Meridian - Kapitel V

Meridian

by fightingthecage
übersetzt von cal_listo24
SigridLenz@aol.com



Titel: Meridian, Übersetzung aus dem Englischen, Kapitel V
Autor: fightingthecage
Beta-Leser: JessicaWrites
Fandom: 24
Pairing: Jack, Tony
Genre: Drama
Zusammenfassung: angst
Word Count: 8070
Rating: R
Warnungen: Sprache, m/m slash
Anmerkungen: gehört alles 24, kein Geld, etc. ....

Link zum wunderbaren Original von fightingthecage: http://community.livejournal.com/24_fanfic/64586.html


Er hätte es nie für möglich gehalten, dass er jemals diesen Gedanken haben könnte - aber er war froh darüber etwas Abstand zu Jack zu haben. Sogar wenn es lediglich eine Meile den Strand hinunter war. Er lächelte reuevoll... gut, vor Jahren, da hatte es viele Zeiten gegeben, in denen er sich gewünscht hatte, mehr tun zu können, als nur weit weg von ihm zu sein - ihm die Zähne einzuschlagen, hätte sich bei mehr als einer Gelegenheit verlockend angehört! Aber nicht mehr, seit sie zusammen gekommen waren. Er hatte niemals zuvor das Bedürfnis verspürt sich physisch von ihm zu entfernen. Auch als es noch zufällig gewesen war, und er seine gelegentlichen, privaten Ausbrüche hatte miterleben können, es war immer in Ordnung gewesen mit ihm in dem selben Zimmer zu sein.

Jetzt allerdings war es sogar klaustrophobisch mit ihm ein und den selben Strand zu teilen. Er hatte versucht nicht verletzt zu sein, als Jack ihn angefahren hatte, aber nachdem er eine halbe Stunde auf das Meer hinaus gestarrt hatte, war er gezwungen gewesen zuzugeben, geschlagen worden zu sein. Der Kerl hatte so ernst geklungen. Da war keinerlei Zweideutigkeit in der Art gewesen, wie er ihn angeschnauzt hatte. Als wäre er ein unbelehrbares Kind und Jack hätte ihn auf seinen Platz verweisen müssen. Da war kein Gefühl gewesen, kein noch so kleiner Hinweis darauf, dass hier eine abwegige Täuschung vorliegen könnte, hinter der ein ernsthafter Grund verborgen wäre. Vielleicht wollte er ihn wirklich nicht mehr.
Der Schmerz, der ihn bei diesem Gedanken durchfuhr, brachte ihn dazu innezuhalten und er kauerte sich auf den Boden um auf das Meer hinaus zu starren. Er nahm eine Handvoll Sand auf, ließ ihn, geistig abwesend, durch seine Finger rieseln, unabsichtlich einen Hügel erschaffend, während seine Gedanken umherstreiften. Er war hierher gekommen um Jack zu sehen und um Zeit mit ihm zu verbringen - aber es gab da auch ein paar Dinge, über die er mit ihm reden wollte. Und das konnte er nicht, wenn eine dicke Mauer Eis diesen Mann umgab. Eines der Dinge war persönlich, aber die andere war geschäftlich und sie beide waren von ihnen betroffen. Er hatte bisher noch keine der beiden ansprechen können - er hatte eigentlich beabsichtigt zuerst einige Tage auszuspannen, das Thema dann vielleicht zufällig anzuschneiden, wenn sie eines Morgens im Bett sein würden, an einem dieser Morgen, die er liebte, wenn sie ineinander verschlungen aufwachten, Laken überall um sie herum, dösend, sich träge unterhaltend, wenn keiner von ihnen den Wunsch hatte sich zu bewegen, bis sich langsam Sex daraus entwickelte, so wie er es immer tat... er hatte es aufgegeben die Tage zu zählen, die auf diese Art begonnen hatten. Er wünschte sich so verzweifelt einen weiteren, seit Monaten hatte es keinen mehr gegeben, und er war es müde alleine in einem Bett aufzuwachen.

Er kratzte sich einen Moment an der Wange und beobachtete die ruhigen Wellen, die rhythmisch an das Ufer flossen, beharrlich auf den Sand spritzten bevor sie wieder zurückgezogen wurden, zischend, wieder mit dem Ozean verschmelzend. Er lächelte traurig - sie kamen niemals schnell irgendwo hin, diese Wellen, aber davon ließen sie sich nicht abschrecken. Er starrte noch etwas länger hinaus in die Weite und fragte sich was mit Jack passiert war. Er konnte es nicht glauben, dass er einfach entschieden hatte, ihre Beziehung wäre nichts Gutes mehr... abgesehen von allem anderen, er hatte doch sonst niemanden. Außer... ja, außer er hätte jemanden getroffen. Aber das konnte es nicht sein, mit Sicherheit nicht. Er hätte es gesagt, wenn dem so gewesen wäre. Sie hatten nie darüber gesprochen, ob ihr Verhältnis ausschließlich sein sollte - so wie die Dinge lagen, wäre das ohnehin ein Ding der Unmöglichkeit gewesen. Es hatte sich einfach nie ergeben. Aber wenn Jack jemanden gefunden haben sollte, und er sich nicht teilen wollte... nein. Er hätte ihm das längst gesagt. In Gedanken zuckte er mit den Schultern, und verbannte den Gedanken aus seinem Kopf. Er konnte einfach fragen, deswegen hatte er keine Bedenken, und war auch nicht wirklich in Sorge wegen der Antwort. Jack würde sich nicht so verhalten, wenn es so einfach wäre.

Er stand auf und sah die Strecke goldenen Sandes hinunter, wo er ihn sehen konnte, wie er sich mit der fruchtlosen Aufgabe abplagte, die er sich selbst gestellt hatte. Ein weiteres merkwürdiges Verhalten - er war der vernünftigste Mann, den er kannte, zumindest meistens, und hier murkste er an etwas herum, das auf beinahe lächerliche Art sinnlos war. Es gab so viele sinnvollere Aufgaben, auf die er sich konzentrieren könnte. Es machte keinen Sinn, nichts davon. Er ging nicht wieder hinunter zu ihm, er wollte nicht noch mehr Stunden eisigen Schweigens, während er da saß und versuchte herauszubekommen, was, zur Hölle, er tun sollte. Statt dessen ging er zum Haus, es wartete nahe am Sandstrand, groß und weitläufig, und nun, da Tony es genauer ansah, konnte er erkennen in welch schlechtem Zustand es wirklich war. Eines der oberen Fenster war zerbrochen, Farbe blätterte von den Fensterrahmen und den Wänden, ein Opfer der flammenden Hitze und des Salzes in der Luft - ein Teil der Dachrinne hatte sich gelöst, Dachziegel fehlten und insgesamt sah der Ort aus, als wäre er verlassen. Wenig deutete an, dass daran gearbeitet wurde.

