24/7

by Xanthe
übersetzt von Manuela
m.translator@chello.at



Pairing: Skinner/Mulder

Rating: NC-17

Kategorie: BDSM-Slash

Warnung: Diese Serie enthält grafische Szenen der BDSM-Erotik

Inhalt: Mulders Drang nach immer extremeren Erregungen lassen ihn den ultimativen Spieler in DC aufsuchen – ein mysteriöser Top, der legendär in der BDSM-Szene ist. Doch Mulder muss einen hohen Preis für das bezahlen, was er will.

Disclaimer: Die Charaktere Mulder, Skinner, Scully etc. gehören Chris Carter und 1013. Die Geschichte und Ideen gehören der Autorin.


Kapitel 11: Ring, Meister?

Inhalt: An seinem ersten Tag wieder in der Arbeit gesteht Mulder Scully alles und gerät in größere Schwierigkeiten, als man denken sollte, dass ein einzelner Sklave schaffen kann, braucht eine ziemlich harte Reaktion von seinem Meister. Viel Angst, ein Prügel-Fest, und jedermanns Lieblingsratte hat einen Gastauftritt.


Mulder lag ganz still, ein Auge auf dem Wecker, während die digitale Anzeige sich allmählich veränderte, ihn seinem Jüngsten Gericht näher und näher brachte. 5.58, 5.59 ... Er hätte vor einer Stunde aufstehen sollen. Er hätte schwimmen sollen, er hätte seinem Meister Kaffee machen und seinen Weckruf durchführen sollen. Stattdessen lag er ... 6.00. Skinners Wecker erwachte summend zum Leben. Mulder erschrak. So, sein Meister ließ seinen Weckruf an Werktagen nicht vollkommen in den Händen seines Sklaven. Mulder wusste nicht, ob er beleidigt oder erleichtert sein sollte.

Er rollte rüber – die Kette klimperte um seinen Hals – und presste seine Augen zu, als er Skinner aufstehen hörte. Da war das Geräusch von Schritten, die bei seinem Kopf stoppten, und dann ein tiefes, herzhaftes Seufzen.
"Stellst du dich schlafend, Hündchen?"
Er spürte eine Zehe in seine Rippen bohren und setzte sich auf.
"Nein, Meister. Ja, Meister. Sind Sie zornig auf mich, Meister?"
"Noch nicht. Sollte ich?"

Skinner hockte sich neben seinem Sklaven hin und Mulder sah in seines Meisters tiefe, dunkle Augen, schluckte nervös. Skinner hielt einen Schlüssel hoch und befreite seinen Sklaven vom Fußende des Bettes, wo sich Mulder mitten in der Nacht festgekettet hatte.
"Geh, mach den Kaffee und bring ihn hierher zurück. Rasch, Fox. Wir hinken schon hinter dem Zeitplan her."
"Aber, Meister ...", setzte Mulder an.
"Du kannst mich über das Wie und Warum es kam, dass du in meinem Zimmer schläfst, aufklären, wenn ich eine Tasse Kaffee in Händen halte. Ich bin bereits verärgert, weil ich meinen üblichen Weckruf verpasst habe, und ich funktioniere definitiv nicht gut vor meinem Morgenkaffee. Lauf, Sklave. Und während du den Kaffee machst, überlegst du dir besser genau, wie du dich erklären wirst", warnte Skinner.
Mulder nickte seufzend und verließ im Eilschritt das Zimmer.

Er wurde nicht ins Bett eingeladen. Irgendwie überraschte ihn das nicht. Er kniete neben dem Bett, während Skinner die Zeitung überflog und hastig seinen Kaffee trank. Dann sah ihn sein Meister stirnrunzelnd an.
"In Ordnung, Hündchen. Die Flitterwochen sind vorbei, also haben wir keine Zeit zum Trödeln. Mach schnell."
"Ich konnte nicht schlafen, Meister", gab Mulder zu.
"Warum?" Skinner betrachtete ihn forschend.
Mulder zuckte seine Schultern.
"Hattest du wieder einen Alptraum?" drängte Skinner.
Mulder biss auf seine Lippe. "Nicht wirklich", beichtete er.
"Hmm."

Skinner bewegte seine Hand und Mulder zögerte, erinnerte sich dann an sein Training und ging auf alle Viere, drückte seine Nase in den Teppich.
"Ich scheine mich zu erinnern, dass ich dir die Erlaubnis gab, nur hier runter zu kommen, nachdem du einen Alptraum hattest. Nicht, wenn du bloß nicht schlafen kannst."
"Ja, Meister. Ich weiß", seufzte Mulder. "Die Sache ist ... ich wusste, hier unten würde ich schlafen können und ich wollte es heute nicht verderben, weil ich zu müde bin, deshalb ..."
"Deshalb dachtest du, du erschwindelst eine Nacht im Zimmer deines Meisters, ohne dafür zu bezahlen", endete Skinner.
"Nein! Vielleicht." Mulder verzog sein Gesicht. "Mann, denken Sie nicht, dass ich mich nicht dafür hasse, so arm rüberzukommen, Meister."
"Arm? Nein, genau das ist das Problem, Fox", widersprach Skinner.
Mulder sah überrascht auf.
"Wenn du arm wärst, hätte ich nicht darauf bestehen müssen, dass du diesen Vertrag unterzeichnest – du wärst an mir kleben geblieben, ob ich es wollte oder nicht. Nervös – ja, wie ein eigenwilliger Colt, aber nicht arm. Die Hälfte deiner Schwierigkeiten besteht darin, dass du nicht verstehst, was du brauchst. Und du hast sowieso keine Ahnung, wie du es bekommst. Dafür bin ich da."
"Tatsächlich?" Mulder blinzelte.
"Ja. Jetzt hol mir die Reitgerte und nimm die Gnadenstellung ein. Schnell."
Mulder tat, was ihm gesagt wurde, und ging hastig in Position. Er hatte das Gefühl, dass das wirklich weh tun würde.

Er hatte sich nicht geirrt. In der letzten Nacht hatte Skinner ihm eine leichte Tracht Prügel mit dem Riemen verpasst, sein Arm – oder vielleicht sein Herz – deutlich nicht bei der Sache, doch diesen Morgen war er wieder in Form. Die Gerte landete mit schrecklicher Präzision auf seinem Arsch, und er bemühte sich verzweifelt, im Sog des Angriffs seine Position zu halten.

"Deine Litanei, bitte, Sklave", verlangte Skinner.
"Ich gehöre Ihnen, Meister!" brüllte Mulder
"Nur hier?" soufflierte Skinner.
"Nein! Überall!" kreischte Mulder.
"Wirst du dich heute daran erinnern?"
"JA! Oh, Gott, ja, ich verspreche es!"

Als Skinner endlich mit ihm fertig war, flossen die Tränen frei seine Wangen hinunter und seine Atmung kam in schluchzendem Schluckauf. Skinner schnippte seine Finger und Mulder sank dankbar auf seine Knie, küsste seines Meisters Füße.
"Nun, denk daran, dass selbst kleine Freuden ein Opfer verlangen", sagte ihm Skinner. Dann beugte er sich runter und küsste fest seines Sklaven Lippen.
"Du wirst es gut machen, Fox", murmelte er. "Und falls du es nicht schaffst, wird es dein Arsch erfahren."
"Meister ist ...", begann Mulder.
"Grausam? Hart? Ja – wie ich sagte, Junge, die Flitterwochen sind vorbei. Gestern ging es um Befriedigung: ich befriedige dich und du befriedigst mich. Heute sind wir zurück an der Front, wieder im Büro, und du bist wieder mein Untergebener, genauso wie mein Sklave. Du kannst und wirst damit fertig werden. Ich bin jeden Schritt des Weges bei dir. Jetzt geh in die Dusche", zeigte Skinner.
Mulder sprang rasch zur Seite. Skinner war diesen Morgen in sehr lebhafter, kompromissloser Stimmung. Warum liebte er das so sehr?

Eine Sekunde oder so später schloss sich ihm Skinner in der Dusche an. Er nagelte seinen Sklaven an der Wand fest und hielt ihn unter das Wasser, küsste ihn erneut.

"Kondom", war das erste, was er sagte, als er Mulder Luft schnappen ließ.
Mulder streckte seine Hand um den Duschvorhang und fummelte mit seinen Fingern das Regal über dem Waschbecken entlang, bis er den fraglichen Gegenstand fand. Er reichte es seinem Meister, stand dann da, weitere Instruktionen erwartend.
"Dreh dich um", befahl Skinner.
Mulder zitterte, sein Schwanz verhärtete sich. Verdammt, er liebte Skinner im gebieterischen Modus. Das war so eine Anmache.

Er legte seine Hände an die Wand und öffnete seine Beine, schob seinen Hintern zurück, bereit, seinen Meister zu empfangen. Er spürte Skinner sich hinter ihn stellen, seine Hinterbacken in seine Hände nehmen, das heiße Fleisch sanft liebkosen. Sein Meister steckte einen Finger in seinen Arsch, dann zwei und Mulder öffnete sich stöhnend noch weiter. Er stieß einen Schrei des Entzückens aus, als er die vertraute Eichel des harten Schwanzes seines Meisters an seiner Öffnung fühlte. Dann stieß Skinner in ihn, rauf bis zur Wurzel, nahm ihm den Atem.
"Wem gehörst du, Hündchen?" verlangte Skinner, seine Brust warm an Mulders Rücken.
"Ihnen, Meister", keuchte Mulder.
"In Ordnung. Denk den ganzen Tag an diesen Moment – es sollte dir helfen, dich zu konzentrieren."
Skinners Stimme enthielt einen Hauch Amüsement. Er hämmerte so hart und schnell in Mulder, dass der Sklave dachte, er würde ohnmächtig werden. Die Stimulation seiner Prostata, kombiniert mit Skinners herrischem Verhalten, war eine zu starke Anmache für ihn.

"Behalte deine Hände an der Wand. Du darfst kommen, aber erst nach mir, wie ein guter Sklave", kommandierte Skinner.
Eine Sekunde später griff er Mulders Schwanz und begann, ihn im Takt des Rhythmus seiner Stöße zu pumpen. Scheiße, es war gut! Mulder legte seinen Kopf zurück und ließ das Wasser über sein Gesicht laufen, schnappte nach Luft. Es brauchte all seine Willenskraft durchzuhalten, bis Skinner ein paar Minuten später kam. Mulder hatte seinen eigenen Höhepunkt kaum Sekunden später.

Beide standen eine Weile keuchend da, und Mulder genoss das Gefühl, im Nachklang ihres gemeinsamen Vergnügens verbunden zu sein. Dann zog sich Skinner heraus.
"Okay. Was hast du mir zu sagen, Junge?" fragte er.
Mulder schluckte und ging im Wasser auf die Knie.
"Ich danke Ihnen, Meister. Sie sind so ein verdammter Hengst", grinste Mulder.
Skinner runzelte seine Stirn und schlug leicht eine Rückhand gegen seine Schläfe.
"Und du bist ständig bloß einen Schritt entfernt, meinen Riemen auf deinem blanken Arsch zu schmecken. Denk daran, Sklave."
"Ja, Meister."

Mulder gestattete sich, sich in einem Moment der totalen Anbetung zu suhlen, stand dann auf und fing an, seinen Meister einzuseifen.
"Mach dich selbst fertig. Ich will nicht, dass du durch meine Schuld jemals zu spät zur Arbeit kommst", erklärte ihm Skinner fest.
Mulder nickte und wusch rasch seinen Körper, beobachtete aus seinem Augenwinkel, während Skinner sich fertig wusch, dann seinem Sklaven die Handbrause reichte.
"Wollen Sie nicht, dass ich Sie abtrockne, Meister?" fragte er hastig.
"Nein, nicht heute. Trockne dich ab, dann geh hinauf und mach dich fertig. Du bist entlassen", erklärte ihm Skinner knapp.
"Ja, Meister."

Mulder wusch und trocknete sich, huschte dann in seines Meisters Schlafzimmer, wo er Skinner vorfand, der seine Kleider aus dem Schrank holte. Mulder rannte an ihm vorbei und legte eine Hand an die Tür. Dann ermutigte ihn irgendein Teufel, sich umzudrehen. Er schlich zu seinem Meister und küsste seinen Nacken, pausierte lange genug für ein Begrapschen von Skinners glattem, muskulösem Fleisch.
"Sehe Sie im Büro, Meister", murmelte er.

Skinner fuhr mit einem Knurren herum und klatschte hart auf seine nackte, glühende Kehrseite. Mulder jaulte.
"Ich liebe Sie auch, Meister", warf er über seine Schulter, bevor er einen hastigen Rückzug antrat.
Etwas sagte ihm, dass es nicht weise wäre zu trödeln.

Er sah Skinner nicht mehr, bevor er zur Arbeit fuhr. Er wusste nicht, ob er das Apartment vor oder nach seinem Meister verließ. Er zog eines der neuen Hemden und eine Krawatte an, die Skinner ihm gekauft hatte, und betrachtete sich im Spiegel. Er sah gut aus. Blendend weißes Hemd, geschmackvolle marineblaue Krawatte. Sein Meister würde es gutheißen. Mulder grinste seine Reflexion an, schnappte Schlüssel und Handy, ließ sich aus dem Apartment und eilte zum Fahrstuhl. Er fühlte sich lebendig! Er war nie zuvor in seinem Leben zur Arbeit gefahren und hatte sich so vollkommen am Leben gefühlt. Er fühlte sich einfach so verdammt gut!

