. "Wer würde das tun?" fragte er.
"Ich kann mir einen Menschen vorstellen, der die Fähigkeit zu besitzen scheint, ohne Autorisation in diesem Gebäude zu kommen und zu gehen", antwortete Skinner knapp.
"Nur den einen?" fauchte Mulder. "Ich dachte, es gäbe eine ganze Armee von Konsortium-Bastarden, die vom FBI aus arbeiten."

"Agent Mulder, setzen Sie sich", sagte Skinner in leisem, gleichmäßigem Ton. "Jemand will Sie ganz klar in eine Falle locken ..."
"Nein. Das war Samanthas Stimme. Ich erkenne sie wieder – und das ist sie auf dem zweiten Bild. Ich weiß es!"
"Fox, es ist dreißig Jahre her, seit du Samantha das letzte Mal gesehen hast", erklärte ihm Skinner in leisem, drängendem Tonfall. "Du kannst nicht wissen, dass sie es ist."
"Ich weiß es!" gab Mulder zornig zurück.
Seines Meisters Augen funkelten hinter seiner Brille.
"Ich weiß es", antwortete Mulder flüsternd.

"Ich hab’s!" Scully kritzelte etwas auf ein Blatt Papier, öffnete dann überrascht ihren Mund.
"Was ist los?"
Mulder schnappte das Papier und las die Adresse darauf, sein Gesichtsaudruck geschockt.
"Dort ist die Webseite registriert?" fragte er Scully.
Sie nickte und wechselte einen Blick mit Skinner. Mulder griff nach seiner Jacke und rannte zur Tür, doch die große Hand seines Meisters stieß sie krachend zu, bevor er durch war.
"Wo ist das?" wollte Skinner wissen.
"Es ist diese Adresse in Seattle", antwortete Mulder, schob sich an seinem Meister vorbei und öffnete die Tür.
Skinner legte eine Hand auf seines Sklaven Schulter und Mulder drehte sich halb zu ihm um.
"Ich muss dort hin, Sir. Das können Sie verstehen, nicht wahr? Ich werde hinfliegen", erklärte Mulder seinem Meister entschlossen.

Der Sklave sah seinen Meister einen Moment an und der Meister betrachtete seinen Sklaven, beide verpflichteten sich zu einer bestimmten Aktion. Die Spannung in dem Raum knisterte beinahe fühlbar, doch Mulders Entschlossenheit war der seines Meisters in diesem Augenblick gleichgestellt.

"Es ist eine Falle", sagte Skinner kategorisch.
"Ist mir egal", gab Mulder zurück, griff neuerlich nach dem Türknauf.
"Na schön, mir nicht." Skinners Augen waren die dunkelsten, die Mulder je gesehen hatte.
"Sie werden mich nicht aufhalten", schnappte Mulder. "Sie können mich nicht aufhalten."
"Ich habe nicht vor, es auch nur zu versuchen", gab Skinner zurück, "aber ich werde ganz sicher mitgehen."
Mulder erstarrte. "Was ist mit Ihrem Fall?" wollte er wissen.
"Ich muss am Mittwoch zurück sein, um auszusagen. Bis dahin – bleibe ich bei Ihnen."

Skinner zog die Tür auf und scheuchte Mulder hinaus.
"Zählen Sie mich auch dazu", sagte Scully entschlossen, schnappte ihre Jacke und folgte Mulder.
"Gut. Ich denke, wir werden beide nötig sein, um ihm seinen Rücken freizuhalten", murmelte Skinner ihr zu, während er die Nachhut bildete.

*****
"Es ist nass." Scully betrachtete den grauen Abendhimmel und klappte den Kragen ihres Regenmantels hoch.
"Es ist Seattle", antwortete Skinner grimmig.
Beide warfen Mulder besorgte Seitenblicke zu, da er während der gesamten Reise kein Wort gesagt hatte.
"Agent Mulder!" stieß Skinner scharf aus. "Wir nehmen ein Taxi zu unserem Hotel und dann ..."
"Falls Sie nichts dagegen haben, würde ich es vorziehen, gleich zu der Adresse ...", begann Mulder.
"Ich habe etwas dagegen", bellte Skinner zurück, setzte seine Autorität mit nicht unsicheren Worten durch. "Schaffen Sie Ihren Arsch in den Wagen, Agent." Er hielt die Tür des Taxis auf, starrte seinen Sklaven und Untergebenen böse an.

Für einen Moment biss Mulder in seine Lippe, deutlich verleitet, seinem Meister zu trotzen, dann gab er seufzend auf, ließ sich mit einem mürrischen und kaum unterdrückten Fluch in das Taxi fallen.
"Wir fahren ins Hotel und laden unser Zeug ab. Ich habe arrangiert, dass uns zwei Agents der lokalen Polizeistation dort treffen. Sie können uns alle Informationen über das Haus liefern, die sie sammeln konnten, während wir herflogen", informierte Skinner seine beiden Agenten.