Fünf Minuten später betrat er das Haus durch die Vordertür. Als er es in der Früh verlassen hatte, war er eine Weile auf der Suche nach den Schlüsseln gewesen um es abzuschließen, aber er hatte keine finden können. Entweder trug Jack sie mit sich oder er schloss nie ab... und dann , er hatte auch nie ein anderes menschliches Wesen irgendwo hier in der Gegend sehen können, also nahm er an, das wäre kein Problem. Der kleine Vorraum enthielt nichts als einen Mantel, der an einem Nagel hing und ein paar Eimer Farbe, die neben der Tür aufeinander gestapelt waren, die Deckel mit Staub bedeckt. Er ging weiter in das großzügige, offene Erdgeschoss, stoppte und sah sich um, suchte automatisch nach einem Hinweis. Er wusste nicht wonach er suchte, aber er wusste auch nicht, was er sonst tun sollte.

Das Wohnzimmer war links, es war hauptsächlich leer, mit Ausnahme der Couch, die von einer dicken Lage Staub bedeckt wurde. Sie sah nicht aus, als würde jemals jemand von ihr Gebrauch machen, daneben lagen Werkzeuge wahllos durcheinander. Die andere Hälfte des Raumes diente als Esszimmer, welches mit Ausnahme des antiken Tisches und zweier alter Stühle vollkommen leer war. Er wirkte unpassend hier drinnen, glänzend und staubfrei, nichts darum herumliegend. Große französische Fenster ließen Sonnenlicht in das Zimmer strömen, aber das Licht verblasste, kurz bevor es den Tisch erreichen konnte - er war so positioniert, dass er für die zerstörerischen Strahlen unerreichbar blieb. Tony ließ es zu, dass sich ein kleines Lächeln in sein Gesicht einschlich, Jack sorgte wirklich dafür. Und das, mehr als alles andere, sagte ihm, dass er hier noch eine Chance hatte - wenn Jack aufgehört hätte an ihn zu denken, dann würde er sich nicht so viel Mühe geben. Oder vielleicht war er auch nur nostalgisch.

Die Küche befand sich rechts, die Bodenschränke roh, Risse in den Oberflächen der Küchentische. Eine Mikrowelle stand einsam auf dem einen, und ein Kessel mit einer einzelnen Tasse ruhte nahe des Ausgusses. Die Türen der Hängeschränke hingen schief in den Angeln und der Kühlschrank war alt und stieß ungefähr alle drei Minuten laute, unangenehme Geräusche aus. Er öffnete ein paar der Schränke - in ihnen war eigentlich keine Nahrung zu finden, aber er entdeckte einige Flaschen Whiskey. Er sah in den Kühlschrank... und wieder, kaum etwas zu essen.

Er war sich nicht sicher, ob es die kühlere Luft war, die der Maschine entströmte und die einen Schauer durch ihn jagte, oder die Angst, die plötzlich seinen Magen umklammerte. Er hatte dies schon einmal gesehen, aber zu dieser Zeit hatte er nicht gewusst, was er da sah. Er hätte sich selbst im Nachhinein dafür schlagen wollen, dass er es nicht erkannt hatte... aber das bedeutete nicht, dass er jetzt dasselbe vor Augen hatte.

Es war, nachdem Jack aus Kolumbien zurückgekommen war. Sie hatten sich an einem Wochenende mit Gael bei Jack getroffen um die Aktion gegen die Salazars zu planen. Gael war gegangen, nachdem die Arbeit erledigt war, er hatte nach Hause zu seiner Familie gehen müssen. Er war geblieben, hatte sich nebenbei gefragt, ob er die Nacht hier verbringen würde. Jack war in das Badezimmer verschwunden und er hatte ein neues Bier holen wollen, und vielleicht ein Sandwich machen. Aber die Schränke waren ebenfalls beinahe leer gewesen, außer einer Menge Alkohol und ein paar einsamen Suppendosen. Er hatte nicht viel darüber nachgedacht, aber bemerkt, dass Jack ein wenig in Verteidigungsstellung ging, als er erklärte, dass er keine Zeit gehabt hatte um Einkaufen zu gehen. Sie hatten dann Pizza bestellt, aber am Ende war er nicht geblieben, denn Jack schien so müde und auch keineswegs an Sex interessiert.

Der Grund, dafür, warum er sich danach so über sich geärgert hatte, war, dass es noch weitere zweimal ähnlich abgelaufen war, und er nicht erkannt hatte, dass dieses Verhalten eigenartig gewesen war. Und er hatte sich auch keine Gedanken gemacht über das Gewicht, das er verloren hatte oder über sein irritierendes Verhalten bei der Arbeit, er hatte es einfach auf den Stress geschoben, auf die Schwierigkeiten der Wiedereingewöhnung nach einer harten Zeit undercover. Es war ihm einfach nie in den Sinn gekommen, dass Jack Drogen benutzen würde, weil Männer wie Jack so etwas nicht taten. Außer wenn sie es taten, und das hatte er - und jetzt war die ganze Szenerie auf abwegige Weise vertraut.

Er schloss die Kühlschranktür und lehnte sich einen Moment an, schwer atmend. Es würde Sinn machen. Vollkommenen Sinn, absolut. Er fühlte, wie ihn sofort etwas wie Panik ergriff und versuchte ruhiger zu atmen um es zu bekämpfen... dann erinnerte er sich, dass er Jacks Arme von dem Augenblick an, in dem er eingetroffen war, nackt gesehen hatte, und da waren nirgends Einstichspuren sichtbar gewesen. Er fühlte sich besser, aber immer noch nervös. Es gab eine Menge andere Plätze, an denen er sich einen Schuss setzen konnte - und das würde auch erklären, warum er ihn nicht in seine Nähe lassen wollte. Diese Male könnten gut unter seinen Shorts verborgen sein, soweit er wusste...
Er reagierte über. Das musste es sein. Er hatte keinen Beweis, mit Ausnahme seines seltsamen Verhaltens, und es war ja nicht so, als hätte Jack sich in der Vergangenheit niemals seltsam verhalten, auch ohne die Zugabe des Heroins. Dennoch, die Zweifel wollten ihn nicht verlassen.

Er verließ die Küche und steuerte das ebenerdige Badezimmer an. Es war beinahe vollkommen leer, abgesehen von ein paar Handtüchern, und es war unvollendet wie alles andere auch. Wasser tröpfelte in einem ruhigen, gleichmäßigen Strom aus einem Wasserhahn in das Waschbecken, er versuchte ihn abzustellen, aber das Ding wollte sich nicht bewegen lassen. Das Zimmer schien in erster Linie als ein Stauraum für Holz und Plastikplanen benutzt zu werden, und demzufolge war all das auf dem Boden, in der Duschkabine, einfach überall aufeinander gestapelt. Er trat zurück, checkte den Abstellraum, der bis auf noch mehr Holz und einer Bohrmaschine leer war, dann ging er nach oben. Das Haus schien ein wenig unheimlich, jetzt, da er darin herumstöberte, Jack würde das nicht gut heißen - aber er war neugierig und musste wissen, ob es irgendetwas zu finden gab.