Mulder nahm die U-Bahn zur Arbeit. Sein Hintern brannte schön, wenigstens konnte er die gesamte Fahrt stehend verbringen und sich Zeit geben, sich zu erholen. Vergnügt betrat er das Hoover-Gebäude, winkte ein herzliches Hallo jedem zu, den er kannte und lachte, weil die meisten von ihnen über ihre Schulter sahen, sich fragten, ob er jemand anderem zuwinkte. Er schlenderte den Korridor entlang, nahm sich nicht die Zeit, auf den Fahrstuhl zu warten, der ihn in den Keller bringen sollte, und nahm stattdessen die Stufen immer zwei auf einmal. Er verharrte einen Moment vor der Kellertür, legte dann seine Hand auf die Schnalle, um sie zu öffnen ... und erstarrte. Scheiße! Der Ring! Scully würde ihn sehen und ihm viele Fragen stellen. Was zum Teufel sollte er ihr erzählen? Mulder trat zurück und hockte sich einen Moment auf die unterste Treppenstufe, überdachte das Problem.

Er konnte ihr sagen, dass er kürzlich geheiratet hatte.
Nein, Arschloch, sie wäre verletzt, dass du ihr nicht erzählt hast, dass du dich verabredest!
Na schön, er konnte ihr erzählen, es wäre eine plötzliche Sache gewesen – er hatte eben jemanden kennen gelernt und sie nach einer Woche geheiratet.
Nein, Arschloch, dann stellt sie eine Menge Fragen über deine neue Frau und besteht darauf, sie zu treffen!
Okay. Er konnte ihr einreden ... dass er es müde war, ständig angequatscht zu werden. Und das diente dazu, die Geier fernzuhalten.
Ja, klar. Wie oft hat sie gesehen, dass du angequatscht wirst? Das ist so überzeugen, Schwachsinniger.
Okay, wie wäre es ... wie wäre es, ihr die Wahrheit zu sagen? Mulders vernichtende innere Stimme machte sich nicht einmal die Mühe, angewidert zu schnauben bei dem Vorschlag.
Okay ... wie wäre es ...

Die Kellertür sprang plötzlich auf. Mulder sah sein Leben in einem Blitz vor seinen Augen ablaufen, und traf im Sekundenbruchteil eine Entscheidung. Er nahm den Ehering ab, schob ihn rasch in seine Tasche, stemmte sich dann auf seine Füße und setzte ein falsches, fröhliches Grinsen auf, gerade als Scully in den Korridor trat.
"Oh, hi, Mulder", sagte sie abwesend, blätterte in einer Akte. "Hatten Sie einen schönen Urlaub?"
"Fantastisch", hauchte er.

Sie blickte ruckartig auf. "Er muss gut gewesen sein. Mein Gott, was ist mit Ihnen passiert?" fragte sie ungläubig.
"Was meinen sie?"
Mulder sah an sich runter. Schienen die Nippelringe durch das Hemd? Nein, das war unmöglich – er hatte ein Unterhemd angezogen, um sie zu verstecken. Hatte Scully plötzlich den Röntgenblick entwickelt? Konnte sie durch seine Hose sehen? Hatte sie irgendwie seinen Cockring erspäht?

"Sie! Mein Gott!" Scully umrundete ihn, pfiff leise. "Sie sehen so ... sauber aus. Und gut angezogen, und ... Mulder, glühen Sie?" fragte sie misstrauisch.
Mulder errötete. Nur mein Arsch, Scully. "Nein. Nur schwangere Frauen glühen, Scully. Jeder weiß das", widersprach er arrogant, verschwand in sein Büro.

"Mulder! Sie sind doch nicht etwa schwanger?" hänselte sie, folgte ihm hinein.
"Ha, ha. Sehr komisch. Nein, bin ich nicht." Er bewarf sie mit einer Büroklammer.
"Dann müssen Sie verliebt sein", schloss Scully entschieden.
Er blickte zu rasch auf.
"Sie sind verliebt! Ich wusste es. Erzählen Sie mir alles." Sie setzte sich auf die Schreibtischkante und sah ihn erwartungsvoll an.
"Da gibt es nichts zu erzählen, Sie haben zu viele Groschenromane gelesen", meinte er, sah sich uninteressiert in seinem Büro um. Oh, es war gut, wieder hier zu sein!

Er trat zu seinen Aktenschränken und vertiefte sich in seine geliebten X-Akten. "Ich habe euch vermisst, Babys", schnurrte er.
Scully rollte ihre Augen. "Sie haben Sie nicht vermisst, Mulder. Sie sollten öfter Urlaub nehmen. Offensichtlich tut es Ihnen gut."
"Jaah. Vielleicht. Es war nicht allzu schlimm", sagte Mulder leise.
"Das freut mich. Als Sie letzten Freitag hier weggingen, waren Sie derart nervös, ich dachte, Sie würden in Ihr Verderben rennen, oder so etwas. Offensichtlich stellte es sich als besser heraus, als Sie erwartet haben."
"Ja." Mulder warf ihr einen Blick zu, ein schüchternes Lächeln auf seinen Lippen. "Ja, das hat es, Scully. Hat es."

Er holte ein Bündel Akten aus dem Schrank und schmiss sie auf seinen Schreibtisch.
"Wonach suchen Sie?" Scully runzelte ihre Stirn.
"Menschen, die verändernde sexuelle Erfahrungen durchmachen", grinste er sie an.
Sie hob ihre Hände in gespieltem Ergeben. "Okay, Mulder. Damit stehen Sie allein."

Sie ging zu ihrem Schreibtisch zurück und er setzte sich mit einem Seufzen, jaulte dann auf und sprang sofort wieder hoch.
"Probleme?" Scully hob eine fragende Augenbraue.
"Ah, nein. Ich habe bloß, ahm ... vergessen, wie hart diese Bürostühle sind", lächelte Mulder sie schwach an.
Sie hob ihre andere Augenbraue. "Sind Sie sicher, dass Sie sich wohl fühlen, Mulder?" fragte sie. "Ich meine, erst kommen Sie her rein, sehen aus wie ... wie ... Skinner oder so, so tadellos und sauber – nicht, dass Sie normalerweise schmutzig sind, nur dass Sie jetzt beinahe strahlen. Dann reden Sie über Schwangerschaft und verändernde sexuelle Erfahrungen, und nun springen Sie herum, als hätten Sie Ameisen in Ihrer Hose ... ein Mädchen muss sich wundern, Mulder."
"Mir geht’s gut", meinte er fest, setzte sich vorsichtig wieder an seinen Schreibtisch. "Niemals besser, um genau zu sein."
"Das ist gut", lächelte sie süß und reichte ihm eine Notiz. "Weil Skinner anrief, bevor Sie ankamen. Er will uns beide in zehn Minuten sehen. Mulder? Hallo?"

Mulder schlug seinen Kopf auf die Schreibtischplatte. Zehn Minuten. Man sollte denken, sein Meister könnte ihm mehr als das gönnen, um sich an all das anzupassen, obwohl er dem Mann nicht verübeln konnte, dass er so früh nach ihm sehen wollte. Zehn Minuten. Zehn Minuten, bis er im selben Zimmer wie sein Meister sitzen, mit Scully an seiner Seite, und vorgeben musste, dass sie nicht gerade eine volle Woche verprügelt, gefickt und gesaugt hatten. Mulder brach in kalten Schweiß aus.

Die nächsten zehn Minuten verbrachte er in seinem Büro mit wahnsinnigem Suchen nach den Berichten, an denen er gearbeitet hatte, bevor er weggegangen war. Er hatte sie fast vergessen und Skinner würde garantiert danach fragen. Er fand sie unter einem Stapel Werbesendungen und mehr als einem Dutzend bürointerner Memos, die er mit seiner üblichen Abscheu für solche Dinge geradewegs in den Müll warf. Er blätterte die Akten rasch durch, versuchte, sich an die auffälligsten Punkte der Fälle zu erinnern. Glücklicherweise sprang sein fotografisches Gedächtnis ein und er war erstaunt, wie schnell er in den Arbeitsmodus schnappte.

"Haben Sie die medizinische Untersuchung von diesem erledigt?" fragte er Scully.
Sie nickte und händigte ihm eine andere Akte aus. Er blätterte sie durch, fasziniert von ihren Funden.
"Ich habe doch gesagt, Sie würden Beweise für Alzheimer im Gehirngewebe finden, Scully", sagte er ihr.
"Ja, Mulder. Und Sie haben immer recht, Mulder." Scully verzog ihr Gesicht.
"Na schön, habe ich!" grinste er. "Wenigstens, was diese Sache angeht."

"Es ist Zeit." Sie warf einen Blick auf ihre Uhr und trank ihren Kaffee aus.
"Verdammt. Ich bin nicht ganz auf dem Laufenden ..." Mulder sprang auf seine Füße, blätterte hastig durch die Akte.
"Keine Angst, Partner!" Scully hielt ihm die Tür auf und schob ihn durch. "Skinner weiß, dass Sie in Urlaub waren. Hey, Skinner war auch auf Urlaub, deshalb hat er wahrscheinlich auch einiges aufzuholen."
"Richtig. Gut."
Mulder steckte einen Finger unter den Kragen seines gestärkten, neuen Hemdes und lockerte ihn ein wenig.

Sie warteten ein paar Minuten in Kims Büro, während Skinner einen Anruf tätigte. Mulder tigerte nervös auf und ab.
"Mulder!" Scully starrte ihn an. "Beruhigen Sie sich. Sie haben doch nicht während Ihres Urlaubs Nachforschungen betrieben, oder?" erkundigte sie sich misstrauisch. "Geht da etwas vor, von dem ich nichts weiß?"
"Ahm, nein, ich habe keine Nachforschungen betrieben, Scully. Ich habe Urlaub gehabt, wie ich sagte, dass ich machen würde", protestierte Mulder. "Tatsächlich ging ich die ganze Woche kaum aus dem Haus." Es war nahe genug an der Wahrheit. "Ich war ein Sklave schwerer Arbeiten und des Apartments." Er grinste über seinen kleinen Witz.

Scully hatte keine Gelegenheit zur Antwort, da Kims Summer losging und sie in Skinners Büro gewunken wurden. Scully ging voran und Mulders Herz blieb beinahe stehen, als er den ersten Blick auf seines Meisters Rücken in seiner vertrauten Umgebung erhaschte. Skinner trug eines der strahlend weißen Hemden, die Mulder gebügelt hatte, und er sah vernichtend aus, gefährlich ... tödlich. Seines Meisters Augen zuckten über Mulder, als ob er nicht mehr als ... einer seiner Agenten wäre. Was er natürlich war.

Beweg dich, Arschloch. Tu nichts Dummes.
Mulder schlurfte nervös hinüber zu einem der Stühle vor Skinners Schreibtisch und setzte sich.
"Willkommen zurück, Agent Mulder", meinte Skinner leutselig. "Ich nehme an, Sie hatten einen schönen Urlaub?"
Mulder schluckte krampfhaft, zwang seine Stimmbänder zum Arbeiten.
"Ja, Sir", brachte er krächzend heraus. "Tatsächlich der beste, den ich je hatte."
Er warf einen Blick unter seinen Augenlidern zu seinem Meister und sah das schwächste Zucken eines wissenden Lächelns in Skinners dunklen, geheimnisvollen Augen.
"Gut."
"Ich hörte, Sie waren auch im Urlaub." Mulder lehnte sich in seinem Stuhl zurück und entspannte sich ein wenig.
"Das ist richtig."

Skinner nahm die Akte, die Scully ihm reichte, und öffnete sie. Er gab keine weiteren Informationen über seinen Urlaub preis, sehr zu Mulders Enttäuschung. Er dachte, es wäre auch für Skinner gut gewesen, aber vielleicht auch nicht. Vielleicht hatte Skinner seinerzeit bessere, süßere, gehorsamere und sexuell unersättliche Sklaven trainiert. Vielleicht war Mulder bloß ein weiterer in einer langen Reihe von Leuten, die gewillt waren, seines Meisters Wäsche zu erledigen. Gott wusste, es hatte nie einen Zeitpunkt gegeben, wo Skinner nicht diese hervorragend gebügelten Hemden getragen hatte, also hatte er wahrscheinlich Sklaven am Fließband, die konstant seine Wäsche wuschen. Wenn einer verabschiedet wurde, zog einfach ein neuer ein.

"Agent Mulder", brach Skinners Stimme in diese trostlose Vorstellung.
"Ja. Was?" knurrte er zurück.
Scully warf ihm einen überraschten Blick zu, deutlich erschrocken von seinem Ton.
"Haben Sie mir auch ein paar Berichte geschrieben?" ermunterte Skinner.
"Sie sind nicht fertig", schnappte Mulder.
"Haben Sie mitgebracht, was Sie haben?" erkundigte sich Skinner nachsichtig, seine dunklen Augen durchbohrten Mulder.
"Nein. Sie hassen es, unfertige Berichte zu erhalten", erinnerte ihn Mulder trotzig.
"Ein Fortschrittsbericht ist akzeptabel."
"Okay", zuckte Mulder seine Schultern.
"Haben Sie irgend etwas Agent Scullys Bericht hinzuzufügen?" drängte Skinner.
"Ja – es ist klar, dass mit diesem fortgeschrittenen Stadium von Alzheimer der Verdächtige diese Verbrechen nicht begangen haben konnte ...", begann Mulder.

Dann zuckten seine Augen von seinem Boss weg und strichen über den Aktenkoffer, der neben seinem Schreibtisch auf dem Boden stand. Seine Kehle wurde trocken. Er kannte diesen Aktenkoffer! Es war sein Aktenkoffer. Der mit all den speziellen, Fuchs-gravierten Gegenständen drin ... Skinner hatte ihn mitgebracht! Mulders Kehle verkrampfte sich entsetzt. Sicher, sicher hatte Skinner nicht vor, sie bei ihm im Büro anzuwenden?
Bitte, Gott, nein!

"Agent Mulder?" Skinner sah besorgt aus. "Möchten Sie ein Glas Wasser?"
"Ah, ja ... bitte ...", flüsterte er.
Scully stand auf, goss Mulder ein Glas Wasser ein und reichte es ihm. Er nahm es und stürzte es dankbar hinunter. Erst, als er das Glas auf den Tisch zurückstellte, realisierte er, dass er seinen Ring nicht trug.

SCHEISSE! Mulder fühlte seine ganze Welt über seinem Kopf zusammenbrechen. Wieso hatte er den Ring für die Besprechung nicht wieder angesteckt? Wieso hatte er das vergessen? FUCK!