Wenn Mulder besserer Stimmung gewesen wäre, hätte er erkannt, dass das Sinn machte. So wie es war, war er zu festgefahren in seinem Verlangen, zu dem Haus zu gelangen, um vernünftig zu denken. Er war praktisch noch nie so nah dran gewesen. Eine Stimme, eine Fotografie ... eine Spur, verflucht! Und Skinner wollte, dass er sich mit den hiesigen Agents an einen Tisch setzte, ein paar Bier trank und verdammte Immobilienpreise oder so etwas diskutierte?

Es war später Abend, als sie das Hotel erreichten. Scully checkte sie am Empfang ein.
"Drei Zimmer auf den Namen Skinner", sagte sie, blickte zurück, wo Mulder und Skinner standen, beide Männer völlig angespannt, keiner sprach ein Wort.
"Es tut mir leid, Ma’am, aber wir haben nur zwei Zimmer auf diesen Namen", sagte der Angestellte der Rezeption.
"Das ist okay, Agent Scully", mischte sich Skinner ein. "Ich ließ Kim nur die beiden Zimmer buchen. Es ist nicht so, das ich Agent Mulder nicht vertraue", meinte er, lächelte schwach, "ich denke nur, es ist sicherer, wenn er während dieser Untersuchung nicht nach seinem Gutdünken kommen und gehen kann."
Scully schaffte ein leichtes Lächeln, während sie die Schlüsselkarten nahm.
"Eine weise Vorsichtsmaßnahme, Sir", murmelte sie.

Mulders Herz sank bei Skinners Worten. Er hatte nicht angenommen, dass sein Meister so aufdringlich sein würde, während des Aufenthalts sein Zimmer mit Scully zu teilen, doch Skinner hatte das klar durchdacht und nun vermutete Mulder, er würde seine Nächte mit Handschellen ans Bett gefesselt verbringen.

Sie deponierten ihre Habseligkeiten, lernten danach in der Bar die beiden hiesigen Agenten kennen. Keiner der beiden hatte etwas Wichtiges beizutragen, soweit es Mulder feststellen konnte, und er hörte überhaupt kaum ein Wort, das sie sagten. Nach zehn Minuten sinnlosen Geredes stand er einfach auf und erklärte ihnen, er würde gehen.
"Agent Mulder ..." Skinner war auf seinen Füßen, folgte ihm, ließ Mulder jedoch seinen Willen und erlaubte ihm, zum Auto hinaus zu stürmen.
"Ich sitze nicht herum, während meine Schwester vielleicht ein paar Meilen entfernt auf mich wartet", kochte Mulder, als Skinner ihn einholte und seinen Arm packte.
"Fein. Wir halten alle zu dir, Fox. Jetzt reiß dich zusammen und fang an, mit deinem Kopf zu denken und nicht mit deinen Hoffnungen", knurrte Skinner.
Mulders Gesicht verzerrte sich, als die Worte seines Meisters einsanken. "Sie ist meine Schwester", zischte er aus tiefstem Herzen.
"Das weiß ich, Sohn." Skinner umfasste Mulders Hinterkopf und blickte ihm gerade in die Augen. "Ich weiß es. Und wir tun unser bestes, um sie zu finden. Ich verspreche es. Okay?"
Mulder sah ihn an, nickte dann. "Okay", flüsterte er, stieg in den Wagen.

Scully kam gerade rechtzeitig nach, um diesen Wortwechsel mitzubekommen. Sie schenkte Mulder einen fragenden Blick, den er ignorierte.

Die Fahrt zum Haus dauerte weniger als zwanzig Minuten. Mulder sprang aus dem Wagen und rannte die Einfahrt hinauf, bevor der Wagen zum Stehen gekommen war, Scully und Skinner hart auf seinen Fersen, während die lokalen Agenten die Rückendeckung übernahmen. Alle FBI-Agenten hatten ihre Waffen in den Händen, als Mulder an die Tür trommelte. Als keine Reaktion erfolgte, trat er zurück und rammte die Tür ein, während Scully zur Hintertür herumeilte.

Mulder krachte ins Haus, fiel auf seine Schulter und rollte sich ab, kam augenblicklich wieder auf seine Füße und wedelte seine Pistole durch die Luft. Skinner blieb die ganze Zeit hinter ihm und Scully erreichte sie im Korridor in genau dem selben Moment, als sie es hörten. Es war ein Schrei und er kam aus einem Zimmer im oberen Stockwerk.
"FOX! Hilf mir!" schrie eine weibliche Stimme.
Mulder nahm die Treppenstufen drei auf einmal und krachte durch eine weitere Tür, brüllte aus vollem Hals: "FBI! Waffen fallen lassen!"

Es erfolgte keine Reaktion.

Mulder stand im Zimmer, seine Arme steif vor ihm ausgestreckt, seine Pistole entsichert und bereit, mit beiden Händen umklammert. Der Schweiß lief sein Gesicht hinunter, während er die Szene vor ihm in sich aufnahm.