Er wusste, dass es nichts außer Staub und einem schmalen Feldbett in “seinem” Zimmer gab ( und verdammt das tat immer noch weh... ) und ein schneller Blick in das Badezimmer, das er benutzt hatte, brachte nichts Interessantes zutage, wenn er die halb verbrauchte Tube Gleitcreme nicht mitzählte, die immer noch von seinem letzten Besuch hier dalag. Es sah nicht so aus, als wäre sie noch einmal gebraucht worden, und er kicherte bedauernd in sich hinein bei dem Gedanken an die Vorräte, die er mitgebracht hatte. Es war ihm nicht in den Sinn gekommen, dass er sie nicht benötigen würde. Es gab noch zwei andere Schlafzimmer und ein Dachgeschoss und sie waren leer, abgesehen von Ersatzteilen für das Dach, noch mehr Farbe und noch mehr Werkzeugen. Und Staub, überall Staub - an manchen Stellen mehrere Zentimeter dick, es war klar, dass Jack die Sachen hier seit Monaten nicht angefasst hatte. Keine Fingerabdrücke oder Fußspuren, die irgendwo auffielen, und es gab keine Möbel, nirgendwo. Wie in einem Geisterhaus, in dem niemand lebte und nichts jemals bewegt wurde, niemals.
Er dürfte hieran nicht gearbeitet haben, seitdem er diese Ausrüstung gekauft hatte, und das müsste fünf Monate her sein... was hatte er nur in der ganzen Zeit gemacht?

Nun blieb nur noch sein (ihr) Zimmer übrig. Er zögerte an der Tür, hasste es, dass sich das anfühlte wie ein Eindringen. Er versuchte nicht daran zu denken, dass seine Tasche jetzt hier drinnen sein sollte, seine Kleidung auf dem zweiten Stuhl, seine Zahnbürste in dem angeschlossenen Badezimmer... dies war Jacks Haus, trotz allem , aber es hatte sich damals angefühlt, als hätte es ihnen beiden gehört. Sie hatten alles darin geteilt und er vermisste das so stark, der Schmerz quälte ihn mittlerweile ununterbrochen, er schien geradezu immer schlimmer zu werden. Aber er musste Bescheid wissen, also stieß er die Tür zögernd auf, halb erwartend, dass Jack aus dem Nichts auftauchen würde um ihm klar zu machen, dass er kein Recht hatte hier zu sein, und dass er verschwinden sollte, weil er nichts mehr mit ihm zu tun haben wollte. Die Vision war nur allzu real... dennoch ging er weiter. Wenn er ihn hinauswerfen wollte, dann könnte es genauso gut aus einem Grund geschehen, den er verstehen konnte.

Sein Herz rutschte ihm in die Hose, als die Tür endlich offen war. Er stand auf der Schwelle und versuchte die Welle von Traurigkeit zu bekämpfen, die ihn vollständig zu verschlingen drohte. Er war müde und hungrig, sein Arm pochte und von einem emotionalen Standpunkt aus gesehen, befand er sich im Niemandsland. Und es flößte ihm Furcht ein, wie lediglich der Blick in dieses Zimmer genügte in ihm den Wunsch zu erwecken wegzurennen, weil er es kaum noch ertragen konnte von dort ausgeschlossen zu sein, und zur selben Zeit wollte er losstürmen und Jack finden, ihn hierher zurückbringen und ihn auf jede erdenkliche Weise daran erinnern wie gut es war zusammen zu sein, wie es das seit Jahren schon gewesen war... aber wie es erst innerhalb dieses Zimmers richtig vollständig geworden war, in dem übergroßen Bett, das einsam auf dem kahlen Boden stand, das Bett, das zu kaufen er Jack überredet hatte.

Seine Finger fuhren den Türrahmen entlang, ohne dass er es wahrnahm, in seinen Gedanken liefen sie über Jacks Körper, zeichneten weiche Linien auf seiner Haut, als sie sich küssten und berührten, und sich gegenseitig zum Fliegen brachten. Sie hatten lange, heiße Nächte in diesem Bett verbracht, in denen sie wenig Schlaf, aber viel Liebe gefunden hatten, ein Spiel der Leidenschaft, das in Myriaden verschiedener Wege wieder aufgenommen wurde, jede Nacht zu einer anderen Musik, nur der Refrain blieb immer süß und schön, sogar wenn er schnell lief und das Tempo sich zu beinahe unerträglicher Geschwindigkeit steigerte - das war der Moment, in dem alle Noten zu einem langen, anhaltenden Ton verschmolzen, bis sie es nicht mehr aushalten konnten und miteinander zusammenbrachen, und er hatte gewusst, dass es sich so anfühlte glücklich zu sein.

Er schloss für einen Augenblick seine Augen, in Erinnerungen versunken und über seine eigenen wunderlichen Gedanken lachend. Aber er lachte nicht, weil sie nicht der Wahrheit entsprachen, er stellte sich dagegen Jacks Gesicht vor, wenn er ihm davon erzählen würde. Worüber redest du, Tony? Ich bin ungefähr so musikalisch wie ein alter Lastwagen und du kannst kein bisschen singen...

Das Lachen erstarb. Die Ruhe in dem Raum, und die Süße der Erinnerungen kollidierten auf unangenehme Weise und ließen ihn hohl zurück. Es steckte mehr dahinter, als die Verwirrung darüber, was eigentlich los war - es war irgendwie das Haus selbst, wie es vernachlässigt wurde. Er hatte so viele schöne Erinnerungen an die Zeit hier, und nun ließ Jack den ganzen Ort vor seinen Augen zu Staub zerfallen. Und es schien ihm noch nicht einmal etwas aus zu machen. Der Ort, an den er sich erinnerte, war erfüllt gewesen von Gelächter, von Frieden, von der Arbeit ihn in einen schönen Platz zu verwandeln... und wenn er ihn jetzt sah, sah dass nichts mehr davon zu spüren war - es war verwirrend und irgendwie traurig und es verursachte tief in ihm ein ungeheures Gefühl der Leere.

Er schritt über die Schwelle und spürte die Spannung in ihm anschwellen, Vergangenheit und Gegenwart, zwei verschiedene Einheiten, die nicht vermischt werden konnten. Er ließ seine Augen rasch umherstreifen, hin und hergerissen zwischen dem Wunsch zu verweilen und sich zu erinnern, und dem, hier herauszukommen, bevor die Spannung explodierte, und etwas in ihm zerbrach.

Das Bett war nicht gemacht, Die Laken in einem unordentlichen Haufen und die Kissen unordentlich über die weitläufige Matratze verteilt, aber nur eines zeigte die verräterische Kuhle, die besagte, dass jemand darauf geruht hatte. Es war auf der linken Seite, der Fensterseite, derjenigen, auf der Jack immer schlief, weil er es mochte den Himmel zu sehen. Keine Vorhänge oder Jalousien, obwohl er ihm gesagt hatte, dass, sobald das Haus einmal fertig sein würde, er auch dort etwas anbringen sollte, sonst würde es komisch aussehen. Jack hatte geschnaubt. Na gut, dann solltest du besser wieder kommen - oder kannst du dir mich zwischen Farbtabellen und Stoffmustern vorstellen? Und er hatte gelacht als Antwort... du bist doch ein Mann, Jack. Ist das nicht die Voraussetzung für einen guten Geschmack in diesen Dingen? Obwohl ich dir eindeutig bei deiner Garderobe behilflich sein könnte, du Landstreicher... Er war sofort angesprungen worden, und hatte über den Arm um seinen Hals gelacht und über den anderen, der ihn in einem geschickten Griff unbeweglich gemacht und dann mit ihm gerungen hatte bis zu seiner endgültigen Niederlage, als er es erlaubt hatte festgehalten zu werden, weil er das Gewicht auf ihm genossen hatte. Und nach dem Sex, als er seine Finger hatte sanft durch das blonde Haar gleiten lassen, das auf seiner Brust geruht hatte, war er überrascht worden. Also, dann wirst du wiederkommen? Alles, was er hatte denken können, war, wie könntest du erwarten, dass ich fort bliebe? Aber alles, was er gesagt hatte, war ja, ich werde wieder kommen. Und das hatte anscheinend ausgereicht. Jack war ruhig eingeschlafen, genau wie er, am Ende - aber nicht bevor eine lange Zeit vergangen war, in der er den warmen Atem, der seine Haut erwärmt hatte und das sichere Gewicht seines Kopfes gespürt hatte, während er sich gefragt hatte, wie um alles in der Welt nur von ihm angenommen werden konnte, dass er hier weggehen würde und sich so verhalten, als ob nichts passiert wäre. Alles war nun anders und sie konnten nicht mehr zurück.