Hastig zog er seine Hände zurück und bedeckte seine linke mit der rechten, verbarg sie.
"Ihre Theorie?" fragte Skinner freundlich.
"Meine Theorie ..." Mulders Augen kehrten zu dem Aktenkoffer zurück, während seine Finger nervös die Stelle streichelten, wo sein fehlender Ring stecken sollte.
Bitte, Gott, lass es ihn nicht bemerkt haben. Bitte! "... ist, das ... ahm ... in seinem geschwächten Zustand der Körper des Verdächtigen übernommen und von einem oder mehreren Wesen beeinflusst wurde, die diese Verbrechen an seiner Stelle begangen haben", brabbelte Mulder.
Es gab keinen guten Weg, diese bestimmte Theorie ausführlich zu erörtern, deshalb machte er sich nicht die Mühe, sie in akzeptablere Worte zu kleiden.
"Ich verstehe. Mit anderen Worten, der Verdächtige war besessen", kommentierte Skinner zurückhaltend.
"Ahm. Ja." Mulder wurde rot.
"Von was? Oder wem?" wollte Skinner wissen.
"Böse Geister?" Mulder zuckte seine Schultern, versuchte mannhaft, seine Augen von dem Aktenkoffer zu reißen.
"In Ordnung", nickte Skinner, sah dann zu Scully. "Und der wissenschaftliche Standpunkt sieht wie aus, Agent Scully?"
Sie lächelte. "Manchmal regressieren Alzheimer-Patienten zu einem Punkt in ihrer Vergangenheit, als sie jünger und stärker waren. Und sie empfinden das als ihre derzeitige Realität. Ich würde meinen, das ist hier geschehen."
"Gut. Ich danke Ihnen", lächelte Skinner sie an.
Hah! Ja, typisch für ihn, dass er sich dem wissenschaftlichen Gesichtspunkt anschließt, dachte Mulder bitter.

"Sagen Sie mir, Agent Scully, gab es irgendwelche Identitätsmerkmale am Körper des Verdächtigen? Sind Sie sicher, dass wir die richtige Person haben?" fragte Skinner.
Scully hob eine Augenbraue. Es war eine sachdienliche Frage, doch sie hatte das in ihrem Bericht behandelt.
"Ja, Sir. Er trug einen charakteristisch gravierten Ehering", antwortete sie.
Mulders Herz sank. Er blickte auf in Skinners dunkle, ausdruckslose Augen. Sein Meister starrte kühl zurück.
"Ich verstehe. Er trug noch immer seinen Ehering, obwohl Sie sagen, seine Frau starb vor ...", Skinner blätterte durch die Akte, "... zehn Jahren. Wie treu von ihm." Er warf Mulder einen Seitenblick aus purem Eis zu. "Manche Menschen müssen bloß fünf Minuten in einer Beziehung stecken, bevor sie ihre Treue vergessen und nur zu bereitwillig die sichtbaren Symbole der Schwüre, die sie geleistet haben, ablegen."

Mulder fühlte den Boden unter ihm sich öffnen und ihn verschlingen. Er hatte es bemerkt! Oh, Gott, er steckte jetzt so tief in der Scheiße!

"Na schön, Agents, ich denke, das ist alles."
Skinner gab ihnen die Akte zurück, welche Scully mit einem Lächeln nahm. Sie stand auf und Mulder folgte ihr betäubt zur Tür, seine Beine funktionierten auf Autopilot. Beinahe schaffte er es. Er war fast in Sicherheit, der Freiheit so nahe. Tatsächlich hatte er seine Hand an der Tür und einen Fuß außerhalb des Büros, als Skinner ihn wieder einholte, wie einen Fisch am Ende einer Angelschnur.

"Agent Mulder."
Skinners Stimme war seidenweich, doch Mulder ließ sich nicht täuschen. Er erstarrte, holte tief Luft und drehte sich um.
"Ich hätte gern unter vier Augen mit Ihnen gesprochen, wenn ich darf. Sie können gehen, Agent Scully." Er lächelte ihr über Mulders Schulter hinweg zu. "Ich habe eine kleine Aufgabe für Agent Mulder. Es könnte einige Zeit dauern."
Mulders Herz, das bereits seinen Magen bewohnte, floh in seine Schuhe. Er sandte Scully ein verzweifeltes, telepathisches Flehen um Hilfe, das sie augenscheinlich nicht empfing, da sie bloß lächelte und ihren Weg fortsetzte, ihn mit seinem sicheren Tod allein ließ.

Mulder schloss leise die Tür und drehte sich um.
"Bevor Sie etwas sagen – ich kann es erklären!" meinte er verzweifelt.
"In Ordnung." Skinner lehnte sich erwartungsvoll zurück. "Aber das sollte überzeugender sein, als Ich stand unter Drogeneinfluss, Fox."
"Das war die Wahrheit!" protestierte Mulder.
Skinner hob eine Augenbraue.

Mulder entschied, dass nun nicht der beste Zeitpunkt war, diesen bestimmten Vorfall zu vertiefen.
"Sehen Sie, es tut mir leid." Mulder trat wieder an den Schreibtisch und stelle sich vor seinen Meister. "Ich weiß, ich hätte den Ring nicht abnehmen sollen, aber ich wollte Scully nicht irritieren."
"Wieso würde es deine Partnerin irritieren, wenn du einen Ring trägst?" runzelte Skinner seine Stirn.
"Ich dachte bloß, es würde sie ärgern, dass ich ihr nicht sagte, dass ich geheiratet habe!"
"In Ordnung. Warum hast du dieses Thema nicht mit mir besprochen?" fragte Skinner.
"Ich hab’s vergessen!" protestierte Mulder verzweifelt.
"Du hattest eine ganze Woche Zeit, das zur Sprache zu bringen, Fox. Ein Faktor in unserer Beziehung war ganz definitiv nicht verhandelbar, und ich habe das sehr klar gemacht. Dein Ring bleibt jederzeit angesteckt. Eigentlich bleiben alle deine Ringe die ganze Zeit dran, außer ich entferne sie."
"Warum? Sie müssen keinen gottverdammten Ring tragen!" knurrte Mulder protestierend.
"Ich bin kein Sklave. Du schon", antwortete Skinner treffend. "Und ich argumentiere nicht darüber. Du kanntest die Regeln."

Er schnippte seine Finger. Mulder starrte ihn an.
"Nicht hier. Ich meine ..." Mulder sah sich nervös im Büro um. "Ich meine ... Kim ist nebenan", wisperte er.
"Ja, ist sie. Deshalb musst du still bleiben. Nun, wirst du mir gehorchen, oder muss ich dich dazu bringen?"
Skinner stand auf und Mulder sank ohne weiteren Protest auf seine Knie. Er war nicht dumm.
"Gut. Jetzt bring den Aktenkoffer", zeigte Skinner.
Mulder kroch hinüber, um den Koffer zu holen und präsentierte ihn seinem Meister.
"Ich kann immer noch nicht glauben, dass Sie den hergebracht haben", jammerte Mulder.
Skinner hob eine Augenbraue und warf einen Blick auf seine Uhr.
"Fox, es ist 8.54 Uhr früh. Du hast weniger als eine halbe Stunde durchgehalten, bevor du Korrektur benötigst. Ich denke, es ist eine gute Sache, dass ich ihn mitgebracht habe", meinte Skinner kühl.

Er lockerte Mulders Krawatte, öffnete den obersten Knopf seines Hemdes und fasste hinein. Mulder schloss seine Augen, als Skinner den Schlüssel zum Aktenkoffer herauszog und ihn öffnete. Für einige Sekunden betrachtete sein Meister ihn abschätzend, seine Finger berührten ein Werkzeug nach dem anderen, während er die Angelegenheit überdachte. Dann holte er den Riemen heraus. Mulders Herz sank aus seinem Körper und hinunter in die Grundmauern des Gebäudes.

"Öffne deinen Mund", sagte Skinner unerwartet.
"Meinen Mund?"
Kaum hatte Mulder ihn zum Sprechen geöffnet, steckte Skinner den Riemen zwischen seine Lippen.
"Jetzt folge mir", sagte Skinner. "Du darfst gehen."
Mulder erhob sich, fühlte sich lächerlich mit dem Riemen in seinem Mund und ging quer durchs Zimmer. Skinner öffnete die Tür zu seinem privaten Badezimmer und schaltete das Licht ein, dann klappte er den Deckel der Toilette runter.
"Knie nieder", instruierte er.
Mulder gehorchte niedergeschlagen.
"Öffne deine Hose und beug dich über den Sitz", befahl Skinner.
Mulder sah mit einem stummen Flehen zu ihm auf und Skinner hob eine Augenbraue. Mulder gehorchte seufzend.
"Gut."

Mulder spürte Skinners Hände seine Hose und Boxershort zu seinen Knien runterziehen, was seinen Hintern entblößt ließ. Er stöhnte leise, musste jedoch zugeben, dass er den Gedanken, in seines Meisters Büro bestraft zu werden, als eine Anmache empfand. Er blickte erwartungsvoll zu Skinner auf, wartete, dass sein Meister ihm den Riemen aus dem Mund nahm. Doch er tat es nicht.
"Nun, ich habe in ein paar Minuten eine Besprechung. Ich denke, sie wird etwa eine Stunde dauern. Du wartest hier, Hintern in der Luft, bis ich die Zeit und Lust habe, dir zu geben, was du verdienst. Nutze die Zeit klug, Fox, und beweg dich nicht. Ich bin sicher, ich muss dir auch nicht sagen, dass du kein Geräusch verursachen darfst – nicht, wenn du nicht willst, dass deine Kollegen reinkommen und nachsehen, was ich in meinem Badezimmer habe. Ich bin sicher, sie würden den Anblick äußerst amüsant finden – Agent Mulder, Arsch hochgestreckt, über dem Toilettensitz, mit einem Riemen in seinem Mund, auf Bestrafung wartend."

Mulder stöhnte aus tiefstem Herzen. Das war qualvoll und teuflisch. Nur sein Meister konnte sich so etwas einfallen lassen. Er versuchte zu sprechen, schaffte es jedoch nur, einen gedämpften, geplapperten Satz zu murmeln. Skinner nahm den Riemen aus seinem Mund und sah ihn erwartungsvoll an.
"Was, wenn jemand das Bad benutzen will, Meister?" quietschte Mulder.
"Du kannst nur hoffen, dass das nicht passiert."

Skinner steckte den Riemen wieder in seinen Mund und schob Mulders Kopf runter, sodass er den gefliesten Boden anstarrte.
"Eine Stunde, Fox. Überlege, wie sehr du mit deinem Benehmen meine Gefühle verletzt, und dass Ungehorsam immer bestraft wird. Dein blanker, entblößter Hintern, dargeboten für meine Aufmerksamkeit, sollte als Erinnerung dienen."
Mulder biss auf den Riemen, um eine freche Antwort zu unterdrücken, und Skinner lieferte einen Schlag mit seiner Hand auf seinen Arsch.
"Ruiniere nicht den Riemen, Junge – ich will keine Zahnabdrücke darauf sehen", warnte er, verließ dann das Badezimmer, ließ die Tür hinter ihm angelehnt.

Mulder kniete lange Zeit da, noch immer schwindlig von den Ereignissen. Das konnte ihm nicht zustoßen. Auf keinen Fall! Er konnte nicht in Assistant Director Skinners privatem Badezimmer knien, Arsch entblößt für die Welt, mit einem Riemen in seinem Mund, und eine Bestrafung erwartend. Vor einer Woche wäre die bloße Idee undenkbar gewesen. Scheiße! Wie zur Hölle war das geschehen? Allerdings haftete etwas in seinem Geist, das Skinner gesagt hatte. Denk daran, wie sehr du meine Gefühle verletzt ... Das hatte er nicht gewollt. Er hätte erkennen sollen, wie sehr es sein Meister genoss, die sichtbaren Symbole seines Besitztums über den Körper seines Sklaven zu sehen. Während der letzten Woche hatte er das oft genug erwähnt, und der Ehering war das einzig sichtbare Zeichen, wenn Mulder voll bekleidet war. Mulder seufzte. Er hatte es vermasselt und er hasste es, dass Skinner durch seine Aktion eher enttäuscht als zornig war.

Mulder versteifte sich, hörte Geräusche im Büro hinter ihm. Sein gesamter Körper prickelte vor nervöser Erwartung, als er Skinner hörte, der ein paar Agenten begrüßte und sie einlud, sich zu setzen. Mulder verkrampfte sich und blieb gute zehn Minuten angespannt. Scheiße, angenommen, einer von ihnen wollte das Bad benutzen? Angenommen, er ließ den Riemen fallen – sein Kiefer schmerzte jetzt schon. Angenommen, er bewegte sich und verursachte ein Geräusch? Seine verkrampften Muskeln ließen ihn vor Anstrengung, in Position zu bleiben, zittern. Sicher würde Skinner es nicht merken, wenn er sich in eine sitzende Stellung bewegte, oder? Wie konnte er merken, falls Mulder den Riemen aus seinem Mund nahm? Mulder dachte eine Sekunde darüber nach, traf dann eine Entscheidung. Langsam, still, nahm er den Riemen raus und legte ihn sorgfältig auf den Boden, drehte sich dann, oh, so vorsichtig, um ... und erstarrte.

Skinner hatte die Tür absichtlich angelehnt gelassen. Von seinem Sitzplatz am Schreibtisch aus war das Innere des Badezimmers für ihn deutlich sichtbar – obwohl der Winkel es für jeden, der ihm gegenüber saß, unmöglich machte, hinein zu sehen. Mulder kreuzte seine Finger hinter seinem Rücken. Wenn er sich sehr langsam zurück in seine ursprüngliche Position bewegte, wäre es vielleicht nicht zu ... verdammt! Erwischt. Plötzlich zuckten Skinners Augen in seine Richtung. Der Gesichtsausdruck des großen Mannes änderte sich nicht, doch sein Blick lag gerade lange genug auf ihm, um Mulder klar zu machen, dass er ertappt worden war.