"Fox ... es ist niemand hier. Es ist ein Band", sagte Skinner sanft, schob Mulders Arme runter und wies auf die Lautsprecher an der Wand des leeren Raumes. "Sie war niemals hier. Jemand hat mit dir gespielt."
"NEIN! Bitte nicht! Ich ertrage es nicht mehr. Bitte!" jammerten die Lautsprecher.
Mulder feuerte eine einzige Kugel in jeden von ihnen, würgte den Ton ab. Danach machte er ohne ein Wort zu sagen auf seinem Absatz kehrt und ging hinunter.

"Fox ..."
Er war sich verschwommen der Hand seines Meisters auf seiner Schulter bewusst, die ihn näher zog, und Skinners warmen, soliden Körpers, eng an seinen gepresst.
"Vielleicht war sie hier. Nur, weil sie jetzt nicht hier ist, bedeutet das gar nichts. Wir haben das Bild. Ich gehe von Haus zu Haus. Ich werde ...", murmelte Mulder.
"Fox ... sieh mich an, Kleiner", sagte Skinner leise, umfasste Mulders Gesicht und zwang ihn, sich auf seinen Meister zu konzentrieren. "Sie ist nicht hier. War sie nie. Das ist jemandes Idee eines kranken Scherzes."
"Nein." Mulders Körper bebte wegen der Anstrengung, seine wild durchgehenden Emotionen zu beherrschen.
"Fox." Skinners Ton war nun fester.

Mulder war sich verschwommen Scullys Schritte auf der Treppe bewusst und des erschrockenen Ausdruckes in ihren Augen, als sie ihren Boss und ihren Partner in einer Umarmung verschlungen sah.

"Hör mir zu, Süßer. Es ist spät. Du bist müde. Es war ein langer Tag. Wir fahren ins Hotel zurück und du wirst ein wenig schlafen. Das ist ein Befehl." Skinners Stimme war sanft aber endgültig und es war der einzige Anker, der Mulder in dieser Zeit und an diesem Ort der Realität festhielt.
"Nein. Ich werde an die Türen klopfen, Fragen stellen ...", setzte Mulder an.
"Morgen", unterbrach Skinner unerbittlich. "Ich werde nicht zulassen, dass du die Nachbarschaft mitten in der Nacht wegen nichts und wieder nichts störst."
"Sie haben nie daran geglaubt", murmelte Mulder eingeschnappt.
"Nein, aber ich komme morgen mit dir mit. Wenn sie hier ist, werden wir sie finden", meinte Skinner tröstend.
"Wir haben keine Zeit. Sie müssen nach DC zurück", erinnerte Mulder erschöpft.
"Nicht vor dem Abend. Ich werde den ganzen Tag mit dir suchen – aber Fox, ich werde nicht alleine heim fliegen. Ich lasse dich nicht hier zurück", sagte Skinner, seine dunklen Augen ernst. "Verstehst du mich?"

Mulder gab keine Antwort, wendete stattdessen seinen Kopf ab. Skinner packte seines Sklaven Schultern und schüttelte ihn, zwang ihn, sich zurückzudrehen.
"Ich sagte, verstehst du mich?" bellte Skinner.
"Ja, Meister."
Mulder machte eine ironische Verbeugung, machte dann auf dem Absatz kehrt und verließ das Haus, knallte die Tür mit einem hallenden Krachen hinter sich zu.

Sie fuhren in ungemütlicher Stille zum Hotel zurück. Skinner sprach mit den beiden Agenten, die sie zum Haus begleitet hatten, entließ sie dann mit der Instruktion, sie am folgenden Morgen wieder zu treffen. Danach spendierte er Mulder und Scully einen Drink.
"Ich denke, wir können alle einen gebrauchen", sagte er.

Scully hätschelte ihren zwischen ihren Händen, warf Skinner immer wieder stille, spekulative Blicke unter ihren Wimpern hervor zu. Mulder wollte ihr etwas sagen, um das ganze Chaos zu bereinigen, konnte jedoch an nichts denken, was im Moment Sinn machen würde. Er leerte seinen Wodka auf einen Zug, stand dann auf.
"Ich gehe jetzt ins Bett. Das heißt, falls ich Ihre Erlaubnis habe, Sir", knurrte er.
Skinners Augen waren intensiv, er gab jedoch keine Antwort, nickte nur.

Mulder wanderte verkrampft in ihr Zimmer hinauf, löste seine Krawatte und nahm sie ab, öffnete dann den obersten Knopf seines Hemdes. Er warf sich auf eines der beiden Betten, bloß, um sofort wieder aufzuspringen, unfähig, sich zu entspannen. Er tigerte ein paar Minuten auf und ab, überlegte wütend, fragte sich, was zum Teufel er als nächstes tun sollte.