Die Erinnerungen brachten ihm keine Erleichterung. Er sah sich um ohne sich zu rühren...unter dem Fenster befand sich ein Stapel Shorts und T-Shirts, alle unordentlich zusammengeknüllt. Der billige Nachttisch trug eine Lampe und ein Buch, er konnte den Titel erkennen und war nicht allzu überrascht festzustellen, dass es sich um James Joyce´s Ulysses handelte. Denn, selbstverständlich würde Jack ein Buch lesen, mit dem die meisten Menschen auf der Erde Schwierigkeiten haben würden. Er hatte es wahrscheinlich auf dem College analysiert, er schien immer Bücher zu bevorzugen, die ihm vertraut waren, die er zerlegt und deren Mechanik er entschlüsselt hatte. Ihm gefielen Dinge, die er verstand - blieb ihm etwas unklar, betrachtete er es mit Skepsis, bis er hinter sein Geheimnis gekommen war. Und er kam eigentlich immer dahinter.

Der Stuhl, auf dem gewöhnlich seine Kleidung lag, war leer. Er ließ eine Hand über die Lehne gleiten, und rieb dann seine Finger gegeneinander um die Staubflocken abzustreifen, die sich gesammelt hatten. Hier hatte schon eine Weile nichts mehr gelegen, der Stuhl wirkte klein und nutzlos, wenn er keine Aufgabe erfüllte. Über die Rückenlehne des Stuhles auf der anderen Seite der Anrichte waren ein paar Hemden geworfen worden, und so schlaff wie sie dort herunterhingen, befanden sie sich bereits seit einiger Zeit dort. Er ging zu Garderobe, wobei seine Füße ein unangenehmes Krachen der Bodenbretter unter dem dünnen Vorleger verursachten. Darin fand sich nichts, außer ein paar Hemden mehr und ein paar langen Hosen. Der modrige Geruch sagte ihm, dass sie nicht getragen wurden, es war einfach zu heiß für sie, und außerdem, wann würde Jack überhaupt Gelegenheit haben Anzüge zu tragen?

Die Schubladen offenbarten nichts außer Pullovern, Unterwäsche und dem Aroma von Mottenkugeln, und er grinste in sich hinein, denn es war auch für Pullis zu warm und Jack trug keine Unterwäsche. Er schloss die letzte Schublade und fühlte sich miserabel bei dem, was er tat - es gab keinen einzigen Hinweis auf Drogen und er sollte nicht hier drinnen sein. Auf irgendeine Art half es jedoch - er durfte ihn nicht berühren, also war es das Nächstbeste in seinem Zimmer zu sein und er wollte jetzt noch nicht gehen. Vielleicht würde er es nie wieder sehen.

Auf dem Nachttisch an der anderen Seite des Bettes, der Seite auf der er immer geschlafen hatte, war nichts. Er wirkte fehl am Platz, irgendwie würde es ausgewogener aussehen, wenn sich dort statt dessen nur leerer Raum befinden würde. Aber so lenkte die blanke Oberfläche alle Aufmerksamkeit auf sich, als ob sie darauf warten würde mit einer Lampe oder einem Buch, einer Lesebrille, einer Armbanduhr... mit irgendetwas bedeckt zu werden, das diesem Möbelstück eine Daseinsberechtigung verleihen würde. Aber es gab keine, es war nur ein altes Nachttischchen, das nichts anderes tat als die Leere zu füllen.
Er sah hinauf zu dem Regal darüber, demjenigen, an dem er sich jedesmal den Kopf anzustoßen schien, wenn er mitten in der Nacht aufstand. Es trug ein paar Bücher, seit dem letzten Mal schienen keine Neuen dazugekommen zu sein. Sie schienen nicht bewegt oder gar gelesen worden zu sein, die meisten von ihnen waren Klassiker. Er hatte keine Ahnung wie es Jack gelungen sein konnte in diesem Teil der Welt englische Ausgaben zu finden, außer er hätte sie bei der Durchquerung einer der Hauptstädte mitgenommen - aber das wäre doch eine ganze Menge an Gewicht gewesen um es mit sich herumzuschleppen, insbesondere, wenn er so gereist war, wie er es getan hatte. Er ging näher heran um die Titel entziffern zu können. Schon seit langem hatte ihn Jacks Liebe zu Büchern erstaunt, denn er war ihm nie vorgekommen wie der Typ, der lange genug still sitzen konnte um zu lesen. Es hatte auch lange gedauert, bevor er diese Seite von ihm zu sehen bekommen hatte, diesen Jack, der nur im Bett liegen und mit einem seiner Lieblinsbücher relaxen, oder sich an einem ruhigen Nachmittag auf dem Sofa ausstrecken und den Rest der Welt ausblenden konnte, während er sich für eine Weile in die Vision eines Anderen hineinversetzte. Er wünschte, er könnte jetzt diese Seite von ihm sehen, denn das würde bedeuten, dass alles wieder in Ordnung wäre.

Er bewegte sich ins Badezimmer und bemerkte, dass es noch genauso aussah wie damals, als sie es geteilt hatten. Sie hatten es zusammen renoviert, neu eingerichtet, Boden und Wände gefliest. Es war der erste Raum gewesen, an dem sie zusammen gearbeitet hatten, sie hatten sich darüber lustig gemacht und Jack hatte gesagt, dass sie wenigstens konsequent darin waren die Dinge ungewöhnlich anzugehen. Er hatte ihn vielsagend angeblickt und gesagt, sie hätten doch beide gewusst, dass sie dieses Zimmer zuerst in Angriff genommen hatten, weil das Schlafzimmer gleich nebenan lag, und darüber hatte es keinen Streit gegeben. Sie hatten so viel Zeit im Bett verbracht, dass der Rest der Räume irgendwie nicht so wichtig erschienen war.