Mulder setzte sich unglücklich auf den Boden, versuchte, eine Entscheidung zu treffen. Das wurde nicht durch die Tatsache erleichtert, dass sein Schwanz das ganze Ereignis anscheinend als totale Anmache ansah und nun begann, hart zu werden. Innerlich war er allerdings entsetzt. Er steckte bereits tief genug in Schwierigkeiten, ohne die Dinge für ihn schlimmer zu machen.
Wie schaffst du es dauernd, das zu machen, Arschloch?

Schließlich entschied er, dass er wenigstens etwas von dem Schaden beheben konnte, indem er in seine Original-Position zurückkehrte. Mulder drehte sich um und arrangierte sich wieder über dem Toilettensitz. Er nahm den Riemen auf und steckte ihn in seinen Mund, streckte dann seinen Hintern raus, damit er erneut in Skinners Blickfeld war.
Genieß den Anblick, Meister, du gemeiner Hurensohn.

Mulder dachte nicht, jemals in seinem Leben eine schlimmere Stunde verbracht zu haben. Jede Sekunde tröpfelte langsam vorbei und seine Muskeln verkrampften sich wegen der Anstrengung, in Position zu bleiben. Der Riemen roch göttlich, schmeckte allerdings nicht gerade gut, und er war vor Angst erstarrt, dass er aus seinem Mund auf den Fliesenboden fallen könnte.

Mit einem Ohr lauschte er, während Skinner langweilige Kostenbereichte diskutierte, und bedauerte eine kurze Sekunde seinen Meister, weil er seine Tage mit solch langweiliger Unterhaltung verbringen musste. Kein Wunder, dass er einen Sklaven wollte, um seinen Frust an ihm auszulassen. Nein, das war definitiv kein guter Gedanke. Mulder war sich seines Arsches schmerzhaft bewusst, der nackt auf seine unausweichliche Bestrafung wartete. Sehr bald würde dieser Riemen, von dem er wusste, er stach wie die Hölle, seinen armen, entblößten Arsch foltern. Mulder wünschte, er könnte seufzen, hatte jedoch zu große Angst, irgendein Geräusch zu verursachen.

Schließlich kam die qualvolle Besprechung zu einem Ende und Mulder hörte die anderen Agenten das Zimmer verlassen, Skinner Kim etwas zumurmeln. Danach hörte er schwere Schritte das Büro in seine Richtung durchqueren. Sein Magen begann, diese Reihe Überschläge zu veranstalten, die er immer machte, wenn er wusste, er war in Schwierigkeiten. Die Türe wurde aufgestoßen, dann geschlossen und verriegelt, und Mulder blickte hoch in seines Meisters strenge, dunkle Augen.
"Ist es zu viel, von dir zu erwarten, dass du wenigstens in kleinsten Angelegenheiten gehorsam bist?" fragte ihn Skinner. "Nimmst du auch nur einen Aspekt deines Sklaventums ernst? Oder ist all das bloß ein Spiel für dich? Ist dein Dienst – etwas, das du freiwillig angeboten hast – so wertlos? Lediglich etwas, für das du Lippenbekenntnisse machst – das ignoriert wird, wann immer du glaubst, nicht beobachtet zu werden? Na?"

Skinner verschränkte seine Arme über seiner Brust und wartete auf eine Antwort. Mulder richtete sich auf und nahm den Riemen aus seinem Mund.
"Es tut mir leid, Meister, aber wie zur Hölle sollte ich eine ganze Stunde stillhalten?" wollte er wissen.
"Fox, falls ich dich bitte, zum Mond zu fliegen, erwarte ich von dir, es wenigstens zu versuchen", entgegnete Skinner, Hände an seinen Hüften.
Mulder öffnete seinen Mund zu einer unverschämten Antwort, schloss ihn wieder, merkte, dass er sich auf sehr gefährlichem Eis bewegte.

"In Ordnung – du bist in Schwierigkeiten, Junge. In großen Schwierigkeiten. Nun gib mir den Riemen und beug dich wieder über den Toilettensitz. Und, Fox?"
Skinner nahm den Riemen von seinem unglücklichen Sklaven und Mulder sah verdrossen zu ihm auf.
"Zähl nicht darauf, den Rest des Tages bequem sitzen zu können", warnte Skinner.
Mulder warf seinem Meister einen hasserfüllten Blick zu, arrangierte sich dann widerwillig über dem Toilettensitz.

"In Ordnung. Welche Lektion wirst du daraus lernen?" fragte Skinner, hielt den Riemen an Mulders entblößten Hintern, streichelte das Leder auf eine Art über sein Fleisch, die seinen Sklaven in ängstlicher Erwartung stöhnen ließ.
"Ihnen zu gehorchen, Meister."
"Na schön, ich schließe keine Wetten ab, was das Thema angeht, aber ja. Und?" ermutigte Skinner.
"Mit Ihnen zu sprechen, was in meinem Kopf vor sich geht, Meister", seufzte Mulder.
"Gut."

Skinner legte den ersten Streich über Mulders Hintern und der jaulte unterdrückt, als der Schmerz einsetzte. Verdammt, dieser Riemen stach!
"Hier."
Skinner pausierte und reichte Mulder ein sauberes, frisch gestärktes Taschentuch. Mulder stopfte es mit einem gepressten Schluchzen in seinen Mund, warf seinem Meister aus dem Augenwinkel einen Blick zu, um festzustellen, ob es ihm Gnade verschaffte. Tat es nicht. Skinner schubste ihn wieder runter und rötete seine Haut gründlich und effizient mit dem Riemen, bis Mulder sich wand, seine langen Arme wie Windmühlenflügel droschen, während er sich bemühte, stumm zu bleiben und seine Strafe anzunehmen.

Endlich ließ Skinner ihn los und gestikulierte ihm, vor ihm niederzuknien. Er zog das Taschentuch aus Mulders Mund und benutzte es, um damit zärtlich seines Sklaven tränenverschmierte Wangen abzuwischen. Dann nahm er Mulders Gesicht in seine Hände und blickte zu ihm hinab.
"Was soll ich bloß mit dir anstellen?" fragte er leise.
"Keine Ahnung, Meister", zuckte Mulder seine Schultern.
"Wo ist der Ring?"
Skinner hielt seine Hand auf, und Mulder griff in seine Tasche, händigte den Ehering aus.
"Fox, das ist nicht bloß ein Stück Metall für mich. Es bedeutet viel mehr als das." Skinner nahm Mulders linke Hand und küsste sie zärtlich. "Ich hätte mir gewünscht, dass es auch für dich viel mehr bedeutet, aber es ist klar, dass das nicht der Fall ist."
"Tut es doch!" widersprach Mulder. Skinners Enttäuschung war schwerer zu ertragen als all die Bestrafungen in der Welt. "Meister, ich gehöre Ihnen. Ich habe mich Ihnen überlassen und ich trage all Ihre Symbole mit Stolz. Sie haben keine Ahnung ... überhaupt keine Ahnung, wie viel sie mir bedeuten", schluchzte Mulder.
"Gut – weil du keine Ahnung hast, wie viel du mir bedeutest", erklärte ihm Skinner ruhig.

Er schob den Ring sanft wieder auf Mulders Finger, bevor er runtergriff und dem anderen Mann beim Aufstehen half. Danach nahm er Mulder in seine Arme und küsste ihn heftig auf die Lippen. Mulder hing da, in seines Meisters Griff, wollte ihn hassen, weil er ihn so hart verprügelt hatte, schaffte es aber nur, mit dem großen Körper zu verschmelzen, und klammerte sich an der muskulösen Gestalt fest. Skinner ließ ihn los und kehrte augenblicklich zu seiner dienstlichen Seite zurück.
"Zieh dich an, Fox, und bring mir diese Berichte so schnell wie möglich", orderte er.
"Ja, Meister."

Mulder zog Boxer und Hose zögerlich über seine Kehrseite. Skinner betrachtete seinen hüpfenden Schwanz und schüttelte seinen Kopf.
"Fox – falls du dieses bestimmte Problem in der Herrentoilette beheben willst, wird dir die Tracht Prügel, die ich dir gerade verabreicht habe, wie ein Spaziergang erscheinen, verstanden? Ich will nicht, dass du mit meinen Spielsachen spielst, sonst ist später weniger für mich übrig."
Mulder seufzte. "Besteht die leiseste Möglichkeit, dass Sie mir jemals die kleinste Verschnaufpause lassen?" fragte er.
"Nein", grinste Skinner, legte dann einen großen Arm um den jüngeren Mann und drückte ihn an sich.

"Also verrate mir", flüsterte er direkt in Mulders Ohr, während er ihn aus dem Badezimmer eskortierte, "wie lange hattest du diese Fantasie, in meinem Büro gezüchtigt zu werden?"
Mulder wurde rot. "Seit dem allerersten Tag, an dem ich vor diesem Monster von einem Schreibtisch saß, während Sie mich warten ließen wie einen Schuljungen und meinen ersten Bericht lasen", antwortete er.
"So lange?" Skinner hob eine amüsierte Augenbraue.
"Ja. Ich habe einen Schreibtisch-Fetisch – habe ich Ihnen das je erzählt, Meister? Und einen Lineal-Fetisch – Sie haben Ihr Lineal auf eine Art gegen Ihre Hand geschlagen, die mir einen derartigen Steifen verursachte, dass ich eine Akte vorhalten musste, um ihn zu verbergen."
"Einen Schreibtisch-Fetisch, hmm?" Skinner schüttelte seinen Kopf. "Ach, mein unersättlicher, kleiner Sklave. Du wirst noch mein Tod sein", seufzte er.

"Und seit wann wollten Sie ein wenig Büro-Züchtigung verabreichen?" erkundigte sich Mulder mit einem schiefen Grinsen. "Erzählen Sie mir nicht, dass kam Ihnen nie in den Sinn."
"Es kam mir nie in den Sinn, bevor ich mit dir zu tun bekam, soviel ist sicher", knurrte Skinner, landete einen Schlag auf Mulders wunder Kehrseite, der seinen Sklaven aufjaulen ließ. "Jetzt verschwinde aus meinem Büro, Junge, und versuch, dich für den Rest des Tages zu benehmen."
Er öffnete seine Bürotüre und scheuchte Mulder hinaus.
"Und, Agent Mulder – ich habe eine Besprechung mit Ihnen und den anderen Abteilungsleitern um 14.30 Uhr. Verspäten Sie sich nicht."
"Nein, Sir!" Mulder schüttelte heftig seinen Kopf.

Mulder rannte die Treppe hinunter und in sein Büro, pfiff vor sich hin. Sein Hintern schmerzte, doch irgendwie hatten seines Meisters Küsse alles besser gemacht.
Scully arbeitete fleißig an ihrem Bericht und er war begierig, seinen zu schreiben. Sein scharfsinniges Gehirn war bis zum Rand gefüllt mit Tatsachen, die mit dem Verdächtigen mit Alzheimer verknüpft waren, und er wollte sie niederschreiben und sich dem nächsten Fall zuwenden.

Vorsichtig setzte er sich vor seinen Computer und loggte sich ins Internet ein, verfolgte ein paar obskure Tatsachen über die Krankheit und speicherte sie, um sie in seinen Bericht einzufügen. Ein plötzlicher Gedanke traf ihn. Seine Faszination mit seines Meisters mysteriöser Vergangenheit blubberte ständig in seinem Geist, und nun waren sie wieder bei der Arbeit und hier schien sie ein noch seltsamerer Zwiespalt zu sein. Es war schwer, den hartarschigen, sehr selbstbeherrschten Assistant Director Skinner mit dem sinnlichen Besitzer dieses Spielzimmers im achtzehnten Stock zu vereinbaren, und Mulder verbrannte in der Neugier für das Thema. Er schob seine Nachforschungen über Alzheimer beiseite und ging in die Aufzeichnungen über vorhergegangene Besitzer des Apartments, das sein neues Zuhause war.

Es kostete ihn etwa eine Stunde gewissenhafter Studien, doch dann fand er seine Antwort: Skinner hatte weder das Apartment im siebzehnten noch im achtzehnten Stock gekauft. Er hatte beide vor ein paar Jahren geerbt. Mulder scrollte eifrig durch die Informationen und fand heraus, dass Skinners mysteriöser Gönner ein Mann namens Andrew Linker gewesen war. So weit, so gut. Mulder speicherte den Namen für weitere Quellensuchen ab und blickte auf, fühlte sich hungrig ... bloß um Scully zu bemerken, die ihn anstarrte, beide Augenbrauen hochgezogen.
"So, Mulder, wer ist die Glückliche und wo haben Sie die Flitterwochen verbracht?" erkundigte sie sich.
"Was?" Mulder runzelte seine Stirn, erinnerte sich dann an den Ring. "Oh, das?" Er zeigte grinsend auf den Ring und fingierte Gleichgültigkeit. "Es ist bloß eine ...", er zermarterte sich sein Hirn und stieß das erste aus, was ihm einfiel, "... eine Wette!" sagte er triumphierend.
Scullys Augenbrauen verschwanden in ihrem Haaransatz und zeigten keine Tendenz, jemals wieder aufzutauchen.
"Ahm ... jaah, ich verlor eine Wette mit einem Freund und die Strafe war, den einen Monat lang zu tragen", erklärte er ihr. Es klang sogar für seine Ohren dämlich.
"Ah hah."