Dann brach ein Klopfen an der Tür in sein Grübeln. Er öffnete und fand Scully zögernd davor stehen.
"Ich bin nicht in der Stimmung zum Reden", erklärte er ihr knapp.
"Ich muss etwa verstehen", sagte sie ihm, betrat trotzdem das Zimmer.
"Was zur Hölle ist da nicht zu verstehen?" meinte er steif. "Ich habe Ihnen die Wahrheit gesagt und Sie haben mir nicht geglaubt. Das ist nicht meine Schuld. Werden Sie damit fertig, Scully."
"Mulder – ich bin nicht Ihr Feind. Behandeln Sie mich nicht wie einen", sagte sie, legte eine Hand auf seinen Arm.
"Es tut mir leid. Oh, Scheiße, Entschuldigung."

Er sank gegen die Wand und sah sie verzweifelt an. "Ich wollte Sie nicht verletzen, Scully. Ich habe versucht, es Ihnen zu sagen, aber ..." Er hob seine Schultern und blickte sie hilflos an.
"Wollen Sie mir erzählen, dass alles wahr ist?" fragte sie sanft.
Er biss auf seine Lippe, nickte dann langsam.
"Und dass Skinner ...?" Da lag ein Ausdruck beinahe komischen Unglaubens in ihren Augen, als sie sich verlor, unfähig, den Satz zu vollenden.
Mulder half ihr nicht raus.
"Ihr ...", setzte sie fort. "Liebhaber ist?" endete sie schließlich, als er die Stille nicht brach.
"Wenn Sie es so nennen wollen. Wenn Sie sich wohler damit fühlen. Normalerweise spreche ich ihn mit Meister an", schnappte Mulder, wollte diese Diskussion im Moment wirklich nicht führen.

"Mulder, das ist ernst. Falls er Sie auf irgendeine Art genötigt hat ...", begann Scully und Mulder stieß ein bitteres, hohles Lachen aus.
"Scully, niemand hat jemanden genötigt. Wenn tatsächlich jemand den ersten Schritt in dieser Beziehung getan hat, dann war ich das. Ich bin ihm über ein Jahr lang nachgejagt, bevor er nachgab und einverstanden war, mich aufzunehmen. Seine einzige Bedingung war, dass ich sein Sklave werde. Ich war einverstanden. Freiwillig. Habe sogar einen Vertrag unterschrieben", sagte ihr Mulder, sein Ton hart, wollte sie zusammenzucken lassen.
Sie tat ihm den Gefallen und deshalb fühlte er sich noch schlechter.
"Ich bin ein Sklave, Scully. Er ist mein Meister – das sind die Bezeichnungen, die wir verwenden. Das sind wir füreinander. Hier, sehen Sie."

Mit einer heftigen Bewegung seines Armes zerrte er sein Hemd auf, riss mit der Gewalt der Geste ein paar Knöpfe ab und zeigte ihr die Goldkette um seinen Hals.
"Er gab mir die. Es ist sein Halsband. Ich trage sie die ganze Zeit, genauso, wie ich seinen Ring trage." Er hielt seine Hand hoch. "Er ist mit meinem Namen graviert. Wie das Halsband. Beide gehören ihm. Genauso, wie ich ihm gehöre. Symbole seines Besitzanspruchs. Schockiert Sie das, Scully? Widert Sie das, was ich bin, an?" fragte er sie, blickte in ihre Augen und fürchtete, in ihren blauen Tiefen eine Widerspiegelung des Ekels zu sehen, den er für sich selbst empfand.

Dort war nichts außer Sorge und er fühlte einen Stich des Schuldbewusstseins, weil er ihr nicht vertraut hatte, sich um ihn zu sorgen, nach allem, was sie gemeinsam durchgemacht hatten.
"Anwidern? Nein. Wie können Sie das denken?" antwortete Scully langsam. "Es ist nur ... eine Menge für ein Mädchen, um damit fertig zu werden", versuchte sie, schwach zu lächeln.
"Warum? Denken Sie nicht, es ist für mich möglich, in dieser Art von Beziehung glücklich zu sein?" wollte Mulder von ihr wissen.
"Nein ... das denke ich nicht", sagte sie. "Tatsächlich waren Sie in diesen vergangenen paar Monaten glücklicher, als ich Sie je zuvor gesehen habe und als ich je erwartet habe, Sie zu sehen. Sie sind ruhiger. Wenn ich Sie nicht besser kennen würde, würde ich beinahe sagen, dass Sie endlich im Frieden mit sich sind. Bis ..."
"Bis diese Scheiße begann. Ja, ich weiß. Ich kann nicht ..."

Plötzlich spürte Mulder seine Beine nachgeben und fiel ohne Vorwarnung auf das Bett, vergrub sein Gesicht in seinen Händen.
"Es tut mir leid, Scully. Nicht in einer Million Jahren wollte ich Ihnen weh tun. Sie bedeuten mir zu viel. Sie und Walter ... Sie sind alles, was ich habe, und alles, was ich tue, ist, Sie wegzustoßen", wisperte er. "Sie sollten sich nicht sorgen, Scully. Nicht Sie. Nicht Walter. Ich bin es, verdammt noch mal, nicht wert."
"Mulder, das ist nicht wahr."