Er fuhr mit einem Finger über das Waschbecken ohne sich dessen bewusst zu sein, verloren in seinen Gedanken, dann seufzte er und öffnete den Badezimmerschrank. Keine Drogen. Nur Rasierklingen, eine einsame Zahnbürste, ein Stück Seife. Er sah in das Schränkchen unter dem Becken - Reinigungsmittel und Handtücher, das war alles. Nichts, das den Gedanken nahelegen würde, Jack könnte überhaupt wieder Drogen nehmen und die Erleichterung, die er fühlte, war wundervoll. Er wusste wie unwahrscheinlich es sein würde, dass irgendein Hinweis darauf hier einfach so für ihn herumliegen würde, aber dennoch... er konnte es sich selbst nicht erklären. Es fühlte sich nicht so an, als wäre Jack wieder abhängig, und das Beste wäre wohl sich damit zufrieden zu geben. Wenn er sich an das letzte Mal erinnerte, dann waren da eine Menge Anhaltspunkte gewesen, die ihm hätten auffallen müssen. Und die Verzweiflung, die sich damals offenbart hatte, nachdem er die Ursache herausgefunden hatte... es war anders gewesen als jetzt. In diesem Moment schien er sich nur verschlossen und wie ein Mistkerl zu benehmen. Er schien nicht nahe daran die Kontrolle zu verlieren, so wie er es gewesen war. Wenn überhaupt irgendetwas, dann war er zu kontrolliert, zu sehr in sich zurückgezogen. Er erkannte das Verhalten wieder aus den Gelegenheiten, wenn er ihn hatte arbeiten sehen, vollkommen konzentriert auf ein Operationsziel - die Parallelen waren erschreckend.

Er rieb seine Augen, fühlte sich müde. Und definitiv hungrig. Gut, zumindest würde ihm ein Ausflug zum Lebensmittelhändler etwas zu tun geben, wenn er durfte. Das letzte Mal hatte Jack ihn nicht gehen lassen, also sollte er wohl lieber nachfragen. Er verließ das Badezimmer und blieb abrupt stehen. Verdammt! Unter dem Bücherregal lag Staub, und er hatte einen Fußabdruck hinterlassen. Jack würde wissen, dass er hier gewesen war. Er seufzte, griff nach oben und suchte eine Sammlung Sherlock Holmes Geschichten heraus. Hoffentlich wäre es eine akzeptable Erklärung, hier hereingekommen zu sein um ein Buch zu borgen. Er starrte darauf herab, der Umschlag war grau, und das erschien ihm nur passend. Er hätte nie geträumt, dass er den Tag erleben würde, an dem er sich in diesem Zimmer unwohl fühlen würde. Für gewöhnlich hatte er sich eher Sorgen gemacht, ob er jemals wieder herauskommen könnte, auf eine verschwommene, glückselige Art. Er warf einen letzten Blick auf dieses große Zimmer, das zugleich so leer war, dann verließ er es und schloss die Tür, so dass alles wieder so war wie er es vorgefunden hatte.

* * * * *

Endlich war die gesamte Farbe entfernt. Er trat einen Schritt zurück und betrachtete seiner Hände Arbeit, das Schleifgerät immer noch in seiner Hand, für den Fall, dass er ein Stück übersehen hätte. Aber er konnte nirgends einen schwarzen Flecken entdecken, das Holz lag bloß, nichts mehr befleckte es und als seine Augen ihre gründliche Untersuchung beendet hatten, musste er widerstrebend zugeben, dass die Arbeit getan war. Er wusste nicht, wann sie wieder in den Genuss und den Schutz eines neuen Anstrichs kommen würde, er hoffte nur, dass sie sich in ihrem nackten Zustand eine Weile aufrecht halten konnte.

Schmerz drang in sein Bewusstsein, physischer Schmerz dieses Mal, und er starrte auf die Ursache herab - da befand sich Blut am Griff des Werkzeuges. Seine rechte Hand war steif und fest darum geklammert, die Knöchel weiß vor Anspannung und er konnte die Ränder der Blasen sehen, wo die Haut mit dem Holz verschmolz. Er lockerte langsam seinen Griff, erstaunt darüber, dass er gar nicht bemerkt hatte, welch einen Schaden diese Tätigkeit an seinen Handflächen angerichtet hatte, überrascht , dass er nicht schon früher durch den Stich alarmiert worden war, der ihn jetzt quälte.
Das Werkzeug fiel in den Sand und er sah sich an, was er angerichtet hatte. Die Haut war in langen Streifen von seinen Handflächen und dem unteren Drittel seiner Finger abgerieben worden, Blut tropfte langsam, nun, da der Druck ausblieb. Blasen erhoben sich wie Inseln inmitten der rot glänzenden Fläche und sein Gesicht verzog sich bei dem Anblick und dem Schmerz, aber irgendwie war er nicht überrascht. Es war nicht das erste Mal, dass er sich selbst verletzt hatte ohne sich dessen bewusst zu sein.

Eine Untersuchung der linken Hand ergab, dass der Schaden nicht ganz so groß war, nur ein langgezogener, blutiger Striemen, der seiner Lebenslinie folgte. Es sah nicht so schlimm aus wie die auffallende Verletzung seiner bevorzugten Hand, aber er schmerzte ebenso wie diese und er wusste, dass er nahe daran gewesen war es zu übertreiben.

Er ließ beide Hände sinken und ging um etwas zu trinken zu suchen. Das Erste Hilfe Set war immer noch an Deck, wo Tony es zurückgelassen hatte, aber er ignorierte es und ging statt dessen zur Kühltasche. Es war weit nach Mittag und sein Magen rumorte, aber etwas zu essen würde nur bedeuten zum Haus gehen zu müssen, wo sich Tony vermutlich befand, und er blieb lieber hungrig, als sich mit ihm auseinander setzen zu müssen. Er versorgte sich mit einer Flasche Wasser und setzte sich auf den Fahrersitz, starrte eine Weile auf das Meer hinaus und ließ den Schmerz in seinen Händen alles andere überwältigen.

Er wusste, dass ihm nicht viel Zeit blieb. Tony war seit einer guten Stunde fort und würde bald zurück sein. Er würde wieder hier stehen und versuchen herauszufinden, was los war. Jack kannte ihn und wusste, dass er graben würde, bis er zur Wurzel des Problems vorgedrungen sein würde. Es lag nicht in der Natur dieses Mannes, die Dinge einfach laufen zu lassen und er nahm an, dass er ein wenig beruhigt sein sollte. Wenigstens war er nicht bei dem ersten Hinweis auf ein Problem verschwunden. Aber vielleicht gestand er ihm auch zu viel zu, denn am letzten Tag seines letzten Besuches hatten die Dinge auch nicht gerade rosig ausgesehen, und damals hatte er keine Bedenken gehabt zu gehen.