Sie verschränkte ihre Arme über ihrer Brust und wartete. Mulder suchte verzweifelt diese Augenbrauen, aber die hatten sich eindeutig entschlossen, eine Reise über ihren Scheitel hinweg und ihren Hinterkopf hinunter anzutreten.
"Okay ... die Wahrheit ... die Wahrheit ist ..." Mulder zögerte und entschied sich für eine seiner früheren Auswahlmöglichkeiten. "Ich war es leid, die ganze Zeit angebaggert zu werden, wissen Sie. Ich dachte, der Ring hält vielleicht die Geier fern."
"Was?" Scully runzelte ihre Stirn.
Mulders Herz sank.
"Na ja, ich habe bemerkt, dass Sie oft angestarrt werden, Partner, aber ich habe nicht gesehen, dass Sie ein Problem damit hatten. Um ehrlich zu sein, ich war nicht sicher, ob Sie es überhaupt bemerkten. Ich habe einige Frauen und sogar von Zeit zu Zeit einen Mann gesehen", sie schenkte ihm ein schiefes Grinsen, "die versucht haben, mit Ihnen zu plaudern, aber das geht geradewegs an Ihnen vorbei."
"Wann?" fragte Mulder geradeheraus. "Wann ist das passiert?"
Dann erkannte er, er hatte auch diese Geschichte vernichtet.

Scully seufzte. "Kommen Sie, Mulder – warum tragen Sie wirklich einen Ehering? Haben Sie geheiratet?"
"Nein", sagte Mulder, dankbar, dass wenigstens das die Wahrheit war.
"Warum dann?"
Mulder seufzte, ihm gingen die Möglichkeiten aus. "Okay, aber Sie werden es nicht mögen", warnte er.
"Spucken Sie’s einfach aus, Partner!" rief sie, klar verärgert.
Mulder atmete tief durch. Sie war eine Freundin, richtig? Und Freunde sollten einen bei diesem Zeug unterstützen. Okay, es war eine Menge, sie mit allem auf einmal zu erschlagen. Doch sie verdiente die Wahrheit.

"Es gibt da einiges, was Sie nicht über mich wissen. Grundsätzlich ... ich, ahm, ich bin in der BDSM-Szene und ich, ah, habe mich in die Sklaverei verkauft und letzte Woche wurde ich, ahm, trainiert, deshalb nahm ich Urlaub. Jetzt gehöre ich also jemandem und trage deshalb den Ring, um klarzumachen, dass ich Besitz bin und daher nicht ... ahm, verfügbar."

Er hatte Dampf abgelassen und blickt auf, um zu sehen, wie ihre Reaktion ausfiel.
"Ah hah."
Er hasste es, wenn sie das in diesem speziellen Tonfall sagte.
"Ich verstehe." Sie schenkte ihm ihren patentierten Scully-Blick und er wand sich. "Und, ah, wie lange kannten Sie Ihren neuen Besitzer?" Sie war einen Schritt entfernt von Kichern, konnte er sagen.
"Lange Zeit." Mulder nahm eine interessante Schattierung von Ziegelrot an.
"Uns ist sie attraktiv?" bohrte Scully.
"Sehr ... aber, ah, sie ist keine sie", winselte Mulder und wartete auf ihre Reaktion.
Scully legte ihren Kopf zur Seite und sah ihn fragend an. "Sie ist ein Alien?" erkundigte sie sich.
"Ich wünschte es!" Mulder schüttelte reumütig seinen Kopf. "Nein, ich meine, das heißt ... mein neuer Besitzer ist ein Mann. Ich habe einen ... Meister."

Du hättest eine Stecknadel fallen hören können.

"Klar", sagte Scully in einem Ton, der andeutete, sie glaubte kein Wort, würde ihm jedoch trotzdem den Gefallen tun, in seine Fantasie einzusteigen. Mulder seufzte erleichtert und nahm einen großen Schluck von seinem nun kalten Kaffee.
"Okay, Mulder. So, erzählen Sie mir von diesem Training. Hat Ihr, ah, Meister, Ihnen einen Sklavennamen gegeben?"
Mulders Kaffee ging den falschen Weg und er würgte, hustete heftig auf seinen Schreibtisch.
"Was ...", krächzte er kraftlos nach mehreren Minuten, "... wissen Sie über Sklavennamen, Scully?"
"Ich bin keine komplette Unschuld, Mulder."
Sie blinzelte ihm vielsagend zu und er starrte sie fasziniert an. Seine Scully. Seine liebliche Scully – sicher war sie nicht in dem Lebensstil? Ein Bild von ihr in einem engen Korsett, eine Peitsche schwingend, sprang in seinen Geist und er verwarf es. Nicht seine Scully. Überhaupt hätte er es erfahren, wenn sie in der Szene spielen würde – er war alle Tops – männlich und weiblich – durchgegangen, bis er sozusagen in Skinners Schoß gelandet war.

"Kommen Sie, wie lautet Ihr Sklavenname?"
"Er ist Fox", antwortete er schwach.
"Fox?" Ihre Augenbrauen gingen auf eine weitere ihrer Bergsteiger-Expeditionen in die Weiten ihres Haares. "Ist das nicht ein bisschen unoriginell, Mulder? Oder hat Ihr Meister keine große Vorstellungskraft?"
"Na ja, so ist es nicht." Mulder rutschte ungemütlich herum. "Es ist mehr eine exquisite Form der Folter, Scully. Sehen Sie, er weiß, ich hasse meinen Namen, und seinen echten Namen als Sklavennamen zu haben, ist auch irgendwie grausam. So etwas wie die ultimative Erniedrigung, deshalb wählte er Fox. Ich hatte zu dem Thema nichts zu sagen."
"Ich verstehe", nickte sie. "Verprügelt Sie Ihr Meister, Mulder?"

Er konnte sehen, dass sie jede Sekunde dieses Spiels genoss. Sie dachte, sie würde seinen Bluff entlarven, wo doch tatsächlich jedes Wort, das er ihr erzählte, die Wahrheit war. Mulder konnte nicht anders, als die Ironie erkennen, und er lachte laut auf.
"Ja, Scully. Er verprügelt mich ordentlich – aber nur, wenn ich böse bin", blinzelte er ihr zu.
"Oh, Mann. Ihr armer Meister. Sein rechter Arm muss schmerzen", überlegte sie. Er starrte sie böse an und sie brach in Lachen aus. "Oh, Mulder, ehrlich, Sie hätten mit etwas Realistischerem kommen können, als dieser Räuberpistole!" rief sie. "Der Ring ist mir egal, Mulder. Wenn sie es mir nicht sagen wollen, ist es okay – es geht mich nichts an, aber das hätten Sie auch einfach sagen können", tadelte sie ihn.
Er nickte seufzend. Mensch – sie war schlimmer als Skinner mit dieser Ehrlichkeits-Sache.

"Sie haben nicht vergessen, dass wir zusammen zu Mittag essen, oder, Mulder?" fragte sie ihn.
"Nein", grinste er. "Meine Runde."
Es war das mindeste, was er tun konnte, und überhaupt war es Skinners Geld – er würde die Kreditkarte benutzen, die sein Meister ihm gegeben hatte.
"Sie sind dran!" grinste sie zurück. "Sklavenjunge!" setzte sie nach kurzem Überlegen nach.
Mulder zuckte innerlich zusammen. Vielleicht war es doch nicht so eine gute Idee gewesen, ihr die Wahrheit zu sagen. Sie schien den ganzen Scherz unheimlich zu genießen. Andererseits – es war schön, sie so glücklich zu sehen. Er selbst war so zufrieden in seinem neuen Leben und seinem neuen Lebensarrangement, dass er ihr ein bisschen Spaß auf seine Kosten kaum übel nehmen konnte.

Das Telefon unterbrach sie. Mulder hob ab.
"Yo! Sklavenjungen R Us!" verkündete er, grinste Scully zu, die ihm den erhobenen Daumen zeigte.
"Mulder – lange nichts gehört", schnurrte eine Stimme am anderen Ende der Leitung.
Mulder setzte sich schwer, ignorierte den qualvollen Stich, der durch seinen Körper schoss, als seine wunde Kehrseite Kontakt mit dem Stuhl fand. Krycek.
"Was wollen Sie?" zischte er.
"Das ist keine Art, einen alten Freund zu begrüßen."
"Sie sind nicht mein Freund."
"Könnte ich aber sein. Ich habe Informationen, die Sie vielleicht gerne hören würden."

Mulder warf Scully einen Blick zu. Sie hatte sich wieder ihren Berichten zugewandt, obwohl sie augenscheinlich mit einem halben Ohr seinem Telefonat lauschte.
"Es geht um Ihre Schwester", murmelte Krycek in zischendem Tonfall.
Es war eine Falle. Es musste eine Falle sein. Krycek wusste, der einzige Weg, ihn irgendwo hin zu locken, wäre, Samantha zu erwähnen. Er hatte eine pawlowsche Reaktion auf ihren Namen. Er dachte an Scully und ihre tote Schwester, an seinen toten Vater.
Du kannst diesem Mann nicht trauen, Mulder, sagte er sich selbst. Das kannst du nicht.
"Erinnern Sie sich, ich gab Ihnen die Informationen über das schwarze Öl", sagte ihm Krycek, klang wie der Teufel persönlich in seinem Bemühen, Mulder zu verleiten.
"Nein", schnappte Mulder. "Ich spiele dieses Spiel nicht mit Ihnen."
"Wir könnten ein Treffen arrangieren", ignorierte ihn Krycek. "Es geht ihr gut – sicher und gesund. Ein ... gemeinsamer Bekannter von uns besuchte sie letzte Woche. Er nahm mich mit als seinen Fahrer. Wollen Sie nicht wissen, wo sie lebt?"

Mulder schloss seine Augen und zählte bis Zehn. Er erinnerte sich an Skinner, der ihm erst gestern erklärt hatte, dass Mulder das Benehmen kannte, das sein Meister gutheißen würde, und was nicht. Ihm war befohlen worden, mit Skinner zu sprechen, falls er Zweifel hatte. Allerdings hatte er keine Zweifel und er wusste, was Skinner sagen würde – er würde ihm erklären, es wäre zu riskant.

"Nein", sagte er schließlich mit großer Willensanstrengung, "diesmal beiße ich nicht an", und knallte den Hörer auf.
Ein Gefühl der Euphorie durchflutete seine Venen. Er hatte das Richtige getan. Sein Meister würde stolz auf ihn sein. Das beruhigte allerdings nicht die winzige, nagende Stimme in seinem Geist. Angenommen, Krycek hatte die Wahrheit gesagt? Angenommen, seine Schwester war dort draußen, wartete nur auf ihn, um sie zu finden?

"Mulder?" Scully betrachtete ihn mit besorgten, blauen Augen.
"Es ist okay." Er zeigte ihr ein halbes Lächeln. "Hey – ist es nicht Zeit zum Mittagessen, Partner?"

Mulder führte Scully in ein teures italienisches Restaurant in der Nähe aus. Er redete zu viel, versuchte, sich von Gedanken über Kryceks Anruf abzulenken, doch er wusste, er klang, als ob er Speed genommen hätte. Er brabbelte und machte nicht viel Sinn. Scully warf ihm einen ihrer besorgten Blicke zu und er konnte sehen, sie trug ihren Dr. Scully-Hut.
"Langsam, Mulder." Sie legte ihre Hand sanft über seine. "Bereitet Ihnen etwas Sorgen?" fragte sie ihn.
"Nein. Wieso sollte es? Möchten Sie das prickelnde Wasser? Ich könnte Ihnen ein stilles besorgen, oder wie wäre es mit einer Diät-Cola?"
"Das ist in Ordnung. Mulder ... wenn Sie nicht mit mir sprechen können, vielleicht könnten Sie mit ..." Ihre Augen zuckten über den Ehering . "... der Person reden, die Ihnen den gegeben hat", endete sie.
Mulder biss auf seine Lippe. "Ich sagte, mir geht’s gut. Mir geht’s wunderbar. Hey, erzählen Sie mir, wie die Arbeit letzte Woche war, ohne, dass ich Sie unterhalten habe."
Er lehnte sich in seinem Stuhl zurück und versuchte, sich vom Herumzappeln abzuhalten.
"Ruhig. Ich habe Sie vermisst", lächelte sie. "Aber Sie haben die Pause gebraucht und Sie sehen großartig aus, Mulder. Ernsthaft – dieser, ah, Meister tut Ihnen wirklich gut." Ihre Lippen zogen sich an einer Seite hoch, als ob sie nicht sicher wäre, ob das ein Spiel war oder nicht.
"Danke."
Er nahm einen Schluck von seinem Wasser und erwischte eine Reflexion von sich im gegenüber stehenden Spiegel. Er sah ausgeruht aus, und seine Haut ... na schön, Scully hatte recht – er sah aus, als ob er glühte.
Es muss Liebe sein.

Es war so gut, wieder zurück bei Scully zu sein, dass Mulder anfing, sich zu entspannen. Sie unterhielten sich länger, als sie sollten und überzogen ihre Mittagspause. Mulder sah sich nach einem Kellner um, damit er um die Rechnung bitten konnte ... und erstarrte. Ein vertrautes Gesicht kam in sein Blickfeld. Grüne Augen blitzten ihn an und Kryceks Mund verzog sich zu einem grüßenden Grinsen. Er saß an einem Tisch am anderen Ende des Restaurants, beobachtete ... und wartete. Das war zu viel für Mulder. Er sprang wütend auf seine Füße.
"Mulder?" Scully sah ihn überrascht an.
"Gehen Sie ins Büro zurück. Ich sehe Sie später", sagte er ihr.
"Mulder ... die Rechnung ... ich habe kein Geld dabei!" protestierte sie.
"Hier." Er griff in seine Tasche und holte alles Kleingeld raus, das Skinner ihm gegeben hatte – er hatte keine Zeit zu warten, bis die Kreditkarte bearbeitet würde. Dann drehte er sich um und lief los.

Krycek war bereits verschwunden, als er die Tür des Restaurants erreichte. Mulder riss sie auf und rannte hinaus, die Straße hinunter. Ein Wagen fuhr vor ihm an den Straßenrand und die Tür öffnete sich.
"Steigen Sie ein."
Krycek war der einzige Insasse im Wagen. Mulder überlegte, blickte die Straße rauf und runter und tat dann, was sie beide wussten, dass er ohnehin tun würde. Er stieg ein.