Sie setzte sich neben ihm auf das Bett und legte einen Arm um seine verkrampften Schultern.
"Natürlich sorgen wir uns um Sie", erklärte sie ihm sanft. "Und denken Sie, wir machen uns Sorgen, wenn Sie es nicht wert wären?" tadelte sie, küsste seine Stirn und zog ihn an sich, schaukelte ihn an ihrer Schulter.
Er versuchte, die Tränen zurückzublinzeln, die zu fallen drohten. "Ich weiß es nicht. Keine Ahnung ...", flüsterte er.
"Natürlich sind Sie das. Ich habe nie jemanden gekannt, der loyaler, leidenschaftlicher und mehr verpflichtet ..."
"Manchmal denke ich, ich sollte eingeliefert werden", scherzte er matt.
Sie lächelte und küsste erneut seine Stirn.

"Mulder, wenn er, ich meine Skinner ... ahm, Walter ... Sie glücklich macht, dann ist das okay für mich – wie auch immer die Natur eurer Beziehung ist. Ich gebe zu, ich dachte, das alles wäre ein Scherz, aber ... es macht auf seltsame Art Sinn. Irgendwie, obwohl es schockierend ist – ich behaupte nicht, dass es nicht schockierend ist – aber es ist nicht ..." Für einen Moment runzelte sie ihre Stirn, mühte sich, die richtigen Worte zu finden. "Es ist nicht überraschend", endete sie schließlich. "Ich verstehe nicht genau, warum, nur, dass es auf eine seltsame Art Sinn macht. Dass das Wissen irgendwie alles an die richtige Stelle fallen lässt."

Er lächelte sie müde an, nahm ihre Hand und küsste ihre Finger. Sie griff mit einem vorsichtigen Finger aus und berührte das goldene Band um seinen Hals.
"Was das wert sein angeht ... wenn wir von all dem exquisiten und teuren Gold ausgehen, das er Ihnen anlegt, würde ich sagen, Ihr Meister denkt, sein Sklave ist ihm eine ganze Menge wert."
Sie lächelte ihn an und berührte sanft die Seite seines Gesichtes.

"Werden wir die selben sein?" fragte Mulder ängstlich. "Können wir auf die selbe Art weiter zusammenarbeiten? Wird das etwas ändern?"
"Außer, dass es mich extrem nervös vor meinem Boss macht, meinen Sie?" grinste sie.
"Sollten Sie sein. Vertrauen Sie mir. Ich kenne ihn", grinste Mulder zurück.

"Nein, Mulder. Das wird nichts verändern. Wie ich sagte, ich will nur, dass Sie glücklich sind."
Scully stand auf, gerade, als sich die Tür öffnete und Skinner den Raum betrat.
"Agent Scully." Er schenkte ihr ein gezwungenes Lächeln.
"Sir. Ich wollte gerade gehen. Agent Mulder hat mir ein paar ... Dinge erklärt", sagte sie, schlich sehr vorsichtig auf Zehenspitzen um Skinner herum und schob sich mit weit aufgerissenen Augen in Richtung der Sicherheit der Tür, was Mulder beinahe laut auflachen ließ.
"Agent Scully." Skinner hielt ihr die Türe auf. "Bitte, machen Sie sich keine Sorgen. Agent Mulder geht es gut bei mir", erklärte er ihr ehrlich und sie schlüpfte an ihm vorbei.
"Ich hoffe es, Sir", gab sie ernst zurück und ein wissender Blick wurde zwischen ihnen gewechselt.

Skinner schloss die Tür hinter ihr und atmete deutlich hörbar aus.
"Etwas sagt mir, dass ich ohne meine Kniescheiben weiterleben muss, falls ich meinen Sklaven nicht auf die Art behandle, die seine Partnerin gutheißt", kommentierte Skinner.
"Jaah – sie ist sogar noch angsteinflößender als Wanda", nickte Mulder mit einem schwachen Lächeln.
"Oh, ich habe nie auch nur einen Moment bezweifelt, dass die Weibchen der Spezies tödlicher sind als die Männchen", antwortete Skinner schief grinsend. "Die Spezies ist gleichgültig. Feline oder Homo Sapiens. Wie fühlst du dich jetzt, Fox?"
"Besser. Es tut mir leid, Meister." Mulder sah seinen Meister hilflos an.
"Was denn? Ich verstehe den Druck, unter dem du gestanden hast, Süßer. Denk nur daran, ich lasse nicht zu, dass du dich selbst zerstörst. Wenn du es auch nur versuchst, gibt es Probleme."
Skinners Drohung war echt, auch wenn sie in scherzhaftem Ton ausgesprochen worden war. Mulder nickte verdrossen.
"Werden Sie mich für die Nacht ans Bett fesseln?" fragte er.
"Ist es nötig?" gab Skinner mit einer erhobenen Augenbraue zurück.