Er hörte das entfernte Zuschlagen der Vordertür, der Laut schwebte durch die schwüle Luft, durchbrach die Monotonie der Wellen, die ohne Unterlass dem Sand zu strebten. Und anstatt weiterhin wegzusehen, erlaubte er sich dieses Mal einen Blick. Er schob seinen Stuhl so, dass er Tonys Ankunft beobachten und vorsichtig darüber spekulieren konnte, was wohl als Nächstes geschehen würde. Es gab eine Vielzahl der unterschiedlichsten Szenarien, die sich hier abspielen könnten, es würde alles davon abhängen zu welchen Schlüssen er in seiner Stunde Einsamkeit gekommen war. Er analysierte die Körpersprache der dunklen Gestalt, die den Streifen Sand, der sie trennte, durchquerte - die Schultern waren gelöst und ließen ihn entspannt wirken, aber bei genauerem Hinsehen behielten die Arme eine leichte Steifheit, als ob nur den Anschein zu erwecken locker zu sein, wichtiger wäre, als das Gefühl an sich. Die bloßen Füße kickten ein bisschen im Sand und er konnte nicht ausmachen, ob die nonchalante Geste Gleichgültigkeit vorspiegeln sollte oder ob es ein reines Anzeichen für sein Widerstreben war diesen Weg zu machen. Wahrscheinlich ersteres, denn seine Augen waren nicht gesenkt und sein Kopf war hoch erhoben, nach vorne gerichtet, sein Ziel anpeilend... Jack seufzte. Tony wollte etwas und versuchte es lässig herüber zu bringen, also war es vermutlich etwas, das ihn aufbringen würde.

Die letzten zwanzig Yards waren schnell zurückgelegt und er ergriff die Gelegenheit den muskulösen Oberkörper und die kräftigen Beine zu betrachten, zu bemerken wie er bereits mühelos gebräunt war, nach nur wenigen Stunden in der Sonne.

“Hey.”

“Was gibt's?”

Tony lehnte sich wieder an die Seite, sah zu seinem Sitz hinauf und Jack stellte Augenkontakt her, nur weil er sich eine Spur von Braun zurück in seinem Leben wünschte. Dann blickte er wieder auf seine Hände, die offen darlagen und schloss sie rasch um die Verletzungen zu verbergen.

“Ich bin am Verhungern und du hast nichts zu essen. Also dachte ich, ich gehe in den Ort und besorge etwas.”

“Keine gute Idee. Wenn jemand sieht, wo du herkommst und sich daran erinnert...!” Höchstwahrscheinlich war das kein Problem und sie beide wussten das. Jack fragte sich, warum der Gedanke, Tony könnte für sie beide einkaufen gehen sich so sonderbar anfühlte.

“Niemand weiß, dass ich Amerikaner bin. Ich spreche nicht englisch und ich nehme mein Auto, nicht den Truck, so kann niemand eine Verbindung zu dir herstellen. Und ich werde um die Stadt herumfahren und aus einer anderen Richtung ankommen - niemandem wird einfallen, dass ich vom Strand kommen könnte, OK?”

Es fielen ihm keine logischen Gründe für einen Einwand ein und die unlogischen zu erklären, das würde einfach nicht passieren. So zuckte er mit den Schultern und sagte “OK.”

Tony lächelte kurz und wandte sich zum Gehen. “Ich nehme nicht an, dass es dich kümmert, was ich nehme?” Es war nicht wirklich eine Frage, mehr eine Anspielung auf seine Erkenntnis, dass Jack sich keine Gedanken darüber machte, was er aß. Er hatte ihn immer damit geneckt, dass Jack nur aß um am Leben zu bleiben, und dass er vollkommen glücklich damit wäre, für den Rest seines Lebens mit C-Rationen auszukommen, wenn er das müsste.

“Nein, ist mir egal. Warte mal!” Er ging zu einem kleinen Kasten, nahe der Stufen, die nach unten führten und kauerte sich davor nieder, um ihn vor Tonys Blick zu verbergen, falls dieser gucken sollte. Er wollte nicht, dass er wusste, dass er eine Waffe an Bord hatte - eigentlich mehr als eine. Vermutlich nahm er es sogar an, aber er wollte nicht, dass er sie wirklich zu Gesicht bekam. Dieser Teil seines Lebens sollte endgültig vorüber sein.

Er griff hinter die Pistole, die an der Seite befestigt war und holte eine Brieftasche hervor. Es war der Notgroschen, aber den konnte er später ersetzen. Er nahm eine Handvoll Scheine, die sorgsam in Bündeln geordnet waren, legte die Tasche zurück und schloss wieder ab. Er sah Tony erstarren, als er ihm das Geld entgegen hielt, benutzte dazu seine linke Hand um den Schlamassel an seiner Rechten zu verstecken.

“Wofür ist das?”

“Essen.”

“Ich kann die verdammten Lebensmittel bezahlen, Jack.”

“Ich weiß, dass du das kannst. Aber ich will nicht, dass du es tust. Nimm es.” Er wusste, dass sein Gesicht ausdruckslos und kalt wirkte, als er da stand. Es kostete Kraft den Schmerz auf Tonys Gesicht zu beobachten und nicht zusammenzubrechen.

Er nahm das Geld nicht. Er drehte sich nur um und sah ihn an, lehnte seinen unverletzten Arm auf die Bootsseite und ignorierte die ausgestreckte Hand. “Das ist dämlich, Jack. Es ist mehr als dämlich. Du versuchst mich in Schach zu halten, indem ich “dein” Essen anstelle von “unserem” bekomme? Was bist du, sechs Jahre alt? Wirst du dich heute abend besser fühlen, wenn du mir erlauben kannst, das zu essen, wofür du bezahlt hast? Wann bist du so ein Spießer geworden?”

Der Ärger lag offen und er stählte sich selbst dagegen. Es gab keine Alternative, es war notwendig. “Ich versuche nicht ein Spießer zu sein, Tony, und es geht nicht um Kontrolle. Du bist hier Gast und es ist meine Aufgabe dich zu bewirten. Das ist alles.”

“Nein, ist es nicht. Es ist mir egal wie sehr du versuchst uns zu ignorieren, Jack. Es wird nicht funktionieren. Ich weiß, dass du nichts vergessen hast. Warum kannst du mir nicht sagen, worin das Problem liegt? Wir können es in Ordnung bringen.”

Er ließ seinen Arm sinken und starrte auf das Geld in seiner Hand. Tony klang so sicher, wenn er sagte, dass sie alles hinbekommen könnten. Aber wie sollten sie das tun? Tony lebte Tausende von Meilen entfernt und hatte ein Leben. Er wurde für tot gehalten. Er konnte nie wieder zurück. Und selbst, wenn es möglich wäre, sie könnten nie wieder zusammen sein.

Er sollte ihn bitten zu gehen. Er war wütend, also würde er möglicherweise zustimmen. Tony war emotional, vielleicht wäre es besser diese Knöpfe zu drücken, dann würde er freiwillig aufbrechen. Aber sein Herz zog sich bei diesem Gedanken zusammen und er brachte die Worte nicht heraus. Es war eine Sache sich zu wünschen, er würde gehen, aber eine ganz andere mit der reellen Aussicht konfrontiert zu werden, ihn niemals wieder zu sehen.

Er hielt ihm wieder das Geld hin. “Bitte, nimm es einfach.”

“Nein.”

Es wollte ihm kein Weg einfallen ihn dazu zu bringen.

“Ich brauche nicht lange. Willst du, dass ich dir etwas herunterbringe, oder glaubst du, dass du es lange genug in meiner Nähe aushalten kannst, um zum Mittagessen hoch zu kommen?”

Verdammt, er war wirklich verletzt. Jack wusste nicht, was er sagen sollte. “Es ist nicht so, dass ich es nicht in deiner Nähe aushalten kann, Tony.”