"Wie lautet der Deal, Krycek?"
Mulder zog seine Waffe und richtete sie auf den anderen Mann. Krycek grinste.
"Benutzen Sie die und Sie finden sie nie", sagte er.
"Wo ist sie?"
"Kann ich Ihnen nicht sagen", grinste Krycek erneut.
Mulder packte ihn am Kragen, was beinahe darin resultierte, dass der Wagen von der Straße abkam. Krycek stieß Mulder weg.
"Sie haben behauptet, Sie wissen, wo sie ist", knurrte Mulder.
"Wusste ich. Sie wurde weggebracht", zuckte Krycek seine Schultern. "Mein ... Arbeitgeber siedelt sie oft um. Sie ist wichtig für sie. Hat etwas zu tun mit dem Virus, den sie entwickeln."
"Die experimentieren mit ihr?"
Mulder schloss seine Augen und versuchte, sich zu erinnern, wie man atmete.
"Ja. Sie experimentieren seit Jahren mit ihr. Armes Kind."
"Nicht. Wenn das nicht die Wahrheit ist, tun Sie das nicht", sagte Mulder mit brechender Stimme.
"Tut mir leid, alter Freund, aber es ist wahr", meinte Krycek leise. "Sehen Sie – ich mag das genauso wenig. Sie hatte ein hartes Leben."
"Wo war sie, als Sie sie zuletzt sahen?" wollte Mulder wissen.
"Kalifornien." Krycek reichte ihm ein Stück Papier mit einer Adresse darauf. "Überprüfen Sie die, wenn Sie wollen, aber Sie werden sie dort nicht finden, und es wird auch keine Hinweise geben, wohin sie gebracht wurde. Das ist bloß eine Geste des guten Willens von meiner Seite an Sie, damit Sie wissen, ich sage die Wahrheit."

Er stoppte den Wagen abrupt in einer Seitenstraße und wendete sich Mulder zu.
"Ich bin an der idealen Stelle, um mehr herauszufinden", erklärte er. "Wenn es so weit ist, erfahren Sie es."
Dann beugte er sich rüber, öffnete die Tür und stieß Mulder auf die Straße.
"Wir bleiben in Verbindung", waren seine letzten Worte, bevor der Wagen davonkreischte.
Es konnte eine Drohung sein oder ein Versprechen. Mulder war nicht sicher, was davon.

Mulder fand sich meilenweit vom Hoover-Gebäude ohne Kleingeld. Er versenkte seine Hände tief in seinen Taschen und begann die lange Wanderung zurück ins Büro.

Es war fast 3.00, als er ankam. Die letzten paar Meilen war er gelaufen, dennoch wusste er, dass er totes Fleisch war. Skinner hatte ihn gewarnt, nicht zu spät zur Besprechung zu kommen, und nun würde er ihm eine Menge Fragen stellen, warum er spät dran war. Mulder war nicht in der Stimmung, die zu beantworten, mit dem Wissen, dass er in noch größere Schwierigkeiten geriet, wenn er es tat.

Er rannte die Treppe hinauf und stürmte in Skinners Büro, fand seinen Meister ruhig zu einer Gruppe Agenten sprechend.
"Ah, Agent Mulder. Schön, dass Sie sich uns anschließen."
Skinners unfehlbare Augen nahmen sein zerzaustes Erscheinungsbild auf, ohne einen Hinweis zu geben, was er dachte, doch Mulder wusste es. Mittlerweile kannte er seinen Meister gut genug, um zu wissen, dass er tief in der Scheiße steckte.
"Setzen Sie sich."
Skinner gestikulierte mit einer Hand und Mulder plumpste in den freien Stuhl, bloß, um sofort wieder aufzuspringen, als seine schmerzenden Hinterbacken ihn an die Tracht Prügel erinnerten, die er erst vor ein paar Stunden erhalten hatte.
"Problem, Agent Mulder?" fragte ihn Skinner.
"Nein, Sir. Es liegt nur an diesen Bürostühlen, Sir. Sie sind ein bisschen unbequem ...", murmelte Mulder, wurde rot.
"Agent Mulder, Sie haben diese Besprechung lange genug aufgehalten. Ich wäre dankbar, wenn Sie Ihren Platz so schnell und so leise wie möglich einnehmen würden", knurrte Skinner, seine Augen begegneten Mulders und enthielten ein Versprechen bevorstehender Strafe.
"Ja, M... Sir." Mulder biss auf seine Lippe und senkte sich vorsichtig in seinen Stuhl.

Die Besprechung, die schon schlecht begonnen hatte, wurde sogar noch schlimmer. Mulder konnte seine Gedanken nicht auf das Thema konzentrieren, das sie diskutierten. Er war zu beschäftigt, über Krycek nachzudenken und was er ihm erzählt hatte. Mit seiner Schwester wurde experimentiert? Er konnte nicht ertragen, darüber nachzudenken. Er war abgelenkt und schenkte Skinners Worten wenig Aufmerksamkeit. Wenn sein Meister ihm Fragen stellte, wusste er die Antworten nicht und nach einer Weile gab er den Versuch auf mitzuhalten. Oft streunten seine Augen hinüber zu dem Aktenkoffer in der Ecke des Büros. Verdammt! Es war schwer genug, mit den labyrinthischen Konspirationen mitzuhalten, die drohten, sie alle zu überwältigen, ohne sich auch noch Sorgen zu machen, weil man seinen Arsch versohlt bekam.

Mulders fehlende Aufmerksamkeit verwandelte sich in eine ausgewachsene schlechte Laune, er verschränkte seine Arme und beantwortete Skinners Fragen mit kaum merkbarem Bemühen um Höflichkeit. Er wusste, er prüfte seines Meisters Geduld bis an die Grenze, doch er nahm an, wenn schon, denn schon. Er würde ohnehin bestraft werden, was auch immer er sagte, und er war so nicht in der Stimmung.

"So, Agents Phillips und Goodacre, ich wäre dankbar, wenn Sie das Thema für mich recherchieren könnten", schloss Skinner die Besprechung.
"Jawohl, Sir", nickten die beiden Agenten und griffen nach ihren Unterlagen.
Mulder starrte sie wütend an. Arschkriecher.
"Agent Mulder, denken Sie, Sie können das mit den X-Akten vereinbaren, die Sie erwähnten?" Skinner drehte sich zu seinem widerspenstigsten Agenten um.
"Oh, ich denke, das kriege ich gerade noch hin, ja, Sir", höhnte er, verdrehte beinahe sarkastisch seine Augen. "Außer Sie bezweifeln meine Kompetenz", forderte er Skinner heraus.

Stille herrschte am Tisch. Mehrere Agenten sahen aus, als ob sie in Deckung rennen wollten. Mulder nahm es ihnen nicht übel. Skinners Mund wurde zu einer harten Linie.
"Nicht Ihre Kompetenz, nein", antwortete er kühl, seine Nachricht kam laut und klar an, und nicht nur bei Mulder.
Er wusste, die anderen Agenten fragten sich, ob er verrückt war. Niemand widersprach Skinner und gewann.

"Das wäre alles, Agents. Sie haben Ihre Aufträge", entließ sie Skinner.
Mulder machte sich nicht mal die Mühe, sich zu bewegen. Auch Skinner blieb sitzen, während die anderen Agenten nervös hinausgingen, Seitenblicke in ihre Richtung warfen. Mulder konnte aus ihrem Gesichtsausdruck lesen, dass sie alle froh waren, nicht in seinen Schuhen zu stecken. Plötzlich wünschte er, er würde nicht in seinen Schuhen stecken, und verfluchte sein vorheriges übermütiges Auftreten und die Zurschaustellung schlechter Laune.

Die Tür schloss sich hinter dem letzten Agenten und immer noch bewegte sich Skinner nicht. Er betrachtete Mulder wie eine Schlange, die ihre Beute auf ein Zeichen der Bewegung bewachte. Mulder saß zusammengesunken in seinem Stuhl, starrte zurück, senkte nicht seinen Blick. Er würde Skinner niederstarren und die Konsequenzen tragen.

Zwei Minuten vergingen. Dann drei. Plötzlich fühlte sich Mulder sehr heiß. Skinners dunkle Augen waren auf sein Gesicht fixiert, wartend. Sein Meister lehnte sich auf eine Hand, seine Finger strichen über seinen Kiefer, während er dasaß. Mulder räusperte sich, öffnete seinen Mund, schloss ihn wieder. Skinners dunkle Augen blieben unbeweglich.

Vier Minuten. Mulder schnappte. Er senkte seinen Blick, unfähig, es noch länger zu ertragen. In diesem Moment sprach Skinner endlich.
"Geh und hol mir das Paddel", sagte er in leisem, hartem Tonfall.
"Nein." Mulder verkrampfte seine Fäuste. "Wollen Sie nicht erst meine Erklärung hören?" fragte er.
"Du meinst, du hast tatsächlich eine?" Skinner klang überrascht. "Du behauptest, es kann eine Entschuldigung für das erschreckende Benehmen geben, das ich gerade mit angesehen habe? Na schön, meinetwegen, mach schon. Erkläre. Das sollte gut sein."
Er lehnte sich in seinem Stuhl zurück und verschränkte erwartungsvoll seine Arme.
"Oh, pfeif drauf. Sie hören mir sowieso nicht zu!" explodierte Mulder, sprang auf und stampfte durch den Raum zum Aktenkoffer.

Er öffnete ihn und holte das Paddel heraus. Obwohl er gestern dieses Gerät nicht wirklich als das qualvollste im Koffer empfunden hatte, wusste er, sein Hintern war nach den Prügeln mit dem Rohrstock und dem Riemen, die er heute schon erhalten hatte, so wund, dass das Paddel eine weitere Ebene seiner derzeitigen Agonie hinzufügen würde. Er brachte das Paddel zurück und knallte es vor seinem Meister auf den Tisch. Skinner fing sein Gelenk mit einem Griff wie ein Schraubstock.
"Ich höre immer zu", sagte er in einem tiefen, drängenden Tonfall. "Nun rede."

Er hielt Mulders Handgelenk weiter fest und schnippte die Finger seiner anderen Hand. Mulder wollte sich widersetzen, aber Skinner zog seinen Arm runter und er fand sich neben seinem Meister auf die Knie sinkend. Er kniete mürrisch da, weil er wusste, es gab nichts, was er sagen konnte. Na ja, er konnte Skinner von Krycek erzählen, wusste jedoch, wie gut das runtergehen würde. Skinner würde ihm die Haut abziehen, weil er seinem alten Feind hinterher jagte. Und wenn er wüsste, dass er zu ihm ins Auto gestiegen war ... Mulder biss auf seine Lippe. Das war es nicht wert. Ein kleiner Teil von ihm wusste auch, dass er diese Information nicht preisgeben wollte, ungeachtet jeder Bestrafung. Er war ein erwachsener Mann, fähig, seine eigenen Entscheidungen zu treffen, und er würde sie weiter treffen, gleichgültig, welche Sanktionen sein Meister ihm auferlegte.

"Ich aß mit Scully zu Mittag. Wir vergaßen die Zeit", meinte er lahm.
Skinner legte einen Finger unter sein Kinn und drückte seinen Kopf hoch, um ihn anzusehen.
"Und das ist der Grund, warum du mich in einem Zimmer voller Agenten vorgeführt hast?" fragte er ungläubig. "Warum, um Gottes Willen, Fox?"
"Keine Ahnung. Ich war verärgert auf Sie", zuckte Mulder seine Schultern. "Ich wusste, ich stecke ohnehin in Schwierigkeiten und wurde einfach wütend. Ich bin all diese Einschränkungen nicht gewöhnt. Ich brauche ein bisschen Freiraum."
"Pech."

Skinner erhob sich, sein Ausdruck grimmig. "Zitiere mir den ersten Punkt deines Vertrages, Sklave."
Mulder starrte ihn an. Tat dann seufzend, was ihm gesagt wurde.
"Der Sklave erklärt sich einverstanden, seinem Meister in jeglicher Hinsicht zu gehorchen und sich ihm zu unterwerfen. Der Sklave muss jederzeit, überall und gleichgültig unter welchen Umständen die Anweisungen seines Meisters befolgen", ratterte er runter.
"Hast du deinen Namen unter diesen Vertrag gesetzt, Fox?" fragte Skinner.
Mulder sträubte sich einen Moment. "Ja, aber ich wusste nicht, dass Sie hier arbeiten!" protestierte er.
"Das macht keinen Unterschied. Wenigstens warst du glücklich genug, mit einem Meister zu enden, der deinen Kreuzzug versteht – kannst du dir vorstellen, wie viele andere Meister so entgegenkommend bei dieser Seite deines Lebens wären?" Skinner wandte sich ihm zu und starrte ihn böse an. "Nun, gestern erklärte ich dir, dass die Konsequenzen für fürchterliches Vermasseln fürchterliche Bestrafung ist. Jetzt werde ich dir zeigen, was genau das bedeutet."

Er bewegte sich durch das Zimmer, zog die Rollläden runter und verriegelte die Türen. Mulder sah zu, sein Herz sank in seinen Magen. Er war nicht in der Stimmung für eine Tracht Prügel. Diesen Morgen hatte es weh getan, war aber auch eine Anmache gewesen. Diesen Nachmittag wäre es eher eine Strafe, was natürlich genau das war, was Skinner vorhatte. Mulder ballte seine Fäuste und wünschte sich irgendwo anders im Universum hin, nur nicht hier.

Skinner beendete seine Vorbereitungen, drehte sich dann um und reichte Mulder ruhig sein Taschentuch.
"Du wirst es brauchen", warnte er.
Mulder nahm es und Skinner zeigte zum Tisch.
"Hosen runter und vorbeugen", befahl er.
Mulders Atem stockte in seiner Kehle. Normalerweise erregten ihn diese Worte, aber bei dieser Gelegenheit ... war er nicht sicher. Skinner war ehrlich wütend. Trotzdem war es noch nicht zu spät. Er konnte dem anderen Mann immer noch von Krycek erzählen, von seiner Schwester. Er sehnte sich danach, die Information mit irgendjemandem zu teilen, wenn er ehrlich war. Aber ein Leben, in dem er sich allein um die Dinge gekümmert hatte, drang durch, und anstatt zu reden zog er wie befohlen seine Hosen runter und beugte sich über den Tisch.