Mulder dachte einen Moment darüber nach, kämpfte mit dem Thema der Ehrlichkeit, gab dann mit einem Seufzen auf.
"Vielleicht sollten Sie es tun", antwortete er.
"Was kannst du mitten in der Nacht anstellen, Fox?" fragte Skinner. "Ernsthaft – worin liegt der Sinn, jetzt, im Dunkeln, zu diesem Haus zurückzugehen? Wir fahren morgen bei Tageslicht wieder hin und ich verspreche dir, wir durchsuchen es vom Dach bis zum Keller nach Hinweisen. Falls etwas dort ist – werden wir es finden. Nun, ich will dir vertrauen, Süßer." Er hockte sich nieder und sah seinem Sklaven direkt in die Augen. "Ich überlasse es dir. Ich nehme dich beim Wort. Falls du am Bett festgekettet werden musst, tue ich es. Ansonsten kannst du dein Wort deine Fessel sein lassen. Sag mir, was es sein soll."

Skinner setzte sich zurück auf seine Fersen und wartete, sein forschender Blick verließ nie seines Sklaven Gesicht. Mulder wusste, er wollte in diesem Moment mehr als in jedem anderen, dass sein Meister auf ihn stolz sein sollte. Endlich wollte er das Vertrauen erreichen, das sie sich beide so sehr bemühten zu erarbeiten.
"Ich werde nicht versuchen wegzulaufen. Sie müssen mich nicht fesseln", flüsterte er.
Skinner schenkte ihm ein angestrengtes Lächeln und legte seine Hände auf seines Sklaven Wangen, zog ihn dann an sich und küsste ihn süß auf die Lippen.
"Guter Junge. Ich vertraue dir also", sagte er.

Zusammengerollt in seines Meisters Armen in dem fremden Bett, konnte Mulder fast glauben, dass alles in Ordnung war. Skinners Hände trösteten ihn, zogen zärtlich beruhigende Kreise auf seines Sklaven nacktem Fleisch, bis die meisten Verspannungen seinen Körper verlassen hatten. Er hörte den Wechsel in der Atmung seines Meisters und wusste, der andere Mann war eingeschlafen, doch Mulder konnte immer noch nicht genügend abschalten, um sich ihm anzuschließen. Im Geiste ging er die Ereignisse des Tages durch. Falls das alles ein Spiel war, warum dann? Welchem möglichen Zweck diente es, ihn den ganzen Weg hier raus zu schleppen? Es war absurd. Dafür gab es keinen Grund. Wer steckte dahinter? Krycek, sicher, aber noch einmal – wieso?

Er war in diesen Gedanken verloren, als das Läuten seines Handys seine Aufmerksamkeit erregte. Er warf Skinner einen Blick zu, doch der andere Mann, immer ein tiefer Schläfer, schnarchte weiter durch das Geräusch. Mulder glitt aus dem Bett und fummelte nach dem Telefon in seiner Jackentasche.
"Hallo?"
Er schlich leise ins Badezimmer und schloss die Tür hinter sich, um seinen Meister nicht zu wecken.
"Hallo, alter Freund. Habe ich Sie geweckt?" fragte eine bekannte, spöttische Stimme.
"Nein. Ich konnte nicht schlafen. Ich bin sicher, Sie wissen, warum, Krycek", antwortete er steif.
"Zu viele alte Geister, vielleicht? Die Stimme einer Unschuldigen, die über die Jahre hinweg ausgreift?" schlug Krycek vor.
"Hören Sie mit dieser Scheiße auf, alter Freund", schnappte Mulder zurück. "Meine Geduld mit Ihnen ist gerade zu Ende gegangen. Was wollen Sie?"
"Ist das nicht offensichtlich?" zischte Krycek. "Ich will Sie."

Ein paar Minuten später schlich Mulder ins Schlafzimmer zurück und zog sich lautlos an. Er griff nach seiner Pistole und stand dann einen Moment da, starrte auf seinen schlafenden Meister hinab. Er kämpfte mit seiner Entscheidung, gab dann den Kampf auf und setzte sich auf das Bett.
"Walter." Er schüttelte den anderen Mann wach.
Skinner setzte sich erschrocken auf – fand sich in den Lauf der Waffe seines Sklaven starrend.
"Fox – was zum Teufel tust du da?" verlangte er zornig zu wissen.
"Ich hatte einen Anruf. Von Krycek", sagte Mulder. "Er will mich treffen."
"Wann?" fragte Skinner.
"Jetzt", antwortete Mulder mit einem traurigen Lächeln.
"Wo?" wollte Skinner grimmig wissen.
"Ich habe strikte Instruktionen, Ihnen das nicht zu verraten – und ich muss alleine hinfahren, oder ich werde nicht finden, wonach ich suche."
"Wenn du das machst, wanderst du geradewegs in eine Falle", erklärte ihm Skinner kategorisch, seine Augen registrierten die Bedeutung der Waffe, die auf seine Brust gerichtet war. "Fox, wir wissen beide, dass du die nicht benutzen wirst, also hör auf, sie auf mich zu richten", knurrte er.
"Sie kommen nicht mit, Walter", sagte Mulder leise. "Ich stimme zu – wahrscheinlich ist es eine Falle. Was ein weiterer Grund ist, warum weder Sie noch Scully mit mir kommen. Sie haben beide in der Vergangenheit genug unter meinem Kreuzzug gelitten. Ich lasse das nicht noch einmal geschehen. Das ist meine Entscheidung."
"Du scheinst vergessen zu haben, Junge, dass du mir gehörst – daher ist es nicht deine Entscheidung", widersprach Skinner in einem leisen, drängenden Zischen.
"Ich dachte, Sie würden es so sehen", sagte Mulder, "deshalb muss ich das tun."