“Was dann?”

Es gab keine Möglichkeit einer Erklärung. Eine lange Pause entstand, nur unterbrochen durch das Geräusch des Ozeans und den Ruf einer Seemöwe im Himmel über ihnen. Er kämpfte darum eine freundliche Entschuldigung hervorzubringen, eine, die ihm nicht allzu weh tun würde, aber seine Frage beantworten konnte. Aber dann vergegenwärtigte er sich, dass das ein Fehler wäre, dass, wenn er erst anfangen würde zu erklären, er sich selbst nicht würde davon abhalten können, fortzufahren. Der Gedanke daran alles zuzugeben und dann gesagt zu bekommen, dass es eben so war, wie es sein sollte... nein, das konnte er nicht. Er brachte sich dazu, sich an all die Qualen zu erinnern, die er beim letzten Mal durchlitten hatte. Das war die sicherste Methode stark zu bleiben. Er würde nicht dorthin zurückkehren.

“Wir sehen uns.” Er drehte sich um und nahm einen Schraubenzieher, nur um etwas zu tun zu haben und damit er nicht mehr in dieses Gesicht sehen musste. Er wandte sich der Schraube zu, an der er in der Nacht zuvor gearbeitet hatte, derjenigen, die den Gehorsam verweigert hatte, als Tony angekommen war. Seine Hände protestierten, aber er zwang sie, sich trotz ihrer Verletzungen zu bewegen, bis der Klang von Tonys erbittertem Seufzer vergangen war und er wusste, dass er wieder alleine war. Dann ließ er das Werkzeug fallen ohne einen Fortschritt gemacht zu haben, und setzte sich wieder hin.

Vielleicht war es nicht fair von ihm in so im Dunkeln zu lassen. Ihn schlecht zu behandeln war keine Hilfe und brachte ihn auch nicht dazu abzureisen. Es tat ihnen nur beiden weh. Aber er konnte wirklich nichts anderes sehen, das er tun konnte - die Wahrheit zu sagen, stand außer Frage. Wie könnte er zusammenbrechen und zugeben, dass er ihn bei sich haben wollte? Er würde ihm nur antworten, dass es unmöglich wäre - denn es war unmöglich. Er wusste das und Tony ebenso. Unglücklicherweise stellte es sich als schwerer heraus, als er gedacht hatte, alleine sich vorzunehmen ihm zu sagen, dass er nicht wieder kommen sollte. Ganz egal wie sehr er versuchte, sich dagegen abzuhärten, nur der Gedanke daran zu sagen “Komm niemals wieder”, verursachte ihm Übelkeit. Zum einen war Tony der einzige Mensch, der ihn über Kim auf dem Laufenden halten konnte, obwohl er annahm, dass er Chloe darum bitten konnte, sollte es nötig sein. Palmer würde er nicht fragen können, das wäre für sie beide zu riskant. Und Michelle ginge nicht, da sie es Tony wissen lassen würde, dass er angerufen hätte. Aber er wusste, dass Kim nicht der Grund war. Er war es.

Erinnerungen bestürmten ihn ohne Vorwarnung und er konnte sie nicht zurückhalten, nun, da er nicht mehr beschäftigt war. Er gab nach, aber versuchte die Schmerzhaftesten zu bekämpfen, die Glücklichen, indem er weiter zurück in die Vergangenheit reiste. Er erinnerte sich daran, wie es angefangen hatte... sie waren aus gewesen, etwas trinken. Wirklich typisch, dass sie ohne die Hilfe des Alkohols nie vom Üblichen abgewichen wären. Der Abend war voller Spannungen gewesen, beladen mit dem Wissen, dass sie keine Freunde waren, aber niemand anders hatten, mit sie auf ein paar Bier gehen konnten. Tony hatte am Anfang seiner Beziehung mit Michelle gestanden, offensichtlich war es ihr Einfluss gewesen, der nach der Nachtschicht zu der Einladung in die Bar geführt hatte. Er war einverstanden gewesen, da er wirklich nicht viel anderes zu tun gehabt hatte.... Sie hatten in einträchtiger Stille einem Spiel zugesehen, Burger gegessen und getrunken um dem Schweigen zu entgehen. Und dann, irgendwie, hatte er sich an das Jahr zuvor erinnert, als nach der Beerdigung alle Arten seltsamer Spannungen zwischen ihnen existiert hatten. Er wusste, dass Nina und Teri eine ungewollte Kameradschaft zwischen ihnen erzwungen hatten, denn nach all dem, wie hätte es da anders sein können? Vor allem, wenn man jemanden noch hin und wieder sehen musste, so wie er, da er lediglich “inaktiv” und nicht vollkommen aus der CTU ausgeschlossen gewesen war.

Dann war da natürlich der Tag mit der Bombe gewesen, und Tony hatte getan worum er ihn gebeten hatte - er hatte nach Kim gesehen. Hatte zumindest sein Bestes getan, und das, während alles andere im Chaos versunken war. Er erinnerte sich daran, als er davon gehört hatte und wie dankbar er gewesen war, dass er alles versucht hatte. Dann hatte ihm Georges Tod ein zweite Chance gegeben, mit Folter und Herzattacken war es ein harter Tag gewesen. Für sie beide! Aber trotz ihrer Meinungsverschiedenheiten waren sie durch all das schon beinahe Freunde geworden. Und so waren sie in dieser Bar gewesen, einer Irischen Bar in South Fairfax, hatten Burger gegessen und das Spiel gesehen. Und Tony hatte sich schließlich, nach dem fünften Bier oder so, zu ihm umgedreht, und einfach angefangen zu reden. Er hatte immer noch nicht gewusst, was der Grund dafür war. Er hatte ihn gefragt, wie es ihm ging, und schien es ehrlich zu meinen, hatte gefragt, ob es ihm etwas ausmachte nicht mehr ständig für die CTU unterwegs zu sein. Die Position, die für ihn geplant worden war, stand noch nicht bereit. Er war Team Leader, wenn er gebraucht wurde, aber eigentlich nicht mehr als ein Analytiker, wenigstens auf dem Papier. Er hatte gesagt, dass es gut so war, mehr nicht, aber der Kerl hatte nicht aufgegeben. Vermutlich war es das Bier gewesen, das ihn zum Sprechen gebracht hatte. Und vielleicht hatte sich das Bier auch auf ihn ausgewirkt, denn er hatte mit dem Etikett seiner Flasche gespielt, daran zurückgedacht, wie Tony gelegentlich nach ihm gesehen hatte, nachdem er aus dem Krankenhaus entlassen worden war. Er war da gewesen an seinem ersten Arbeitstag. Hatte nicht die Tatsache heraushängen lassen, dass er nun der Boss war. Und jetzt ein Bier nach einem langen Tag. Hatte sie das bereits zu Freunden gemacht? Und wenn, warum konnten sie dann nicht reden?