Mulder klammerte sich mit verschwitzten Händen am Tisch fest, als er das Paddel, kühl und glatt, über seine Kehrseite streichen fühlte. Die harte Oberfläche des Tisches bohrte sich in seine Schenkel. Skinner machte sich nicht mal die Mühe, ihn zu fragen, welche Lektion er lernte.

Für einen Moment herrschte Stille, dann der allmächtigste Ausbruch der Qual. Er erstickte in das Taschentuch, während sein Meister ihn gründlich bestrafte. Sein bereits wunder Hintern erreichte neue Ebenen des Schmerzes, während sein Meister ihn mit dem Paddel verdrosch. Natürlich war Skinner ein Experte und er verwendete das Paddel, um jeden einzelnen Zentimeter von Mulders rotem Hinterteil zu bedecken, bis der Agent sicher war, es nicht länger ertragen zu können und sich in schluchzenden Schluckauf auflöste, durch das Taschentuch zu atmen versuchte. Dann war es vorbei.

"Steh auf, zieh dich an und räum das Paddel weg", sagte Skinner fest.
Mulder nahm das Taschentuch aus seinem Mund und starrte seinen Meister beleidigt an. Keine Umarmungen? Keine Küsse? Keine kleinen, beruhigenden Worte? Mulder erledigte stumm, was ihm aufgetragen worden war, beobachtete aus dem Augenwinkel, wie Skinner an seinen Schreibtisch zurückkehrte und etwas niederschrieb. Mulder beendete seine Aufgaben und kniete neben seinem Meister nieder. Er legte seinen Kopf auf Skinners Knie in seiner Lieblinsposition, stupste dann seines Meisters Hand mit seiner Nase, wie ein Hündchen, das Aufmerksamkeit suchte. Skinner sah zu ihm hinab und runzelte seine Stirn. Dann strubbelte er seine Hand durch Mulders Haar. Mulder lehnte sich seufzend in die Liebkosung.
"Es tut weh, Meister", flüsterte Mulder.
"Ich weiß. Das sollte es, Kleiner", antwortete Skinner. "Du weißt, ich bin hart mit dir, wenn du respektlos bist oder ungehorsam. Das habe ich immer sehr klar gemacht."

Sie saßen einen Moment da, Skinners Finger liebkosten zärtlich das Haar seines Sklaven. Dann nahm Skinner Mulders Gesicht in seine Hände und blickte ihn an.
"Bist du sicher, da ist nichts weiter?" fragte er, seine Augen erforschten Mulders Gesicht.
Mulder schloss seine Augen. Er wollte es seinem Meister erzählen. Er wollte es, aber ein alter Instinkt übernahm. Er schüttelte seinen Kopf.
"Nein, Meister", wisperte er.

Skinner sah ihn noch einen Moment an, ließ dann Mulders Kopf abrupt los.
"Steh auf", orderte er. "Hier", er reichte Mulder die Notiz, die er geschrieben hatte. "Das ist eine Liste der Lebensmittel, die wir brauchen. Besorg sie auf deinem Nachhauseweg."
Mulder starrte auf die Liste, seine Kehle trocken. Er wusste, er hatte Skinner enttäuscht, wusste jedoch nicht, wie er die Dinge verbessern konnte.
"Geh jetzt", sagte Skinner. "Außer, du hast noch etwas, das du sagen möchtest?"
"Nein", zuckte Mulder seine Schultern.

Er sah Skinner einen Moment an, steckte dann die Einkaufsliste ein und ging zur Tür.
"Und, Fox – komm nicht zu spät nach Hause", wies ihn Skinner an. "Das würde ich dir heute wirklich nicht raten."
"Nein, Meister."

Niedergeschlagen wanderte Mulder hinunter.
Ich wusste, dass das passieren würde. Ich habe ihm gesagt, dass das passieren würde. Das funktioniert einfach nicht. Mann, der Ausdruck in seinem Gesicht – als ob ich ihn anwidere oder so was. Er konnte es nicht erwarten, mich loszuwerden.
Er zog seine Schultern hoch und kehrte in sein Büro zurück.

Scully blickte besorgt auf.
"Mulder – sind Sie okay? Wohin sind Sie verschwunden? Was ist Ihnen zugestoßen?"
"Mir geht’s gut, Scully", seufzte Mulder. "Tut mir leid, dass ich Sie im Stich gelassen habe."
Scullys Augen weiteten sich verblüfft.
"Was?" fragte sie Mulder, überrascht von ihrem Ausdruck.
"Mulder – das ist das erste Mal in Ihrem Leben, dass Sie sich entschuldigen, weil Sie mich haben sitzen lassen. Und das ist oft genug vorgekommen!" rief sie aus. "Dieser Meister muss wirklich heiß auf Manieren sein", grinste sie schief.
Mulder schaffte ein schwaches Lächeln als Antwort.
"Ja. Ist er", murmelte er, setzte sich behutsam auf seinen Stuhl.
"Ooch, was ist los, Sklavenjunge? Meister hat dich zu hart verprügelt?" hänselte Scully, beobachtete ihn.
"So etwas in der Art." Mulder schüttelte müde seinen Kopf.

Es verbesserte Mulders Laune nicht, dass er den ganzen Nachmittag auf seinem schmerzenden Hintern sitzen musste. Er warf einen Blick auf die Notiz, die Krycek ihm gegeben hatte. Er wusste, es machte keinen Sinn, nach Kalifornien zu rennen, obwohl er fürchterlich in Versuchung war. Er betrieb Nachforschungen über die Adresse und grub ein paar Details aus, die nichts bestätigten, auf die eine oder andere Art.

Er war froh, als es Zeit zum Heimfahren war, und stand knapp davor, wegzugehen, als er erkannte, er hatte kein Geld, um die U-Bahn zu bezahlen. Er wollte verdammt sein, wenn er Skinner wie ein Schuljunge um Geld bitten würde, und er würde ganz sicher nicht von Scully etwas leihen. Stattdessen beschloss Mulder, heim zu joggen. Er bewahrte Trainingsklamotten und Turnschuhe in seinem Spind auf. Er verabschiedete sich von Scully, zog sich um, machte sich dann auf den Weg.

Es fühlte sich gut an, seine Verzweiflung abzulaufen. Immer und immer wieder ging er im Geiste die Ereignisse des Tages durch, sah jedoch keine Möglichkeit, irgend etwas zu ändern. Er wünschte, er hätte Skinner von Krycek erzählen können, aber es war, als ob er bei dem bloßen Gedanken stumm würde. Etwas hielt ihn davon ab, etwas, zu tief für ihn, um sich dem zu stellen. Wieder einmal fühlte er sich, als ob er ins Weltall abdriften würde und er brauchte verzweifelt jemanden, der ihn zurückholte und festhielt.

Während er rannte, spürte er die Endorphine einsetzen. Das fühlte sich gut an! Er vermisste es, laufen zu dürfen. Mulder warf einen Blick auf seine Uhr. Es war fast Sechs. Er sollte heimgehen, wollte aber nicht. Er wollte rennen und rennen, und wenn er lange genug lief, wäre er vielleicht in der Lage, all seinen Problemen zu entkommen. Er erinnerte sich an die Lebensmittel, um die Skinner gebeten hatte, doch sie waren ihm egal. Ihm war gleichgültig, ob sein Meister seinen Arsch die ganze Nacht verprügelte. Er brauchte das. Er musste für immer rennen und rennen.

Es wurde dunkel und Mulder fing an, sich kalt zu fühlen. Trotzdem war es so gut. Er war in einen traumähnlichen Zustand eingetreten, wo nichts Bedeutung hatte. Es musste gute zwei Stunden später gewesen sein, als er erkannte, dass seine Füße aufgehört hatten, sich zu bewegen. Er blickte auf und fand sich vor den Viva Towers stehend. Ein Heimatsinn hatte ihn hergebracht. Er sah hinauf zum siebzehnten Stock, betrat dann mit einem Seufzen das Gebäude, um sich seinem Schicksal zu stellen.

Er überlegte, geradewegs in den achtzehnten Stock zu gehen und sich in seinem Zimmer einzuschließen, wusste jedoch, dass er sich seinem Meister früher oder später stellen musste, also klopfte er an die Tür des Apartments im siebzehnten Stock. Skinner öffnete die Tür und betrachtete ihn einen langen Moment.
"Darf ich reinkommen?" bat Mulder.
Skinner bewegte sich nicht.
"Meister", fügte Mulder hinzu.
Skinner trat zur Seite und Mulder betrat das Apartment.

"In Ordnung, ich weiß, ich stecke tief in der Scheiße. ersparen Sie mir die Strafpredigt", sagte Mulder mit einem schiefen Grinsen. "Verprügeln Sie einfach meinen Arsch und schicken Sie mich ohne Abendessen ins Bett. Ich habe die Einkäufe nicht erledigt und ich war ohne Ihre Erlaubnis draußen joggen. Ich war ein sehr böser Sklave", spottete er.
Skinner explodierte nicht, wie er erwartet hatte. Er schüttelte bloß seinen Kopf.
"Warum, Fox?" erkundigte er sich milde.

Irgendwie war seines Meisters unerwartete Reaktion wie ein rotes Tuch für einen Stier, und Mulder drehte durch.
"Weil ich verdammt noch mal laufen wollte! Und ich wollte die Scheiß-Einkäufe nicht erledigen! Und ich will auch nicht mehr Ihre verdammte Wäsche machen. Jetzt gehen Sie mir vom Leib, Arschloch!"

Skinner bewegte sich so schnell, dass Mulder bloß einen weißen Schatten sah. Er fühlte sich in die Küche gestoßen und über die Spüle gebeugt. Er hatte keine Ahnung, was überhaupt passierte, bis eine Handvoll weißer, schleimiger Masse in seinen Mund gestopft wurde.
"AGH!" Er spuckte die Seife aus, doch der Nachgeschmack blieb. "Fick dich! Scheiße, fuck ... oh, mein Gott, das schmeckt wie SCHEISSE!"

Skinner schnappte sein Sweatshirt, zerrte ihn aus der Küche und durch das Wohnzimmer, öffnete die Balkontüre und warf ihn hinaus. Dann fasste er in seine Tasche, schnappte eine Handschelle um Mulders Handgelenk und sicherte ihn am Balkongeländer, bevor er sich auf seine Füße hob und auf seinen widerspenstigen Sklaven hinab sah.
"Du kannst hier draußen bleiben, bis du dich abgekühlt hast", erklärte ihm Skinner.
"Du Bastard!" brüllte Mulder. "Komm zurück! Fick dich, Skinner. Lass mich frei!"

Für einen Moment starrte ihn Skinner unbeweglich an, ging dann ins Apartment zurück, ließ die Tür angelehnt. Mulder wand sich sinnlos in seiner Fessel, sank dann zurück auf seine Fersen, knurrte leise, während er versuchte, eine Stellung zu finden, die nicht beinhaltete, seinen wunden Hintern auf dem harten Balkonboden zu platzieren.

Mehrere Minuten behielt er seinen kreischenden Monolog bei, verfluchte seinen Meister, bewarf ihn mit jedem Schimpfwort unter der Sonne. Obwohl Skinner ihn bestimmt hören konnte, gab er keine Antwort. Mulder konnte ihn durch die Balkontüre sehen, er bewegte sich in der Küche, bereitete das Abendessen.

Schließlich beruhigte sich Mulder, fand sich mit einem langen Aufenthalt hier draußen ab. Verdammt, Krycek hatte recht gehabt – es war kalt hier draußen. Verdammter Skinner. Warum zum Teufel hatte Mulder diesem dämlichen, beschissenen Vertrag zugestimmt? Mulder schloss seine Augen, blinzelte die Tränen weg. Er erinnerte sich an die Worte Sicherheit und Liebe. Das hatte der gewollt und er hasste sich für diese Schwäche.

Ein paar Minuten später kam Skinner raus. Er sagte kein Wort, stellte bloß eine Flasche Wasser neben Mulder auf den Boden und sah ihn ein paar Sekunden an. Mulder starrte wütend zurück, schmeckte immer noch die Seife in seinem Mund. Er konnte es nicht erwarten, sie mit dem Wasser wegzuspülen, hatte jedoch genug Stolz zu warten, bis Skinner rein gegangen war, bevor er die Flasche schnappte und sie zwischen seinen Knien hielt, damit er die Verschlusskappe aufdrehen konnte. Danach trank er den gesamten Inhalt auf einen Satz, verloren in seiner Verzweiflung.

Mulder kannte die Gefahrenzeichen nur zu gut. Er war nicht auf Skinner wütend. Er war wütend auf sich selbst und sein vermasseltes Leben. Er war wütend, dass er seine Schwester überhaupt verloren hatte, wütend, weil Männer wie Krycek sie benutzten, um ihn in Gott weiß welche Fallen zu locken. Er war wütend auf sich, weil er darauf ansprach, weil er das immer noch so dringend brauchte, dass er riskierte, die beste Sache zu verderben, die ihm je zugestoßen war, um es zu bekommen. Dies war einer der Momente, vor denen er seinen Meister gewarnt hatte. Er stand davor, außer Kontrolle zu geraten, war dabei, an die Grenze des Wahnsinns wegzuwirbeln. Und er wusste, wenn er zur Erde zurückkam, würde er sich leer fühlen und verloren, hoffnungslos und voller Verzweiflung. Dies waren die Momente, wenn er erwachte und wünschte, tot zu sein. Es war an einem dieser Tage, an dem er wusste, er würde sich entschließen zu sterben.

Mulder schlang seinen freien Arm um seinen Körper. Er fühlte sich so kalt. So allein. Wenn er seine Augen schloss, konnte er seine Schwester sehen, irgendwo in irgendeinem Labor liegend, gesichtslose Männer über ihr aufgebaut. Mulder kämpfte gegen das Bild, kämpfte dagegen an, vollkommen verschlungen zu werden. Seine Eingeweide verkrampften sich, bis er echte, körperliche Schmerzen spüren konnte.