Er hielt seine Hand hoch und zog den Ring von seinem Finger. "Es tut mir leid, aber ich muss gehen. Ich weiß, was ich tun werde, wird das Vertrauen zerstören, das wir aufgebaut haben, und das tut mir mehr leid, als Sie sich je vorstellen können. Ich weiß, ich verderbe alles, wie ich es immer tue, und ich weiß, Sie können mir das niemals verzeihen, also werde ich Sie dieser Verpflichtung nicht aussetzen."

Er legte den Ring auf den Nachttisch und erhob sich. Skinner stemmte sich halb vom Bett hoch, nur um die Pistole unter seinen Kiefer gepresst zu fühlen. Er erstarrte, seine dunklen Augen begegneten Mulders, eine Frage darin. Doch Mulders Entschlossenheit wankte nicht für eine Sekunde, und was er dort sah, ließ Skinner nachgeben.
"Sie irren sich, wenn sie glauben, ich benutze sie nicht", meinte Mulder leise. "Ich wusste, ich müsste es, nur um Sie lange genug von meiner Spur fernzuhalten, um weg zu kommen. Deshalb werden Sie mir nicht verzeihen können, Walter."

Er bewegte sich schnell und ohne Vorwarnung, knallte die Pistole hart gegen seines Meisters Kinn. Skinners Kopf krachte zurück und er fiel auf das Bett, ausgeknockt. Mulder blickte hinab auf seines Meisters ausgestreckten, ruhigen Körper und zerrte ihn in eine bequemere Position, vergewisserte sich, dass Skinner nur bewusstlos und nicht ernsthafter verletzt war. Dann fesselte er die Gelenke seines Meisters mit Handschellen an den Kopfteil des Bettes. Er ging ins Badezimmer und füllte ein Glas mit Wasser, das er auf dem Nachttisch abstellte, rückte das Telefon außer Reichweite. Wenn Skinner erwachte, würde er um Hilfe brüllen müssen, was Mulder noch mehr kostbare Zeit verschaffen würde, sein Ziel zu erreichen, ohne verfolgt zu werden.

Mulder ging zur Tür, pausierte und warf einen Blick zurück. Er kehrte zum Bett zurück und hauchte einen Kuss auf seines Meisters Lippen.
"Es tut mir leid. Ich liebe Sie", wisperte er und ging hinaus.

Kryceks Anweisungen führten Mulder zu – wie er ohne Überraschung feststellte – einem leer stehenden Lagerhaus. Eine einzelne Glühbirne leuchtete über einer ramponierten Kiste – auf der seine alte Nemesis saß, gekleidet in seine übliche Uniform aus weißem T-Shirt, schwarzer Lederjacke und Blue Jeans.

"Hallo. Alter Freund." Mulder richtete seine Pistole auf Krycek und bewegte sich vorsichtig in den Raum.
"Ah. Mulder." Krycek lächelte ein beinahe perfekt ehrliches Grinsen, ließ seine Beine gegen die Seite der Kiste schwingen, anscheinend unbesorgt von der Tatsache, dass Mulders Waffe genau auf sein Herz gerichtet war.
"Sie wollten mich sehen?" Mulder schob sich näher heran.
"Sie sind allein gekommen, wie ich sehe", lächelte Krycek. "Sie müssen Skinner gut trainiert haben, um ihn zu überzeugen, zurück zu bleiben. Das ist sicher nicht der Weg, wie es sein sollte, hmm? Ich meine, sollte nicht der Meister den Sklaven trainieren?"
"Wovon zum Teufel reden Sie, Krycek?" knurrte Mulder, brach in kalten Schweiß aus.
"Dachten Sie wirklich, wir wüssten es nicht?" grinste Krycek wütend. "Kommen Sie, Mulder. Sie sind unser Hauptpreis-Junge. Wir sind seit Jahren jeder Ihrer Bewegungen gefolgt. Dachten Sie wirklich, wir würden nicht bemerken, dass Sie bei dem Unglaublichen Hulk eingezogen sind? Nun, ich hätte es verstehen können, wenn Sie der Sexsklave der süßen Rothaarigen sein wollten – wer wollte das nicht?" spottete Krycek. "Aber der Glatzkopf, um Himmels Willen, Mulder? Und was die netten Spielchen angeht, die ihr treibt ..." Krycek schüttelte seinen Kopf. "Wenn Sie jemanden wollten, der Sie fesselt und die Scheiße aus Ihnen rausprügelt, hätten Sie nur fragen müssen, wissen Sie", sagte er.
"Fick dich!" explodierte Mulder, schoss zwei Schritte auf seinen ehemaligen Partner zu.
Er kam schlitternd zum Stehen, als ein Schalter umgelegt und das Lagerhaus plötzlich in Licht gebadet wurde.