Er hatte es versucht. Er hatte ihnen ein paar Drinks bestellt und versucht ein paar Bemerkungen über das Spiel, das über ihnen gezeigt worden war, fallen zu lassen. Es hatte nicht funktioniert, er war vollständig ins Leere gefallen, obwohl Tony dasselbe versucht hatte. Es war einfach zu viel zwischen ihnen geschehen, als dass sie diese Art von Freundschaft hätten etablieren können. Und so war das erste Zusammentreffen vielleicht wirklich unvermeidlich gewesen, sie waren betrunken gewesen, und es hatten keine Wörter existiert, die ausgereicht hätten. Es war nicht viel gewesen, ein Kuss in der dunklen Ecke eines Parkhauses, geboren aus der Enttäuschung heraus, sich nicht anders ausdrücken zu können. Es hatte mit Berührung zu tun gehabt, denn es waren ihnen keine anderen Waffen zur Verfügung gestanden.

Er seufzte und verrückte seinen Stuhl, um seine Füße auf dem Ablageplatz für die Navigationswerkzeuge hochlegen zu können. Einen Fuß neben die Schutzplane, die den Kompass bedeckte, eines der wenigen Instrumente, die auf diesem Boot funktionierten - er zeigte unermüdlich nach Norden mit fehlerloser Genauigkeit. Er schmeckte diesen ersten Kuss wieder, den Scotch, die starken Lippen, eine Hand fest an seiner Seite, während die andere seinen Hinterkopf umfasst gehalten und die rauhe Zunge in seinem Mund nach Antworten gesucht hatte, ihn gleichzeitig mit der Bitte um Verzeihung überwältigend. Und ihn wissen lassend, dass er da war.

Er hoffte, dass er entsprechend geantwortet hatte. Hoffte bis zu diesem Tag, dass Tony wusste, wie dankbar er ihm war, für alles, dafür da zu sein, dafür, etwas von dem zu ertragen, das er ertragen hatte und zu wissen wie schwer es war. Auch wenn sie nie darüber sprechen konnten, nur zu wissen, dass jemand anderes verstand, hatte ausgereicht.

Deshalb tat es jetzt so weh, das wusste er. Wenn er Tony fortschickte, verlor er nicht nur seine einzige Verbindung zu dem, der er gewesen war. Er verlor nicht nur einen Freund, mehr als einen Freund. Er würde den einzigen Menschen verlieren, der ihn verstand, der wirklich wusste wie schwer es war, wie schwer alles gewesen war. Denn, auch wenn sie nie darüber gesprochen hatten, es war nie nötig gewesen... er war immer da gewesen, hatte ihm bei allem beigestanden, im Hintergrund, ruhig seinen Rücken stärkend, während das Chaos um sie herum getobt hatte. Und das würde er nie wieder finden. Einen klaren Schnitt zu machen, war die eine Sache, aber er trug Gepäck mit sich, das man nicht niederlegen und weggehen konnte, so einfach war es nicht. Tony wusste das und er hatte ihm manches davon tragen helfen.

Er verfluchte sich selbst dafür, dass er es ihm erlaubt hatte. Am Ende, hatte sich die Last nur vergrößert, er brauchte sich nur anzusehen in welcher Lage er sich jetzt befand. Genau das passierte, wenn man Hilfe annahm und es zuließ, dass jemand anderes einen Teil der Last auf seine Schultern nahm... und dasselbe für ihn tat. Er fühlte sich abhängig. Verdammt, nur der Gedanke daran, wie er reagiert hatte, als der Mann ihn das letzte Mal verlassen hatte. Er war zusammengebrochen - er war verdammt noch mal abhängig. Und das durfte nicht sein. Er grinste reuevoll, griff in die Kühltasche und suchte ein Bier heraus. Zumindest behielt er seine Form bei, wenn es um Beziehungen ging. Er suchte sich immer die unpassendsten Partner in der entsprechenden Situation heraus. Mit Kate hätte er nie etwas anfangen dürfen, er war noch nicht bereit gewesen. Claudia war ein Todeswunsch und gegenseitige Verzweiflung, und Audrey hatte ihn nicht akzeptieren können. Und währenddessen und danach - Tony. Der eine, auf den er sich mehr als auf alles andere verließ, der einzige, dem zu vertrauen er sich erlaubt hatte. Der einzige, dem er sich geöffnet hatte, nur weil dazu nicht nötig gewesen war, etwas zu sagen. Und der Unwahrscheinlichste von allen, weil er ... gut, weil es Tony war, um Himmels willen. Wie um alles in der Welt hätte dies jemals klappen können? Er hätte sich niemals damit einverstanden erklären dürfen ihn zu treffen, nachdem er Amerika verlassen hatte. Es war ein Moment der Schwäche gewesen, für den er seitdem bezahlte. Und dennoch... er stieß einen Seufzer aus. Vielleicht war es ein Moment der Schwäche gewesen.. Vielleicht wäre es das Vernünftigste gewesen sich von ihm fernzuhalten. Aber er hatte nicht gewusst was sich daraus entwickeln würde, er hätte nie davon geträumt, dass das gelegentliche, leidenschaftliche Zusammensein sich in etwas verwandeln könnte, ohne das er glaubte, nicht mehr leben zu können. Er starrte den Strand herunter, wo das Haus sich abzeichnete, das verdammte Haus mit seinen dunklen Erinnerungen und begrabenen Träumen. Es verheimlichte die eine Sache, die er vor Tony verbergen musste, obwohl er schon längst Zeuge davon geworden war. Er fühlte es jedesmal, wenn er nachts durch die Tür trat und von Stille und stickiger Luft begrüßt wurde. Die erstickten Erinnerungen an Gelächter und Hitze, und wie er manchmal still da gestanden war und gewusst hatte, dass, sollte er länger als eine Minute so verharren, dann würden sich Arme von hinten um ihn schlingen, ihn zurückziehen in die Wärme und ihn fragen, ob es ihm gut ging. Es gab niemand anderen, der das für ihn tun würde, niemanden, von dem er wollte, dass er es täte.

Er wusste, dass es ein Ende haben musste. Wenn er das nicht immer haben konnte, dann wäre es besser es überhaupt nicht zu haben. Und er kannte auch den besten Weg es zu beenden, schneller als all die dummen kleinen Spielchen, die er spielte, die sie beide dazu brachten sich wie Abschaum zu fühlen. Alles, das er tun musste, war zu Tony zu gehen und ihn zu bitten zu bleiben, auch wenn sie beide wussten, dass er das nicht konnte. Die braunen Augen würden traurig werden, er würde den Kopf senken und sich auf die Lippe beißen. Würde auf den Boden starren, an seiner Wange kratzen. Und er würde sagen: “Es tut mir leid, Jack.... “ und er würde sich auch so anhören. Vielleicht wäre dem ja auch so. Und Tony würde wissen, dass er ihn verletzte, und dass es das Beste wäre den Schmerz zu beenden, indem er einfach ginge und die Sache auf sich beruhen ließe. Vielleicht würde er es ja auch vermissen - wahrscheinlich würde er das. Aber die Wahrheit war, er hatte ein Leben, hatte einen Ort, an den er gehörte, und der war nicht hier. Es wäre besser für ihn dorthin zurückzukehren, dann könnten sie beide vorwärts gehen. Alles, das er zu tun hätte, wäre seinen Mund zu öffnen und ihn zu bitten zu bleiben. Es wäre der am wenigsten selbstsüchtige Weg - und er hasste sich selbst, weil er es nicht tun konnte.

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