Er beobachtete seinen Meister, der sich im Apartment bewegte. Er wusste, wenn er nach ihm rufen würde, wenn er sich entschuldigte, würde Skinner rauskommen und die Handschelle losmachen. Doch Mulder würde nicht bitten. Er ließ seinen Kopf auf seine Brust sinken, versunken in Verzweiflung.

Ein paar Minuten später fühlte er etwas Feuchtes gegen seine Hand stupsen. Wanda war gekommen, um die Neuheit zu untersuchen, den Sklaven ihres Sklaven draußen auf dem Balkon sitzen zu haben. Sie beschnüffelte ihn neugierig.
"Verschwinde", sagte er ihr.
Sie sah ihn mit klaren, grünen Augen an, kletterte dann ruhig auf seinen Schoß und kuschelte sich an seine Brust. Er sehnte sich danach, den Trost anzunehmen und für einen Moment ließ er sein Kinn auf ihren weichen Kopf sinken. Allerdings drang erneut sein Selbsthass durch und er schob sie wütend mit seiner freien Hand von seinem Schoß und auf den Boden.
"Schuu!" knurrte er und sie lief zurück ins Apartment.
Er sah sie auf Skinners Schoß klettern, während sein Meister auf der Couch saß. Sie kuschelte sich in seines Meisters Arme und das verstärkte bloß Mulders Verzweiflung. Er wollte weinen, war jedoch zu stolz, deshalb saß er einfach da, starrte Skinner an, starrte Wanda an, starrte die Welt an.

Ein paar Stunden vergingen und schließlich erschöpfte sich Mulders Laune. Skinner erschien im Türrahmen.
"Wie fühlst du dich?" fragte er leise.
"Verdammt erfroren", schnappte Mulder. "Nicht, dass Sie das kümmert."
"Du musst hungrig sein."
Skinner kam auf den Balkon und hockte sich vor ihm nieder. Er hielt einen Teller voll köstlich riechendem Essen. Mulder erkannte, dass er hungrig war. Sehr hungrig.
"Mach auf." Skinner nahm etwas Essen auf eine Gabel und hielt sie an Mulders Mund.
"Ich kann, verdammt noch mal, selbst essen", protestierte Mulder.
"Mach auf", wiederholte Skinner, sein Ton ließ keinen weiteren Widerstand zu.

Mulder gehorchte mürrisch und Skinner fütterte ihn mit einer Gabel voll Essen, dann eine zweite und noch einer. Allerdings war Mulder zu übermüdet, um viel zu essen, und er weigerte sich nach der vierten Gabel. Skinner betrachtete ihn ruhig.
"Du wirst den ganzen Teller leer essen", stellte er klar. "Du warst stundenlang draußen laufen. Du musst die Energie ersetzen."
Mulder wandte sein Gesicht ab, doch Skinner drehte es zurück und hielt eine weitere Gabel voll Essen gegen seine Lippen. Missmutig aß Mulder.

Er leerte den Teller, danach verschwand Skinner in der Küche und kam mit dem Dessert zurück.
"Kein Sklave von mir geht jemals hungrig ins Bett", beharrte Skinner, hielt einen Löffel voll Käsekuchen hoch. "Es gibt ein paar Strafen, die du nie durch mich erleiden wirst, und versäumte Mahlzeiten sind eine davon."
Mulder schluckte, fühlte sich komplett und vollkommen ausgewrungen.
"Es tut mir leid, Meister", wisperte er zwischen Mundvoll Kuchen.
"Ich weiß", lächelte Skinner.

Nachdem Mulder seine Mahlzeit beendet hatte, brachte Skinner die Schüssel ins Apartment, kehrte dann auf den Balkon zurück.
"Bereit, jetzt rein zu kommen?" fragte er.
Mulder blickte erschöpft zu ihm auf, all die Wut hatte seinen Körper verlassen, ließ ihn völlig ausgepumpt zurück.
"Ja, bitte", meinte er leise.

Skinner kniete neben ihm nieder und öffnete die Handschelle. Dann zog er Mulder auf seine Füße und nahm ihn in eine Umarmung. Mulder klammerte sich an seines Meisters großen Körper, als ob sein Leben davon abhinge. Er fühlte sich hier so sicher. So warm und getröstet. Skinner war seine Erde, sein Fundament. Es fühlte sich gut an zu wissen, dass er sich auf den anderen Mann verlassen konnte, ihn wieder runter zu holen, wenn er dabei war, in den Orbit zu fliegen.

"Okay, Kleiner", beruhigte Skinner, streichelte sanft seines Sklaven Haar. "Nun, normalerweise belohne ich schlechtes Benehmen nicht, aber bei dieser Gelegenheit mache ich eine Ausnahme, da du eindeutig schlecht drauf bist. Warte in meinem Schlafzimmer. Du darfst die Nacht mit mir verbringen."
Mulder zog sich zurück und sah seinem Meister in die Augen.
"Wirklich?" flüsterte er.
"Wirklich." Skinner küsste seine Stirn. "Jetzt geh, knie im Schlafzimmer nieder und warte auf mich. Ich brauche nicht lange."

Das musste Mulder nicht zweimal gesagt bekommen. Erschöpft ging er ins Schlafzimmer und sank zu Boden, wartete, dass man ihm sagte, was er als nächstes tun sollte. Er wollte nicht denken. Er wollte bloß gehalten und geliebt werden.

Ein paar Minuten später kam Skinner hinauf. Er setzte sich auf das Fußende des Bettes und zog seinen Sklaven heran, entkleidete ihn zärtlich, küsste ihn und tröstete den erschöpften Agenten mit liebevollen Worten, während er arbeitete. Mulder versank in eine Trance. Er war so müde. Er wollte entkommen, frei sein. Er musste einen Ort in seinem Kopf finden, wo Frieden herrschte, aber alles, was er sehen konnte, war seine Schwester. Er schluchzte unterdrückt und Skinner drückte ihn an sich, küsste seine Lippen. Mulder ertrank in diesem Kuss und erkannte erschrocken, dass er in den Armen seines Meisters seine Rettung gefunden hatte. Hier war er sicher vor den Dämonen, die ihn sein ganzes Leben gejagt hatten. Er ergab sich Skinners hartnäckigem Mund, seiner beanspruchenden Zunge, und verschmolz mit dem großen Mann, wärmte sich in dieser liebevollen Umarmung.

"Ich habe dir ein Bad eingelassen", erklärte Skinner, nachdem er ihn losgelassen hatte. "Du musst dich aufwärmen."
Er half Mulder beim Aufstehen und führte ihn ins Badezimmer. Er deponierte seinen müden Sklaven in der Wanne, zog sich aus und glitt neben ihm ins Wasser. Er zog Mulder an sich und seifte ihn ab, rieb kräftig seine Muskeln. Mulder begann, sich menschlicher zu fühlen. Er war warm, sauber, gefüttert, geliebt ... Er lehnte sich zurück in seines Meisters Arme und ließ zu, dass sich der andere Mann um ihn kümmerte.

Skinner trödelte nicht in der Wanne. Er vergewisserte sich, dass Mulder aufgewärmt war, führte ihn dann zurück ins andere Zimmer und half ihm ins Bett. Mulder sah seinem Meister zu, der im Zimmer herumwanderte, Kleidungsstücke wegräumte, und sehnte sich danach, dass er sich ihm im Bett anschließen würde.

Endlich war Skinner fertig, schaltete das Licht ab und stieg neben seinem Sklaven ins Bett. Mulder zögerte, rutschte dann ängstlich an seinen Meister heran und legte seine Arme um ihn, vergrub sein Gesicht in der Brust des anderen Mannes.
"Es tut mir so leid. Ich bin so ein Arschgesicht. Ich ..."
"Fox. Hör auf. Ich benutze nie beleidigende Namen, wenn ich mir dir spreche, oder?" fragte Skinner.
Mulder blinzelte. "Nein, Meister."
"Und denkst du, ich behalte einen Sklaven, der meiner nicht wert ist?" drängte Skinner.
Mulder fühlte sich so müde, dass er nicht denken konnte.
"Nein, Meister. Ich glaube nicht", stimmte er zögernd zu.
"Na schön." Skinner küsste ihn zärtlich, liebevoll, hielt ihn eng an sich gedrückt. "Benutze nicht noch einmal solche Namen für dich."
"Machen Sie Liebe mit mir, Meister", wisperte Mulder.
"Nein, Süßer, du bist zu müde", antwortete Skinner.
"Bitte. Ich möchte mich wieder ... gut fühlen." Mulder küsste seines Meisters Brust und hänselte leicht eine Brustwarze mit seiner Zunge. "Sie sorgen dafür, dass ich mich wieder gut fühle, Meister. Helfen Sie mir zu vergessen ..."
"Was vergessen, Fox?" Skinner hielt ihn so eng, dass er nicht entkommen konnte. "Was ist heute passiert?"
"Nichts. Nichts. Nichts ..."

Mulder fand seines Meisters weichen Schwanz und liebkoste ihn mit seiner Hand. Er liebte das Bett seines Meisters zu sehr, um dieses Privileg zu verlieren, indem er ihm erzählte, was passiert war. Und abgesehen von allem anderen wollte er einfach nicht darüber sprechen. Es war sein Schmerz und seine Einsamkeit. So war es immer gewesen und er hielt das nahe an seinem Herzen, ließ niemals jemanden ein.

"Bitte, Meister ... machen sie Liebe mit mir."
Skinner seufzte. "Fox, irgendwas ist heute eindeutig geschehen. Nun, ich kann dich nicht zwingen, es mir zu erzählen, aber ich will, dass du weißt, dass du es kannst. Wenn du dazu bereit bist. Vielleicht versohle dich dir deinen Arsch, doch ich höre immer zu. Verstanden?"
Mulder nickte stumm. Skinner schüttelte seinen Kopf.
"Fox, ich sehe nicht gern zu, wie du dich derart zerreißt."

Mulder ignorierte seinen Meister und kuschelte sich weiterhin in Skinners breite Brust. Er küsste seinen Weg hinunter zu seines Meisters Schoß und nahm Skinners Schwanz in seinen Mund. Der verhärtete sich unter Mulders sachkundiger Liebkosung. Er zog sich zurück und blickte Skinner erwartungsvoll an.
"Bitte ... machen Sie Liebe mit mir", bettelte er.
Skinner nickte, akzeptierte endlich, dass es das einzige war, das seinen völlig verstörten Sklaven trösten würde.

Er drehte Mulder um und drückte seinen Sklaven eng an seine Brust. Mulder konnte seines Meisters harte Länge gegen seine Hinterbacken pressen spüren.
"Okay, streichle dich. Komm, wann du willst", sagte Skinner.
Mulder hörte ihn ein Kondom über seinen harten Schwanz streifen, dann reichte ihm sein Meister auch eines.
"Damit keiner von uns auf dem feuchten Fleck liegen muss", flüsterte Skinner.

Sanft ergriff er Mulders Hinterbacken und schob sich dazwischen, glitt ohne Schwierigkeiten in das eingeschmierte Loch. Dann hielt er Mulder fest und schaukelte zärtlich in seinem Sklaven vor und zurück. Mulder verlor sich in dem reinen Vergnügen der Berührung seines Meisters, drückte zurück, um sich noch stärker auf Skinners Länge zu pfählen. Sein eigener Schwanz war hart und er betrat ein traumartiges Stadium des totalen Entzückens, lag bequem in seines Meisters Armen, beschwichtigt von dem Geruch nach Sex und dem Vergnügen, Liebe zu machen, geliebt zu werden. Skinner küsste den Nacken seines Sklaven und knabberte an seinem Ohr, kurze Zeit später kamen beide.

Skinner entsorgte die Kondome, schloss sich dann wieder seinem Sklaven im Bett an. Er nahm Mulder erneut in seine Arme, und Mulder fühlte sich in Frieden, zum ersten Mal seit Kryceks Telefonanruf.

"Hör mir zu, Fox, bevor du einschläfst", sagte Skinner.
"Hmmm?" Mulder fühlte seinen erschöpften Geist abdriften.
"Heute war ein schlechter Tag. Morgen fangen wir von vorne an."
"Ja ... von vorne", nickte Mulder.
"Erinnere dich an eines." Skinners Arme verengten sich um seinen Sklaven. "Du gehörst mir und im Moment leidest du. Ich werde alles in meiner Macht stehende tun, um dir zu helfen. Du gehörst mir, Süßer. Körper, Herz, Geist und Seele. Was immer dich quält, quält mich."
"Ich kann fühlen, dass ich außer Kurs wirble. Lassen Sie mich nicht los."
Mulder hatte eine Vision vor sich, wie er in den Weltraum davonflog. Tief in seinem Inneren bezweifelte er, dass selbst Skinner stark genug sein würde, ihn am Boden zu halten.
"Werde ich nicht", versprach Skinner und seine Stimme war streng. "Vielleicht bin ich hart mit dir, Fox, aber ich werde immer für dich da sein."

Mulder erinnerte sich mit erschrockenem Schuldgefühl an die Information, die er über Skinner herausgefunden hatte, dass er diese Apartments von Andrew Linker geerbt hatte. Er hatte seinem Meister nachspioniert, ihn belogen, war zu oft ungehorsam gewesen. Alles im Laufe eines einzigen Tages. Er hatte Skinner angebrüllt und ihn an die Grenze seiner Geduld getrieben. Doch am Ende des Tages war der andere Mann immer noch hier, mit seinen Armen fest um seinen Sklaven geschlungen. Vielleicht hatte er endlich doch einen Ebenbürtigen gefunden. Vielleicht hatte er endlich jemanden gefunden, dem er die wahre Dunkelheit anvertrauen konnte, die – wie er wusste – in ihm lag. Aber noch nicht. Noch nicht ganz.

Ende des elften Kapitels

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