Er war nicht allein mit Krycek. Nicht einmal annähernd. Ein halbes Dutzend Männer stand um sie herum – und ihre Waffen waren auf Mulder gerichtet.
"Schnauze, Mulder. Das ist meine Party", sagte Krycek, sprang von der Kiste, näherte sich seinem alten Feind und pflückte Mulders Waffe aus seiner Hand.
Er schnippte seine Finger und seine Männer kreisten Mulder ein, fesselten die Hände des Agenten hinter seinem Rücken.
"Und ich weiß wirklich, wie man Party macht", grinste Krycek, rammte ohne Vorwarnung seine Faust in Mulders Magen.

Mulder klappte zusammen und fiel auf seine Knie, schnappte nach Luft. Krycek schnappte eine Handvoll seiner Haare und riss Mulders Kopf zurück, boxte ihn hart gegen die Schläfe und schickte Mulder zu Boden. Krycek stellte sich über seinen schwer geprüften Feind und Mulder blinzelte zu ihm hoch, während sich ein Auge bereits schloss.
"Warum?" wollte er wissen.
"Als Revanche für die vielen Male, wo Sie mir das selbe angetan haben", grinste Krycek. "Und auch für das", er gestikulierte mit seinem Kopf zu seinem prostethischen Arm. "Und denken Sie nicht, dass ich Sie zu Samantha bringe, wenn ich mit meiner Revanche fertig bin. Werde ich nicht."
"Skinner sagte, es wäre eine Falle", wisperte Mulder.
"Sie sollten auf Ihren Meister hören", sagte Krycek, stellte seinen Stiefel auf Mulders Rippen. "Er hatte recht."

Er bewegte sein Bein und trat Mulder hart, ließ den Agenten sich vor Schmerzen zusammenkrümmen.
"Hier geht es nicht darum, Sie zu töten", erläuterte Krycek, zog einen Finger die Seite von Mulders verletztem Gesicht entlang, ein nachdenklicher Ausdruck in seinem Gesicht. "Ich habe Sie für 48 Stunden. Das ist alles. Ich darf Sie nicht töten – das ist offensichtlich nicht das Ziel." Wieder lächelte er und verpasste Mulder eine Rückhand über sein Gesicht. "So muss ich einfach in der Zeit, die mir zugebilligt wurde, das Maximum an Schmerzen mit dem Minimum an tatsächlichem Schaden verursachen", sagte er, lieferte nebenbei eine weitere Rückhand in die andere Richtung.

Irgendwann während dieser langen Nacht wurde Mulder bewusstlos. Als er aufwachte, herrschte draußen Tageslicht.
"Guten Abend, Sklavenjunge."
Krycek trat ihn wach und schüttete Wasser in Mulders Gesicht. Gierig öffnete Mulder seinen verschwollenen Mund, fing die Tropfen auf.
"Das muss Ihr ultimativer feuchter Traum sein, ha, Sklave?" höhnte Krycek, packte Mulder am Aufschlag seines blutbefleckten Hemdes und zerrte ihn in eine sitzende Position. "Sie werden gern verletzt, nicht wahr, Sie kranker, verdrehter Ficker?"

Er schlang eine echte Hand und eine aus Plastik in Mulders Haar und starrte mit blitzenden grünen Augen auf sein Opfer hinunter. "Mögen Sie es? Keine Kontrolle zu haben, die Qual, ist es gut für Sie? Bewegt sich die Erde für dich, Baby, hmm?"
Krycek grinste, schlug Mulders Kopf zurück gegen die Wand.
"Antworten Sie mir!" kommandierte er.
"Vertrauen Sie mir, das gibt mir gar nichts", krächzte Mulder, sein gutes Auge schloss sich erschöpft, sein Kopf rollte in Kryceks Hand.
"Ooch – wollen Sie behaupten, ich bin nicht gut darin? Ist es das? Ich glaube, dann muss ich mich einfach mehr anstrengen", sagte Krycek, ohrfeigte Mulder ins Bewusstsein zurück.

"Ich verstehe das nicht. Wieso?" fragte Mulder. "Warum mich den ganzen Weg hier raus schaffen, bloß um mich als Sandsack zu benutzen. Das hätten Sie auch in DC tun können."
"Das ist alles Teil des Plans", lächelte Krycek.
"Welcher Plan?" wollte Mulder wissen.

Aus dem Augenwinkel konnte er ein paar von Kryceks Schlägern lässig an der Wand lehnen sehen. Die anderen spielten Karten, als ob nichts passieren würde, als ob sie nicht dabeistehen würden,